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Die Zukunft der Mobilität gestalten: Mobility Accelerator in Deutschland

In den letzten Jahren sind in Deutschland mehrere Startup Accelerators entstanden, die junge Unternehmen mit finanziellen Mitteln, Input von Mentoren und dem Zugang zu einem Netzwerk an Investoren unterstützen. Mittlerweile existieren auch mehrere Accelerator Programme, die sich mit Mobilitätsthemen befassen.

Beyond1435 Accelerator der Deutschen Bahn

Zusammen mit der Innovationplattform Plug and Play bietet die Deutsche Bahn in Berlin unter dem Namen Beyond1435 ein Accelerator Programm an, dass sich auf Mobiltiäts- und Logistikthemen fokussiert. Der Name verbindet das DB-Erbe mit der gemeinsamen Mission voranzugehen. Auf der Standardschienenbreite von 1435 mm hat DB unzählige Menschen und Güter vom Start bis ans Ziel befördert. Die digitalisierte Welt stellt bisherige Mobilitätskonzepte auf den Kopf.

Das Programm der Bahn richtet sich an Startups in der frühen Phase und dauert 3 Monate. Die Teilnehmenden Startups werden mit 25.000 Euro finanziell unterstützt und erhalten kostenlose Arbeitsplätze im Coworking Space Mindbox. In regelmäßigen Mentoring Sessions sollen die teilnehmenden Teams Experten-Feedback erhalten und ihr Netzwerk weiter ausbauen. Zu den Mentoren gehören Experten aus dem Bahn Konzern aber auch Investoren und Startup-Experten. Das erste Programm fokussiert sich auf Smart City Tech Lösungen, wie Blockchain, Mobilitätsalgorithmen, Integrierte Mobilitätsangebote, Deep Learning im Mobilitätskontext, Veränderte Nutzung von Bahnhöfen und Mobilitätszentren oder Identifikation und Sicherheit im Transport von Gütern und Menschen.

STARTUP AUTOBAHN von Daimler

Auf Daimler arbeite mit der Innovationsplattform Plug and Play zusammen, die ursprünglich aus den USA kommt. Das Programm geht bereits in die dritte Runde. Die STARTUP AUTOBAHN ist eine Innovationsplattform, die Startups Zugang zu Silicon Valleys unvergleichlichem Tech-Know-how und bester deutscher Hardware-Kompetenz ermöglicht. Für die nächste Runde werden Startups gesucht, die im Mobilitätsbereich Hardware mit Software verbinden. Die Themen sind IoT, Produktionstechnik, Logistik, ortsbasierte Services, Cyber Security, Biometrie, natürliche Sprachverarbeitung, Prozessoptimierung, Kundenerlebnis und Predictive Analytics. Wie auch das Programm der Bahn dauert die Startup Autobahn drei Monate. Die Gründer profitieren vor allem von der engen Zusammenarbeit mit Daimler-Experten und auch intensiven Mentoring-Gesprächen mit dem Top-Management. Ein Projektteam aus Mitarbeitern der Konzernforschung und des Bereichs Business Innovation fungierte dabei als Brückenbauer zwischen den Startups und Daimler. Durch STARTUP AUTOBAHN soll die Region Stuttgart zum Innovations-Hub für Mobilität und Industrie 4.0 werden und durch die Bündelung innovativer Partnerkompetenzen ein attraktives Startup-Ökosystem geschaffen werden.

Startup Garage von BMW 

In München hat sich BMW mit der Startup Garage zur Aufgabe gemacht, das Potenzial besonders innovativer Start-up-Unternehmen ohne Umwege zu nutzen. Der Automobilkonzern fördert in einem offeneren Programm Startups aus dem Mobilitätsumfeld, die die Innovationsfähigkeit der BMW Group stärken und beschleunigen. BMW verfolgt dabei einen etwas anderen Ansatz. Anstatt sich am Unternehmen zu beteiligen, kauf die BMW Group die Technologie des Startups, und integriert diese so schnell wie möglich in die Entwicklung und Produkte. Von dem Team hinter der Startup Garage werden weltweit vor allem solche jungen Unternehmen gesucht, die bereits mit Kapital ausgestattet wurden und über einen Prototyp ihrer Technologie verfügen. Die Themen orientieren sich an den aktuellen Herausforderungen von BMW – wie zum Beispiel Mobility Services, Elektromobilität oder Technologien für autonomes Fahren.

Startupbootcamp Smart Transportation & Energy 

In Berlin startet demnächst der Startup Accelerator Startupbootcamp Smart Transportation & Energy. Der Fokus lieg traf vernetzen und effizienten Lösungen für den Transport von Gütern und Personen. Für Startups, die an Logistik, Shared Mobility Lösungen oder Transportthemen arbeiten, kann das Programm interessant sein. Die teilnehmenden Startups erhalten eine überschaubare finanzielle Unterstützung, Mentoring, Bürofläche und Zugang zu einem internationalen Netzwerk an Unternehmen, Investoren und Mentoren. Insgesamt werden zehn Startups aufgenommen. Auch das Startupbootcamp Programm dauert drei Monate. Unterstützt wird der Accelerator von Airbus, Cisco, HERE, Kuehne + Nagel, Mercedes-Benz, SBB Cargo und VINCI. Die teilnehmenden Startups müssen 6% der Unternehmensanteile an Startupbootcamp abgeben – das sollte man sich als Gründer gut überlegen, ob einem das angebotenen Package das wert ist.

Für Startups, die sich mit Themen rund um Mobilität und Transport beschäftigen, gibt es durchaus mehrere Möglichkeiten, um die Entwicklung in der frühen Unternehmensphase zu beschleunigen. Durch die Teilnahme an einem Accelerator wird das Netzwerk erweitert und die Mentoren geben wertvollen Input. Letztendlich muss jedes Gründerteam entscheiden, ob die Teilnahme an einem Programm gerechtfertigt ist, oder nicht.

Bild: Steven Zwerink (bestimmte Rechte vorbehalten)

Deutsche Bahn zieht sich aus dem Fernbusmarkt zurück

Die Deutsche Bahn zieht sich zurück und überlässt Flixbus den Fernbusmark. Ende des Jahres wird die Deutsche Bahn den Betrieb der Konzerntochter BerlinLinienBus einstellen. Damit verschwindet der letzte der größeren Wettbewerber von Flixbus. Zuvor haben schon Megabus und Postbus aufgeben und das Streckennetz an Flixbus verkauft. Bahn-Manager haben anscheinend auch mit Flixbus über eine Übernahme von BerlinLinienBus verhandelt. Beide Seiten konnten sich aber auf eine einvernehmliche Lösung einigen.

Späte Anpassung des Angebots

Die Bahn hat am Anfang die Konkurrenz auf dem Fernbusmarkt ignoriert und erst recht spät das eigene Fernbusangebot überarbeitet und gebündelt. Für die Marke BerlinLinienBus wurde Anfang des Jahres eine überarbeitete Webseite gelauncht und die modernen Busse wurden mit einem neuen Design versehen. Hinzu kam eine Expansion der Linien. Diese Anstrengungen haben dazu geführt, dass der Marktanteil laut Zahlen des Marktforschungsinstituts Iges von neun auf 14 Prozent gestiegen ist. Diese positive Entwicklung war anscheinend nicht genug für die Bahn-Führung.

IC Bus bleibt vorerst bestehen

Die Marke IC Bus sill weiterhin bestehen bleiben. Das Streckennetz von IC Bus hat die Strecken ins europäische Ausland umfasst. Ein paar Strecken von BerlinLinienBus sollen im Netz von IC Bus aufgehen. Für die Deutsche Bahn ist das Angebot von IC Bus wirtschaftlicher.

Marktmacht von Flixbus gestärkt

Die Marktmacht von Flixbus wird nach dem Ende von BerlinLinienBus noch weiter steigen. In diesem Jahr hat das Unternehmen schon die Streckennetze der Konkurrenten Postbus und Megabus übernommen. In der letzten Analyse von Iges lag der Marktanteil bei etwa 80 Prozent, das dürfte sich ab 2017 ändern. Postbus wurde zuerst von dem ADAC und der Deutschen Post betrieben, der ADAC ist bereits Ende 2014 aus dem Gemeinschaftsprojekt ausgestiegen. Im Herbst diesen Jahres wird das Angebot von Postbus in das Netzwerk von Flixbus integriert.

Steigende Fernbuspreise erwartet

Branchenexperten gehen nach der Konsolidierung von steigenden Preisen im Fernbusmarkt aus. Dafür sprechen die folgenden zwei Gründe. Im Moment verdient noch kein Anbieter Geld im Fernbusmarkt, das kann sich nur durch steigende Fahrpreise ändern. Grund zwei ist der fehlenden Wettbewerb, dadurch gehe die Preise nach oben. Für die verbleibenden Fernbusanbieter dürfte ein gewisser Spielraum für Fahrpreiserhöhungen vorhanden sein, ohne dadurch viele Kunden zu verlieren. Die Alternative Bahn ist im Moment noch weit teurer als das Angebot an Buslinien.

Megabus Mitarbeiter verlieren Job

Die Übernahme des Streckennetzes von Megabus durch Flixbus hat Auswirkung auf die Belegschaft von Megabus. Alle Angestellten von Megabus wurden gekündigt. In Deutschland mussten 50 Mitarbeiter gehen, in Italien und Belgien weitere 160 Angestellte. Grund dafür ist, dass Flixbus nur Interesse am Streckennetz hat. Diese Strecken werden von Partnerunternehmen bedient, die auch die Fahrer beschäftigen. Weitere Funktionen, wie Marketing und Kundenservice werden wahrscheinlich zentral organisiert.

Bild: BerlinLinienBus

Flinkster und car2go legen Carsharing-Flotte zusammen

Die Carsharing-Angebote von Flinkster und car2go werden verknüpft. Den Nutzern stehen somit 7.000 Fahrzeuge deutschlandweit zur Verfügung. Die Deutsche Bahn betreibt mit Flinkster eine vorwiegend stationsgebundene Carsharing Plattform, car2go bietet hauptsächlich einen free-floating Carsharing Dienst an.

7.000 Flinkster und car2go Fahrzeuge in 100 Städten

Die fast  7.000 Fahrzeuge setzen sich aus 3550 Car2go Fahrzeugen und 3300 Flinkster Fahrzeugen zusammen. Das Angebot von Flinkster ist auf etwa 100 Städte verteilt, die Fahrzeuge von car2go auf sechs Städte. Über die Moovel Plattform von Daimler können die Fahrzeuge beider Anbieter angemietet werden. Für car2go Kunden ist keine Registrierung bei Flinkster notwendig, um die Fahrzeuge nutzen zu können. Für Flinkster-Nutzer gilt das selbe, wenn sie car2go Fahrzeuge anmieten möchten.

Die Kooperation wurde bereits Anfang 2014 angekündigt und sollte ursprünglich Mitte 2014 starten. Die Zusammenarbeit startet also mit einem Jahr Verspätung.

Kooperation für beide Seiten sinnvoll

Allgemein macht die Kooperation von Flinkster und car2go für beide Seiten Sinn. Die Flinkster Kunden haben ohne zusätzlichen Registrierungsaufwand eine Alternative für spontane Fahrten. Car2go Kunden können sich über eine preisgünstige Alternative für längere Anmietungen und auch über geräumigere Fahrzeuge freuen.

Wird car2go Black weiter ausgebaut?

Nach der Kooperation stellt sich die Frage, was mit dem stationsbasierten Carsharing Angebot car2go Black geschieht. Bei car2go black müssen die Carsharing Fahrzeuge ebenfalls an einer Station abgeholt und an der selbigen wieder zurückgebracht werden. Das Angebot dürfte auf die gleiche Kundengruppe wie Flinkster abzielen, ist aber deutlich teurer. Für Flinkster werden um die 6.00 € pro Stunde fällig, bei car2g black 14.90 € pro Stunde. Für car2go Kunden ist es also durchaus attraktiv auf Flinkster umzusteigen, wenn ein Fahrzeug für eine längere Strecke benötigt wird.

Auch Drivy und Autonetzer schließen sich zusammen

Die Kooperation von Flinkster und car2go ist nicht die einzige Bewegung im Carsharing Bereich. Vor ein paar Tagen hat das französische Startup Drivy angekündigt, dass der deutsche Mitbewerber Autonetzer übernommen wird. Beide Unternehmen betreiben eine Carsharing Plattform, auf der Autobesitzer privat ihre Fahrzeuge an registrierte Nutzer vermieten können. Drivy steigt damit zum europäischen Marktführer für Autovermietungen zwischen Privatpersonen auf. Insgesamt haben 500.000 registrierte Nutzer Zugriff auf 26.000 Fahrzeuge.

Bild: Car2Go Warm Up von Atomic Taco (bestimmte Rechte vorbehalten)

CleverShuttle will demnächst mit Mitfahr-Konzept starten

In den nächsten Monaten will laut Webseite das Startup CleverShuttle.de an den Start gehen. CleverShuttle will einen Fahrservice für günstige Fahrten von A nach B anbieten, in dem sich mehrere Fahrgäste ein Fahrzeug teilen. Unterstütz wird das Ridesharing Startup anscheinend von der Deutschen Bahn.

Fahrgäste teilen sich das Fahrzeug

Das Konzept ist ähnlich wie bei UberPool, Lyft Line und Sidecar Shared Rides. Mehrere Fahrgäste, die mehr oder weniger auf der gleichen Strecke unterwegs sein wollen, werden gebündelt und teilen sich ein Auto. Die Bündelung der Fahrgäste soll dabei ein cleverer Optimierungsalgorithmus übernehmen. Die Fahrgäste werden nacheinander eingesammelt und entsprechend ihrem Zielort wieder abgeliefert. Die Fahrgäste nehmen dadurch einen kleinen Umweg in Kauf, sparen im Gegenzug aber bei den Fahrtkosten.

Fahren zum Festpreis

Laut CleverShuttle AGBs fahren die Fahrgäste zu einem Festpreis und der Fahrpreis orientiert sich an den Betriebskosten des Fahrzeugs. Die Kunden fahren also fast umsonst von A nach B. Der Fahrpreis gilt unabhängig davon, ob eine Fahrgemeinschaft zustande kommt, oder nicht. Bezahlt werden kann anscheinend direkt beim Fahrer oder über die hinterlegte Kreditkarte. Da sich der Fahrpreis an den Betriebskosten orientiert, handelt es sich bei dem Angebot um keine gewerbliche Personenbeförderung. Die Fahren benötigen also keinen Personenbeförderungsschein und die Fahrzeuge müssen nicht konzessioniert sein.

Nach einer Testphase soll sich das ändern und es sollen professionelle Fahrer mit P-Schein und konzessioniertem Fahrzeug zum Einsatz kommen. Unter den Voraussetzungen werden sich auch die Preise erhöhen. Die Preise müssen aber dauerhaft weit unter Taxi-Niveau bleiben, damit der Service attraktiv ist.

Genügend Fahrgäste für Bündelung?

Uber, Lyft und Sidecar haben den Pooling-Service erst nach ein paar Jahren nach Marktstart eingeführt. Grund dafür ist, dass viele registrierte und aktive Kunden nötig sind, um sinnvolle Bündelungen der Fahrgäste ohne lange Wartezeiten und Umwege realisieren zu können. Es wird auch eine hohe Zahl an Fahrern benötigt, um genügend Liquidität in der Stadt zu haben. Auch werden die amerikanischen Ridesharing-Unternehmen nicht von Anfang an in der Lage gewesen sein, die komplexen technischen Herausforderungen zu meistern, die bei einem Pooling-Service auftreten. Einen Artikel über die technischen und konzeptionellen Herausforderungen von einem Fahrservice wie CleverShuttle kann hier gelesen werden. Ein Fahrservice, bei dem  sich mehrere Fahrgäste ein Fahrzeug teilen, wird als BHAG bezeichnet – also “big hairy audacious goal” oder auf Deutsch großes, schwieriges, ehrgeiziges Ziel.

100% Elektrofahrzeuge – ist das machbar?

Eingesetzt werden sollen elektrische Fahrzeuge, um einen umweltfreundlichen Service anbieten zu können. Welche Fahrzeuge zum Einsatz kommen, wird noch nicht verraten. Auf dem Markt sind zur Zeit auch noch keine preisgünstigen Elektrofahrzeuge mit hoher Reichweite verfügbar. Teslas werden auf Grund der hohen Anschaffungskosten nicht in Frage kommen. Günstige Elektrofahrzeuge wie ein Citroen C-Zero werden nicht in Frage kommen, da die Reichweite mit ca. 100 km pro Batterieladung viel zu gering ist, um wirtschaftlich sinnvoll arbeiten zu können.

Es ist anzunehmen, dass CleverShuttle die Fahrzeuge besitzen wird. Diese  auf der einen Seite dauerhaft auszulasten und auf der anderen Seite Nachfrage-Peaks abzudecken, wird eine Herausforderung sein.

Fazit: Bei CleverShuttle handelt es sich um ein äußerst interessantes Projekt. Einige Details scheinen noch nicht ganz durchdacht zu sein. Das Unternehmen steht vor großen Herausforderungen, die marktführende Unternehmen wie Lyft und Uber noch nicht gemeistert haben.

Ob deutsche Städte ideal für einen Start des Services sind, wird sich herausstellen. Eventuell würde es mehr Sinn ergeben, Städte wie Paris, London, New York etc. zu nehmen, da dort der Bedarf höher ist und schneller Nutzer gewonnen werden können. Bleibt abzuwarten, wie sich CleverShuttle etabliert und wie lange das Konzept Bestand hat. Eventuell kann die Beziehung zur Deutschen Bahn von Vorteil sein, wenn es darum geht, in kurzer Zeit Reichweite zu erzeugen.

Bild: Carpooling West Montreal von Kyle Taylor (bestimmte Rechte vorbehalten)

Delivery Nachrichten: Postmates erhält 35 Mio. $, Uber mit Essen in Barcelona, Deliveroo vor Deutschlandstart

+++ Kurznachrichten aus dem Delivery Bereich +++ Das Startup Postmates aus San Francisco erhält eine neue Finanzierung, UberEats liefert Essen in Barcelona.  Das Startup aus London Deliveroo steht vor einer Expansion nach Deutschland. Außerdem will die Deutsche Bahn ihr Fernbus-Angebot ausbauen.

Postmates mit 35 Mio. US$ Finanzierung

Das amerikanische same-day delivery Startup Postmates, das von dem Deutschen Bastian Lehmann gegründet wurde, hat weitere 35 Mio. US$ von Investor Spark Capital eingesammelt. Via Postmates können die Nutzer alles von lokalen Geschäften bestellen und für eine kleine Liefergebühr nach hause liefern lassen. Bisher ist Postmates in ca. 60 amerikanischen Städten aktiv. Seit dem Start im Jahr 2011 wurden insgesamt 58 Mio. US$ eingesammelt. In der letzten Finanzierungsrunde wurde das Unternehmen anscheinend mit 150 bis 200 Mio. US$ bewertet. Das Unternehmen scheint recht erfolgreich zu sein, es wurden mittlerweile mehr also 1 Millionen Lieferungen zugestellt. Kürzlich wurde eine API eingeführt, die App-Entwickler und Verkäufer einbinden können, um einen Same-Day Delivery Service anbieten zu können. (via TechCrunch)

UberEats startet in Barcelona

Uber wurde letztes Jahr in Spanien der Personentransport untersagt. Um weiterhin im Land aktiv bleiben zu können, wurde der Service UberEats gestartet. Per UberEats können die Nutzer Gerichte von ausgewählten Restaurants bestellen, die innerhalb von 10 Minuten zugestellt werden. Uber bietet bereits in New York einen Delivery Service mit dem Namen UberRUSH  an, in Los Angeles wird der Lieferservice für Essen unter dem Namen UBERFresh angeboten. Um an die besten Restaurants zu kommen, arbeitet Uber mit dem Restaurant-Guide Plateselectors zusammen. Bleibt abzuwarten, ob Uber den Service auch in Berlin anbieten wird. In Berlin wurde der Service mit Limousinen verboten, der Service mit Privatfahrern wird unter unwirtschaftlichen Bedingungen angeboten und mit UberTaxi unterscheidet man sich nicht von myTaxi und co.  (via Business Insider)

Lieferservice Deliveroo startet in Deutschland

Das sich ein Lieferservice für Gerichte von Premium-Restaurants in Berlin und anderen deutschen Städten lohnen könnte, zeigt der bevorstehenden Start von Deliveroo. Deliveroo bietet einen ähnlichen Service, wie UberEats. Per eigener Flotte werden Gerichte von ausergewöhnlichen Restaurants zugestellt. Die teilnehmenden Restaurants verfügen über keine eigenen Fahrer und die Lieferung von Gerichten gehörte bisher nicht zum Geschäftsmodell dieser Restaurants. Damit unterscheidet sich der Service von Lieferheld, Lieferando und co. Diese Services setzten vor allem auf Restaurants, die eigene Fahrer haben und die sich auf Essenlieferungen spezialisiert haben. Geleitet wird das deutsche Team von Felix Chrobog, Sohn des ehemaligen deutschen Botschafters in den Vereinigten Staaten. Deliveroo sucht in Deutschland einige Mitarbeiter für die Bereiche Marketing, Logistik&Operations und Business Development. Das Finden von geeigneten Mitarbeitern scheint nicht so einfach zu sein, schließlich sind die Stellenanzeigen schon einige Wochen online. Deliveroo hat vor kurzem eine Finanzierungsrunde über 25 Mio. US$ abgeschlossen und ist damit finanziell gut aufgestellt. (via Deliveroo und VentureBeat)

Deutsche Bahn will Fernbus-Marken zusammenführen und Netz ausbauen

Die Deutsche Bahn will ihr Fernbus-Angebot ausbauen und alle Marken zusammen fassen. Ab Sommer sollen neue Linien eingeführt werden und die Frequenz auf bestehenden Linien soll erhöht werden. Die Anzahl der Fernbus-Verbindungen soll vervierfacht werden. Als weiterer Schritt sollen alle Bus-Marken, wie BEX, Berlinlinienbus und IC-Bus unter einem neuen Namen zusammengefasst werden. Mit diesen beiden Schritten will die Deutsche Bahn mit MeinFernbus Flixbus mithalten. Die beiden Unternehmen MeinFernbus und Flixbus haben sich Anfang des Jahres zusammengeschlossen, um schneller wachsen zu können. Das Gemeinschaftsunternehmen kommt auf einen Marktanteil von mehr als 75% in Deutschland, die Busse der Bahn haben einen Anteil von unter 10%. MeinFernbus Flixbus will dieses Jahr mehr als 50 neue Linien und 500 neue Direktverbindungen in Deutschland und Europa schaffen. Die Zahl der Busse soll auf 1000 fast verdoppelt werden. Die Bahn muss ihre Strategie ändern, um nicht total den Anschluss im Fernbusmarkt zu verlieren. (via Tagesschau)

Bild: Delivery of semlor von Patrik Nygren (bestimmte Rechte vorbehalten)

Deutsche Post und ADAC weiten Fernbusangebot aus

Die Kooperation von Deutsche Post und ADAC scheint erfolgreich zu verlaufen, aber noch keine schwarzen Zahlen zu schreiben. Nach dem Start vor einem Jahr werden die angefahrenen Städte ab August verdoppelt, mit Zürich ist erstmal auch ein nicht deutsches Ziel buchbar.

An Anfang lief es nicht rund für den Postbus, da versucht wurde mit einer Hochpreis-Strategie in den Markt zu starten. Die höheren Preise sollten sich durch mehr Service  und Platz in den Bussen rechtfertigen.

Jetzt soll das Angebot an Haltestellen verdoppelt werden, ab August sollen insgesamt 60 Städte angefahren werden. Eine Verdoppelung der Fahrten heißt diese Erweiterung aber nicht, es wird einfach öfters gehalten, um auch kleiner Städte zu bedienen. Eine Expresslinie soll die Reisezeit auf den wichtigen Strecken verkürzen und es werden ausländische Städte, wie Zürich in den Routenplan mit aufgenommen. Die Anzahl der Busse bleibt mit 60 Fahrzeugen konstant. An den Wochenenden werde wahrscheinlich fast alle Busse auf den angebotenen Strecken unterwegs sein, unter der Woche sind weniger Fahrgäste unterwegs, deswegen werden einige Busse stehen gelassen oder anderweitig eingesetzt, z.B. bei  Veranstaltungen des ADACs oder der Post.

Schätzungen der Bahn zufolge beträgt das Geschäftsvolumen im Fernbusmarkt in diesem Jahr 160 Millionen Euro, 2015 soll es sich auf 350 Millionen Euro mehr als verdoppeln. Die Deutsche Bahn geht davon aus, dass sie in diesem Jahr durch das Fernbusangebot Umsatzeinbußen von 40 Mio. € hat. Der deutsche Fernbusanbieter MeinFernbus.de kooperiert mit DriveNow, um die Fahrgäste auf eine komfortable Möglichkeit aufmerksam zu machen, um vom Busbahnhof zur Zieladresse zu kommen.

Photo: ADAC Postbus 19-12-2013 von Hans-Jörg von Schroeter, Lizenz: CC BY-ND 2.0