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Ride-Hailing: Google steht vor Investment in Lyft

Google befindet sich in Gesprächen mit der Fahrdienstplattform Lyft. Google soll beabsichtigen, bis zu eine Milliarde US Dollar in das Unternehmen zu investieren. Das ist bemerkenswert, da Google schon über den eigenen Venture Fund am dem Konkurrenten Uber beteiligt ist. Entweder würde Google direkt investieren, oder über eine seiner Tochtergesellschaften.

Bemerkenswerter Schritt von Google

Das Investment wäre bemerkenswert, da Google schon an dem Konkurrenten Uber beteiligt ist und zu einem der ersten Investoren von Uber zählt. Das Verhältnis zwischen Uber und Google hat sich in den letzten Jahren vergiftet, das zeigt sich auch an den jetzigen Plänen von Google, in den ärgsten Konkurrenten zu investieren. Die Alphabet Tochter Waymo hat Uber unter anderem verklagt, es geht um anscheinend gestohlene Dokumente rund um die Technologien für vollautomatisierte Autos.

Lyft ist Nummer 2 in den USA

Lyft hat bisher eine Summe von mehr als zwei Milliarden US Dollar eingesammelt. Zu den Investoren gehören unter anderem General Motors und Andreassen Horowitz. In der Vergangenheit hat Lyft häufig im Schatten von Uber agiert. Die Probleme in der letzen Zeit bei Uber haben dazu geführt, dass sich die Ride-Hailing Plattform Lyft im Aufwind befindet. Zuvor galt die Plattform schon als Übernahmekandidat.

Kooperation bei autonomen Autos

Die beiden Unternehmen Alphabet und Lyft bandeln schon seit einiger Zeit miteinander an. Im vergangenen Jahr soll es Gespräche über einen Verkauf an die Google Mutter Alphabet gegeben haben. Außerdem kooperieren beide Player beim dem Thema autonomes Fahren. Ein Investment in Milliardenhöhe würde dem Unternehmen dabei helfen, schneller zu wachsen, da mehr Geld für Werbung und andere Marketingmaßnahmen für Fahrer und Nutzer vorhanden wäre. Außerdem könnte das Unternehmen weiter selbständig agieren, ohne einen Käufer in den kommenden Monaten finden zu müssen.

Internationale Expansion könnte folgen

Bisher hat sich Lyft nur auf die USA fokussiert. Wie The Information berichtet, könnte aber in diesem Jahr noch eine internationale Expansion starten, über die es schon öfters Gerüchte gab. Die Fahrdienst-App könnte in den kommenden Monaten in Canada und Mexico starten. Auch Länder wie Großbritannien, Australien oder Neuseeland sollen auf der Liste stehen. In London würde Lyft auf Uber treffen und bald auch auf die Herausforderer Taxify und Via.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Beförderung auf der letzten Meile: Lyft und Amtrak arbeiten zusammen

Die amerikanische Ride-Sharing Plattform Lyft kooperiert mit der Bahngesellschaft Amtrak, damit die Passagiere schneller zum Bahnhof kommen und wieder zurück. Die Amtrak Fahrgäste können die Fahrt mit Lyft direkt über die Amtrak App bestellen. Lyft gibt an, dass 97% der Amtrak Fahrgäste durch das Angebot der Ride Sharing Plattform erreicht werden.

Transport auf erster und letzter Meile attraktiv

Die großen Mitfahrplattformen in den USA haben in der letzten Zeit dafür gekämpft, dass die Fahrer an Flughäfen Fahrgäste aufnehmen und abliefern können. Das Geschäft auf der ersten und letzten Meile bietet eine große Chance für die Ride-Hailing Apps. Der größte Widerstand kam dabei von den Taxifahrern und Parkhaus-Betreibern. Die Betreiber der Parkhäuser fürchten sich vor geringeren Einnahmen, da tendenziell weniger Menschen ihr Auto für längere Zeit parken, wenn anstatt dem eigenen Fahrzeug ein Service wie Lyft oder Uber genutzt wird.

Kooperationen mit ÖPNV und Stadtverwaltungen

Konkurrent Uber ist eine ähnliche Kooperation in der indischen Stadt Bangalore eigegangen. In einer amerikanischen Kleinstadt werden Uber Fahrten zum Bahnhof zu einem günstigen Festpreis angeboten, so hat sich die Stadtverwaltung den Bau eines weiteren Parkhauses am Bahnhof erspart. Die Fahrten werden von der Stadtverwaltung bezuschusst.

In Zukunft mit autonomen Shuttle Bussen

Kooperationen zwischen Bahngesellschaften oder Behörden und Ride-Hailing Anbietern werden wir in Zukunft wahrscheinlich häufiger sehen. Ride-Hailing Anbieter erdweiter so die Reichweite und für Bahngesellschaften und Behörden ist eine günstige Art und Weise, das bestehende Netz zu erweitern. In ein paar Jahren werden autonome Shuttle zum Einsatz kommen.

Für Lyft ist es nicht die einzige Partnerschaft in den letzten Wochen. Lyft und Disney haben vereinbart, dass die Ride-Hailing Plattform gebrandete Minishuttle in den Disney Resorts betreibt. Mit der Fast Food Kette Taco Bell wurde eine Marketing Partnerschaft geschlossen.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Lyft entwickelt nun doch eigene autonome Autos

Bisher hat sich das Ride-Sharing Unternehmen nicht aktiv mit der Entwicklung von Technologien für autonomes Fahren beschäftigt, sondern mit Konzernen und Startups Partnerschaften zu dem Thema geschlossen. Jetzt ändert Lyft die Strategie und investiert in den kommenden Jahren viel in die Entwicklung eigener Technologien für vollautomatisierte Autos. Das ganze soll in eine offene Plattform einfließen.

Neue Abteilung soll wachsen

Die Fahrdienstplattform hat eine neue Abteilung gegründet, die bis Ende des kommenden Jahres auf mehrere Hundert Mitarbeiter anwachsen. Das Team soll alle Technologien, also Hardware und Software entwickeln, die für autonome Autos benötigt werden. Ein eigenes Fahrzeug soll dabei nicht entstehen, sondern Systeme, die dann von anderen Herstellern verbaut werden können.


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Konkurrent Uber mit ähnlichem Programm 

Lyfts Vorhaben gleicht dem des Konkurrenten Uber. Der größere Rivale entwickelt seit längerem Systeme für vollautomatisiertes Fahren, die in Volvo XC90 SUVs getestet werden.  Außerdem arbeitet Uber mit dem Daimler Konzern zusammen, der angekündigt hat, autonome Shuttle Fahrzeuge für die Uber Plattform betreiben zu wollen.

Hybrid Setup bei Lyft geplant

Sofern es der Entwicklungsstand der Technologie zulässt, sollen autonome Autos zur Plattform hinzugefügt werden. Dann sind sowohl Fahrzeuge mit Fahrer als auch vollautomatisierte Fahrzeuge im System. Der Algorithmus entscheidet, ob der Fahrgast ein Auto mit Fahrer oder ein vollautomatisiertes Fahrzeug zugewiesen bekommt. Entscheidungskriterien für den Algorithmus sind unter anderem Wetterbedingungen, Distanz und Route.

Strategie Schwenk nach Partnerschaften

Lyft hat schon mehrmals bekräftig, dass vollautomatisierte Fahrzeuge auf der Plattform in Zukunft eingesetzt werden sollen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Plattform mit unterschiedlichen Partner kooperiert. Auf der einen Seite gehört der Automobilhersteller General Motors zu den Investoren von Lyft, der Konzern entwickelt eigene autonome Fahrzeuge. Auf der anderen Seite wurden Partnerschaften mit nuTonomy und der Google Tochter Waymo abgeschlossen. Die anderen Player haben bis zu acht Jahre Erfahrung bei dem Thema – es ist fraglich, ob die Ride Hailing Plattform diese Lücke schließen kann.

Die deutschen Anbieter, wie Blacklane oder myTaxi haben sich noch nicht zum Thema autonomes Fahren geäußert. Sie sollten aktiv werden, um nicht noch weiter ins Hintertreffen zu geraten.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Lyft und Jaguar Land Rover arbeiten zusammen

Jaguar hat als nächster Automobilhersteller angekündigt, mit einer Ride Hailing Plattform kooperieren zu wollen. Jaguar Land Rover investiert über das Investment-Vehicle InMotion 25 Mio. US$ in den Fahrdienst Lyft und stellt Fahrzeuge für die luxuriöse Version des Ridesharing Dienstes zur Verfügung. Außerdem arbeiten beide Unternehmen gemeinsam an dem Thema vollautomatisiertes Fahren.

Trend geht auch bei Jaguar Land Rover in Richtung on-demand Mobility

Bisher sind schon mehrere Automobilhersteller Kooperationen mit Ride Hailing Plattformen eingegangen. Daimler arbeitet unter anderem mit Uber zusammen und betreibt mit myTaxi eine eigene Taxi App. Auch General Motors arbeitet schon mit Lyft zusammen und hat eine große Summe in die Plattform investiert.  Die Automobilindustrie wurde davon überzeugt, dass privater Autobesitz zuerst in den Städten zurück gehen wird und die Einwohner vermehrt auf on-demand Mitfarhdienste setzen werden. Gemeinsam mit den Startups wollen die Hersteller Technologien und Dienstleistungen entwickeln und somit auch neue Umsatzkanäle erschließen.

Premiumhersteller erhält Zugang zu Plattform mit vielen Nutzern

Jaguar Land Rover ist ein kleinerer Premiumhersteller und rangiert weit hinter BMW, Daimler oder Audi. Die Partnerschaft mit Lyft ist ein wichtiger Schritt für den Hersteller, der vor allem in Großbritannien beliebt ist. Dank der Kooperation erreicht Jaguar Land Rover eine große Nutzergruppe über die Lyft Plattform. Andere Hersteller gehen noch davon aus, dass sie eine eigene Plattform  mit großer Reichweite aufbauen können. Darin haben sie aber keine Erfahrung under werden das auch recht schnell merken. Die Limousinen und SUVs von Jaguar und Land Rover werden der Premium-Version von Lyft zum Einsatz kommen. Weitere Premium Mobilitätsangebote sollen entwickelt werden.

Vollautomatisierte Fahrzeuge und weiter Dienste auf der Road Map

Zu einem späteren Zeitpunkt sollen auch die vollautomatisierten Fahrzeuge von Jaguar und Land Rover auf der Lyft Plattform getestet werden. Bis es soweit ist, werden noch ein paar Jahre vergehen. Beide Unternehmen betonen die strategische Ausrichtung der Partnerschaft. Gemeinsam lassen sich schneller innovative Mobility Lösungen für die Kunden beider Partner entwickeln.

Bild: InMotion (alle Rechte vorbehalten)

Lyft will bis 2025 eine Milliarde Fahrten mit autonomen Elektroautos durchführen

Die Ride Hailing Plattform setzt in der Zukunft auf vollautomatisierte Elektroautos. Bis zum Jahr 2025 sollen eine Milliarden Fahrten mit den umweltfreundlichen Fahrzeugen durchgeführt werden. Lyft will damit ein Zeichen für das Klimaabkommen von Paris setzen, das vor kurzem von US Präsident aufgekündigt wurde.

Erneuerbare Energie für Lyft Fahrten

Lyft hat weitere Punkte veröffentlicht, wie eine höhere Nachhaltigkeit erreicht werden soll. Unteranderem werden alle autonomen Elektrofahrzeuge auf der Lyft Plattform mit erneuerbarer Energie geladen. Auch die nuTonomy Fahrzeuge, die gegen Ende des Jahres in Boston eingesetzt werden sollen, werden mit erneuerbarer Energie geladen. Vor kurzem haben Lyft und nuTonomy eine Partnerschaft verkündet. Bis Ende des Jahres sollen einige umgerüstete Renault ZOE Fahrzeuge auf der Lyft Plattform zum Einsatz kommen.

Großes Wachstum wird angenommen

Großes Ziel ist, dass bis zum Jahr 2025 sollen eine Milliarden Fahrten pro Jahr mit den autonomen Elektrofahrzeugen durchgeführt werden. Das soll dazu führen, dass die im Transportbereich generierten CO2 Emissionen in den USA um fünf Tonnen pro Jahr reduziert werden sollen. Die Zahl von einer Milliarde ist ambitioniert, im Jahr 2016 wurden in den USA etwa 160 Mio. Fahrten vermittelt. Die Lücke muss durch enormes Wachstum in den nächsten Jahren geschlossen werden.

Durchbruch für Elektromobilität

Das Startup glaubt fest daran, dass durch Ride Hailing Angebote in Verbindung mit vollautomatisierten Fahrzeugen ein Durchbruch bei der Elektromobilität erreicht werden kann. Der Anteil der Elektrofahrzeuge soll dadurch in den USA von ca. 0.1% auf einen  Mehrheit  anwachsen. Dadurch dass die Fahrzeuge gut ausgelastet sein werden, amortisieren sich die Mehrkosten bei der Anschaffung innerhalb kurzer Zeit. Dei Frage ist, wer die Autos betreiben wird.

Damit Lyft das in acht Jahren schafft, muss sich das Unternehmen anstrengen die richtigen Partnerschaften zu schließen. Gleichzeitig müssen die Technologien für vollautomatisiertes Fahren bis spätestens 2021 serienreif sein und der politische Rahmen für den flächendeckenden Einsatz geschaffen sein.

Entweder betreibt Lyft die Fahrzeuge oder externe Partner werden die Autos auf der Plattform einsetzen. Letzteres ist wahrscheinlicher, da die Kosten für Lyft geringer sind. Ähnlich geht auch Konkurrent Uber vor. Die Plattform kooperiert zum Beispiel mit Daimler. Daimler will in Zukunft eine Flotte an autonomen Autos betreiben und bei Uber einsetzen.

Umweltberater begleitet das Unternehmen

Um bei diesem Vorhaben Unterstützung zu erhalten, wurde Paul Hawken als Berater engagiert. Hawken ist Direktor der Umweltorganisation Drawdown. Der Experte will die Umweltstrategie des Unternehmens managen und der Plattform aufzeigen, wie die nachhaltigen Vorzüge der Plattform gestärkt werden können.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Selbstfahrende Taxis: Lyft kooperiert mit NuTonomy

Das Startup NuTonomy hat im letzten Jahr für Aufsehen gesorgt, da es noch vor Uber das erste selbstfahrende Taxi getestet hat. Zusammen mit der Ride Hailing App Grab wurden Fahrten mit vollautomatisierten Fahrzeugen in Singapur angeboten. Jetzt folgt die nächste Partnerschaft mit einer Ride Sharing App. Lyft und NuTonomy testen gemeinsam in Boston.

Vollautomatisierte Fahrzeuge in Boston

Lyft hat bekanntgegeben, dass eine Partnerschaft mit NuTonomy vereinbart wurde. Langfristiges Ziel von Lyft ist es, tausende autonome Fahrzeuge auf die Straße zu bringen. Bis ist soweit ist, starten die beiden Unternehmen in den nächsten Monaten ein Pilotprojekt. Lyft Nutzer können dann über die Lyft App ein vollautomatisiertes Fahrzeug von NuTonomy bestellen. In einer ersten Phase soll an dem Nutzererlebnis im Fahrzeug gearbeitet werden. Wahrscheinlich wird in einer ersten Version ein Table in den Autos installiert, auf dem eine abgeänderte Version der Lyft App läuft. Die Kunden sollen darüber mehr Informationen erhalten, wie die Sensoren und Kameras dabei helfen, vollautomatisiert durch die Straßen zu navigieren.

Nächste Kooperation nach Waymo

Die Fahrdienstplattform geht damit die nächste Kooperation mit einem Unternehmen ein, das selbstfahrende Autos entwickelt. Im letzten Monat wurde verkündet, dass das Unternehmen auch mit der Google Tochter Waymo zusammen arbeitet. Zusätzlich gehört der Automobilhersteller General Motors zu den Investoren von Lyft. Der Konzern hat auch große Ambitionen, eigene autonome Fahrzeuge bei Lyft einzusetzen. Lyft will sich durch dich Partnerschaften mit den führenden Startups in dem Bereich in eine starke Position bringen. Gleichzeitig könnte es auch als Zeichen gewertet werden, dass NuTonomy und Waymo schneller bei der Entwicklung von serienreifen vollautomatisierten Fahrzeugen sind, als GM.

Auch Peugeot kooperiert mit NuTonomy

Das Startup ist eine Ausgründung der Eliteuni MIT und befasst sich seit 2013 mit der Entwicklung von selbstfahrenden Autos. Im vergangenen Monat hat der französische Automobilhersteller PSA Group bekanntgeben, dass zusammen mit NuTonomy Technologien für autonome Fahrzeuge entwickelt werden.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Autonome Autos: Lyft und Google Tochter Waymo arbeiten zusammen

Im Wettrennen um den Eisatz von autonomen Fahrzeugen, haben sich die beiden Technologieunternehmen Waymo und Lyft zusammengetan. Die Google Tochter entwickelt Systeme für autonome Fahrzeuge und Lyft verfügt dank seiner Ride Sharing Plattform über eine hohe Reichweite. Durch gemeinsame Entwicklungs- und Pilot-Projekte sollen autonome Fahrzeuge zur Serienreife entwickelt werden.

Partnerschaft zwischen Lyft und Waymo

Die Partnerschaft ergibt durchaus Sinn. Lyft hat es sich zum Ziel gesetzt, mit autonomen Fahrzeugen einen Ride Sharing Dienst anzubieten, der flächendeckend verfügbar ist und das zu einem günstigen Preis. Langfristig soll eine Konkurrenz zum ÖPNV entstehen. Bisher hat Lyft mit General Motors an dem Thema autonomes Fahren gearbeitet. General Motors ist Lyft beteiligt und möchte in den nächsten Jahren autonome Chevrolet Bolt auf der Ride Sharing Plattform einsetzten. Die Technologie von Waymo gilt als fortschrittlich, davon kann Lyft profitieren. Waymo benötigt eine Plattform mit hoher Reichweite, um die selbstfahrenden Autos möglichst vielen Menschen zur Verfügung zu stellen. Diese Reichweite würde Lyft bieten.

Gemeinsam nach vorne 

In den letzten Monaten sind immer mehr Partnerschaften im Bereich der selbstfahrenden Autos entstanden. Waymo setzt auf Fahrzeuge von Fiat Chrysler und rüstet diese um. Der Automobilhersteller Daimler hat angekündigt, autonome Fahrzeug auf der Ride Hailing Plattform von Uber betreiben zu wollen. NuTonomy arbeite mit Grab zusammen und seit kurzem auch mit dem PSA Konzern.

Experten sehen in Mobilitätsdiensten, die auf autonomem Fahrzeugen basieren, einen riesigen Markt, der die jetzige Landschaft der Automobilindustrie nachhaltig verändern wird. Alle Unternehmen wollen die Konkurrenten ausstechen und einen Teil vom zukünftigen Milliardenmarkt abhaben.

Lyft will keine eigenen autonomen Autos entwickeln

Im Gegensatz zu Uber hat Lyft hat keine Ambitionen, eigene autonomen Fahrzeuge zu entwickeln. Dieses Vorhaben würde auch hohe Investitionen erfordern. Mit General Motors und dem Google Spin-off Waymo hat das Unternehmen aber zwei starke Partner. General Motors hat sich mit 500 Mio. US$ an Lyft beteiligt und beschäftigt sich ausführlich mit selbstfahrenden Autos. Um die Bemühungen zu beschleunigen, wurde das Startup Cruise für etwa eine Milliarde US$ übernommen. Waymo testet seit mehreren Jahren autonome Autos.

Bild: Waymo (alle Rechte vorbehalten)

Lyft mit weiterer Finanzierung von 600 Mio. US$

Die Nummer zwei im amerikanischen Ride-Hailing Markt Lyft hat einer weitere Finanzierungsrunde abgeschlossen. Insgesamt werden weitere 600 Mio. US$ in das Unternehmen investiert, bei einer Bewertung von 7.5 Milliarden US$. In den letzten Wochen gab es immer wieder Anzeichen, dass Lyft mindestens 500 Mio. US$ einsammeln wird.

Finanzierung von Kanadischen Pensionsfond

Die Finanzierung kommt von dem Kanadischen Pensionsfond Canada’s Public Sector Pension Investment Board, Alliance Bernstein, Gifford, KKR und bestehenden Investoren wie Rakuten, Janus Capital und weiteren. Ob General Motors die Runde mitgegangen ist, wurde nicht kommuniziert. Insgesamt hat das Unternehmen nun mehr als 2.6 Milliarden US$ eingesammelt. Die Bewegung ist leicht gestiegen, bei der letzten Runde lag die Bewegung bei 5.5 Milliarden US$.

General Motors als Lyft Investor

In der letzten Finanzierungsrunde hat das Unternehmen für Aufsehen gesorgt, da General Motors als Investor Board gekommen ist. Der Automobilhersteller hatte Anfang 2016 etwa 500 Mio. US$ in Lyft investiert. Zeitweise sah es so aus, als würde sich das Unternehmen in einer Krise befinden und einen Käufer sorgen. Mittlerweile befindet sich das Startup wieder im Aufschwung. Dabei profitiert es auch von den negativen Schlagzeilen rund um den größten Konkurrenten Uber.

Probleme von Uber ausnutzen

Uber hat im Moment mit Problemen in unterschiedlichen Bereichen zu kämpfen. Die Unternehmenskultur ist vergiftet, Vorwürfe der sexuellen Belästigung stehen im Raum und geheime Informationen rund um die autonomen Fahrzeuge wurden anscheinend von Google gestohlen. Lyft nutzt diese Probleme und expandiert schnell in weitere Städte in die USA. Bisher wurden allein im Jahr 2017 mehr als 100 neue Städte zum Netzwerk hinzugefügt.

Beschleunigtes Wachstum in den USA

Insgesamt scheint Lyft im Moment schneller als Konkurrent Uber zu wachsen. Im ersten Quartal hat Lyft mehr als 70 Mio. Fahrten abgewickelt, das entspricht einem Wachstum von 34% im Vergleich zum letzten Quartal 2016. Im Jahresvergleich lag das Wachstum bei über 140%. Auch von der #DeleteUber Kampagne in den sozialen Netzwerken hat das Ridesharing Netzwerk profitiert, die Zahl der Registrierungen ist um 60% gestiegen.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Lyft Line startet Shuttle Dienst mit festgelegten Strecken

Das amerikanische Ride-Hailing Unternehmen Lyft experimentiert weiterhin mit dem Mitfahrest Lyft Line, bei dem sich mehrere Fahrgäste ein Fahrzeug teilen. In einer nächsten Stufe werden jetzt feste Routen getestet, die man von Buslinien her kennt.

Berufspendler sollen angesprochen werden 

Mit dem Angebot will Lyft vor allem Berufspendler ansprechen, die sich täglich auf einer festgelegten Route bewegen. Die Nutzer sollen so eine zuverlässige und günstige Alternative zur Verfügung gestellt bekommen, um täglich den gleichen Weg zurück legen zu können. Nicht nur die Route ist festgelegt, sondern auch die Punkte, an denen Fahrgäste ein- und aussteigen können. Zu Beginn steht das Angebot in den beiden amerikanischen Städten Chicago und San Francisco zur Verfügung, später sollen weitere Großstädte folgen.

Fester Preis für Nutzer

Für die Nutzer ist nicht nur die Route berechenbar, sondern auch der Preis. Für die Nutzung des Lyft Shuttles werden festgelegt Preise aufgerufen, die auch nicht von Surge Pricing bzw. erhöhter Nachfrage abhängig sind. Die Fahrer werden subventioniert, falls Surge Pricing für die andere Nutzer aktiv sein sollte.

Lyft Line Shuttle Beschränkung auf Stoßzeiten

Zeitlich ist der Service auf die Morgen- und Abendstunden und auf Werktage beschränkt. Das Angebot ist also verfügbar, wenn die Menschen zur Arbeit fahren oder nach hause möchten. Das Angebot ist dynamisch in die App integriert. Nutzer sehen das Shuttle Angebot nur, wenn sie sich in der Nähe einer festgelegten Route befinden. Alle anderen Nutzer sehen das normale Lyft Line Angebot.

Fahrgemeinschaften hoch im Kurs

Das Thema Fahrgemeinschaften für Kollegen wird mittlerweile von mehreren Startups bearbeitet. Die Google Tochter Waze experimentiert damit in der Bay Area und hat bereits eine Expansion nach Südamerika angekündigt. Das Hamburger Unternehmen Wunder bietet einen Mitfahrservice in Asien an.

Lyft hat Konkurrenz

Lyft ist nicht das einzige amerikanische Unternehmen, dass einen Shuttle Service auf festen Routen anbietet. Ein Mitbewerber ist unter anderem das Unternehmen Chariot, das im letzten Jahr von Ford aufgekauft wurde. Auch Lyft hat enge Kontakte zu einem Automobilhersteller. Der General Motors Konzern hat Anfang 2016 eine Summe von 500 Mio. US$ in das Unternehmen investiert, zeitweise wurde über eine komplette Übernahme durch GM spekuliert.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Lyft will weitere Finanzierung einsammeln

Die Ride-Hailing Plattform Lyft soll sich bereits nach einer weiteren Finanzierung umschauen. Insgesamt sollen mindestens 500 Mio. US$ aufgenommen werden, um das Wachstum zu finanzieren. Die angestrebte Bewertung soll zwischen sechs und sieben Milliarden Dollar liegen. Das Unternehmen könnten die negativen Schlagzeilen rund um Uber bei der Suche helfen.

Im Wettbewerb mit Uber aufholen

Die Ride-Hailing App möchte die weitere Finanzierung nutzen, um im Wettbewerb mit Uber weiter aufzuholen und um den Vorsprung gegenüber Neueinsteigern zu wahren. Das Ride-Hailing Unternehmen expandiert auch weiter, was viel kostet. In diesem Jahr hat das amerikanische Unternehmen schon fast 100 neue Städte in den USA zusätzlich gestartet. Für die Nummer zwei in den USA ist es auch ein guter Zeitpunkt, in Marketing und Brand Building zu investieren, da der große Konkurrent Uber öffentlich mit Problemen zu kämpfen hat.

Höheres Polster schadet Lyft nicht

Lyft sollte trotz der hohen Verluste noch genügen finanzielle Mittel aus der vergangen Runde zur Verfügung haben. Eine höheres finanzielles Polster wird dem Unternehmen aber nicht schaden. Ohnehin dürfte es für länger dauern, bis Lyft neue Investoren gefunden hat. Die meisten der interessierten Investoren haben sich bereits an einem der Mobility Service Provider beteiligt. Außerdem werden die meisten Player erstmal abwarten, ob die Fahrdienstplattformen ein nachhaltiges Geschäftsmodell aufbauen können.

Im Gegensatz zu Uber fokussiert sich Lyft ausschließlich auf einen Fahrservice und verkauft sich selber als hippe Alternative, bei der Fahrer und Nutzer fair behandelt werden. Uber hingegen setzt auf weitere Dienste, die das Problem der letzten Meile lösen sollen. So ist mit UberEATS ein Service für Essenlieferungen im Angebot und mit UberRUSH ein Kurierdienst.

General Motors unter den Investoren

Bisher hat das Unternehmen mehr als zwei Milliarden US$ eingesammelt. Zu den Investoren gehören General Motors, Founders Fund, Alibaba und weitere Investoren. Der General Motors hat mit dem Gedanken gespielt, Lyft komplett zu übernehmen. GM und die Ridesharing Plattform wollen auch eng bei der Entwicklung eines Fahrservices mit autonomen Fahrzeugen zusammenarbeiten. Bei der letzten Runde wurde Lyft mit 5.5 Milliarden US$ bewertet.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)