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Mobility Plattform: Didi Chuxing übernimmt 99 aus Brasilien

Das ging schnell, nur ein Jahr nach der Beteiligung an 99 greift Didi Chuxing komplett zu und übernimmt die Mobility Plattform aus Brasilien komplett.

Bewertung bei einer Milliarde Dollar

Anscheinend wurde der Wert von 99 mit einer Milliarde Dollar bewertet. Eine Summe von 600 Mio. Dollar wurde von Didi aufgebracht, um die bestehenden Investoren auszuzahlen. Weitere 300 Mio. Dollar werden zur weiteren Expansion zur Verfügung gestellt. Zusammen mit dem Investment von 100 Mio. US Dollar vor einem Jahr kommt die Bewertung von 1 Milliarde Dollar zustande.

Die Ride-Sharing Plattform 99 ist bisher in Brasilien stark vertreten. Didi erhält durch die Übernahme eine starke Präsenz in dem südamerikanischen Land. Brasilien zeichnet sich durch eine extrem schnell wachsend Mobile Internetpräsenz aus. Es ist davon auszugehen, dass das operative Geschäft in weiteren Ländern in Südamerika gestartet wird, um eine einfach zu nutzende und moderne Transportmöglichkeit weiteren Menschen zur Verfügung zustellen.

Übernimmt Didi Chuxing auch Taxify?

In Europa hat sich Didi Chuxing im vergangen Jahr an Taxify beteiligt. Das Startup aus Estland gibt seitdem mächtig Gas bei der internationalen Expansion. Der Hunger von Didi nach einem globalen Footprint ist hoch, es könnte also durchaus sein, dass Taxify demnächst auch komplett geschluckt wird. Das Ziel des Chinesischen Unternehmens ist die Transformation der globalen Transport- und Automobilindustrie. Durch die Übernahmen, Beteiligungen und Kooperationen ist Didi sozusagen in 1000 Städten weltweit vertreten und erreicht potentiell 60% der Weltbevölkerung. Insgesamt verfügt die Didi-App über 450 Mio. Nutzer.

Mehr als Ride-Sharing und Taxi

Didi bedfast sich nicht nur mit Ride-Sharing, sondern baut ein ganzes Portfolio rund um die Mobility Services auf. Erst kürzlich wurde ein Carsharing Dienst gestartet. Außerdem ist die Mobility Plattform an dem Bike-Sharing Dienst ofo und einer Plattform für den Handel mit Gebrauchtfahrzeugen beteiligt.

Bild: Didi Chuxing (alle Rechte vorbehalten)

Mobilität in China: Didi Chuxing steigt ins Carsharing ein

Es ist beeindruckend, mit welchem Tempo der Chinesische Anbieter Didi Chuxing sein Mobilitätsangebot ausbaut. Dahinter verbirgt sich eine durchdachte Strategie, von der andere Anbieter und vor allem deutsche Unternehmen lernen können. Nach den zahlreichen Angeboten, wie Ride-Sharing, Pooling, Gebrauchtwagenplattform oder Bikesharing wird jetzt auch in Car-Sharing investiert.

Carsharing in China wächst rasant

Mindestens eine Milliarde Yuan, was etwa 120 Mio. Euro entspricht, soll in ein Carsharing Angebot gesteckt werden. Der Bedarf nach Mobilität in China steigt unaufhaltsam und da sich viele keine eigenes Auto, bzw. einen Parkplatz dafür leisten können, erfreuen sich alternative Mobilitätsangebote steigender Beliebtheit. Car-sharing gehört dazu und wächst seit geraumer Zeit.

Offene Plattformen für Carsharing

Anscheinend will Didi eine Art offene Plattform schaffen, auf der auch andere Autovermietungen und Händler die Fahrzeuge fürs Car-Sharing zur Verfügung stellen können. Die Nutzer können die Autos einfach über eine App anmieten.

Didi wird dadurch gleichzeitig die Situation für die registrierten oder potentiellen Ride-Sharing Fahrer verbessern. Diese bekommen durch die Car-Sharing Plattform die Möglichkeit, kurzfristig ein passendes Auto für den Fahrdienst mieten zu können.

Vor allem Elektro-Flotten

Die größte Carsharing Plattform in China EvCard hat 8400 in 20 Städten, alle Fahrzeuge sind Elektroautos. Erst kürzlich hat BMW mit der eigenen Mobility Marke ReachNow eine Partnerschaft mit EvCard geschlossen, um Premium-Carsharing anbieten zu können. Insgesamt existieren um die 30.000 Carsharing Fahrzeuge in China, 95 Prozent sind Elektroautos, Plugin-Hybride oder Brennstoffzellen-Autos.

Auch Didi hat sich den alternativen Antrieben verschrieben. Im November wurde bekanntgegeben, dass Didi in einem Joint-Venture eine Ladeinfrastruktur aufbauen will. Bis 2020 soll die Zahl der Elektro-Fahrzeuge auf der Plattform von aktuell 260.000 auf eine Millionen ansteigen.

Bild: Didi Chuxing (alle Rechte vorbehalten)

Didi Chuxing investiert in europäischen Anbieter Taxify

Die chinesische Ride-Hailing Plattform Didi Chuxing beteiligt sich an einem weiteren Unternehmen, um das globale Netzwerk zu erweitern. Mit dem Investment in den Anbieter Taxify streckt das Unternehmen seine Fühler auch nach Europa aus. Taxify ist vor allem in Europa und Afrika aktiv, in Kürze soll der Service auch in London angeboten werden. Das unternehmen bietet eine App basierten Taxi-Service, der mit Uber oder myTaxi zu vergleichen ist. Es ist nicht bekannt, wie viel Didi in das Unternehmen investiert hat, es soll sich aber um eine Summe im zweistelligen Millionenbereich handeln.

Taxify ist in 18 Ländern aktiv

Taxify wurde von vier Jahren gegründet und der Unternehmenssitz ist in Estland. Die Gründer waren davon bei Skype aktiv und haben mittlerweile einen Taxidienst aufgebaut, der in 18 Ländern aktiv ist. Dazu standen überschaubare finanzielle Mittel in höhe von 2 Mio. Euro zur Verfügung.  Zu den Märkten gehören Städte in Ungarn, Rumänien, Südafrika oder Nigeria.

Trotz Fokus auf Städte in schwachen Regionen und Schwellenländern, soll noch dieses Jahr die Expansion nach London stattfinden. In London ist der Markt der Fahrdienstanbieter bereits stark umkämpft. Die Ridesharing App Uber kämpft mit Anbietern wie myTaxi/Hailo oder Gett um Marktanteile. Um dort erfolgreich wachsen und bestehen zu können, benötigt Taxify ein finanzielles Polster, um mit den Mitbewerbern mithalten zu können. Taxify gibt an, dass 2.5 Mio. Nutzer die unterschiedlichen Serviceklassen nutzen. Das Unternehmen bietet einen Fahrdienst mit lizensierten Taxis an, eine Serviceklasse mit Privatfahrern ist aber auch im Angebot.

Ernstzunehmender Konkurrent für myTaxi

Mit dem Investment von Didi Chuxing wird Taxify zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten für myTaxi. Die Daimler Tochter myTaxi hat es sich zum Ziel gesetzt, Marktführer unter den Taxiapps in Europa zu werden. Dazu wird auf der einen Seite das bestehenden myTaxi-Geschäft nach vorne gepusht, hinzu kommen Akquisitionen von Mitbewerbern in bestimmten Ländern. So wurde der Anbieter Hailo übernommen, der in Großbritannien eine starke Position hatte. Hinzu kommen die Akquisitionen von TaxiBeat aus Griechenland und Clever Taxi in Rumänien. Mit dem Investment und dem starken Partner im Rücken wird Taxify einen Gang höher schalten, um seine Präsenz und die Produkte auszubauen.

Didi Chuxing beteiligt sich an Plattformen in mehreren Ländern

Die chinesische Plattform Didi Chuxing erweitert sein globales Netzwerk durch Investitionen in Mitbewerber. Unter anderem ist das Unternehmen an den Plattformen Lyft aus den USA, Ola aus Indien oder Grab aus Südostasien investiert. In den Mitbewerber 99 aus Brasilien hat Didi ebenfalls investiert. In China hat Didi für Aufsehen gesorgt, in dem es das lokale Geschäft von Uber für mehrere Milliarden übernommen hat, um den Markt zu konsolidieren.

Bild: Taxify (alle Rechte vorbehalten)

SoftBank will 6 Milliarden US$ in Didi Chuxing investieren

Der nächste Ride-Sharing Anbieter steht vor einem Milliarden-Investment. Die Japanische SoftBank Gruppe soll ein Investment in Höhe von 6 Milliarden US$ planen. Bisher hat vor allem der amerikanische Konkurrent Uber mit Milliarden Investments von sich hören lassen.

SoftBank finanziert globale Allianz

SoftBank setzt im großen Stil auf Fahrdienste in mehreren Ländern. Der japanische Konzern ist bereits an Didi Chuxing beteiligt. Außerdem wurden große Summen in Ola aus Indien, Lyft und Grab investiert. Die genannten Unternehmen wollen eine globale Ridesharing Allianz umsetzen, um der weltweiten Expansion von Uber entgegenhalten zu können. Die Ergebnisse dieser Allianz sind bisher eher überschaubar.

Letzte Bewertung bei 34 Milliarden US$

Zu den weiteren Investoren von Didi gehören unter anderem Alibaba, Apple, Foxconn und Tencent. Damit sich deren Anteile nicht verwässern, werden diese wohl pro-rata mitgehen und ebenfalls investieren. Das Investment wäre das bisher größte Einzelinvestment, das ein chinesisches Technologieunternehmen bekommen würde. Bei dem letzten Investment durch Foxconn wurde Did Chuxing mit 34 Milliarden US$ bewertet.

Investitionen im Bereich autonomes Fahren und Expansion

Die zusätzlichen finanziellen Mittel würden in die Ausweitung des operativen Geschäfts fließen und in die Entwicklung von autonomen Fahrzeugen. Didi hat kürzlich ein Forschungslabor im Silicon Valley eröffnet und Experten von Uber und der Google Tochter Waymo abgeworben. Um langfristig überleben zu können, folgt Didi der Konkurrenz und den Meinungen der Experten und entwickelt Technologien für autonome Autos. Uber und die Google Tochter Waymo testen bereits autonome Autos in einigen amerikanischen Städten.

Bild: iphonedigital (bestimmte Rechte vorbehalten)

Didi Chuxing will weitere Finanzierung einsammeln

Die chinesische Ride-Hailing Plattform Didi Chuxing, die im vergangenen Jahr das Geschäft von Uber China übernommen hat, befindet sich in Gesprächen mit Investoren, um eine weitere Finanzierungsrunde in Milliardenhöhe aufzunehmen. Das Unternehmen möchte sich mehr Zeit erkaufen, bis es ein profitables Geschäftsmodell entwickelt hat.

Investoren uneinig über Strategie

Die bisherigen Investoren sind sich uneinig, ob das der Marktführer in China weiteres Kapital aufnehmen soll. Auf der einen Seite könnte das Unternehmen mit weiterem Kapital schneller Erfolge im Bereich autonomer Technologien für selbstfahrende Autos erreichen und seine Ride-Hailing Plattform weiter ausbauen. Auf der anderen Seite dürfte die Plattform über genügend finanzielle Mittel verfügen, die im letzten Jahr eingesammelt wurden. Eine weitere Finanzierungsrunde würde die Anteile der bestehenden Investoren verwässern, sofern sie die neue Runde nicht mitgehen können. In der neuen Runde wird eine Summe von drei Milliarden US$ angestrebt. Didi wird diese Summe nur aufnehmen, wenn die letzte Bewertung von 34 Milliarden US$ weiter steigen wird.

Internationale Expansion von Didi könnte folgen

In den letzten Tagen wurde auch darüber berichtet, dass Didi international expandieren könnte. Eine englische Version der App befindet sich in Vorbereitung und internationale Zahl-Methoden werden getestet. Beides wird als Zeichen für eine mögliche Expansion gesehen. Eigentlich wollte der chinesische Marktführer gemeinsam mit Lyft, Ola und Grab ein internationales Ridesharing Netzwerk aufbauen. Bei diesem Vorhaben scheinen die unterschiedlichen Anbietern nicht voran zu kommen. Auf Lyft erwägt eine Internationalisierung auf eigene Faust.

Vorschriften in China erschweren das Geschäft

In den letzten Monaten wurden neue Regeln für Fahrdienste in China erlassen. Diese Regeln schreiben unter anderem vor, dass Fahrer und Fahrzeuge lokal registriert sein müssen. Bisher kamen die Fahrer häufig aus ärmeren Gebieten in die Städte und haben dort für einen niedrigeren Lohn gearbeitet. Diese Verschärfung der Vorschriften erschwert und verteuert das Geschäft für Didi. Autonome Fahrzeuge wären eine Lösung für das Problem. Bis diese serienreif sind, benötigt Didi weiteres Geld.

Apple als Didi Investor

Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen für Aufmerksamkeit auch außerhalb Chinas gesorgt. Auf der einen Seite wurde das China Geschäft von Uber übernommen und auf der anderen Seite konnte Apple als Investor gewonnen werden. Apple hat ca. 1 Milliarde Dollar in die Fahrdienstplattform investiert. Uber und Didi haben sich zuvor einen erbitterten Kampf um Fahrer und Fahrgäste geliefert, bei dem Uber pro Jahr einen Milliardenbetrag verbrannt hat. Die Verluste von Didi dürften ebenfalls im Milliardenbereich liegen. Insgesamt soll Didi über 300 Mio. registrierte Nutzer in 400 chinesischen Städten verfügen.

Bild: Andrej Iliev (bestimmte Rechte vorbehalten)

Didi Chuxing und Uber: Der Krieg in China ist beendet

Heute geht es Schlag auf Schlag. Blacklane verkündet, dass weiter Millionen von Daimler eingesammelt wurden (Bericht folgt), der Shuttle-Service Allygator Shuttle wird ab Freitag durch Berlin fahren und Uber verkauft sein China Geschäft an Didi Chuxing. In den vergangenen Wochen war schon mehrmals über eine Fusion berichtet worden.

Teurer Preiskampf endet

Mit dem Verkauf von Uber China and Didi Chuxing endet ein teurer Preiskampf im bevölkerungsreichsten Land der Erde. Außerdem bietet der Verkauf die Chance, dass sich Uber auf andere Märte fokussieren und ein möglichen Börsengang vorbereiten kann. Der Wettbewerb in China hat jährlich mehr als eine Milliarde US$ an Verlust generiert.

Ich kann mich noch daran Erinnern, wie Uber China im Jahr 2013 gestartet wurde. In Shanghai waren die Fahrzeuge nur im Französischen Viertel unterwegs. Auf Werbung wurde verzichtet, da Uber Angst hatte, dass der Fahrservice sofort verboten wird, wenn zu viel Aufmerksamkeit bei den Behörden erzeugt wird.

Didi wird Uber Investor

Didi Übernimmt das China Geschäft von Uber und investiert gleichzeitig eine Milliarde US$ in das globale Geschäft von Uber. Uber Technologies und die anderen Anteilseigner von Uber China halte nach dem Zusammenschluss 20% an dem fusionierten Unternehmen. Uber Chef Travis Kalanick wir dem Aufsichtsrat von Didi beitreten und Didi Gründer Cheng Wei dem von Uber. Didi übernimmt die Marke von Uber, das operative Geschäft inklusive Angestellte und die Daten.

Uber ist profitabel in den USA und Kanada. In den meisten anderen Märkten verliert Uber weiterhin Geld, da diese Märkte noch aufgebaut werden müssen. Die großen Verluste in China sind auch ein Grund dafür dass Uber bisher keinen Börsengang gewagt hat. Laut dem Universitätsprofessor Arun Sundararajan waren die hohen Verluste in China eine existenzbedrohende Gefahr für das gesamte operative Geschäft für Uber. Kurzfristig scheint der Verkauf als Niederlage, langfristig wird es das Unternehmen aber stärken, da es sich auf die anderen Märkte konzentrieren kann.

Partnerschaft mit lokalen Uber Kontrahenten

Didi wird nach dem Deal mit 35 Milliarden US$ bewertet. Der 20% Anteil von Uber und den anderen Uber China Investoren wird somit mit 7 Milliarden US$ bewertet. Bei eine der letzten Finanzierungsrunden wurde das China Geschäft mit 8 Milliarden US$ bewertet. Uber Technologies wurde zuvor mit 68 Milliarden US$ bewertet. Didi hat sich in den letzten Jahren an Lyft, Ola und Grab Taxi beteiligt, um einen Fuß in den Markt anderer Länder und Regionen zu bekommen. Bleibt abzuwarten, wie sich diese Partnerschaften nach dem Investment in Uber entwickeln. Didi hat angekündigt, weiterhin mit den lokalen Partner zusammen zuarbeiten. Uber wird nach dem Zusammenschluss die Möglichkeit bekommen, weitere Details über die lokalen Wettbewerber in Erfahrung zu bringen.

Didi Chuxing ist aus der Fusion von Didi und Kuaidi hervorgegangen. Erst in diesem Jahr hat sich Apple mit einer Milliarde an Didi Chuxing bei einer Bewertung von 28 Milliarden US$  beteiligt. Dem Unternehmen spielt auch in die Karten, dass die Chinesische Regierung ein neues Gesetz erlassen hat, das Fahrdienste erlaubt. Didi muss es jetzt schaffen, das Geschäft mit den Mitfahrgelegenheiten in die Gewinnzone zu bringen. Bisher wurden nur Verluste generiert, aber nur ein profitables Geschäft wird nachhaltig sein.

Bild: iphonedigital / Flickr (bestimmte Rechte vorbehalten)