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Tesla Semi Truck: Elektro-LKW mit 500 Kilometern Reichweite

Vor einiger Zeit hat Tesla angekündigt, dass eine Zugmaschine mit Elektroantrieb zum Masterplan 2.0 gehören soll. Wie jetzt durchgesickert ist, soll der Elektro-LKW über eine Reichweite von 500 Kilometern verfügen. Ein erster Prototyp soll schon im September vorgestellt werden. Bisher hält sich Tesla noch mit Einzelheiten zurück. Der LKW von Tesla soll auch Eigenschaften für vollautomatisiertes Fahren haben.

Zusammenarbeit mit Spediteuren bei Entwicklung

Tesla schweigt noch zum Thema Reichweite, Ladekapazität und Preis für den elektrischen LKW. Die Informationen über die Reichweite kommen deshalb auch nicht direkt von dem Unternehmen, sondern von dem Chef des Logistik-Unternehmens Ryder aus Florida. Chef Elon Musk hat im Juni verlauten lassen, dass sein Unternehmen eng mit Spediteuren zusammenarbeitet, um einen LKW zu entwickeln, der den Anforderungen entspricht. Gut möglich also, dass Ryder Chef Scott Perry den Tesla Truck mit Reichweite von 200 – 300 Meilen gesehen hat.

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Reichweite des Tesla LKWs muss steigen

Eine Reichweite von 320 – 480 Kilometern ist für eine LKW-Zugmaschine sehr gering. LKWs mit Verbrennungsmotor, die für die Langstrecke optimiert sind, kommen ohne nachzutanken auf eine Reichweite von 1600 Kilometern. Es wird noch eine Zeit dauern, bis die herkömmlichen Diesel-Lkw von den Fernstraßen verdrängt werden. Dafür sind Elektrolaster mit Reichweite von 600 – 800 Kilometern pro Akkuladung nötig und eine flächendeckend Ladeinfrastruktur.

Vorreiter bei Elektroautos

Tesla ist als Vorreiter beim Thema Elektroautos bekannt. Gestartet ist das Unternehmen mit dem Model S, die Limousine ist in der oberen Mittelklasse angesiedelt. Darauf folgte der SUV Model X und vor kurzem das günstige Model 3 für den Massenmarkt. Mit der Skalierung der bisherigen Fahrzeugpalette dürfte das Unternehmen mehr als genug zu tun haben, des wegen ist erstaunlich, dass so schnell der Semi Truck kommen soll.

Elektro-LKW von Daimler und der Post

Auf dem Feld der Elektro-LKWs ist der Elektroautobauer nicht alleine unterwegs. Der Daimler Konzern entwickelt ebenfalls einen Elektro-LKW mit mehreren hundert Kilometern Reichweite. Die Deutsche Post entwickelt die kleineren Elektro-LKWs StreetScooter, um die Zustellung der Pakete und Briefe zu elektrifizieren.

Bild: Tesla (alle Rechte vorbehalten)

Englische Post Royal Mail testet Elektrofahrzeuge in London

Nicht nur in Deutschland setzt die Post auf Elektrofahrzeuge für die Zustellung von Paketen und Briefen, auch in Großbritannien werden jetzt Lastwagen mit Elektroantrieb getestet. Die Deutsche Post produziert mit der Tochter StreetScooter eigene Elektrofahrzeuge, da kein Hersteller bereit war, die gewünschten Fahrzeuge zu liefern. Die Englische Royal Mail setzt auf die Fahrzeuge des Unternehmens Arrival.

Royal Mail testet Elektrofahrzeuge für ein Jahr

Der Test in London ist auf ein Jahr ausgelegt und wird sich erstmal auf ein Briefzentrum in London beschränken. Von Arrival werden Fahrzeuge mit möglicher Zuladung für 3.5, 6 und 7.5 Tonnen genutzt, die für Royal Mail unterwegs sein werden. Die Fahrzeuge sollen vor allem dafür genutzt werden, Pakete und Briefe zwischen den Verteilzentren in Stadt und den in ländlicheren Gebieten zu transportieren. Die Zustellung zum Kunden mit Elektroautos ist erstmal nicht Teil des Pilotprojekts.

Für die Zustellung zum Endkunden hat die Royal Mail eine Flotte von 100 Elektrofahrzeugen bei Peugeot bestellt. Die Fahrzeuge werden Endes des Jahres Einsatzbereit sein. Die Briefzentren wurden mit Ladestationen ausgestattet, damit die für den Betrieb erforderliche Infrastruktur vorhanden ist.

Moderene LKW mit 160 KM Reichweite

Die Elektrotrucks von Arrival sind modern gestaltet. Die Fahrer kann dank der großen Glasfront das Umfeld gut einsehen. Das soll auch dazu beitragen, dass die Sicherheit erhöht wird, indem Fahrradfahrer und Fußgänger leichter erkannt werden können. Die Arrival Lastwagen sind so konzipiert, dass die ersten 160 Kilometer elektrisch zurückgelegt werden können. Ein versautes Aggregat kann dazu genug werden, um die Reichweite zu erhöhen. In einer späteren Entwicklungsstufe sollen die Lieferfahrzeuge auch vollautomatisch unterwegs sein können.

Auch Deutsche Post setzt auf Elektromobilität

Insgesamt verfügt die Flotte der Royal Mail über 49.000 Fahrzeuge. Tagtägliche werden diese Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor genutzt, um Sendungen auszuliefern, oder um Briefe und Pakete zwischen den Briefzentren zu transpirieren. Gerade in den Innenstädten hätte ein Transport mit Elektroautos eine positive Auswirkung auf die Luftbelastung. Deshalb baut auch die Deutsche Post eine Elektroflotte auf. Kleinere Elektrofahrzeuge werden von dem Tochterunternehmen StreetScooter produziert. Die größeren Lieferfahrzeuge entstehen in Zusammenarbeit mit Ford.

Bild: Arrival (alle Rechte vorbehalten)

Amazon soll App für Frachtvermittlung entwickeln

Amazon entwickelt eine Plattform, die Warenversender und Kraftfahrer verbindet. Damit wagt sich Amazon in einen weiteren Geschäftsbereich vor. Das Marktvolumen wird alleine in den USA auf 800 Milliarden US$ pro Jahr geschätzt.

Frachtvermittler sollen überflüssig werden

Die Plattform soll App-basiert sein und im kommenden Sommer starten. Über eine App soll der Lastwagenfahrer die Anfragen von Warenversendern sehen und diese auf effiziente Weise annehmen können. Vom Prinzip ist das mit dem Uber Service vergleichbar, der Fahrgäste und Fahrer verbindet. Der neue Service würde Frachtvermittler überflüssig machen, die normalerweise bis zu 15% Vermittlungsgebühr verlangen.

Die App soll die Preise in Echtzeit anzeigen, sowie als Navigationsgerät dienen und ganze Toure vorschlagen. Die Abwicklung der Zahlungen soll auch möglich sein, um den ganzen Versandprozess zu beschleunigen.

Amazon wird zum Logistikanbieter

Amazon wird damit immer mehr zum Logistikanbieter. In letzter Zeit hat der Konzern tausende Lastkraftwagen und einige Frachtflieger gekauft. Auch auf der letzten Meile setzt Amazon immer mehr auf eigene Dienstleistungen. Damit will das Unternehmen unabhängiger von Unternehmen wie UPS oder DHL werden und außerdem Kosten sparen. Das Frachtvolumen von Amazon ist enorm, deswegen macht es durchaus Sinn, tiefer in die Logistikprozesse involviert zu sein. Laut RBC Capital Markets wird das Frachtvolumen in drei Jahren das Volumen von FedEx überschreiten und in sieben Jahren das von UPS.

Kostensenkungen für Warentransport im Fokus

In erster Linie will Amazon die Vermittler von Frachtaufträgen ersetzen und somit Geld sparen oder mehr Flexibilität für günstigere Versandkosten schaffen. Diese Frachtvermittler verlangen eine erhebliche Gebühr, um Auftragnehmer an Auftraggeber mit Transportanforderung zu vermitteln. Diese Vermittlung mit Brokern uns nicht nur teuer, sondern auch langsam. Viele Frachtvermittler arbeiten noch mit Papierdokumenten und Telefon.

Das Potential bei der Frachtvermittlung vorhanden ist, haben mehrere Unternehmen erkannt. Uber hat vor kurzem Uber Freight gestartet, das ein ähnliches Ziel wie Amazon verfolgt. Die Startups Convoy und Trucker Path entwickeln ein vergleichbares Angebot. Deutsche Startups sind Cargonexx, FreightHub oder Instafreight.

Bild: Rusty Clark (bestimmte Rechte vorbehalten)

Selbstfahrender LKW von Otto liefert Budweiser Bier in Colorado

Das von Uber übernommene Startup Otto hat Ende Oktober gezeigt, wie weit das eigene System für selbstfahrende Lastwagen schon entwickelt ist. Ein mit dem Technologie-Kit von Otto ausgestatteter 40-Tonner LKW hat in Colorado eine Bier-Lieferung von der Brauerei Anheuser-Busch über eine Strecke von ca. 200 Kilometern ohne Fahrer transportiert.

Autonom auf der Autobahn

Der Lastwagen war im autonomen Modus auf der Autobahn unterwegs. Ein Fahrer war zwar in der Kabine, um im Notfall eingreifen zu könne, saß aber nicht direkt hinter dem Steuer. Begleitet wurde der LKW von einem Polizeifahrzeug.

Die Fahrt war eine erste Demonstration, um zu zeigen, wie weit die Technologie für autonome Lastwagen heute ist. Eine erste funktionsfähige basis Version der Technologie ist bereits entwickelt, weitere Iterationen auf Hardware und Software-Seite sind notwendig, um das System bis zur Serienreife zu entwickeln. Bis die Serienreife erreicht ist, wird es noch einige Jahre dauern.

Einige Voraussetzungen mussten für die Testfahrt erfüllt sein: Die Fahrt fand bei schönen Wetter statt und in den Morgenstunden, bei geringem Verkehr. Das Team von Otto hat zwei Wochen dafür benötigt, um die Route zu definieren und um das Kartenmaterial mit dem benötigten Detaillierungsgrad zu erstellen.

Kostenersparnis in Millionenhöhe möglich

Der Brauerei-Riese Anheuser-Busch geht davon aus, dass pro Jahr 50 Mio. US$ an Kosten eigespart werden können, wenn die autonomen LKWs eingesetzt werden können. Der Konzern geht davon aus, dass zuerst weiterhin ein Fahrer an Board der LKWs sein wird. Die Einsparungen kommen durch geringeren Benzinverbrauch und bessere Auslastung der Fahrzeuge. Mit den autonomen Eigenschaften können die LKWs länger unterwegs sein, da die LKWs auch während potentieller Ruhezeiten der Fahrer weiterfahren können.

Erstes Szenario wird sein, dass die Lastwagen auf den Autobahnen autonom fahren und der Fahrer kurz vor der Autobahn-Abfahrt übernimmt. Langfristiges Ziel wird es sein, den Fahrer komplett zu ersetzten, was weitere Kostenersparnisse mit sich bringen wird.

Otto von Uber übernommen

Otto wurde erste Anfang des Jahres gegründet und im Sommer von Uber für eine Milliarde US$ übernommen. Das Startup arbeitet an der Entwicklung von Systemen, um LKWs mit autonomen Eigenschaften ausstatten zu können. Uber will die Erfahrungen von Otto auch in die eigene Entwicklung von den selbstfahrenden Autos einfließen lassen. Auf der anderen Seite will das amerikanische Transportunternehmen seine Aktivitäten ausweiten. Uber sieht einen weiteren Milliardenmarkt im Bereich des Langstrecken Güterverkehrs mit LKWs. Es sollen keine eigenen LKWs entwickelt werden, das Unternehmen will mit etablierten LKW-Herstellern zusammenarbeiten.

Bild:  ot.to (alle Rechte vorbehalten)

Uber setzt selbstfahrende Autos ein und kauft Otto

Der Fahrdienst Uber setzt früher als vermutet selbstfahrende Fahrzeuge ein. Schon vor Ablauf diesen Monats sollen selbstfahrenden Volvo SUVs in Pittsburgh zum Einsatz kommen. Außerdem wird das Startup Otto übernommen, das sich mit der Entwicklung von autonomen LKWs befasst.

Uber entwickelt seit Ende 2014 selbstfahrende Fahrzeuge in Zusammenarbeit mit der Carnegie Mellon University in Pittsburgh. Ein Team an Entwicklern, Experten und Mechanikern hat in den letzten eineinhalb Jahren die erste Version an selbstfahrenden Fahrzeugen entwickelt, die jetzt zum Einsatz kommt. Ziel von Uber ist es, die Fahrer so schnell wie möglich durch Roboter Taxis zu ersetzen, um Kosten zu sparen und um günstigere Fahrten zu ermöglichen. Letztendlich soll das Nutzen von Uber günstiger sein, als mit dem eigenen Auto zu fahren.

Test in Pittsburgh

Noch im August will Uber die autonomen Fahrzeuge in Pittsburgh auf die Straße bringen. Über die Uber-App können die Fahrzeuge ganz normal bestellt werden. Am Anfang werden die Fahrten kostenlos sein. Zur Sicherheit muss aber weiterhin ein Fahrer an Board sein, der im Notfall eingreifen kann. Uber ist damit das erste Unternehmen, dass eine Ridesharing Dienst mit selbstfahrenden Autos anbietet. Google und anderen Konzerne haben bisher fahrerlose Autos testweise eigesetzt, aber nicht kommerziell.

Partnerschaft mit Volvo

Zum Eisatz kommen SUVs von Volvo. Die XC90 Modelle wurden mit Sensoren, Kameras, Laser-, Radar- und GPS-Modulen ausgestattet, um die selbstfahrenden Eigenschaften zu ermöglichen. Zu Beginn wird nur eine niedrige Zahl an Fahrzeugen im Einsatz sein, bis Ende des Jahres soll die Zahl auf 100 Fahrzeuge wachsen. Volvo und Uber haben eine Partnerschaft geschlossen und investieren gemeinsam 300 Mio. US$ in die Entwicklung von selbstfahrenden Autos. Die Partnerschaft mit Volvo ist nicht exklusiv, Uber will mit unterschiedlichen Herstellern zusammenarbeiten. Die Produktion von eigenen Fahrzeugen ist nicht geplant.

Startup Otto gekauft

Neben dem Bekanntwerden der Neuigkeiten über den Einsatz der selbstfahrenden Autos, hat Uber veröffentlicht, dass das Startup Otto übernommen wurde. Otto entwickelt Kits mit dem LKWs nachgerüstet werden können, damit diese autonom fahren können. Otto beschäftigt 91 Angestellte, darunter einige Experten, die zuvor für Apple, Google oder Tesla an selbstfahrenden Fahrzeugen gearbeitet haben sollen. Die Gründer von Otto waren zuvor hochrangige Manager bei Google. Anthony Levandowski hat das selbstfahrende Auto von Google mitentwickelt, Lior Ron war der Produktchef für Google Maps.

Für den Kauf von Otto soll Uber 680 Mio. US$ auf den Tisch gelegt haben. Bemerkenswert für ein Unternehmen, das vor weniger als einem Jahr gegründet wurde und noch kein fertiges Produkt auf dem Markt hat. Die bisherigen Angestellten von Otto werden auch am Gewinn von Uber Transport Sparte für die Langstrecke beteiligt.

Neues Kapitel für Uber

Mit dem Kauf von Otto startet Uber ein neues Kapitel. Bisher hat das Unternehmen ausschließlich innerstädtische Transportdienstleistungen in unterschiedlichen Bereichen auf der Kurzstrecke angeboten. Die von Otto ausgestatteten selbstfahrenden Trucks sind für Gütertransport auf Langstrecken ausgelegt. Das ist ein neuer Bereich für Uber. Letztendlich wird Uber beide Angebote verbinden. Die LKWs werden für den Transport über lange Strecken genutzt. Der Transport auf der letzten Meile erfolgt durch die jetzigen Uber-Fahrer und in Zukunft mittels Roboter Taxis.

Die Technologie von Otto soll auch in modifizierter Form in den Roboter Taxis zum Einsatz kommen.

Travis Kalanick sieht die Entwicklung eines selbstfahrenden Autos als entscheidend für das Überleben von Uber an. Wenn nicht Uber autonome Fahrzeuge einsetzt, dann wird es ein anderes Unternehmen tun und somit das Geschäft von Uber gefährden. Besonders Unternehmen wie Google oder Apple stellen eine Gefahr für Uber dar.

Bild: Volvo Cars (alle Rechte vorbehalten)