Schlagwort-Archive: Elektroauto

IONITY – Paneuropäisches High-Power-Charging-Netzwerk ermöglicht Elektromobilität auf Langstrecken

Mit der Gründung des Gemeinschaftsunternehmens IONITY stellen die BMW Group, Daimler AG, Ford Motor Company und der Volkswagen Konzern mit Audi und Porsche die Weichen für den Aufbau des leistungsstärksten Schnellladenetzes für Elektrofahrzeuge in Europa. Die Errichtung und der Betrieb von insgesamt rund 400 Schnellladestationen bis 2020 sind wichtige Schritte, um Elektromobilität auch auf Langstrecken zu gewährleisten und sie damit im Markt zu etablieren. Das neue Unternehmen IONITY mit Sitz in München hat die Geschäftstätigkeit aufgenommen. Michael Hajesch (CEO) und Marcus Groll (COO) übernehmen die Geschäftsführung des Joint Ventures (JV). Das IONITY Team wird schon Anfang 2018 rund 50 Mitarbeiter umfassen und sukzessive ausgebaut.
„Die Verfügbarkeit eines flächendeckenden High-Power-Charging-Netzwerks ist für die Marktdurchdringung der Elektromobilität unabdingbar. Die Gründung von IONITY ist ein wichtiger Meilenstein, der zeigt, dass die Automobilhersteller ihre Kräfte dazu bündeln. Mit der Schaffung des ersten paneuropäischen HPC-Netzes machen wir die Elektromobilität langstreckentauglich. Wir haben dabei insbesondere den Kunden im Blick. Schnelle, komfortable und digital bezahlbare Ladevorgänge sind unser Ziel“, so Michael Hajesch.
Aufbau der ersten 20 Schnellladestationen startet in 2017
IONITY wird bis 2020 insgesamt rund 400 Schnellladestationen errichten und betreiben. Der Aufbau der ersten zwanzig Stationen startet noch in 2017. Diese werden an Autobahnen und Hauptverkehrsachsen unter anderem in Deutschland, Norwegen und Österreich errichtet. Sie werden öffentlich zugänglich sein und mit einer Entfernung von etwa 120 km zueinander liegen. Dabei setzt IONITY auf die Zusammenarbeit mit starken Kooperationspartnern wie Tank & Rast, Circle K sowie OMV und profitiert insbesondere von deren attraktiven Standorten. Die europaweite Skalierung auf über hundert Schnellladestationen erfolgt in 2018. Jede der IONITY Schnellladestationen wird über mehrere Ladesäulen verfügen. Dadurch erhalten Kunden bis 2020 marken- und leistungs­unabhängig Zugang zu Tausenden von HPC-Ladepunkten. Das HPC-Netzwerk verwendet den europäischen Ladestandard Combined Charging System (CCS). Die Ladeleistung von bis zu 350 kW pro Ladepunkt ermöglicht entsprechend ausgelegten Fahrzeugen eine deutlich kürzere Ladezeit im Vergleich zu heute verfügbaren Systemen. Die Offenheit des Systems und die europaweite Verbreitung werden helfen, die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen deutlich zu erhöhen.
Gemeinsam Europa vernetzen
Eine sorgfältige, an den Kundenbedürfnissen ausgerichtete Standortwahl steht bei der Realisierung des IONITY Netzwerks im Fokus. Auch die intelligente Verknüpfung mit bestehenden Ladelösungen hat das JV im Blick. IONITY steht deshalb in intensivem Austausch mit bestehenden Infrastrukturinitiativen – unter anderem unterstützt von den Gründungsunternehmen und der Politik. Mit den Investitionen in den Aufbau des IONITY Netzwerks bündeln die beteiligten Automobilhersteller ihr Engagement für die Elektromobilität. Zusätzlich baut das Bündnis branchenübergreifend und international auf Kooperationen und starke Partnerschaften.
Die Gründungspartner BMW Group, Daimler AG, Ford Motor Company und der Volkswagen Konzern mit Audi und Porsche beteiligen sich zu gleichen Teilen an dem JV. Weitere Automobilhersteller sind ebenso willkommen, sich aktiv am Ausbau des HPC-Netzwerks zu beteiligen.

Text: Pressemitteilung Daimler AG

Bild: Ionity (alle Rechte vorbehalten)

Tesla will Supercharger Stationen zu kleinen Supermärkten ausbauen

Der Elektroautobauer Tesla baut nicht nur Elektroautos, sondern investiert unter anderem in den Aufbau einer eigenen Ladeinfrastruktur. Die so genannten Supercharger Stationen lassen sich auch in Deutschland finden. Weltweit bietet Tesla 951 Stationen mit mehr als 6500 Ladeplätzen an. Um die Wartezeit während des Ladeprozesses angenehmer zu gestalten, wie Tesla jetzt kleine Supermärkte an den Supercharger Stationen eröffnen und sucht dafür Partner.

Zeitvertreib an Supercharger Stationen

Das Laden von Elektroautos dauert länger, als das Betanken von Autos mit Verbrennungsmotor. Der Ladeprozess an den Supercharger Stationen kann schon mal 30 Minuten oder mehr dauern. Damit sich die Tesla Fahrer, die Zeit besser vertreiben und Bedürfnisse befriedigen können, sollen Läden eröffnet werden, die Kaffee, gekühlte Getränke und Snacks verkaufen. Tesla will also das Prinzip der jetzigen Tankstellen nachahmen. Bisher sind die Pläne nur für die USA bekannt, ob Tesla auch in Deutschland Kioske aufmachen will, ist nicht bekannt.

Externe Partner sollen Läden betreiben

Tesla will die kleinen Läden nicht selbst betreiben, sondern sucht Partner, die den Aufbau und das Management übernehmen. Das ist verständlich, dass Tesla externe Partner sucht, schließlich hat das Unternehmen mit dem Start der Produktion des Model 3 und den anderen Projekten genug zu tun.

Das Model 3 wird auch dazu beitragen, dass mehr Nutzer zu den Supercharger Stationen kommen, um die Fahrzeuge aufzuladen. Mit einer steigenden Anzahl an Kunden an den Stationen, werden sich auch kleine Supermärkte an den Stationen wirtschaftlich betreiben lassen.

Tesla ist führender Hersteller von Elektroautos

Tesla gehört zu den weltweit führenden Elektroautobauern. Gestartet ist das Unternehmen mit einem Roadster und einer luxuriösen Sportlimousine. Nach de Elektro-SUV Model X folgte in diesem Jahr die Markteinführung des Model 3, das auf den Massenmarkt ausgelegt ist. Innerhalb kurzer Zeit sind mehr als 500.000 Vorstellungen eingegangen. Bei den traditionellen Autobauern wächst die Angst vor Tesla, als Folge werden Milliardensummen in Batterietechnologie und in die Entwicklung von Elektroautos investiert. Tesla hat mehrere Jahre Vorsprung, Volkswagen, Daimler und co. müssen in den kommenden Jahren schnell aufholen.

Bild: Tesla (alle Rechte vorbehalten)

Dyson will Elektroauto bauen

Dyson, der Produzent von angesagten Staubsaugern aus Großbritannien, will unter die Elektroautobauer gehen. Das Elektroauto von Dyson soll bis 2020 fertig entwickelt sein. Im Moment arbeiten schon mehr als 400 Mitarbeiter an dem Projekt. Insgesamt sollen mehr als 2.8 Milliarden Euro in die Entwicklung des Elektroautos fließen.

Wissen über Batterien und Elektromotoren soll helfen

In den letzten Jahren hat Dyson hochwertige Staubsauger ohne Beutel und andere Geräte entwickelt, die im Haushalt benötigt werden. Unter anderem vertreibt das Unternehmen einen Fön oder Händetrockner. Die gesammelten Erfahrungen in den Bereichen Batterietechnologien und Elektromotoren soll genutzt werden, im ein leistungsfähiges Elektroauto zu bauen.

Entwicklung von Dyson Elektroauto steht noch am Anfang

Unternehmensgründer James Dyson hat nicht viele Details über das Auto veröffentlicht. Es soll kein Sportwagen sein und sich radikal von bestehenden Elektroautos unterscheiden. Einen Prototypen gibt es noch nicht, nur der Elektromotor ist schon fertig. Bei den Batterietechnologien hantiert das britische Unternehmen mit zwei unterschiedlichen Entwicklungen. Beide Alternativen sollen effizienter sein, als die in den heutigen Elektroautos verbauten Batterien. Ob das Fahrzeug über selbstfahrende Eigenschaften verfügt, wurde nicht kommuniziert. Es ist aber davon auszugehen, dass sich Dyson auch diesem Theme widmen wird.

Mit dem Fahrzeug will Dyson einen neuen Standard setzten, was seinen Preis für die Kunden haben dürfte. Eine große Nachfrage erwartet das Unternehmen aus Asien. Damit dürfte das Dyson Elektroauto in der selben Liga angesiedelt sein, wie ein Tesla Model S oder das geplante iNext Elektroauto von BMW.

Mehrere Milliarden werden investiert

Dem Unternehmen wird schon länger nachgesagt, dass es Interesse an der Entwicklung eines Elektroautos hat. In den letzten Monaten wurden Experten von etablierten Automobilherstellern abgeworben, die das Projekt nach vorne bringen sollen. Im letzten Jahr wurde ein Investment von 1.15 Milliarden Euro in die Entwicklung von Batterietechnologien verkündet. Jetzt kommen weitere 1.15 Milliarden Euro hinzu, im den Prototypen zu entwickeln, verbunden mit 500 Mio. Euro für weiter Kosten. Das ergibt eine Summe von 2.8 Milliarden Euro.

Bild: Dyson (alle Rechte vorbehalten)

Lucid soll mit Ford über Übernahme verhandeln

Das Unternehmen Lucid Motors, das ein Elektroauto entwickelt, das es mit den Modellen von Tesla aufnehmen will, sucht weitere Finanzierung oder strebt sogar einen Verkauf an. Anscheinend befindet sich das Unternehmen in anfänglichen Übernahmeverhandlungen mit dem Automobilkonzern Ford.

Das Unternehmen benötigt weiteres Geld, um das Fahrzeug weiter zu entwickeln und um die Produktionsstätte in Arizona aufzubauen. Der Elektroautobauer Lucid hat die Investment Bank Morgan Stanley engagiert, um weiteres Geld aufzutreiben.

Lucid Deal mit Ford noch nicht in trockenen Tüchern

Ob der Deal mit Ford zustande kommt, ist mehr als offen. Der Konzern hat erst vor kurzem den CEO ausgetauscht und befindet sich in einer Art Findungsphase. Der neue CEO Jim Hackett will die ersten 100 Tage nutzen, um die Pläne und Prioritäten des Autobauers zu überprüfen. Der Konzern muss sich auf jeden Fall bei den Themen Elektromobilität und autonomes Fahren weiterentwickeln, um langfristig eine Rolle zu spielen.

Das Unternehmen Lucid wurde bereits vor 10 Jahren gegründet. Zuerst wurden Batterie-Packs für Elektrobusse in China entwickelt, dann wurde die Fahrzeugentwicklung gestartet. Das erste Model Lucid Air soll ab 2019 produziert werden, der Verkaufspreis soll bei 60.000 US$ starten. Bisher wurden mehr als 100 Mio. US$ von unterschiedlichen Investoren eingesammelt.

Hohe Summe für Produktion benötigt

Bisher hat das Unternehmen nicht die finanziellen Mittel zur Verfügung, um eine stabile Produktion und den nötigen Vertrieb aufzubauen. Es ist davon auszugehen, dass bis 2022 eine Summe von mehr als 700 Mio. US$ benötigt wird, um die Produktion aufzubauen. Das ist ein Vielfaches der bisherigen erhaltenen Finanzierung. Das Interesse von Investoren soll hoch sein, um die benötigten Mittel zur Verfügung zu stellen.

Ford muss aufholen

Beim Thema Elektromobilität hinkt Ford noch hinterher. Bisher befindet sich noch kein richtiges Elektroauto im Produkt-Portfolio. Andere Konzerne, wie General Motors oder BMW sind bei dem Thema schon weiter. Ford hat immerhin angekündigt, eine Summe von 4.5 Milliarden US$ in die Entwicklung von Autos mit alternativen Antrieben zu investieren. Bis zum Jahr 2020 sollen 40% der Fahrzeugmodelle elektrifiziert werden. Ein Jahr später sollen autonome Fahrzeuge von Ford serienreif sein, auch diese sollen von einem Elektromotor angerieben werden. Um dem Ziel näher zu kommen, wurden von dem Automobilhersteller eine Milliarde US$ in das Startup Argo AI investiert.

Bild: Lucid Motors (alle Rechte vorbehalten)

SoftBank will Ola zum Automobilhersteller für Elektroautos entwickeln

Seit ein paar Jahren betreibt Ola in Indien eine Fahrdienstplattform und zählt damit du den großen lokalen Konkurrenten von Uber. Schon recht früh hat sich der Japanische Konzern SoftBank an Ola beteiligt. Der Investor will die Ride Hailing Plattform zusätzlich zu einem Hersteller von Elektrofahrzeugen entwickeln. Dabei soll der Automobilhersteller Toyota helfen.

Ola fokussiert sich auch weiter auf den Fahrdienst

Ola wird seinen Ride Sharing Dienst weiter ausbauen und mit den Plänen rund um die Elektroautos einen weiteren Bereich hinzufügen. Softbank sieht darin eine große Chance, einen Hersteller für Elektroautos in Indien zu platzieren. Schon jetzt ist Indien der viertgrößte Automarkt weltweit, wenn man die Zahl der verkauften Autos betrachtet. Innerhalb der nächsten 15 Jahre soll der gesamte Automobilverkehr elektrifiziert werden. So soll die Umweltbelastung reduziert werden, außerdem lassen sich durch Elektroautos auch die Mobilitätskosten senken.

Ola will größter Hersteller für E-Autos in Indien werden

Schon Ende des letzten Jahres haben Softbank und Ola angekündigt, dass in den nächsten fünf Jahren eine Millionen Elektrofahrzeuge auf die Straße gebracht werden sollen. Dabei will Ola mit unterschiedlichen Herstellern und der Regierung zusammenarbeiten. Damals stand noch nicht im Raum, dass Ola eigene Elektroautos produzieren möchte. Die Pläne sind auf jeden Fall ambitioniert, langfristig will Ola der größte Hersteller von Elektrofahrzeugen in Indien werden.

Megatrends Shared Mobility und Elektrifizierung

Damit würde der Ride Hailing Dienst zwei Megatrends verfolgen. Ein Megatrend ist, dass vor allem immer weniger junge Menschen darauf Wert legen, ein eigenes Fahrzeug zu besitzen. Stattdessen setzten sie auf Shared Services, die sie schnell und günstig von A nach B bringen. In Indien kommt hinzu, dass sich viele Menschen kein eigenes Auto leisten können und so auf andere Angebote angewiesen sind, um sich fortzubewegen. Der zweite Megatrend ist die Elektrifizierung der Automobilindustrie. Um die Umweltbelastung zu reduzieren, werden sich Elektroautos in den kommenden Jahren schneller verbreiten, als bisher. Länder wie China und Indien werden dabei eine wichtige Rolle spielen. Dank der registrierten Fahrern würde Ola von Anfang an über ein großes Netzwerk an potentiellen Kunden verfügen.

Sofbank als treibende Kraft

Softbank scheint eine treibende Kraft hinter dem Vorhaben zu sein. Die Japaner haben die beiden großen Finanzierungsrunden von Ola angeführt und haben dadurch ein großes Interesse daran, dass sich das Unternehmen positiv entwickelt. Neben Ola gehören auch noch die Ride Hailing Anbieter Lyft oder Grab zum Portfolio von Softbank.

Bild: Ola Cab (alle Rechte vorbehalten)

Neues Startup von den StreetScooter Gründern: e.Go Elektroauto sagt Tesla den Kampf an

Ein Team rund um Prof. Dr. Schuh hat in Aachen ein weiteres Elektroauto entwickelt. Der e.Go ist ein kleines Elektroauto für den Alltag, das zu einem attraktiven Preis verkauft werden soll. In einem ähnlichen Setup ist bereits der StreetScooter entstanden, der von der Deutschen Post eingesetzt wird und demnächst auch an Partnerunternehmen verkauft werden soll.

Elektroauto zum Preis von 12.000 Euro

Der e.Go verfügt über ein schnittiges Design und soll zu einem günstigen Preis zu haben sein. Das Elektrofahrzeug soll für einen Preis von knapp 16.000 Euro zu haben sein. Seit ein paar Tagen kann das Fahrzeug vorbestellt werden, wie bei Tesla müssen 1.000 Euro Anzahlung hinterlegt werden. Durch die staatliche Förderung für Elektroautos in Höhe von 4.000 sinkt der Preis des e.Go auf 11.900 Euro.

e.Go mit Reichweite von bis zu 170 Kilometern

Das viersitzige Fahrzeug verfügt in der Grundausstattung über eine Reichweite von 130 Kilometern, eine Version mit erhöhter Batteriekapazität von 19.2 Kilowattstunden kommt auf eine Reichweite von 170 Kilometern. Damit eignet sich das Fahrzeug als Zweitwagen oder für Nutzer, die ausschließlich auf kurzen Strecken unterwegs sind. Das Fahrzeug ist für die Stadt ausgelegt, und für die meisten Pendler dürfte die Reichweite locker ausreichen.

Modernes Design für den e.Go

Von außen wirkt das Fahrzeug modern, im inneren einfach und schlicht. Das Unternehmen wird so weit es geht auf Teile von der Stange setzen, um die Entwicklungs- und Herstellkosten so gering wie möglich zu halten. Unter anderem liefert Bosch den Antriebsstrang und die Car-to-Cloud Lösung.

Weiteres Projekt nach StreetScooter

Das Vorgängerprojekt von e.Go, der StreetScooter war so erfolgreich, dass es von der Deutschen Post übernommen wurde. Der StreetScooter ist ein solides Elektroauto, das von der Post und DHL für die Auslieferung von Paketen und Briefen genutzt wird. Bisher wurde das Fahrzeug nur intern genutzt, letztens hat die Post aber angekündigt, dass etwa die Hälfte der Jahresproduktion an Partner verkauft werden soll.

Bild: e.Go (alle Rechte vorbehalten)

Hochleistungsladenetz: BMW, Daimler, Ford, Porsche und Audi schließen sich zusammen

Die Automobilkonzerne Daimler, BMW, Ford und Volkswagen planen ein Joint Venture, um ein europaweites Hochleistungsladenetz aufzubauen. Entlang der Hauptverkehrsachsen in Europa sollen 400 ultraschnelle Ladestationen installiert werden. Das Hochleistungsladenetz wird auf dem Combined Charging System (CCS) basieren und ist damit kompatibel mit den meisten Elektrofahrzeugen.

Mit dem Hochleistungsladenetz soll die Nachfrage für Elektrofahrzeuge angekurbelt werden. Durch die Schnellladestationen mit bis zu 350 kW soll die Langstreckentauglichkeit der Elektromobilität deutlich erhöht werden. Experten sehen darin einen wichtigen Schritt, um die Elektromobilität im Massenmarkt zu etablieren. Alle beteiligten Automobilkonzerne sehen das Schnellladenetz als Voraussetzung für einen Durchbruch der Elektromobilität. Für Porsche ist die richtige Platzierung der Stationen und das schnelle Laden ausschlaggebend.

Der Aufbau soll im kommenden Jahr beginnen und in einer ersten Phase sollen 400 Stationen in Europa gebaut werden. Bis 2020 soll das Hochleistungsladenetz auf tausende Ladestationen haben. Platziert werden die Hochleistungsladepunkte an Autobahnen und frequentierten Durchgangsstraßen.

Die CCS Technik erlaubt eine schnelles Laden der Fahrzeuge, sofern die nötige Ausstattung an Board ist. Alle Fahrzeuge, die mit dem CCS Standard ausgerüstet sind, sollen markenunabhängig das Ladenetz nutzen können. Dies soll helfen, die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen in Europa deutlich zu erhöhen.

Bereits heute betreibt Tesla ein Hochleistungsladenetz mit Schnellladestationen. An Autobahnen  in Europa und den USA hat der amerikanische Konzern bereits mehrere hundert Stationen installiert. Tesla Besitzer, die ihr Auto vor dem 1.1.2017 bestellt haben, können das Ladenetz kostenfrei nutzen. Ab dem neuen Jahr erhält jeder neue Tesla-Kunde nur noch ein begrenztes Kontingent an freier Kapazität. Ist das Kontingent aufgebraucht, muss zugezahlt werden. Anders als bei dem geplanten Hochleistungsladenetz ist das Tesla SuperCharger Netz nur für Tesla Fahrzeuge ausgelegt. Es wird aber an einem Adapter gearbeitet, der die Supercharger für den CCS Standard kompatibel machen soll. Das amerikanische Unternehmen setzt beim Aufbau und Betrieb des Netzes auf die Deutsche Bahn. Bleibt abzuwarten, ob das zu gründende Joint Venture ebenfalls auf einen Partner setzt oder das Netz in Eigenregie aufbaut.

Bild: BMW Group (alle Rechte vorbehalten)

Apple fährt sein Project Titan zurück – keine selbstfahrenden Autos von Apple

Vor ein paar Wochen haben wir schon einmal über die Änderungen bei Project Titan von Apple berichtet. Project Titan wurde ins Leben gerufen, um ein selbstfahrendes Elektroauto zu entwickeln und zu produzieren. Jetzt wurden weitere Informationen bekannt, was sich bei der Ausrichtung des Projekts verändert hat. Hunderte Angestellte vom Projekt abgezogen und die Ausrichtung wurde geändert. Die Entwicklung von kompletten Fahrzeugen steht nicht mehr im Vordergrund.

Project Titan Mitarbeiter auf andere Projekte verteilt

Entweder wurden die Mitarbeiter auf andere Projekte verteilt, gekündigt oder sind von selber gegangen. Schätzungsweise arbeiten mehr als 1000 Mitarbeiter an dem Projekt für das selbstfahrende Elektroauto, auch nach der Umstrukturierung. Es hat ein Austausch durch Mitarbeiter stattgefunden, die besser zu dem neuen Fokus passen.

Fokus auf Systemen für andere Hersteller

Der Fokus liegt jetzt auf der Entwicklung eines Systems, das anderen Fahrzeugen autonome Eigenschaften verleihen kann. Dadurch hat Apple eine höhere Flexibilität und kann entweder mit etablierten Automobilherstellern zusammenarbeiten oder später zu dem Plan zurückkehren, sein eigenes Auto zu entwickeln.

Apple Manager sollen sich anscheinend eine Dead Line für Ende kommenden Jahres gesetzt haben. Bis dahin muss erwiesen sein, dass das System für selbstfahrende Autos realisierbar ist. Anschließend wird eine finale Entscheidung getroffen. Apple wollte sich nicht zu den Gerüchten äußern.

In den letzten Monaten scheint es bei Apple einige Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten im Bezug auf das Projekt gegeben zu haben. Dabei ist Apple nicht der einzige Technologiekonzern, der die Herausforderungen unterschätzt haben dürfte, ein eigenes Auto zu entwickeln und zu produzieren. Auch um das von Google entwickelte Projekt ist es ruhiger geworden. Bisher konnten keine Partner gefunden werden, die das Fahrzeug bauen und führende Angestellte haben das Unternehmen verlassen. Eine neue Herausforderung für die Technologiekonzerne ist auch die Kette der Zulieferer. Bei den Elektronikgeräten, wie iPhone oder MacBooks kann Apple seine extreme Marktposition ausspielen, um gute Preise und individuelle Bauteile zu bekommen. Für das Projekt Titan müsste sich Apple diese Postion erst erarbeiten, was länger dauert.

Investoren dürften die Bestrebungen der Technologieunternehmen auch kritisch sehen. Auf der einen Seite aufgrund der hohen Investitionen, die nötig sind und auf der anderen Seite aufgrund der niedrigen Margen der Automobilhersteller, die auf eine Marge von etwa 10% kommen. Der Wandel in der Automobilindustrie dürfte aber dafür sorgen, dass Apple eher daran interessiert ist, einen Mobilitätsservice mit den selbstfahrenden Autos anzubieten. Da würde dann die Marge durch den Verkauf nicht mehr so relevant sein, da das Geld mit der Auslastung der Fahrzeuge verdient wird.

Apple hat das Projekt im Jahr 2014 gestartet, um ein Apple Auto bis 2020 zu entwickeln. Ende 2015 kam es zu ersten Unstimmigkeiten, Anfang 2016 wurde der Projektleiter ausgetauscht und durch den erfahreneren Apple-Manager Bob Mansfield ersetzt. Unter Mansfield wurde der Strategieschwenk ausgearbeitet und verkündet. Daraufhin startete die Umstrukturierung. Entweder haben Mitarbeiter das Projekt von sich aus verlassen oder mussten in einer der beiden Runden gehen. Vor allem Mitarbeiter, die für Fahrzeugkomponenten, wie Karosserie, Federung usw. verantwortlich waren, mussten gehen.

Das verbleibende Team arbeitet an den Sensoren,  der Software und weiteren Komponenten für das System für autonome Autos. Ein Teil des Teams kümmert sich um die nötigen Genehmigungen, die benötigt werden, um die Systeme auf öffentlichen Straßen zu testen.

Bild: allen / flickr (bestimmte Rechte vorbehalten)

Elektroauto Chevrolet Bolt soll weniger als 27.000 Euro kosten

General Motors hat in der vergangenen Woche bekannt gegeben, dass das Elektroauto Chevrolet Bolt nach Steuervergünstigungen weniger als 27.000 Euro (30.000 US$) kosten soll. Das ist ein neuer Maßstab für Elektrofahrzeuge mit hoher Reichweite und der Preis ist auch niedriger als der durchschnittliche Kaufpreis für Neuwagen in den USA.

Die Erwartung dahinter ist, dass die Nachfrage für Elektroautos steigen wird. Bisher haben Elektrofahrzeuge eher ein Nischendasein geführt. Auf der einen Seite war der Preis bisher zu hoch, um einen Durchbruch auf de Massenmarkt zu finden. Auf der anderen Seite hat die geringe Reichweite die Käufer abgeschreckt.

Hoher Zuschuss in den USA

In der günstigsten Version wird der Bolt ca. 33.000 Euro kosten (37.495 US$). Die amerikanische Regierung bezuschusst im Moment den Kauf von Elektrofahrzeugen mit ca. 6.700 Euro (7500 US$) pro Fahrzeug, deswegen liegen die tatsächlichen Anschaffungskosten bei 27.000 Euro.

Der Bolt wird mit einer Reichweite von ca. 380 Kilometern pro Batterieladung auf den Markt kommen. Für diese Reichweite war bisher vor allem Tesla bekannt. Tesla bietet bisher nur seine Oberklasse-Fahrzeugen Model S und Model X an, für beide muss der Kunde mindestens das Doppelte auf den Tisch legen. Tesla arbeitet im Moment an dem Model 3. Das Model 3 soll günstiger angeboten werden, als der Chevrolet Bolt. Die Reichweite soll sich auf ähnlichem Niveau bewegen.

Bolt soll zunächst Nischenfahrzeug bleiben

Analysten gehen davon aus, dass General Motors in den ersten Jahren nicht mehr als 30.000 Fahrzeuge pro Jahr verkaufen wird, da die Bevölkerung noch nicht bereit ist, das Angebot anzunehmen. Tesla hingegen hat laut eigenen Angaben mehr als 370.000 Vorbestellungen für das Model 3 in den Auftragsbüchern.

Die deutsche General Motors Tochter Opel wird den Bolt auch in Deutschland auf den Markt bringen und mit dem Namen Opel Ampera-e verkaufen. Zu einem späteren Zeitpunkt ist anscheinend auch eine selbstfahrende Variante geplant, die auf der Ridesharing-Plattform Lyft eingesetzt werden soll.

Bild: Chevrolet (Rechte vorbehalten)

Faraday Future arbeitet auch an autonomen Fahrzeug

Das Unternehmen Faraday Future, das von chinesischen Investoren finanziert wird, war bisher für seine Pläne bekannt, ein Elektroauto zu entwickeln, das gegen die Modelle von Tesla antreten soll. Nun wurde bekannt, dass das Unternehmen auch ein selbstfahrendes Auto entwickeln möchte. Das Unternehmen schließt sich somit einer Reihe von Unternehmen an, die alle ein autonomes Fahrzeug entwickeln wollen. Die Unternehmen Google, Apple, Tesla, Mercedes, General Motors und weitere verfolgen ebenfalls Pläne für ein selbstfahrendes Auto.

Faraday Future mit schrägem Konzeptfahrzeug

Faraday Future hat das erste Konzeptfahrzeug FFZERO1 auf der CES Anfang des Jahres vorgestellt. Dabei handelte es sich um ein seltsam aussehendes Fahrzeug, das wie ein ein Spielzeug-Auto von Hot Wheels aussieht. Das Fahrzeug soll auf einer variablen Plattform Architektur aufbauen. Technische Details über FFZERO1 und das tatsächliche Serienauto wurden bisher nicht veröffentlicht.

Genehmigung in Kalifornien erhalten

Über das selbstfahrende Auto ist bisher auch wenig bekannt. Dem Unternehmen wurde aber eine Lizenz für das Testen von selbstfahrenden Autos in Kalifornien erteilt. Bisher haben 14 Unternehmen die Lizenz für das Testen von autonomen Fahrzeugen auf öffentlichen Straßen erhalten. Darunter befinden sich Volkswagen, Google, Daraday und das von GM übernommene Startup Cruise Automation.

Neben Kalifornien will Faraday auch selbstfahrende Autos in Detroit, Michigan testen. Bis der fahrtüchtige Prototyp entwickelt wird, wird das Unternehmen die Software, Sensoren, Hardware und das User Interface testen. Die Teile werden dabei in andere Fahrzeuge verbaut. Eine ähnliche Strategie verfolgen auch Google und Uber. Serienfahrzeuge unterschiedlicher Hersteller werden mit der entsprechenden Technologie ausgestattet, um Daten und Erfahrungswerte zu sammeln. Während der Tests muss immer ein Fahrer an Board sein, der in Notfällen eingreifen kann.

Bild: Maurizio Pesce (Bestimmte Rechte Vorbehalten)