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Ola will mehr Elektrofahrzeuge in Indien einsetzten

Der indische Ridesharing Anbieter Ola möchte im kommenden Jahr eine große Flotte an elektrischen Fahrzeugen ausrollen. Im Moment werden Tests gefahren, um das Geschäftsmodell dahinter zu validieren. Ola ist einer der großen Anbieter von Fahrdiensten in Indien.

Mehr als tausend Elektroautos während Pilotphase

Um das Geschäftsmodell für Ola und die Fahrer zu evaluieren, werden in verschiedenen indischen Städten mehrere Tausend Elektroautos getestet. Nach dem Test soll die Flotte weiter nach oben skaliert werden. Der Fahrdienst-Anbieter wird auch in die Ladeinfrastruktur investieren, ohne die das Setup nicht funktionieren würde. Wieviel investiert wird und ob das Programm vom Staat subventioniert wird, ist nicht bekannt.

Nachfrage auch in Indien gering

Bisher ist die Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen in Indien gering. Im vergangenen Jahr wurden nur 20.000 Elektroautos verkauft, im Vergleich zu 20 Mio. Fahrzeugen mit herkömmlichen Antrieb. Bis 2020 sollen 6 Mio. Elektrofahrzeuge in Indien verkauft werden. Bisher scheitert das an den hohen Kosten für Batterien und Fahrzeuge, nicht vorhandene Ladeinfrastruktur und an der geringen Reichweite der Autos. Indien will die Zahl der Elektroautos erhöhen, um die Luftverschmutzung zu reduzieren.

Ola wird von SoftBank unterstützt

Die Taxi App Ola wird bei dem Vorhaben von dem Investor SoftBank unterstützt. Im letzten Dezember haben hochrangige SoftBank angekündigt, dass Ola in den kommenden 5 Jahre bis zu eine Millionen Elektroautos auf die Plattform bringen möchte. Das Netzwerk von SoftBank soll dabei helfen, den operativen Part zu skalieren.

In den kommenden Wochen werden die ersten Elektrofahrzeuge in einem Pilotprogramm getestet. Dabei kommen nicht nur Autos zum Einsatz, sondern auch Rickshaws und Zweiräder. Die Fahrzeuge werden modifiziert, um eine höhere Reichweite zu erzielen. Ziel ist es, dass die Fahre ohne zu laden den Tag überstehen. Im Schnitt legt eine Taxi in Indien zwischen 150 und 200 Kilometer am Tag zurück. Ola wird auch Ladestationen aufbauen, so dass die Fahrzeuge überhaupt geladen werden können.

Langfristige Kooperation mit Energieunternehmen

Für langfristige Kooperationen spricht der Uber Konkurrent mit Energieunternehmen, um in Kooperation die Ladeinfrastruktur aufbauen. Auch mit Autoherstellern soll gesprochen werden, um Fahrzeuge auf die Straße zu bringen, die den Anforderungen der indischen Taxifahrer standhalten.

Bild: Wedstock 2011 (bestimmte Rechte vorbehalten)

Deutsche Post baut StreetScooter-Produktion aus

Nicht nur Hermes setzt auf den Einsatz von elektrischen Fahrzeugen bei der Auslieferung von Sendungen, sondern auch die Deutsche Post. Die Deutsche Post ist dabei schon weiter und hat die elektrischen StreetScooter Fahrzeuge bereist im Einsatz. Dabei sind die Lieferfahrzeuge eine Eigenentwicklung, Produktion und Vertrieb werden jetzt ausgebaut.

Deutsche Post DHL Group setzt auf Elektromobilität

Damit setzt die Deutsche Post DHL Group weiter konsequent auf Elektromobilität. Die Nachfrage innerhalb der Post und DHL und die Nachfrage externer Partner ist so hoch, dass die Kapazitäten von 10.000 auf 20.000 Fahrzeugen pro Jahr verdoppelt werden. Um das zu erreichen, wird ein weitere Produktionsstandort in Nordrhein-Westfalen in Betrieb gehen.

StreetScooter für externe Partner

Bisher hat die Deutsche Post die Fahrzeuge ausschließlich die Optimierung und Elektrifizierung der eigenen Flotte für Postbetrieb und Lieferverkehr genutzt. Hinzu kommt jetzt, dass das Tochterunternehmen der Deutschen Post die StreetScooter Fahrzeuge auch an Dritte verkaufen möchte. Mindestens die Hälfte der in diesem Jahr produzierten Elektrofahrzeuge soll an externe Interessenten veräußert werden. Die Post sieht vor allem Interesse bei Kommunen, strategischen Partnern und großen Flottenkunden im In- und Ausland. Der Fokus liegt dabei vorerst auf Europa. Bisher befinden sich bei der Post rund 2.500 StreetScooter des Typs Work Fahrzeuge im Einsatz – die Zahl soll sich bis Jahresende mindestens verdoppeln.

Gemeinschaftsprojekt mit RWTH Aachen

Ursprünglich wurde der StreetScooter von der RWTH Aachen und der Deutschen Post zusammen entwickelt. Nachdem die Entwicklung abgeschlossen wurde, hat die Post das Unternehmen komplett übernommen. Bei der Post werden die alten Dieselfahrzeuge durch die neuen Elektrofahrzeuge ersetzt. Die Fahrzeuge überzeugen durch die einfache Konstruktion und die Zuverlässigkeit. Viele der Komponenten waren schon vorhanden und erprobt. Der Motor stammt von EM-Motive einem Joint Venture von Bosch und Daimler. Die meisten Komponenten der Leistungselektronik sind direkt von Bosch. Insgesamt haben die Elektrolieferwagen eine Reichweite von 80 km pro Ladung. Für den täglichen Betrieb ist das mehr als genug – es werden pro Fahrt nur etwa 20 Kilometer zurückgelegt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 80 km/h – auch das ist mehr als genug für die Zustellung von Briefen und Paketen im urbanen Bereich.

Hermes arbeitet mit Mercedes-Benz

Der Paketdienst Hermes hat in den vergangenen Wochen angekündigt, dass eine Kooperation mit Daimler geschlossen wurde. Ab 2018 möchte Hermes elektrifizierte Lieferwagen von Mercedes-Benz in Stuttgart und später auch in anderen Städten einsetzten.

Bild: StreetScooter GmbH (alle Rechte vorbehalten)

Hermes setzt auf Vans mit Elektro-Antrieb von Mercedes

Hermes und die Daimler Tochter Mercedes Benz haben eine strategische Kooperation vereinbart. In den kommenden Jahren sollen 1500 Elektrotransporter von Mercedes-Benz Vans die innerstädtischen Belieferungen mit in die Flotte aufgenommen werden.

1500 elektrifizierte Lieferwagen bis 2020

Im Rahmen der strategischen Partnerschaft sollen die batterie-elektrischen Fahrzeuge in einer Pilotphase ab 2018 in den Städten Stuttgart und Hamburg eingesetzt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Alltagstauglichkeit von  emissionsfreien Lieferfahrzeugen auf der letzten Meile. Bis 2020 soll die Flotte auf 1500 Fahrzeuge anwachsen und die Zahl der Städte soll ausgeweitet werden. Zum Eisatz kommen Elektrotransporter der Vito und Sprinter Baureihen. Bis zum Jahr 2025 will Hermes Sendungen in den Innenstadtbereichen aller deutschen Großstädte komplett emissionsfrei zustellen. Für die Aufladung der Elektrofahrzeuge wird lediglich Strom aus zu 100 Prozent regenerativen Energiequellen eingesetzt. Der Strom wird komplett klimaneutral erzeugt und entsprechend dem Ökostromlabel „Grüner Strom“ der Umweltverbände zertifiziert.

Effizienz und Nachhaltigkeit soll erhöht werden

Hermes und Mercedes-Benz haben es sich als Ziel gesetzt, die Effizienz, Produktivität und Nachhaltigkeit in der Paketzustellung zu erhöhen. Auslöser sind dabei unter anderem der rasant wachsende Online-Handel und die damit verbundenen Herausforderungen für Kurier-Express-Paketdienstleister (KEP). Darüber hinaus sollen Ideen erarbeitet und umgesetzt werden, um die Servicequalität gegenüber den Kunden weiter zu erhöhen. Darüberhinaus sollen für den Anwendungsfall optimierte Systemlösungen entwickelt werden und ein Schwerpunkt auf Vernetzung gelegt wird. Anhand von Informationen über den Ladezustand und die mögliche Reichweite, soll Hermes eine optimierte Routenplanung ermöglicht werden.

Mercedes und Hermes sehen Zukunft in Lieferrobotern

In den kommenden Jahren will Mercedes seine Lieferfahrzeuge auch zur Basis für kleine Lieferroboter weiterentwickeln. Um das Ziel zu erreichen, hat sich Daimler an dem Roboter Startup Starship Technologies beteiligt. Starship befasst sich mit der Entwicklung von kleinen Lieferroboter, die autonome die Zustellung auf der letzten Meile erledigen sollen. Auch Hermes arbeitet mit Starship zusammen und ist eines der ersten Unternehmen, das die Roboter für Paketzustellungen in Deutschland testet. Auch das Leasing der Fahrzeuge und die kurzfristige Anmietung soll für die Vertragspartner von Hermes vereinfacht werden.

Auch Konkurrenz setzt auf Elektrotransporter

Auch Hermes Konkurrent DHL testet die Zustellung mit Elektrotransportern. DHL setzte dabei aber nicht auf die Kooperation mit einem großen Automobil- oder Nutzfahrzeugkonzern, sondern setzt auf eine eigene Entwicklung. Die DHL Tochter Streetscooter entwickelt und produziert kleine Elektrotransporter, die für die innerstädtische Zustellung auf der letzten Meile optimiert sind.

Bild: Hermes (alle Rechte vorbehalten)

Coup vervielfacht seine Gogoro Flotte in Berlin

Der Scooter Sharing Dienst Coup is im letzten Sommer mit 200 Gogoro Rollern in Berlin gestartet. Das Angebot wurde so gut angenommen, so dass die Zahl der Roller für die neue Saison verfünffacht wird. Insgesamt werden weitere 1.000 Roller zu der Flotte des Roller Sharing Dienstes hinzugefügt.

Verfügbarkeit wird stark steigen

Die hohe Anzahl der Roller wird die Attraktivität des Angebots erhöhen, da die Laufwege für die Nutzer auf Grund der höheren Dichte geringer sein werden. Im letzten Jahr kam es doch häufig vor, dass die Nutzer mehr als 800 Meter zum Roller laufen mussten. Das wird viele Kunden von einer Buchung abgehalten haben, da der Weg nicht in Relation zu dem anschließenden Nutzen ist.

Gogoro Roller aus Taiwan

Das Startup Coup setzt ausschließlich auf die Roller des taiwanischen Herstellers Gogoro. Diese Scooter wurden von Grund auf für ein Sharing Netzwerk konzipiert. Die Batterien der elektrisch angetriebenen Roller lassen sich schnell tauschen. Die Elektronik ist auch so konzipiert, dass die Vernetzung mit der technischen Plattform von Coup und den Smartphones effizient zu realisieren ist.

Im Heimatland Taiwan erweisen sich die Roller hoher Beliebtheit. In einem offenen System werden laut Gogoro pro Tag 12.000 Batterien and 300 Ladestationen gewechselt. Seit dem Start 2015 wurden fast Dreimillionen Batteriewechsel durch geführt. Mit den 18.000 Scootern in Taiwan wurden mehr als 70 Mio. Kilometer zurückgelegt. In Berlin übernimmt Coup den Tausch der Batterien und betreibt auch die Ladestationen.

Coup ist ein Tochterunternehmen von Bosch. Das Unternehmen wurde zusammen mit BCG Digital Ventures gestartet. Um schnell starten zu können, wurden am Anfang die meisten Positionen mit Beratern aus dem BCG Digital Ventures Netzwerk besetzt. Mittlerweile wurden die meisten BCG Mitarbeiter durch feste Angestellte ausgetauscht.

Konkurrenz für emmy

Vor kurzem hat auch emmy, der zweite Scooter Sharing Dienst in Berlin, angekündigt, dass die Flotte vergrößert wird. Ermöglicht wird das durch eine weitere erfolgreiche Finanzierungsrunde durch die IBB Bet. Emmy plant den Einsatz von hochwertigeren Scootern, um mit den Gogoro Rollern mithalten zu können. Gerade in den Sommermonaten kann sich das Scooter Sharing als attraktive Alternative zum ÖPNV und Carsharing erweisen.

Bild: Coup (alle Rechte vorbehalten)

eMio heißt jetzt Emmy – weitere Finanzierung für Scooter Sharing Dienst

Unter dem Namen eMio bietet das Berliner Unternehmen bereits seit 2015 einen Roller Sharing Dienst an. Jetzt wird der Name zu emmy geändert, außerdem konnte das Startup eine weitere Finanzierungsrunde abschließen.

Weiteres Geld von der IBB Bet

Die Höhe der Finanzierung und der Bewegung wurde nicht kommuniziert, nur das die Summe von der IBB Bet und weiteren Investoren aus Deutschland, Österreich und Italien stammt. Insgesamt wurde ein siebenstelliger Betrag in emmy investiert. Seit dem Start konnten in Berlin 15.000 Kunden gewonnen werden, die mit den angebotenen Rollern inzwischen über 750.000 Kilometer gefahren sind. Bring man die 750.000 Kilometer mit dem Kilometerpreis von 0.59 Euro in Verbindung, dürfte das Unternehmen bisher weniger als 500.000 Euro Umsatz generiert haben. Deshalb is anzunehmen, dass eine Bewertung im niedrigen siebenstelligen Bereich realistisch ist.

Weitere Expansion von emmy geplant

Mit der eingesammelten Summe sollen weitere 200 Elektroroller in Berlin auf die Straße gebracht werden, damit wird die Flotte mehr als verdoppelt. Außerdem steht eine Expansion in weitere Städte auf dem Plan. Unter dem Namen stella-Sharing ist das Unternehmen seit vergangenem Jahr in Stuttgart aktiv, die Flotte in der Schwabenmetropole soll auf 75 Roller erhöht werden. Der Service soll in weiteren Städten einheitlich emmy heißen, die Abweichung in Stuttgart wird eine Ausnahme bleiben.

Die Änderung des Namens von eMio zu emmy hat rechtliche Gründe. Allerdings sei es auch ein sehr guter Zeitpunkt um mit einer neuen Marke den nächsten großen Schritt zu tun, so das Unternehmen.

Starke Konkurrenz von Bosch Tochter Coup

Seit letztem Sommer hat emmy zumindest in Berlin starke Konkurrenz. Die Bosch Tochter Coup bietet ebenfalls einen Scooter Sharing Dienst an. Dieses Jahr soll die Zahl der Roller bei Coup stark steigen. Coup verfüg durch Bosch über genügend finanziellen Spielraum, um emmy das Leben schwer zu machen. Hinzu kommt, dass das Unternehmen mit den gogoro Rollern aus technologischer Sicht einen besseren Roller im Program hat.

Bild: emmy (alle Rechte vorbehalten)

Mercedes-Benz will Tesla in 10 Jahren schlagen

Mercedes-Benz sieht im Moment Tesla als Markführer im Bereich von premium Elektrofahrzeugen. Das soll sich innerhalb der kommenden zehn Jahre ändern. Mercedes Benz will bis dahin Tesla als führenden Anbieter ablösen.

Neue Marke von Mercedes-Benz

In der vergangenen Woche hat Mercedes seine neue Marke für Elektroautos und passenden Angebote mit dem Namen EQ vorgestellt. In dem Rahmen wurde auch die Studie Generation EQ vorgestellt, die in den nächsten Jahren zur Serienreife entwickelt werden soll. Bei dem Konzeptfahrzeug Generation EQ handelt sich sich um einen SUV der über eine Reichweite von 500 Kilometern verfügen soll. Das Auto soll als Konkurrenzmodell zum Tesla Model X platziert werden und im Jahr 2019 auf den Markt kommen. Tesla hat seinen elektrischen SUV mit vergleichbarer Reichweite seit dem vergangenen Jahr im Angebpt.

Marktführerschaft im Premiumsegment

In einem Interview für Bloomberg hat Daimler Chef Zetsche eingeräumt, dass Tesla Marktführer und wichtigster Konkurrent im Markt der Elektrofahrzeuge in der gehobenen Klasse ist. In den nächsten zehn Jahren will Mercedes diese Position übernehmen. Vor fünf Jahren hat sich Mercedes-Benz das Ziel gesetzt, bis 2020 führender Anbieter im Premiumsegment zu sein. Diese Position wird wahrscheinlich schon drei Jahre eher erreicht und damit wir Mercedes den Rivalen BMW von der Spitze verdrängen. Diese frühe Zielerreichung ermöglicht es dem Konzern, ein neues ambitioniertes Ziel zu setzten, das in den kommenden zehn Jahren erreicht werden soll. Zetsche sieht sich in zehn Jahren weiterhin vor etablierten Automobilkonzernen im Premiumbereich und auch vor den Neueinsteigern, wie Tesla.

Konkurrenz durch Startups und Autokonzerne

Neben Tesla wird  Mercedes-Benz auch etablierte Konzerne als Wettbewerber auf dem Weg zum führenden Anbieter für Elektrofahrzeuge haben. Die Hersteller Audi, Porsche, BMW, Volvo und weitere planen in Elektromobilität weiter zu investieren und bis zum Jahr 2020 Elektrofahrzeuge mit hoher Reichweite auf den Markt zu bringen. Im Jahr 2025 sollen 15% bis 25% aller Mercedes Neuwagen mit Elektroantrieb ausgestattet sein.

Die Zukunft der Mobilität verstehen

Die Zukunft der Mobilität wird von drei Mega-Trends beeinflusst werden. Zu den Trends zählen Elektromobilität, selbstfahrende Autos und On-Demand Mobilität.

Die durch die Trends verursachten Veränderungen werden neue wirtschaftliche Chancen ermöglichen und für eine Verlagerung Wirtschaftsleistung durch die bestehenden Mobilitätsangebote sorgen. Vorangetrieben werden diese Veränderungen von etablierten Technologieunternehmen und innovativen Startups.

Die Umsetzung der Trends durch die etablierten Konzerne und Startups wird dafür sorgen, dass Mobilität günstiger und sicherer wird. Außerdem wird es für die Nutzer mehr Auswahl geben und die gebundenen Ressourcen werden effizienter genutzt.

On-Demand Mobilität

Die On-demand Mobilität ist einer der wichtigsten Trends in der Fortbewegung von Personen und Gütern, mit einem globalen wirtschaftlichen Einfluss. Unter On-Demand Mobilität werden alle Mobilitätsanbieter bzw. – Dienstleistungen zusammengefasst, die eine Transportdienstleistung anbieten, die über eine Smartphone-App einfach gebucht und bezahlt werden können. Darunter fallen die Beförderung von Personen, aber auch die von Waren und Services.

Das exponentielle Wachstum von Carsharing, Ridesharing und Same-Day Delivery Dienstleistungen für Kurzstrecken sind nur der Beginn für der Entwicklung. Der Trend, dass auf den persönlichen Autobesitz immer weniger Wert gelegt wird und dass on-demand Services an Nachfrage gewinnen, wird sich weiter verstärken.

Angebote, wie Carsharing werden dafür sorgen, dass Rate von Fahrzeugen pro Einwohner reduziert wird. Experten gehen davon aus, dass ein geteiltes Auto um die 10 -15 private Fahrzeuge ersetzt. Es könnte sein, dass noch innerhalb der nächsten 10 Jahre die meisten innerstädtischen Kilometer mit Ridesharing und Carsharing Angeboten zurück gelegt werden. Dazu tragen die hohen Kosten für den Besitz eines Fahrzeugs bei. Außerdem kommt die bestehende Infrastruktur an ihre Grenzen und Geld für weitere Investitionen ist knapp.

Der Trend, dass On-Demand Services an Beliebtheit gewinnen, liegt auch an den bevölkerungsreichsten Nationen der Erde. In China und Indien besitzt nur ein kleiner Teil der Bevölkerung ein eigenes Fahrzeug. Die Straßen in den indischen und chinesischen Städten sind trotzdem schon verstopft. On-demand Services werden den Bedarf nach Mobilität von mehreren Millionen Indern und Chinesen der Mittelschicht stillen. Der Fahrzeugbesitz wird in den beiden genannten Ländern nicht möglich sein. Es ist davon auszugehen, dass die Kosten für den Fahrzeugbesitz zu hoch sein werden, im Zweifel auch durch Regierungsmaßnahmen.

Fahrerlose Fahrzeuge

Mit selbstfahrenden Fahrzeugen beschäftigen sich mehrere Unternehmen. Der Technologiekonzern Google vermarktet die Bemühungen um das eigene selbstfahrende Fahrzeug hervorragend. Seit einiger Zeit gibt es auch Gerüchte, dass der Elektronikkonzern Apple an der Entwicklung eines eigenen Fahrzeugs arbeitet. Auch etablierte Automobilkonzerne, wie Daimler, Audi, BMW oder Volvo arbeiten am fahrerlosen Fahrzeug. Die ersten fahrerlosen Fahrzeuge werden in den nächsten 5 Jahren auf den Markt kommen.

Selbstfahrende Auto sind nicht nur sicherer, sie eignen sich auch hervorragend für den Einsatz bei on-demand Mobilitätsangeboten. Für on-demand Plattformen würde ein großer Kostenfaktor wegfallen, wenn keine Fahrer mehr bezahlt werden müssen. Für das Geschäftsmodell der Ridesharing Plattformen gibt es durch selbstfahrende Autos ganz neue Perspektiven. Für die Nutzer von on-demand Dienstleistungen würden die Kosten reduziert werden. Deshalb investiert auch die Taxi-Alternative Uber in die Entwicklung von selbstfahrenden Fahrzeugen.

Elektrische Fahrzeuge

Der Erfolg von Tesla hat den etablierten Automobilkonzernen gezeigt, dass Elektroautos Begeisterung auslösen können und sich gut verkaufen lassen. Getrieben wird der Trend durch die Verbesserungen der Batterie-Technologien, Batterie-Steuerung und die Entwicklung der Benzinpreise. Auch Elektromotoren haben einen besseren Wirkungsgrad, als Verbrennungsmotoren. Hinzukommt, dass Elektromotoren einen geringeren Wartungsaufwand erfordern und eine längere Lebensdauer haben. Entscheidender Punkt, der für das weitere Wachstum der Verkaufszahlen von Elektrofahrzeugen verantwortlich ist, ist das wachsende Umweltbewusstsein der Bevölkerung und der Regierungen.

Interessant wird es, wenn die Fahrzeuge für den permanenten Einsatz bei on-demand Netzwerken und nicht den persönlichen Besitz entwickelt werden. Die Fahrzeuge werden dann rund um die Uhr unterwegs sein und nicht mehr als 95% ungenutzt am Straßenrand stehen, so wie es jetzt der Fall ist. Der Bedarf nach elektrisch angetriebenen Fahrzeugen wird durch die wachsende Nachfrage an on-demand Dienstleistungen steigen. Durch die steigende Nachfrage werden auch die Preise für Elektrofahrzeuge nach unten gehen und die Modellvielfalt wird steigen.

Bis Elektrofahrzeuge für den permanenten Einsatz in on-demand Transportnetzwerken entwickelt sind, wird es noch einige Jahre dauern. Bis es soweit ist, werden Hybrid Fahrzeuge eingesetzt. Die neue Generation der Elektrofahrzeuge wird auf dauernden Einsatz, günstigen Betrieb, Effizienz und einfache Nutzung ausgelegt sein.

Zusammenfassung

Durch die oben genannten Entwicklungen im Mobilitätsbereich werden die Beförderungs- und Transportkosten stark reduziert. Hinzu kommen die Reduzierung der Luftverschmutzung und durch menschliches Versagen verursachte Unfälle. Durch das Wachstum der on-demand Mobilitätsangebote werden auch einige Flächen frei werden, die für neue Zwecke genutzt werden können. Wenn weniger Fahrzeuge unterwegs sind, werden weniger Parkplätze benötigt. Wenn der Privatbesitz von Autos zurückgeht, werden weniger Garagen benötigt und der Platz kann für andere Zwecke genutzt werden.

Die Zukunft im Mobilitätsbereich wird durch eine Überschneidung der drei genannten Trends bestimmt. Jeder Trend ist für sich wichtig, kombiniert ergeben die drei Trends ungeahnte Möglichkeiten.

Ein Erfolgsfaktor wird sein, das Vertrauen der beteiligten Gruppen zu gewinnen. Nutzer, Investoren, Behörden und Versicherungen müssen dann überzeugt sein, dass die neuen Services keine Risiken bergen.

Es bleibt spannend abzuwarten, wann wir in den nächsten 5 bis 10 Jahren ein selbstfahrendes Elektroauto sehen, das auf on-demand Transportplattformen zugeschnitten ist.

Bild: The Art of Mobility von Matthias Rapp (bestimmte Rechte vorbehalten)

Tesla startet Empfehlungsprogramm

Das amerikanische Unternehmen Tesla, das Elektrofahrzeuge verkauft, startet ein Empfehlungs-Programm, das auch hier in Deutschland genutzt werden kann. Wer bereits schon Tesla-Kunde ist, erhält einen Link, den er an Bekannte und Freunde weiterleiten kann.

1000 € für jeden Geworbenen

Für jede Person, die über den persönlichen Link einen Tesla Model S bestellt, erhält der Geworbene einen Rabatt von 1000 € auf der Verkaufspreis. Derjenige, der den Link versandt hat, erhält 1000 € Guthaben auf sein Tesla Konto. Das Guthaben kann für Serviceleistungen und Zubehör eingesetzt werden. Pro Kunde gibt es für maximal 10 Empfehlungen eine Gutschrift. Zusätzlich winkt eine Einladung zur Eröffnungsparty der Gigafactory.  Die Gigafactory ist die sich derzeit im Bau befindende Batteriefabrik, die Tesla in Nevada hochzieht. Hierfür müssen mindestens 5 erfolgreiche Empfehlungen getätigt werden.

Model X geschenkt

Wer tatsächlich auf 10 Empfehlungen kommt, kann sich ein exklusives Model X der “Founder Series” zum Preis eines normalen Model X bestellen. Das Model X ist das zweite massentaugliche Modell, das Tesla auf den Markt bringt. Beim Model X handelt es sich um einen SUV mit Flügeltüren, der vor allem die weibliche Kundschaft ansprechen soll. Die erste Person, die auf 10 erfolgreiche Empfehlungen kommt, erhält das exklusive Model X geschenkt.

Wenig Geld für klassische Werbung

Tesla gibt wenig Geld für klassische Werbung aus und vertraut auf die Wirkung des aktuellen Hypes, der sich rund um die Elektrofahrzeuge des kalifornischen Herstellers aufgebaut hat. Mit einem Empfehlungs-Programm haben schon einige Startup-Unternehmen einen großen Kundenstamm aufgebaut. Als Paradebeispiel ist auch der Fahrdienst-Anbieter Uber zu nennen, der dank eines Empfehlungsprogramms populär geworden ist.

Tesla verkauft doppelt so viele Elektroautos wie BMW

Tesla verkauft ca. 12.000 Fahrzeuge pro Quartal. Der Einstiegs-Preis liegt bei knapp über 70.000 €. Der deutsche Autobauer BMW verkauft pro Quartal nur etwa die Hälfte an Elektrofahrzeugen. Laut Handelsblatt hat BMW im ersten Halbjahr diesen Jahres 12.500 Elektrofahrzeuge vom Typ i3 verkauft. An der Elektroplattform von BMW soll Apple Interesse haben. Die BMW i3 Plattform könnte die Basis für das von Apple geplante selbstfahrende Fahrzeug sein.

Bild: getmobility.de (bestimmte Rechte vorbehalten: )

Gogoro startet Elektroroller-Pilottest mit in Taiwan

Das sharing System für elektrische Roller, über das wir schon vor paar Monaten berichtet hatten, startet im Sommer in eine Pilotphase in Taipeh.

Das Gogoro-System basiert auf einem intelligenten Netzwerk an Batterie-Ladestationen. Die leeren Akkus können an den Stationen einfach gegen einen vollen Akku getauscht werden. Somit geht keine Zeit verloren, die man warten müsste, um den Akku wieder aufzuladen.  Zuerst werden damit Elektroroller betrieben, andere Use-Cases für die Batterien sind in Zukunft auch möglich.

Wie Re/Code berichtet, hat das Unternehmen einen “Experience Center” in Taipeh eröffnet. In den nächsten Wochen sollen etwa 100 Personen für das Beta-Programm eingeladen werden.

Gogoro hat in den letzten 3 Jahren um die 150 Mio. US$ an Finanzierung eingesammelt, ohne dass ein Produkt offen kommuniziert wurde.

Meiste Nachfrage für Elektroroller aus Schwellenländern

Bisher ist unklar, was der Roller kosten soll. Die meisten Anfragen nach der Präsentation auf der CES kamen aus Indien, China, Brasilen und Thailand. In diesen Ländern sind Motorroller ein viel genutztes Verkehrsmittel. Um in diesen Ländern erfolgreich zu sein, müsste der Elektroroller zu einem günstigen Preis angeboten werden. Ansonsten würde die Attraktivität im Vergleich zu einem Motorroller gering sein.

Kooperation mit Behörden

In Taipeh arbeitet das Unternehmen mit den Behörden zusammen, um eine Infrastruktur an GoStations aufzubauen. Ein dichtes Netzwerk an Ladestationen wird neben dem attraktiven Preis entscheidend für einen Erfolg sein.

Weitere Informationen können auf dem Gogoro Blog gelesen werden.

Bild: Gogoro.com (alle Rechte vorbehalten)