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Auto im Abo: Cluno aus München erhält 7 Mio. Euro Finanzierung

Nicht nur Automobilhersteller wie Daimler oder BMW bieten Abo-Modelle als Alternative zum Kauf an, auch Startups werden in dem Bereich akiv. In den USA ist Fair.com vorne mit dabei, an dem Unternehmen ist auch BMW über i Ventures beteiligt. Hier versucht sich das Startup Cluno mit einem vergleichbaren Modell und hat für das Auto im Abo eine Series A Finanzierung erhalten.

Mindestlaufzeit liegt bei 6 Monaten

Die Nutzer können über die Website ein Auto aus unterschiedlichen Kategorien buchen und das Auto so lange fahren, wie sie möchten. Dabei muss das Fahrzeug für mindestens 6 Monate gemietet werden, danach kann es mit einer Frist von 3 Monaten getauscht werden oder der Nutzer steigt komplett aus. Ein Audi A4 Avant ist zum Beispiel für einen monatlichen Preis von 549 Euro zu haben, inklusive Versicherung, Steuern und Wartung. Pro Monat sind 1250 Freikilometer inklusive, die Tankrechnung geht auf den Nutzer. Die Fahrzeuge können abgeholt werden oder werden zu den Kunden nach Hause geliefert. Es sollen Kunden angesprochen werden, die ein Fahrzeug über einen bestimmten Zeitraum dauerhaft zur Verfügung haben wollen, aber sich nicht an einen langfristigen Leasing-Vertrag binden wollen.

Zweites Startup für die Gründer

Für dieses Modell hat das Unternehmen 7 Mio. Euro von Investoren wie Acton Capital Partners und Atlantic Labs erhalten. Hinter Cluno steht das Team um Nico Poletti, das zuvor easyautosale aufgebaut hat und im Jahr 2015 an Autoscout24 verkauft hat.

Auch Hersteller testen das Modell

Zu den Mitbewerbern in Europa gehört das britische Unternehmen Drover, das kürzlich etwa 6.3 Mio. Euro Finanzierung eingesammelt hat und ein ähnliches Geschäftsmodell verfolgt. Auch das Berliner Startup Vehiculum versucht den Leasing-Markt zu revolutionieren, in dem der Prozess digitalisiert wird und transparenter gestaltet wird. In den USA ist das Unternehmen Fair.com Vorreiter, das Unternehmen hat unter anderem das Leasing-Geschäft von Uber übernommen und ist finanziell gut ausgestattet. Die Hersteller BMW, Mercedes-Benz oder Porsche experimentieren auch mit einem flexibleren Leasing- bzw. Abo-Modell.

Bild: Cluno

Audi kauft das Startup Silvercar

Das Startup Silvercar bietet in einige amerikanischen Städten einen innovativen Mietwagendienst an. Dabei kommen nur Audi A4 Fahrzeuge zum Einsatz. Audi und das Startup arbeiten schon länger zusammen und der Autobauer aus Ingolstadt ist als Investor bei dem Unternehmen eingestiegen. Jetzt folgt eine Komplettübernahme von Silvercar durch Audi.

Innovativer Mietwagenanbieter

Audi kauft den eher im Premium-Segment angesiedelten Mietwagenservice, um sein Angebot an Mobilitätdienste weiter auszubauen. Gleichzeitig soll die Kompetenz von Audi auf der Software-Seite gestärkt werden. Die Software und das Wissen des Unternehmens kann zum Beispiel genutzt werden, um weitere Carsharing-Dienste aufzubauen. Der Teil der Software Dealerware ist für Audi vorallem interessant. Damit lassen sich die Flotten der Autohändler managen. Silvercar liefert eine beeindruckende Technologie, die das Mieten und Teilen von Fahrzeugen aus Kundensicht stark vereinfacht.

Silvercar bietet Mietwagen am Flughafen

Silvercar beschränkt sich im Moment auf das Vermieten von Fahrzeugen an Flughäfen. Mit diesem Angebot ist das Unternehmen in 15 amerikanischen Städten aktiv. Der Sitz des Unternehmens ist seit der Gründung 2012 in Austin, Texas. Audi und Silvercar arbeiten schon seit der Gründung des Startups zusammen. Die Partnerschaft hat sich so gut entwickelt, dass Audi in der letzten Finanzierungsrunde mit eingestiegen ist. Damals hatte das Startup 28 Mio. US$ in einer Series C Finanzierung eingesammelt. Über den jetzigen Deal ist wenig bekannt.

Audi muss aufholen

Audi hat einiges aufzuholen, denn bisher ist der Autobauer nicht sonderlich aktiv gewesen, wenn es um den Aufbau von Mobilitätsdiensten ging. Unterschiedliche Carsharing Programme wurden in keinem Rahmen getestet. Andere Autokonzerne, wie BMW und Daimler können in dem Beriech schon mehr vorweisen. Unter anderem sind Carsharing Netzwerke und Taxi Apps im Programm. International sind amerikanische Autokonzerne recht aktiv. General Motors hat sich mit der Ride-Hailing Plattform Lyft zusammengetan. Ford stärkt sich in dem Bereich autonomes Fahren und hat den Shuttle Dienst Chariot übernommen.

Bild: Silvercar (Alle Rechte vorbehalten)

Ehemaliger Europcar Chef Roland Keppler geht zu car2go

Wie das Manager Magazin berichtet, geht der frühere Chef der Autovermietung Europcar Roland Keppler zu Daimler und übernimmt die Geschäftsführung des Carsharing-Anbieters car2go. Der neue Geschäftsführer soll das Geschäft mit Unternehmenskunden weiter aufbauen, außerdem soll eine Expansion nach Asien bevorstehen.

Keppler war seit 2009 bei Europcar, zu beginn als Verantwortlicher des Deutschlandgeschäfts, seit 2012 war er Chef des gesamten Europcar-Konzerns. Im Sommer diesen Jahres ist Roland Keppler im „gegenseitigen Einvernehmen“ als Chef von Europcar abgetreten. In unterschiedlichen Medien wurde daraufhin über unterschiedliche strategische Auffassungen zwischen Keppler und dem Eurocar-Eigentümer Eurazeo spekuliert.

Markt der Autovermieter unter Druck

Der Markt der Autovermieter ist in letzter Zeit unter Druck geraten, da neue kundenfokussierte Konzepte, wie Carsharing oder Mobilitätsplattformen für ein Stagnieren, wenn nicht sogar einen Rückgang der Umsätze sorgen. Neben traditionellen Carsharing Anbieter, wie stadtmobil oder flinkster sorgen die free-flaoting Anbieter, wie car2go und DriveNow für weniger Fahrzeugvermietungen der etablierten Autovermietungen. Hinzu kommt noch die neue Konkurrenz durch Peer-to-Peer Carsharing Plattformen, über die Privatpersonen ihre Fahrzeuge vermieten und Taxi-Apps, wie MyTaxi, Uber, Blacklane und co.

Keppler auch in der Geschäftsführung von Moovel

In seiner Zeit als Deutschland-Chef ist auch das car2go Joint-Venture von Daimler und Europcar entstanden. Von den Erfahrungen Kepplers im klassischen Mietwagen-Geschäft können car2go und andere Unternehmen aus dem Moovel-Umfeld profitieren. Car2go steht wohl kurz davor, nach China zu expandieren, evtl. steht auch Singapur auf der Liste. Neben dem klassischen car2go mit Smart-Fahrzeugen soll das car2go Black Angebot mit B-Klassen und stationsbasierten Vermietung ausgebaut werden.

Keppler soll Anfang Dezember bei car2go starten. Zusätzlich zur Geschäftsführung von car2go wird Keppler auch Mitglied der Geschäftsführung der Moovel GmbH. Car2go ist mittlerweile in 7 Ländern aktiv und soll fast 900.000 Kunden haben. Vor kurzem hat das Unternehmen angekündigt, das Carsharing-Angebot in der „Geburtsstadt“ Ulm einzustellen.

Bild: Happy Birthday car2go von MotorBlog.com, Lizenz: CC BY 2.0

FlightCar, Anbieter für Peer-to-Peer Carsharing & kostenloses Parken an Flughäfen sammelt 13.5 Mio. US$ ein

Das amerikanische Mobilitäts-Startup FlightCar hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 13.5 Mio. US$ (ca. 10 Mio. €) eingesammelt. Über FlightCar können Autobesitzer ihre Fahrzeuge an Flughäfen vermieten, solange sie unterwegs sind. Dadurch sparen sie sich die Parkgebühren und verdienen sogar noch dabei, wenn sie verreist sind. Die Finanzierung kommt von GGV Capital.

Die Fahrzeuge können auf den Parkplätzen von FlightCar, die sich in der Nähe von Flughäfen befinden, umsonst abgestellt werden. Die Fahrzeuge können dann von Besuchern gemietet werden, dabei ist der Mietpreis für die Fahrzeuge wesentlich geringer, als für einen Mietwagen, der bei den traditionellen Autovermietern, wie Sixt oder Europcar angemietet wird.

Die Fahrzeuge werden vor und nach der Vermietung gereinigt und die Autobesitzer und Fahrzeugmieter werden zwischen den Flughäfen und den Parkplätzen ohne Mehrkosten hin und her gefahren.

Bisher haben sich in den letzten 18 Monaten seit Start 30.000 Nutzer angemeldet und 10.000 Fahrzeuge befinden sich auf der Plattform. Bisher ist FlightCar in San Francisco International Airport, Boston Logan Airport, Los Angeles International Airport verfügbar und bald wird der Service am Seattle-Tacoma International Airport gestartet.

Die Preiste starten bei 25 US$ (ca. 19 €), wenn der Wagen für einen Tag gemietet wird und reduziert sich auf 19 US$ (ca. 14 €) pro Tag, wenn das Fahrzeug für fünf oder mehr Tage gemietet wird. Inklusive sind 100 Meilen am Tag, jede weitere Meile kostet 0.45 US$ (ca. 0.34 €).

Der Fahrzeugbesitzer erhält je nach Fahrzeug und Alter des Fahrzeugs einen Betrag von 0.05 bis 0.20 US$ (ca. 0.04 bis 0.15 €) pro Meile bis 75 Meilen und 40 ct. pro Meile, für jede Meile darüber. Außerdem wird sein Fahrzeug gereinigt und er wird kostenlos zwischen Flughafen und Parkplatz hin und her gefahren. Mit den meisten Fahrzeugen werden weniger als 40 Meilen pro Tag gefahren. Die Fahrzeuge und Fahrten sind mit einer Versicherungssumme von 1 Mio. US$ (ca. 760.000 €) abgedeckt.

GGV hat bereits in GrabTaxi investiert und verfügt über Erfahrung mit Logistikunternehmen, FlighCar hofft, dass das Unternehmen bei der weiteren Expansion davon profitiert. Bisher hat FlighCar 6.5 Mio. US$ (ca. 4.9 Mio. €) eingesammelt, unter anderem von General Catalyst, SoftBank Capital oder First Round Capital. Neben GGV und den genannten VCs sind auch Comcast Ventures und Eduardo Severin, Co-Founder von Facebook, Ashton Kutcher und Brian Chesky mit an Board. FlightCar wurde von Kevin Petrovic und Rujul Zaparde gegründet, Petrovic ist 20 Jahre alt, Zaparde erst 19.

Einen ähnlichen Service in Deutschland bietet Tamyca, das französische Startup Drivy ist ebenfalls mit einem ähnlichen Konzept vor kurzem in Deutschland gestartet. In den USA ist außerdem noch RelayRides aktiv, das Startup hat vor kurzem eine Finanzierung in Höhe von 10 Mio. US$ abgeschlossen.

Peer-to-Peer Mietwagenanbieter RelayRides erhält weitere 10 Mio. US$ Finanzierung

Das Peer-to-Peer Mietwagen-Unternehmen RelayRides hat die im Juli angekündigte 25 Mio. US$ Finanzierungsrunde um zusätzliche 10 Mio. US$ erweitert und kommt jetzt auf eine Gesamtfinanzierung von 54 Mio. US$. Die aktuelle Finanzierung von RelayRides kommt von Trinity Ventures.

Die Finanzierungsrunde wurde erweitert, da weiterhin großes Interesse seitens der Investoren zu spüren war und mehr finanzielle Mittel einen größeren Spielraum für die Expansion lässt. RelayRides will das Geld für die Entwicklung einer nativen Android App nutzen, außerdem soll die geografische Expansion des Services an Flughäfen aggressiver vorangetrieben werden. Das Unternehmen hat bisher nur eine Mietstation am Flughafen in San Francisco, weitere sollen an anderen Flughäfen folgen, um einen besseren Service bieten zu können.

Gestartet ist RelayRides mit einem Modell, das sich auf die Peer-to-Peer Vermietung von Fahrzeugen im innerstädtischen Bereich konzentriert hat. Nach dem FlightCar mit der Vermietung an Flughafen geparkten Privat-Fahrzeugen gestartet ist, wurde das Geschäftsmodell anscheinend um einen ähnlichen Service erweitert. Die deutschen Unternehmen Tamyca und Autonetzer bieten ein ähnliches Modell an. Das französische Pendant Drivy hat vor kurzem ebenfalls eine Finanzierung im Millionenbereich abgeschlossen.

Bild: RelayRides iOS app von RelayRides.com