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Gogoro sammelt 300 Mio. US$ für seine e-Scooter ein.

Der Hersteller der Elektroroller Gogoro hat eine imposante Finanzierungsrunde in Höhe von 300 Mio. US$ eingesammelt. Das Geld soll für die weitere Expansion genutzt werden. Die e-Scooter von Gogoro werden zum Beispiel bei dem Scooter-Sharing Dienst Coup in Berlin und Paris eingesetzt.

Gogoro eScooter bei Coup im Einsatz

Insgesamt hat das Unternehmen aus Taiwan bisher mehr als 34.000 Elektroroller verkauft, die meisten davon dürften in Taiwan unterwegs sein. Die Bosch Tochter Coup hat für den Sharing Dienst in Paris und Berlin um die 1600 Roller abgenommen. Mit den 34.000 Rollern wurden über 100 Mio. Kilometer elektrisch zurückgelegt. Dadurch wurden 4.1 Mio. Liter Benzin eingespart, die Roller mit Verbrennungsmotor für die gleiche Strecke benötigt hätten.

Zu den Investoren, die sich an der jetzigen Runde beteiligt haben, gehören Tamasek aus Singapur, der Energiekonzern ENGIE aus Frankreich, Sumitomo Corporation aus Japan und Generation Investment Management aus Großbritannien. Daraus könnte sich schließen lassen, dass Gogoro weiter nach Europa expandieren wird und auch in Japan und Südostasien starten wird.

Batteriesystem soll weiter ausgebaut werden

Der Bedarf nach Elektromobilität und innovativen Mobilitätsangeboten wird in den kommenden Jahren steigen. Gogoro bietet mit seinen E-Scootern ein passendes Produkt, um bei dieser Entwicklung eine wichtig Rolle zu spielen. Das Unternehmen baut die Robusten eScooter und baut darum gleichzeitig ein starke Marke auf. Neben den Rollern fokussiert sich das Unternehmen ich auf das System für die austauschbaren Batterien. In Zukunft könnten die Wechselakkus auch für andere Produkte und Dienstleistungen genutzt werden.

Schon im Stealth Mode gefragt

Der Rollerhersteller wurde schon vor dem öffentlichen Start gehyped. Obwohl wenig über das Produkt bekannt war, konnte das Unternehmen 150 Mio. US Dollar im Stealth Mode einsammeln. Mittlerweile ist der e-Scooter in der zweiten Version verfügbar. Die neue Generation wurde technisch weiterentwickelt und bietet auch mehr Platz für Passagiere und Helme. Der Gogoro 2 Series kostet in Taiwan um die 2.000 Euro.

Bild: Gogoro (alle Rechte vorbehalten)

Coup vervielfacht seine Gogoro Flotte in Berlin

Der Scooter Sharing Dienst Coup is im letzten Sommer mit 200 Gogoro Rollern in Berlin gestartet. Das Angebot wurde so gut angenommen, so dass die Zahl der Roller für die neue Saison verfünffacht wird. Insgesamt werden weitere 1.000 Roller zu der Flotte des Roller Sharing Dienstes hinzugefügt.

Verfügbarkeit wird stark steigen

Die hohe Anzahl der Roller wird die Attraktivität des Angebots erhöhen, da die Laufwege für die Nutzer auf Grund der höheren Dichte geringer sein werden. Im letzten Jahr kam es doch häufig vor, dass die Nutzer mehr als 800 Meter zum Roller laufen mussten. Das wird viele Kunden von einer Buchung abgehalten haben, da der Weg nicht in Relation zu dem anschließenden Nutzen ist.

Gogoro Roller aus Taiwan

Das Startup Coup setzt ausschließlich auf die Roller des taiwanischen Herstellers Gogoro. Diese Scooter wurden von Grund auf für ein Sharing Netzwerk konzipiert. Die Batterien der elektrisch angetriebenen Roller lassen sich schnell tauschen. Die Elektronik ist auch so konzipiert, dass die Vernetzung mit der technischen Plattform von Coup und den Smartphones effizient zu realisieren ist.

Im Heimatland Taiwan erweisen sich die Roller hoher Beliebtheit. In einem offenen System werden laut Gogoro pro Tag 12.000 Batterien and 300 Ladestationen gewechselt. Seit dem Start 2015 wurden fast Dreimillionen Batteriewechsel durch geführt. Mit den 18.000 Scootern in Taiwan wurden mehr als 70 Mio. Kilometer zurückgelegt. In Berlin übernimmt Coup den Tausch der Batterien und betreibt auch die Ladestationen.

Coup ist ein Tochterunternehmen von Bosch. Das Unternehmen wurde zusammen mit BCG Digital Ventures gestartet. Um schnell starten zu können, wurden am Anfang die meisten Positionen mit Beratern aus dem BCG Digital Ventures Netzwerk besetzt. Mittlerweile wurden die meisten BCG Mitarbeiter durch feste Angestellte ausgetauscht.

Konkurrenz für emmy

Vor kurzem hat auch emmy, der zweite Scooter Sharing Dienst in Berlin, angekündigt, dass die Flotte vergrößert wird. Ermöglicht wird das durch eine weitere erfolgreiche Finanzierungsrunde durch die IBB Bet. Emmy plant den Einsatz von hochwertigeren Scootern, um mit den Gogoro Rollern mithalten zu können. Gerade in den Sommermonaten kann sich das Scooter Sharing als attraktive Alternative zum ÖPNV und Carsharing erweisen.

Bild: Coup (alle Rechte vorbehalten)

Erfahrungsbericht Coup eScooter-Sharing in Berlin

Seit ein paar Wochen sind auf den Straßen Berlins mehrere Hundert Smart-Scooter von Gogoro zu finden, die über die Sharing-Plattform von Coup angemietet werden können. In den letzten Wochen habe ich die Roller mehrmals genutzt, zuerst während der Beta-Phase und dann auch schon nach dem öffentlichen Start. Meine Erfahrungen möchte ich in folgendem Artikel teilen.

Anmeldung bei Coup

Ich hatte die Möglichkeit, Coup schon in der Testphase zu nutzen. Die Anmeldung war schnell und einfach über die iPhone App möglich. Nach der Abfrage des Mindestalters werden die zukünftigen Nutzer durch die verschiedenen Punkte geleitet. Es müssen die persönlichen Daten angegeben werden, außerdem die Kreditkartendaten für die Abrechnung. Die Verifizierung von Ausweis und Führerschein erfolgt digital über ein Videotelefonat. Da kein WLAN zur Verfügung stand, habe ich das Videotelefonat über die mobile Daten Verbindung geführt, was auch super funktioniert hat. Es ist also möglich, sich direkt anzumelden, wenn man vor einem Coup Scooter steht, man muss nicht erst ein WLAN-Netz suchen oder warten, bis man wieder zu hause ist.


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Geben Sie den Gutschein vor der ersten Buchung ein. Die Freifahrt wird dann automatisch berechnet.


Die Gogoro-Roller aus Taiwan

Coup nutzt Roller von dem Hersteller Gogoro aus Taiwan. Die Roller sind extra für Sharing-Plattformen entwickelt worden und sehen zu dem noch modern aus. Jeder Roller ist mit zwei austauschbaren Batterien ausgestattet. Der Ladestatus der Batterien wird überwacht und per Datenverbindung an die Coup Zentrale übermittelt. Ein mobiles Team tauscht die leeren Batterien regelmäßig gegen volle aus. Beide Batterien werden gleichzeitig entladen, so dass immer beide Batterien getauscht werden müssen. Unter der Sitzbank befindet sich ein Helmfach. Ein Gogoro ist entweder mit einem Helm in Größe L oder in Größe M ausgestattet, hinzu kommen sogenannte Hygienehauben, die von den Nutzern getragen werden können.

Anmietung des Coup eScooters

Sobald die Registrierung abgeschlossen ist, sehen die Nutzer die verfügbaren Elektroroller. Es wird der Roller vorausgewählt, der am nächsten zum Standort steht. Der Roller kann mit einem Klick kostenlos reserviert werden. Die kostenlose Reservierung gilt für 15 Minuten. Der Nutzer sieht vor jeder Reservierung den Ladestand, die genau Adresse und die Distanz zum Roller. Leider sieht der Nutzer nicht, welche Helmgröße sich in den Rollern befindet. Mir passt der Helm der Größe L viel besser, bei dem Helm der Größe M bekomme ich schneller Kopfweh und Druckstellen. Da ist die Enttäuschung vorprogrammiert, wenn man dann am Roller ankommt und den falschen Helm vorfindet. Auf der anderen Seite stellt es auch ein Sicherheitsrisiko dar, wenn die Nutzer einen zu großen Helm tragen. Coup arbeitet bereits an einer Version der App,  in der auch die Helmgröße bei der Anmietung sichtbar ist.

Sofern die 15 Minuten Reservierungsdauer verstrichen sind, wir die Buchung storniert. Eine länger Reservierung des Rollers gegen Gebühr ist noch nicht möglich.

Öffnung des Rollers

Der Roller wird über ein Bluetooth signal geöffnet, sprich Roller und Smartphone kommunizieren direkt miteinander. Coup verspricht sich dadurch mehr Sicherheit, wenn die Bluetooth Verbindung anstatt der Datenverbindung genutzt wird. Bei meinen Anmietungen hat dieses Verfahren immer nur mit einem kleinen Trick funktioniert. Auch wenn ich direkt neben dem Roller stand und Bluetooth aktiviert habe, wurde mir angezeigt, dass ich näher zum Roller gehen soll. Ein Neustart der App war jedesmal notwendig, damit ich den Roller auch öffnen konnte. Auch hier gehe ich davon aus, dass Coup schnell an einer Verbesserung arbeitet.

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Die Fahrt

Per Knopfdruck wir das Helmfach geöffnet. Helm auf, rauf auf die Sitzbank und los gehts. Ein Zündschlüssel ist nicht nötig, gestartet wird einfach per Knopfdruck. Die Bedienelemente sind minimal gehalten, was angenehm ist. Die Elektroroller haben einen guten Zug und beschleunigen schnell auf die Maximalgeschwindigkeit von 45-50 kmh. Da kann man sich auch schon mal an der Ampel bei den wartenden Autofahrern vorbeischieben um bei Grün dann gemütlich wegzuziehen. Sollte der Fahrer das Gas wegdrehen, startet automatisch der Rekuperation, um Energie zu gewinnen. Die Stärke der Rekuperation wird über die Sensoren gesteuert und pass sich der Fahrweise an.

Die Rückgabe

Auch die Rückgabe des Rollers funktioniert problemlos. Die App zeigt einem die Schritte, die erledigt werden müssen. Der Roller muss auf den Seitenständer gestellt werden, der Helm kommt zurück ins Fach und das Lenker wird auf eine Seite gedreht, um das Lenkradschloss zu aktivieren. Per Klick in der App wird die Miete beendet. Die Roller können im Geschäftsgebiet auf den Gehwegen oder in den Parkbuchten abgestellt werden.

Bezahlung nach der Fahrt

Nach der Fahrt wird einem der Betrag in der App angezeigt. Für die ersten 30 Minuten fallen 3 Euro an, für jede weitere 10 Minuten kommt noch mal 1 Euro hinzu. Wer also mit dem Roller eine Stunde unterwegs ist, zahlt insgesamt 6 Euro. Im Moment ist zur Zahlung per Kreditkarte möglich, PayPal und Lastschrift sollen folgen. Die Abrechnung von der Kreditkarte erfolgt nicht direkt nach der Fahrt, sondern am Monatsende. So spart sich das Unternehmen die fixe Transaktionsgebühr, die bei jeder Kreditkartenbuchung anfällt. Der Nutzer soll am Ende des Monats eine Übersicht aller Fahrten erhalten.

Verfügbarkeit der Elektroroller

In der Testphase wurden die Roller noch wenig genutzt, dem entsprechend war die Verfügbarkeit auch gut und der Laufweg zum nächsten Roller war gering. Seid dem offiziellen Start nutzen natürlich mehr Kunden die Roller, dementsprechend können die Laufwege auch länger sein. Bei den letzten Anmietungen hat mir die App häufig Laufwege von 10 Minuten und mehr angezeigt. Dadurch reduziert sich natürlich die Attraktivität des Angebots.

Fazit: Die Anmeldung bei Coup ist einfach und schnell erledigt. Die Nutzung der Roller macht gerade bei warmen Temperaturen riesig Spaß und kostet nicht viel mehr als der öffentliche Nahverkehr, sofern das Ziel innerhalb von 30 Minuten erreichbar ist. Verbesserungspotential besteht noch bei der App. Mehr Informationen für die Nutzer wären hilfreich und das Öffnen per Bluetooth muss besser funktionieren. Wünschenswert wäre auch eine höhere Dichte an Rollern, um lange Laufwege zu vermeiden. Im Moment ist nur eine iPhone-App verfügbar, die Android-Version folgt später. 

Update: Eine Android Version ist auch verfügbar.

Bild: GetMobility.de (bestimmte Rechte vorbehalten)

Neuer eScooter-Sharingdienst Coup startet in Berlin

Der Roller-Sharingdienst eMio erhält demnächst Konkurrenz aus dem Hause Bosch. Bosch startet mit Coup eine Lifestyle-Marke, die zuerst eine Sharing-Plattform für Elektroroller anbieten will. Dabei setzt das Unternehmen auf die von Gogoro entwickelten smarten eScooter, die schon in Taiwan im Einsatz sind.

Insgesamt 200 Coup Roller für Berlin

Insgesamt sollen 200 Roller im Berliner Stadtgebiet verteilt werden, vorerst in Mitte, Prenzlauer Berg und Friedrichshain/Kreuzberg. Die Scooter sind rund um die Uhr buchbar und die Kosten für die ersten 30 Minuten belaufen sich auf 3 €. Danach wird in 10 Minuten Schritten abgerechnet, pro 10 Minuten wird 1 € fällig. Wer also eine Stunde mit dem Roller in der Stadt unterwegs ist, zahlt 6€. Gebucht werden können die Roller über die Coup App.

Bei Coup handelt es sich um ein Tochterunternehmen der Robert Bosch GmbH. Die Umsetzung erfolgte mit der Unterstützung von BCG Digital Ventures. BCG Digital Ventures ist für einen beschleunigten Start des Services verantwortlich und kümmert sich auch um das Marketing, das Produkt, die technische Plattform und das Service Design. Bosch bringt die finanzielle Ausstattung für das Projekt mit und kümmert sich langfristig gesehen um den Flottenbetrieb und die Wartung der Roller.

Roller von Gogoro werden eingesetzt

Die eingesetzten Roller wurden von Gogoro entwickelt. Über die smarten eScooter von Gogoro haben wir schon vor längerer Zeit berichtet. Die Roller aus Taiwan gelten als “Tesla der Elektroroller” und sind bisher nur in Taipeh im Einsatz. Die Roller sind dank Sensoren besonders smart, außerdem lassen sie sich einfach mit dem Smartphone vernetzen und individualisieren. Die Höchstgeschwindigkeit der Roller ist bei 45km/h gedrosselt, möglich wären bis zu 90 km/h. Ausgestattet sind sie mit 2 Batterien, die eine Reichweite von 100 Kilometern ermöglichen. In Taiwan können an den Ladestationen können die Batterien gegen aufgeladene Batterien getauscht werden. Hier in Berlin übernimmt Coup den Tausch der Batterien. Die Roller wurden extra für den Einsatz in Sharing-Netzwerken entwickelt und unterscheiden sich somit deutlich von den Elektrorollern, die bei eMio eingesetzt werden.

Fahrspaß ab 21

Der Nutzer muss mindestens 21 Jahre alt sein und im Besitz eines gültigen Führerscheins sein. Die Identität wird wie auch bei eMio über ein Videotelefonat verifiziert. Ein lästiger Besuch bei einer Geschäftsstelle entfällt, nach digitaler Verifizierung ist der Nutzer sofort startklar. Ein Helm im antibakteriellem Futter befindet sich im Helmfach. Die Plattform ist nach dem free-floating System aufgebaut, sprich die Roller sind nicht stationsgebunden und können im Geschäftsgebiet abgestellt werden.

Am Anfang steht nur eine iOS App zur Verfügung, über die der Roller gebucht werden kann. Für die ersten Wochen ist das Angebot nur für einen beschränkten Kreis an Nutzern zugänglich. Ich hatte die Möglichkeit, den Roller-Service zu testen. Das Konzept ist durchdacht und es macht sehr viel Spaß, mit den Rollern durch Berlin zu heizen. Ein Testbericht wird folgen.

Gogoro startet Elektroroller-Pilottest mit in Taiwan

Das sharing System für elektrische Roller, über das wir schon vor paar Monaten berichtet hatten, startet im Sommer in eine Pilotphase in Taipeh.

Das Gogoro-System basiert auf einem intelligenten Netzwerk an Batterie-Ladestationen. Die leeren Akkus können an den Stationen einfach gegen einen vollen Akku getauscht werden. Somit geht keine Zeit verloren, die man warten müsste, um den Akku wieder aufzuladen.  Zuerst werden damit Elektroroller betrieben, andere Use-Cases für die Batterien sind in Zukunft auch möglich.

Wie Re/Code berichtet, hat das Unternehmen einen “Experience Center” in Taipeh eröffnet. In den nächsten Wochen sollen etwa 100 Personen für das Beta-Programm eingeladen werden.

Gogoro hat in den letzten 3 Jahren um die 150 Mio. US$ an Finanzierung eingesammelt, ohne dass ein Produkt offen kommuniziert wurde.

Meiste Nachfrage für Elektroroller aus Schwellenländern

Bisher ist unklar, was der Roller kosten soll. Die meisten Anfragen nach der Präsentation auf der CES kamen aus Indien, China, Brasilen und Thailand. In diesen Ländern sind Motorroller ein viel genutztes Verkehrsmittel. Um in diesen Ländern erfolgreich zu sein, müsste der Elektroroller zu einem günstigen Preis angeboten werden. Ansonsten würde die Attraktivität im Vergleich zu einem Motorroller gering sein.

Kooperation mit Behörden

In Taipeh arbeitet das Unternehmen mit den Behörden zusammen, um eine Infrastruktur an GoStations aufzubauen. Ein dichtes Netzwerk an Ladestationen wird neben dem attraktiven Preis entscheidend für einen Erfolg sein.

Weitere Informationen können auf dem Gogoro Blog gelesen werden.

Bild: Gogoro.com (alle Rechte vorbehalten)