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Grab bestätigt Finanzierung und testet selbstfahrenden Autos

Der Fahrdienstanbieter Grab aus Südostasien hat bestätigt, dass eine Finanzierung in höhe von 750 Mio. US$ eingesammelt wurde. Die Ridesharing Plattform  gehört zu einem der stärksten Konkurrenten von Uber in Asien. Das Geld kommt hauptsächlich von bestehenden Investoren, angeführt von SoftBank. Es ist auch davon auszugehen, dass die sich Didi Chuxing an der Runde beteiligt hat.  Nach der Finanzierungsrunden wird Grab mit 3 Milliarden US$ (ca. 2.7 Milliarden Euro) bewertet.

Das Unternehmen ist bisher in sechs Ländern in Südostasien aktiv und hat zuvor 350 Mio. US$ eingesammelt. Grab wollte bis zu einer Milliarde US$ in der jetzt abgeschlossenen Runde einsammeln, letztendlich wurde das Ziel nicht erreicht. Das Unternehmen gibt an, dass es 1 Milliarde US$ auf dem Bankkonto hat.

400.000 Grab Fahrer und viele Fahrgäste

Mittlerweile verfügt das Unternehmen über 400.000 registrierte Fahrer und die App wurde mehr als 21 Mio. mal heruntergeladen. Pro Tag werden bis zu 1.5 Mio. Buchungsanfragen getätigt. Wie viele davon auch wirklich durchgeführt werden, ist nicht bekannt.

Grab CEO Anthony Tan will das Geld nutzen, um die Position in Asien zu stärken. Es ist davon auszugehen, dass Uber nach dem Verkauf von Uber China an Didi verstärkt in Südostasien aktiv werden wird. Da ist es für Grab wichtig, genügend Geld zur Verfügung zu haben und sich in eine starke Position zu bringen. Fokus liegt dabei auch auch Indonesien. Grab schätzt den Markt für on-demand Fahr- und Lieferdienste in Indonesien auf 15 Milliarden US$ pro Jahr. Das umfasst auch Fahrdienste, die mit Motorrädern angeboten werden und Logistik und Essenlieferdienste.

Fahrdienst und Bezahldienst

Neben den Fahr- und Lieferdiensten will Grab auch seine Position als Anbieter von Bezahlsystemen stärken. Das in-App Bezahlsystem GrabPay kann auch von Drittanbietern mit eingebunden werden und soll vor allem in Indonesien weiter ausgebaut werden.

Selbstfahrende Taxis: Kooperation mit NuTonomy

Das Thema selbstfahrende Fahrzeuge darf natürlich auch bei Grab nicht fehlen. Uber testet bereits selbstfahrende Autos in Pittsburgh, Lyft spricht zumindest schon mal öffentlich über seine Pläne, da muss auch Grab mithalten können. Das Startup nuTonomy testet seit ein paar Wochen autonome Taxis in Singapur. Jetzt haben die beiden Unternehmen eine Kooperation vereinbart.

NuTonomy verfügt zwar über eine eigene App für die Buchung der Fahrzeuge, die Kooperation mit Grab ermöglicht aber einen Zugang zu einer größeren Kundengruppe. Außerdem können die von Grab gesammelten Karten- und Bewegungsdaten für die Weiterentwicklung bei nuTonomy hilfreich sein.

Ausgewählte Grab Nutzer können über die Funktion “Robo-Car” ein selbstfahrendes Auto im Bezirk One North buchen. Die Fahrt wird für den Nutzer kostenlos sein, an Board befinden sich Außerdem immer ein Fahrer und ein Spezialist, der die IT-Systeme überwacht und mehr darüber erfahren möchte, wie die Fahrgäste auf die autonomen Fahrzeuge reagieren. Das Unternehmen will die Erfahrungen für die Entwicklung des eigenen Fahrdienstes nutzen, der 2018 starten soll.

In 15 Jahren vorwiegend Roboter-Taxis

Selbstfahrende Autos gelten als Zukunft der Fahrdienste. Innerhalb der nächsten 10 – 15 Jahre werde keine Fahrer mehr benötigt und die Carsharing und Ridesharing-Angebote verschmelzen. Singapur unterstützt Projekte, die sich mit selbstfahrenden Fahrzeugen befassen. Singapur erhofft sich dadurch einen Schub für die Wirtschaft und eine Reduzierung des individuellen Fahrzeugbesitzes.

Bild: Grab (alle Rechte vorbehalten)

Grab will weitere Finanzierung einsammeln

Der Fahrdienst Grab, der in Südost-Asien aktiv ist, will demnächst eine weitere Finanzierungsrunde abschließen. Die Bewertung soll bei 2.3 Milliarden US$ liegen. Im letzten August lag die Bewertung bei 1.5 Milliarden US$, damals hatte Grab 350 Mio. US$ eingesammelt. Grab zählt zu den stärksten Wettbewerbern von Uber in Südost-Asien.

Laut einem Bericht von Bloomberg soll die Runde von den bestehenden Investoren Didi Chuxing und SoftBank angeführt werden. In einem ersten Closing sind 600 Mio. US$ im Gespräch, die Summe könnte auf eine Milliarde ansteigen. Grab ist mit Investoren bereits seit mehreren Monaten im Gespräch. Das könnte ein Anzeichen dafür sein, dass es für on-demand Fahrdienste schwieriger wird, hohe Finanzierungen einzusammeln.

Hohes Wachstum von Grab prognostiziert

Über die Kennzahlen von Grab ist wenig bekannt. Im letzten Jahr wurden wenige Zahlen aus einem Dokument kommuniziert, das an Investoren gerichtet war. Für das dritte Quartal 2015 war ein Verlust von 111 Mio. US$ eingeplant, das sind mehr als 35 Mio. US$ im Monat. Zum selben Zeitpunkt hatte das Fahrdienstunternehmen 606 Mio. US$ auf dem Konto. Für das Jahr 2015 wurde eine Innenumsatz von 35 Mio. US$ vorhergesagt, für das laufende Jahr sind 193 Mio. US$ geplant und 2017 soll der Innenumsatz bei 526 Mio. US$ liegen. Das entspricht 400.000 Fahrern pro Tag im Dezember diesen Jahres und 3.5 Millionen Fahrten pro Tag Ende 2017. Von 2015 auf 2016 entspricht das einem Wachstum von mehr als 600%, von 2016 auf 2017 soll das Wachstum bei mehr als 300% liegen.

Vernetzung der Fahrdienste

Die Landschaft der Fahrdienstanbieter vernetzt sich immer mehr. Erst in der vergangenen Woche hat Didi Chuxing das Geschäft von Uber China übernommen. Uber Technologies hält an dem neuen Unternehmen einen Anteil von 20%. Im Gegenzug hat sich Didi mit einer Milliarde an Uber Technologies beteiligt, also an dem Uber Angebot außerhalb Chinas. Didi ist ebenfalls Investor in Lyft, Grab und Ola Taxi aus Indien. Die Kooperation von Didi, Ola, Lyft und Grab wurde vor dem Didi Deal mit Uber als Anti-Uber-Allianz bezeichnet.

Bleibt abzuwarten, wie sich die Kooperation der Uber-Gegner und Didi weiter entwickelt und welchen Einfluss der Deal zwischen Uber und Didi auf die Finanzierungsrunden der Wettbewerber hat. Lyft will die Beteiligung von Didi in den nächsten Wochen unter die Lupe nehmen, Grab hat sich bisher positiv über den Zusammenschluss geäußert. Uber könnte sich auf Südost-Asien konzentrieren, nachdem es seine Baustellen in China losgeworden ist. Für Grab könnte das einen teureren Kampf um Fahrer und Fahrgäste bedeuten. Mit Go-Jek entsteht auch auch ein lokaler Wettbewerber, der sich schnell entwickelt.

Daimler stockt bei Blacklane auf

Aus Branchenkreisen ist zu hören, dass Blacklane schon seit längere Zeit versucht hat, eine Finanzierung einzusammeln. Dieses Vorhaben ist jetzt mit einem Millioneninvestment unter der Führung von Daimler geglückt. Daimler stockt damit seinen Anteil an Blacklane auf, die weitern Altinvestoren RI Digital Ventures, b-to-v und Alstin gehen die Runde auch mit. Mit der Finanzierung soll vor allem das Geschäft in Asien und im Mittleren Osten vorangetrieben werden.

In der Series C Finanzierung sollen insgesamt etwa. 24 Mio. Euro in das Unternehmen fließen. Von Daimler sollen 15 Mio. Euro Finanzierung kommen. Im Jahr 2014 hatte Blacklane die letzte kommunizierte Finanzierungsrunde. Damals ist die Japanische Recruit Holding mit einem Millionenbetrag bei einer Bewertung von 140 Mio. Euro eingestiegen. Seitdem scheint sich die Bewertung nicht wesentlich erhöht zu haben. Es ist eher davon auszugehen, dass die Bewertung reduziert wurde, es ist die Rede von mehr als 100 Mio. Euro.

Das Unternehmen wurde im Jahr 2011 gegründet und bietet einen Limousinen Service mit professionellen Chauffeuren. Die Dienste von Blacklane müssen mit einer Vorlaufzeit über die App oder die Webseite gebucht werden. Es werden vor allem Geschäftsreisende angesprochen, die eine Fahrt zum Airport oder zu einem Geschäftstermin buchen. Blacklane beschäftigt keine eigenen Fahrer, sondern tritt als Vermittler an lokale Fahrdienstleister auf. Das Unternehmen arbeitet mit Reiseplattformen, wie Expedia und Booking.com zusammen. Über Amadeus soll der Service in den Buchungsprozess von Reisebüros und auf Webseiten von Fluggesellschaften integriert werden.

Der Service ist zur Zeit in mehr als 200 Städten in 50 Ländern aktiv. Für Blacklane arbeiten 200 Mitarbeiter.

Für Daimler ist das Investment in Blacklane ein teil der Strategie, um den Konzern fit für innovative Mobilitätsdienstleistugen zu machen. In der vergangenen Woche hat der Konzern angekündigt, dass bisher 500 Millionen Euro in den Aufbau von Mobilittsplattformen besteckt wurden. Erst in der vergangenen Woche wurde die Fusion von MyTaxi und Hailo verkündet. Neben Daimler interessieren sich auch andere Automobilkonzerne für die neuen Fahrdienste. Volkswagen hat 300 Mio. US$ in Gett investiert, GM ist mit 500 Mio. US$ bei Lyft eingestiegen.

Bild: Blacklane (alle Recht vorbehalten)

Saudi-Arabien investiert 3.5 Milliarden Dollar in Uber

Der Ridesahring Anbieter Uber sichert sich ein Investment in Höhe von 3.5 Milliarden Dollar vom Staatsfond aus Saudi-Arabien. Für Uber ist es das bisher größte erhaltene Investment. Im Allgemeinen wurde bisher kein größeres Einzelticket in ein Startup investiert.

Bisher hat Uber mehr als 13.5 Milliarden US$ einschließlich Wandelanleihen eingesammelt, von dieser Summe hat das Unternehmen noch 11 Milliarden Dollar auf dem Bankkonto. Das Investment kommt für Uber gut gelegen, so kann der Börsengang weiter hinausgezögert werden.

Bewertung bei 62.5 Milliarden Dollar

Die Gespräche zwischen Uber und dem saudi-arabischen Public Investment Fond wurden im März gestartet. David Plouffe, Ubers Chef Lobbyist und Verwaltungsrat-Mitglied ist zu diesem Zeitpunkt in die Region gereist. Der Public Investment Fond hält nach der Finanzierung Anteile in Höhe von etwa 5 % am Unternehmen. Das entspricht einer Unternehmensbewertung von Uber 62.5 Milliarden US$.

Weitere Diversifizierung der Investments

Der Managing Director PIF, Yasir Al Rumayyan wird Mitglied im Verwaltungsrat von Uber. Mit dem Investment will der Staatsfond seine Investments stärker diversifizieren und unabhängiger von den zurückgehenden Einnahmen aus dem Öl-Geschäft werden. Bisher war der Staatsfond nur im Inland tätig, bis 2030 sollen die Investments im Ausland stark ausgeweitet werden. Bis dahin sollen 50% des Anlagevolumens von 200 Milliarden in Auslandsbeteiligungen angelegt werden.

Auch Lyft mit Geld aus Saudi-Arabien

Der PIF ist nicht der einzige Fond aus Saudi-Arabien, der an neuen Mobilitätsanbietern beteiligt ist. Die Kingdom Holding Co, von Prinz Alwaleed Bin Talal hat mindestens 100 Mio. US$ in den Uber-Konkurrenten und zweitgrößten Fahrdienstanbieter in den USA Lyft investiert. Uber will einen Teil des Investments im arabischen Raum und in Afrika investieren. In Saudi-Arabien ist der Fahrdienst vor allem bei weiblichen Fahrgästen beliebt, etwa 80% der Fahrgäste sind weiblich. Das liegt auch daran, dass es für Frauen verboten ist, selber Auto zu fahren. Ein Großteil der Summe dürfte aber in die Wachstumsmärkte in Asien gesteckt werden. Gerade in China und Indien muss Uber viel investieren, um Marktanteile im Wettbewerb mit den lokalen Anbietern zu gewinnen.

Uber dürfte seine Bewertung mit den Bemühungen im Bereich der selbstfahrenden Autos gerechtfertigt haben. Der Einsatz von selbstfahrenden Fahrzeugen führt dazu, dass der größte Kostenfaktor, nämlich der Fahrer wegfällt. Das führt auf der einen Seite zu geringeren Preisen für die Kunden und auf der anderen Seite zu mehr Gewinn für Uber.

Strategische Investoren steigen ein

Das hohe Investment des Staatsfonds und der Einstieg von strategischen Investoren in neue Mobilitätsdienstleister zeigt deren Potential für die Zukunft. In den letzten Monaten und Wochen haben sich Unternehmen wie GM, Apple, Volkswagen oder Toyota an Dienstleistern wie Lyft, Didi, Gett und Uber beteiligt. Automobilhersteller schauen sich vor allem nach einer Plattform für den Einsatz von selbstfahrenden Autos in der Zukunft um. Vorerst geht es um das Erschließen weitere Absatzkanäle. Volkswagen hat erst gestern verkündet, dass Gett Fahrer leichter Zugang zu attraktiven Finanzierungskonzepten für Fahrzeuge aus dem Volkswagen-Konzern erhalten sollen. Sonderausstattung, Wartung und Versicherung inklusive. Später wird es auch um selbstfahrende Autos gehen. Gett ist für VW ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum ganzheitlichen Mobilitätsanbieter. Dieses Ziel will VW bis 2025 erreichen.

Konkurrenz aus China

Uber Konkurrent Didi arbeitet nach Aussagen des Didi Präsidenten Jean Lu an einer Finanzierung im Volumen von über 3.5 Milliarden US$. Erst im letzten Monat hat das Unternehmen 1 Milliarde von Apple erhalten. Didi ist entweder direkt an Uber-Konkurrenten beteiligt oder ist Partnerschaften mit diesen eingegangen. Darunter befinden sich Lyft in den USA, Ola in Indien und Grab in Südost-Asien.

Drivy schließt neue Finanzierungsrunde über 31 Mio. Euro erfolgreich ab

Der Carsharing Marktplatz Drivy sammelt weitere 31 Mio. Euro von neuen und bestehenden Investoren ein. Neu eingestiegen sind Cathay Capital und Nokia Growht Partner. Die bestehenden Investoren Index Ventures, Via-ID und BPI Econtechnologies Fund beteiligen sich ebenfalls an der Runde. Drivy hat in den letzten Jahren schon Millionensummen eingesammelt. Bis heute sind insgesamt 47 Mio. Euro in das Unternehmen geflossen. Mit der aktuellen Finanzierung sollen weitere europäische Märkte erschlossen werden und das Produkt weiter verbessert werden.

Das französische Unternehmen ist in Deuschland 2014 gestartet, im letzten Mai wurde die peer-to-peer Carsharing Plattform Autonetzer übernommen. So hat Drivy schnell eine kritische Masse an Fahrzeugen und Nutzern aufgebaut. Insgesamt sind 100.000 Nutzer und 5.000 Autos auf der Carsharing Plattform registriert.

Auf Produktseite liegt der Fokus vor allem auf Drivy Open. Mit dem neuen Feature können die Fahrzeuge per Smartphone geöffnet werden. Bisher mussten sich Fahrer und Autobesitzer persönlich treffen, um die Schlüsselübergabe zu regeln. Mit Drivy Open erübrigt sich dieser Schritt und es ist zu erwarten, dass noch mehr Nutzer von dem peer-to-peer Carsharing Konzept angezogen werden. Es wird eine separate Hardware in das Fahrzeug eingebaut, über die das Auto per Smartphone geöffnet werden kann. Berlin wurde als Testmarkt für die neue Technologie ausgewählt, bisher ist die Technik in 10% der in Berlin verfügbaren Fahrzeuge verbaut.

Carsharing entwickelt sich positiv

Neben dem privaten Carsharing befinden sich auch die kommerziellen Anbieter auf einem Wachstumskurs. Laut einer BCG Studie werden die kommerziellen Anbieter im Carsharing-Markt im Jahr 2012 einen Umsatz von 4.7 Milliarden Euro generieren. Der Großteil des Umsatzes wird in Europa generiert werden, voraussichtlich 2.1 Milliarden Euro pro Jahr. An zweiter Stelle folgt Asien mit 1.5 Milliarden Euro Umsatz, gefolgt von Nord-Amerika mit 1.1 Milliarden Umsatz. Laut Studie wird es im Jahr 2021 etwa 35 Millionen Carsharing-Nutzer geben, die pro Monat auf eine Fahrzeit von 1.5 Milliarden Minuten kommen. Jedes Carsharing Fahrzeug wird dabei im Schnitt zu 15% ausgelastet sein.

Über Drivy

Drivy ist der führende Marktplatz für Autovermietungen in Europa. Der Service ermöglicht es dem Nutzer Autos jederzeit in direkter Nähe anzumieten, egal ob ein Auto für einen Wochenendausflug gesucht wird, ein Geschäftstermin einen Wagen erfordert oder ein Umzug bevorsteht. Jede Anmietung ist umfassend über die Allianz  versichert. Mittlerweile kann die gesamte Anmietung, von Buchung bis zur Rückgabe des Autos, über das Smartphone abgewickelt werden.

2010 in Frankreich gegründet, operiert Drivy heute in Deutschland, Frankreich und Spanien. Europaweit hat Drivy 850.000 Nutzer und 36.000 Autos.

Bild: Drivy (alle Rechte vorbehalten)

Lyft will 500 Mio. Dollar einsammeln und Umsatz-Milliarde knacken

Das amerikanische Ridesharing-Startup Lyft, das in den USA mit Uber konkurriert, will in einer aktuellen Finanzierungsrunde eine Summe von 500 Mio. US$ aufnehmen. Außerdem ist das Unternehmen auf dem Weg, die Umsatzmilliarde auf Jahresbasis zu knacken.

Lyft will die Summe von 500 Mio. US$ bei einer Bewertung von etwa 4 Milliarden US$ einsammeln. Bei der letzten Finanzierungsrunde wurde das Startup mit 2.5 Milliarden US$ bewertet.

Lyft bisher nur in den USA aktiv

Lyft wurde im Jahr 2012 gegründet und ist bisher nur in den USA aktiv. Vor kurzem wurde eine Kooperation mit der chinesischen Taxi-App Didi bekanntgegeben. So können die Nutzer der beiden Dienste den jeweils anderen Dienst nutzen, ohne sich nochmal registrieren zu müssen. In den USA ist die Taxi-Alternative in 190 Städten aktiv. Lyft bietet auch einen Car-Pooling Service an. Bei Lyft Line teilen sich mehrere Fahrgäste ein Fahrzeug und zahlen dafür einen geringeren Fahrpreis.

Im Oktober wurden auf der Lyft Plattform 7 Millionen Fahrten abgewickelt, das sind etwa 230.000 Fahrten pro Tag. Im kommenden Jahr soll die Umsatzmilliarde geknackt werden. Von dem Betrag wird der Großteil an die Fahrer ausbezahlt.

Umsatz mit Rabattaktionen erkauft

Laut Unternehmensgründer Zimmer hat Lyft in der San Francisco Bay Area einen Marktanteil von 40 %. In New York wurde der Marktanteil in den letzten vier Monaten verdreifacht. Die Marktanteile werden mit Rabattaktionen erkauft. In Los Angeles werden die Fahrten zum halben Preis angeboten, in New York werden Car-Pooling Fahrten für 5 US$ angeboten.

Chinesische Fahrdienst-App Yidao Yongche sammelt 700 Mio. US$ ein

In den chinesischen Taxi-App Markt fließen weiteren Millionen an Finanzierung, diesmal aber nicht in Didi Kuaidi oder Uber. Die chinesische Taxi- bzw. Fahrdienst-App Yidao Yongche hat eine Finanzierung in Höhe von 700 Mio. US$ eingesammelt, bei einer Bewertung von 1 Milliarde US$. Der neue Investor kauft also 70% vom Unternehmen.

Die Finanzierung kommt von dem chinesischen Konzern LeTV. LeTV verkauft Smartphones, die wie eine Mischung aus HTC One M8 und dem iPhone 6S aussehen. Außerdem  betreibt LeTV eine Video-Plattform und verfolgt andere geschäftliche Interessen.

Bisher geringer Marktanteil – großes Potential ich China

Yidao Yongche ist ein kleiner Anbieter auf dem chinesischen Markt, laut Berichten hat das Unternehmen 0.7 bis 2.7 % Marktanteil am chinesischen Fahrservice und Taxi Markt. Die Investoren sehen  anscheinend das große Potential in China, ansonsten hätten sie nicht bei so einer hohen Bewertung investiert.

LeTV hat bisher auch im Automotive-Bereich investiert. Kürzlich hat das Unternehmen eine Partnerschaft mit Aston Martin und BAIC verkündet. In der Partnerschaft sollen Elektroautos für den chinesischen Markt entwickelt werden. Durch das Investment in die Taxi-App fügt das Unternehmen eine weitere Komponente im Automotive-Bereich hinzu.

Chauffeurservice auch für Touristen

Yidao Yongche betreibt anders als Uber keinen low-cost Service, sondern setzt auf Chauffeure und hochwertigere Fahrzeuge. Der Service ist daher eher mit dem Limousinenservice Blacklane zu vergleichen. Das Unternehmen ist in mehr als 20 Städten in den USA aktiv. Ein Großteil des Umsatzes kommt von chinesischen Touristen, die in die USA reisen. Die Anzahl der USA Touristen aus China steigt von Jahr zu Jahr, damit dürfte sich auch das Geschäft von Yidao Yongche positiv entwickelt. Die beiden Taxi-Apps Lyft und Didi Kuaidi haben vor kurzem eine Partnerschaft geschlossen, damit die chinesischen USA Touristen über die Didi App einen Fahrdienst in den USA buchen können und andersherum.

Milliarden für den chinesischen Mobilitätsmarkt

Nicht nur Yidao Yongche sammelt Geld ein, über Uber gibt es auch Spekulationen, dass das Unternehmen weitere Milliarden US$ bei einer Bewertung von 70 Milliarden US$ aufnimmt. Gut möglich, dass ein Teil davon in den chinesischen Markt investiert wird, um schneller wachsen zu können. Bisher hat Uber angekündigt, das eine Milliarde US$ in den chinesischen Markt investiert werden sollen. Konkurrent und Marktführer Didi Kuaidi hat kürzlich 3 Milliarden US$ eingesammelt.

Bild: Escalade von Jason Lawrence (bestimmte Rechte vorbehalten)

GrabTaxi sammelt 350 Mio. US$ ein

Die Taxi-App GrabTaxi, die in Südost-Asien populär ist, erhält einen Finanzierungsrunde in Höhe von 350 Mio. US$. Interessanterweise investiert auch das Unternehmen hinter der größten chinesischen Taxi-App Didi Kuaidi in die Taxi-App aus Südost-Asien. Neben Didi Kuaidi haben auch die China Investment Cooperation (CIC) und Altinvestoren in das Startup investiert. GrabTaxi hat somit mehr als 650 Mio. US$ seit der Gründung eingesammelt.

Weitere Konsolidierung unter den Taxi-Apps?

Interessant ist, dass Didi Kuaidi aus der Fusion der beiden größten Taxi-Apps in China hervorgegangen ist. Bestehen Pläne, GrabTaxi zu übernehmen, um die Reichweite in Südostasien auszubauen? Dieses Szenario wird bisher von GrabTaxi dementiert.

Es ist davon auszugehen, dass wir auf dem umkämpften Markt der Taxi- und Fahrdienst-Apps eine weitere Konsolidierung sehen werden. GrabTaxi und Didi Kuaidi teilen sich mit CIC und SoftBank bereits zwei Investoren und Didi Kuaidi ist direkt an GrabTaxi beteiligt. Diese Konstellation ist interessant und dürfte auf einen Zusammenschluss hinauslaufen.

Beide Unternehmen verfolgen das gleiche Ziel und wollen die Marktführerschaft in der jeweiligen Region ausbauen. Auch das amerikanische Unternehmen Uber zählt zum ausgesprochenen Feind beider Unternehmen.

GrabTaxi mit 1 Mio. Fahrten am Tag

GrabTaxi wurde 2012 in Malaysia gegründet und ist mit unterschiedlichen Mobilitätsdienstleistungen in 26 Städten aktiv. Am Anfang wurden Fahrten mittels App an lizensierte Taxifahrer vermittelt. Später kam die Vermittlung von Ridesharing-Fahrten hinzu. Die Finanzierung soll für die weitere Expansion und den Aufbau von neuen Dienstleistungen verwendet werden.

Das Unternehmen gibt an, dass 110.000 Fahrer auf der Plattform aktiv sind und dass jede Sekunde 11 Buchungen durchgeführt werden. Pro Tag werden also fast 1 Mio. Fahrten vermittelt. Die App wurde mehr als 6 Mio. Mal heruntergeladen.

Weitere Finanzierung für Uber

Auch Uber hat eine weitere Finanzierung in Millionenhöhe erhalten. Der Tata Opportunities Fund investiert in das Ridesharing-Unternehmen, um einen schnelleren Ausbau von Uber in Indien zu ermöglichen. Wie viel Tata in Uber investiert hat, ist nicht bekannt. Uber hat schon mit Baidu einen strategischen Investor für die Expansion in China an Board geholt. Tata soll al strategischer Investor die Expansion in Indien beflügeln.

Größter Uber-Konkurrent in Indien ist Ola Cabs. Ola Cabs wurde auch von SoftBank finanziert. Wie bereits angemerkt, ist SoftBank in GrabTaxi und Didi Kuaidi investiert und könnten an einen Konsolidierung seiner Investments interessiert sein. Bleibt abzuwarten, ob die Verbindung zwischen Ola, Didi Kuaidi und GrabTaxi ausgebaut wird.

Bild: GrabTaxi von Jon Russel (bestimmte Rechte vorbehalten)

Mitfahrservice Lyft mit weiteren 150 Mio. US$

Investor Carl Icahn investiert 100 Mio. US$ in Lyft und nennt den Deal ein Schnäppchen im Vergleich zum konkurrierenden Mitfahrservice Uber.

Bewertung von 2.5 Milliarden US$

Die Summe ist eine Erweiterung der Finanzierungsrunde, die im März bekannt wurde. Insgesamt werden 150 Mio. US$ nachgeschossen, 100 Mio. US$ kommen von Icahn. Das Ridesharing Unternehmen wird auf 2.5 Milliarden US$ bewertet.

Normalerweise beteiligt sich Icahn an börsennotierten Unternehmen und bringt sich dann aktiv ein. Nicht selten wird das Management von ihm zu strategischen Änderungen aufgefordert. So hat Icahn die Abspaltung der eBay Tochter PayPal durchgesetzt.

Platz für zwei Anbieter

In einem Interview sprach der Investor davon, dass es ein guter Deal ist, in Lyft zu investieren, wenn man die Bewertung von 2.5 Milliarden US$ mit der 50 Milliarden US$ Bewertung von Uber vergleicht. Icahn geht auch davon aus, dass es genügend Platz für zwei Player auf dem Ridesharing-Markt gibt. Für den Mitfahrservice Lyft könnte Icahn bei zukünftigen Finanzierungsrunden mit seinem Netzwerk von Vorteil sein.

Mit Geld von Rakuten

Im März diesen Jahres wurden 350 Mio. US$ von Mitfahrservice Lyft eingesammelt, der Großteil davon kam von der japanischen E-Commerce Plattform Rakuten. Insgesamt flossen seit Gründung mehr als 1 Milliarde US$ in das Ridesharing-Unternehmen. Konkurrent Über hat 5 mal so viel eingesammelt und bereitet die nächste Runde in Milliardenhöhe vor. Lyft ist bisher nur auf dem US-Markt aktiv, über eine Internationalisierung wird seit Monaten spekuliert.

Bild: Lyft von Steven Damron (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: 1.5 Milliarden US$ für Uber, 3 Milliarden für Nokia HERE?

Kurznachrichten: Uber will weitere Milliarden einsammeln, Bewertung steigt auf 50 Milliarden US$. Gebote von über 3 Milliarden US$ für den Kartenservice Nokia Here wurden von den deutschen Automobilherstellern und Uber abgegeben.

Uber plant neue Finanzierungsrunde

Die Ridesharing und Transport Plattform Uber plant weitere 1.5 Milliarden US$ an Finanzierung aufzunehmen. Die Bewertung würde dann auf 50 Milliarden US$ steigen. Uber hat erst Anfang des Jahres einen Milliardenbetrag eingesammelt, bei einer Bewertung von 40 Milliarden US$. Uber profitiert dabei von der Einstellung der Investoren, die die Technologie von Uber als Zukunft im Transport- und Beförderungsbereich ansehen. Uber wird mit der Finanzierung den Service in weitere Städte bringen. Außerdem werden Services wie UberEATS weiter ausgebaut. Für Akquisitionen und Forschungsprojekte könnte auch Geld benötigt werden. (via Bloomberg)

3 Milliarden US$ für Nokia Here?

Für den Kartendienst HERE von Nokia gibt es einige Kaufinteressenten. Die Deutschen Automobilhersteller Audi, Mercedes und BMW willen wohl gemeinsam das Kartenunternehmen übernehmen. Außerdem ist anscheinend Uber bereit, 3 Milliarden US$ für den Dienst zu zahlen. Ein entsprechendes Angebot wurde abgegeben. Neben dem Konsortium der Automobilhersteller und Uber soll auch eine nicht genannte Private Equity Firma Interesse an dem Service und den Daten von Nokia bekundet haben. Here hat vor allem einen großen Marktanteil im Segment der von Werk eingebauten Navigationsgeräte. Deshalb wird das Interesse der Automobilhersteller groß sein. Uber könnte mit Here unabhängiger von Google werden und  seinen UberPool Service verbessern. Die Kartentechnologie spielt auch eine Schlüsselrolle in der Entwicklung selbstfahrender Autos. Sowohl Uber als auch die Automobilhersteller arbeiten an entsprechenden Projekten. (via New York Times)

Carsharing: Flinkster und Ford arbeiten enger zusammen

Die Deutsche Bahn und Ford arbeiten im Carsharing Bereich enger zusammen. Die Bahn nutzt für ihr Carsharing Angebot Ford Fahrzeuge. Ford Nutzt das von der Deutschen Bahn entwickelte internetbasierte Buchungssystem für Ford Carsharing. Ford bietet seit 2013 mit ausgewählten Handelspartnern Carsharing an. Die registrierten Nutzer haben auch Zugriff auf das Fahrzeugangebot von Flinkster, dem Carsharing Angebot der Deutschen Bahn. Insgesamt stehen der Nutzern von Ford Carsharing so 3600 Fahrzeuge an 1000 Stationen in über 200 Städten zur Verfügung. Sowohl Flinkster als auch Ford Carsharing sind stationsgebundene Angebote, die Fahrzeuge müssen an einer festen Station abgeholt und wieder abgestellt werden. Im Gegensatz dazu existieren free-floating Angebote wie DriveNow und Car2Go. Bei diesen Modellen können die Carsharing Fahrzeuge an beliebigen Orten in einem festgelegten Gebiet abgestellt werden. (via Presseportal)

Bild: here.com (alle Rechte vorbehalten)