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Lyft startet 40 Städte innerhalb einer Woche, mehr als 100 ist das Ziel für 2017

Der Ride Hailing Dienst Lyft startet eine groß angelegte Expansion, um wettbewerbsfähig in den USA zu bleiben. Innerhalb einer Woche werden 40 neue Städte in den USA gestartet. Bis zum Ende des Jahres will das Unternehmen insgesamt in weiteren 100 Städten seinen Fahrservice anbieten.

Im letzen Monat wurde bekannt, dass der kleinere Ridesharing Dinest schneller Wächst als der Konkurrent Uber. Gleichzeitig ist der Umsatz im Vergleich zu den Verlusten stärker gewachsen, was grundsätzlich ein gutes Zeichen ist. Trotzdem hat Lyft im vergangen Jahr einen Verlust von 600 Mio. US$ verbucht, was noch weit entfernt von der Profitabilität ist.

Die größten Hebel für den hohen Jahresverlust sind die Subventionen für Fahrer und Fahrgäste und die Expansion in neue Städte. Der Start einer neuen Stadt erfordert erstmal ein enormes Investment, um Nutzer und Fahrer von dem Service zu überzeugen. Es ist also davon auszugehen, dass Lyft auch für das Jahr 2017 einen hohen Verlust im dreistelligen Bereich ausweisen wird, da die Expansion im Fokus steht.

Gleichzeitig wird darüber spekuliert, ob Lyft in diesem Jahr international expandieren wird. Bisher war der Plan des Ridesharing-Unternehmes internationale Partnerschaften einzugehen. Die globale Ridesharing Allianz mit Ola, Grab und Didi kommt aber nicht bei der Entwicklung eines gemeinsamen Dienstes voran. Deswegen könnte Lyft einen Versuch starten und den Fahrdienst unter eigenem Namen in globalen Märkten starten.

Laut eigener Aussage will Lyft das Momentum aus dem letzten Jahr nutzen und schnell in weitere Städte expandieren. Im Vergleich zum Vorjahr konnte Lyft das Fahrtvolumen verdreifachen. Die neuen Märkte sind in Staaten wie Kalifornien, Tennessee, Delaware, Pennsylvania, Virginia, Louisiana, Arizona, New Mexico, Utah, South Carolina, Indiana, Kansas, New Hampshire, North Carolina, Montana und Idaho. Die weiteren 60 geplanten Städte werden später im Jahr bekanntgeben.

Bis ende 2017 will Lyft in 300 Städten vertreten sein und theoretisch 231 Mio. Menschen erreichen, im Vergleich zu 177 Mio. heute. Im Schnitt hat eine Stadt, in der das Unternehmen heute aktiv ist ca. 900.000 Einwohner, die 100 zusätzlichen Städte kommen auf etwa 500.000 Einwohner. Das angesagte amerikanische Unternehmen scheint einen Weg gefunden zu haben, um auch in den kleinen Städten genügend Nachfrage erzeugen zu können.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Plant Lyft doch die internationale Expansion?

Lyft, der zweitgrößte Ride Hailing Anbieter in den USA, könnte in diesem Jahr eine internationale Expansion unter eigenem Namen planen. Im laufe des Jahres sollen weitere Einzelheiten verkündet werden. Schon vor ein paar Jahren hat das Unternehmen verkündet, nach Europa expandieren zu wollen, sich dann aber vorerst auf die USA fokussiert.

In den USA ist Lyft im vergangen Jahr schneller als der große Konkurrent Uber gewachsen.Das Unternemen hat sich bisher auch nur auf den amerikanischen Markt fokussiert und Uber die weltweite Expansion überlassen. Der eigentliche Plan des Ride-Hailing Anbieters war der Aufbau eines internationalen Partnernetzwerks mit Anbietern wie Didi, Ola oder Grab. Bisher hat es die Allianz aber nicht geschafft, sich auf eine Lösung für die internationale Vermittlung von Fahrten zu verständigen.

Nur zwischen Didi und Lyft existiert eine engere Partnerschaft, die aber auch bald der Vergangenheit angehören wird. Lyft Nutzer konnten in China über die App die Fahrer und Fahrzeuge des Partners Didi buchen. Didi Nutzer konnten die über die Didi App in den USA einen Lyft Ridesharing Dienst buchen. Ein Sprecher des Unternehmens hat angekündigt, dass die Nutzer demnächst dazu aufgefordert werden, die App des jeweilige lokalen Anbieters zu installieren. Sprich Chinesen, die in China Didi nutzen und in die USA reisen, müssen die Lyft-App installieren, wenn sie eine Fahrt in den USA buchen möchten.

Dieser Schritt kann bedeuten, dass es zu komplex gewesen ist, ein gemeinsames Netzwerk an Ridesharing Diensten aufzubauen, das global über die Anwendungen der einzelnen Anbieter genutzt werden kann, ohne die App des lokalen Anbieters zu installieren. Die jeweiligen Anbieter setzen auf unterschiedliche Technologien bei der Fahrtvermittlung, eine Verknüpfung dürfte schwierig sein. Die Übernahem von Uber China durch den Netzwerkpartner Didi und die darauf folgende Beteiligung von Didi an Uber wird außerdem zu Spannungen in der globalen Allianz von Ola, Grab, Didi und Lyft gesorgt haben.

Rote Zahlen: Lyft macht Verlust von mehr als 600 Mio. $

Nachdem schon über die Verluste von Uber berichtet wurde, die im abgelaufenen Jahr auf mehr als 3 Milliarden US$ gestiegen sein sollen, sind jetzt auch Zahlen von Konkurrent Lyft an die Öffentlichkeit gelangt. Ein Insider, der namentlich nicht genannt werden möchte, hat die Zahlen an die Presse weitergegeben.

Umsatz wächst schneller als Verlust

Der zweitgrößte Anbieter von Ride-Hailing Diensten in den USA hat trotz starkem Umsatzwachstum einen Verlust von mehr als 600 Mio. US$ angehäuft. Der Umsatz soll im gleichen Zeitraum um 250% auf etwa 700 Mio. US$ angestiegen sein. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Verlust um 46% gestiegen. Der Verlust pro Fahrt ist auf 3.75 US$ gesunken, im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 7.77 US$ pro Fahrt. Während des Jahres hat das Ridesharing Unternehmen den Investoren mitgeteilt, dass der Verlust pro Monat nicht über 50 Mio. US$ liegen wird – an dieses Versprechen hat sich Lyft anscheinend gehalten. Innerhalb der kommenden zwei Jahre will das Unternehmen profitabel werden.

Langfristig mit profitablem Geschäftsmodell?

Bei den hohen Verlusten von Uber und Lyft kommt die Frage auf, ob beide Unternehmen unter den jetzigen Marktbedingungen die Profitabilität erreichen können, ohne zu fusionieren. Beide Unternehmen bezuschussen Fahrer und locken Kunden mit Gutschriften, um ein Wachstum in den USA verzeichnen zu können. Dieser Wachstumskurs ist extrem kapitalintensiv und wird nur aufhören, wenn ein Unternehmen vom Markt verschwindet. Nach einer Fusion können die Fahrpreise angehoben und die Subventionen reduziert werden.

Auch wenn es sich dabei um eine andere Branche handelt, aber ein ähnlicher Trend konnte auf dem deutschen Fernbusmarkt beobachte werden. Zuerst haben sich mehrere Anbieter mit geringen Preisen unterboten, bis die schwächsten Anbieter aufgeben haben. Mittlerweile ist nur noch Flixbus übrig geblieben und die Fahrpreise wurden angehoben.

Lyft wächst schneller in den USA

Konkurrent Uber hat im ersten Quartal 2016 ein positives Ergebnis in den USA erzielt, in den weiteren Quartalen dann aber mehr als 100 Mio. US$ pro Quartal in den USA verloren. Nachdem Uber im ersten Quartal gesehen hat, dass Lyft schneller wächst und weitere Marktanteile gewinnt, wurde auf Angriffsmodus umgeschaltet. Es wurden höhere Summen in Marketing und Subventionen auf Fahrerseite investiert, um wieder schneller auf dem amerikanischen Markt zu wachsen.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Mega Wachstum: Wie schnell wachsen Uber und Lyft in den USA?

Die beide großem Mitfahrplattformen in den USA konnten im vergangenen Jahr deutlich wachsen. Taxiunternehmen, Automobilhersteller und der öffentliche Nahverkehr bekommen immer mehr Konkurrenz durch Lyft und Uber.

Die Ridesharing-Plattform Lyft konnte im vergangenen Jahr kräftig wachsen. Die Zahl der erfolgreich durchgeführten Fahrten stieg von 53.3 Mio. im Jahr 2015 auf 162.6 Mio. Fahrten im Jahr 2016. Das entspricht einer Verdreifachung der Fahrten innerhalb von 12 Monaten. Im vierten Quartal wurde die Anzahl der Fahrten verdoppelt, sie stieg von 21.1 Mio. im Q4 2015 auf  52.6 Mio. Fahrten im Q4 2016.

Lyft deutlich kleiner

Trotzdem ist Lyft noch deutlich kleiner als der Konkurrent Uber. Uber hat allein im Dezember 2016 mehr als 78 Mio. Fahrten in den USA absolviert. Lyft kam auf ebenfalls beachtliche 18.7 Mio. Fahrten im Dezember 2016. An Neujahr wurden schätzungsweise 15 Mio. Fahrten auf der Uber-Plattform durchgeführt. Vergleicht man die Dezember-Zahlen beider Unternehmen, dürfte Uber in den USA viermal so groß wie Lyft sein und auf ca. 600 – 700 Mio. Fahrten im Jahr allein in den USA kommen. Lyft ist nur in Amerika aktiv, Uber hingegen auf der ganzen Welt. Weltweit gesehen ist Uber also noch um ein vielfaches größer sein, als Lyft.

Lyft wächst schneller in den USA

Im Vergleich zu Uber scheint Lyft im Moment in den USA schneller zu wachsen. Lyft hat in der Zeit von July bis Dezember eine Wachstumsrate von 34.5% verzeichnen können, Uber kam nur eine Wachstumsrate von 25.8% in den USA im selben Zeitraum. Das dürfte auch daher kommen, dass Lyft kleiner ist uns somit mehr Raum zum wachsen hat.

Fahrer und Nutzerzahlen sind nur von Lyft bekannt. Laut Unternehmenschef John Zimmer wurde der Service von 12 Mio. Nutzern mindestens einmal im vergangenen Jahr genutzt. In der gleichen Zeit waren 700.000 Fahrer mindestens einmal auf der Ridesharing Plattform aktiv.

Uber und Lyft leisten sich in den USA einen teuren Wettbewerb. Sowohl auf Fahrer und auch auf Nutzerseite werden hohe Summen für Bonuszahlungen und Rabatte ausgegeben, um weiter wachsen zu können. Im Jahr 2017 wollen beide Unternehmen mehr Fokus auf die Mitfahrdienste legen, bei denen sich mehrere Fahrgäste ein Fahrzeug teilen. Bei Lyft heißt dieser Service Lyft Line, das Pendant von Uber ist UberPool. Langfristig werden sich beide Unternehmen auch bei autonomen Fahrzeugen einen Wettbewerb liefern, sofern es nicht schon eher zu einer Fusion beider Player kommt.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Lyft plant Lieferservice

Lyft entwickelt anscheinen einen Lieferservice. Bisher bietet das amerikanische Unternehmen nur einen Fahrdienst an, ein Kurierdienst gehört bisher noch nicht zum Angebot. Intern hat das Unternehmen deswegen mit Spannungen zu kämpfen.

Weiteres Standbein vs. weniger Fokus

Der Unternehmenschef John Zimmer sieht darin die Möglichkeiten, um das Unternehmen weiter  zu diversifizieren und unabhängiger vom Ridesharing-Angebot zu machen. Einige seiner Manager wollen den Plan aber nicht unterstützen, da es vom eigentlichen Ziel ablenkt. Das Ziel von Lyft ist es, einen wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Fahrdienst abzubauen. Die Führungspersonen von Lyft befürchten, dass Gelder und Fokus von dem Ridesharing-Service abgezogen werden und in das neue Angebot gesteckt werden.

Start noch unklar

Bisher ist noch nicht klar, wann Lyft den Service starten möchte. Auch mit einem Kurierdienst würde sich Lyft in einem umkämpften Markt befinden. Anderes Startups, wie Postmates und UberRush sind bereits in dem Bereich aktiv. Außerdem besteht Konkurrenz durch etablierte Kurierdienste und Lieferservices. Uber, der größte Konkurrent von Lyft, bietet schon einen Lieferservice an. Um UberRush ist es eher ruhig, UberEATS hingegen wird aggressive vorangetrieben.

Kooperation mit Restaurant-Plattformen

Lyft könnte zum Start mit den Essenlieferdiensten GrubHub und Eat24 zusammenarbeiten, um einen Fuß in die Tür zu bekommen. GrubHub und Eat24 arbeiten mit Restaurants zusammen, die über eigene Fahrer verfügen. Der neue Lieferdienst von Lyft kann hier eine Ergänzung sein, um die Nachfrage in Stoßzeiten abzudecken. Alternativ können die Restaurants ihre Flotte abschaffen und auf den Lyft Service setzen.

Lieferservice: umkämpfter Markt

Der Markt der Lieferdienste ist umkämpft. Einige Anbieter fokussieren sich dabei ebenfalls auf Lieferservices für Essen und Restaurants. Für Postmates ist es laut eigener Aussage extrem schwer gewesen, die letzte Finanzierungsrunde einzusammeln. Auch der Essenlieferdienst Deliveroo scheint Schwierigkeiten gehabt zu haben, genügend Geld einzusammeln.

Lyft ist nur in den USA aktiv und wird von namenhaften Investoren unterstützt. Neben General Motors ist auch die chinesische Plattform Didi Chuxing an der Ridesharing-Plattform beteiligt.

Bild: Kārlis Dambrāns (bestimmte Rechte vorbehalten)

Lyft Amp erfindet das Taxizeichen neu

Die Taxi-Alternative Lyft gibt sein bisheriges Erkennungszeichen, einen pinken Schnurrbart auf und setzt zukünftig auf eine Leuchtanzeige. Als Lyft vor ein paar Jahren mit seinem Ridesharing Dienst in San Francisco gestartet ist, wurde jedes Auto mit einem riesigen Plüsch-Schnurrbart ausgestattet, der am Kühlergrill befestigt wurde. Später folgte eine dezentere Version, die vom Fahrer auf dem Armaturenbrett befestigt wurde. Jetzt kommt das farbige “Taxizeichen”.

Markenzeichen wird aufgegeben 

Das Markenzeichen wird jetzt aufgegeben und anstelle des kleinen leuchtenden Schnurrbarts bekommen die Lyft-Fahrer eine Leuchtschild ins Auto. Das Leuchtzeichen erstrahlt in unterschiedlichen Farben und soll so das Suchen und Finden von Fahrer und Mitfahrer erleichtern. Der Fahrgast sieht die Leuchtfarbe des Schildes in seiner App und kann so den Fahrer leichter finden. Auf der Rückseite des Schildes kann der Fahrer eine individualisierte Nachricht erscheinen lassen, vielleicht erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt auch Werbung.

Bessere Kundenerfahrung als Ziel

Lyft erwartet sich durch das neue Taxischild eine bessere Kundenerfahrung. Fahrer und Fahrgäste sollen sich durch die unterschiedlichen Farben leichter finden. Gerade nachts soll die Suche durch das neue Schild vereinfacht werden. Außerdem will sich Lyft durch das Amp genannten Taxizeichen von den Mitbewerbern abheben.

Zentrale Steuerung des Taxizeichen möglich

Die Farbe wird übrigens von Lyft vorgegeben, damit nicht alle Fahrer mit der gleichen Farbe durch die Gegend fahren. Das Unternehmen kann das neue Feature zentral steuern und so später auch für Werbung nutzen oder für besondere Umstände anpassen. Aus Sicht des Unternehmens können die Schilder auch in autonomen Fahrzeugen angebracht werden, um Fahrzeug und Mitfahrer zu verknüpfen.

Lyft scheint weiter gut zu wachsen und hat im Oktober über 17 Mio. Fahrten vermittelt. Das ist mehr als doppelt soviel, als vor einem Jahr. In den nächsten Monaten wird die Fahrdienstplattform auch vermehrt im Fernsehen um weitere Fahrgäste werben.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Lyft testet Monatsticket mit vergünstigten Fahrpreisen

Die Fahrdienst-Plattform Lyft testet im November in einigen amerikanischen Städten ein Monatsticket für beliebig viele Fahrten mit dem Ridesharing Angebot. Im Sommer hat Uber in New York ein ähnliches Angebot getestet, um das Sommerloch auf der Nachfrageseite abzuschwächen.

Monatsticket im November gültig

Lyft testet das Angebot in Los Angeles, Miami, San Diego, Chicago, Atlanta und Washington, D.C.. Das Monatsticket gilt für das Ridesharing Angebot Lyft Line, bei dem sich mehrere Fahrgäste, die in die selbe Richtung unterwegs sind, das selbe Fahrzeug teilen. Das amerikanische Startup beschränkt das Angebot auf den Monat November, die Monatstickets müssen im Oktober gekauft worden sein.

Kein Surge Pricing mit Monatsticket

Die Nutzer können mit dem Lyft Line Pass einiges im Vergleich zu dem normalen Fahrpreisen sparen. Bei dem Angebot gibt es keine Kilometerbegrenzung und auch die erhöhen Fahrpreise (Surge Pricing) während den Stoßzeiten sind bereits inbegriffen.

Es stehen zwei Varianten zur Verfügung. In der einen Version zahlt der Nutzer 29 US$ pro Monat und kann den Lyft Line Service unbegrenzt ohne Zuzahlung nutzen. In der zweiten Varianten zahlt der Kunde 20 US$ pro Monat und dann weitere 2 US$ pro Fahrt.

Teil des langfristigen Plans von Lyft

Für Lyft sind es die ersten Test, es ist aber davon auszugehen, dass das Unternehmen die Monatstickets in weiteren Märkten testen wird. Lyft President John Zimmer hat in einem Blog Post über autonomes Fahren angekündigt, dass das Unternehmen vie Potential in Abonnements sieht, um Nutzer an den Service mit einem günstigen Angebot zu binden. Uber und Lyft testen häufig vergleichbare Angebote, um das Volumen an Fahrten zu erhöhen.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Lyft prognostiziert: Fahrzeugbesitz wird sich bis 2025 drastisch reduzieren

In einem langen Blog Post hat Lyft-Präsident John Zimmer seine Vision für die nächsten zehn Jahre der Automobil- und Fahrdienstindustrie dargelegt. Zimmer bezeichnet die Entwicklung und um selbstfahrende Autos als dritte Revolution des Transportbereichs. Die erste Revolution war die Entwicklung der Eisenbahn, die zweite Revolution der Einzug des individuellen Fahrzeugbesitzes. Die Entwicklung geht weg von individuellem Fahrzeugbesitz und hin zu günstigen Transportdienstleistungen basierend auf selbstfahrenden Autos und Apps. Im Jahr 2025 wird sich in Großstädten laut Plan von Zimmer und Lyft keiner mehr ein eigenen Fahrzeug zulegen.

In drei Phasen zu einer Welt ohne Autobesitz

Lyft will dieses Ziel in drei Phasen erreichen. In der ersten Phase will Lyft teil-autonome Fahrzeuge auf seine Fahrdienst-Plattform bringen, die eine festgelegte Route abfahren. Grund dafür ist unter anderem, dass es noch kein Kartenmaterial gibt, das gut genug ist, um selbstfahrenden Autos weitläufig fahren zu lassen. Detailliertes Kartenmaterial ist zwingend erforderlich, damit die selbstfahrenden Fahrzeuge unfallfrei durch die Stadt navigieren können.

In einer zweiten Phase werden die Fahrzeuge in der Lage sein, flexibel zu navigieren und auch abseits vordefinierter Routen unterwegs sein. Dabei wird die Geschwindigkeit noch bei etwa 40 Kmh gedrosselt sein. Mit fortschreitender Softwareentwicklung, werden die Fahrzeuge auch schneller unterwegs sein können.

Individueller Fahrzeugbesitz wir der Vergangenheit angehören

Die dritte Phase beginnt dann ab dem Jahr 2021. Von da an werden die Lyft-Fahrten von selbstfahrenden Fahrzeugen durchgeführt. Ab diesem Zeitpunkt wird auch der individuelle Fahrzeugbesitz einen Einbruch erleben. Zimmer geht davon aus, dass bis zum Jahr 2025 der individuelle Fahrzeugbesitz in amerikanischen Großstädten der Vergangenheit angehört.

Lyft hat das erste mal seit dem Einstieg von General Motors vor fast einem Jahr über seine Pläne für selbstfahrend Fahrzeuge gesprochen. Unklar ist, ob die Veröffentlichung mit GM abgesprochen wurde. Lyft sagt voraus, dass individueller Fahrzeugbesitz verschwinden wird. GM geht davon aus, dass auch in Großstädten der individuelle Fahrzeugbesitz weiterhin eine große Rolle spielt. Ähnlich sieht es auch Tesla, der neue Masterplan sieht eine Verschmelzung von individuellem um geteilten Fahrzeugbesitz. Auch Bewohner von Städten werden über das Jahr 2025 noch Fahrzeuge besitzen, haben aber die Möglichkeit, diese über etablierte Plattformen zu teilen.

Menschliche Fahrer in den nächsten 10 Jahren

Bis es soweit ist, wird Lyft in den nächsten 10 Jahren weiterhin menschliche Fahrer einsetzten, um die Fahrtanfragen der Nutzer durchzuführen. In den nächsten 5 Jahren geht Lyft von einem wachsenden Bedarf an Fahrern aus. Die Logik dahinter: Durch den Einsatz von selbstfahrenden Autos gehen die Kosten pro Fahrt nach unten und die Nachfrage nach oben. Da nur ein Teil der Fahrten mit Roboter-Autos durchgeführt werden können, werden weitere Fahrer benötigt, um die Nachfrage zu bedienen. Am Anfang werden auch Fahrer in den selbstfahrenden Autos platziert werden, um im Notfall das Steuer übernehmen zu können. Langfristig möchte Lyft auch weg von der Bezahlung pro Fahrt. Es sollen Abonnements entwickelt werden, wie man es heute schon von den Monatsabos für den öffentlichen Nahverkehr her kennt. Wer über kein Monatsabo oder Kilometerpaket kann weiter pro Fahrt bezahlen.

Mehr Platz für Wohnraum und Stadtentwicklung

Neben günstigeren Fahrpreisen gibt es laut Zimmer weitere Vorteile, wenn selbstfahrende Autos eingesetzt werden und individueller Fahrzeugbesitz nicht mehr angesagt ist. Das Stadtbild wird sich verändern, da riesige Flächen frei werden, die im Moment durch parkende Autos und Parkplätze blockiert sind. Bis diese sinnvoll genutzt werden, wird es aber bestimmt noch Jahrzehnte dauern.

Der Artikel von Lyft folgt, nachdem in den letzten Wochen viel über Fahrdienste mit selbstfahrenden Fahrzeugen berichtet wurde. Lyft möchte nicht in Vergessenheit geraten und wahrscheinlich auch von der Diskussion um die Verkaufsgerüchte ablenken. Das Startup nuTonomy testet seit ein paar Wochen selbstfahrenden Taxis in einem kleinen Gebiet in Singapur. Uber hat in der letzten Woche medienwirksam die erste Flotte von selbstfahrenden Autos in Pittsburgh auf die Straße geschickt.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Google Maps verlinkt jetzt auch auf Lyft und Gett

Bisher konnte über die Google Maps App nicht der Service von Lyft gebucht werden. Wahrscheinlich aus dem Grund, dass Google und Uber eine enge Geschäftsbeziehung gepflegt haben und Google sogar als Investor bei Uber mit an Board ist. Mit dieser Exklusivität ist es jetzt vorbei und amerikanische Google Maps Nutzer sehen auch das Angebot von Lyft in der App. Mehrere Anzeichen haben in den letzten Wochen darauf hingedeutet, dass sich der Wettbewerb zwischen Uber und Google verschärft.

Lyft und Gett in Google Maps in den USA

Neben Lyft wird auch das Angebot von Gett in der App zu sehen sein. Nutzer der Kartenapp sehen die Angebote der Fahrdienste als Alternative zu den bisherigen Optionen: Navigation mit Auto, Navigation zu Fuß oder mit dem Fahrrad und Routen mit dem öffentlichen Nahverkehr. Millionen von Nutzern sehen in der Navi-App nun auch die Fahrpreise von Lyft und Gett für die eingegebene Strecke. Dabei erscheint die Variante mit dem günstigsten Fahrpreis zu erst, was einen erheblichen Einfluss auf die Conversion-Rate haben dürfte.

MyTaxi als Option in Google Maps in Deutschland

In Deutschland ist under anderem MyTaxi als Option in Google Maps gelistet. Mit einem Klick auf die Anzeige wird die MyTaxi App geöffnet und die Fahrt kann gebucht werden. Die Integration von Fahrdiensten in Google Maps ist in 60 Ländern aktiv, 9 Partnerunternehmen sind dafür eingebunden. Gestartet wurde die Integration von Fahrdiensten in Google Maps bereits im Jahr 2014.

Uber und Google werden zu Konkurrenten

Uber und Google entwickeln jeweils eigene Varianten von selbstfahrenden Fahrzeugen. Selbstfahrende Fahrzeuge gelten als Zukunft des Carsharings und der Fahrdienste. Außerdem hat Google über sein Tochterunternehmen Waze einen eigenen Ridesharing-Dienst getestet, der jetzt weiter ausgerollt werden soll. Dieser Ridesharing Service tritt in direkte Konkurrenz zu dem Uber-Angebot. In der Vergangenheit hat Uber bei seinen Apps und dem Routing auf Google Maps Daten gesetzt, mittlerweile entwickelt ein eigenes Team die Kartendaten für die zukünftige Nutzung.

Bild: Google (alle Rechte vorbehalten)

Lyft äußert sich zu Gerüchten: Verkauf nicht geplant

In den letzten Tagen haben sich die Gerüchte verdichtet, dass das Ridesharing Startup Lyft einen Verkauf anstrebt. Außerdem soll Uber dem Rivalen einen Milliarden-Exit verwehrt haben, in dem potentielle Käufer vor eine Akquisition gewarnt wurden. Uber würde für Lyft nicht mehr als 2 Milliarden US$ auf den Tisch legen, die von Lyft aufgerufenen 9 Milliarden US$ seien viel zu hoch.

Keine Suche nach Käufer

Jetzt hat sich Lyft erstmals zu Wort gemeldet. Der Präsident des Unternehmens John Zimmer hat bekräftigt, dass Lyft keinen Käufer sucht. Er widersprach den Veröffentlichungen, dass Lyft nicht erfolgreich bei der Suche nach einem Käufer war, nach dem es mit sechs Unternehmen gesprochen hat.

Zeitungen, wie Bloomberg oder New York Times haben berichtet, dass Lyft Verkaufsgespräche mit General Motors, Amazon, Apple, Didi Chuxing, Uber und anderen Unternehmen geführt hat, letztendlich aber nicht erfolgreich war. Es gab auch Berichte, dass GM Lyft übernehmen wollte, was letztendlich zu dem Investment von 500 Mio. US$ geführt hat. Zimmer hat nicht dementiert, dass sein Unternehmen Gespräche geführt hat, er deutet an, dass Lyft von Interessenten kontaktiert wurde.

Gerüchte über Verkauf seit Juni

Schon im Juni gab es Gerüchte darüber, das Lyft einen Verkauf anstrebt. Das Wall Street Journal berichtete, dass die Boutique Qatalyst Partners beauftragt wurde, einen Käufer zu finden. Qatalyst Partners hat unter anderem den Verkauf von LikedIn an Microsoft eingefädelt. Lyft wollte sich nicht zu Qatalys äußern, bekräftigt aber, dass das Unternehmen nie aktiv auf der Suche nach einem Käufer war. Seit Gründung hat Lyft laut Zimmer schon mehrere Kaufangebote erhalten, die man sich auch angeschaut hat.

Gerüchte über Verkauf und Bewertung

In der letzten Woche haben die Gerüchte einen Höhepunkt erreicht. Die New York Times hat einen Artikel veröffentlicht, in dem berichtet wurde, dass Lyft erfolglos versucht hat, sich an sechs Unternehmen zu verkaufen.

Bloomberg hat am Freitag berichtet, dass Uber nicht mehr als 2 Milliarden US$ für einen Kauf von Lyft zahlen würde. Das ist ein Bruchteil der Bewertung von 9 Milliarden US$, die von Recode aufgerufen wurde. Die Summe ist auch weit niedriger als die Bewertung von 5.5 Milliarden US$ aus der letzten Finanzierungsrunde.

Zimmer bezichtigt den Konkurrenten Uber für das Verbreiten der Gerüchte verantwortlich zu sein. Eigentlich wollte sich sein Unternehmen nicht zu den Gerüchten äußern. Am Freitag wurde aber eine Grenze überschritten, die Lyft dazu veranlasst hat, das Dementi zu veröffentlichen.