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Transport App Citymapper testet smarten Bus in London

Bisher hat Citymapper eine App für den öffentlichen Nahverkehr angeboten, über den sich die schnellsten und besten Verbindungen von A nach B raussuchen lassen können. Nun wird in London das nächste Kapitel gestartet, es wir eine eigene intelligente Buslinie angeboten.

Citymapper Transport-App seit 2012 

Citymapper wurde bereits 2012 gegründet und hat eine Finanzierung von insgesamt mehr als 50 Mio. US$ eingesammelt. Die Transport-App kann in mehreren Städten weltweit genutzt werden. Unter anderem funktioniert sie in New York City, London, Boston und Berlin. In letzter Zeit hat es Gerüchte gegeben, wie sich die App weiterentwickelt. Einige Experten haben das Unternehmen als Übernahmekandidaten gesehen, andere gingen davon aus, dass eigene Mobility Services gestartet werden, um weiter zu wachsen. Diesen Schritt hat das Unternehmen jetzt angekündigt.

Busse auf festgelegten Routen

Die Busse fahren auf einer festgelegten Strecke und halten an definierten Haltestellen. Die Fahrgäste können an den Haltestellen beliebig ein und aussteigen. Die Fahrpläne der Busse sind selbstverständlich in der Citymapper App einsehbar und die Buslinie wird in die multimodale Routenplanung mit eingebunden. Die Busse verfügen über ein smartes Display, das den Fahrgästen zeigt, wo sie sich gerade befinden. Außerdem wurden die Busse leicht überarbeitet und bieten USB-Schnittstellen, an denen die Fahrgäste die Smartphones laden können. Citymapper hat auch Software für das Management der Fahrzeuge entwickelt. Die Fahrgäste werden über die Zahl der Passagiere informiert und können so sehen, wie voll der Bus ist.

ÖPNV kann effizienter gestaltet werden

In den letzten Jahren hat die App jede Menge Daten über das Mobiliätsverhalten der Nutzer gesammelt und ausgewertet. Dabei hat Citymapper realisiert, dass die Routen der öffentlichen Verkehrsmittel effizienter gestaltet werden können, um Menschen schneller von A nach B bringen zu können. Da von öffentlicher Hand geplante Mobilitätsangebote lange in der Umsetzung brauchen, ist das Unternehmen selbst aktiv geworden. Langfristig will Citymapper mit Partnern bessere Buslinien etablieren, die mehr dem Mobilitätsverhalten der Fahrgäste entsprechen. Von Citymapper soll die Software und Technologie kommen, die Busse sollen von anderen Unternehmen betrieben werden.

Mit dem Pilotprojekt in London will das Unternehmen lernen. Schaut man in die Zukunft, kann man sich leicht ausmalen, wie die Effizienz des ÖPNV gesteigert werden kann, wenn jedes Fahrzeug mit Sensoren ausgestattet ist, um Daten über die Auslastung und das Nutzungsverhalten zu sammeln.

Bild: Citymapper (alle rechte vorbehalten)

Flixbus übernimmt auch Postbus

Der Markt der Fernbusanbieter in Deutschland konsolidiert sich weiter. Erst vor ein paar Wochen hat der Anbieter Flixbus den Konkurrenten MegaBus aus Großbritannien übernommen. Jetzt erfolgte die nächste Übernahme. Die Post verkauft ihr Postbus Angebot an Flixbus. Flixbus hat nach der Übernahme einen Marktanteil von mehr als 80%. Einziger stärkere Konkurrent bleibt somit das Angebot von BerlinLinienBus, das zum DB Konzern gehört.

Flixbus will weiter zukaufen

Für Flixbus soll es nicht der letzte Kauf gewesen sein, das Unternehmen schaut sich nach weiteren Zukäufen in Europa um. Die Lage sei im Moment günstig und Flixbus scheint über genügend finanzielle Mittel zu verfügen, um die Zukäufe und damit verbundenen Kosten zu stemmen.

Billigtickets als Problem für Postbus

Die Deutsche Post hat das Fernbusangebot an Flixbus verkauft, da es sich bei dem hohen Kostendruck durch Billigtickets nicht wirtschaftlich betreiben lässt. Ursprünglich wurde Postbus von der Deutschen Post und dem ADAC gegründet. Der ADAC ist nach kurzer Zeit ausgestiegen und die DeutschePost hat das Angebot alleine weiter betrieben. Flixbus ist aus der Fusion der beiden großen Anbieter MeinFernbus und Flixbus entstanden. Bisher fährt Flixbus noch keine Gewinne ein. Innerhalb diesen Jahres soll im Deutschsprachigen Raum die Profitabilität erreicht werden.

Steigen jetzt die Preise?

Es ist zu erwarten, dass durch die Übernahme auch die Ticketpreise für die Kunden ansteigen. Durch die neue Marktmacht von Flixbus fehlt der Wettbewerb und das sei schlecht für die Verbraucher. Die Strategie von Flixbus, mit günstigen Preisen die Wettbewerber aus dem Markt zu drängen, scheint vorerst aufzugehen.

Bild: Flixbus (alle Rechte vorbehalten)

Flixbus übernimmt das Netzwerk von Megabus

Flixbus, der Anbieter von Fernbusfahrten wird das Angebot von Megabus übernehmen. Trotz Brexit-Entscheidung vertraut das deutsche Unternehmen auf das Marktpotential in Großbritannien. Somit konsolidiert sich der Markt der Fernbusanbieter in Europa weiter. Flixbus hat bereits den Wettbewerber MeinFernBus übernommen und sich erst kürzlich von MeinFernBus-Flixbus in Flixbus umbenannt.

Megabus ist erst spät in den Deutschen Markt eingestiegen und hat versucht, mit niedrigen Fahrpreisen ab 1.50 € fußzufassen. Megabus wurde von dem britischen Konzern Stagecoach gegründet und hat vor der Expansion nach Deutschland Buslinien in Großbritannien angeboten.

Mehr Verbindungen nach London

Im Zuge der Übernahme wird sich auch das Streckenangebot zwischen London und dem europäischen Festland erhöhen. Die Megabus-Fahrten von Köln, Amsterdam und Paris nach London lassen sich ab Juli über die Flixbus-Seite buchen. Die übrigen Strecken sollen bis Ende des Sommers in das Netz von Flixbus integriert werden. Im Zuge der Zusammenlegung werden auch die Netzplanung, Technologie und Buchungsplattform von Megabus übernommen. Das Servicelevel beider Angebote soll vereinheitlicht werden, so dass Megabus-Kunden z.B. auch bis 15 Minuten vor Abfahrt kostenlos stornieren oder umbuchen können. Die Marke Megabus bleibt erstmal erhalten. Mittelfristig sollen die blau-gelben Busse aber auch umgestaltet werden und in den grün-orangenen Flixbus Farben fahren.

Kaufpreis unbekannt

Wie viel Flixbus für die Übernahme bezahlt hat, ist nicht bekannt. Anscheinend wird Flixbus von Stagecoach einen Kredit erhalten, der bis Ende 2017 abgezahlt werden muss. Der Deal soll zusätzliche 30 Mio. Euro an Umsatz für Flixbus bringen, die Anzahl der Fahrgäste wird sich um 50 Prozent auf 30 Mio. Fahrgäste im laufenden Jahr erhöhen.

Flixbus ist weiterhin Marktführer auf dem Deutschen Markt. Mit 68 Prozent der angebotenen Fahrplan-Kilometern liegt Flixbus vor den Anbietern der Post und der Bahn. Zuletzt ist der Anteil aber geschrumpft, da die Deutsche Bahn ihr Angebot BerlinLinienBus ausgebaut hat. Megabus kam in Deutschland auf einen Anteil von 2%. Seit der Liberalisierung des Marktes im Jahr 2013 hat der Fernbusmarkt zuerst ein rasantes Wachstum hingelegt. Im ersten Halbjahr dieses Jahres, ist der Fernbusmarkt in Deutschland das erste Mal seit der Liberalisierung geschrumpft. Die Anzahl der Angebotenen Linien und auch die durchgeführten Fahrten gingen in den ersten 6 Monaten zurück.

Bild: DZ-655-YQ (F) FLIXBUS von EDDIE (bestimmte Rechte vorbehalten)

FlixBus und MeinFernbus schließen sich zusammen

Die beiden größten Anbieter auf dem deutschen Fernbusmarkt schließen sich zu einem starken Player zusammen (MeinFernbus Pressemitteilung). Aus beiden Anbietern MeinFernbus und FlixBus wird ein Unternehmen. Gemeinsam soll ein europaweites Fernbus-Liniennetz aufgebaut werden. Als erster Schritt werden in den nächsten Monaten die bestehenden Linien, die meisten davon sind in Deutschland, zusammengeschlossen. Im Zuge der Fusion kommt auch mit General Atlantic ein neuer Investor an Board.

Kompetenzen beider Unternehmen bündeln

Laut Torben Greve, Gründer von MeinFernbus, profitieren die Passagiere von dem Zusammenschluss. Die Fernbusse fahren demnächst noch öfter und schneller, die Preise sollen dabei genauso günstig wie bisher bleiben. Jochen Engert, Gründer von FlixBus ist der Meinung, dass sich die beiden Unternehmen perfekt ergänzen. FlixBus ist seiner Meinung nach führend im Online-Bereich, also bei der Akquise der Kunden über digitale Kanäle. MeinFernbus ist hingegen auf der Straße, also bei dem operativen Themen erfolgreicher.

Beide Unternehmen verfolgen ein ähnliches Geschäftsmodell und eine ähnliche Strategie. Durch schnelles Wachstum soll eine hohe Marktabdeckung erreicht werden. Beide Unternehmen verfügen über keine eigene Flotte, sondern arbeiten mit Partnern zusammen, die die Busse betreiben.

Zwei Marken sollen bestehen bleiben

Die Pressemitteilung liest sich so, dass die beide Marken bestehen bleiben und weiter erfolgreich etabliert werden sollen. Auch die jeweiligen Teams, die Netzplanung, Kundenservice, Marketing, Ticketing, Preisgestaltung und Vertrieb verantworten, sollen bestehen bleiben. Es wird interessant zu sehen sei, wie die beiden Unternehmen so in einer Kooperation profitieren werden.

General Atlantic als neuer Investor

Im Zuge der Fusion steigt auch der Investor General Atlantic ein. Mit der Finanzierung soll der europaweite Ausbau vorangetrieben werde. General Atlantic sieht im Fernbus-Linienverkehr ein enormes Wachstumspotenzial in Europa. Seit der Markt-Liberalisierung  in Deutschland hat sich der Fernbus-Verkehr sprunghaft entwickelt und verspricht weitere Wachstumsraten. Die Anteilseigner Holtzbrinck Ventures und UnternehmerTUM investieren ebenfalls in das neue Unternehmen. Wie viel Geld in der Finanzierungsrunde in das neue Unternehmen fließt, ist nicht bekannt. Altinvestor Moovel (Daimler) scheint sich nicht an der neuen Finanzierungsrunde zu beteiligen.

Marktanteil im Fernbus-Verkehr von über 50%

Durch den Zusammenschluss erreichen die Unternehmen einen Marktanteil am deutschen Fernbus-Markt von mehr als 50%. Im Jahr 2014 haben laut Iges Institut etwa 20 Millionen Fahrgäste einen Fernbus in Deutschland genutzt (via FAZ). MeinFernbus hatte im abgelaufenen Jahr 7,2 Millionen Fahrgäste befördert, FlixBus etwa 3,5 Millionen.

Marktkonsolidierung abzusehen

Schon in den letzten Monaten war eine weitere Marktkonsolidierung abzusehen. Auf Grund des harten Preiskampfes sind bereits die Fernbus-Wettbewerber DeinBus und City2City entweder in die Insolvenz geschlittert oder haben sich aus dem deutschen Markt zurück gezogen. Auch der ADAC hat verkündet, aus dem Gemeinschaftsunternehmen mit der Deutschen Post auszusteigen.

Bild: MeinFernbus/FlixBus