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Mit Volkswagen und Hyundai arbeiten zwei weitere Automobilhersteller mit Startup für autonomes Fahren zusammen

Die Kooperationen zwischen Automobilindustrie und Startups, die sich mit Technologien für autonomes Fahren beschäftigen, geht in die nächste Runde. Die beiden Automobilhersteller Hyundai und Volkswagen arbeiten mit dem angesagten Startup Aurora zusammen. Aurora wurde von Chris Urmson gestartet, der für Google das Projekt für selbstfahrende Autos gestartet hat. Die von Google entwickelte Technologie gilt mittlerweile als führend und firmiert unter dem Namen Waymo.

Integration in VW-Plattformen

Volkswagen und Aurora arbeiten schon seit dem letzten Sommer zusammen. Die Ingenieure beider Unternehmen integrieren die Systeme für autonomes Fahren in die Fahrzeugplattformen von Volkswagen. Die Zusammenarbeit wird in den kommenden Monaten fortgesetzt, um einen MaaS Dienst mit Volkswagen Fahrzeugen zu starten. Nach und nach sollen die Systeme Einzug in die Fahrzeuge der Konzernmarken erhalten. Die Anwendungsfälle sollen sich dabei von Shuttle Fahrzeugen über Lieferfahrzeuge hin zu selbstfahrenden LKWs ohne Kabine erstrecken.

Erfahrenes Gründerteam

Auf Grund des Gründerteams wird dem Startup Aurora viel zugetraut. Die drei Gründer sind Experten auf dem Gebiet des autonomen Fahrens. Chris Urmson hat für Google das Team für die Entwicklung des autonomen Autos aufgebaut. Sterling Anderson hat bei Tesla das Autopilot-Programm geleitet. Der dritte Gründer Drew Bagnell hat bei Uber das Team für autonomes Fahren geleitet. Auf der Seite von Volkswagen dürfte der Chief Digital Officer Johann Jungwirth (JJ) die Kooperation eingefädelt haben. JJ hat mehrere Jahre im Silicon Valley gearbeitet und ist gut mit den führenden Startups im Valley vernetzt.

Volkswagen und Hyundai folgen Muster anderer Automobilhersteller

Volkswagen und Hyundai schließen sich mit der Kooperation einer langen Reihe an Automobilherstellern und -zulieferern an, die beim Thema autonomes Fahren auf Startups und Partner setzten. General Motors hat 2016 das Startup Cruise für fast eine Milliarde Dollar übernommen, Ford investierte eine hohe Summe in das KI Startup Argo AI. Der Zulieferer Delphi hat das MIT Startup NuTonomy geschluckt. Volvo arbeitet eng mit dem Team von Uber zusammen und die BMW Group hat eine Kooperation mit Intel, Mobileye und anderen Playern geschlossen, um bei dem Thema autonomes Fahrern schneller voranzukommen.

Mobility as a Service Angeboten wird die Zukunft gehören. Taxi-Dienste ohne menschlichen Fahrer werden die Mobilität in Städten und ländlichen Regionen revolutionieren. Da Volkswagen auch Lieferfahrzeuge und LKWs baut, kann die Software und Technologie von Aurora auch im Logistik-Bereich zum Einsatz kommen. Bei Hyundai sollen die Komponenten von Aurora in die Fahrzeug-Palette integriert werden.

Chris Urmson, CEO von Aurora: „Unsere Priorität bei Aurora liegt darauf, selbstfahrende Fahrzeuge Realität werden zu lassen – sicher, schnell und breit zugänglich. Und wir wissen, dass wir dies schneller erreichen, indem wir mit innovativen Automobilunternehmen wie dem Volkswagen Konzern Partnerschaften eingehen. Diese Partnerschaft ist eine tiefe Zusammenarbeit durch den Einsatz der Self-Driving-Technologie von Aurora. Gemeinsam werden wir selbstfahrende Fahrzeuge in großem Maßstab auf den Markt bringen.”

Bild: Aurora (alle Rechte vorbehalten)

Hyundai startet werbefinanziertes Carsharing

Mit Hyundai wird der nächste Automobilhersteller auf dem Carsharing Markt aktiv. Hyundai kooperiert dabei mit dem Startup WaiveCar. Die Besonderheit an dem Angebot ist, dass das es werbefinanziert ist.

Elektrofahrzeuge mit Werbung

Hyundai setzt dabei auf elektrische IONIQ Fahrzeuge, die mit Werbung beklebt sind und eine Wertetafel auf dem Dach haben. Dank der Werbung können Kunden das Carsharing Angebot bis zu zwei Stunden kostenlos nutzen. Die Werbebanner auf dem Dach sind mit einer Datenverbindung ausgestattet, damit die Werbung der Umgebung angepasst werden kann. Die Werbung wird lokal ausgespielt und ändert sich auch im Tagesverlauf. So soll die Werbung attraktiver für Betrachter sein und zu höheren Conversions führen.

Sollten die Kunden den Carsharing Service länger als zwei Stunden nutzen, werden 5.99 US$ pro Stunde fällig. Bei dem Angebot handelt es sich um einen stationsgebunden Carsharing Service. Das heißt, die Autos müssen an festgelegten Stationen abgeholt und wieder zurückgebracht werden.

150 Hyundai Fahrzeuge geplant

Hyundai wird mit WaiveCar ab Anfang 2017 eine Flotte mit 150 Fahrzeugen auf die Straßen von Santa Monica in Kalifornien bringen. Hyundai wird sich von dem Versuch auch erhoffen, dass potentielle Kunden das Carsharing-Angebot für eine Testfahrt nutzen und schließlich ein Fahrzeug der Marke kaufen. Die Flotte ist überschaubar. DriveNow und Car2go haben in Städten wie Berlin jeweils mehr als 1000 Fahrzeuge auf der Straße, um einen flächendeckenden und attraktiven Service anbieten zu können.

Car2Go hat Werbung getestet

Daimlers Car2go hat vor mehr als 2Jahren Werbung auf Smarts in Berlin getestet. Das Pilotprojekt wurde aber bereits nach einer Kampagne wieder eingestellt. Dabei wurde die Werbung mit einer gelochten Folie auf der Heckscheibe platziert, so dass die Sicht nicht beeinträchtigt ist. Der Test dürfte nicht erfolgreich gewesen sein, da die Werbefläche zu klein war und die Werbung wenig auffällig war. Bei Car2go haben die Kunden nicht von der Werbung profitiert.

Bild: Hyundai (alle Rechte vorbehalten)