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Ride-Sharing Dienst Ola geht weiter in Richtung ÖPNV Integration

Die indische Fahrdienst-Plattform Ola hat sich die ÖPNV und Ticketing App Ridlr geschnappt, um sich weiter mit dem ÖPNV zu verzahnen.  Millionen Inder nutzen den öffentlichen Verkehr täglich, der öffentliche Nahverkehr in Indien ist ein interessanter Markt mit viel Potential, der noch wenig digitalisiert ist. Die Ridlr App hilft vielen Pendlern bei der regelmäßigen Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs.

Ticket App für ÖPNV gekauft

Mit der Ridlr App können die Nutzer ÖPNV Verbindungen suchen und ein passendes Ticket für den öffentlichen Nahverkehr buchen. Bisher fokussiert sich das Startup auf die Städte Mumbai und Delhi und arbeitet mit den Anbietern BEST (Brihanmumbai Electric Supply and Transport), Delhi Metro und Mumbai Metro zusammen. Zusätzlich werden ein paar Pilotprojekte in anderen Städten durchgeführt.

Die App wurde bereits 2012 von den beiden Gründern Brijraj Vaghani und Ravi Khemani gestartet. Nach einer Series A Finanzierung in unbekannter Höhe hat das Unternehmen 2013 eine Series B mit 6 Mio. US Dollar von Qualcomm Ventures, Matrix Partners und Times Internet eingesammelt. Matrix Partnern ist auch an Ola beteiligt. Die App ist nur für Android verfügbar und wurde mehrere Millionen Mal aus dem Goolgle Play Store geladen.

Holistisches Verkehrsangebot für Indien als Ziel

Ola möchte Ridlr in das eigene Setup integrieren, um die unterschiedlichen Verkehrsangebote zu einem holistischen Angebot vernetzten zu können. Außerdem ist eine Integration in den öffentlichen Verkehr geplant. Dabei stehen die Nutzer im Fokus, die ein komfortables Mobility Angebot vorfinden sollen. Damit möchte die Mobility Plattform auch die eigene Postion im Wettbewerb mit Uber stärken. Nach dem Rückzug von Uber in China und Südostasien wird der Fokus wahrscheinlich auf Indien gelegt. Da schadet es aus Sicht von Ola nicht, aggressiv und strategisch vorzugehen.

Ola mit Milliarden bewertet

Ola hat in den letzten Runden mehrere Milliarden Dollar eingesammelt, zuletzt 1.1 Milliarden Dollar von Tencent aus China und SoftBank aus Japan. Da SoftBank auch an Uber beteilig ist, bleibt es spannend, ob sich in Indien ein ähnlicher Deal wie in China oder Südostasien anbahnt. Fachleute erwarten, dass Ola weitere Unternehmen übernehmen wird, um die Position zu stärken und um das Wachstum anzukurbeln. Zuvor hat Ola schon den Indien-Ableger von Foodpanda sowie das Mobile Payment Unternehmen Qarth, die Taxi-App TaxiForSure und Geotagg übernommen.

Bild: Ola (alle Rechte vorbehalten)

Ride-Sharing in Indien: Ola will 10.000 E-Rikschas in Indien einflotten

Der Ride-Sharing Dienst Ola, einer der großen Player in Indien, will in den kommenden 12 Monaten Rikschas mit Elektroantrieb in die Flotte aufnehmen. Insgesamt sollen 10.000 E-Rikschas in den Umlauf gebracht werden. Das „Mission: Electric” Programm ist Teil der Strategie, bis 2021 mehr als eine Millionen Elektrofahrzeuge in die Flotte aufzunehmen.

Regierung will durch E-Fahreuge Luftverschmutzung in den Griff bekommen

Fahrzeuge mit alternativen Antrieben sind in Indien hoch im Kurs. Die Regierung unter Regierungschef Modi treibt das Thema voran, um die Luftverschmutzung in den Griff zu bekommen und um unabhängiger von Öl-Importen zu werden. Bis 2030 sollen alle Neuwagen mit E-Motor ausgestattet sein. Ola ist der größte Ride-Sharing Dienst in Indien und liefert sich einen Wettkampf mit Uber. Zu den Investoren von Ola gehört auch SoftBank, die Japaner sind auch kürzlich bei Uber eingestiegen. Ola ist in 110 Städten aktiv und mehr als 3 Mio. Fahrer sind auf der Plattform registriert.

Rikschas in Indien beliebt

Rikschas mit Verbrennungsmotor gehören zu den beliebtesten Fortbewegungsmitteln in Indien. Die Fahrzeuge sind günstig und robust. Auf Grund der geringen Größe und Wendigkeit sind die Fahrzeuge ideal für den überfüllten Verkehr in den indischen Städten. Rikschas mit Elektromotor sind erst seit ein paar Jahren auf dem Markt. Ola wird die Fahrzeuge von mehreren Herstellern beziehen und in drei Städten einsetzen. Unbekannt ist auch, ob Ola die Fahrzeuge besitzen wird oder ob die Fahrer die Rikschas kaufen werden.

Test mit E-Fahrzeugen seit 2017

Ola testet bereits seit Anfang 2017 E-Fahrzeuge, bisher mit überschaubaren Erfolg. Die Fahrer beschweren sich über die fehlende Infrastruktur und die höheren Kosten. Ola sieht das anders und spricht von signifikanten Lernerfolgen bei den Themen Flottenmanagement, Batteriemanagement und Operations. Bei den Themen Batterien und Lademanagement will das Unternehmen neue Wege beschreiten, um weiter dazu zu lernen. Bisher spielen E-Fahrzeuge nur eine geringe Rolle in Indien. Nur 0.1 Prozent der jährlich 3 Mio. verkauften Autos sind Elektrofahrzeuge.

Bild: Ola (alle Rechte vorbehalten)

Mobility Plattform Ola steigt ins Bike Sharing ein

Der indische Ride-Hailing Anbieter Ola entwickelt sich weiter in Richtung Mobility Plattform. In einem Pilotprojekt wurde ein Bike Sharing Dienst gestartet, der über die normale Ola App gebucht werden kann.

Ola als multimodale Plattform

Ola geht mit dem neuen Dienst in Richtung multimodale Mobilitätsplattform. Die Integration von Bike Sharing wird es den Ola Nutzern ermöglich, zu einem Ort zu radeln, an dem sie einfacher und günstiger den Ola Fahrdienst mit Auto und Fahrer nutzen können. Teilweise wird es in den überlasteten Städten auch schneller sein, mit dem Fahrrad zu fahren und nicht mit dem Auto. Die Bike Sharing Lösung ist eine günstige und schnelle Alternative für kurze Strecken.

Ähnliche wie bei den asiatischen Bike Sharing Riesen ofo oder obike, kommt auch das Ola Bike Sharing mit dem Namen Pedal ohne Stationen aus. Die Räder können überall in der Stadt abgestellt werden. Die Räder sind mit einem GPS Sensor ausgestattet, somit sind die Standorte für die Ola-Nuzer in der App einsehbar.

Bike sharing als Zubringer für Ride-Sharing

Die Plattform folgt damit einen Trend, der allgemein zu beobachten ist. Fahrdienstplattformen wie Uber oder Lyft muten vor allem bei den Pooling-Konzepten den Nutzern einen kurzen Weg zum nächsten Fahrzeug zu. Die Idee dahinter ist logisch: Durch höhere Flexibilität der Abhol- und Ausstiegsorte werden die Routen optimiert und die Umwege halten sich in Grenzen. Um diesen Weg zum Fahrzeug zurückzulegen, ist ein Fahrrad in manchen Märkten eine geeignete Möglichkeit.

Ola hat sich in den letzten Jahren zu einem großen Player in Indien entwickelt. Erst kürzlich hat das Startup 1.1 Milliarden US Dollar eingesammelt. Zu den Investoren gehört auch die Japanische SoftBank Gruppe, die auch groß bei Uber einsteigen will. Ola und Uber liefern sich in Indien noch einen harten Konkurrenzkampf. Es wird spannende zu beobachten sein, wie sich der Wettbewerb nach dem Softbank-Uber Deal entwickelt.

Bike Sharing boomt in Asien und kommt nach Europa

Vor allem in China hat sich das Bike Sharing zu einer populären Lösung für die Mobilität auf der letzten Meile entwickelt. Tausende Fahrräder sind in Free Floating Systemen auf den Straßen in den großem Metropolen verteilt. Einige der lokalen Startups mussten schon wieder aufgeben. Andere Unternehmen, wie ofo, mobike oder obike haben Geld für eine internationale Expansion eingesammelt und sind bereits im Ausland aktiv.

Bild: Ola (alle Rechte vorbehalten)

SoftBank will Ola zum Automobilhersteller für Elektroautos entwickeln

Seit ein paar Jahren betreibt Ola in Indien eine Fahrdienstplattform und zählt damit du den großen lokalen Konkurrenten von Uber. Schon recht früh hat sich der Japanische Konzern SoftBank an Ola beteiligt. Der Investor will die Ride Hailing Plattform zusätzlich zu einem Hersteller von Elektrofahrzeugen entwickeln. Dabei soll der Automobilhersteller Toyota helfen.

Ola fokussiert sich auch weiter auf den Fahrdienst

Ola wird seinen Ride Sharing Dienst weiter ausbauen und mit den Plänen rund um die Elektroautos einen weiteren Bereich hinzufügen. Softbank sieht darin eine große Chance, einen Hersteller für Elektroautos in Indien zu platzieren. Schon jetzt ist Indien der viertgrößte Automarkt weltweit, wenn man die Zahl der verkauften Autos betrachtet. Innerhalb der nächsten 15 Jahre soll der gesamte Automobilverkehr elektrifiziert werden. So soll die Umweltbelastung reduziert werden, außerdem lassen sich durch Elektroautos auch die Mobilitätskosten senken.

Ola will größter Hersteller für E-Autos in Indien werden

Schon Ende des letzten Jahres haben Softbank und Ola angekündigt, dass in den nächsten fünf Jahren eine Millionen Elektrofahrzeuge auf die Straße gebracht werden sollen. Dabei will Ola mit unterschiedlichen Herstellern und der Regierung zusammenarbeiten. Damals stand noch nicht im Raum, dass Ola eigene Elektroautos produzieren möchte. Die Pläne sind auf jeden Fall ambitioniert, langfristig will Ola der größte Hersteller von Elektrofahrzeugen in Indien werden.

Megatrends Shared Mobility und Elektrifizierung

Damit würde der Ride Hailing Dienst zwei Megatrends verfolgen. Ein Megatrend ist, dass vor allem immer weniger junge Menschen darauf Wert legen, ein eigenes Fahrzeug zu besitzen. Stattdessen setzten sie auf Shared Services, die sie schnell und günstig von A nach B bringen. In Indien kommt hinzu, dass sich viele Menschen kein eigenes Auto leisten können und so auf andere Angebote angewiesen sind, um sich fortzubewegen. Der zweite Megatrend ist die Elektrifizierung der Automobilindustrie. Um die Umweltbelastung zu reduzieren, werden sich Elektroautos in den kommenden Jahren schneller verbreiten, als bisher. Länder wie China und Indien werden dabei eine wichtige Rolle spielen. Dank der registrierten Fahrern würde Ola von Anfang an über ein großes Netzwerk an potentiellen Kunden verfügen.

Sofbank als treibende Kraft

Softbank scheint eine treibende Kraft hinter dem Vorhaben zu sein. Die Japaner haben die beiden großen Finanzierungsrunden von Ola angeführt und haben dadurch ein großes Interesse daran, dass sich das Unternehmen positiv entwickelt. Neben Ola gehören auch noch die Ride Hailing Anbieter Lyft oder Grab zum Portfolio von Softbank.

Bild: Ola Cab (alle Rechte vorbehalten)

Ola will mehr Elektrofahrzeuge in Indien einsetzten

Der indische Ridesharing Anbieter Ola möchte im kommenden Jahr eine große Flotte an elektrischen Fahrzeugen ausrollen. Im Moment werden Tests gefahren, um das Geschäftsmodell dahinter zu validieren. Ola ist einer der großen Anbieter von Fahrdiensten in Indien.

Mehr als tausend Elektroautos während Pilotphase

Um das Geschäftsmodell für Ola und die Fahrer zu evaluieren, werden in verschiedenen indischen Städten mehrere Tausend Elektroautos getestet. Nach dem Test soll die Flotte weiter nach oben skaliert werden. Der Fahrdienst-Anbieter wird auch in die Ladeinfrastruktur investieren, ohne die das Setup nicht funktionieren würde. Wieviel investiert wird und ob das Programm vom Staat subventioniert wird, ist nicht bekannt.

Nachfrage auch in Indien gering

Bisher ist die Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen in Indien gering. Im vergangenen Jahr wurden nur 20.000 Elektroautos verkauft, im Vergleich zu 20 Mio. Fahrzeugen mit herkömmlichen Antrieb. Bis 2020 sollen 6 Mio. Elektrofahrzeuge in Indien verkauft werden. Bisher scheitert das an den hohen Kosten für Batterien und Fahrzeuge, nicht vorhandene Ladeinfrastruktur und an der geringen Reichweite der Autos. Indien will die Zahl der Elektroautos erhöhen, um die Luftverschmutzung zu reduzieren.

Ola wird von SoftBank unterstützt

Die Taxi App Ola wird bei dem Vorhaben von dem Investor SoftBank unterstützt. Im letzten Dezember haben hochrangige SoftBank angekündigt, dass Ola in den kommenden 5 Jahre bis zu eine Millionen Elektroautos auf die Plattform bringen möchte. Das Netzwerk von SoftBank soll dabei helfen, den operativen Part zu skalieren.

In den kommenden Wochen werden die ersten Elektrofahrzeuge in einem Pilotprogramm getestet. Dabei kommen nicht nur Autos zum Einsatz, sondern auch Rickshaws und Zweiräder. Die Fahrzeuge werden modifiziert, um eine höhere Reichweite zu erzielen. Ziel ist es, dass die Fahre ohne zu laden den Tag überstehen. Im Schnitt legt eine Taxi in Indien zwischen 150 und 200 Kilometer am Tag zurück. Ola wird auch Ladestationen aufbauen, so dass die Fahrzeuge überhaupt geladen werden können.

Langfristige Kooperation mit Energieunternehmen

Für langfristige Kooperationen spricht der Uber Konkurrent mit Energieunternehmen, um in Kooperation die Ladeinfrastruktur aufbauen. Auch mit Autoherstellern soll gesprochen werden, um Fahrzeuge auf die Straße zu bringen, die den Anforderungen der indischen Taxifahrer standhalten.

Bild: Wedstock 2011 (bestimmte Rechte vorbehalten)

Indien: Uber kooperiert mit ÖPNV in Bangalore 

Uber hat bekanntgegeben, dass die Ride-Hailing Plattform mit dem öffentlichen Nahverkehr in Bangalore zusammenarbeiten wird. An einigen der Haltestellen der Metro können über in kleinen Kiosken Uber-Fahrten gebucht werden. So soll die letzte Meile einfacher zu bewältigen sein. Indien wird zum wichtigen Markt für Uber.

Pendler als Zielgruppe

Uber möchte mit dem Angebot einfacher Kunden erreichen, die jeden Tag den beschwerlichen Weg zwischen Zuhause und Metro-Station oder Arbeitsplatz und Metro-Station zurücklegen. Die Metro in Bangalore ist gut ausgebaut, aber der Weg für auf der letzten Meile kann häufig zur Herausforderung werden. Die Zusammenarbeit ist ein gutes Beispiel, wie Behörden und private Unternehmen zusammenarbeiten können. Dadurch wird ein Problem gemeinschaftlich gelöst, das viele Einwohner haben.

Neue Wege für Kunden ohne Smartphone

Für die Kunden, die kein Smartphone haben oder keinen Zugriff auf die App haben, wird Uber bis Ende März Buchungsbüros an den Haltestellen aufbauen. In Länden wir Indien steht Uber vor der Herausforderung, dass die Verbreitung von Kreditkarten und Smartphones mit Datentarif teilweise gering ist. Uber lässt sich immer wieder neue Wege einfallen, um Kunden die Nutzung von Uber zu ermöglichen.

Die Partnerschaft in Indien ist nicht die erste Zusammenarbeit zwischen Uber und lokalen Behörden. In mehreren Ländern arbeitet die Ridesharing Plattform mit Verkehrsbetrieben und Behörden zusammen. In einer amerikanischen Stadt werden zum Beispiel Uber-Fahrten bezuschusst, was dazu führt, dass kein weiterer Parkplatz an der Bahnstation für Pendler errichtet werden muss.

Indien als wichtiger Markt für Uber

Nachdem sich Uber aus China zurückgesogen hat, in dem das eigene Geschäft an den Konkurrenten Didi Chuxing verkauft wurde, hat das Unternehmen Indien als einen der nächsten interessanten Märkte auserkoren. Seit Beginn des Jahres wurden mehrere neue Mobilitätsdienstleistungen gestartet. In Indien bietet Uber günstige Mobilitätsdienste mit kleineren Fahrzeugen oder teilweise auch Motorrollern und Rikschas an. Vor kurzem wurde der Dienst UberHire gestartet, ein Service, bei dem der Fahrer für den Tag anstatt für eine Fahrt gemietet wird. Der Lieferservice UberEATS soll anscheinend demnächst auch in Indien starten. Der größte Konkurrent von Uber in Indien ist die Taxi Ola Cab.