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Testbericht: Bike-Sharing Dienst Mobike in Berlin

In den letzten Wochen hat der Bike-Sharing Dienst Mobike seine Flotte an Rädern in Berlin erhöht, wir haben das zum Anlass genommen, um den Dienst zu testen.

Registrierung bei Mobike

Die Registrierung über die App lief problemlos und war innerhalb von wenigen Minuten erledigt. Als Nutzer muss man nur Namen und Handynummer angeben, sowie Kreditkarten-Daten für die Abrechnung. Was störend war, bei der Registrierung muss der Nutzer undurchsichtigen AGBs und Datenschutz-Erklärungen zustimmen, das erweckt nicht gerade Vertrauen. Von der Hinterlegten Kreditkarte wird 1 Euro als Kaution eingezogen, wahrscheinlich um die Karte zu verifizieren.


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Fahrrad finden und öffnen

Mobike bietet eine übersichtliche App, mittels derer die Fahrräder lokalisiert werden können. Ähnlich wie bei den Car-Sharing Diensten, lassen sich über die App auch Räder reservieren. Die Reservierung ist bis zu 15 Minuten gültig und ist kostenlos. Am Fahrrad angekommen, reicht es, den QR-Code mittels der App zu scannen, um das Fahrrad zu entsperren.

Fahrräder klein und mit Vollgummireifen

Die Fahrräder sind nur für kürzeste Strecken geeignet. Die Räder sind recht klein und haben eher die Größe eines Kinderfahrrads. Eine Gangschaltung fehlt auch. Beides führt dazu, dass die Trittfrequenz sehr hoch sein muss, um vorwärts zu kommen. Die Reifen sind schmal und aus Vollgummi, das wirkt sich negativ auf den Fahrkomfort aus. Fazit ist, dass sich die Fahrräder für eine kurze Strecke mittelmäßig eignen, lange Strecken können damit aber nicht zurückgelegt werden.

Nach der Fahrt

Das gemietete Rad kann einfach abgestellt werden und muss mittels montiertem Bügelschloss verschlossen werden. Sobald das Rad abgeschlossen ist, wird die Fahrt beendet und abgerechnet.

Bezahlung der Bike-Sharing Fahrt

Die Bezahlung bei Mobike ist gewöhnungsbedürftig und wird einige Kunden abschrecken. Um die Kosten von 50 Ct. pro 30 Minuten Fahrzeit zu bezahlen, muss zuerst Guthaben auf das Konto geladen werden. Es können Summen zwischen 5 und 50 Euro in das Wallet geladen werden. Ist das Guthaben aufgebraucht oder negativ, kann der Nutzer kein Fahrrad mehr ausleihen.

Zusammenfassung

Das free-floating Bike-Sharing von Mobike ist eine gute Möglichkeit, um kurze Strecken, wie den Weg zur Bahn oder zu einem Car-Sharing Auto zurückzulegen. Für längere Strecken sind die Räder leider nicht geeignet. Die geringen Kosten von 50 ct. pro 30 Minuten werden bestimmt den einen oder anderen Nutzer zur spontanen Buchung  motivieren.

Bild: GetMobility (alle Rechte vorbehalten)

Bike-Sharing: Mobike soll sich nach verfehlter Fusion 1 Milliarde Dollar gesichert haben

Das Chinesische Bike-Sharing Startup Mobike, das auch in immer mehr Städten in Deutschland und Europa aktiv wird, hat sich eine neue Finanzierungsrunde gesichert. Dabei soll eine Summe von einer Milliarde Dollar in das Unternehmen geflossen sein. Mobike und ofo haben zuvor Fusionsgespräche geführt, die aber nicht erfolgreich waren. Investoren stecken Milliardensummen in Bike-Sharing Dienste.

Mobike mit mehreren Milliarden bewertet

Der Bericht über die neue Finanzierung wurde zuerst von der News Seite Caixin Global veröffentlicht, ohne zu nennen, von wem das Geld in der letzten Finanzierungsrunde investiert wird. Auch über die Bewertung ist nichts bekannt, diese dürfte aber für einen Bike-Sharing Dienst enorm hoch sein.

Die Gerüchte über die Fusion von ofo und Mobike existieren schon seit ein paar Monaten und wurden immer wieder von den CEOs beider Unternehmen heruntergespielt. Nach einer Fusion wäre der weltweit größte Anbieter von Bike-Sharing Diensten entstanden. Die beiden Unternehmen liefern sich einen enormen Wettbewerb über die Marktführerschaft unter den Bike-Sharing Anbieter.

Mehr als 100 Mio. Nutzer

Das 2016 in Shanghai gegründete Unternehmen Mobike ist in mehr als 170 Städten in Ländern wir China, Deutschland, Großbritannien oder Japan aktiv. Nach eigenen Angaben hat das Startup mehr als 100 Mio. registrierte Nutzer und eine Flotte von 7 Mio. Fahrrädern.

Das in Peking ansässige ofo soll auf 10 Mio. Fahrräder kommen, die in 250 Städten in 20 Ländern verteilt sind. Pro Monat sollen mehr als 60 Mio. Kunden das Angebot aktiv nutzen. In einem letzten Schritt hat sich Mobike dazu entschieden, einen Car-Sharing Dienst zu starten.

Konsolidierung in Asien bereits gestartet

Vor allem in Asien boomt das Geschäft mit den Leihfahrrädern auf Anbieter und Nachfrage-Seite. Dabei scheint die Nachfrage nicht so schnell zu wachsen, um für alle Anbieter genügend Geschäft abzuwerfen. Das hat zur Folge, dass bereits eine Konsolidierung stattfindet. Am meisten Aufmerksamkeit hat die Übernahme von Bluegogo durch Didi Chuxing gesorgt. Didi ist auch an der Plattform ofo beteiligt, trotzdem soll das übernommen Bluegogo Geschäft extrem ausgebaut und in die Didi App integriert werden.

Bild: GetMobility (alle Rechte vorbehalten)