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Chauffeur – ein Beruf im Wandel?

Ein Chauffeur ist weit mehr als nur ein Fahrer: Zu dem Beruf gehören Menschenkenntnis, Fingerspitzengefühl und absolute Kundenorientierung. Auch dieser Beruf verändert sich im Zeitalter der Digitalisierung, allerdings nicht im Kern.

Schwarzer Anzug, elegantes Auto, Diskretion: Das Wort Chauffeur ruft Assoziationen von hochwertigen, eleganten Fahrdiensten hervor, wie sie oft bei Staatsempfängen oder Filmfestspielen in Erscheinung treten. Nicht nur das Erscheinungsbild, auch der Service an sich stellt hohe Ansprüche an den Dienstleister: Diskretion, Formvollendung und absolute Servicementalität.

Was einen Chauffeur für seinen Beruf qualifiziert, ist an unterschiedlichen Stellen definiert. Etwa werden von vielen Ausbildern als Voraussetzungen nicht nur ein Mindestalter von 21 Jahren vorgegeben, Führerschein Klasse B und ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis, sondern auch beste Gesundheit sowie ein Minimum an Punkten im Verkehrszentralregister genannt. Der Academy zufolge stehen Berufschauffeuren mehrere Wege offen: Für ein Limousinenunternehmen zu arbeiten, für eine Einzelperson zu fahren oder in einem Pool als Fahrer für eine Behörde im Einsatz zu sein. Das, was ein Chauffeur können muss, geht weit über das Steuern des Fahrzeugs hinaus. Ein gutes Training hierfür geht dementsprechend sogar so weit, zu vermitteln, wie man dem Gast die Tür öffnet, die genaue Reihenfolge der Abläufe des Empfangs oder wie man sich verhält, wenn der Gast telefoniert. Dass das Erscheinungsbild des Chauffeurs makellos sein muss, versteht sich von selbst. Zu einem perfekten Service gehört ebenfalls, mitzudenken und sich Vorlieben und Wünsche einzelner Kunden zu merken.

Technologie verändert den Alltag eines Chauffeurs   

„Der Beruf des Chauffeurs hat sich in den letzten Jahren sehr verändert“, sagt Herr Karsten. Er ist ein Profi, der seit über 20 Jahren Kunden aus allen Ländern chauffiert, überwiegend in Deutschland. „Der Wettbewerb ist größer geworden, da sich die Zahl von Akteuren im Markt vergrößert hat“, so Karsten. Auch spiele Technologie eine große Rolle und verändere den Alltag: Einerseits schaffe das Eintreten digitaler Unternehmen und Startups in den Markt mehr Konkurrenz und neue Services, andererseits verändere Technologie die Art der Kommunikation mit den Fahrgästen und die Erreichbarkeit internationaler Kunden. „Wenn ich zum Beispiel für Blacklane Fahrten durchführe, nehme ich die über eine App an, bestätige wenn der Fahrgast im Wagen sitzt“, so Karsten. Diese Schritte veränderten die Arbeitsabläufe für ihn zwar im Alltag, jedoch der Kern der Dienstleistung sei aus seiner Sicht unverändert geblieben: Große Kundenorientierung, ein mit Eleganz und Vollendung angebotener Service und auch die Bereitschaft, sich auf sehr verschiedene Kunden sowie deren Wünsche einzustellen.

Kundenorientierung, Anpassungsfähigkeit – auch in Zukunft

Auch die Vereinigung der Chauffeur & Limousine Service Unternehmen (VLD e.V.) debattierte den Wandel des Berufsbilds jüngst auf einer Zusammenkunft in Berlin. Die Zunft der Chauffeure, der laut VLD in Deutschland etwa halb so viele Unternehmen angehören wie es Taxiunternehmen gibt, sieht sich einer Reihe von Herausforderungen gegenüber, die letztendlich für ihre Existenz entscheidend sind: Von infrastruktureller Benachteiligung bei Haltemöglichkeiten im Vergleich zu Taxis, der fehlenden offiziellen Kennzeichnung der Limousinen als Dienstfahrzeuge bis hin zur Bedrohung der Branche durch neue Marktteilnehmer oder autonom fahrenden Autos. Die Branche geht davon aus, dass der Bedarf an Premiumfahrdiensten grundsätzlich fortbestehen wird und sieht klar, wie sich Chauffeure hier durch ihre Professionalität und den hohen Qualitätsstandard weiterhin beweisen und behaupten können. Es ist jedoch offensichtlich, dass Veränderung allgegenwärtig und die Bereitschaft zur Anpassung daran wichtiger denn je ist.

„Für mich bedeutet der Beruf des Chauffeurs konstant aufmerksam zu sein – ob das nun die Wünsche meiner Kunden oder Veränderungen in der Branche sind“, sagt Herr Karsten. Mit dieser Einstellung dürfte er gut gerüstet sein, um in einer sich rasant wandelnden Branche zu bestehen und weiter Kunden mit Komfort und Qualität zu überzeugen.

Bild: Blacklane (alle Rechte vorbehalten)

Uber Fahrer in Großbritannien: Angestellte statt Freelancer

In einem Gerichtsverfahren in Großbritannien haben zwei Uber Fahrer erreicht, dass sie nicht mehr als unabhängige Partner sondern als Angestellte zu sehen sind. In Großbritannien sind etwa 40.000 Fahrer auf der Uber-Plattform aktiv, die jetzt ähnliches anstreben könnten.

Das Urteil der Richter könnte auch Auswirkungen auf andere Unternehmen haben, die ebenfalls auf unabhängige Partner setzten, um den angebotenen Service durchführen zu können.

Die Ridesharing-Plattform hat damit argumentiert, dass das Unternehmen nur die Technologie zur Verfügung stellt und die Fahrer frei entscheiden können, wann und wo sie arbeiten. Außerdem nutzen die Fahrer ihre eigenen Fahrzeuge und tragen somit den größten Teil des unternehmerischen Risikos. Die Anwälte der Kläger haben argumentiert, dass die Fahrer angestellte sind, da Uber Druck auf die Fahrer aufbaut, um sie zum Arbeiten zu bewegen. Außerdem werden sie bestraft, wenn Aufträge nicht angenommen werden. Das Gericht ist in der ersten Instanz der Argumentation der Kläger gefolgt. Uber hat bereits angekündigt, dass Einspruch gegen das Urteil eingelegt wird. Sollte das Urteil Am Ende stand halten, muss das Fahrdienst-Unternehmen die Verträge mit allen Fahrern ändern, um horrende Kosten zu vermeiden.

Das Gericht hat in dem jetzigen Urteil entschieden, dass die Uber Fahrer als angestellte Fahrer zu betrachten sind und rückwirkend das Recht auf Mindestlohn von min. 7.20 GBP pro Stunde und bezahlten Urlaub haben. Weitere Fahrer, die sich dem Fall angeschlossen haben, können ebenfalls ihre Forderungen einreichen.

Das Verfahren wurde von der Gewerkschaft GMP unterstützt, die Gewerkschaft hat bereits angekündigt, das Vertragswerk und Setup weiterer Shared Economy Startups zu untersuchen, die auf selbstständige Fahrer oder Partner setzen. Eine Studie geht davon aus, dass in Großbritannien 460.000 Personen fälschlicherweise als Selbstständige eingestuft werden und so pro Jahr 314 Mio. GBP an Steuern und Versicherungsbeiträgen nicht gezahlt werden.

Bereits in den USA wurde Uber von Fahrern im Rahmen einer Sammelklage verklagt, der Fall wurde letztendlich mit einem Vergleich in Millionenhöhe beigelegt. Auch in Deutschland besteht für die Shared Economy Anbieter die Gefahr der Scheinselbstständigkeit. Unternehmen wie Deliveroo setzen in Deutschland teilweise auch auf selbständige Fahrer. Aus Unternehmenssicht ist es wichtig, dass hier gewisse Kriterien eingehalten werden, um das Risiko einer Klage und unerwünschter Kosten zu reduzieren.

Bild: GetMobility.de (alle Rechte vorbehalten)

Travis Kalanick: Uber mit 40 Mio. aktiven Kunden pro Monat

Auf einer Konferenz in San Francisco hat Uber Chef Travis Kalanick vor Politikern, Medienunternehmern und Geschäftsleiter einen Einblick in die Entwicklung des Unternehmens gegeben. Auf der einen Seite betonte der CEO, dass das Unternehmen an autonomen Fahrzeugen arbeitet. Diese werden neben Pittsburgh nun auch in San Francisco getestet. Auf der anderen Seite hab Kalanick auch einen kleinen Einblick in die Zahlen des Unternehmens.

Milliardenbetrag für die Fahrer

Auf der Konferenz hat Uber CEO Travis Kalanick bekanntgegeben, dass das Unternehmen über 40 Mio. aktive Kunden pro Monat hat. Im Durchschnitt zahlen diese aktiven Kunden um die 50 US$ pro Monat. Die Uber Fahrer generieren somit pro Monat 1.5 – 2 Milliarden US$ an Umsatz.

Kalanick sieht Zukunft bei autonomen Fahrzeugen

Im Moment sind die Umsätze also weiter steigend. Damit Uber seine Erfolgsgeschichte weiterschiebt, ist es entscheidend, dass Uber den Markt bei den selbstfahrenden Autos nicht verpasst. In den nächsten Jahren wird dadurch die komplette Branche der Fahrdienstanbieter und Automobilkonzerne verändert. Uber konkurriert dabei mit etablierten Technologiekonzernen, wie Google oder Apple. Startups und etablierte Automobilkonzerne arbeiten auch mit Hochdruck

Uber entwickelt sich zum Logistik- und Robotik-Unternehmen

Auf der Technologiekonferenz hat Uber Chef Kalanick verkündet, dass sich Uber immer mehr zu einem Robotik-Unternehmen entwickeln wird, je weiter die Entwicklung der selbstfahrenden Autos voranschreitet. Uber will das Verkehrssystem, das die meisten Städte am Leben hält, durch autonome Fahrzeuge effizienter gestalten. Die Bestrebungen des Unternehmens kann man in Pittsburgh verfolgen. Dort betreibt Uber eine Forschungs- und Entwicklungseinrichtung für selbstfahrende Autos. Seit ein paar Wochen werden die ersten Prototypen auf der Fahrdienstplattform getestet.

Keine Infos zu einem möglichen Börsengang

Auf der selben Konferenz hat Kalanick weiterhin bekräftig, dass das Unternehmen in absehbarer Zeit nicht an die Börse gehen will. Nach dem Verkauf von dem verlustreichen Uber China Geschäft an Didi Chuxing kamen die Gerüchte wieder verstärkt auf, dass Uber bald an die Börse gehen könnte. In den letzten Jahren wurden mehreren Milliarden an Finanzierung eingesammelt, sodass das Unternehmen auch ohne Börsengang weiter erfolgreich wachsen kann.

Uber zahlt 100 Millionen Dollar

 

In der letzten Woche hatten wir darüber berichtet, dass Uber bisher mehr als 55 Mio. US$ an Strafen und Vergleichssummen zahlen musste. Als offener Fall wurde die Sammelklage der Fahrer im Bezug auf ihre Stellung als unabhängige Partner aufgeführt. Uber Fahrer haben in Kalifornien und Massachusetts geklagt, da sie sich als Angestellte und nicht als unabhängige Partner gesehen haben.

Sammelklage der Fahrer

Auch in diesem Fall haben sich die Parteien auf einen Vergleich geeinigt, wie Uber mitteilt. Uber zahlt eine Summe von 100 Mio. US$ und kann im Gegenzug dazu die Fahrer weiterhin als unabhängige Partner betrachten. Die Summe wird unter den etwa 385.000 Fahrern aufgeteilt. 94 Mio. US$ der Summe werden sofort fällig, die restlichen 16 Mio. US$ erst, wenn Uber an die Börse geht und der Börsenwert im ersten Jahr auf mehr als 95 Milliarden US$ steigt.

Langfristig spart sich Uber Kosten

Der Vergleich bringt für Uber hohe einmalige Kosten mit sich. Langfristig wird sich Uber dadurch höhere Kosten sparen. Müsste Uber alle Fahrer als Festangestellte betrachten, wären Kosten für Sozialversicherung, Krankenversicherung, Ausgleich für Überstunden und Krankheit fällig. In Summe übersteig das leicht die Vergleichssumme von 100 Mio. US$. Hätte Uber die Fahrer einstellen müssen, wäre das eine Bedrohung für das Geschäftsmodell von Uber gewesen.

Fahrer wollen selbstständig sein

Uber hat immer darauf verwiesen, dass die Fahrer es vorziehen, unabhängig zu sein. So können sie sich ihre Zeit frei einteilen und auch für weitere Plattformen, z.B. Lyft fahren.

Uber verpflichtet sich auch dazu, den Fahrern weitere Informationen zukommen zu lassen, warum ihnen der Zugang zur Plattform verwehrt wird. Uber Fahrer dürfen beziehungsweise nicht ohne ersichtlichen Grund ausgeschlossen werden. Uber wird den Nutzern mitteilen, dass Trinkgeld nicht im Fahrpreis enthalten ist. Außerdem dürfen die Fahren Schilder in ihren Fahrzeugen anbringen, auf denen sie um Trinkgeld bitten.

Weitere Fälle noch offen

Einige Lieferstartups haben den Fall mit Interesse verfolgt, auch auch deren Modell auf selbstständigen Fahrer beruht. Gegen Startups wie Postmates laufen ebenfalls Sammelklagen. Auch in Deutschland müssen sich die Fahr- und On-Demand Dienste mit dem Thema auseinandersetzten. Hier besteht die Gefahr der Scheinselbstständigkeit.

Bild: 5chw4r7z (bestimmte Rechte vorbehalten)

Ridelink von Rocket, Lyft und Didi legen los

Kurznachrichten: Die beiden Taxi- und Fahrdienst-Apps Lyft und Didi starten ihre Kooperation. Rocket startet Carsharing Plattform Ridelink demnächst in Deutschland. Uber unterstützt neue Fahrer mit bis zu 1000 Euro.

Lyft und Didi Kuaidi starten ihre Partnerschaft für chinesische Reisende

Lyft und Didi haben sich zusammengeschlossen, um dem Fahrdienst Uber die Stirn zu bieten. Beide Unternehmen verfügen teilweise über die selben Investoren. Chinesische Reisende, die sich in den USA aufhalten, können ab sofort über die Didi Kuaidi App einen Fahrservice buchen. Diese Fahrten werden dann von den Lyft-Fahrern durchgeführt.

Diese grenzübergreifende Kooperation wird bald auf Indien und Süd-Ost Asien ausgeweitet. In Indien haben sich Didi und Lyft mit Ola zusammengeschlossen, in Süd-Ost Asien mit Grab.

Lyft und Didi arbeiten auch daran, dass Lyft Nutzer über die Lyft-App den Ridesharing Dienst in China buchen können. Diese Kooperationen wurden bereits im letzten Dezember angekündigt. Lyft hat sich dazu entschieden, auf Kooperationen zu setzten und nicht selbst vor Ort den Service aufzubauen. Konkurrent Uber baut hingegen in jeder Stadt eine eigene Flotte an Fahrern auf. (via Forbes)

Rocket verzögert den Start von Ridelink

Rocket verzögert den Start der Ridesharing Plattform Ridelink. Die Plattform soll in den kommenden Wochen starten. Ridelink basiert auf dem selben Geschäftsmodell, wie Drivy, Carunity und Tamyca. Autobesitzer können über die Plattform ihre Privatfahrzeuge vermieten, wenn sie diese nicht selber benötigen. Die potentiellen Mieter finden im Vergleich zu den großen Autovermietungen meist günstigere Angebote und im Idealfall steht das Auto auch gleich um die Ecke. Der Autobesitzer kann durch die Vermietung seines Fahrzeugs Geld verdienen. Für die Verzögerung in Deutschland soll die schwierige Suche nach einer Versicherung verantwortlich sein. Ridelink wurde unter dem Namen Drivejoy in Großbritannien gegründet. Zusätzlich ist das Unternehmen auch in Spanien aktiv. Das Team in London wurde in den letzten Monaten aufgelöst, das Unternehmen wird jetzt aus Barcelona und Berlin gesteuert.  (via Gründerszene)

Uber stattet Fahrer nach Bedarf mit Bargeld aus

In Kalifornien und Michigan hat Uber ein neues Pilotprogramm gestartet. Ab sofort können Fahrer bis zu 1000 US$ erhalten, ohne dafür Zinsen zahlen zu müssen. Der Fahrdienst hat sich mit einem Anbieter für Finanzdienstleistungen zusammengetan. Mit dem Angebot sollen Fahrer angesprochen werden, die kurzfristig Ausgaben decken müssen. Bisher können nur neue Fahrer dieses Angebot in Anspruch nehmen. Ein Teil der Summe wir bei Registrierung ausgezahlt, der Rest, nach dem die erste Fahrt durchgeführt wurde. Die Fahrer haben 15 Wochen Zeit, um den Betrag zurückzuzahlen. Alternativ werden die Raten einfach von dem wöchentlichen Gehalt der Uber-Fahrer abgezogen. Uber will so weitere Fahrer gewinnen und hat mit ähnlichen Programmen bereits positive Erfahrungen gesammelt. Der Kampf um Fahrer in den USA wird immer schwieriger. Deshalb entwickeln die Konkurrenten Uber und Lyft laufend spannende Angebote für ihre Fahrer. Lyft arbeitet mit Hertz, Shell und GM zusammen, um attraktive Pakete für die Fahrer anbieten zu können. (via Venturebeat)

Bild: NASA Goddard Space Flight Center (bestimmte Rechte vorbehalten)

On-Demand Startups und Scheinselbstständigkeit

Viele der Liefer- und on-demand Startups müssen die Entscheidung treffen, ob die Fahrer und Kuriere mit Arbeitsverträgen fest eingestellt werden oder ob sie als Selbstständige engagiert werden. In Deutschland arbeitet unter anderem das Lieferstartup Deliveroo mit selbständigen Fahrern, der Konkurrent Foodora setzt hingegen vorwiegend auf angestellte Fahrer. Beruht ein Geschäftsmodell auf dem Einsatz von selbstständigen Fahrern, dann besteht die Gefahr der Scheinselbstständigkeit.

Es existiert ein Kriterienkatalog, den jedes on-demand und Lieferstartup durchgehen sollte, um eine Entscheidung treffen zu können, ob das Risiko vertretbar ist, selbstständige Fahrer einzustellen. Folgende drei Kriterien dürften bei on-demand und Lieferstartups eine besonders wichtige Stellung bei einer Überprüfung durch die Rentenversicherungskasse haben.

Freie Auftragsgestaltung

Das Risiko lässt sich reduzieren, wenn die selbstständigen Auftragnehmer frei darüber entscheiden können, ob sie einen einzelnen Auftrag annehmen oder ablehnen. Auftragnehmer müssen in der Lage sein, einen bereits angenommenen Auftrag wieder abgeben zu können. Engmaschige Kontrollen und Vertragsstrafen bei Auftragsablehnung sind ebenso kritisch anzusehen.

Weisungsgebundenheit

Kritisch ist das Vorhandensein von detaillierten Qualitätsrichtlinien, bzw. Handbüchern. Sollte den frei angestellten Fahrern detaillierte Vorgaben zur Auftragsdurchführung, Ort und Zeit gemacht werden, spricht viel für eine bestehende Eingliederung in die Arbeitsorganisation und somit für sozialversicherungspflichtige Angestellte. Es sollten auch keine Anweisungen bezüglich des Erscheinungsbildes gegeben werden. Das könnte dazu führen, dass selbstständige Auftragnehmer als sozialversicherungspflichtig eingestuft werden.

Arbeiten für mehrere Auftraggeber

Entscheidend ist, dass selbstständige Fahrer für mehrere Auftraggeber tätig sind. Die Faustregel sagt, dass ein Auftragnehmer min 20% des Umsatzes mit einem anderen Auftraggeber erwirtschaften muss. Letztendlich liegt das in der Hand des Auftragnehmers, dafür zu sorgen. Als Startup kann man dieses Risiko reduzieren, in dem man selbstständigen Auftragnehmern nur so viele Aufträge gibt, das davon auszugehen ist, dass sie noch andere Auftraggeber haben, um genügend Umsatz für den Lebensunterhalt zu erwirtschaften.

Welches Risiko ist gegeben?

Das Risiko ist gegeben, dass die Rentenversicherungskasse bei einer Prüfung erstmal entscheidet, dass es sich bei den selbstständigen Fahrern um sozialversicherungspflichtige Angestellte handelt. Die Folge ist, dass innerhalb kurzer Zeit der nachberechnete Beitrag für die Sozialversicherung usw. gezahlt werden muss. In einem meist jahrelang dauernden Rechtsstreit kann der Betrag wieder zurückgewonnen werden. Sollte ein Startup Unternehmen den Einsatz von selbstständigen Fahrer in Betracht ziehen, ist es Anzuraten, dass gleichzeitig Rücklagen gebildet werden, um im Falle einer nicht Bestandenen Prüfung durch die Rentenversicherungskasse die Mittel zur Verfügung zu haben, um die Nachforderung begleichen zu können. In manchen Fällen könnten auch die Geschäftsführer strafrechtlich belangt werden, wenn ein Unternehmen wegen Scheinselbstständigkeit belangt wird.

Bild: Bild: Sidecar (alle Rechte vorbehalten)

Lyft: Nutzer Profile & Kooperation mit Verizon

Seit dem letzten Artikel über die Taxi-Alternative und Ridesharing Plattform Lyft ist einige Zeit vergangen. In den letzten Tagen hat es wieder interessante Neuigkeiten gegeben, über die wir berichten möchten.

Profile für Fahrer und Beifahrer

Im letzten Jahr gab es einige Sicherheitsbedenken im Bezug auf die Fahrer der neuen Ridesharing und Taxi Services, wie Uber und Lyft. Lyft ermöglicht es nun den Fahrern und Nutzern, ein ausführliches Profil zu erstellen, um das gegenseitige Vertrauen zu erhöhen.

Bewertungen, Anzahl an Fahrten und mehr

Bei den Fahrern wird die durchschnittliche Bewertung angezeigt und die Anzahl der absolvierten Fahrten. Fahrer und Nutzer können Informationen über ihrem Wohnort, ihren Musikgeschmack und weitere Informationen eintragen, die als Gesprächsgrundlage dienen können. Eine optionale Facebook Integration spürt gemeinsame Facebook Freunde auf. Wenn Fahrer und Beifahrer einen gemeinsamen Bekannten haben, er halte beide eine Benachrichtigung darüber.

Mehr Vertrauen, bessere Gespräche

Fahrer und Beifahrer sollen sich durch die neuen Features besser über gemeinsame Vorlieben austauschen können. Gerade bei Lyft Line, einem Service bei dem sich mehrere unbekannte Fahrgäste das Fahrzeug teilen, sollen die Profilinformationen das Eis brechen. Zusätzlich soll das Vertrauen der Nutzer durch die Profile gestärkt werden.

Verizon kooperiert mit Lyft

Im letzten Jahr hat Lyft-Konkurrent Uber eine Partnerschaft mit dem größten amerikanischen Mobilfunkanbieter AT&T verkündet. Auf den AT&T Smartphones wird die Uber App vorinstalliert, Uber setzt im Gegenzug auf AT&T bei den Fahrern. Lyft und Verizon ziehen nun mit einer ähnlichen Kooperation nach.

Rabatte für Lyft Fahrer

Verizon bietet den Lyft Fahrern einen monatlichen Rabatt an, wenn sie einen neuen Mobilfunkvertrag abschließen oder wenn sie bereits Kunde bei Verzion sind. Dieses Angebot wird in der Accelerate Premier Driver Rewards Programm von Lyft aufgenommen. Durch dieses Programm erhalten die Fahrer besondere Angebote, je nach dem, wie viele Fahrten sie absolvieren. Darunter sind unter anderem kostenlose Mitgliedschaften in Fitness Studios, Vergünstigungen bei der Wartung der Fahrzeuge oder bei der Pannenhilfe.

Lyft App auf Verizon Smartphones

Verizon wird auch die Lyft app auf einigen Android Smartphones vorinstallieren. Lyft erhofft sich dadurch ein Wachstum an neuen Nutzern, die den Lyft Fahrservice regelmäßig nutzen.

Bild: Lyft.com (alle Rechte vorbehalten)

Ridesharing Startup Lyft will nach Europa

Wie das Magazin Wirtschaftswoche auf der Le Web Konferenz in Paris erfahren hat, will das Unternehmen Lyft, das in den USA zu einem der größten Konkurrenten von Uber zählt, demnächst in Europa starten.

Lyft etwa 1/5 so groß wie Uber

Lyft betreibt einen ähnlichen Service, wie Uber. Privatpersonen bieten mit ihrem Privatfahrzeug einen Taxi-Service an, der über eine Smartphone App gebucht werden kann. Der Fahrgast bezahlt dafür einen Betrag je nach Dauer und Distanz der Fahrt, davon gehen üblicherweise 20% an das Unternehmen und 80% an den Fahrer. Im Gegensatz zu Uber wird der Service von Lyft bisher nur in USA angeboten und über eine Internationalisierung wird schon seit längerem spekuliert. Die Fahrzeuge, die bei Lyft im Einsatz sind, lassen sich durch die pinkfarbenen Schnurrbärte identifizieren. Um ein Alleinstellungsmerkmal zu schaffen, versucht sich Lyft erfolgreich als das gute Laune Taxi zu verkaufen.

In den USA werden über die Plattform monatlich 2 Mio. Fahrten vermittelt. Die Plattform verfügt über etwa 100.000 registrierte Fahrer. Damit dürfte das Unternehmen etwa 1/5 der Größe von Uber erreicht haben, was Anzahl der Fahrer und Fahrten betrifft.

Rechtliche Herausforderungen in den westlichen Städten

Da Uber in vielen westeuropäischen Städten zuletzt mit rechtlichen Auseinandersetzungen zu kämpfen hat, bleibt abzuwarten, wie und wo Lyft starten möchte. Das Geschäftskonzept von Lyft und auch von Uber verstößt in den meisten europäischen Ländern gegen das bestehende Recht. Auch wenn es mit den lokalen Gesetzten vereinbar ist, gehen die Taxifahrer gegen die neue Konkurrenz vor. Lyft schaut sich laut WiWo Städte wie Paris oder London an. Vorstellbar ist, dass das Unternehmen erstmal den deutschen Raum meiden wird, auf Grund der starken Konkurrenz durch das Taxigewerbe.

Wundercar mit ähnlichem Modell in Osteuropa

Ein ähnliches Geschäfts-Konzept betreibt auch das Startup Wundercar, das sich mittlerweile aus den deutschen Städten zurückgezogen hat und die Arbeit auf den Osteuropäischen Raum fokussiert. Aus Deutschland hat sich das Unternehmen auf Grund der Proteste der Taxiindustrie und der verhängten Verbote zurückgezogen. In Städten wie Prag, Budapest oder Istanbul scheint das Angebot besser angenommen zu werden und dem Unternehmen scheinen weniger Steine in den der gelegt zu werden.

Bild: Lyft von SPUR (bestimmte Rechte vorbehalten)

Der beste Deal für Fahrer/Chauffeure – Wo verdiene ich am meisten?

Für Fahrer und Chauffeure tun sich in letzter Zeit mehr und mehr Alternativen auf, wie sie ihren Lebensunterhalt verdienen können. Außerordentlich gute und motivierte Taxifahrer haben die Möglichkeit, Limousinenfahrer bzw. Chauffeur zu werden. Für Taxiunternehmen besteht die Möglichkeit, schwarze Limousinen zum Fuhrpark hinzu zu fügen, oder komplett auf einen Fahrservice mit hochwertigen Fahrzeugen umzusteigen.

Die folgenden Absätze stellen eine kurze Übersicht der Möglichkeiten aus Sicht von Fahrern dar.

Ohne Fahrzeug aber mit P-Schein

Fahrer, die über einen Personenbeförderungsschein mit Ortskunde verfügen, aber kein konzessioniertes Fahrzeug besitzen. haben mehrere Möglichkeiten. Einerseits können sie als Freelancer bei unterschiedlichen Mietwagenbetrieben arbeiten oder sich fest anstellen lassen.

Festanstellung als Chauffeur

Einige Unternehmen bieten die Festanstellung als Chauffeur an. Deutschlandweit in den größeren Städten ist das z.B. bei MyDriver möglich. Vorteil ist, dass vom Unternehmen Sozialabgaben übernommen werden und Urlaubstage gewährt werden. Der Verdienst ist auf der anderen Seite festgelegt und fällt eher gering aus. Bei MyDriver kommen wohl zu einem niedrigen Grundgehalt Zuschläge hinzu, die je nach Anzahl der absolvierten Fahrten, Qualität und Spritverbrauch variieren. Auf Monatsbasis sind laut angestellten Fahrern wohl um die 1.200 – 1.500 € Verdienst möglich.

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Arbeiten als Freelancer / auf selbstständiger Basis


 

Update: Mittlerweile ist es schwierig, als Freelancer für unterschiedliche Unternehmer zu arbeiten. Weitere Informationen und eine Einschätzung hierzu gibt es beim BCD.


Viele kleine Chauffeurservices und Limousienenunternehmer stellen Fahrer je nach Auftragslage auf selbstständiger Basis ein. D.h. der Fahrer wird für mehrere Stunden gebucht und erhält dafür eine Vergütung. Üblicherweise handelt es sich bei der Vergütung und einen vorher festgelegten Betrag pro Stunde (in Berlin werden im Schnitt etwa 12 € pro Stunde bezahlt, in München und Hamburg um die 18 € pro Stunde). Teilweise hat sich auch schon eine Umsatzbeteiligung als Vergütung durchgesetzt, dabei erhält der Fahrer z.B. 40 – 50 % der durch Fahrten generierten Umsätze.

Voraussetzung für die Arbeit als selbstständiger Fahrer ist, dass der Fahrer sein eigenes Gewerbe angemeldet hat, außerdem ist er für die Sozial- und Krankenversicherungsabgaben, sowie für die Altersvorsorge selbst verantwortlich. Als Chauffeur auf selbständiger Basis war es in der Vergangenheit stressig, immer neue Einsatzmöglichkeiten zu finden. Durch die neuen Vermittlungsplattformen, wie Blacklane, Uber und MyDriver hat sich die Situation aus Fahrersicht deutlich verbessert, da es mehr dauerhafte Einsatzmöglichkeiten gibt. In Berlin kann ein selbstständiger Fahrer ein jährliches Einkommen um die 35 – 40.000 € (brutto) erzielen.

Nachteil in dieser Konstellation ist, dass der Fahrer nicht sein volles Verdienstpotential ausnutzt, da es immer einen Fahrzeughalter/Mietwagenunternehmer gibt, der mitverdienen möchte. Vorteil auf Fahrerseite ist das geringe finanzielle Risiko, da kein eigenes Fahrzeug angeschafft werden muss.

Mit eigenem Fahrzeug und P-Schein

Der höchste Verdienst ist als professioneller Fahrer mit eigenem konzessionierten Fahrzeug möglich. Voraussetzung ist, dass man über einen Personenbeförderungsschein und ein konzessioniertes Fahrzeug der gehobenen Kategorie zur Verfügung hat.

In dieser Konstellation behält der Fahrer, der gleichzeitig auch Fahrzeughalter ist, die kompletten eingefahrenen Einnahmen. Von den Einnahmen werden die Kosten für das Fahrzeug beglichen, der Rest wander nach Abzug der Steuern und der Sozial- und Versicherungsbeiträge als netto Einkommen auf das Konto des Fahrers.

Für Mietwagenunternehmer gibt es mittlerweile sehr attraktive Fahrzeugangebote, so ist ein Fahrzeug der Luxusklasse schon ab 500 € pro Monat zu haben, hinzu kommen noch etwa 180 € für die gewerbliche Versicherung und die monatlichen Ausgaben fürs Tanken. Den Kosten stehen auf der Umsatzseite etwa 5.000 € – 6.000 € Einnahmen pro Monat gegenüber.

Vorteil für einen Fahrer, der gleichzeitig Mietwagenunternehmer mit seinem eigenen Fahrzeug ist, ist ein möglicherweise hohes Einkommen bei optimierter Kostenstruktur. Allerdings geht der Unternehmer ein größeres finanzielles Risiko ein, da ein eigenes Fahrzeug gekauft oder finanziert werden muss.

Ohne P-Schein bei UberPOP

Fast jede Person, die über ein ordentliches polizeiliches Führungszeugnis verfügt und ein viertüriges Auto zur Verfügung hat, kann sich bei Uber als Fahrer registrieren. Die Fahrten sind durch eine Versicherung von Uber gedeckt, genaue Versicherungsbedingungen sind jedoch unbekannt. Auf Grund von gerichtlichen Auseinandersetzungen zahlt der Fahrgast in einigen Städten nur 35 ct. pro Kilometer. Um das Angebot für Fahrer attraktiv zu machen, erhöht Uber den stündlichen Umsatz auf bis zu 10 € (netto), teilweise wurden sogar bis zu 15 € die Stunde bezahlt. Einschätzung: So lange Uber die Umsätze aufstockt, ist es für Fahrer ein guter Deal, wobei sich der Fahrservice durch Privatpersonen rechtlich und versicherungstechnisch in einem Graubereich bewegt.

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Fazit

Den höchsten Verdienst erzielt man als Fahrer mit eigenem Fahrzeug. Als selbstständiger professioneller Fahrer kann auch ein ordentliches Einkommen pro Monat erzielt werden. Als Fahrer ohne Personenbeförderungsschein sind die Verdienstmöglichkeiten am geringsten, dafür ist auch der Aufwand minimal. Beim Privatfahrer mit Privatfahrzeug sind die rechtlichen und versicherungstechnischen Fragen noch nicht geklärt, was ein schwer zu kalkulierendes Risiko darstellt.
Es empfiehlt sich, dass man sich bei allen verfügbaren Vermittlungsplattformen anmeldet, um für eine hohe Auslastung der Fahrzeuge zu sorgen, um seine Umsätze zu maximieren.

Wenn Sie weitere Informationen benötigen, wie Sie Ihr Unternehmen für Limousinen & Chauffeurservice starten oder wenn Sie wissen möchten, wo Sie als professioneller Fahrer anfangen können, dann melden Sie sich am besten per E-Mail.

 

Bild: Man with Car von Mendolus Shank (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: Lyft adressiert Unternehmen, Uber will mit Spotify kooperieren, Blacklane bestätigt Finanzierung

In der letzten Woche hat es wieder einige Neuigkeiten aus dem Mobilitätsbereich gegeben. Blacklane hat Finanzierung bestätigt, Lyft adressiert mit “for Work” Programm Unternehmen und Uber steht vor einer Partnerschaft mit Spotify. Ausserdem wurde UberPool in Paris gestartet und ein Korridor für vernetztes Fahren zwischen Rotterdam und Wien wird eröffnet.

Lyft for Work für Unternehmen

Nach Uber adressiert auch das Ridesharing Startup Lyft Unternehmenskunden. Unternehmen, die sich für das Programm “Lyft for Work” anmelden, können ihren Mitarbeitern monatlich Guthaben für die Nutzung von Lyft einräumen und einfach abrechnen. Die Unternehmen können entscheiden, wie viel Guthaben jeden Mitarbeiter zur Verfügung hat. Außerdem können Abhol- und Zielorte vorgegeben werden, für die das Guthaben verwendet werden kann. Das kann z.B. die Büroadresse oder eine Event-Location sein. Uber hat bereits vor ein paar Wochen Uber for Business gestartet. (via Lyft Blog)

Blacklane bestätigt Finanzierung, PhoCusWrigh Gründer im Beirat

Die Plattform für Limousinenservices Blacklane hat am Anfang der Woche die Finanzierung bestätigt, über die vor ein paar Wochen schon im Handelsblatt berichtet wurde. Außerdem wurde verkündet, dass Philip C. Wolf in den Beirat des Unternehmens einzieht. Philip C. Wolf ist Gründer des Unternehmens PhoCusWright und gilt als Travel-Experte. Damit dürfte sich Blacklane stärker als bisher auf Reiseplattformen fokussieren. Als Investor konnte ein Fond des japanischen Unternehmens Recruit gewonnen werden, investiert wurde ein mittlerer Millionenbetrag und die Bewertung lag bei einem dreistelligen Betrag. (via Blacklane Pressemitteilung)

Uber will mit Musik-Streaming Dienst Spotify kooperieren

Das amerikanische Mobilitäts-Startup Uber steht vor einer Kooperation mit dem Musik-Streaming Dienst Uber. Schon vor mehr als einem Jahr hat Uber CEO Travis Kalanick von der Idee gesprochen, den Kunden die Möglichkeit zu geben, ihre persönliche Musik während einer mit Uber gebuchten Fahrt zu streamen, jetzt scheint es tatsächlich so weit zu sein. Am Montag soll die Kooperation während einer Konferenzschaltung genauer erläutert werden. Auf der Einladung, die in der linken oberen Ecke von Musik-Noten geziert wird, werden Travis Kalanick und ein “Special Partner Guest”  angekündigt. Die vom Kunden ausgewählte Musik soll über das Fahrer-Smartphone gestreamt werden. Die Fahrer wurden in den letzten Tagen schon befragt, ob ihre Fahrzeuge über einen Audio-Eingang verfügen, an dem das von Uber ausgehändigte Farer-Smartphone angeschlossen werden kann, um die Musik über die Fahrzeug-Boxen wiederzugeben. (via TechCrunch)

Versuche von Uber die Gemüter zu beruhigen

In Indien wurde bemängelt, dass die von Uber genutzte Funktion der Kreditkartenzahlung nicht zulässig ist, da bei jeder Fahrt keine Verifizierung in zwei Schritten stattfindet, die gesetzlich vorgeschrieben ist. Dem Unternehmen wurden ein paar Wochen Zeit eingeräumt, um die Bezahlmethoden anzupassen. Uber reagiert jetzt darauf mit der Integration von einem Prepaid Dienst mit dem Namen Paytm. Nutzer in Indien müssen jetzt, bevor sie ein Uber buchen, Geld auf das Paytm Wallet laden. Bei jeder Aufladung findet eine Authentifizierung in zwei Schritten statt. Wenn das Guthaben aufgebraucht ist, oder einen negativen Stand aufweist, kann kein Fahrzeug bestellt werden. (via Quartz India)

In Paris wurde der Mitfarhservice UberPool gestartet. Bei UberPool können sich mehrere Fahrgäste, die auf einer ähnlichen Strecke unterwegs sind, ein Fahrzeug teilen. Dabei lassen sich die Fahrtkosten für die Nutzer drastisch reduzieren und Uber ist der Meinung, dass auch die Anzahl der Fahrzeuge reduziert werde kann. UberPool wird wahrscheinlich auch ein Versuch sein, die Gemüter in Frankreich zu beruhigen Vor kurzem wurde Uber zu einer Geldstrafe von 100.000 € verurteilt, da Service UberPop fälschlicherweise als Mitfahrzentrale deklariert wurde. (via RudeBaguette & Wall Street Journal)

Teststrecke für vernetztes Fahren

Im nächsten Jahr soll zwischen Rotterdam und Wien eine Teststrecke eröffnet werden, auf der das vernetzte Fahrern weiter erforscht und getestet werden soll. Fahrzeuge werden mit spezieller Technik ausgestattet, die mit der W-Lan Technologie vergleichbar ist, um untereinander und mit der Infrastruktur kommunizieren zu können. Das vernetzte Fahrern gilt auch als wichtige Grundlage für das autonome Fahrern ohne Fahrer. Die Teststrecke ist etwa 1300 km lang und führt von Rotterdam über Frankfurt nach Wien. (via Spiegel Online)

Bild: Mobility 2.0 von Joel Müller (via flickr). Lizenz: CC BY 2.0