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Grab soll Summe von 2 Milliarden US$ einsammeln wollen

Das Unternehmen Grab betreibt in Südost Asien eine Ridesharing Plattform in sieben Ländern, die jetzt mit mehr als fünf Milliarden US$ wert sein soll. Damit wäre Grab das am höchsten bewertete Startup un Südost Asien. Die hohe Bewertung soll Grundlage der kommenden Finanzierungsrunde sein, bei der bis zu zwei Milliarden US$ in das Unternehmen investiert werden sollen. Das Geld kommt dabei von SoftBank und dem chinesischem Ride-Sharing Anbieter Didi Chuxing.

SoftBank und Didi stockten auf

SoftBank und Didi sind bereits seit längerem als Investoren an Bord. SoftBank hat sich in den vergangenen Jahren an mehreren Ride Hailing Plattformen beteiligt. Unter anderem ist der japanische Investor Anteilseigner von Lyft und der indischen Ride Sharing Plattform Ola. Kürzlich stand auch ein Szenario im Raum, bei dem SoftBank Uber-Anteile von bestehenden Investoren übernehmen soll. Auch an der brasilianischen Taxi App 99 hat sich SoftBank beteiligt.

Zusammenarbeit zwischen Grab und Didi mit Spannungen

Dass Grab weiterhin mit Didi zusammenarbeitet, ist verwunderlich. Nach der Übernahme von Uber China durch Didi Chuxing ist es zu Spannungen zwischen Grab und Didi gekommen. Im Zuge der Übernahme hat sind Uber und Didi enger zusammengerückt, da Didi eine Milliarde in Uber investiert hat. Das hat das Unternehmen aus Südost Asien nicht begeistert, da Uber in der Region der größte Konkurrent von Grab ist.

Uber setzt sich nicht überall durch

Das Ride Hailing Geschäft hat sich seit einiger Zeit verändert. Der Platzhirsch Uber geht nicht mehr davon aus, dass alle Märkte der Welt beherrscht werden können. So folgte zuerst die Veräußerung des Geschäfts in China an den lokale Anbieter Didi Chuxing. In den letzten Wochen hat das Unternehmen angekündigt, dass das Russlandgeschäft mit Yandex Taxi verschmolzen wird. Lokale Player und Investoren, wie Grab und Softbank fürchten sich nicht mehr unbedingt vor Uber und sehen deshalb durchaus die Möglichkeit, eine lokale Marktführerschaft aufzubauen. Eventuell erfolg ja bald eine Veräußerung des Deutschlandgeschäfts an MyTaxi und Daimler. Auch hierzulande kann sich Uber nicht durchsetzen.

Bild: Grab (alle Rechte vorbehalten)

Honda investiert in Grab – der Fahrdienst in Südost-Asien

Immer mehr Automobilkonzerne beteiligen sich an Ridesharing und Fahrdienst-Plattformen. Der japanische Konzern Honda hat sich mit einem strategischen Investment an der Plattform Grab beteiligt. Die Investmentsumme von Honda in Grab is nicht bekannt. Das Unternehmen Grab ist der führende Fahrdienstvermittler in Südostasien.

Finanzierung von SoftBank

Grab hat zuletzt 750 Mio. US$ eigesammelt und wurde im September mit mehr als drei Milliarden Dollar bewertet. Die damalige Runde wurde von SoftBank angeführt. Das Investment von Honda ist eine Erweiterung der letzten Finanzierungsrunde. Zuvor hat sich schon das Unternehmen Tokyo Century mit einer unbekannten Summe an Grab beteiligt.

Honda Motorräder für GrabBike

Es ist noch unklar, wie Honda und Grab zusammenarbeiten werden. Es gibt auf jeden Fall mehrere Anknüpfungspunkte. Grab bietet zum Beispiel mit GrabBike einen Fahrservice mit Motorrädern an. Mit der Unterstützung von Honda kann dieser Service weiter ausgebaut werden, in dem vergünstigte Motorräder an Fahrer verkauft werden. Auch Honda und Grab müssen sich mit der Entwicklung von autonomen Fahrzeugen befassen, denn diese werden das jetzige Geschäftsmodell von beiden Unternehmen angreifen. Es könnte sein, dass beide Unternehmen auch bei diesem Thema zusammenarbeiten.

Fahrservice mit Motorrad in Asien

Grab will mit dem Service GrabBike im Wettbewerb mit Go-Jek aufholen. Go-Jek bietet einen Fahrservice mit Motorrädern in Indonesien an. In Städten wie Jakarta sind Motorräder ein beliebtes Verkehrsmittel. Mit Motorrädern kommt man schneller durch die verstopften Megametropolen mit schlechter Infrastruktur. Grab ist in 34 Städten in sechs Ländern aktiv. Die App soll mehr als 24 Millionen mal heruntergeladen worden sein. Der Fahrerpool soll mehr als 500.000 Fahrer und Chauffeure umfassen.

Autokonzerne beteiligen sich an Startups

Neben Honda beteiligen sich auch etliche andere Automobilkonzerne an innovativen Mobilitätsdienstleistern. Der Volkswagenkonzern hat sich mit einer hohen Summe an Gett beteiligt und kürzlich seine eigene Mobilitätsmarke Moia gestartet. Toyota kooperiert mit Uber und ist bei Getaround als Investor mit an Board. General Motors investierte in Lyft und hat Sidecar und Cruise geschluckt.  Das sind nur einige Beispiele mit denen etablierte Konzerne versuchen, sich für die Zukunft abzusichern.

Bild: Mike Mozart (bestimmte Rechte vorbehalten)

Grab bestätigt Finanzierung und testet selbstfahrenden Autos

Der Fahrdienstanbieter Grab aus Südostasien hat bestätigt, dass eine Finanzierung in höhe von 750 Mio. US$ eingesammelt wurde. Die Ridesharing Plattform  gehört zu einem der stärksten Konkurrenten von Uber in Asien. Das Geld kommt hauptsächlich von bestehenden Investoren, angeführt von SoftBank. Es ist auch davon auszugehen, dass die sich Didi Chuxing an der Runde beteiligt hat.  Nach der Finanzierungsrunden wird Grab mit 3 Milliarden US$ (ca. 2.7 Milliarden Euro) bewertet.

Das Unternehmen ist bisher in sechs Ländern in Südostasien aktiv und hat zuvor 350 Mio. US$ eingesammelt. Grab wollte bis zu einer Milliarde US$ in der jetzt abgeschlossenen Runde einsammeln, letztendlich wurde das Ziel nicht erreicht. Das Unternehmen gibt an, dass es 1 Milliarde US$ auf dem Bankkonto hat.

400.000 Grab Fahrer und viele Fahrgäste

Mittlerweile verfügt das Unternehmen über 400.000 registrierte Fahrer und die App wurde mehr als 21 Mio. mal heruntergeladen. Pro Tag werden bis zu 1.5 Mio. Buchungsanfragen getätigt. Wie viele davon auch wirklich durchgeführt werden, ist nicht bekannt.

Grab CEO Anthony Tan will das Geld nutzen, um die Position in Asien zu stärken. Es ist davon auszugehen, dass Uber nach dem Verkauf von Uber China an Didi verstärkt in Südostasien aktiv werden wird. Da ist es für Grab wichtig, genügend Geld zur Verfügung zu haben und sich in eine starke Position zu bringen. Fokus liegt dabei auch auch Indonesien. Grab schätzt den Markt für on-demand Fahr- und Lieferdienste in Indonesien auf 15 Milliarden US$ pro Jahr. Das umfasst auch Fahrdienste, die mit Motorrädern angeboten werden und Logistik und Essenlieferdienste.

Fahrdienst und Bezahldienst

Neben den Fahr- und Lieferdiensten will Grab auch seine Position als Anbieter von Bezahlsystemen stärken. Das in-App Bezahlsystem GrabPay kann auch von Drittanbietern mit eingebunden werden und soll vor allem in Indonesien weiter ausgebaut werden.

Selbstfahrende Taxis: Kooperation mit NuTonomy

Das Thema selbstfahrende Fahrzeuge darf natürlich auch bei Grab nicht fehlen. Uber testet bereits selbstfahrende Autos in Pittsburgh, Lyft spricht zumindest schon mal öffentlich über seine Pläne, da muss auch Grab mithalten können. Das Startup nuTonomy testet seit ein paar Wochen autonome Taxis in Singapur. Jetzt haben die beiden Unternehmen eine Kooperation vereinbart.

NuTonomy verfügt zwar über eine eigene App für die Buchung der Fahrzeuge, die Kooperation mit Grab ermöglicht aber einen Zugang zu einer größeren Kundengruppe. Außerdem können die von Grab gesammelten Karten- und Bewegungsdaten für die Weiterentwicklung bei nuTonomy hilfreich sein.

Ausgewählte Grab Nutzer können über die Funktion “Robo-Car” ein selbstfahrendes Auto im Bezirk One North buchen. Die Fahrt wird für den Nutzer kostenlos sein, an Board befinden sich Außerdem immer ein Fahrer und ein Spezialist, der die IT-Systeme überwacht und mehr darüber erfahren möchte, wie die Fahrgäste auf die autonomen Fahrzeuge reagieren. Das Unternehmen will die Erfahrungen für die Entwicklung des eigenen Fahrdienstes nutzen, der 2018 starten soll.

In 15 Jahren vorwiegend Roboter-Taxis

Selbstfahrende Autos gelten als Zukunft der Fahrdienste. Innerhalb der nächsten 10 – 15 Jahre werde keine Fahrer mehr benötigt und die Carsharing und Ridesharing-Angebote verschmelzen. Singapur unterstützt Projekte, die sich mit selbstfahrenden Fahrzeugen befassen. Singapur erhofft sich dadurch einen Schub für die Wirtschaft und eine Reduzierung des individuellen Fahrzeugbesitzes.

Bild: Grab (alle Rechte vorbehalten)

Grab will weitere Finanzierung einsammeln

Der Fahrdienst Grab, der in Südost-Asien aktiv ist, will demnächst eine weitere Finanzierungsrunde abschließen. Die Bewertung soll bei 2.3 Milliarden US$ liegen. Im letzten August lag die Bewertung bei 1.5 Milliarden US$, damals hatte Grab 350 Mio. US$ eingesammelt. Grab zählt zu den stärksten Wettbewerbern von Uber in Südost-Asien.

Laut einem Bericht von Bloomberg soll die Runde von den bestehenden Investoren Didi Chuxing und SoftBank angeführt werden. In einem ersten Closing sind 600 Mio. US$ im Gespräch, die Summe könnte auf eine Milliarde ansteigen. Grab ist mit Investoren bereits seit mehreren Monaten im Gespräch. Das könnte ein Anzeichen dafür sein, dass es für on-demand Fahrdienste schwieriger wird, hohe Finanzierungen einzusammeln.

Hohes Wachstum von Grab prognostiziert

Über die Kennzahlen von Grab ist wenig bekannt. Im letzten Jahr wurden wenige Zahlen aus einem Dokument kommuniziert, das an Investoren gerichtet war. Für das dritte Quartal 2015 war ein Verlust von 111 Mio. US$ eingeplant, das sind mehr als 35 Mio. US$ im Monat. Zum selben Zeitpunkt hatte das Fahrdienstunternehmen 606 Mio. US$ auf dem Konto. Für das Jahr 2015 wurde eine Innenumsatz von 35 Mio. US$ vorhergesagt, für das laufende Jahr sind 193 Mio. US$ geplant und 2017 soll der Innenumsatz bei 526 Mio. US$ liegen. Das entspricht 400.000 Fahrern pro Tag im Dezember diesen Jahres und 3.5 Millionen Fahrten pro Tag Ende 2017. Von 2015 auf 2016 entspricht das einem Wachstum von mehr als 600%, von 2016 auf 2017 soll das Wachstum bei mehr als 300% liegen.

Vernetzung der Fahrdienste

Die Landschaft der Fahrdienstanbieter vernetzt sich immer mehr. Erst in der vergangenen Woche hat Didi Chuxing das Geschäft von Uber China übernommen. Uber Technologies hält an dem neuen Unternehmen einen Anteil von 20%. Im Gegenzug hat sich Didi mit einer Milliarde an Uber Technologies beteiligt, also an dem Uber Angebot außerhalb Chinas. Didi ist ebenfalls Investor in Lyft, Grab und Ola Taxi aus Indien. Die Kooperation von Didi, Ola, Lyft und Grab wurde vor dem Didi Deal mit Uber als Anti-Uber-Allianz bezeichnet.

Bleibt abzuwarten, wie sich die Kooperation der Uber-Gegner und Didi weiter entwickelt und welchen Einfluss der Deal zwischen Uber und Didi auf die Finanzierungsrunden der Wettbewerber hat. Lyft will die Beteiligung von Didi in den nächsten Wochen unter die Lupe nehmen, Grab hat sich bisher positiv über den Zusammenschluss geäußert. Uber könnte sich auf Südost-Asien konzentrieren, nachdem es seine Baustellen in China losgeworden ist. Für Grab könnte das einen teureren Kampf um Fahrer und Fahrgäste bedeuten. Mit Go-Jek entsteht auch auch ein lokaler Wettbewerber, der sich schnell entwickelt.