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Walmart testet Zustellung mit Uber, Lyft und Deliv

Die amerikanische Supermarktketten Walmart und Sam’s Club testen in den meisten amerikanischen Bundesstaaten die Zustellung von Lebensmitteln auf der letzten Meile mit Fahr- und Lieferdienstleistern wie Uber, Lyft und Deliv. Bereits seit März testen die Unternehmen die Zustellung von Lebensmitteln und Haushaltsartikeln mit Deliv in Miami. Die Kunden können über die Website von Walmart bestellen und dann bei der Bezahlung die Zustellung mit einem der genannten Services auswählen. Dafür wird eine Liefergebühr zwischen 7 und 10 US$ fällig (ca. 6.00 – 8.70 Euro). Es könnten auch sein, dass Walmart die Liefergebühr subventioniert, um mehr Kunden für die Dienstleistung zu gewinnen.

Walmart startet langsam

Das Unternehmen will langsam starten. In Denver und Phoenix geh der Service diese Woche an den Start. In einer Stadt werden die Lieferungen mit Lyft ausgeliefert, in der anderen mit Uber. Die Uber und Lyft Fahrer sind nur für den Transport zuständig. Nach dem der Kunde über die Website seine Bestellung getätigt hat, werden alle Artikel von geschultem Walmart Personal eingesammelt, verpackt und bereitgestellt. Diese Mitarbeiter suchen die besten Zutaten aus und platzieren gefrorene, gekühlte und frische Artikel in einem extra dafür vorgesehenen Bereich im Lager.

Von Babyartikel bis Tiefkühlprodukte

Zur Auswahl stehen etwa 35.000 unterschiedliche Artikel aus allen Kategorien. Von Baby-Produkten, über Fleisch und gefrorenen Artikeln, bis hinzu Gesundheitsartikel kann alles bestellt werden. Bei der Bezahlung können die Kunden dann die Lieferoption inklusive Zeitfenster wählen. Bisher war es schon möglich, dass das Personal für die Kunden einkaufen gegangen ist und die Kunden die Bestellung dann an der Bordsteinkante entgegengenommen haben.

Manuelle Buchung von Uber, Lyft und Deliv

Walmart ist nicht über eine API an Lyft und Uber gebunden. Das Personal muss bei jeder Bestellung manuell ein Fahrzeug über die App bestellen. Dem Fahrer wird dann per Nachricht Bescheid gegeben, dass es sich um eine Lieferung handelt. Der Fahrer nimmt die vorbereitete Order mit und liefert sie beim Kunden ab. Sobald der Fahrer unterwegs ist, ruf ein Mitarbeiter von Walmart den Kunden an, um diesen zu informieren. Bei diesem Setup ist davon auszugehen, dass Walmart nicht mit vielen Bestellungen rechnet. Das Projekt ist mit den manuellen Prozessen nicht skalierbar. Sollte das Volumen vorhanden sein, sollte Walmart auf einen Dienstleister setzen, der eine Automatisierung erlaubt.

Walmart hat in der Vergangenheit bereits öfter mit Lieferprogrammen experimentiert, bisher aber nicht den durchschlagenden Erfolg verbuchen können. Deshalb wurde auch ein höherer Fokus auf die Abholungen der Einkäufe an der Bordsteinkante gelegt. Mit den Lieferdienstleistern wird nun ein neuer Versuch gestartet. Die Artikelpreise ändern sich nicht für die Kunden, sie sind bei Lieferung genau so teuer, wie bei einem Einkauf im Supermarkt.

In Deutschland sind Rewe und Tengelmann aktiv

Anfang des Jahres hat die Supermarktkette Whole Foods ein Investment in Instacart bekannt gegeben. Über Instacart sollen in Zukunft alle Lieferungen von Whole Foods abgewickelt werden. In Deutschland sind vor allem Tengelmann mit Bringmeister und Rewe mit seinem Lieferdienst aktiv. Rocket Internet ist mit seinem Instacart Klon ShopWings gescheitert.

Bild: Walmart von Mike Mozart / Flickr (bestimmte Rechte vorbehalten)

Lieferdienst Nachrichten: UPS investiert, Amazon liefert frische Lebensmittel

Kurznachrichten aus dem Lieferbereich: Der Logistikriese UPS investiert in das same-day Delivery startup Deliv. Die amerikanische Supermarktkette Whole Foods beteiligt sich an dem Lieferdienst für Lebensmitte Instacart. Amazon liefert das erste mal in Europa frische Lebensmittel aus.

UPS investiert in same-day Delivery Startup

Der Logistikriese UPS hat sich an dem same-day Delivery Startup Deliv beteiligt. Es ist nicht bekannt, wie viel UPS dafür bezahlt hat. UPS hat die letzte Finanzierungsrund von Deliv angeführt, in der 28 Mio. US$ eingesammelt wurden. Das Startup Deliv kooperiert hauptsächlich mit großen Ketten, Best Buy, Walgreens, Sony und Macy’s bieten den Same-Day Delivery Service in Kooperation mit Deliv in 17 amerikanischen Städten an. UPS erhält durch den Deal einen Einblick, wie das Same-Day Delivery Geschäft funktioniert, ohne selber operativ tätig zu werden. UPS spart sich so Geld und eine langwierige interne Entwicklung eines Same-Day Delivery Services. UPS gerät auch unter Druck, da E-Commerce Giganten, wie Amazon eine eigene Logistikkette aufbauen. Grundsätzlich scheinen same-Day Delivery Services vor allem in den USA auf dem Vormarsch zu sein. In einer Umfrage von Deloitte haben 24 % der Befragten angegeben, dass sie für einen Same-Day Service zahlen würden. Der europäische UPS Konkurrent DPD hat sich bereits vor längerer Zeit an dem Münchner Same-Day Delivery Startup Tiramizoo beteiligt, Hermes ist bei Lievery eingestiegen. (via Business Insider)

Whole Foods investiert in Instacart

Die amerikanische Supermarktkette Whole Foods investiert in das Lieferstartup Instacart. Die beiden Unternehmen haben außerdem eine Vereinbarung getroffen, die Instacart für die nächsten fünf Jahre als exklusiven Partner für das Liefergeschäft von Whole Foods vorsehen. Instacart ist bisher nur in den USA verfügbar, deswegen beschränkt sich die Exklusivität nur auf Amerika. In England arbeitet Whole Foods mit dem Startup Shutl zusammen. Instacart bietet einen Lieferservice für Lebensmittel an und kooperiert dabei mit unterschiedlichen Supermarktketten. Bleibt abzuwarten, ob die anderen Kooperationspartner begeistert von dem Deal zwischen Whole Foods und Instacart sind. Unternehmen wie Target und Costco werden sicher nicht begeistert sein, dass Whole Foods Einsicht in deren Geschäfte mit Instacart hat. (via Recode)

Amazon liefert erstmals in Europa frische Lebensmittel

Amazon startet in Großbritannien einen Lieferdienst für frische Lebensmittel du Tiefkühlkost. Bisher bietet das Unternehmen diesen Service nur in den USA an. Ob Amazon Fresh auch demnächst in Deutschland starten wird, ist unbekannt. Amazon ergänzt mit dem Service sein Lieferangebot für Lebensmittel und Haushaltsprodukte. Bisher wurden nur haltbare Lebensmittel, Waschmittel, Haushaltswaren oder Pflegeprodukte über den Amazon Pantry Service verkauft. (via Reuters)

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