Schlagwort-Archive: Elektromobilität

Lime registriert 6 Millionen Fahrten

Seitdem das US-amerikanische Start-Up Lime auf dem Markt ist, haben Menschen bislang 6 Millionen Fahrten auf Rollern und Fahrrädern der Marke durchgeführt. Diese Nachricht gab Lime in seinem ersten Geschäftsbericht bekannt.

Dockless Bikes besonders beliebt

Gemäß der National Association of Transportation hat sich bis Ende 2017 die Zahl der US-Bikes von Bikesharing-Unternehmen von rund 100.000 mehr als verdoppelt. 44% dieser Fahrräder seien “dockless”. Dockless bedeutet, dass sie auf dem Rand eines Bürgersteigs oder auf einem lokalen Fahrradträger geparkt werden  dürfen und mit einer Smartphone App entsperrt werden können.

Seitdem ist der Transport ohne Dock global explodiert und Akteure der Branche haben begonnen, auf sich aufmerksam zu machen. Anfang dieses Monats gab Lime bekannt, dass es 335 Millionen Dollar an Investitionen von Uber und Alphabet erhalten hat. Anfang des Jahres ernannte Uber einen seiner Mitarbeiter zum Leiter der Abteilung “New Modalities” (Neue Modalitäten), die sich speziell auf Roller und Fahrräder konzentriert.

Bikesharing günstiger als privater PKW

In Verbindung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kostet das Bikesharing laut Lime etwa 80 Prozent weniger als der Besitz eines Autos, was es zu einer beliebten Transit-Option bei Menschen mit niedrigem Einkommen gemacht hat. Darüber hinaus merkt Lime an, dass es beispielsweise in Washington, DC einen 20 prozentigen Anstieg der Fahrten auf docklose Fahrzeuge von Menschen gegeben hat, die weniger als 35.000 Dollar pro Jahr verdienen. Die Nutzung der angedockten Fahrräder habe sich wiederum unerheblich entwickelt.

Die Forschungsabteilung von Lime kommt zu dem Schluss, dass docklose Elektrofahrzeuge Menschen schneller ans Ziel bringen als herkömmliche Fahrräder. So sei der Transport mit einem Elektroroller 22 % schneller als Elektro-Fahrräder, die eine geringere Leistung von 21%  erbringen.

Trotz der vielen Vorteile seien Stadtbewohner häufig unglücklich darüber, dass die Fahrzeuge überall in der Stadt abgestellt werden und zu Hindernissen werden. Die Beteiligung von etablierten Transportunternehmen könne diesen Startups die Struktur geben, die sie brauchen, wenn sie weiterhin so stark expandieren.

Bild: https://www.limebike.com/de/press (alle Rechte vorbehalten)

VW lanciert We

VW stellt einen neuen Car-Sharing Dienst vor. Die Flotte des Automobilkonzerns soll ausschließlich aus elektronischen Fahrzeugen bestehen und via On-Demand Service in europäischen,  amerikanischen und asiatischen Großstädten verfügbar sein.

Nach der Diesel-Affäre unternimmt das Unternehmen einen weiteren Schritt, um  in nachhaltige Mobilität zu investieren. Mit der Plattform „We“ beabsichtigt der Konzern Verkehrs- und Umweltbelastungen im städtischen Umfeld zu reduzieren und den Blick auf Emissionsfreiheit  weiter zu stärken. We wird in Deutschland bereits 2019, in übrigen Märkten erst Anfang 2020 starten.

Bild: https://t3n.de/news/volkswagen-carsharing-vw-we-1092899/

 

Elektromobilität: Neuer Carsharing Anbieter startet in Wien

In neuer Carsharing Anbieter. Der Anbieter Caroo möchte ab Sommer eine überschaubare Flotte an 50 Elektroautos nach dem Free-Floating Prinzip einsetzten. Bisher sind in Wien die beiden Unternehmen car2go und DriveNow mit einem Free-Floating Carsharing Angebot aktiv.

Flotte mit 50 Fahrzeugen geplant

Im Vergleich zu den genannten Anbietern ist Caroo mit den geplanten 50 Fahrzeugen recht überschaubar. Die anderen Anbieter haben jeweils über 500 Fahrzeuge in der Flotte. Es ist davon auszugehen, dass sich Caroo auf ein kleines Gebiet konzentrieren wird, um attraktive Laufwege zu ermöglichen. Das Free-Floating Prinzip erhöht den Komfort für die Nutzer, da die Autos auf beliebigen Parkplätzen abgestellt werden können, z.B. einfach vor der Haustür.

Rein elektrische Flotte

Sein USP sieht das Unternehmen bei der rein elektrischen Flotte. Am Anfang sollen Modelle des Herstellers Renault eingesetzt werden. Hauptsächlich soll der Renault Zoe zum Einsatz kommen, als Alternative sind die Modelle Twizy und Kangoo Z.E. geplant. Bei dem Twist handelt es sich um kleines Fahrzeug mit zwei Sitzplätzen, der Kangoo ist ein Transporter. Es besteht keine Kooperation mit Renault, da ist es auch denkbar, dass später Fahrzeuge anderer Hersteller zum Einsatz kommen.

Finanzierung über die Crowd

Finanzieren möchte sich das Unternehmen durch ein Crowdinvesting Kampagne. Insgesamt sollen 100.000 Euro eingesammelt werden, um das Geschäft mit 50 Fahrzeugen zu starten. Bisher konnten in der Kampagne 56.000 Euro eingesammelt werden. Die geplante Investmentsumme ist überschaubar für das geplante Vorhaben. Die Beschaffung der Fahrzeuge und vor allem der operative Betrieb wird teuer. Es ist davon auszugehen, dass weitere Investoren nötig sind, um das Unternehmen erfolgreich am Markt zu etablieren. Zusätzliche finanzielle Mittel sollen durch eine Förderung über das Programm kliamaaktiv erfolgen.

Kooperation mit Wien Energie

Um die Fahrzeuge laden zu können, setzt das Unternehmen auf eine Kooperation mit dem Energieanbieter Wien Energie. Wien Energie besitzt rund 550 öffentlich zugängliche Ladesäulen, die Zahl soll bis 2020 auf 1000 Säulen im Statdgebiet erhöht werden. Mit der Kooperation von Wien Energie soll die Ladeinfrastruktur für den Caroo-Fuhrpark sichergestellt werden.

Car2go und DriveNow als starke Konkurrenten

Die beiden Anbieter car2go und DriveNow sind in Wien zwei starke Konkurrenten für das neue Carsharing Startup. Beide Unternehmen verfügen jeweils über eine Flotte mit mehr als 500 Fahrzeugen. Die Nutzerzahlen können sich auch sehen lassen, DriveNow hat etwa 88.000 Nutzer in Wien und car2go kommt auf 138.000 Kunden. Durch die geplante Fusion von DriveNow und car2go wird die Wettbewerbssituation nicht einfacher.

Bild: Caroo (alle Rechte vorbehalten)

Elektromobilität auf der IAA – aktueller Wegweiser

In den kommenden Tagen startet wieder die IAA in Frankfurt. Trotz der digitalen Transformation und der anderen Veränderungen und Krisen in der  Automobilindustrie ist die Fachmesse in Frankfurt ein Pflichttermin für viele Experten und Unternehmen im Mobilitätsbereich.  Mit der New Mobility World wurde ein Bereich geschaffen, der die aktuellen und zukünftigen Trendthemen, wie connected Car, vollautomatisiertes Fahren, Shuttle Dienste und Carsharing beheimatet. Auch der Zukunftstrend Elektromobilität kommt auf der IAA nicht zu kurz, viele Hersteller werde Serien- oder Konzeptfahrzeuge in Frankfurt präsentieren.

Wegweiser von Electrive

Um eine bessere Übersicht zu bekommen, hat der Branchendienst für Elektromobilität Electrive einen Wegweiser mit den Highlights der unterschiedlichen Hersteller erstellt. Die Experten von Electrive haben sich durch die Hallenpläne und das Programm der IAA gewühlt, um die Highlights in einem übersichtlichen Dokument zusammenstellen zu können. Der aktuelle Wegweiser für die IAA 2017 kann hier geladen werden (externe Seite von Electrive).

[affilinet_performance_ad size=468×60]

Elektromobilität wird die Zukunft bestimmen

Elektromobilität ist schon heute ein angesagtes Thema und wird in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen. Einige Städte und Länder haben bereits Maßnahmen in die Weg geleitet, um Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor zu verbieten. Ein Verbot von Autos mit Benzin- und Dieselmotoren wird dazu führen, dass Elektromobilität boomen wird. Neueinsteiger, wie Tesla, haben im Moment die Nase vorn – die deutschen Hersteller versuchen jetzt mit aller Kraft aufzuholen.

Neuheiten schon vor der IAA

Auffällig in diesem Jahr ist, dass schon einige Hersteller vorab Informationen über neue Modelle veröffentlicht haben. So hat der Japanische Hersteller Nissan die neue Version des Elektroautos Leaf  präsentiert. Der Automobilhersteller BMW hat den neuen Luxus-SUV BMW Concept X7 iPerformance ausführlich präsentiert. Auch die Konzeptstudie von smart wurde vorab und nicht auf der IAA der Öffentlichkeit vorgestellt.

Bild: BMW Group (alle Rechte vorbehalten)

Tesla Semi Truck: Elektro-LKW mit 500 Kilometern Reichweite

Vor einiger Zeit hat Tesla angekündigt, dass eine Zugmaschine mit Elektroantrieb zum Masterplan 2.0 gehören soll. Wie jetzt durchgesickert ist, soll der Elektro-LKW über eine Reichweite von 500 Kilometern verfügen. Ein erster Prototyp soll schon im September vorgestellt werden. Bisher hält sich Tesla noch mit Einzelheiten zurück. Der LKW von Tesla soll auch Eigenschaften für vollautomatisiertes Fahren haben.

Zusammenarbeit mit Spediteuren bei Entwicklung

Tesla schweigt noch zum Thema Reichweite, Ladekapazität und Preis für den elektrischen LKW. Die Informationen über die Reichweite kommen deshalb auch nicht direkt von dem Unternehmen, sondern von dem Chef des Logistik-Unternehmens Ryder aus Florida. Chef Elon Musk hat im Juni verlauten lassen, dass sein Unternehmen eng mit Spediteuren zusammenarbeitet, um einen LKW zu entwickeln, der den Anforderungen entspricht. Gut möglich also, dass Ryder Chef Scott Perry den Tesla Truck mit Reichweite von 200 – 300 Meilen gesehen hat.

[affilinet_performance_ad size=468×60]

Reichweite des Tesla LKWs muss steigen

Eine Reichweite von 320 – 480 Kilometern ist für eine LKW-Zugmaschine sehr gering. LKWs mit Verbrennungsmotor, die für die Langstrecke optimiert sind, kommen ohne nachzutanken auf eine Reichweite von 1600 Kilometern. Es wird noch eine Zeit dauern, bis die herkömmlichen Diesel-Lkw von den Fernstraßen verdrängt werden. Dafür sind Elektrolaster mit Reichweite von 600 – 800 Kilometern pro Akkuladung nötig und eine flächendeckend Ladeinfrastruktur.

Vorreiter bei Elektroautos

Tesla ist als Vorreiter beim Thema Elektroautos bekannt. Gestartet ist das Unternehmen mit dem Model S, die Limousine ist in der oberen Mittelklasse angesiedelt. Darauf folgte der SUV Model X und vor kurzem das günstige Model 3 für den Massenmarkt. Mit der Skalierung der bisherigen Fahrzeugpalette dürfte das Unternehmen mehr als genug zu tun haben, des wegen ist erstaunlich, dass so schnell der Semi Truck kommen soll.

Elektro-LKW von Daimler und der Post

Auf dem Feld der Elektro-LKWs ist der Elektroautobauer nicht alleine unterwegs. Der Daimler Konzern entwickelt ebenfalls einen Elektro-LKW mit mehreren hundert Kilometern Reichweite. Die Deutsche Post entwickelt die kleineren Elektro-LKWs StreetScooter, um die Zustellung der Pakete und Briefe zu elektrifizieren.

Bild: Tesla (alle Rechte vorbehalten)

Englische Post Royal Mail testet Elektrofahrzeuge in London

Nicht nur in Deutschland setzt die Post auf Elektrofahrzeuge für die Zustellung von Paketen und Briefen, auch in Großbritannien werden jetzt Lastwagen mit Elektroantrieb getestet. Die Deutsche Post produziert mit der Tochter StreetScooter eigene Elektrofahrzeuge, da kein Hersteller bereit war, die gewünschten Fahrzeuge zu liefern. Die Englische Royal Mail setzt auf die Fahrzeuge des Unternehmens Arrival.

Royal Mail testet Elektrofahrzeuge für ein Jahr

Der Test in London ist auf ein Jahr ausgelegt und wird sich erstmal auf ein Briefzentrum in London beschränken. Von Arrival werden Fahrzeuge mit möglicher Zuladung für 3.5, 6 und 7.5 Tonnen genutzt, die für Royal Mail unterwegs sein werden. Die Fahrzeuge sollen vor allem dafür genutzt werden, Pakete und Briefe zwischen den Verteilzentren in Stadt und den in ländlicheren Gebieten zu transportieren. Die Zustellung zum Kunden mit Elektroautos ist erstmal nicht Teil des Pilotprojekts.

Für die Zustellung zum Endkunden hat die Royal Mail eine Flotte von 100 Elektrofahrzeugen bei Peugeot bestellt. Die Fahrzeuge werden Endes des Jahres Einsatzbereit sein. Die Briefzentren wurden mit Ladestationen ausgestattet, damit die für den Betrieb erforderliche Infrastruktur vorhanden ist.

Moderene LKW mit 160 KM Reichweite

Die Elektrotrucks von Arrival sind modern gestaltet. Die Fahrer kann dank der großen Glasfront das Umfeld gut einsehen. Das soll auch dazu beitragen, dass die Sicherheit erhöht wird, indem Fahrradfahrer und Fußgänger leichter erkannt werden können. Die Arrival Lastwagen sind so konzipiert, dass die ersten 160 Kilometer elektrisch zurückgelegt werden können. Ein versautes Aggregat kann dazu genug werden, um die Reichweite zu erhöhen. In einer späteren Entwicklungsstufe sollen die Lieferfahrzeuge auch vollautomatisch unterwegs sein können.

Auch Deutsche Post setzt auf Elektromobilität

Insgesamt verfügt die Flotte der Royal Mail über 49.000 Fahrzeuge. Tagtägliche werden diese Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor genutzt, um Sendungen auszuliefern, oder um Briefe und Pakete zwischen den Briefzentren zu transpirieren. Gerade in den Innenstädten hätte ein Transport mit Elektroautos eine positive Auswirkung auf die Luftbelastung. Deshalb baut auch die Deutsche Post eine Elektroflotte auf. Kleinere Elektrofahrzeuge werden von dem Tochterunternehmen StreetScooter produziert. Die größeren Lieferfahrzeuge entstehen in Zusammenarbeit mit Ford.

Bild: Arrival (alle Rechte vorbehalten)

Interessanter Vorschlag des InnoZ: Privat-Taxidienst mit Elektrofahrzeugen erlauben

Der Berliner Mobilitätsforscher Andreas Knie, der das Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) leitet, hat einen interessanten Vorschlag unterbreitet. Sein Vorschlag lautet, dass Berliner, die ihr Auto mit Verbrennungsmotor abschaffen und ein Elektroauto kaufen, gegen Geld Fahrgäste befördern dürfen.

Höherer Anreiz für Wechsel zu Elektromobilität 

Mit diesem Vorschlag sollen zwei Ziele erreicht werden. Auf der einen Seite sollen die Anreize für den Wechsel zu Elektroautos geschaffen werden. Bisher werden nur 1700 der  1.2 Millionen Pkw in Berlin mit Strom betrieben. Die bisherigen Anreize, wie Umweltprämie reichen nicht aus, um die Besitzer von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor zum Wechsel zu bewegen.

Das zweite Ziel ist die Reduzierung des Verkehrs insgesamt. Durch die Möglichkeit eines bezahlbaren Ride-Sharing Dienstes würde sich der Individualverkehr verringern, da sich mehrere Personen ein Fahrzeug teilen würden.

InnoZ Geschäftsführer: Plattform soll Fahrten vermitteln

Die Vermittlung zwischen Fahrer und Fahrgast soll über eine Plattform laufen, wie wir es schon von Uber oder myTaxi kennen. Darüber soll auch die Bezahlung laufen, wobei der Fahrer 80-90% des Fahrpreises behalten darf und der Rest an den Plattformbetreiber fließt. Dem Fahrer soll es auch ermöglicht werden, den Service kommerziell anbieten zu können. Das heißt, dass der Fahrpreis pro Kilometer über der Betriebskostengrenze liegen soll.

Die Plattform könnten von einem Startup, wie CleverShuttle oder Door2Door betrieben werden oder auch von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG). Die BVG wäre ein interessanter Partner, das sie bereits angekündigt hat, dass ein smarter Shuttle Dienst gestartet werden soll, der auch ins BVG Netz integriert werden soll.

Ausnahmegenehmigung oder Gesetzesänderung notwendig

Um dieses Vorhaben umsetzen zu können, muss das Personenbeförderungsgesetz angepasst werden oder es muss zuerst eine Sondergenehmigung erlassen werden. Das letzteres möglich ist, zeigt das Beispiel CleverShuttle. Das Startup betreibt einen cleveren on-damend Shuttle Dienst und hat dafür eine Sondergenehmigung der Stadt erhalten. Das PBfG gilt als überholt und zu protektionistisch, aus mehreren Richtungen kommen Forderungen zur Modernisierung des Gesetzes.

Privatfahrzeuge und Individualverkehr kann verringert werden

Ein privater Fahrservice mit Elektroautos würde dazu führen, dass die Zahl der Privatautos verringert wird und dass die Schadstoffbelastungen reduziert werden. Die freiwerdende Fläche kann für andere Zwecke genutzt werden. Das Angebot wäre eine attraktive Alternative zum Privatauto und eine Ergänzung zum bestehenden Nahverkehr.

Gut für Schadstoffbelastung

In Großstädten ist die Schadstoffbelastung, die durch Autos mit Verbrennungsmotor hervorgerufen wird ein Problem. Jedes Jahr sterben mehrere tausend Menschen an den Folgen der Luftverschmutzung. In jüngster Zeit haben bereits Länder wie Frankreich oder Großbritannien angekündigt, dass ab 2040 keine Autos mit Verbrennungsmotoren erlaubt sein werden. Auch in Stuttgart droht ab kommendem Jahr ein Fahrverbot für Diesel-Fahrezuge.

Bild: InnoZ (alle Rechte vorbehalten)

Porsche setzt auf Elektromobilität

Der deutsche Autobauer Porsche will in den kommenden Jahren stark auf Elektromobilität setzen. Innerhalb der kommenden zwei Jahre soll das erster Elektromodell des Unternehmens auf den Markt kommen. Schon vier Jahre später soll jeder zweite verkaufte Wagen einen Elektroantrieb haben.

Umbruch in den nächsten Jahren

Dass gerade Porsche so stark auf Elektromobilität setzten will, überrascht. Bisher verkauft das Unternehmen ausschließlich Sportwagen und SUVs mit Verbrennungsmotor. Der Boxermotor ist bisher ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal für den Automobilhersteller und wird viele Porschekäufer überzeugt habe. Ein Porsche mit Elektroantrieb werden viele bestehende und zukünftige Porschefahrer für ungewöhnlich halten. Auf der anderen Seite muss sich das Unternehmen darauf einstellen, dass es immer schwieriger werden wird, Autos mit Verbrennungsmotor zu verkaufen. Ein großer Umbruch steht bevor.

Erstes Elektrofahrzeug in zwei Jahren

Den Anfang macht im Jahr 2019 er Sportwagen Mission E. Die Volkswagen-Tochter will ein bis zwei Jahre später ein elektrisches SUV-Coupe auf den Markt bringen. Gefolge von einer Elektroversion der SUVs Mecan. Es kann auch sein, dass der Mecan ausschließlich als Elektroauto angeboten wird. Porsche produziert Autos im sechsstelligen Bereich. Das Ziel, die Hälfte davon mit Elektroantrieb zu verkaufen, ist ambitioniert.

Ausweg aus der Dieselaffäre für Porsche

Porsche reagiert damit auf die Auswirkungen der Dieselaffäre im Volkswagenkonzern und auf die steigende Konkurrenz durch Tesla und co.. Bisher hat der Sportwagenbauer der Modellen von Tesla nichts entgegenzusetzen. Tesla baut erfolgreich eine Marke für unterschiedliche Fahrzeugmodelle auf. Zu Beginn kam die Sportlimousine Model S auf den Markt, gefolgt von dem SUV Model X. In den kommenden Monaten soll mit dem Model 3 ein stylisches Elektrofahrzeug zu einem erschwinglichen Preis auf den Markt kommen.

Keine Aussage zu autonomen Fahrzeugen

Um eine Vorreiterrolle zu spielen, muss sich der Hersteller aus Stuttgart auch unbedingt mit den großen Trends autonomes Fahren und Shared Mobility auseinandersetzen. Nur so wird der Autobauer erfolgreich überleben können.

Bild: Porsche AG (alle Rechte vorbehalten)

Proterra: BMW investiert in Elektrobusse

Elektrobusse würden dabei helfen, die Luftverschmutzung in Städten zu reduzieren. Deshalb entwickelt das Startup Proterra Elektrobusse und erhält dabei jetzt Unterstützung von BMW. Der Automobilhersteller und der Investment Fond von Al Gore stecken 55 Mio. US$ in das Unternehmen. Wie viel BMW über iVentures investiert hat, ist nicht bekannt. Die neue Finanzierungsrunde kommt nach gerade weniger als sechs Monate nach der letzen Runde. Damals wurden 140 Mio. US$ eingesammelt.

Proterra Elektrobusse mit 550 km Reichweite

Das Unternehmen Proterra existiert schon länger. Seit 2004 entwickelt das amerikanische Unternehmen Elektrobusse für den Linienverkehr. Die Besonderheit sind dabei die Batterien, die sich innerhalb von etwa 10 Minuten laden lassen. Im letzten September hat das Unternehmen einen überarbeiteten Bus vorgestellt. Die Reichweite soll bei etwa 550 Kilometern liegen.

Ausbau der Produktionskapazitäten geplant

Mit dem Geld sollen die Produktionskapazitäten in den USA weiter ausgebaut werden. Bisher hat das Unternehmen mehr als 400 Fahrzeuge verkauft. Unter anderem befinden sich die Elektrobusse in Seattle, Dallas oder Philadelphia im Einsatz. Ins Ausland werden die Busse noch nicht verkauft, vielleicht ändert sich das jetzt nach dem Investment von BMW iVentures.

Konkurrenz aus China

Proterra ist nach eigenen Angaben Marktführer in den USA und kommt dort auf 60%. Das Unternehmen ist nicht der einzige Hersteller, der Elektrobusse produziert. Vor allem aus China kommen starke Wettbewerber. Der Hersteller BYD verkauft unter anderem Elektrobusse an die Londoner Verkehrsbetrieb und an Städte und Gemeinden in den USA. Auch Daimler wird langfristig einen Elektrobus anbieten.

Bild: Proterra (alle Rechte vorbehalten)

Lyft will bis 2025 eine Milliarde Fahrten mit autonomen Elektroautos durchführen

Die Ride Hailing Plattform setzt in der Zukunft auf vollautomatisierte Elektroautos. Bis zum Jahr 2025 sollen eine Milliarden Fahrten mit den umweltfreundlichen Fahrzeugen durchgeführt werden. Lyft will damit ein Zeichen für das Klimaabkommen von Paris setzen, das vor kurzem von US Präsident aufgekündigt wurde.

Erneuerbare Energie für Lyft Fahrten

Lyft hat weitere Punkte veröffentlicht, wie eine höhere Nachhaltigkeit erreicht werden soll. Unteranderem werden alle autonomen Elektrofahrzeuge auf der Lyft Plattform mit erneuerbarer Energie geladen. Auch die nuTonomy Fahrzeuge, die gegen Ende des Jahres in Boston eingesetzt werden sollen, werden mit erneuerbarer Energie geladen. Vor kurzem haben Lyft und nuTonomy eine Partnerschaft verkündet. Bis Ende des Jahres sollen einige umgerüstete Renault ZOE Fahrzeuge auf der Lyft Plattform zum Einsatz kommen.

Großes Wachstum wird angenommen

Großes Ziel ist, dass bis zum Jahr 2025 sollen eine Milliarden Fahrten pro Jahr mit den autonomen Elektrofahrzeugen durchgeführt werden. Das soll dazu führen, dass die im Transportbereich generierten CO2 Emissionen in den USA um fünf Tonnen pro Jahr reduziert werden sollen. Die Zahl von einer Milliarde ist ambitioniert, im Jahr 2016 wurden in den USA etwa 160 Mio. Fahrten vermittelt. Die Lücke muss durch enormes Wachstum in den nächsten Jahren geschlossen werden.

Durchbruch für Elektromobilität

Das Startup glaubt fest daran, dass durch Ride Hailing Angebote in Verbindung mit vollautomatisierten Fahrzeugen ein Durchbruch bei der Elektromobilität erreicht werden kann. Der Anteil der Elektrofahrzeuge soll dadurch in den USA von ca. 0.1% auf einen  Mehrheit  anwachsen. Dadurch dass die Fahrzeuge gut ausgelastet sein werden, amortisieren sich die Mehrkosten bei der Anschaffung innerhalb kurzer Zeit. Dei Frage ist, wer die Autos betreiben wird.

Damit Lyft das in acht Jahren schafft, muss sich das Unternehmen anstrengen die richtigen Partnerschaften zu schließen. Gleichzeitig müssen die Technologien für vollautomatisiertes Fahren bis spätestens 2021 serienreif sein und der politische Rahmen für den flächendeckenden Einsatz geschaffen sein.

Entweder betreibt Lyft die Fahrzeuge oder externe Partner werden die Autos auf der Plattform einsetzen. Letzteres ist wahrscheinlicher, da die Kosten für Lyft geringer sind. Ähnlich geht auch Konkurrent Uber vor. Die Plattform kooperiert zum Beispiel mit Daimler. Daimler will in Zukunft eine Flotte an autonomen Autos betreiben und bei Uber einsetzen.

Umweltberater begleitet das Unternehmen

Um bei diesem Vorhaben Unterstützung zu erhalten, wurde Paul Hawken als Berater engagiert. Hawken ist Direktor der Umweltorganisation Drawdown. Der Experte will die Umweltstrategie des Unternehmens managen und der Plattform aufzeigen, wie die nachhaltigen Vorzüge der Plattform gestärkt werden können.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)