Tag Archives: Mitfahrgelegenheit

BMW investiert in Carpooling-App Scoop

Über den Venture-Arm BMW iVentures beteiligt sich der Automobilkonzern aus München an Scoop Technologies aus Kalifornien. Scoop bietet einen Smartphone-basierten Mitfahrservice an. Im Fokus stehen Unternehmen, die einen Carpooling Service für die eigenen Mitarbeiter anbieten wollen. In en letzten Wochen hat es eine Flut von Investments der Automobilkonzerne in Mobilitätsstartups gegeben. Die Autokonzerne scheinen den Anschluss nicht verpassen zu wollen. Es setzt sich auch vermehrt die Meinung durch, dass immer mehr Konsumenten auf ein eigenes Auto verzichten und auf alternative Mobilitätslösungen zurückgreifen.

Wettstreit unter Automobilherstellern

In den letzten Jahren haben die etablierten Konzerne eher abwartend und ratlos reagiert und wussten nicht so recht, wie sie auf die neuen Herausforderungen reagieren sollen. Jetzt ist eine Art Wettstreit um Beteiligungen entbrannt. Die meisten Konzerne haben in den letzten Jahren gute Umsätze erzielt und sich ein finanzielles Polster aufgebaut, das sie jetzt investieren können.

Scoop verknüpft über die Smartphone App Nutzer, die in unmittelbarer Nachbarschaft wohnen und auch in der gleichen Region arbeiten. Scoop andressiert vor allem Unternehmen, deshalb ist dir Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Mitfahrer im gleichen Unternehmen arbeiten. Diese Personen können über Scoop Fahrgemeinschaften bilden und so effizienter und kostengünstiger den Weg zwischen Arbeit und Zuhause zurücklegen. Ein ähnliches Konzept bietet das Deutsche Startup flinc an, an dem unter anderem der GM Konzern beteiligt ist.

BMW bereits an mehreren Startups beteiligt

BMW hat in den letzten Jahren schon öfters in Mobilitätsstartups investiert. Erst kürzlich wurde das Investment in RideCell bekannt. Zusammen mit Sixt wird der Carsharing Dienst DriveNow angeboten. Der Konzern ist auch dem Fahrdienst Summon beteiligt. Die App für öffentlichen Nahverkehr Moovit gehört neben der Park-App Zirx ebenfalls zum Portfolio.

Erst in den letzten Wochen haben sich Volkswagen an Gett und Toyota an Uber beteiligt. General Motors hat sich Anfang des Jahres an Lyft beteiligt, die Reste von Sidecar übernommen und die Marke Maven für alle Carsharing-Dienste ins Leben gerufen. Der Daimler Konzern hat die Taxi-App MyTaxi übernommen und ist an Blacklane beteiligt.

Bild: Scoop (alle Rechte vorbehalten)

CiteeCar in Schwierigkeiten, warum Rakuten in Lyft investierte

Kurznachrichten: Warum Rakuten in Lyft und nicht in Uber investiert hat. CiteeCar Carsharing geht vorläufig in die Insolvenz. Uber sammelt weiter Milliarden ein und BlaBlaCar wächst in den Schwellenländern.

Rakuten investiert in Lyft, da die Firmenkultur gefällt

Der Japanische Ecommerce Konzern Rakuten hat in die Ridesharing Plattform Lyft investiert, da der Rakuten CEO von der Unternehmenskultur bei Lyft überzeugt ist. Rakuten CEO Hiroshi Mikitani gesteht auch ein, dass er es verpasst hat, in Uber zu investieren und dass er es bereut. Laut Mikitani legt Lyft mehr Fokus auf die social-networking Effekte und geht mehr in die Richtung von tatsächlichem Ridesharing. Vor ein paar Monaten hat Lyft eine Partnerschaft mit der Fahrservice-Plattform Didi Kuaidi aus China geschlossen. In der letzten Woche wurde verkündet, dass beide Unternehmen eine erweitertet Partnerschaft mit Ola aus Indien und GrabTaxi aus Singapur geschlossen haben. Lyft ist dabei, eine weitere Finanzierungsrunde in höhe von 500 Mio. US$ aufzustellen. (via BusinessInsider)

CiteeCar Carsharing in der vorläufigen Insolvenz

Das Carsharing-Startup CiteeCar hat vorläufig Insolvenz angemeldet, nachdem sich das Geschäft in den letzten Monaten als schwierig erwiesen hat. Das Geschäft soll im Dezember weiterlaufen, was danach passiert, steht in den Sternen. Bis zum 1. Februar soll ein Investor gefunden werden. Wenn das nicht gelingt, wir das Insolvenzverfahren eröffnet.  Das Carsharing Startup wurde im Jahr 2012 gegründet und hat im letzten Jahr das letzten Mal eine Finanzierung in Höhe von 8 Mio. Euro eingesammelt. Das Startup gab letztes Jahr im Sommer an, dass es mit 800 Fahrzeugen in elf Städten aktiv ist. CiteeCar ist schon das zweite Carsharing Startup, das dieses Jahr in Schwierigkeiten gerät. Anfang des Jahres ist das Unternehmen SpotCar vom Markt verschwunden, nachdem es in die Insolvenz gerutscht ist. Carsharing Angebote der Großen Konzerne, wie DriveNow, Flinkster oder Car2Go dürften über ein besseres finanzielles Polster verfügen. (via Gründerszene)

Mitfahrplattform BlaBlaCar wächst in Schwellenländern

Die Plattform für Mittfahrgelegenheiten, die in diesem Jahr den deutschen Konkurrenten Carpooling (Mitfahrgelegenheit.de) übernommen hat, wächst vor allem in Schwellenländern. Mindestens 50 Prozent des Wachstums stammt von Aktivitäten in Ländern wie Russland und Indien. Mittlerweile verfügt das Netzwerk über 25 Mio. registrierte Nutzer. In Russland, in dem BlaBlaCar vor etwa einem Jahr gestartet ist, ist das Geschäft am schnellsten gewachsen, gefolgt von Indien. In beiden Ländern wird der Service für Mittfahrgelegenheiten hauptsächlich von männlichen Kunden genutzt (80 – 90 Prozent). In Deutschland und Frankreich ist die Nutzergruppe mehr ausgeglichen. Weltweit ist das Unternehmen auch durch Übernahmen gewachsen. In der letzten Runde wurde BlaBlaCar mit 1.6 Milliarden US$ bewertet. Insgesamt wurden mehr als 330 Mio. US$ eingesammelt. (via TechCrunch)

Uber sammelt weitere Milliarden ein

Die Plattform für Vermittlung von Aufträgen zur Personenbeförderung Uber sammelt weitere Milliarden US$ Finanzierung ein, um weltweit zu wachsen. Konkret will das Unternehmen weitere 2.1 Milliarden US$ bei einer Bewertung von 62.5 Milliarden US$ aufnehmen. Schon im Oktober wurde darüber spekuliert, dass Uber weiteres Geld aufnehmen möchte.  Unter anderem hat sich Tiger Global Management an Uber in der letzten Runde beteiligt. Das ist eine Überraschung, da Tiger Global ebenfalls bei den Fahrservice- und Taxi-Konkurrenten Didi Kuaidi, GrabTaxi und Ola Cabs investiert hat. Laut Insidern soll Uber in diesem Jahr auf einen Außenumsatz von 10 Milliarden US$ kommen. Uber baut seine Stellung als am höchsten bewertetes Startup weiter aus. Auf Platz zwei folgt Xiaomi aus China. Xiaomi produziert und verkauft Smartphones im Apple-Stil in Asien. (via Bloomberg)

Bild: RIDESHARING COMMUNITY #BLABLACAR ON THE RISE von MotorBlog.com; Lizenz: CC BY 2.0

 

 

Kurznachrichten: Rocket gibt Foodora weiter, Shypp.it startet Lieferservice

Kurznachrichten: Lieferdienst Foodora wird an Delivery Hero weitergereicht. Tesla Update bringt Autopiloten. Limousinenservice Blacklane versucht weitere Finanzierung einzusammeln. Mitfahrgelegenheit für Pakete Shypp.it gestartet.

Rocket Internet reicht Foodora an Delivery Hero weiter

Das von Rocket Internet gekaufte Startup Foodora wird nach kurzer Zeit an Delivery Hero weitergereicht. Foodora aggregiert meist gehobenere Restaurants auf einer Seite, die keinen eigenen Lieferservice anbieten. Das Netzwerk an Foodora-Fahreren holt die bestellten Gerichte bei den Restaurants ab und liefert sie an die Kunden aus. Delivery Hero hat mit Urban Taste ein ähnliches Konzept gestartet. Urban Taste soll nun in Foodora integriert werden. Das ebenfalls von Rocket Internet finanziert Unternehmen mit gleichem Geschäftsmodell Take Eat Easy zieht sich nach kurzer Zeit aus Deutschland wieder zurück. Als weiterer Anbieter ist der britische Startup Deliveroo am Start. (via Gründerszene)

Tesla Software Update bringt Autopilot

Vor einiger Zeit hat Tesla angekündigt, dass die Tesla S Fahrzeuge mit Sensoren für autonomes Fahren ausgestattet werden und dass die Funktion des selbstfahrenden Fahrzeugs über ein Softwareupdate  nutzbar wird. Nun wurde die Tesla Software Version 7.0 veröffentlicht, die ein Fahren ohne Eingreifen des Fahrers unter bestimmten Umständen erlaubt. Mittels Daten, die durch die verbaute Kamera, Ultraschallsensoren, GPS Modul und Radarsensoren gesammelt werden, kann das Fahrzeug selbständig die Spur wechseln und selbständig auf den Verkehr reagieren. Nach dem Update kann das Elektrofahrzeug von Tesla auch selbstständig einparken. (via Tesla Blog)

Blacklane will weitere Finanzierung einsammeln

Der Anbieter von Limousinenservices Blacklane will weitere Millionen aufnehmen, um weiteres Personal einstellen und expandieren zu können. Bisher sind ca. 25 Mio. Euro in das Unternehmen geflossen. Unter anderem von Daimler und Carsten Maschmeyer. Die Bewertung bei der letzten Finanzierung lag im niedrigen dreistelligen Millionenbereich. Blacklane setzt auf vermeintliche professionelle Chauffeure, die über die nötigen Lizenzen verfügen. Die Fahrten werden nicht on-demand sondern im Voraus gebucht. Damit werden hauptsächlich (Geschäfts)-reisende angesprochen. Als Taxialternative für spontane Kurzfahrten ist der Service von Blacklane nicht in Betracht zu ziehen. Blacklane kooperiert in China mit Qunar und mit dem amerikanischen Reisekonzern Expedia. (via Bloomberg)

Shypp.it – Mitfahrgelegenheit für Pakete gestartet

Mit Shypp.it ist eine Mitfahrgelegenheit für Pakete gestartet. Shypp.it versteht sich als Vermittlungsplattform für Fahrer mit leerem Kofferraum und Personen, die eine Lieferung versenden möchten. Mit einem ähnlichen Konzept ist das österreichische Unternehmen Checkrobin auf dem Markt. Innerhalb eines Jahres wurden bei Checkrobin ca. 50.000 Fahrten in Österreich eingestellt.  Das Potential in Deutschland dürfte weitaus größer als in Österreich sein.

Damit shypp.it auch profitabel arbeiten kann, müssen pro Jahr mehrere Hunderttausend Fahrten abgeschlossen werden. Für den Transport von Gütern können meist nur niedrige Preise aufgerufen werden. Bei einem provisionsbasiertem Geschäftsmodell entfällt der Anteil somit ebenfalls entsprechend gering aus. Checkrobin plant eine Provision in Höhe von drei Euro einzuführen, damit würde sich bei 50.000 Fahrten pro Jahr ein maximaler Umsatz von 150.000 € ergeben. Viel zu wenig, um ein Unternehmen profitabel betreiben zu können.

Eine weitere Herausforderung für das Unternehmen ist die letzte Meile. Kaum ein Fahrer dürfte bereit sein, einen Umweg in Kauf zu nehmen, um eine Lieferung abzuholen oder abzuliefern.

Bild: Delivery Service | Street Life | Hat Yai Street 2014 von John Ragai (bestimmte Rechte vorbehalten)

Milliarden für Mobilitäts-Startups

Heute wurden gleich drei Finanzierungen im Mobilitätsbereich bekanntgegeben. Insgesamt flossen in aktuellen Finanzierungsrunden mehr als 4 Milliarden US$ in die Mobilitäts-Startups BlaBlaCar, Didi Kuaidi und Uber.

1 aus 3 Mobilitäts-Startups: 160 Mio. US$ für BlaBlaCar

Wie Business Insider berichtet, hat die Plattform für Mitfahrgelegenheiten BlaBlaCar eine Finanzierung in Höhe von 160 Mio. US$ abgeschlossen. Das Startup wird nach der Finanzierungsrunde mit 1.2 Milliarden US$ bewertet und ist das erste französischen Startup, das mit mehr als 1 Milliarden US$ bewertet wird. Ein Großteil der Finanzierung kommt von Insight Venture Partners, auch einige Business Angels haben sich in der letzten Runde beteiligt.

Über BlaBlaCar können Mitfahrgelegenheiten für Langstrecken gebucht werden. Fahrgäste finden eine günstige Art der Fortbewegung, Fahrer können durch die Mitnahme von Fahrgästen ihre Kosten reduzieren. BlaBlaCar erhält etwa 20% an Provision für die Vermittlung der Fahrten. Vor kurzem hat das französische Unternehmen den deutschen Wettbewerber Carpooling.com übernommen. Carpooling ist in Deutschland unter der Marke Mitfahrgelegenheit bekannt. In den USA kooperiert Carpooling mit der Ridesharing Plattform Uber. Insgesamt haben sich bei BlaBlaCar etwa 20 Millionen Nutzer registriert. Im Jahr 2014 hat BlaBlaCar eine Finanzierung von 100 Mio. US$ aufgenommen.

2 aus 3 Mobilitäts-Startups: Didi Kuadi mit 3 Milliarden US$

Das Unternehmen hinter der chinesischen Taxi-App Didi Kuaidi hat ein Finanzierungsrunde abgeschlossen. Insgesamt wurden 3 Milliarden US$ eingesammelt. Das chinesische Mobilitäts-Startup wird in der letzten Finanzierungsrunde mit 16,5 Milliarden US$ bewertet.

Über die Finanzierung hatten wir schon im Juni berichtet. Damals wurde die Finanzierungsrunde gestartet und es stand eine Summe in Höhe von 1.5 Milliarden US$ im Raum. Im Juli hat das Mobilitäts-Startup angekündigt, dass eine Summe von 2 Milliarden US$ aufgenommen werden soll, wobei ein paar hundert Millionen US$ hinzukommen könnten. Letztendlich ist eine Summe von 1 Milliarde US$ hinzugekommen.

Didi Kuaidi ist aus der Fusion der beiden führenden chinesischen Taxi-Apps entstanden. Über eine Smartphone App kann mit Didi Kuaidi ein Taxi gerufen werden. Ein ähnlicher Service in Deutschland wird von dem mittlerweile zu Daimler gehörenden Unternehmen MyTaxi betrieben. In China ist der Markt für Taxifahrten und Ridesharing Fahrten enorm groß. Einerseits ist der öffentliche Nahverkehr schlecht ausgebaut und meist überfüllt. Auf der anderen Seite besitzen in China wenige Personen ein eigenes Auto. Insgesamt wird der Markt in China für Transportdienstleistungen auf 1 Trillionen US$ geschätzt. Zu den Investoren gehören Unternehmen, wie Alibaba, Tencent, China Investment Corp. und SoftBank.

3 aus 3 Mobilitäts-Startups: Uber mit 1,2 Milliarden US$ von Baidu

Um in dem Kampf der Mobilitäts-Startups dem chinesischen Rivalen Didi Kuaidi die Stirn bieten zu können, hat die amerikanische App für Transportdienstleistung Uber heute bekanntgegeben, dass das Unternehmen weitere 1,2 Milliarden US$ eingesammelt hat. Ein Großteil der Finanzierung stammt von Baidu. Baidu betreibt in China eine der größten Suchmaschinen. Die Summe soll für eine weitere Expansion in China genutzt werden.

Baidu ist seit Ende 2014 als strategischer Investor bei Uber an Board. Baidu und Uber arbeiten eng zusammen, um den Ridesharing-Service in lokalen Karten-Apps und anderen Services zu integrieren. Interessant ist, dass Uber China als separate Einheit geführt wird und Investoren so die Möglichkeit gegeben wird, in die Expansion in einer bestimmten Region zu investieren. Uber China wird in der letzten Finanzierungsrunde mit 8 Milliarden US$ bewertet. Uber hat Anfang des Jahres angekündigt, dass in diesem Jahr etwa 1 Milliarden US$ in die Expansion in China zu investieren.

Für Uber entwickelt sich das Geschäft in China gut. Im letzten Monat wurde der Umsatz verdoppelt, pro Tag wird die Uber-App 100 Millionen mal aufgerufen.

Dollars von 401(K) 2012 (bestimmte Rechte vorbehalten)

Opel und Deutsche Bahn beteiligen sich an Mitfahrplattform flinc

Opel geht einen weiteren Schritt Richtung Mobilitätsdienstleister und beteiligt sich an der Mitfahrplattform für Kurzstrecken flinc. Neben Opel investiert auch die Deutsche Bahn in das Mobilitäts-Startup.

Integration in Strategie für Mobilitätsdienstleistungen

Schon bei der Präsentation des Opel Carsharing Angebots CarUnity wurde mitgeteilt, dass flinc im kommenden Jahr in die Carsharing App integriert werden soll. Nun folgt das Investment in unbekannter Höhe. Das Investment von Opel wird über GM Ventures abgewickelt, die Beteiligungs-Sparte von General Motors.

Opel verspricht sich durch die Beteiligung einen wichtigen Technologie-Baustein für die Ausweitung an Mobilitätsdiensten in ganz Europa. Opel und flinc arbeiten schon seit März zusammen. Am Standort Rüsselsheim wurde im März eine interne Mitfahrzentrale für Opel-Mitarbeiter gegründet. Aktuell werden bei Opel monatlich 9.000 Fahrten über die App-basierte Plattform vermittelt. Das entspricht ca. 450 einfache Fahrten pro Werktag. Daraus kann man schließen, dass ca. 225 Angestellte den Mitfahrservice am Tag nutzten. Das sind 2% der Beschäftigten, denn in Rüsselsheim beschäftigt Opel ca. 13.000 Angestellte. Deutschlandweit hat das Unternehmen 250.000 Nutzer.

Bei CarUnity setzt Opel auf die Technologie des Peer-2-Peer Carsharing Anbieters Tamyca. Bleibt abzuwarten, ob Opel sich auch an Tamyca beteiligen oder das Startup übernehmen wird. Autonetzer.de, der Peer-2-Peer Marktführer in Deutschland ist vor kurzem für einen niedrigen Millionenbetrag von dem französischen Anbieter Drivy aufgekauft werden. 

Deutsche Bahn erhofft sich bessere Anbindungen im ländlichen Raum

Auch die Deutsche Bahn kooperiert bereits mit flinc. Im Schwarzwald hilft die Lösung von flinc der Bahn dabei, verschiedene Verkehrsmittel optimal zu verbinden. Wer als Nutzer sein Reiseziel und die gewünschte Reisezeit angibt, erhält ein passendes Angebot. Wenn keine Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln angeboten werden kann, werden passende Mitfahrgelegenheiten angezeigt. Auch eine Mischung von öffentlichen Verkehrsmitteln und privaten Mitfarhgelegenheiten ist möglich. Die Bahn geht davon aus, dass mittels flinc eine bessere Tür-zu-Tür-Verbindung im ländlichen Raum angeboten werden können. Es sollen auch Kunden gewonnen werden, die sonst ausschließlich mit dem eigenen Auto unterwegs sind.

Über flinc

flinc ist ein Ridesharing Unternehmen mit Fokus auf Pendler im Kurz- und Mittelstreckenbereich. Gegenüber anderen Mitfahrzentralen, wie Mitfahrgelegenheit.de grenzt sich flinc durch die spontane und dynamische Vermittlung von Fahrten ab, sowie durch den Fokus auf regionale Strecken. flinc kooperiert unter anderem mit Navigon und Bosch Navigation, hier ist die Mitfahrzentrale in die Navigationssoftware integriert. Vorschläge und Fahrtanfragen können so live während der Fahrt empfangen werden und in die Routenplanung integriert werden. Des weiteren ist flinc auch bei DriveNow und BMW i integriert. Nutzer des Carsharing Angebots DriveNow können so auch flinc Anfragen annehmen. Für flinc Nutzer werden die DriveNow Fahrzeuge als Alternative angezeigt, sofern DriveNow in einer Stadt verfügbar ist.

Bild: flinc AG (alle Rechte vorbehalten)

Profiteure des Bahnstreiks: myTaxi, Fernbus und Co.

Seit gestern wird die Deutsche Bahn im Fernverkehr und Nahverkehr bestreikt. Die Lokführer haben angekündigt, bis Sonntag zu streiken. Von dem Streik profitieren einige Startups und Neueinsteiger im Mobilitätssektor.

MyTaxi mit 50% Rabatt

Die Hamburger Taxi-App dürfte diese Woche schon allein wegen des Streiks mehr Anfragen verzeichnen. Das Unternehmen, das mittlerweile zu Daimler gehört, bietet zusätzlich noch 50% Rabatt auf alle Fahren, die per App bezahlt werden. Das wird MyTaxi zusätzlich in die Karten spielen und die Fahrtanfragen nach oben schnellen lassen. Nicht nur MyTaxi, auch die anderen Taxi- und Fahrservice Apps werden von dem Bahnstreiks profitieren.

Fernbus mit Fahrtzuwachs

Auch die Fernbusanbieter, wie Postbus, Meinferbus Flixbus und Co. profitieren von dem Streik bei der Bahn. Viele Kunden, die im Fernverkehr unterwegs sind, steigen auf die Alternative Bus um. Laut einem Spiegel Artikel hat sich die Besucherzahl auf der Webseite von  MeinFernbus Flixbus verfünffacht, die Buchungen sind um 150 % gestiegen. Bei Postbus wurden sogar 3-4 mal so viele Tickers verkauft. Die Anbieter haben schnell reagiert und weitere Busse bei den gelegenPartnerunternehmen gemietet, um die gestiegene Nachfrage bedienen zu können. Unter der Woche scheint es noch keinen Engpass zu geben. Am Wochenende könnten die Fernbusse auf den beliebten Rennstrecken ausgebucht sein.

Mitfahrgelegenheiten bringen sich ins Spiel

Auf der einen Seite versuchen Mitfahr-Netzwerke für Kurzstrecken, wie flinc, Vom Bahnstreik zu profitieren. Es Werden gezielt Berufstätige  angesprochen, die Dank flinc trotz Bahnstreiks pünktlich zur Arbeit kommen, wenn sie flinc nutzen. Für längere Strecken bieten sich Services, wie Mitfahrgelegenheit.de, BlaBlaCar, Fahrgemeinschaft.de und Co. an.

Es existieren also einige Alternativen, um trotz Bahnstreiks von A nach B zu kommen. Die Profiteure des Streiks werden hoffen, dass nach dem Streik einige der neugewonnenen Kunden und Nutzer hängen bleiben und nicht zurück zur Bahn wechseln.

Bild: Stillstand von Chris R. (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: EU will Ridesharing regulieren, Unternehmen fahren auf Ridesharing ab

Kurznachrichten: Die EU könnte Ridesharing in der Europäischen Union regulieren. Außerdem hat eine Auswertung ergeben, dass immer mehr Geschäftsreisende auf Ridesharing Dienste vertrauen. Der erste Uber CEO launcht eine neues Startup für Mitfahrgelegenheiten und die Transit-App Via sammelt 27 Mio. US$ ein.

EU zieht Regulierung von Ridesharing Diensten in Betracht

Die Europäische Kommission hat angedeutet, dass die Regulierung der Ridesharing Dienste auf europäischer und nicht auf nationaler Ebene stattfinden soll. Es soll eine tiefgreifende Studie angefertigt werden, um genügend Hintergrundwissen zur Verfügung zu stellen, um auf EU Level reagieren zu können. Die Kommission hat Beschwerden von Uber erhalten, nachdem der Service mit Privatfahrern in Frankreich und Deutschland verboten wurde. Die Europäische Kommission befürwortet innovative Mobilitätsdienstleistungen und die Mitgliedsstaaten müssen die Prinzipien des EU-Rechts respektieren, darunter die Verhältnismäßigkeit, die Nichtdiskriminierung und die Niederlassungsfreiheit. Es soll ein Standart für alle Europäischen Länder geschaffen werden. (via Financial Times)

Geschäftsreisende fahren auf Ridesharing-Dienste ab

Eine Studie des Anbieters für Reisekosten-Abrechnungen Certify hat ergeben, dass Ridesharing Dienst Uber für 47 % der über Certify abrechneten Fahrten verantwortlich ist. Vor einem Jahr lag der Anteil noch bei 15%. Die Summe, die für traditionelle Taxen, Limousinen und Airport Shuttles ausgegeben wurde, ist von 85% auf 52% gefallen. Auf den weiteren Ridesharing Anbieter Lyft entfallen 1 % der Ausgaben. Die Studie beinhaltet nur Ausgaben von Geschäftsreisenden aus Nord-Amerika. In Städten wie San Francisco entfallen sogar 71 % der abgerechneten Fahrten auf Uber, 29% auf Taxifahrten. In New York entfallen die meisten abgerechneten Fahrten weiterhin auf Taxis, nur 21 % der Fahrten entfallen auf Uber. Die Certify Studie besagt auch, dass die durchschnittliche Uber Fahrt 31.24 US$ gekostet hat. Der Durchschnitt für die Verkehrsmittel Taxi, klassischer Limousinen Service und Shuttle Bus lag bei 35.40 US$. (via Bloomberg)

Ride App startet mit Unterstützung von Uber’s erstem CTO

Mittels der Ride App sollen sich Arbeitnehmer vernetzten und somit Geld bei der täglichen Fahrt zur Arbeit und zurück sparen. Die App für Mittfahrgelegenheiten wird von Uber’s erstem CTO Oscar Salazar unterstützt. Der Service wird dabei vom Unternehmen für die Mitarbeiter als Anreiz angeboten. Vorteil ist, dass nur Personen aus dem gleichen Unternehmen miteinander fahren. Die Angestellten mit Fahrtweg laden sich die App runter und beantworten einen kurzen Fragebogen, um festzustellen, ob sie als Fahrer oder Mitfahrer in Betracht kommen. Außerm werden weitere Daten, wie Abfahrtszeiten und Arbeitstage erhoben. Für Fahrer hat die App einige Empfehlungen für eine bessere Auslastung parat. Die Bezahlung findet auch mittels der App statt. Die Mitfahrer bezahlen pro Fahrt, der Fahrpreis setzt sich aus der Distanz und dem lokalen Benzinpreis zusammen. Ride kooperiert mit GM, um bei Bedarf interessante Angebote für größere Fahrzeuge anbieten zu können. Ein ähnliches Konzept verfolgt die deutsche Mitfahr-App flinc. (via VentureBeat)

Transport App Via erhält 27 Mio. US

Investoren pumpen weiter Geld in Transport und Mobilitäts-Startups. Das Unternehmen hinter der App Via hat 27 Mio. US$ in einer Series B eingesammelt, insgesamt sind somit 37 Mio. US$ in das Unternehmen geflossen. Mit der Geldspritze sollen weitere Mitarbeiter eingestellt werden. Außerdem soll mehr Geld für Marketing ausgegeben werden und die Expansion in andere Städte steht auf dem Plan. Via ist zur Zeit nur in Manhattan verfügbar. Mittels der App werden bis zu fünf Fahrgäste zusammengetan, die in die gleiche Richtung fahren. Innerhalb von 10 Minuten werden die Fahrgäste abgeholt, die Fahrt kostet je nach Strecke einen fixen Betrag von 5 oder 7 US$. Die Fahrer werden von dem Startup pro Stunde und nicht pro Fahrten bezahlt. Somit müssen sie keine Angst haben, wie viele Fahrten sie pro Stunde machen. Zuerst sollen weitere Stadteile in New York hinzukommen, im Herbst ist eine Expansion nach Chicago und Washington geplant. Eventuell soll die Technologie hinter Via zu einem späteren Zeitpunkt auch kleiner Städten zur Verfügung gestellt werden. Das Unternehmen verfügt über 40.000 registrierte Nutzer. (via The Wall Street  Journal)

Bild: Crazy car pools von Charlotte Marillet (bestimmte Rechte vorbehalten)

11 Mobility – & Transport Unternehmen + Investoren, die Sie 2015 beobachten sollten

Auch im Jahr 2015 wird sich im Bereich Mobility, Transport und Beförderung einiges bewegen. Die folgende Präsentation ermöglicht eine kurze Übersicht und stellt einige Fragen. Zum Beispiel: Wie entwickelt sich der Wettbewerb zwischen Uber und Lyft? Was passiert im Bereich Carsharing und multimodale Mobilität? Schließen sich die beiden Limousinen-Services MyDriver und Blacklane zusammen?

Mobility Trends für 2015

Bild: Mobility 2.0 von Joel Müller (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: Lyft adressiert Unternehmen, Uber will mit Spotify kooperieren, Blacklane bestätigt Finanzierung

In der letzten Woche hat es wieder einige Neuigkeiten aus dem Mobilitätsbereich gegeben. Blacklane hat Finanzierung bestätigt, Lyft adressiert mit “for Work” Programm Unternehmen und Uber steht vor einer Partnerschaft mit Spotify. Ausserdem wurde UberPool in Paris gestartet und ein Korridor für vernetztes Fahren zwischen Rotterdam und Wien wird eröffnet.

Lyft for Work für Unternehmen

Nach Uber adressiert auch das Ridesharing Startup Lyft Unternehmenskunden. Unternehmen, die sich für das Programm “Lyft for Work” anmelden, können ihren Mitarbeitern monatlich Guthaben für die Nutzung von Lyft einräumen und einfach abrechnen. Die Unternehmen können entscheiden, wie viel Guthaben jeden Mitarbeiter zur Verfügung hat. Außerdem können Abhol- und Zielorte vorgegeben werden, für die das Guthaben verwendet werden kann. Das kann z.B. die Büroadresse oder eine Event-Location sein. Uber hat bereits vor ein paar Wochen Uber for Business gestartet. (via Lyft Blog)

Blacklane bestätigt Finanzierung, PhoCusWrigh Gründer im Beirat

Die Plattform für Limousinenservices Blacklane hat am Anfang der Woche die Finanzierung bestätigt, über die vor ein paar Wochen schon im Handelsblatt berichtet wurde. Außerdem wurde verkündet, dass Philip C. Wolf in den Beirat des Unternehmens einzieht. Philip C. Wolf ist Gründer des Unternehmens PhoCusWright und gilt als Travel-Experte. Damit dürfte sich Blacklane stärker als bisher auf Reiseplattformen fokussieren. Als Investor konnte ein Fond des japanischen Unternehmens Recruit gewonnen werden, investiert wurde ein mittlerer Millionenbetrag und die Bewertung lag bei einem dreistelligen Betrag. (via Blacklane Pressemitteilung)

Uber will mit Musik-Streaming Dienst Spotify kooperieren

Das amerikanische Mobilitäts-Startup Uber steht vor einer Kooperation mit dem Musik-Streaming Dienst Uber. Schon vor mehr als einem Jahr hat Uber CEO Travis Kalanick von der Idee gesprochen, den Kunden die Möglichkeit zu geben, ihre persönliche Musik während einer mit Uber gebuchten Fahrt zu streamen, jetzt scheint es tatsächlich so weit zu sein. Am Montag soll die Kooperation während einer Konferenzschaltung genauer erläutert werden. Auf der Einladung, die in der linken oberen Ecke von Musik-Noten geziert wird, werden Travis Kalanick und ein “Special Partner Guest”  angekündigt. Die vom Kunden ausgewählte Musik soll über das Fahrer-Smartphone gestreamt werden. Die Fahrer wurden in den letzten Tagen schon befragt, ob ihre Fahrzeuge über einen Audio-Eingang verfügen, an dem das von Uber ausgehändigte Farer-Smartphone angeschlossen werden kann, um die Musik über die Fahrzeug-Boxen wiederzugeben. (via TechCrunch)

Versuche von Uber die Gemüter zu beruhigen

In Indien wurde bemängelt, dass die von Uber genutzte Funktion der Kreditkartenzahlung nicht zulässig ist, da bei jeder Fahrt keine Verifizierung in zwei Schritten stattfindet, die gesetzlich vorgeschrieben ist. Dem Unternehmen wurden ein paar Wochen Zeit eingeräumt, um die Bezahlmethoden anzupassen. Uber reagiert jetzt darauf mit der Integration von einem Prepaid Dienst mit dem Namen Paytm. Nutzer in Indien müssen jetzt, bevor sie ein Uber buchen, Geld auf das Paytm Wallet laden. Bei jeder Aufladung findet eine Authentifizierung in zwei Schritten statt. Wenn das Guthaben aufgebraucht ist, oder einen negativen Stand aufweist, kann kein Fahrzeug bestellt werden. (via Quartz India)

In Paris wurde der Mitfarhservice UberPool gestartet. Bei UberPool können sich mehrere Fahrgäste, die auf einer ähnlichen Strecke unterwegs sind, ein Fahrzeug teilen. Dabei lassen sich die Fahrtkosten für die Nutzer drastisch reduzieren und Uber ist der Meinung, dass auch die Anzahl der Fahrzeuge reduziert werde kann. UberPool wird wahrscheinlich auch ein Versuch sein, die Gemüter in Frankreich zu beruhigen Vor kurzem wurde Uber zu einer Geldstrafe von 100.000 € verurteilt, da Service UberPop fälschlicherweise als Mitfahrzentrale deklariert wurde. (via RudeBaguette & Wall Street Journal)

Teststrecke für vernetztes Fahren

Im nächsten Jahr soll zwischen Rotterdam und Wien eine Teststrecke eröffnet werden, auf der das vernetzte Fahrern weiter erforscht und getestet werden soll. Fahrzeuge werden mit spezieller Technik ausgestattet, die mit der W-Lan Technologie vergleichbar ist, um untereinander und mit der Infrastruktur kommunizieren zu können. Das vernetzte Fahrern gilt auch als wichtige Grundlage für das autonome Fahrern ohne Fahrer. Die Teststrecke ist etwa 1300 km lang und führt von Rotterdam über Frankfurt nach Wien. (via Spiegel Online)

Bild: Mobility 2.0 von Joel Müller (via flickr). Lizenz: CC BY 2.0

Lyft & Uber starten zeitgleich Mitfahrfunktion

Die amerikanischen Fahrdienstanbieter Uber und Lyft haben fast zeitgleich eine Mitfahrfunktion angekündigt. Zukünftig können Nutzer der Services ihre Fahrt mit anderen unbekannten Nutzern teilen, die auf der selben Strecke unterwegs sind.

Die beiden Unternehmen integrieren somit eine Funktion, über die sich unter anderem die Taxi App BetterTaxi und die Ridesharing App flinc differenzieren. Uber hat die neue Funktion als ein Experiment angekündigt und die Funktion in einer Private Beta ausgerollt, bei Lyft ist der Service wohl sofort für alle verfügbar.

Die Idee hinter UberPool und Lyft Line

Die Idee hinter den beiden Funktionen ist, dass sich der Fahrgast die Fahrt mit mindestens einem anderen Fahrgast teilt, der auf der selben Strecke unterwegs ist.

Geringere Kosten: Durch die Mitfahrfunktion werden sich die Kosten für die Fahrgäste reduzieren. Der Fahrpreis wird auf mehrere Fahrgäste verteilt, Ersparnisse bis zu 40-50% sind möglich. Die einfache Bedienung der App und der on-demand Service bleiben weiterhin bestehen.

Höherer Verdienst für Fahrer: Die Fahrer können ihr einkommen erhöhen, wenn sie mehrere Fahrgäste auf einmal transportieren. Die Kosten pro Fahrgast reduzieren sich, aber die Gesamtsumme pro Fahrt wird steigen.

Höherer Auslastung: Wenn die neue Funktion angenommen wird, wird die Auslastung der Fahrzeuge steigen. Vorteil wäre, dass sich die Anzahl der Farhzeuge reduzieren würde und somit auch die Luftverschmutzung und das Verkehrsaufkommen geringer werden würde. Lyft Line verbindet z.B. maximal vier Personen in einem Auto, ein Fahrer und maximal 3 Fahrgäste. So wird die Auslastung erhöht und das Einkommen der Fahrer kann steigen.

Höherer Verdienst für Anbieter: Uber und Lyft würden auch von höheren Fahrpreisen profitieren. Die Unternehmen wären wieder in der Lage, eine Provision einzuführen, um Geld zu verdienen. In der letzten Zeit haben die Anbieter in einigen Märkten auf die Provision verzichtet, um sich einen Preiskampf untereinander leisten zu können und um günstiger als Taxis zu sein.

Verzicht auf eigenes Auto: Lyft und Uber spekulieren darauf, dass Leute auf ihr eigenes Auto verzichten, wenn der Ridesharing Service zu Kosten angeboten wird, die geringer sind, als wenn man ein eigenes Fahrzeug besitzt. Die Mitfahrfunktion ist eine Möglichkeit, um die Kosten zu drücken. Uber CEO Travis Kalanick würde auch gerne fahrerlose Autos einsetzen, um die Kosten für den Fahrer zu eliminieren. Der Verdienst der Fahrer ist im Moment noch der größte Kostenfaktor einer Fahrt.

Ergänzung für Nahverkehr: In Städten, in denen kein gut ausgebautes Nahverkehrssystem vorhanden ist, kann der Ridesharing Service mit Mitfahrfunktion eine gute Ergänzung bzw. eine gute Alternative sein, die sich viele Einwohner leisten können.

Wie funktioniert`s?

In der Uber und Lyft App erscheint die neue Funktion als weitere Auswahlmöglichkeit. Wenn der Nutzer die entsprechende Funktion auswählt und ein Fahrzeug bucht, dann sucht das System automatisch einen Nutzer, der auf der selben Strecke unterwegs sein möchten. Für die Fahrgäste bedeutet die neue Funktion auch, dass sie ihr Ziel bereits bei der Buchung eingeben müssen, um eine Route voraussagen zu können.

Der Nutzer  erhält er eine Nachricht mit dem Namen des weiteren Fahrgastes. Wie Uber im Blog angekündigt hat, erhält man auch einen Rabatt, wenn  der Nutzer UberPool gebucht hat aber kein Fahrgast gefunden wird, der die selbe Strecke fahren möchte.

Bei Lyft Line erhält der Fahrgast schon bei Buchung seinen Fahrpreis. Die höhe des Rabatts zu einer normalen Lyft Fahrt wird mit einem Algorithmus errechnet. Der Algorithmus errechnet, wie wahrscheinlich es ist, dass auf der Strecke ein weiterer Mitfahrer gefunden wird. Je höher die Wahrscheinlichkeit, desto höher ist die Ersparnis.

Start der neuen Funktion

Uber rollt die neue Funktion in San Francisco sofort in einer privaten Beta aus und kündigt an, dass die Funktion noch nicht rund funktionieren wird. Hört sich fast so an, als hätten sie von Lyfts Plänen Wind bekommen und schnell die Funktion implementiert, um Lyft zuvor zu kommen.

Lyft Line wird auch erst in San Francisco getestet und dann in weiteren Städten ausgerollt. Das Angebot ist aber nicht mehr in einer Beta Version und den Nutzern wird die erste Lyft Line Fahrt geschenkt.

Bild von MotorBlog.com  (Bestimmte Rechte vorbehalten)