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Google bestätigt Investment in eHailing Dienst Go-Jek

Der eHailing Dienst Go-Jek ist schon länger in Indonesien aktiv. Bisher haben wir die Entwicklung beobachtet, aber noch nicht darüber berichtet. Mit dem Investment von Google in den eHailing Dienst wird es höchste Zeit, das zu ändern.

Google hat bestätigt, dass der Technologiekonzern in den eHailing Dienst aus Asien investiert hat. Go-Jek ist in Indonesien eine große Nummer und fordert Unternehmen wie Uber und Grab heraus. Google freut sich über die Partnerschaft mit dem lokalen Champion, der mittels Technologie das Leben der Einwohner komfortabler gestaltet.

Go-Jek mit mehr als 4 Milliarden bewertet

Über das Investment wurde in den letzten Wochen öfters spekuliert. Zusammen mit Meituan-Dianping und dem Staatsfond Temasek aus Singapur ist das Investment von Google ein Teil der letzten Finanzierungsrunde, in der etwa 1.2 Milliarden US Dollar in das Unternehmen geflossen sind. Die Finanzierungsrunde wird seit April des letzten Jahres aufgestellt und beinhaltet auch Investments von den Chinesischen Größen Tencent und JD.com. Die Bewertung soll bei 4 Milliarden US Dollar gelegen haben.

Go-Jek viel mehr als ein eHailing Dienst

Go-Jek bietet auf den indonesischen Markt zugeschnittenen Mobilitäts- und Lieferdienste. Den Einstieg schaffte das Unternehmen mit einem on-demand Motorrad-Shuttle. Mittlerweile werden mehr als 15 unterschiedliche Dienste angeboten. Die Nutzer können sich mit dem Motorrad oder dem Taxi von A nach B Fahren lassen oder über die Go-Jek eine Reinigungskraft oder eine Massage on-demand bestellen. Für die Zahlung werden eigene mobile Bezahl-Dienste angeboten. In Indonesien ist Go-Jek noch vor Grab und Uber der führende Anbieter. Das Land hat die stärkste Wirtschaft in Südostasien, verfügt über ein gut ausgebautes Datennetz und die Bewohner sind modern und technikbegeistert.

Die Mobility Dienste in den Staaten in Südostasien werden in den kommenden Jahren stark steigen. Ein Report geht davon aus, dass 2025 mehr als 20 Milliarden US$ Umsatz mit eHailing Diensten generiert wird, 2017 lag der Wert bei etwa 5 Milliarden US Dollar. Auf Indonesien könnten davon 40% entfallen.

Bild: Go-Jek (alle Rechte vorbehalten)

eHailing Dienst: Cabify sichert sich weitere Finanzierung

Der eHailing Dienst Cabify, der in Spanien, Portugal und Südamerika aktiv ist, hat eine weitere Finanzierung eingesammelt. Insgesamt flossen 160 Mio. US Dollar bei der letzten Runde, die Bewertung lag bei 1.4 Milliarden US Dollar.

Restrukturierung bei eHailing Dienst Cabify

Maxi Mobility, das Unternehmen hinter Cabify hat sich auch einer Restrukturierung unterzogen. Insgesamt 120 – 150 Mitarbeiter müssen das Unternehmen verlassen, was fast 10% der Belegschaft entspricht. Die Reduzierung soll durch Zentralisierung einzelner Operations Bereiche erzielt werden. Gleichzeitig wird die Unternehmensführung neu aufgestellt. Der bisherige COO und Mitgründer Vincente Pascual übernimmt die Rolle des CEO. Der bisherige CEO Ricardo Weder soll sich aus dem operativen Geschäft zurückziehen und als Präsident agieren.

Die Finanzierung kommt von bestehende und neuen Investoren wie Rakuten Capital, TheVentureCity, Endeavor Catalyst, GAT Investments, Liil Ventures und WTI. Erst im vergangenen Jahr hat das Unternehmen eine Summe von 100 Mio. US Dollar aufgenommen. Wahrscheinlich auch, um die Übernahme von Easy Taxi zu finanzieren. Easy Taxi wurde von Rocket Internet gestartet und war hauptsächlich in Südamerika und dem Mittleren Osten aktiv. Insgesamt hat Cabify mehr als 400 Mio. US Dollar bis heute eingesammelt.

Mehr Wettbewerb im Zukunftsmarkt Südamerika

Der Wettbewerb in Südamerika wird stärker. Uber hat sich die Region verschrieben und auch lokale Anbieter wie 99 werden stärker. Anfang des Monats hat die chinesische Plattform Didi Chuxing 99 übernommen, der Preis lag bei einer Milliarde Dollar. Mit dem Verkauf an Didi gehört die Mobility Plattform jetzt einem finanzstarken und aggressiven Player.

Cabify und Easy Taxi sind in 14 Ländern aktiv und die Strategie sieht vor, dass das Geschäft in den bisherigen Märkten ausgebaut werde soll und weniger Expandiert werden soll. Das Funding fließt somit in die Stärkung der bestehenden Märkte und nicht in die kostenintensive Expansion. Obwohl das Unternehmen regional unterwegs ist, konnte eine beachtliche Zahl an Nutzern akquiriert werden. Insgesamt kommt der Anbieter auf 13 Mio. Kunde, der Umsatz soll im letzten Jahr um 500% gestiegen sein. Uber kommt in Brasilien auf 17 Mio. Kunden und 99 auf 14 Millionen.

Trotz schnellem Wachstum zeichnet sich Cabfiy durch eine Kostendisziplin aus und soll in einigen Märkten profitabel sein. Das Gesamtunternehmen soll kurz vor der Profitabilität stehen.

Bild: Cabify (alle Rechte vorbehalten)

eHailing aus Frankreich: Heetch sammelt weitere 16.5 Mio. Euro ein

Im Moment ist Bewegung im europäischen eHailing- und Fahrservice-Markt. Das Unternehmen Heetch aus Frankreich hat sich 16.5 Mio. Euro gesichert, um die Position in Frankreich zu stärken. Zuvor hat sich schon Blacklane zwischen 40 und 45 Mio. Dollar gesichert, der Konkurrent Chauffeur Privé wurde von Daimler übernommen.

Geringer Provision führt zu geringeren Fahrpreisen

Die Finanzierung kommt von Investoren wie Félix Capital, Via ID, Alven Capital und Idinvest Partners. Das Startup bietet einen Dienst, der auf den Massenmarkt abzielt. Der Ride-Sharing Dienst von Heetch ist etwas günstiger als UberX. Die Fahrer sollen aber trotzdem das gleiche wie bei Uber verdienen, da die zu zahlende Provision bei 15 % liegt. Uber behält normalerweise 20 – 25 % des Fahrpreises. Mit einer ähnlichen Strategie will auch der Konkurrent Taxify erfolgreich sein. Bei hoher Nachfrage profitieren die Fahrer auch von erhöhten Fahrpreisen.

Neustart nach Verbot im März 2017

Heetch hat eine schwierige Zeit hinter sich. Im vergangenen Jahr musste das Geschäftsmodell in Frankreich gedreht werden, nachdem ein Gericht das ursprüngliche Angebot verboten hat. Heetch hatte einen Dienst angeboten, bei dem Privatfahrer Fahrten übernommen haben. Wie bei UberPop konnte sich jeder Autobesitzer als Fahrer registrieren und Umsätze erzielen. Seit dem Verbot des Peer-to-Peer Angebots setzt das Unternehmen in Paris auf professionelle Fahrer, die rund um die Uhr unterwegs sind.

Neben Frankreich ist das Unternehmen auch in Schweden, Belgien, Italien und Marokko aktiv. Frankreich ist der größte Markt für das Unternehmen. Dort sind neben Uber, sind auch Le Cab, das von Daimler übernommene Chauffeur-Privé und Taxify ernstzunehmende Konkurrenten für Heetch. Die eHailing Plattform gibt an, dass pro Woche 100.000 Fahrten absolviert werden. Die Zahl der registrierten Fahrer liegt bei 8.000.

Mit dem neuen Funding will das Unternehmen das Team erweitern, vor allem auf IT-Seite und weiter expandieren. London wurde als neues Expansionsziel ausgegeben. Dort wird sich Heetch hinter Taxify, Chariot, Via und co. in die Warteschlange einreihen müssen, diese Mitbewerber warten schon seit längerem auf eine Freigabe durch die TfL-Behörde.

Bild: Heetch (alle Rechte vorbehalten)