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German Autolabs sammelt frisches Kapital und erhält renommierten Frost & Sullivan Award für digitalen Assistenten Chris

Das Berliner Mobility Startup German Autolabs hat  zwei neue Finanzierungsbausteine verkündet. Ab sofort ist das Berliner Start-up Teil des mFUND – der Förderinitiative des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) für die Digitalisierung der Mobilität in Deutschland. Damit geht eine Förderung in Höhe von 1,2 Millionen Euro einher, die speziell für die Weiterentwicklung der künstlichen Intelligenz um kontextuelle Informationen genutzt wird. Damit wird der Informationsfluss auf dem Smartphone dem Verkehr und dem Aufmerksamkeitslevel des Fahrers angepasst. In unübersichtlichen Fahrsituationen würde Chris dann schweigen und später die Informationen übermitteln – wie ein menschlicher Beifahrer das auch tun würde.

“Smartphone-Nutzung am Steuer ist eines der größten Unfallrisiken auf deutschen Straßen. Wir brauchen nicht nur verschärfte Gesetze, sondern auch neue technische Lösungen, um den Straßenverkehr im digitalen Zeitalter sicherer zu machen. Wir freuen uns, dass das Bundesverkehrsminiterium mit dem mFUND die Entwicklung unseres digitalen Beifahrers Chris unterstützt.” – Holger G. Weiss, CEO und Mitgründer v. German Autolabs

Zudem investiert Atlantic Labs, einer der der führenden Frühphaseninvestoren aus Berlin, in German Autolabs. Gründer und CEO Christophe Maire, der Gate5 (später Nokia HERE) gegründet hat, wird als erfahrener Business-Angel dem Management-Team ebenfalls beratend zur Seite stehen.

“Ich kenne Holger Weiss aus unserer gemeinsamen Zeit beim Aufbau von gate5, dem Unternehmen, das von Nokia übernommen wurde und zur Basis von HERE Technologies wurde. Er und sein Mitgründer Patrick Weissert verstehen die Dimension der digitalen Herausforderung in der Mobilität von morgen wie kein anderes Team –  eine sehr vielversprechende Konstellation, um langfristig Erfolg zu haben.”Christophe Maire, CEO und Gründer von Atlantic Labs

German Autolabs gewinnt Award der Analystengruppe Frost & Sullivan

Frost & Sullivan, die führende US-amerikanische Analysten- und Beratungsgruppe, zeichnet auf Basis ihrer jüngsten Branchenanalyse für digitale virtuelle Assistenten German Autolabs mit dem “2017 European Digital Virtual Assistant New Product Innovation Award” aus. German Autolabs erhält den Preis für seinen digitalen Beifahrer Chris. Besonders hervorgehoben werden das erfahrene Team, der starke Fokus auf Kundenbedürfnisse sowie das zukünftige Potenzial eines digitalen Beifahrers für die Automobilindustrie.

Die ausführliche Branchenanalyse gibt es hier zum kostenlosen Download.

Bild: German Autolabs (alle Rechte vorbehalten)

Lieferdienst Deliveroo sammelt wieder Geld ein und ist mehr als 1.5 Milliarden Euro wert

Der on-demand Lieferdienst für Gerichte Deliveroo hat eine weitere Finanzierung in dreistelliger Millionenhöhe eingesammelt. Insgesamt fließen fast 325 Mio. Euro in das Unternehmen, die Bewertung steigt damit auf ca. 1.7 Milliarden Euro.

Das Geld wird vorwiegend von amerikanischen Investmentfonds wie Fidelity and T Rowe Price investiert. Altinvestoren, wie DST Global, General Catalyst, Index Ventures und Accel Partners sollen in der letzten Runde ebenfalls investiert haben, um nicht verwässert zu werden. Ingesamt hat das Unternehmen eta 720 Mio. Euro aufgenommen und ist weltweit auf mehr als 1000 Mitarbeiter gewachsen.

Auch Softbank hatte Interesse an dem Lieferdienst

Auch der umtriebige japanische Investmentfond SoftBank soll Interesse an einem Investment gehabt haben. SoftBank hat sich dann aber zurückgezogen, als ein potentielles Investment in Uber wahrscheinlicher wurde. Uber hat mit UberEats auch einen Essenlieferdienst und konkurriert so mit Deliveroo in mehreren Ländern.

Deliver wurde 2013 gestartet und ist mittlerweile in mehr als 150 Städten in 12 Ländern aktiv. In Deutschland ist Deliveroo in Berlin gestartet und hat nach und nach mehr deutsche Städte aufgenommen. Neben UberEats gehört der Delivery Hero Ableger Foodora zu den Konkurrenten von Deliveroo. Die Markteilnehmer liefern sich einen mühsamen Kampf um Kunden und Fahrer. Gleichzeitig steigt die Kritik der Politiker und Gewerkschaften an dem Beschäftigungsmodell der Kuriere.

Kapitalintensives Geschäft

Im britischen Handelsregister veröffentlichte Zahlen geben einen Einblick, wie sich das Geschäft von Deliveroo entwickelt hat. Im Jahr 2016 hat das Unternehmen einen Umsatz von fast 150 Mio. Euro erwirtschaftet, das ist ein Wachstum von mehr als 600% im Vergleich zum Vorjahr. Die Verluste sind im gleichen Zeitraum auf etwa 145 Mio. Euro angewachsen, das entspricht einer Steigerung von 300%.

Geld fließt in Expansion und Küchen

Die neue Finanzierung soll für drei Bereiche genutzt werden. Als erstes sollen die “Editions” Küchen erweitert werden. Die “Editions” Küchen sind eingerichtete Küchen, die von Partner-Restaurants genutzt werden können, um die Gerichte für die Lieferkundschaft zuzubereiten. Günstig gelegen profitieren davon auch die Kunden, die so schneller erreicht werden können. Als zweites soll das IT und Tech Team wachsen. Deliveroo will seinen Echtzeit Logistik Algorithmus verbessern und den Bereich Künstliche Intelligenz weiter ausbauen. Das Data Science Team arbeitet an einer besseren Vorhersage, um besser planen zu können, wo die nächsten “Editions” Küchen aufgebaut werden sollen und welche Gerichtet wo und wann nachgefragt sind. Der dritte Bereich ist die weitere Expansion. Das Lieferunternehmen will schnell weitere Städte eröffnen, um mehr Kunden beliefern zu können.

Vor allem der dritte Punkt wird viel Geld verbrennen. Der Lieferdienst muss für jeden neue Land ein lokales Länderteam aufbauen, um Fahrer und Marketing zu steuern. Fahrer müssen mit hohen Stundenlöhnen oder Bonuszahlungen angelockt werden und die Nutzer werden mit Gutscheinen und anderen Deals geködert. All das kostet jede Menge Geld, bevor sich eine Stadt oder ein Land von selbst trägt.

Bild: GetMobility.de (alle Rechte vorbehalten)

Kakao Mobility aus Korea sammelt Millionensumme für Ride Hailing App ein 

In Korea ist die Chat App Kakao mit 50 Millionen monatlichen Nutzern eine der meistgenutzten Massanger Apps in dem asiatischen Land. Über die Zeit hat das Unternehmen unterschiedliche Services zusätzlich zu dem Nachrichtenaustausch gestartet, um Umsatzströme zu erzielen. So auch ein Mobilitätsangebot Kakao Mobility, das jetzt ein Investment in Millionenhöhe verbuchen kann.

Ausgründung der Kakao Mobility Angebote

Es wurde verkündet, dass das Mobility Angebot in eine eingeständiges Unternehmen mit den Namen Kakao Mobility ausgegründet wurde. Gleichzeitig hat sich der Investment Fond TPG mit einer Summe von etwa 385 Mio. Euro an dem Unternehmen beteiligt. Zu dem Portfolio von TPG gehören unter anderem auch Airbnb, Spotify und mit Uber auch der größte Konkurrent von Kakao Mobility in Korea.

Kakao Taxi mit 1.5 Mio. täglichen Fahrten

Unter Kakao Mobility werden die Dienste Kakao Taxi, Kakao Driver und Kakao Navi zusammengefasst. Das bekannteste Angebot von Kakao Mobility ist der Kakao Taxi Service, der vor etwa zwei Jahren gestartet. Damit sollte ein Weg gefunden werden, um die große Nutzergruppe des Messanger Dienstes zu monetarisieren. Die Nachrichten-App ist auf 95% der Smartphones in Südkorea installiert. Zur Zeit werden 1.5 Millionen Fahrtanfragen täglich vermittelt und ist auch in Japan verfügbar. Mit dem Dienst Kakao Driver lässt sich ein Fahrer für das eigene Fahrzeug ordern. Der Service kommt auf 2.7 Millionen monatliche Nutzer. Die Navi App Kakao Navi konnte 10 Mio. Registrierungen seit dem Start im Februar 2016 verbuchen.

Weitere Dienste in der Pipeline

Weitere Mobility Dienste sollen in der zweiten Hälfte gestartet werden, unter anderem ein Service für die Parkplatzsuche und eine Taxi App für Geschäftsreisende und Unternehmen. Die Ausgründung der Mobility Sparte war eine strategische Entscheidung und durch den Schritt soll ein schnelleres Wachstum und eine schnelle Expansion ermöglicht werden. Kakao will sich die Transformation der Automotive und Mobility Industrien zunutze machen und neue Geschäftsbereiche aufbauen.

Bild: KakaoTaxi (alle Rechte vorbehalten)

Lyft mit weiterer Finanzierung von 600 Mio. US$

Die Nummer zwei im amerikanischen Ride-Hailing Markt Lyft hat einer weitere Finanzierungsrunde abgeschlossen. Insgesamt werden weitere 600 Mio. US$ in das Unternehmen investiert, bei einer Bewertung von 7.5 Milliarden US$. In den letzten Wochen gab es immer wieder Anzeichen, dass Lyft mindestens 500 Mio. US$ einsammeln wird.

Finanzierung von Kanadischen Pensionsfond

Die Finanzierung kommt von dem Kanadischen Pensionsfond Canada’s Public Sector Pension Investment Board, Alliance Bernstein, Gifford, KKR und bestehenden Investoren wie Rakuten, Janus Capital und weiteren. Ob General Motors die Runde mitgegangen ist, wurde nicht kommuniziert. Insgesamt hat das Unternehmen nun mehr als 2.6 Milliarden US$ eingesammelt. Die Bewegung ist leicht gestiegen, bei der letzten Runde lag die Bewegung bei 5.5 Milliarden US$.

General Motors als Lyft Investor

In der letzten Finanzierungsrunde hat das Unternehmen für Aufsehen gesorgt, da General Motors als Investor Board gekommen ist. Der Automobilhersteller hatte Anfang 2016 etwa 500 Mio. US$ in Lyft investiert. Zeitweise sah es so aus, als würde sich das Unternehmen in einer Krise befinden und einen Käufer sorgen. Mittlerweile befindet sich das Startup wieder im Aufschwung. Dabei profitiert es auch von den negativen Schlagzeilen rund um den größten Konkurrenten Uber.

Probleme von Uber ausnutzen

Uber hat im Moment mit Problemen in unterschiedlichen Bereichen zu kämpfen. Die Unternehmenskultur ist vergiftet, Vorwürfe der sexuellen Belästigung stehen im Raum und geheime Informationen rund um die autonomen Fahrzeuge wurden anscheinend von Google gestohlen. Lyft nutzt diese Probleme und expandiert schnell in weitere Städte in die USA. Bisher wurden allein im Jahr 2017 mehr als 100 neue Städte zum Netzwerk hinzugefügt.

Beschleunigtes Wachstum in den USA

Insgesamt scheint Lyft im Moment schneller als Konkurrent Uber zu wachsen. Im ersten Quartal hat Lyft mehr als 70 Mio. Fahrten abgewickelt, das entspricht einem Wachstum von 34% im Vergleich zum letzten Quartal 2016. Im Jahresvergleich lag das Wachstum bei über 140%. Auch von der #DeleteUber Kampagne in den sozialen Netzwerken hat das Ridesharing Netzwerk profitiert, die Zahl der Registrierungen ist um 60% gestiegen.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Tencent steigt groß bei Tesla ein

Der Elektroautobauer Tesla hat einen weiteren Großinvestor an Board genommen, um das Projekt Model 3 stemmen zu können. Der Chinesische Konzern Tencent übernimmt 5% der Tesla Anteile und zahlt dafür 1.8 Milliarden US$. Das passt gut, denn Tesla hat Anfang des Monats angekündigt, dass weitere 1.15 Milliarden US$ benötigt werden, um das neue Fahrzeugmodell zu finanzieren.

Weiteres Geld für die Produktion des Model 3 

Tesla bekommt somit weiteres Geld, um die Entwicklung und den Produktionsanlauf des neuen Models Model 3 stemmen zu können. Des Weiteren kann Tencent ein wichtiger Partner für Tesla sein, um die Marktanteile in China zu erhöhen. China ist der größte Markt für Elektromobilität und deshalb auch für Tesla sehr interessant. Tesla geht davon aus, dass China langfristig der größte Markt für das Unternehmen sein wird. Schon heute werden 15% des Jahresumsatzes in China erwirtschaftet.

Tencent im Mobilitätsbereich aktiv 

Für Tencent ist es nicht das erste Investment im Mobiltiätsbereich. Der Konzern aus China hat die Finanzierungsrunde von Nio angeführt. Nio, vormals NextEV, entwickelt ebenfalls ein Elektroauto. Tencent ist auch ein Investor von Didi Chuxing. Didi ist die führende Ride-Hailing Plattform in China und hat im vergangenen Jahr das Geschäft von Uber China übernommen. Außerdem ist Tencent bei dem Kartendienst Here mit eingestiegen. Mit dem Zulieferer Foxconn sollen außerdem eigene Elektrofahrzeuge entwickelt werden, die ab 2020 in Serie produziert werden sollen.

Partnerschaft von Didi und Tesla könnte interessant werden

Aus einer möglichen Partnerschaft von Didi und Tesla können interessante Synergien entstehen. Tesla könnte zum Beispiel selbstfahrende Autos für die Didi Plattform produzieren und betreiben. Tesla hat im Masterplan 2.0 angekündigt, dass ein Fahrdienst-Netzwerk mit autonomen Autos auf der Agenda steht. Fraglich ist aber, ob Tesla neben der Produktion der Fahrzeuge auch den Aufbau einer Nutzerbasis schaffen kann. Didi hingegen erreicht bereits über die Apps mehrere Millionen Nutzer in China, verfügt aber nicht über die Fähigkeiten, die für eine Automobilproduktion benötig werden.

Bild: Tesla Motors (Alle Rechte vorbehalten)

Lyft will weitere Finanzierung einsammeln

Die Ride-Hailing Plattform Lyft soll sich bereits nach einer weiteren Finanzierung umschauen. Insgesamt sollen mindestens 500 Mio. US$ aufgenommen werden, um das Wachstum zu finanzieren. Die angestrebte Bewertung soll zwischen sechs und sieben Milliarden Dollar liegen. Das Unternehmen könnten die negativen Schlagzeilen rund um Uber bei der Suche helfen.

Im Wettbewerb mit Uber aufholen

Die Ride-Hailing App möchte die weitere Finanzierung nutzen, um im Wettbewerb mit Uber weiter aufzuholen und um den Vorsprung gegenüber Neueinsteigern zu wahren. Das Ride-Hailing Unternehmen expandiert auch weiter, was viel kostet. In diesem Jahr hat das amerikanische Unternehmen schon fast 100 neue Städte in den USA zusätzlich gestartet. Für die Nummer zwei in den USA ist es auch ein guter Zeitpunkt, in Marketing und Brand Building zu investieren, da der große Konkurrent Uber öffentlich mit Problemen zu kämpfen hat.

Höheres Polster schadet Lyft nicht

Lyft sollte trotz der hohen Verluste noch genügen finanzielle Mittel aus der vergangen Runde zur Verfügung haben. Eine höheres finanzielles Polster wird dem Unternehmen aber nicht schaden. Ohnehin dürfte es für länger dauern, bis Lyft neue Investoren gefunden hat. Die meisten der interessierten Investoren haben sich bereits an einem der Mobility Service Provider beteiligt. Außerdem werden die meisten Player erstmal abwarten, ob die Fahrdienstplattformen ein nachhaltiges Geschäftsmodell aufbauen können.

Im Gegensatz zu Uber fokussiert sich Lyft ausschließlich auf einen Fahrservice und verkauft sich selber als hippe Alternative, bei der Fahrer und Nutzer fair behandelt werden. Uber hingegen setzt auf weitere Dienste, die das Problem der letzten Meile lösen sollen. So ist mit UberEATS ein Service für Essenlieferungen im Angebot und mit UberRUSH ein Kurierdienst.

General Motors unter den Investoren

Bisher hat das Unternehmen mehr als zwei Milliarden US$ eingesammelt. Zu den Investoren gehören General Motors, Founders Fund, Alibaba und weitere Investoren. Der General Motors hat mit dem Gedanken gespielt, Lyft komplett zu übernehmen. GM und die Ridesharing Plattform wollen auch eng bei der Entwicklung eines Fahrservices mit autonomen Fahrzeugen zusammenarbeiten. Bei der letzten Runde wurde Lyft mit 5.5 Milliarden US$ bewertet.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Lieferdienst Postmates sammelt weiteres Geld ein – mit Schwierigkeiten

Der Lieferdienst Postmates hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 141 Mio. US$ eigesammelt. Laut Gründer Bastian Lehmann war es super super schwierig, die Runde abzuschließen. Die Bereitschaft von Investoren, Geld in verlustreiche Lieferstartups zu stecken, scheint zu schwinden.

Schwierige Finanzierungsrunde für Postmates

Die aktuelle Runde wurde von Founders Fund angeführt, dem VC von Milliardär Peter Thiel. Founders Fund hat sich schon in früheren Runden an dem Unternehmen beteiligt, mit dem jetzigen Investment zieht Founders Fund Partner Brian Singerman in den Aufsichtsrat von Postmates ein. Die Bewertung liegt bei 600 Mio. US$, das heißt seit der letzen Finanzierungsrunden ist der Wert nicht gestiegen. Damals lag die Unternehmensbewertung auf dem gleichen Level. Vor der jetzigen Finanzierungsrunde sind bereits 120 Mio. US$ in das Startup geflossen.

Postmates bekommt die Veränderungen im Venture Capital Markt zu spüren. Die Bereitschaft für neue Investitionen ist zurückgegangen. Das hat zur Folge, dass die Anzahl der abgeschlossenen Deals rückläufig ist.

Viel Konkurrenz für den Lieferdienst

Postmates befindet sich in einem umkämpften Markt. Auf der einen Seite konkurriert das Unternehmen mit etablierten Kurierdiensten, die seit Jahren aktiv sind. Hinzu kommen Restaurants, die über einen eigenen Lieferdienst verfügen und weitere Technologieunternehmen und Startups. Amazon ist ebenfalls in das Liefergeschäft eingestiegen und Uber befördert längst auch mehr als Personen von A nach B. Uber hat mit UberEATS große Ambitionen. Sowohl Uber als auch Amazon verfügen über ausreichend finanzielle Mittel, um einen langen Zeitraum ohne Gewinne durchzuhalten.

Verkauf könnte bevorstehen

Berichten zufolge wollte sich Postmates an ein anderes Unternehmen verkaufen. Erste Gespräche mit anderen Unternehmen (darunter Uber und Amazon) sind aber nicht erfolgreich verlaufen. Langfristig gesehen könnte sich Postmates aber einen Verkauf oder einen Börsengang vorstellen. Für einen Börsengang muss das Unternehmen aber bessere Zahlen vorlegen und ein profitables Geschäftsmodell vorweisen. Das Unternehmen hat mit Qatalyst Partners zusammengearbeitet, um einen potentiellen Käufer zu finden. Auch das Ridesharing Startup Lyft soll versucht haben, über die Investment-Boutique einen Käufer zu finden.

Bereits mehrere Unternehmen gescheitert

Postmates ist nicht das einzige Startup, aus dem Lieferbereich, für das es schwieriger geworden ist, Geld einzusammeln. In Europa musste der Essenlieferdienst Take Eat Easy aufgeben, in den USA hat es Spoon Rocket und den on-demand Wäschedienst Washio getroffen. Alle Unternehmen wurden zuvor mit einem hohen Millionenbetrag finanziert. DoorDash musste seine Bewertung in der letzten Finanzierungsrunde reduzieren. Dazu muss man sagen, dass sowohl DoorDash als auch Postmates mit einer überzogenen Bewertung in die Finanzierungsrunden gestartet sind. Beide Unternehmen erzielen noch keine Gewinne.

Postmates betreibt einen Lieferdienst, der anfänglich von Restaurants genutzt wurde. Über die Zeit hat das amerikanische Unternehmen sein Angebot ausgeweitet, damit auch lokale Händler den Logistikservice nutzen können. Unter anderem wurde mit Apple eine Partnerschaft gestartet. Im April diesen Jahres wurde ein Mitgliedsmodell nach Amazon Prime Vorbild gestartet. Nutzer zahlen eine monatliche Gebühr von 9.99 US$ pro Monat und können dafür den Postmates Service so oft sie wollen ohne zusätzliche Lieferkosten nutzen. Voraussetzung ist, dass bei einem teilnehmenden Partner bestellt wird und dass der Warenkorb höher als 25 US$ ist. Die Abonnenten sollen im Schnitt 7.5 Bestellungen pro Monat platzieren.

Aktuell wickelt das Startup 1.5 Mio, in diesem Jahr sollen Waren im Wert von mehr als einer Milliarde Dollar transportiert worden sein. Auf der Plattform sind mehr als 40.000 Kuriere in 44 Städten aktiv. Die 6000 Partnerunternehmen zahlen an Postmates ein Gebühr in Höhe von 20% des über die Postmates App erzielen Umsatzes.

Bild: TechCrunch (bestimmte Rechte vorbehalten)

Ridesharing Dienst Juno mit 50 Mio. US$ Finanzierung

Der Fahrdienst Juno hat eine Finanzierung in Höhe von 50 Mio. US$ eingesammelt. Das Unternehmen möchte ein Alleinstellungsmerkmal generieren, indem erfahrene Fahrer mit hohen Kundenbewertungen von Lyft und Uber abgeworben werden. Den Fahrern werden außerdem Unternehmensanteile angeboten, um sie an die Firma zu binden.

Finanzierung durch Rakuten

Bisher hat Juno insgesamt eine Summe von 30 Mio. US$ eingesammelt, unter anderem von dem japanischen Unternehmen Rakuten und von Business Angels. Juno hat die Finanzierung noch nicht bestätigt, bekräftigt aber, in weitere Städte expandieren zu wollen. Bisher ist das Unternehmen nur in New York City aktiv.

Fahrer werden an Juno beteiligt

Das Alleinstellungsmerkmal von Juno ist, dass die Fahrer minimale Anteile am Unternehmen erhalten, die über einen unbekannten Zeitraum vesten. Die Fahrer profitieren aber nur von den Anteilen, wenn das Unternehmen erfolgreich verkauft wird oder an die Börse geht. Es ist fraglich, wie viele Fahrer an dieser langfristigen Strategie wirklich interessiert sind und diese verstehen. Die meisten werden aufs schnelle Geld aus sein, um über die Runden zu kommen. Für Fahrer wird es auch schwer zu verstehen sein, wie viel die Shares später wert sein können und welches Risiko damit verbunden ist.

Fahrer mit Erfahrung

Juno nimmt nur Fahrer auf die Plattform, die Erfahrung auf anderen Plattformen gesammelt haben. Hinzukommt, dass sie hohe Kundenbewertungen gesammelt haben müssen. Die Fahrpreise für den Kunden liegen etwa auf dem gleichen Niveau, wie bei den Wettbewerbern. Die Fahrer müssen aber nur 10% des Fahrpreises abgeben, das ist weniger als bei Uber und Lyft. Laut Juno geht dieses Geschäft auf, weil weniger für Fahrerrecruiting ausgegeben wird. Bleibt abzuwarten, wie lang diese Strategie Bestand hat. Bisher wurden 16.000 Fahrer seit dem Start vor vier Monaten zur Plattform hinzugefügt.

Hohe Investitionen in den Mobilitätssektor

In den letzten Jahren wurden über 28 Milliarden in den Fahrdienst-Sektor investiert. Den Größten Teil davon haben Unternehmen wie Uber, Didi Chuxing, Gett, Lyft und Grab eingesammelt. Im Vergleich zu der Milliardenfinanzierung der amerikanischen Wettbewerber ist die Finanzierung für Juno sehr bescheiden. Es wird interessant sein, die weitere Entwicklung zu verfolgen.

Bild: Jason Lawrence (flickr) (bestimmte Rechte vorbehalten)

Grab bestätigt Finanzierung und testet selbstfahrenden Autos

Der Fahrdienstanbieter Grab aus Südostasien hat bestätigt, dass eine Finanzierung in höhe von 750 Mio. US$ eingesammelt wurde. Die Ridesharing Plattform  gehört zu einem der stärksten Konkurrenten von Uber in Asien. Das Geld kommt hauptsächlich von bestehenden Investoren, angeführt von SoftBank. Es ist auch davon auszugehen, dass die sich Didi Chuxing an der Runde beteiligt hat.  Nach der Finanzierungsrunden wird Grab mit 3 Milliarden US$ (ca. 2.7 Milliarden Euro) bewertet.

Das Unternehmen ist bisher in sechs Ländern in Südostasien aktiv und hat zuvor 350 Mio. US$ eingesammelt. Grab wollte bis zu einer Milliarde US$ in der jetzt abgeschlossenen Runde einsammeln, letztendlich wurde das Ziel nicht erreicht. Das Unternehmen gibt an, dass es 1 Milliarde US$ auf dem Bankkonto hat.

400.000 Grab Fahrer und viele Fahrgäste

Mittlerweile verfügt das Unternehmen über 400.000 registrierte Fahrer und die App wurde mehr als 21 Mio. mal heruntergeladen. Pro Tag werden bis zu 1.5 Mio. Buchungsanfragen getätigt. Wie viele davon auch wirklich durchgeführt werden, ist nicht bekannt.

Grab CEO Anthony Tan will das Geld nutzen, um die Position in Asien zu stärken. Es ist davon auszugehen, dass Uber nach dem Verkauf von Uber China an Didi verstärkt in Südostasien aktiv werden wird. Da ist es für Grab wichtig, genügend Geld zur Verfügung zu haben und sich in eine starke Position zu bringen. Fokus liegt dabei auch auch Indonesien. Grab schätzt den Markt für on-demand Fahr- und Lieferdienste in Indonesien auf 15 Milliarden US$ pro Jahr. Das umfasst auch Fahrdienste, die mit Motorrädern angeboten werden und Logistik und Essenlieferdienste.

Fahrdienst und Bezahldienst

Neben den Fahr- und Lieferdiensten will Grab auch seine Position als Anbieter von Bezahlsystemen stärken. Das in-App Bezahlsystem GrabPay kann auch von Drittanbietern mit eingebunden werden und soll vor allem in Indonesien weiter ausgebaut werden.

Selbstfahrende Taxis: Kooperation mit NuTonomy

Das Thema selbstfahrende Fahrzeuge darf natürlich auch bei Grab nicht fehlen. Uber testet bereits selbstfahrende Autos in Pittsburgh, Lyft spricht zumindest schon mal öffentlich über seine Pläne, da muss auch Grab mithalten können. Das Startup nuTonomy testet seit ein paar Wochen autonome Taxis in Singapur. Jetzt haben die beiden Unternehmen eine Kooperation vereinbart.

NuTonomy verfügt zwar über eine eigene App für die Buchung der Fahrzeuge, die Kooperation mit Grab ermöglicht aber einen Zugang zu einer größeren Kundengruppe. Außerdem können die von Grab gesammelten Karten- und Bewegungsdaten für die Weiterentwicklung bei nuTonomy hilfreich sein.

Ausgewählte Grab Nutzer können über die Funktion “Robo-Car” ein selbstfahrendes Auto im Bezirk One North buchen. Die Fahrt wird für den Nutzer kostenlos sein, an Board befinden sich Außerdem immer ein Fahrer und ein Spezialist, der die IT-Systeme überwacht und mehr darüber erfahren möchte, wie die Fahrgäste auf die autonomen Fahrzeuge reagieren. Das Unternehmen will die Erfahrungen für die Entwicklung des eigenen Fahrdienstes nutzen, der 2018 starten soll.

In 15 Jahren vorwiegend Roboter-Taxis

Selbstfahrende Autos gelten als Zukunft der Fahrdienste. Innerhalb der nächsten 10 – 15 Jahre werde keine Fahrer mehr benötigt und die Carsharing und Ridesharing-Angebote verschmelzen. Singapur unterstützt Projekte, die sich mit selbstfahrenden Fahrzeugen befassen. Singapur erhofft sich dadurch einen Schub für die Wirtschaft und eine Reduzierung des individuellen Fahrzeugbesitzes.

Bild: Grab (alle Rechte vorbehalten)

Grab will weitere Finanzierung einsammeln

Der Fahrdienst Grab, der in Südost-Asien aktiv ist, will demnächst eine weitere Finanzierungsrunde abschließen. Die Bewertung soll bei 2.3 Milliarden US$ liegen. Im letzten August lag die Bewertung bei 1.5 Milliarden US$, damals hatte Grab 350 Mio. US$ eingesammelt. Grab zählt zu den stärksten Wettbewerbern von Uber in Südost-Asien.

Laut einem Bericht von Bloomberg soll die Runde von den bestehenden Investoren Didi Chuxing und SoftBank angeführt werden. In einem ersten Closing sind 600 Mio. US$ im Gespräch, die Summe könnte auf eine Milliarde ansteigen. Grab ist mit Investoren bereits seit mehreren Monaten im Gespräch. Das könnte ein Anzeichen dafür sein, dass es für on-demand Fahrdienste schwieriger wird, hohe Finanzierungen einzusammeln.

Hohes Wachstum von Grab prognostiziert

Über die Kennzahlen von Grab ist wenig bekannt. Im letzten Jahr wurden wenige Zahlen aus einem Dokument kommuniziert, das an Investoren gerichtet war. Für das dritte Quartal 2015 war ein Verlust von 111 Mio. US$ eingeplant, das sind mehr als 35 Mio. US$ im Monat. Zum selben Zeitpunkt hatte das Fahrdienstunternehmen 606 Mio. US$ auf dem Konto. Für das Jahr 2015 wurde eine Innenumsatz von 35 Mio. US$ vorhergesagt, für das laufende Jahr sind 193 Mio. US$ geplant und 2017 soll der Innenumsatz bei 526 Mio. US$ liegen. Das entspricht 400.000 Fahrern pro Tag im Dezember diesen Jahres und 3.5 Millionen Fahrten pro Tag Ende 2017. Von 2015 auf 2016 entspricht das einem Wachstum von mehr als 600%, von 2016 auf 2017 soll das Wachstum bei mehr als 300% liegen.

Vernetzung der Fahrdienste

Die Landschaft der Fahrdienstanbieter vernetzt sich immer mehr. Erst in der vergangenen Woche hat Didi Chuxing das Geschäft von Uber China übernommen. Uber Technologies hält an dem neuen Unternehmen einen Anteil von 20%. Im Gegenzug hat sich Didi mit einer Milliarde an Uber Technologies beteiligt, also an dem Uber Angebot außerhalb Chinas. Didi ist ebenfalls Investor in Lyft, Grab und Ola Taxi aus Indien. Die Kooperation von Didi, Ola, Lyft und Grab wurde vor dem Didi Deal mit Uber als Anti-Uber-Allianz bezeichnet.

Bleibt abzuwarten, wie sich die Kooperation der Uber-Gegner und Didi weiter entwickelt und welchen Einfluss der Deal zwischen Uber und Didi auf die Finanzierungsrunden der Wettbewerber hat. Lyft will die Beteiligung von Didi in den nächsten Wochen unter die Lupe nehmen, Grab hat sich bisher positiv über den Zusammenschluss geäußert. Uber könnte sich auf Südost-Asien konzentrieren, nachdem es seine Baustellen in China losgeworden ist. Für Grab könnte das einen teureren Kampf um Fahrer und Fahrgäste bedeuten. Mit Go-Jek entsteht auch auch ein lokaler Wettbewerber, der sich schnell entwickelt.