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Finanzierung für Carsharing Dienst Getaround

Der peer-to-peer Carsharing Dienst Getaround hat eine weitere Finanzierung eingesammelt. Insgesamt 45 Mio. US$ werden von Braemer Energy Ventures, Toyota und weiteren Investoren in das Unternehmen investiert. Toyota hat ich bereits im vergangenen Jahr mit etwa 10 Mio. US$ an dem P2P Carsharing Startup beteiligt. Insgesamt hat das Unternehmen bisher 85 Mio. US$ seit der Gründung im Jahr 2009 eingesammelt.

Privates Carsharing mit Smart Key Box

Das Angebot von Getaround ist mit dem von den Anbietern Drivy oder Croove vergleichbar. Autobesitzer können ihre Fahrzeuge auf der Plattform einstellen und an Nutzer vermieten. Das bietet sich vor allem an, wenn der Fahrzeugbesitzer sein Auto selbst nicht benötigt. Dank der Partnerschaft zwischen Getaround und Toyota können die Nutzer der Fahrzeuge auch ohne Schlüssel öffnen. Die von Toyota entwickelte Connectivity-Box kann ohne großen Aufwand in die Fahrzeuge mit eingebaut werden, so ist ein öffnen und schließen über das Smartphone möglich.

Getaround will weiter expandieren

Mit der Finanzierung will das Carsharing Unternehmen weiter expandieren. Bisher ist der Service in 13 Städten in den USA aktiv, weitere sollen hinzukommen. Ob die Plattform auch international expandieren möchte, wurde noch nicht kommuniziert. Der Wettbewerber Turo hat diesen Schritt im vergangenen Jahr gewagt. Es folgte eine Expansion nach Großbritannien, da dort viele Turo-Nutzer hin reisen.

Partnerschaft mit Uber

Getaround möchte auch über Partnerschaften wachsen. Vor kurzem wurde eine Kooperation mit Uber bekanntgegeben. Verifizierte Uber-Fahrer können sich bei Getaround anmelden und für eine fixe Rate von fünf US Dollar pro Stunde ein Auto mieten. Die ersten 14 Stunden nach Anmeldung sind für den Fahrer von Uber kostenlos. Die Peer-to-Peer Carsharing Plattform erschließt so eine große Zielgruppe und Uber hat eine weitere Möglichkeit, um Fahrer mit Fahrzeugen zu versorgen. Uber kooperiert bereits mit Hertz, Zipcar und anderen Anbietern, um mehr Fahrer auf die Straße zu bringen.

Bild: Getaround (alle Rechte vorbehalten)

Toyota gründet Plattform für Mobilitätsdienstleistungen

Vor kurzem hat sich der japanische Automobilkonzern Toyota an der amerikanischen Peer-2-Peer Carsharing Plattform Getaround beteiligt. In einer Meldung veröffentlicht Toyota jetzt den Plan für den Start einer Mobilitätsplattform, die mehrere Services verknüpfen soll. Es werden Flotten- und Servicebetreiber sowie  Versicherungen direkt mit eingebunden. Ein erstes Pilotprojekt soll 2017 mit dem US-Startup Getaround in San Francisco gestartet werden.

Die neue Plattform ergänzt und erweitert Geschäftsmodule wie Flottenmanagement-Systeme und Leasing-Programme speziell für die Anbieter von Mobilitätsdiensten. Der Betreiber kann einzelne oder alle Funktionen auswählen und nutzen. „Wir arbeiten als Anbieter einer Mobilitätsplattform mit verschiedenen Unternehmen und Dienstleistern zusammen, um unseren Kunden eine sicherere und komfortablere Fortbewegung zu ermöglichen“, erläutert Shigeki Tomoyama, Präsident der Connected Company von Toyota.

Ein Teil der neuen Plattform ist eine sogenannte Smart Key Box. Sie wird im Fahrzeug platziert und soll so den Autoschlüssel ersetzen. Die Smart Key Box ist in der Lage, via Bluetooth Low Energy Signalen mit Smartphones zu kommunizieren. In Verbindung mit autorisierten Smartphone Apps können die Fahrzeugtüren geöffnet und der Motor gestartet werden. Die Box soll sich ohne großen Aufwand integriere lassen und ist vor allem für privates Carsharing interessant. Car-Sharing-Anbieter müssen dadurch weder eine Abholstation für den Schlüssel betreiben noch Änderungen an der Motorsteuerung vornehmen.

Einen ersten Feldversuch startet Toyota gemeinsam mit dem US-amerikanischen Car-Sharing-Dienst Getaround, an dem der Konzern über ein strategisches Investment beteiligt ist. Beide Unternehmen wollen ab Januar 2017 die Vorzüge der neuen Schlüsselbox in der Metropolregion San Francisco testen. „Unser Ziel bei Getaround war schon immer, Car-Sharing immer und überall zu ermöglichen. Die Kombination unserer Erfahrung und Car-Sharing-Technologien mit den Toyota Mobilitätsdienstleistungen eröffnet Toyota Kunden und dem rasant wachsenden Car-Sharing-Markt neue Möglichkeiten“, erklärt Sam Zaid, Gründer und CEO von Getaround.

Eine Smart Key Box wird bereits von dem europäischen peer-to-peer Carsharing Anbieter Drivy angeboten, dort heißt das Angebot Drivy Open. Die von Daimler gestartete private Carsharing Plattform Croove verzichtet vorerst auf eine digitale Schlüsselbox. Zu einem späteren Zeitpunkt soll diee auch dort verfügbar sein.

Bild: Toyota (alle Rechte vorbehalten)

Toyota beteiligt sich an der Carsharing Plattform Getaround

Die Peer-to-Peer Carsharing Plattform Getaround ist in den USA schon seit einigen Jahren aktiv und ist zur gleichen Zeit gestartet, wie die deutschen Carsharing-Plattformen Tamyca und Autonetzer (mittlerweile mit Drivy verschmolzen).

In der letzten Woche gab Toyota bekannt, dass der Autokonzern in das Carsharing Unternehmen Getaround investiert hat. Wie andere Autokonzerne auch, beteiligt sich Toyota an Startups, die neue Mobilitätsdienste anbieten, um die Zukunft nicht zu verschlafen.

Getaround mit weiteren 10 Mio. Investment

Es wurde nicht offiziell kommuniziert, wie hoch das Investment ist. Die Japanische Zeitung Nikkei hat berichtet, dass von Toyota insgesamt 10 Mio. US$ in Getaround investiert hat. Laut Crunchbase kommt das Unternehmen für privates Carsharing auf eine Gesamtfinanzierung von 56.3 Mio. US$.

Getaround ist im Jahr 2010 gestartet und bietet den Carsharing Service mittlerweile in sechs amerikanischen Städten an, darunter Chicago, San Francisco und Washington, D.C. Laut eigenen Angaben hat das Startup mehr als 200.000 Mitglieder.

Carsharing von Privat zu Privat

Das Konzept funktioniert wie bei den Anbieter Drivy oder CarUnity. Autobesitzer stellen ihre Fahrzeuge auf der online Plattform ein und definieren die Zeiten, die für die Vermietung zur Verfügung stehen. Registrierte Nutzer können die privaten Fahrzeuge reservieren und anmieten. Entweder treffen sich Fahrzeugbesitzer und Mieter, um die Schlüsselübergabe zu regeln oder es wird ein Kit in das Fahrzeug eingebaut, das ein Öffnen und Schließen per Smartphone-App ermöglicht. So können die Fahrzeugbesitzer die Standzeiten der Fahrzeuge teilweise monetarisieren. Abgesichert werden die Fahrten durch eine Ad-hoc Versicherung.

In Deutschland noch kein Durchbruch

In Deutschland konnte sich das Geschäftsmodell noch nicht wirklich durchsetzen. Der Markt hat sich bereinigt und es sind nur zwei Wettbewerber übrig geblieben. Tamyca bietet seine eigene Plattform an und betreibt auch CarUnity von Opel. Drivy kommt ursprünglich aus Frankreich und hat nach der Expansion nach Deutschland den Mitbewerber Autonetzer übernommen.

Mehrere Automobilkonzernen sind in den letzten Monaten Partnerschaften mit Startups im Mobilitätsbereich eingegangen. Die etablierten Konzerne möchten sich so auf eine Zukunft mit autonomen Fahrzeugen und sinkender Nachfrage für privaten Fahrzeugbesitz vorbereiten. Unter anderem hat sich General Motors an Lyft beteiligt und Cruise übernommen, der deutsche Autokonzern Volkswagen ist bei Gett eingestiegen.

Bild: David Ingram (bestimmte Rechte vorbehalten)