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Tesla startet Empfehlungsprogramm

Das amerikanische Unternehmen Tesla, das Elektrofahrzeuge verkauft, startet ein Empfehlungs-Programm, das auch hier in Deutschland genutzt werden kann. Wer bereits schon Tesla-Kunde ist, erhält einen Link, den er an Bekannte und Freunde weiterleiten kann.

1000 € für jeden Geworbenen

Für jede Person, die über den persönlichen Link einen Tesla Model S bestellt, erhält der Geworbene einen Rabatt von 1000 € auf der Verkaufspreis. Derjenige, der den Link versandt hat, erhält 1000 € Guthaben auf sein Tesla Konto. Das Guthaben kann für Serviceleistungen und Zubehör eingesetzt werden. Pro Kunde gibt es für maximal 10 Empfehlungen eine Gutschrift. Zusätzlich winkt eine Einladung zur Eröffnungsparty der Gigafactory.  Die Gigafactory ist die sich derzeit im Bau befindende Batteriefabrik, die Tesla in Nevada hochzieht. Hierfür müssen mindestens 5 erfolgreiche Empfehlungen getätigt werden.

Model X geschenkt

Wer tatsächlich auf 10 Empfehlungen kommt, kann sich ein exklusives Model X der „Founder Series“ zum Preis eines normalen Model X bestellen. Das Model X ist das zweite massentaugliche Modell, das Tesla auf den Markt bringt. Beim Model X handelt es sich um einen SUV mit Flügeltüren, der vor allem die weibliche Kundschaft ansprechen soll. Die erste Person, die auf 10 erfolgreiche Empfehlungen kommt, erhält das exklusive Model X geschenkt.

Wenig Geld für klassische Werbung

Tesla gibt wenig Geld für klassische Werbung aus und vertraut auf die Wirkung des aktuellen Hypes, der sich rund um die Elektrofahrzeuge des kalifornischen Herstellers aufgebaut hat. Mit einem Empfehlungs-Programm haben schon einige Startup-Unternehmen einen großen Kundenstamm aufgebaut. Als Paradebeispiel ist auch der Fahrdienst-Anbieter Uber zu nennen, der dank eines Empfehlungsprogramms populär geworden ist.

Tesla verkauft doppelt so viele Elektroautos wie BMW

Tesla verkauft ca. 12.000 Fahrzeuge pro Quartal. Der Einstiegs-Preis liegt bei knapp über 70.000 €. Der deutsche Autobauer BMW verkauft pro Quartal nur etwa die Hälfte an Elektrofahrzeugen. Laut Handelsblatt hat BMW im ersten Halbjahr diesen Jahres 12.500 Elektrofahrzeuge vom Typ i3 verkauft. An der Elektroplattform von BMW soll Apple Interesse haben. Die BMW i3 Plattform könnte die Basis für das von Apple geplante selbstfahrende Fahrzeug sein.

Bild: getmobility.de (bestimmte Rechte vorbehalten: )

Tesla gibt Patente für alle frei, um Elektromobilität anzukurbeln

Der Amerikanische Autohersteller Tesla, der sich auf Elektroautos spezialisiert hat, gibt all seine Patent frei.

Wie Tesla Gründer Elon Musk mitteilt, wurden alle Patente für die Open Source Bewegung freigegeben. Die normalerweise in der Lobby stehende Wand mit allen Tesla Patenten wurde entfernt.

Tesla gibt alle Patente frei, um Elektromobilität anzukurbeln. Quelle: Flickr.com
Tesla gibt alle Patente frei, um Elektromobilität anzukurbeln. Quelle: Flickr.com

Tesla wurde gegründet, um den Wechsel hin zum nachhaltigen Transport zu beschleunigen. Auf dem weg dorthin passt es nicht zusammen, auf der einen Seite wettbewerbsfähige Autos zu entwickeln und zu produzieren und auf der anderen Seite intellektuelle Mienen hinter sich zu lassen,  um andere Unternehmen davon abzuhalten, nachhaltige Fahrzeuge zu entwickeln. Elon Musk schreibt auf dem Tesla Blog, dass sie gegen keinen rechtliche Schritte einleiten werden, der die Tesla Patente mit einer guten Absicht benutzen. Tesla hat seit dem Start vor paar Jahren mehrere hundert Patente eingereicht und zugesprochen bekommen.

Normalerweise versucht Musk darauf zu verzichten, wenn es um Patente geht, seiner Meinung nach kauft man mit einem Patent einen Lotterieschein für Gerichtsverfahren. Bei Tesla wurde am Anfang gedacht, das Patente Tesla davor schützen, dass große Autohersteller die von Tesla entwickelten Technologien kopieren und ihre Produktions- und Vertriebspower nutzen und Tesla überrollen. Bisher war dem nicht so, die Entwicklungsprogramme für Elektrofahrzeuge oder Fahrzeuge, die kein CO2 Ausstoßen, sind bei den meisten Herstellern klein oder gar nicht existent.

Bei den etablierten Herstellern sind die nachhaltigen Fahrzeuge ohne CO2 für 1% oder weniger der Verkaufszahlen verantwortlich. Große Automobilhersteller, wie Daimler oder BMW produzieren Fahrzeuge mit geringer Reichweite, einige haben auch gar keine Fahrzeuge im Programm, die kein CO2 Ausstoßen.

Jedes Jahr werden 100 Mio. Fahrzeuge produziert und insgesamt gibt es etwa 2 Milliarden Fahrzeuge auf der Welt und für Tesla ist es unmöglich, genügend Fahrzeuge herzustellen und zu vertreiben, um gegen die steigende CO2 Emission anzukämpfen. Der größte Wettbewerb für Tesla sind nicht die wenigen Elektrofahrzeuge, die keine Teslas sind, sondern die vielen Fahrzeuge, die mit einem Benzin-Motor produziert werden.

Teslas Ziel ist es, eine Technologie Plattform auf die Beine zu stellen, die sich schnell entwickelt, damit darauf weitere Elektrofahrzeuge verschiedener Hersteller entstehen. Technologieführerschaft ist nicht durch Patente definiert, sondern durch die Fähigkeit des Unternehmens, die besten Ingenieure zu motivieren.

Bleibt abzuwarten, welche Unternehmen davon gebrauch machen und ob dadurch neue Unternehmen ermutigt werden, Elektrofahrzeuge zu entwickeln. In Deutschland arbeitet Tesla unter anderem mit Daimler zusammen, so wurde der Smart ForTwo Electric Drive bei Tesla mitentwickelt und die Elektroversion der Mercedes B-Klasse wird von Tesla mit einem elektrifizierten Antriebsstrang ausgerüstet. Daimler ist auch seit 2009 als Investor bei Tesla beteiligt.

Photos: The Tesla Patent Wall at HQ, now set free, von Steve Jurvetson, Lizenz: CC BY 2.0

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