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Lyft und Motivate: Die Zukunft von Bikesharing

Lyft und Motivate treten gemeinsam in die Zukunft von Bikesharing-Systemen ein. Lyft hat den größten Fahrradverleiher der USA für fast 200 Millionen US-Dollar übernommen. Die Unternehmen wollen vermehrt Ressourcen aufwenden, mit deren Hilfe das Programm in den USA weiter ausgebaut werden soll. Insbesondere werden dabei Regionen und Stadtgebiete in den Blick genommen, die keinen oder nur geringen Zugang zum öffentlichen Nahverkehr haben.     

Lyft und Motivate setzen auf Kollaborationen mit Städten, um das Transportwesen lokal zu entwickeln bzw. zu verbessern und dadurch Menschen zum Fahrradfahren zu motivieren. John Zimmer, Mitgründer und Präsident von Lyft, betont, dass Lyft und Motivate seit Jahren das gleiche Ziel verfolgen: Den Bedarf an privaten Autobesitz zu reduzieren, indem zuverlässige und bezahlbare Alternativen zur Verfügung gestellt werden.

Verteilung der Kompetenzen

Als Teil der Abmachung, erwirbt Lyft die technologischen Ressourcen und Unternehmensfunktionen des Fahrradverleihers. Motivate wird weiterhin den Fokus auf seine operativen Kernaktivitäten und die Kundenpflege setzen. Die Prioritäten liegen auf Sicherheit, Fahrbarkeit und Kundenerlebnisse. Im Gegenzug investiert Lyft in Technologie und Innovation, um in Zusammenarbeit mit Städten die Zukunft von Bikesharing mitzugestalten.

Motivate betreibt einige der größten Bikesharing-Systeme in Nordamerika, darunter Citi Bike (New York), Ford GoBike (San Francisco Bay area), Divvy (Chicago), Blue Bikes (Boston), CoGo (Columbus, Ohio) und Nice Ride (Minneapolis). 2017 wurden 80% aller Bikesharing-Fahrten von Motivate-Systemen ausgeführt.

Gemeinsam in die Zukunft


Steve Koch, Vorstandsvorsitzender von Motivate, bestärkt die strategische Zusammenarbeit mit Lyft und kommentiert, dass sich die Art der Fortbewegung rapide verändert. Die Partnerschaft von Lyft und Motivate stelle sicher, dass Bikesharing eine fundamentale Rolle in der neuen städtischen Mobilität einnehmen wird. Koch glaubt fest daran, dass die Integration des Services in Kooperation mit dem öffentlichen Sektor die öffentliche Verkehrslandschaft
transformieren und die Anzahl der Fahrradfahrer steigern wird. 

Bild: https://www.intelligenttransport.com/transport-news/69700/lyft-motivate-bike-share/ (alle Rechte vorbehalten)

Lyft geht von mehr als 1/3 Marktanteil in den USA aus

Das Ride-Sharing Startup Lyft, das bisher nur in Nordamerika aktiv ist, kann anscheinend Kapital aus den Verfehlungen des Konkurrenten Uber schlagen. Im letzten Jahr soll der Marktanteil in den USA auf 35 Prozent angewachsen zu sein. Das ist ein ordentliches Wachstum, 18 Monate zuvor soll der Anteil bei 18 Prozent gelegen haben. 

Postille Wahrnehmung der Marke gestiegen

Lyft behauptet, dass sich mehr Kunden für den Dienst angemeldet haben und dass die positive Wahrnehmung der Marke gestiegen ist. In einigen Städten soll der Marktanteil sogar bei mehr als 40 Prozent liegen, in wenigen Städten soll die Ride-Sharing Plattform Marktführer sein. Das Unternehmen ist in den letzten Monaten auch kräftig expandiert. In den USA kamen mehr als 100 Städte hinzu und die Expansion nach Kanada ist erfolgt. Die Expansion in den USA dürfte auch dazu beigetragen haben, dass der Marktanteil nach oben geschossen ist. 

Wettbewerb mit Uber kostet viel Geld

Seit dem Start von Lyft befindet sich das Unternehmen im Wettkampf mit Uber in den USA. Lyft hat dafür gesorgt, dass Uber auf Ride-Sharing mit Privatfahrern setzt und dafür, dass das ursprüngliche Produkt UberBlack an Attraktivität verloren hat. Bei der Einführung neuer Dienste wie den Ride-Pooling Diensten UberPool und Lyft Line, haben sich beide Unternehmen ein Kopf-an-Kopf Rennen geliefert. Der Wettbewerb der beiden Ride-Sharing Plattform kostet viel Geld. Fahrer und Nutzer müssen mit Bonus-Zahlungen und Rabatten bei Laune gehalten werden. Mehrere Milliarden Dollar wurden in den letzten Jahren ausgegeben, um Marktanteile zu erkaufen. Beide Unternehmen sollen in Richtung Börsengang schielen, bis dahin müssen die Kosten in den Griff bekommen werden.

Kreditkartendaten als Grundlage

Die Zahlen zu den Marktanteilen der großen Ride-Sharing Dienste in den USA schwanken. Das basiert darauf, dass unterschiedliche Quellen für die Berechnung verwendet werden. Second Measure nutzt Kreditkartendaten um die Marktanteile zu berechnen. Das Unternehmen hat Uber im März einen Marktanteil von 73 Prozent zugewiesen und Lyft soll bei 27 Prozent gelegen haben. Certify nutzt Daten von Reiseabrechnungen und schreibt nach Analyse Lyft einen Marktanteil von 19 Prozent zu und Uber soll bei 81 Prozent liegen.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Multimodal: Lyft arbeitet in den USA mit der Bahn zusammen

In den USA wachsen Bahn und Ride-Sharing Dienste weiter zusammen, um ein multimodales Mobilitätsangebot zu schaffen. Die Ride-Sharing Plattform Lyft arbeitet mit der privaten Bahnlinie Brightline zusammen, die mehrere Städte in Florida verbindet. Die Strategie von Lyft sieht die Kooperation mit anderen Transportmitteln und -unternehmen vor, um die unterschiedlichen Verkehrsangebote besser zu vernetzten.

Multimodal unterwegs

Die Mobilitätsplattform Lyft wird exklusiver Partner von Brightline. Die Kooperation startet zeitlich mit der Erweiterung der Brightline Bahn-Linien zwischen Miami, Fort Lauderdale und West Palm Beach. Die Kooperation der beiden Unternehmen ist on- und offline sichtbar. Ziel ist es, das Reiseerlebnis zu verbessern und eine Möglichkeit für die erste und letzte Meile zu bieten.

Offline und in App integriert

Im Rahmen der Partnerschaft werden die drei Bahnhöfe mit Lyft Werbung gebrandet. Außerdem werden Hinweisschilder zu den Bereichen angebracht, in denen Lyft Ride-Sharing Fahrer die Passagiere abholen oder aussteigen lassen dürfen. Die Brightline Fahrgäste können die Lounges an den Bahnhöfen nutzen, wenn sie auf ihren Fahrer warten müssen. In den kommenden Wochen wird Lyft auch in die Smartphone App von Brightline integriert. Die Fahrgäste sehen in der App die zu erwartende Anfahrtszeit der Lyft-Fahrzeuge, sowie den zu erwartenden Fahrpreis. Bei der Buchung werden die Brightline Kunden dann zur Lyft-App weiter geleitet.

Vernetzung zwischen Ride-Sharing und ÖV

Auch Konkurrent Uber möchte seine Ride-Sharing Plattform in den USA mit dem öffentlichen Verkehr vernetzten. Kürzlich wurde eine Kooperation mit Masabi verkündet, gemeinsam wollen beide Unternehmen Ride-Sharing und ÖPNV vernetzen und ein Ticketing für eine multimodale Reisekette anbieten. Lyft, Uber und auch andere Ride-Sharing Anbieter, wie ioki oder ViaVan wollen mit einem attraktiven und vernetzten Angebot dafür sorgen, dass die Bewohner in Städten ihren Privatwagen abschaffen und auf Alternativen ausweichen.

Bild: Brightline (alle Rechte vorbehalten)

Lyft und Aptiv starten autonome Flotte in Las Vegas

Während der CES Anfang des Jahres hatten die beiden Unternehmen Lyft und Aptiv eine kleine Flotte autonomer Fahrzeuge auf der Straße, die Messegäste befördert haben. Mehr als 400 Fahrgäste wurden damals befördert und die Resonanz war durchwegs positiv. In einem nächsten Schritt wird in Las Vegas eine größere Flotte mit 30 autonomen Fahrzeugen ausgerollt.

Buchbar über Lyft Ridesharing-App

Die Fahrzeuge sind über die Lyft App für alle Nutzer buchbar. Die Nutzer können die Option autonomes Fahren in der App auswählen und der Fahrpreis ist im Moment noch identisch mit einer herkömmlichen Lyft Fahrt mit fahrerbasiertem Fahrzeug. Lyft und Aptiv wollen durch den Einsatz lernen, wir sich autonome Fahrzeuge operativ effizient und wirtschaftlich einsetzen lassen. Außerdem sollen Informationen über unvorhersehbare Szenarien im Straßenverkehr gesammelt werden, um die Fahrzeuge drauf vorbereiten zu können. Dabei steht immer die Sicherheit im Fokus. Die Fahrzeuge werden nach und nach ausgerollt und es wird sich auch immer ein Operator mit im Fahrzeug befinden, der im Notfall eingreifen kann.

BMW Fahrzeuge als Grundlage

Die Aptiv Fahrzeuge basieren auf BMW Modellen, die mit entsprechender Technik ausgestattet sind. Ein Set an LiDAR Sensoren, Radars und Kameras sammelt genügend Daten, um dem Fahrzeug eine 360-Grad Sicht zu ermöglichen. Ob es sich bei den autonomen Autos um Fahrzeuge handelt, die auch BMW für die eigene Erprobung nutzt, ist nicht bekannt. BMW verbaut in den eigenen Fahrzeugen auch Aptiv Komponenten, die die Grid Fusion der Sensor-Daten im Fahrzeug übernehmen.

Konkurrenz durch Waymo und Uber

Lyft und Aptiv sind nicht die einzigen Unternehmen, die autonome Fahrzeuge für den Einsatz auf Ride-Sharing Plattformen testen. Mitbewerber Uber testet seit längerem autonome Autos in Pittsburgh und hat jüngst einen Rückschlag erlitten. Das Google Schwesterunternehmen Waymo gilt als technisch führend, in Phoenix werden aufgerüstete Minibusse eingesetzt, demnächst soll ein kommerzieller Fahrdienst mit autonomen Fahrzeugen starten.

Bild: Aptiv (alle Rechte vorbehalten)

Neuer ÖPNV: Weitere amerikanische Stadt arbeitet mit Mobilitätsdiensten zusammen

Die Stadt Monrovia in Kalifornien strukturiert die öffentlichen Transportdienste neu. Das neue Programm in Monrovia heißt Go Monrovia. Bisher wurden ein Rufbus mit einer Summe von 1 Mio. Dollar pro Jahr unterstützt. Demnächst werden auch Lyft Fahrten subventioniert und Fahrräder können über die Bike-Sharing Plattform von LimeBike für einen Dollar geliehen werden.

Lyft-Fahrten werden subventioniert

Die Lyft-Fahrten kosten dank der Subventionen nur noch 0.50 US Dollar pro Fahrt innerhalb des Geschäftsgebiets von Go Monrovia. Die Nutzer müssen zuvor einmalig einen Gutscheincode in der App eingeben, um die Subventionen zu aktivieren. LimeBike bietet eine free-floating BikeSharing Plattform an. Das Unternehmen ist auch in Frankfurt aktiv und wird demnächst in Berlin starten. Fahrten mit LimeBike kosten 1 Dollar pro 30 Minuten. Erstaunlich ist, dass die Bike-Sharing Alternative teurer ist als der Fahrdienst. Die Frage ist, ob so viele Bewohner von Monrovia auf die Fahrräder zurückgreifen, wenn der Preis doppelt so hoch ist, wie eine Fahrt mit der Ride-Sharing Plattform Lyft.

Ziel: komfortabel und preisgünstig von A nach B

Die Stadt, die sich am Rand von Los Angeles befindet, möchte mit der Erweiterung ein Transportsystem schaffen, mit dem Bewohner und Touristen komfortabel und preisgünstig von A nach B kommen. Mittelfristig soll durch ein besseres Transportsystem auch der Fahrzeugbestand reduziert werden und das Parkplatzproblem gelindert werden.

Mehr Städte mit Alternative zu ÖPNV

Monrovia ist nicht die erste Stadt in den USA, die auf neue Mobilitätsdienste als Alternativen zum klassischen ÖPNV setzt. Erst kürzlich hat die texanische Stadt Arlington einige Buslinien in der Innenstadt abgeschafft und durch einen on-demand Ride-Pooling Dienst mit Kleinbussen auf Basis der Technologie von Via ersetzt. Eine Stadt in New Jersey subventioniert Uber-Fahrten zum Bahnhof, anstatt einen neuen Parkplatz für Pendler zu bauen. Die Stadt Innisfil in Kanada hat im letzen Jahr Uber als Alternative zum bisherigen ÖPNV eingeführt und spart seitdem 8 Mio. US Dollar pro Jahr.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Autonomes Fahren: Lyft und Magna arbeiten zusammen

Dem amerikanischen Ride-Sharing Anbieter Lyft ist ein Deal mit dem Automobilzulieferer Magna gelungen. Beide Unternehmen arbeiten bei dem Thema autonomes Fahren zusammen, außerdem investiert Magna 200 Mio. Dollar in die Fahrdienst Plattform. Magna ist einer der führenden Automobilhersteller und Auftragsfertiger für die Automobilindustrie.

Entwicklung von Systemen für autonomes Fahren im Vordergrund

Gemeinsam wollen die Unternehmen Systeme für autonomes Fahren entwickeln, die in kleineren und mittleren Fahrzeugen verbaut werden können. Magna wird dafür verantwortlich sein, die Systeme in die Architektur der Fahrzeuge zu integrieren. Das Team von Lyft ist für die Entwicklung der Software und Algorithmen verantwortlich. Magna wird auch Technologie-Kits in die Partnerschaft mit einbringen, wahrscheinlich soll es sich dabei um Sensoren und Kameras handeln. Obwohl sich Magna beim Fahrzeugbau auskennt, wird das Unternehmen keine Autos im Rahmen der Partnerschaft bauen. Es wurde nicht bekanntgegeben, bis wann beide Unternehme erste Ergebnisse zur Serienreife entwickelt haben werden. Es ist aber davon auszugehen, dass es vor 2021 geschehen wird.

Rechte und Patente bei beiden Unternehmen

Die Rechte an der im Rahmen der Partnerschaft entwickelten Patente, bzw. An dem geistigen Eigentum wird beiden Unternehmen gehören. Magna sichert sich durch das Investment und die Partnerschaft das Exklusivrecht für die Belieferung mit Technologie-Kits. Magna setzt mit dem Deal auf die Zukunft und rechnet auch damit, dass es noch eine Weile dauern wird, bis mit den Ergebnissen Geld verdient wird.

Zulieferer für anderer Hersteller

Ähnlich wie bei Uber, Waymo oder BMW sieht die Strategie vor, dass Automobilkonzerne und andere Interessenten die Technologie-Kits einkaufen können. Lyft hat im vergangenen Sommer damit angefangen, an Technologien für selbstfahrende Autos zu arbeiten. Dabei setzt die Ride-Sharing Plattform auf Partnerschaften mit Automobilherstellern, Technologie-Unternehmen und Zulieferern. Unter anderem arbeitet Lyft mit Ford, Land Rover, Waymo und General Motors zusammen, die Unternehmen sollen die Lyft Plattform nutzen können, um die eigenen autonomen Fahrzeuge einzusetzen. Parallel werden eigene Systeme für autonomes Fahren entwickelt.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Lyft testet in den USA ein monatliches Abo für Ride-Sharing

Die Ride-Sharing Plattform Lyft testet in den USA ein Abo-Modell, das vor allem regelmäßige Nutzer ansprechen soll. Die Tests können als Zeichen gewertet werden, dass sich Lyft gerne mit einem Monatsticket positionieren möchte, um Nutzer an sich zu binden. Das Prinzip von Monatstickets wird bisher stark im ÖPNV angewendet, aber noch nicht dauerhaft  bei den Ride-Sharing Anbietern. Lyft hat jetzt sein Angebot ausgebaut.

Preise abhängig von Nutzungsvolumen

Der Preis für das Abo scheint je nach Nutzer zu variieren. Die von Lyft per A/B-Test ausgespielten Angebote reichen von 199 Dollar für 30 Fahrten, bis hin zu 399 Dollar für 60 Fahrten im Monat. Bei den ausgespielten Angeboten sind Fahrten bis zu einem Fahrpreis von 15 Dollar inbegriffen. Wie Fahrten abgerechnet, die mehr als 15 Dollar kosten, wird nicht ganz klar.

Für Lyft CEO Logan Green sind die Abo-Modelle ein entscheidender Bestandteil der zukünftigen Ausrichtung. Die Angebote dürften dabei helfen, die Nutzer an Lyft zu binden und auch dazu bewegen, das eigene Auto stehen zu lassen.

Mehrere Tests bereits in den USA

Lyft und Uber haben schon häufiger Monatstickets getestet. Lyft hat Ende 2016 ein Abo für den Ride-Pooling Dienst Lyft Line getestet. Damals mussten die Nutzer 20 – 29 US Dollar zahlen und konnten Lyft Line vergünstigt oder umsonst nutzen. Uber hat im Sommer 2016 ein Monatsticket in New York getestet, das sogar günstiger war, als die Nutzung des ÖPNVs. Das Angebot wird auch dabei geholfen haben, die Fahrzeuge im Sommerloch zu füllen.

Der All Access Pass von Lyft geht definitiv in die richtige Richtung. Der Preis von mehreren hundert Dollar scheint erstmal hoch, dürfte aber dennoch unter den Kosten für ein eigenes Fahrzeug liegen. Die Kosten für ein eigenes Fahrzeug sind meistens nicht transparent und Fahrzeugbesitzer nehmen sie häufig einfach hin. Rechnet man Wertverlust, Verschleiß, Sprit, Versicherung, Parken uns sonstige Ausgaben zusammen, ergeben sich monatliche Kosten, die höher liegen dürften, als die Preise von dem Lyft-Abo.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Fahrdienst Plattformen: Lyft soll in den USA schneller wachsen als Uber

Im abgelaufenen Jahr scheint sich Lyft, einer der großen Fahrdienst Plattformren für die USA und Kanada gut entwickelt zu haben. Dazu dürften auch die zahlreichen Skandale bei Konkurrent Uber beigetragen haben und die Expansion in neue Märkte in den USA und Kanada. Der Netto-Umsatz bei dem Ride-Sharing Dienst ist auf mehr als eine Milliarde Dollar geklettert und vor allem das vierte Quartal ist stark ausgefallen. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz um 168 Prozent in Q4 2017 gestiegen. Konkurrent Uber hat ein Wachstum von 61 Prozent vorweisen können.

Lyft nur in Nordamerika aktiv

Die beiden Zahlen lassen sich eigentlich schwer vergleichen, da Lyft nur in den USA aktiv ist und Uber seinen Dienst weltweit anbietet. Da von Uber nur die globalen Zahlen bekannt sind, ist schwer zu sagen, wie sich das US Geschäft nach den Rückschlägen im vergangenen Jahr entwickelt hat und was die Wachstumsmärkte für das Unternehmen sind.

Bei den Umsätzen liegt Konkurrent Uber meilenweit voraus, auch auf Grund der internationalen Präsenz. Lyft kommt auf einen Jahresumsatz von einer Milliarde Dollar, Uber hat im letzten Quartal  um die 2.2 Milliarden Dollar an netto Umsätzen eingefahren. Ein Großteil davon dürfte in den internationalen Märkten angefallen sein.

Beide Fahrdienst Plattformen noch nicht profitabel

Profitabel ist Lyft noch nicht in den USA. Das Unternehmen versucht seine Kosten in den Griff zu bekommen, in dem die Stellschrauben für Fahrer-Bonis und Kundengutscheine justiert werden. Die beiden großen Ride-Sharing Dienste geben jede Menge Geld aus, um Fahrer und Nutzer an den Dienst zu binden. Uber hat im letzten Quartal 2017 fast eine Milliarde für Gutscheine und Fahrer-Bonis ausgezahlt. Auch bei Lyft dürften die Ausgaben extrem hoch sein.

Im Jahr 2018 will Lyft weiter expandieren und wachsen. Ziel ist, dass mehr als 10 Millionen Fahrten pro Woche durchgeführt werden, bei sinkenden Kosten für Marketing und Fahrer. Anfang des Jahrs gab es auch Gerüchte, dass Lyft nach Berlin expandieren will, dazu hat sich das Unternehmen bisher noch nicht geäußert.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

CES: Aptiv und Lyft bringen selbstfahrende Autos nach Las Vergas

Kürzlich hat der Automobilzulieferer Delphi das Geschäft für autonomes Fahren und Assistenzsysteme in das Unternehmen Aptiv abgespalten. Fast gleichzeitig wurde das Startup nuTonomy aus Boston übernommen, das ein System für selbstfahrende Autos entwickelt hat. Jetzt zeigt das Unternehmen auf der CES den aktuellen Stand, zusammen mit der Ride-Sharing Plattform Lyft.

Autonomes Fahren für CES Besucher

Die Besucher der Consumer Electronic Show (CES) 2018 können in Las Vegas über die Lyft App die Fahrt mit den selbstfahrenden Autos buchen. Zur Sicherheit wird immer ein menschlicher Fahrer im Fahrzeug sein, der im Notfall das Steuer übernehmen kann. Mit dem Demo-Projekt soll der Einsatz der Technologien in einem realen und komplexen Umfeld demonstriert werden. Beide Unternehmen gehen davon aus, dass selbstfahrende Autos einen signifikanten positiven Einfluss auf die Sicherheit im Verkehr, Ausstoß von Abgasen und Staubelastung haben werden, sobald diese massenhaft eingesetzt werden.

Lyft baut offene Plattform für die besten Anbieter

Lyft und nuTonomy arbeiten schon seit längerem zusammen und testen unter anderem in Boston Fahrten mit autonomen Autos. Lyft hat im vergangen Jahr angekündigt, die eigene Ride-Sharing Plattform für Entwickler und Hersteller von autonomen Autos zu öffnen. Lyft will laut CEO Logan Green das beste Transport Ökosystem bauen und das geht nur in Partnerschaft mit den Startups und Konzernen, die die fortschrittlichsten Technologien anbieten.

Bereit für die Massenproduktion im kommenden Jahr

Die Technologie, die sich Aptiv durch die Übernahme von nuTonomy eingekauft hat, gild als führend. Die ersten Anwendungen erfolgten 2016 in Singapur, gefolgt von weiteren Test-Programmen in Boston. Der Test in Las Vegas wird dabei helfen, dass fahrerlose Autos einen weiteren Schritt in Richtung Dauereinsatz machen. Aptiv will das System, das fast unsichtbar in Fahrzeuge integriert wird, bis 2019 für die Massenproduktion entwickelt haben.

Bild: Aptiv (alle Rechte vorbehalten)

Ride-Sharing: Lyft expandiert nach Kanada

Bisher war der Ride-Sharing Dienst Lyft nur in den USA aktiv, ab Dezember wird das Geschichte sein. Die Fahrdienst-Plattform startet in Toronto, der größten kanadischen Stadt. Werden weitere Länder folgen?

Die Nutzer in Toronto und angrenzenden Bezirken werden am Dezember die Möglichkeit haben, unterschiedliche Lyft Dienste zu ordern. Lyft wird die Dienste Lyft Plus, Lyft Lux, Lyft Lux SUV, Lyft Premiere und den Standard Lyft Service nach Toronto bringen.

Fahrer können sich schon jetzt für den Ride-Sharing Dienst anmelden 

Um eine Flotte zu haben, die groß genug ist, um die Nachfrage abdecken zu können, startet das Ride-Sharing Unternehmen schon jetzt damit, Fahrer zu suchen. Wie viel Lyft den Fahrern zahlen wird, ist nicht bekannt. Auch die Fahrpreise für die Kunden wurden noch nicht kommuniziert. Nach dem letzten Milliarden-Investment durch die Google-Mutter Alphabet wird das Ride-Sharing Unternehmen aber aggressiv in den Markt starten und hohe Bonus-Zahlungen für Fahrer und Discounts für Nutzer gewähren.

In Toronto trifft Lyft auf den größten Wettbewerber Uber, der schon seit fünf Jahren in der kanadischen Stadt aktiv ist. Das von myTaxi übernommene Hailo war ebenfalls in Toronto aktiv, hat sich aber komplett aus Nordamerika zurückgezogen.

Folgt die Expansion nach Europa? 

Lyft könnte mit dem Start in Kanada die Segel in Richtung globale Expansion setzen. In den USA wird der Service schon flächendeckend angeboten. Etwa 94% der US Bürger sind in der Lage, den Dienst zu nutzen. Die hohe Flächendeckung wurde durch eine aggressive nationale Expansion in den letzten Monaten erreicht. Die Ride-Sharing Plattform wird wie Uber schnell wachsen wollen. In den USA wird das Unternehmen an Grenzen stoßen, deswegen wird die globale Expansion ein geeigneter Schritt für Lyft sein, um das Wachstum hoch zu halten. In der Vergangenheit hat es schon mehrmals Gerüchte gegeben, dass das Unternehmen auch nach Europa kommen will. Städte wie Paris oder London wären hier am attraktivsten.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)