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Kurznachrichten: Postmates startet Abo

On-Demand News: Postmates mit mehr als 1 Mio. Lieferungen pro Monat. Shyp reduziert Belegschaft auf dem Weg zur Profitabilität. Instacart versucht sich als profitabel zu verkaufen.

Postmates startet Abo und knackt 1 Mio. Orders pro Monat

Das amerilkanische on-demand Lieferstartup Postmates hat erstmals mehr als 1 Mio. Bestellungen pro Monat ausgeliefert. Außerdem hat das Unternehmen das Abo Plus Unlimited gestartet. Nutzer können 9.90 US$ im Monat zahlen und erhalten damit alle „Plus“ Bestellungen über 30 US$ ohne weitere Liefergebühr zugestellt. Voraussetzung ist, dass der Händler teil des Händlerprogramms von Postmates ist. Postmates fokussiert sich auf Lieferungen von lokalen Händlern, in den letzten 15 Monaten wurden Waren in Wert von 350 Mio. US$ von Postmates Fahrern ausgeliefert.

Für das Unternehmen ist das Unlimited Plus Angebot Teil der Strategie, um den Service für Jedermann zugänglich zu machen. Nutzern soll ermöglicht werden, den Same-day Delivery Service zu günstigen Konditionen regelmäßig in Anspruch nehmen zu können. Um mit dem Angebot auch Geld zu verdienen, ist Unlimited Plus auf Bestellungen mit einem Warenwert von mehr als 30 US$ beschränkt. Postmates erhält von den Händlern im Schnitt 20% Provision. (via Techcrunch)

Shyp feuert 8% der Mitarbeiter

Das on-demand Startup Shyp feuert 8% seiner Mitarbeiter, damit das Unternehmen dieses Jahr profitabel werden kann. Es müssen Angestellte aus mehreren Bereichen gehen, darunter auch Fahrer und Kuriere. Shyp liefert Pakete und Waren on-demand. Dabei übernimmt Shyp auch das Verpacken der Lieferungen. Die Ware wird beim Kunden oder im Geschäft abgeholt, verpackt und dann zugestellt. (via Venturebeat)

Instacart ist profitabel, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen

Instacart versucht die Skepsis zu zerstreuen, die in den letzten Monaten im Zusammenhang mit Geschäftsmodell von Instacart aufgekommen ist. Instacart Manager Jeremy Stanley versucht zu erklären, dass Instacart unter bestimmte Bedienungen profitabel ist.

Instacart ist in einigen Städten auf Orderlevel profitabel. In 10 von 19 Städten wird mit der durchschnittlichen Bestellung Geld verdient. In den anderen 9 Städten wird eine schwarze Null geschrieben oder es fallen noch Verluste pro Order an. Betrachtet man nur den Umsatz und die Ausgaben für Operations, dann ist Instacart profitabel. Diese Kennzahl beinhaltet aber nicht die Kosten für die IT-Entwicklung und Marketing. Der Umsatz hat sich seit Januar 2015 anscheinend versechsfacht. Damals wurde Instacart nachgesagt, auf einen Umsatz von 100 Mio. US$ zu kommen. (via Businessinsider)

Bild: Matthew Scott (bestimmte Rechte vorbehalten)

Lieferdienst Nachrichten: UPS investiert, Amazon liefert frische Lebensmittel

Kurznachrichten aus dem Lieferbereich: Der Logistikriese UPS investiert in das same-day Delivery startup Deliv. Die amerikanische Supermarktkette Whole Foods beteiligt sich an dem Lieferdienst für Lebensmitte Instacart. Amazon liefert das erste mal in Europa frische Lebensmittel aus.

UPS investiert in same-day Delivery Startup

Der Logistikriese UPS hat sich an dem same-day Delivery Startup Deliv beteiligt. Es ist nicht bekannt, wie viel UPS dafür bezahlt hat. UPS hat die letzte Finanzierungsrund von Deliv angeführt, in der 28 Mio. US$ eingesammelt wurden. Das Startup Deliv kooperiert hauptsächlich mit großen Ketten, Best Buy, Walgreens, Sony und Macy’s bieten den Same-Day Delivery Service in Kooperation mit Deliv in 17 amerikanischen Städten an. UPS erhält durch den Deal einen Einblick, wie das Same-Day Delivery Geschäft funktioniert, ohne selber operativ tätig zu werden. UPS spart sich so Geld und eine langwierige interne Entwicklung eines Same-Day Delivery Services. UPS gerät auch unter Druck, da E-Commerce Giganten, wie Amazon eine eigene Logistikkette aufbauen. Grundsätzlich scheinen same-Day Delivery Services vor allem in den USA auf dem Vormarsch zu sein. In einer Umfrage von Deloitte haben 24 % der Befragten angegeben, dass sie für einen Same-Day Service zahlen würden. Der europäische UPS Konkurrent DPD hat sich bereits vor längerer Zeit an dem Münchner Same-Day Delivery Startup Tiramizoo beteiligt, Hermes ist bei Lievery eingestiegen. (via Business Insider)

Whole Foods investiert in Instacart

Die amerikanische Supermarktkette Whole Foods investiert in das Lieferstartup Instacart. Die beiden Unternehmen haben außerdem eine Vereinbarung getroffen, die Instacart für die nächsten fünf Jahre als exklusiven Partner für das Liefergeschäft von Whole Foods vorsehen. Instacart ist bisher nur in den USA verfügbar, deswegen beschränkt sich die Exklusivität nur auf Amerika. In England arbeitet Whole Foods mit dem Startup Shutl zusammen. Instacart bietet einen Lieferservice für Lebensmittel an und kooperiert dabei mit unterschiedlichen Supermarktketten. Bleibt abzuwarten, ob die anderen Kooperationspartner begeistert von dem Deal zwischen Whole Foods und Instacart sind. Unternehmen wie Target und Costco werden sicher nicht begeistert sein, dass Whole Foods Einsicht in deren Geschäfte mit Instacart hat. (via Recode)

Amazon liefert erstmals in Europa frische Lebensmittel

Amazon startet in Großbritannien einen Lieferdienst für frische Lebensmittel du Tiefkühlkost. Bisher bietet das Unternehmen diesen Service nur in den USA an. Ob Amazon Fresh auch demnächst in Deutschland starten wird, ist unbekannt. Amazon ergänzt mit dem Service sein Lieferangebot für Lebensmittel und Haushaltsprodukte. Bisher wurden nur haltbare Lebensmittel, Waschmittel, Haushaltswaren oder Pflegeprodukte über den Amazon Pantry Service verkauft. (via Reuters)

Bild: getmobility.de (alle Rechte vorbehalten)

Sidecar will sich mit Same-Day Lieferungen differenzieren

Das amerikanische Transport-Startup Sidecar hat einen Same-Day Delivery Service gestartet. Mit dem neuen Service können die Nutzer Pakete und andere Lieferungen über das Sidecar Netzwerk von A nach B bringen lassen. In den letzten sechs Monaten wurde der neue Service in der Bay Area in den USA getestet, nun folgt der Start des Sidecar Deliveries Services in allen 10 US-Städten, in denen Sidecar bisher aktiv ist. Der neue Service basiert auf der bereits bestehenden Technologie und dem Netzwerk an Fahrern, die bisher auch Ridesharing Services angeboten haben.

Günstiger und schneller

Laut Sidecar Gründer Sunil Paul ist die Lieferung über das Sidecar-Netzwerk 80% günstiger, als traditionelle Kurierdienste und außerdem schneller. Anscheinend sind in San Francisco schon 10% der Sidecar Fahrten Same Day Deliveries. Bis Ende des Jahres sollen über die Sofort-Zustellungen 50% des Umsatzes generiert werden. Sidecar arbeitet mit E-Commerce, Restaurants, Blumenläden und Supermärkten zusammen, um für Aufträge zu sorgen. Einer der Pilot-Kunden in San Francisco ist Eat24. Eat24 ist eine Art amerikanisches Lieferheld oder Lieferando. Anscheinend wurden die Zustellzeiten der über Eat24 bestellten Mahlzeiten halbiert und die Restaurants haben gleichzeitig einen Umsatzanstieg verzeichnet. Die Vision von Sidecar ist, dass jedes Geschäft eine Bestellung erhalten kann, die innerhalb einer Stunde zugestellt wird.

Mehr Fahrer sorgen für kürzere Wartezeiten

Für die Fahrer hat es den Vorteil, dass die Einnahmen um bis zu 75 % steigen können, wenn sie gleichzeitig Fahrgäste und Pakete im Fahrzeug haben. Durch die zusätzliche Einnahmequelle steigt laut Sidecar die Anzahl der aktiven Fahrer. Mehr aktive Fahrer führen zu kürzeren Wartezeiten und günstigeren Preisen für die Fahrgäste.

Starke Wettbewerber

Sidecar wagt sich damit in eine Nische mit starken Wettbewerbern. Unternehmen, wie Amazon, Ebay, Instacart, Postmates, Uber und co. bieten ebenfalls einen ähnlichen Service an, meist aber mehr Endkunden orientiert. Amazon arbeitet außerdem mit der Taxi-App Flywheel zusammen, um Pakete möglichst sofort zustellen zu können.

Sidecar adressiert mit dem neuen Service mehr Unternehmen als Endkunden. Unternehmen können die Logistik-Lösung von Sidecar einbinden, um die Bestellungen möglichst schnell zustellen zu können. Über die Sidecar API werden die Live-Daten über den Auftrag übertragen, so dass die Kunden ihre Lieferung genau verfolgen können. Bei Eat24 wissen die Kunden genau, wann die Lieferung das Restaurant verlassen hat und wann der Fahrer angekommen ist. Eine ähnliche Transparenz über die Lieferung wäre bei Lieferheld, Lieferando und co. ebenfalls wünschenswert.

Innovative Ideen von Sidecar

Sidecar hat bisher viel weniger Geld eingesammelt, als Uber oder Lyft, das Unternehmen zeichnet sich aber immer wieder durch innovative Ansätze aus. So wurde die Mitfahrfunktion Shared Rides, mittels derer sich mehrere Fahrgäste eine Fahrzeug teilen, vor UberPool und Lyft Line eingeführt, außerdem erlaubt Sidecar den Fahrern die Preisgestaltung der Fahrten. Die Idee, dass Fahrgäste und Pakete gleichzeitig in den Fahrzeugen sind, wurde nur auch zuerst von Sidecar umgesetzt. Die Kombination ist eine Win/Win/Win Situation. Fahrgäste fahren zu einem günstigere Preis. Fahrer erhöhen ihren Umsatz. E-Commerce Unternehmen erhalten die Möglichkeit, ihre Produkte günstiger und schneller zuzustellen.

Bild: Sidecar (alle Rechte vorbehalten)