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Beförderung auf der letzten Meile: Lyft und Amtrak arbeiten zusammen

Die amerikanische Ride-Sharing Plattform Lyft kooperiert mit der Bahngesellschaft Amtrak, damit die Passagiere schneller zum Bahnhof kommen und wieder zurück. Die Amtrak Fahrgäste können die Fahrt mit Lyft direkt über die Amtrak App bestellen. Lyft gibt an, dass 97% der Amtrak Fahrgäste durch das Angebot der Ride Sharing Plattform erreicht werden.

Transport auf erster und letzter Meile attraktiv

Die großen Mitfahrplattformen in den USA haben in der letzten Zeit dafür gekämpft, dass die Fahrer an Flughäfen Fahrgäste aufnehmen und abliefern können. Das Geschäft auf der ersten und letzten Meile bietet eine große Chance für die Ride-Hailing Apps. Der größte Widerstand kam dabei von den Taxifahrern und Parkhaus-Betreibern. Die Betreiber der Parkhäuser fürchten sich vor geringeren Einnahmen, da tendenziell weniger Menschen ihr Auto für längere Zeit parken, wenn anstatt dem eigenen Fahrzeug ein Service wie Lyft oder Uber genutzt wird.

Kooperationen mit ÖPNV und Stadtverwaltungen

Konkurrent Uber ist eine ähnliche Kooperation in der indischen Stadt Bangalore eigegangen. In einer amerikanischen Kleinstadt werden Uber Fahrten zum Bahnhof zu einem günstigen Festpreis angeboten, so hat sich die Stadtverwaltung den Bau eines weiteren Parkhauses am Bahnhof erspart. Die Fahrten werden von der Stadtverwaltung bezuschusst.

In Zukunft mit autonomen Shuttle Bussen

Kooperationen zwischen Bahngesellschaften oder Behörden und Ride-Hailing Anbietern werden wir in Zukunft wahrscheinlich häufiger sehen. Ride-Hailing Anbieter erdweiter so die Reichweite und für Bahngesellschaften und Behörden ist eine günstige Art und Weise, das bestehende Netz zu erweitern. In ein paar Jahren werden autonome Shuttle zum Einsatz kommen.

Für Lyft ist es nicht die einzige Partnerschaft in den letzten Wochen. Lyft und Disney haben vereinbart, dass die Ride-Hailing Plattform gebrandete Minishuttle in den Disney Resorts betreibt. Mit der Fast Food Kette Taco Bell wurde eine Marketing Partnerschaft geschlossen.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

R-Klasse: Daimler investiert in Lieferroboter Startup Starship

Der Automobilkonzern Daimler beteiligt sich an dem Startup Starship. Das Unternehmen entwickelt Lieferroboter, die für Auslieferungen auf der “letzten Meile” eingesetzt werden. Auf der Elektronikmesse CES haben Daimler und Starship Technologies bereits ein Gemeinschaftsprojekt präsentiert. Mittels einen mit Robotern beladenen Sprinters sollen Waren schneller zugestellt werden.

Starship setzt auf Lieferroboter

Im Gegensatz zu Amazon und Google setzt Starship auf Lieferroboter, die die Straße nutzen, um Lieferungen zuzustellen. Amazon und Google investieren hingen in die Entwicklung von fliegenden Liefer-Dronen, die langfristig den Paketzusteller ersetzen sollen.

Tests in Großbritannien

Starship wurde von einem der Skype-Gründer gestartet, der Hauptsitz befindet sich in Estland. In Estland befindet sich auch die Entwicklungsabteilung des Startups. In Großbritannien betreibt das Unternehmen eine Außenstelle, die sich vorwiegend um den Vertrieb kümmert. Starship hat in Großbritannien bereits ein Pilotprojekt gestartet und liefert Essen in Kooperation mit JustEat aus. In Deutschland will das Unternehmen mit Hermes und der Metro zusammenarbeiten. Bisher warten die Kooperationspartner noch auf eine Genehmigung der lokalen Behörden in Hamburg und  Düsseldorf.

In der aktuellen Finanzierungsrunde werden 17.2 Mio. US$ in das Roboter-Startup investiert, Daimler tritt dabei als Lead-Investor auf. Neben Daimler haben sich Shasta Ventures, Matrix Partners, ZX Ventures, Morpheus Ventures, Grishin Robotics, Playfair Capital, HOF Capital und weitere Investoren an dem Startup beteiligt.

Erfahrung von Daimler bei Entwicklung und Produktion

Neben den finanziellen Aspekten ist die Erfahrung von Daimler bei der Entwicklung und Produktion von technisch anspruchsvollen Produkten hilfreich für das Roboter-Startup. Daimler beschäftigt sich außerdem seit längerem mit der Entwicklung von Technologien und Komponenten für selbstfahrende Autos. Von einem Wissenstransfer werden beide Unternehmen profitieren. Daimler dürfte in Starship eine Möglichkeit sehen, langfristig die Umsätze im Bereich von Liefer- und Transportdienstleistungen zu erhöhen.

Daimler hat sich in der Vergangenheit schon an anderen Startups beteiligt. Zu den bekanntesten gehört MyTaxi, mittlerweile ist das Unternehmen komplett von Daimler übernommen worden.

Bild: Daimler (alle Rechte vorbehalten)

Reinigung mit System – Die letzte Meile muss durch Daten gelöst werden

Berlin, 7. Juli 2016 – Das Unternehmen ZipJet ist bekannt als ein Service für frische Wäsche und gebügelte Hemden: abholen, reinigen und wieder zurückbringen – bei voller Flexibilität. Um einen Service wie diesen sicherstellen zu können, ist jedoch weit mehr nötig, als das Wissen über Waschmittel und Textilien. Denn wie bei nahezu allen Liefer- und Abholdiensten ist es wichtig, das Problem der so genannten “Letzten Meile” zu lösen. Das bedeutet, dass die Kunden ihre Waren natürlich auch an ihrer Haustür abgeben und entgegen nehmen möchten, zu einem vorher festgelegten, fixen Zeitpunkt. Für die Tourenplanung ist das jedoch eine enorme Herausforderung, da stündlich mehrere Kundenkontakte stattfinden und die Touren trotzdem oder vor allem deshalb effizient und zuverlässig geplant werden müssen.
Um diese Aufgabe zu meistern, hat sich ZipJet einen Algorithmus entwickelt, der schon seit den Anfängen die Datenauswertung und Tourenplanung übernimmt. Florian Färber, CEO und Mitgründer von ZipJet, betont, dass die Nutzung von Datenmengen und Algorithmen ab einer gewissen Nutzerzahl obligatorisch ist: “Wenn man die Zeit, die ein Fahrer auf der Straße und beim Kunden verbringt sinnvoll nutzen möchte, kommt man an einer computergesteuerten Planung nicht vorbei. Wir können einem Fahrer bis zu 10 Interaktionen mit Kunden pro Stunde ermöglichen, das ist bei unserer Nutzerzahl nicht mehr von Hand zu bewältigen.”
Es ist daher wichtig, die Routen sinnvoll zu planen, um nicht immer nur den kürzesten, sondern vielmehr auch den klügsten Weg zu wählen. Dabei steht natürlich zuerst die Planung des Bedarfs aus. Dafür clustert ZipJet auf Basis der Google S2 Datenbank alle Städte in denen der Service angeboten wird – zurzeit mit einem Index der Stufe 14, der jeweils 10k Quadratmeter zu einer Einheit zusammenfügt. Darüber hinaus ist es jedoch auch notwendig den Verkehr mit in die Berechnung einzubeziehen, wofür sich ZipJet historische Verkehrsdaten zunutze macht, die für jeweils 15-Minütige Zeitfenster die Durchschnittsgeschwindigkeit definieren. Somit ist es zum Beispiel möglich, in die Berechnungen der Routen einzubeziehen, dass in der Ritterstraße in Berlin an einem Montag Morgen zwischen 9:00 Uhr und 9:15 Uhr die durchschnittliche Geschwindigkeit gerade einmal 15 km/h beträgt. Nur auf diese Weise lässt sich in so verkehrsreichen Städten wie Berlin oder aber auch London und Paris eine Pünktlichkeit von durchschnittlich 95 Prozent erzielen.

Das Waschen unserer Wäsche überlassen wir schon lange den Maschinen, welche vom Menschen nur noch bedient werden. Denjenigen, der uns die Wäsche liefert und wieder nach Hause bringt, kann und will niemand ersetzen, doch bei der Planung von Routen sollten wir uns definitiv auf die Technik verlassen.

Über ZipJet

ZipJet ist ein Unternehmen von Rocket Internet, das von Florian Färber und Lorenzo Franzi 2014 gegründet wurde. Das Unternehmen hat über 50 feste Mitarbeiter und bietet seinen Service seit November 2014 in London und seit Januar 2015 in Berlin an. Der Auftrag von ZipJet ist einfach: Die Welt des Waschens & Reinigens revolutionieren, die Kunden von lästiger Hausarbeit zu befreien und ihnen mehr Freizeit zu schenken. Und das Konzept kommt an: Das Unternehmen hat schon mehr als 40.000 Kunden überzeugt und verzeichnet einen monatlichen Wachstum von etwa 30 Prozent.

Uber öffnet UberRUSH API für jeden Entwickler

Uber öffnet den UberRUSH Lieferservice per API für jeden Entwickler. Über die API kann der on-demand Lieferservice in jeden beliebigen Service integriert werden, der  auf eine Transportkomponente angewiesen ist.

Der same-day Lieferservice wird von Uber schon seit einiger Zeit entwickelt und das Unternehmen hat erheblich Zeit und Geld in die Entwicklung investiert. UberRUSH wurde zuerst in NewYork getestet und dann im Oktober 2015 offiziell gestartet. UberRUSH bietet einen same-day Lieferservice, die Lieferung erfolgt entweder über einen normalen Uber-Fahrer oder durch einen Fahrradkurier. Am Anfang war es ein normaler Kurierdienst, im Januar 2016 wurde dann eine API veröffentlicht, mittels derer ausgewählte Händler den Service in die App und Website integrieren konnten. Die API wurde jetzt für jeden Entwickler geöffnet, so dass der Transportservice in jede beliebige App integriert werden kann. Die Unternehmen, die den Service integrieren können auf einen verlässlichen Zustelldienst für die letzte Meile vertrauen und müssen sich nicht selber um den Transport mittels eigener Fahrer kümmern.

Uber kombiniert mit den selben Fahrern den Personentransport und die Auslieferung der Waren. Ein Uber Fahrer kann zum Beispiel ein Paket abholen und danach einen Passagier aufnehmen. Der Passagier wird dann zuerst an sein Ziel gebracht, danach wird das Paket zugestellt. Für die Uber-Fahrer erhöht sich so die Auslastung und auch der Umsatz.

UberRUSH konkurriert unter anderem mit dem Liefer-Startup Postmates. Das Unternehmen, das von einem Deutschen in San Francisco mitgegründet wurde, bietet auch eine technische Lösung, die direkt in die Apps und Webshops von Händlern integriert werden kann. Postmates hat sich am Anfang auf die Lieferungen von Restaurants konzentriert. Mittlerweile gehören auch einige Non-Food Unternehmen zu den Kunden von Postmates.

Erst in der letzten Woche wurde bekannt, dass Uber 3.5 Milliarden US$ an Finanzierung vom Staatsfond aus Saudi-Arabien erhalten hat. Damit hat das amerikanische Unternehmen genügend finanzielle Mitte, um UberRUSH entsprechend weiterzuentwickeln.

Bild: Uber.com (alle Rechte vorbehalten)