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Porsche setzt auf Elektromobilität

Der deutsche Autobauer Porsche will in den kommenden Jahren stark auf Elektromobilität setzen. Innerhalb der kommenden zwei Jahre soll das erster Elektromodell des Unternehmens auf den Markt kommen. Schon vier Jahre später soll jeder zweite verkaufte Wagen einen Elektroantrieb haben.

Umbruch in den nächsten Jahren

Dass gerade Porsche so stark auf Elektromobilität setzten will, überrascht. Bisher verkauft das Unternehmen ausschließlich Sportwagen und SUVs mit Verbrennungsmotor. Der Boxermotor ist bisher ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal für den Automobilhersteller und wird viele Porschekäufer überzeugt habe. Ein Porsche mit Elektroantrieb werden viele bestehende und zukünftige Porschefahrer für ungewöhnlich halten. Auf der anderen Seite muss sich das Unternehmen darauf einstellen, dass es immer schwieriger werden wird, Autos mit Verbrennungsmotor zu verkaufen. Ein großer Umbruch steht bevor.

Erstes Elektrofahrzeug in zwei Jahren

Den Anfang macht im Jahr 2019 er Sportwagen Mission E. Die Volkswagen-Tochter will ein bis zwei Jahre später ein elektrisches SUV-Coupe auf den Markt bringen. Gefolge von einer Elektroversion der SUVs Mecan. Es kann auch sein, dass der Mecan ausschließlich als Elektroauto angeboten wird. Porsche produziert Autos im sechsstelligen Bereich. Das Ziel, die Hälfte davon mit Elektroantrieb zu verkaufen, ist ambitioniert.

Ausweg aus der Dieselaffäre für Porsche

Porsche reagiert damit auf die Auswirkungen der Dieselaffäre im Volkswagenkonzern und auf die steigende Konkurrenz durch Tesla und co.. Bisher hat der Sportwagenbauer der Modellen von Tesla nichts entgegenzusetzen. Tesla baut erfolgreich eine Marke für unterschiedliche Fahrzeugmodelle auf. Zu Beginn kam die Sportlimousine Model S auf den Markt, gefolgt von dem SUV Model X. In den kommenden Monaten soll mit dem Model 3 ein stylisches Elektrofahrzeug zu einem erschwinglichen Preis auf den Markt kommen.

Keine Aussage zu autonomen Fahrzeugen

Um eine Vorreiterrolle zu spielen, muss sich der Hersteller aus Stuttgart auch unbedingt mit den großen Trends autonomes Fahren und Shared Mobility auseinandersetzen. Nur so wird der Autobauer erfolgreich überleben können.

Bild: Porsche AG (alle Rechte vorbehalten)

Proterra: BMW investiert in Elektrobusse

Elektrobusse würden dabei helfen, die Luftverschmutzung in Städten zu reduzieren. Deshalb entwickelt das Startup Proterra Elektrobusse und erhält dabei jetzt Unterstützung von BMW. Der Automobilhersteller und der Investment Fond von Al Gore stecken 55 Mio. US$ in das Unternehmen. Wie viel BMW über iVentures investiert hat, ist nicht bekannt. Die neue Finanzierungsrunde kommt nach gerade weniger als sechs Monate nach der letzen Runde. Damals wurden 140 Mio. US$ eingesammelt.

Proterra Elektrobusse mit 550 km Reichweite

Das Unternehmen Proterra existiert schon länger. Seit 2004 entwickelt das amerikanische Unternehmen Elektrobusse für den Linienverkehr. Die Besonderheit sind dabei die Batterien, die sich innerhalb von etwa 10 Minuten laden lassen. Im letzten September hat das Unternehmen einen überarbeiteten Bus vorgestellt. Die Reichweite soll bei etwa 550 Kilometern liegen.

Ausbau der Produktionskapazitäten geplant

Mit dem Geld sollen die Produktionskapazitäten in den USA weiter ausgebaut werden. Bisher hat das Unternehmen mehr als 400 Fahrzeuge verkauft. Unter anderem befinden sich die Elektrobusse in Seattle, Dallas oder Philadelphia im Einsatz. Ins Ausland werden die Busse noch nicht verkauft, vielleicht ändert sich das jetzt nach dem Investment von BMW iVentures.

Konkurrenz aus China

Proterra ist nach eigenen Angaben Marktführer in den USA und kommt dort auf 60%. Das Unternehmen ist nicht der einzige Hersteller, der Elektrobusse produziert. Vor allem aus China kommen starke Wettbewerber. Der Hersteller BYD verkauft unter anderem Elektrobusse an die Londoner Verkehrsbetrieb und an Städte und Gemeinden in den USA. Auch Daimler wird langfristig einen Elektrobus anbieten.

Bild: Proterra (alle Rechte vorbehalten)

Lyft will bis 2025 eine Milliarde Fahrten mit autonomen Elektroautos durchführen

Die Ride Hailing Plattform setzt in der Zukunft auf vollautomatisierte Elektroautos. Bis zum Jahr 2025 sollen eine Milliarden Fahrten mit den umweltfreundlichen Fahrzeugen durchgeführt werden. Lyft will damit ein Zeichen für das Klimaabkommen von Paris setzen, das vor kurzem von US Präsident aufgekündigt wurde.

Erneuerbare Energie für Lyft Fahrten

Lyft hat weitere Punkte veröffentlicht, wie eine höhere Nachhaltigkeit erreicht werden soll. Unteranderem werden alle autonomen Elektrofahrzeuge auf der Lyft Plattform mit erneuerbarer Energie geladen. Auch die nuTonomy Fahrzeuge, die gegen Ende des Jahres in Boston eingesetzt werden sollen, werden mit erneuerbarer Energie geladen. Vor kurzem haben Lyft und nuTonomy eine Partnerschaft verkündet. Bis Ende des Jahres sollen einige umgerüstete Renault ZOE Fahrzeuge auf der Lyft Plattform zum Einsatz kommen.

Großes Wachstum wird angenommen

Großes Ziel ist, dass bis zum Jahr 2025 sollen eine Milliarden Fahrten pro Jahr mit den autonomen Elektrofahrzeugen durchgeführt werden. Das soll dazu führen, dass die im Transportbereich generierten CO2 Emissionen in den USA um fünf Tonnen pro Jahr reduziert werden sollen. Die Zahl von einer Milliarde ist ambitioniert, im Jahr 2016 wurden in den USA etwa 160 Mio. Fahrten vermittelt. Die Lücke muss durch enormes Wachstum in den nächsten Jahren geschlossen werden.

Durchbruch für Elektromobilität

Das Startup glaubt fest daran, dass durch Ride Hailing Angebote in Verbindung mit vollautomatisierten Fahrzeugen ein Durchbruch bei der Elektromobilität erreicht werden kann. Der Anteil der Elektrofahrzeuge soll dadurch in den USA von ca. 0.1% auf einen  Mehrheit  anwachsen. Dadurch dass die Fahrzeuge gut ausgelastet sein werden, amortisieren sich die Mehrkosten bei der Anschaffung innerhalb kurzer Zeit. Dei Frage ist, wer die Autos betreiben wird.

Damit Lyft das in acht Jahren schafft, muss sich das Unternehmen anstrengen die richtigen Partnerschaften zu schließen. Gleichzeitig müssen die Technologien für vollautomatisiertes Fahren bis spätestens 2021 serienreif sein und der politische Rahmen für den flächendeckenden Einsatz geschaffen sein.

Entweder betreibt Lyft die Fahrzeuge oder externe Partner werden die Autos auf der Plattform einsetzen. Letzteres ist wahrscheinlicher, da die Kosten für Lyft geringer sind. Ähnlich geht auch Konkurrent Uber vor. Die Plattform kooperiert zum Beispiel mit Daimler. Daimler will in Zukunft eine Flotte an autonomen Autos betreiben und bei Uber einsetzen.

Umweltberater begleitet das Unternehmen

Um bei diesem Vorhaben Unterstützung zu erhalten, wurde Paul Hawken als Berater engagiert. Hawken ist Direktor der Umweltorganisation Drawdown. Der Experte will die Umweltstrategie des Unternehmens managen und der Plattform aufzeigen, wie die nachhaltigen Vorzüge der Plattform gestärkt werden können.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Ola will mehr Elektrofahrzeuge in Indien einsetzten

Der indische Ridesharing Anbieter Ola möchte im kommenden Jahr eine große Flotte an elektrischen Fahrzeugen ausrollen. Im Moment werden Tests gefahren, um das Geschäftsmodell dahinter zu validieren. Ola ist einer der großen Anbieter von Fahrdiensten in Indien.

Mehr als tausend Elektroautos während Pilotphase

Um das Geschäftsmodell für Ola und die Fahrer zu evaluieren, werden in verschiedenen indischen Städten mehrere Tausend Elektroautos getestet. Nach dem Test soll die Flotte weiter nach oben skaliert werden. Der Fahrdienst-Anbieter wird auch in die Ladeinfrastruktur investieren, ohne die das Setup nicht funktionieren würde. Wieviel investiert wird und ob das Programm vom Staat subventioniert wird, ist nicht bekannt.

Nachfrage auch in Indien gering

Bisher ist die Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen in Indien gering. Im vergangenen Jahr wurden nur 20.000 Elektroautos verkauft, im Vergleich zu 20 Mio. Fahrzeugen mit herkömmlichen Antrieb. Bis 2020 sollen 6 Mio. Elektrofahrzeuge in Indien verkauft werden. Bisher scheitert das an den hohen Kosten für Batterien und Fahrzeuge, nicht vorhandene Ladeinfrastruktur und an der geringen Reichweite der Autos. Indien will die Zahl der Elektroautos erhöhen, um die Luftverschmutzung zu reduzieren.

Ola wird von SoftBank unterstützt

Die Taxi App Ola wird bei dem Vorhaben von dem Investor SoftBank unterstützt. Im letzten Dezember haben hochrangige SoftBank angekündigt, dass Ola in den kommenden 5 Jahre bis zu eine Millionen Elektroautos auf die Plattform bringen möchte. Das Netzwerk von SoftBank soll dabei helfen, den operativen Part zu skalieren.

In den kommenden Wochen werden die ersten Elektrofahrzeuge in einem Pilotprogramm getestet. Dabei kommen nicht nur Autos zum Einsatz, sondern auch Rickshaws und Zweiräder. Die Fahrzeuge werden modifiziert, um eine höhere Reichweite zu erzielen. Ziel ist es, dass die Fahre ohne zu laden den Tag überstehen. Im Schnitt legt eine Taxi in Indien zwischen 150 und 200 Kilometer am Tag zurück. Ola wird auch Ladestationen aufbauen, so dass die Fahrzeuge überhaupt geladen werden können.

Langfristige Kooperation mit Energieunternehmen

Für langfristige Kooperationen spricht der Uber Konkurrent mit Energieunternehmen, um in Kooperation die Ladeinfrastruktur aufbauen. Auch mit Autoherstellern soll gesprochen werden, um Fahrzeuge auf die Straße zu bringen, die den Anforderungen der indischen Taxifahrer standhalten.

Bild: Wedstock 2011 (bestimmte Rechte vorbehalten)

Deutsche Post baut StreetScooter-Produktion aus

Nicht nur Hermes setzt auf den Einsatz von elektrischen Fahrzeugen bei der Auslieferung von Sendungen, sondern auch die Deutsche Post. Die Deutsche Post ist dabei schon weiter und hat die elektrischen StreetScooter Fahrzeuge bereist im Einsatz. Dabei sind die Lieferfahrzeuge eine Eigenentwicklung, Produktion und Vertrieb werden jetzt ausgebaut.

Deutsche Post DHL Group setzt auf Elektromobilität

Damit setzt die Deutsche Post DHL Group weiter konsequent auf Elektromobilität. Die Nachfrage innerhalb der Post und DHL und die Nachfrage externer Partner ist so hoch, dass die Kapazitäten von 10.000 auf 20.000 Fahrzeugen pro Jahr verdoppelt werden. Um das zu erreichen, wird ein weitere Produktionsstandort in Nordrhein-Westfalen in Betrieb gehen.

StreetScooter für externe Partner

Bisher hat die Deutsche Post die Fahrzeuge ausschließlich die Optimierung und Elektrifizierung der eigenen Flotte für Postbetrieb und Lieferverkehr genutzt. Hinzu kommt jetzt, dass das Tochterunternehmen der Deutschen Post die StreetScooter Fahrzeuge auch an Dritte verkaufen möchte. Mindestens die Hälfte der in diesem Jahr produzierten Elektrofahrzeuge soll an externe Interessenten veräußert werden. Die Post sieht vor allem Interesse bei Kommunen, strategischen Partnern und großen Flottenkunden im In- und Ausland. Der Fokus liegt dabei vorerst auf Europa. Bisher befinden sich bei der Post rund 2.500 StreetScooter des Typs Work Fahrzeuge im Einsatz – die Zahl soll sich bis Jahresende mindestens verdoppeln.

Gemeinschaftsprojekt mit RWTH Aachen

Ursprünglich wurde der StreetScooter von der RWTH Aachen und der Deutschen Post zusammen entwickelt. Nachdem die Entwicklung abgeschlossen wurde, hat die Post das Unternehmen komplett übernommen. Bei der Post werden die alten Dieselfahrzeuge durch die neuen Elektrofahrzeuge ersetzt. Die Fahrzeuge überzeugen durch die einfache Konstruktion und die Zuverlässigkeit. Viele der Komponenten waren schon vorhanden und erprobt. Der Motor stammt von EM-Motive einem Joint Venture von Bosch und Daimler. Die meisten Komponenten der Leistungselektronik sind direkt von Bosch. Insgesamt haben die Elektrolieferwagen eine Reichweite von 80 km pro Ladung. Für den täglichen Betrieb ist das mehr als genug – es werden pro Fahrt nur etwa 20 Kilometer zurückgelegt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 80 km/h – auch das ist mehr als genug für die Zustellung von Briefen und Paketen im urbanen Bereich.

Hermes arbeitet mit Mercedes-Benz

Der Paketdienst Hermes hat in den vergangenen Wochen angekündigt, dass eine Kooperation mit Daimler geschlossen wurde. Ab 2018 möchte Hermes elektrifizierte Lieferwagen von Mercedes-Benz in Stuttgart und später auch in anderen Städten einsetzten.

Bild: StreetScooter GmbH (alle Rechte vorbehalten)

Hermes setzt auf Vans mit Elektro-Antrieb von Mercedes

Hermes und die Daimler Tochter Mercedes Benz haben eine strategische Kooperation vereinbart. In den kommenden Jahren sollen 1500 Elektrotransporter von Mercedes-Benz Vans die innerstädtischen Belieferungen mit in die Flotte aufgenommen werden.

1500 elektrifizierte Lieferwagen bis 2020

Im Rahmen der strategischen Partnerschaft sollen die batterie-elektrischen Fahrzeuge in einer Pilotphase ab 2018 in den Städten Stuttgart und Hamburg eingesetzt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Alltagstauglichkeit von  emissionsfreien Lieferfahrzeugen auf der letzten Meile. Bis 2020 soll die Flotte auf 1500 Fahrzeuge anwachsen und die Zahl der Städte soll ausgeweitet werden. Zum Eisatz kommen Elektrotransporter der Vito und Sprinter Baureihen. Bis zum Jahr 2025 will Hermes Sendungen in den Innenstadtbereichen aller deutschen Großstädte komplett emissionsfrei zustellen. Für die Aufladung der Elektrofahrzeuge wird lediglich Strom aus zu 100 Prozent regenerativen Energiequellen eingesetzt. Der Strom wird komplett klimaneutral erzeugt und entsprechend dem Ökostromlabel „Grüner Strom“ der Umweltverbände zertifiziert.

Effizienz und Nachhaltigkeit soll erhöht werden

Hermes und Mercedes-Benz haben es sich als Ziel gesetzt, die Effizienz, Produktivität und Nachhaltigkeit in der Paketzustellung zu erhöhen. Auslöser sind dabei unter anderem der rasant wachsende Online-Handel und die damit verbundenen Herausforderungen für Kurier-Express-Paketdienstleister (KEP). Darüber hinaus sollen Ideen erarbeitet und umgesetzt werden, um die Servicequalität gegenüber den Kunden weiter zu erhöhen. Darüberhinaus sollen für den Anwendungsfall optimierte Systemlösungen entwickelt werden und ein Schwerpunkt auf Vernetzung gelegt wird. Anhand von Informationen über den Ladezustand und die mögliche Reichweite, soll Hermes eine optimierte Routenplanung ermöglicht werden.

Mercedes und Hermes sehen Zukunft in Lieferrobotern

In den kommenden Jahren will Mercedes seine Lieferfahrzeuge auch zur Basis für kleine Lieferroboter weiterentwickeln. Um das Ziel zu erreichen, hat sich Daimler an dem Roboter Startup Starship Technologies beteiligt. Starship befasst sich mit der Entwicklung von kleinen Lieferroboter, die autonome die Zustellung auf der letzten Meile erledigen sollen. Auch Hermes arbeitet mit Starship zusammen und ist eines der ersten Unternehmen, das die Roboter für Paketzustellungen in Deutschland testet. Auch das Leasing der Fahrzeuge und die kurzfristige Anmietung soll für die Vertragspartner von Hermes vereinfacht werden.

Auch Konkurrenz setzt auf Elektrotransporter

Auch Hermes Konkurrent DHL testet die Zustellung mit Elektrotransportern. DHL setzte dabei aber nicht auf die Kooperation mit einem großen Automobil- oder Nutzfahrzeugkonzern, sondern setzt auf eine eigene Entwicklung. Die DHL Tochter Streetscooter entwickelt und produziert kleine Elektrotransporter, die für die innerstädtische Zustellung auf der letzten Meile optimiert sind.

Bild: Hermes (alle Rechte vorbehalten)

Coup vervielfacht seine Gogoro Flotte in Berlin

Der Scooter Sharing Dienst Coup is im letzten Sommer mit 200 Gogoro Rollern in Berlin gestartet. Das Angebot wurde so gut angenommen, so dass die Zahl der Roller für die neue Saison verfünffacht wird. Insgesamt werden weitere 1.000 Roller zu der Flotte des Roller Sharing Dienstes hinzugefügt.

Verfügbarkeit wird stark steigen

Die hohe Anzahl der Roller wird die Attraktivität des Angebots erhöhen, da die Laufwege für die Nutzer auf Grund der höheren Dichte geringer sein werden. Im letzten Jahr kam es doch häufig vor, dass die Nutzer mehr als 800 Meter zum Roller laufen mussten. Das wird viele Kunden von einer Buchung abgehalten haben, da der Weg nicht in Relation zu dem anschließenden Nutzen ist.

Gogoro Roller aus Taiwan

Das Startup Coup setzt ausschließlich auf die Roller des taiwanischen Herstellers Gogoro. Diese Scooter wurden von Grund auf für ein Sharing Netzwerk konzipiert. Die Batterien der elektrisch angetriebenen Roller lassen sich schnell tauschen. Die Elektronik ist auch so konzipiert, dass die Vernetzung mit der technischen Plattform von Coup und den Smartphones effizient zu realisieren ist.

Im Heimatland Taiwan erweisen sich die Roller hoher Beliebtheit. In einem offenen System werden laut Gogoro pro Tag 12.000 Batterien and 300 Ladestationen gewechselt. Seit dem Start 2015 wurden fast Dreimillionen Batteriewechsel durch geführt. Mit den 18.000 Scootern in Taiwan wurden mehr als 70 Mio. Kilometer zurückgelegt. In Berlin übernimmt Coup den Tausch der Batterien und betreibt auch die Ladestationen.

Coup ist ein Tochterunternehmen von Bosch. Das Unternehmen wurde zusammen mit BCG Digital Ventures gestartet. Um schnell starten zu können, wurden am Anfang die meisten Positionen mit Beratern aus dem BCG Digital Ventures Netzwerk besetzt. Mittlerweile wurden die meisten BCG Mitarbeiter durch feste Angestellte ausgetauscht.

Konkurrenz für emmy

Vor kurzem hat auch emmy, der zweite Scooter Sharing Dienst in Berlin, angekündigt, dass die Flotte vergrößert wird. Ermöglicht wird das durch eine weitere erfolgreiche Finanzierungsrunde durch die IBB Bet. Emmy plant den Einsatz von hochwertigeren Scootern, um mit den Gogoro Rollern mithalten zu können. Gerade in den Sommermonaten kann sich das Scooter Sharing als attraktive Alternative zum ÖPNV und Carsharing erweisen.

Bild: Coup (alle Rechte vorbehalten)

eMio heißt jetzt Emmy – weitere Finanzierung für Scooter Sharing Dienst

Unter dem Namen eMio bietet das Berliner Unternehmen bereits seit 2015 einen Roller Sharing Dienst an. Jetzt wird der Name zu emmy geändert, außerdem konnte das Startup eine weitere Finanzierungsrunde abschließen.

Weiteres Geld von der IBB Bet

Die Höhe der Finanzierung und der Bewegung wurde nicht kommuniziert, nur das die Summe von der IBB Bet und weiteren Investoren aus Deutschland, Österreich und Italien stammt. Insgesamt wurde ein siebenstelliger Betrag in emmy investiert. Seit dem Start konnten in Berlin 15.000 Kunden gewonnen werden, die mit den angebotenen Rollern inzwischen über 750.000 Kilometer gefahren sind. Bring man die 750.000 Kilometer mit dem Kilometerpreis von 0.59 Euro in Verbindung, dürfte das Unternehmen bisher weniger als 500.000 Euro Umsatz generiert haben. Deshalb is anzunehmen, dass eine Bewertung im niedrigen siebenstelligen Bereich realistisch ist.

Weitere Expansion von emmy geplant

Mit der eingesammelten Summe sollen weitere 200 Elektroroller in Berlin auf die Straße gebracht werden, damit wird die Flotte mehr als verdoppelt. Außerdem steht eine Expansion in weitere Städte auf dem Plan. Unter dem Namen stella-Sharing ist das Unternehmen seit vergangenem Jahr in Stuttgart aktiv, die Flotte in der Schwabenmetropole soll auf 75 Roller erhöht werden. Der Service soll in weiteren Städten einheitlich emmy heißen, die Abweichung in Stuttgart wird eine Ausnahme bleiben.

Die Änderung des Namens von eMio zu emmy hat rechtliche Gründe. Allerdings sei es auch ein sehr guter Zeitpunkt um mit einer neuen Marke den nächsten großen Schritt zu tun, so das Unternehmen.

Starke Konkurrenz von Bosch Tochter Coup

Seit letztem Sommer hat emmy zumindest in Berlin starke Konkurrenz. Die Bosch Tochter Coup bietet ebenfalls einen Scooter Sharing Dienst an. Dieses Jahr soll die Zahl der Roller bei Coup stark steigen. Coup verfüg durch Bosch über genügend finanziellen Spielraum, um emmy das Leben schwer zu machen. Hinzu kommt, dass das Unternehmen mit den gogoro Rollern aus technologischer Sicht einen besseren Roller im Program hat.

Bild: emmy (alle Rechte vorbehalten)

Mercedes-Benz will Tesla in 10 Jahren schlagen

Mercedes-Benz sieht im Moment Tesla als Markführer im Bereich von premium Elektrofahrzeugen. Das soll sich innerhalb der kommenden zehn Jahre ändern. Mercedes Benz will bis dahin Tesla als führenden Anbieter ablösen.

Neue Marke von Mercedes-Benz

In der vergangenen Woche hat Mercedes seine neue Marke für Elektroautos und passenden Angebote mit dem Namen EQ vorgestellt. In dem Rahmen wurde auch die Studie Generation EQ vorgestellt, die in den nächsten Jahren zur Serienreife entwickelt werden soll. Bei dem Konzeptfahrzeug Generation EQ handelt sich sich um einen SUV der über eine Reichweite von 500 Kilometern verfügen soll. Das Auto soll als Konkurrenzmodell zum Tesla Model X platziert werden und im Jahr 2019 auf den Markt kommen. Tesla hat seinen elektrischen SUV mit vergleichbarer Reichweite seit dem vergangenen Jahr im Angebpt.

Marktführerschaft im Premiumsegment

In einem Interview für Bloomberg hat Daimler Chef Zetsche eingeräumt, dass Tesla Marktführer und wichtigster Konkurrent im Markt der Elektrofahrzeuge in der gehobenen Klasse ist. In den nächsten zehn Jahren will Mercedes diese Position übernehmen. Vor fünf Jahren hat sich Mercedes-Benz das Ziel gesetzt, bis 2020 führender Anbieter im Premiumsegment zu sein. Diese Position wird wahrscheinlich schon drei Jahre eher erreicht und damit wir Mercedes den Rivalen BMW von der Spitze verdrängen. Diese frühe Zielerreichung ermöglicht es dem Konzern, ein neues ambitioniertes Ziel zu setzten, das in den kommenden zehn Jahren erreicht werden soll. Zetsche sieht sich in zehn Jahren weiterhin vor etablierten Automobilkonzernen im Premiumbereich und auch vor den Neueinsteigern, wie Tesla.

Konkurrenz durch Startups und Autokonzerne

Neben Tesla wird  Mercedes-Benz auch etablierte Konzerne als Wettbewerber auf dem Weg zum führenden Anbieter für Elektrofahrzeuge haben. Die Hersteller Audi, Porsche, BMW, Volvo und weitere planen in Elektromobilität weiter zu investieren und bis zum Jahr 2020 Elektrofahrzeuge mit hoher Reichweite auf den Markt zu bringen. Im Jahr 2025 sollen 15% bis 25% aller Mercedes Neuwagen mit Elektroantrieb ausgestattet sein.