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VW Tochter Moia testet Shuttle in Hannover

Für das kommende Jahr hat die Volkswagen Tochter Moia bereits den Start eines smarten Shuttle Diensts in Hamburg angekündigt. Um sich optimal darauf vorbereiten zu können, wird der Shuttle Dienst in den kommenden Monaten in Hannover getestet. Mehrere Fahrgäste, die in dich gleiche Richtung unterwegs sind, können sich über den Moia Pooling Dienst ein Fahrzeug teilen. Mit dem Service will Moia die Lücke zwischen Taxi und öffentlichem Nahverkehr schließen und auch ein Leben ohne Auto ermöglichen.

20 Shuttle Fahrzeuge für 3500 potentielle Nutzer

Bei dem Test sollen um die 20 Fahrzeuge unterwegs sein. Die Nutzergruppe soll vorerst auf 3500 potentielle Fahrgäste beschränkt sein. Das Testgebiet erstreckt sich über 90 Quadratkilometer in Hannover. Der Kunde zahlt pro Kilometer 6 Cent während der Testphase, die auf mehrere Monate ausgelegt ist. Mit diesem niedrigen Fahrpreis wird Moia nicht profitabel arbeiten können, aber das steht auch erstmal nicht im Vordergrund.

Viel Vorbereitung seit Start vor einem Jahr

Seit dem Start im vergangenen Jahr hat das Team hinter Moia unterschiedliche Business Cases durchgerechnet, die App auf die Beine gestellt und unterschiedliche Fahrzeugkonzepte durchgespielt, die für den Shuttle-Dienst später einmal genutzt werden sollen. Bei der App und Routing-Technologie hat Moia Unterstützung von Split erhalten, das Startup wurde dieses Jahr aufgekauft.

Nähe zu Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover

Der Test wird in Hannover und nicht in Hamburg durchgeführt, da die Stadt kleiner ist und so ein besseres Erlebnis mit einer kleineren Flotte erreicht werden kann. Außerdem sitz in Hannover der Bereich Volkswagen Nutzfahrzeuge. Die Sparte stellt die Autos für den Moia Test zur Verfügung. Auch die Stadt Hannover unterstütz Volkswagen und Moia bei der Einführung des Shuttle Dienste, die Stadt dürfte aber an einer langfristigen Einführung Interesse haben und nicht nur an einem Piloten.

Während der Testphase kommen leicht modifizierte VW T6 Multivan Modelle zum Einsatz, die sich gut für einen Ridepooling Dienst eignen. Die Fahrzeuge werden mit einem Infotainment System ausgestattet sein, über die die Kunden die nächsten Stops und weitere Infos sehen können. Elektroautos werden erst in Hamburg eingesetzt. Auf der einen Seite sollen laufend Updates für die App ausgespielt und getestet werden. Andererseits will Moia auch Erfahrung bei der Fahrerschichtplanung und der Verteilung der virtuellen Haltestellen sammeln.

Bild: Moia (alle Rechte vorbehalten)

Volkswagen Marke MOIA kauft zu: Split als Grundlage für Shuttle Service

Im vergangenem Jahr hat Volkswagen angekündigt, dass mit MOIA eine Marke für Mobility Services, wie Ride Hailing oder Smart Shuttles aufgebaut werden soll. Seitdem hat man wenig von MOIA gehört, nur dass demnächst ein on-demand Shuttle gestartet werden soll. Diesem Ziel kommt MOIA jetzt näher, indem das Tech-Unternehmen Split aus Finland übernommen wurde.

Entwicklung von Algorithmen für die Steuerung

Die Firma wird weiterhin in Finnland angesiedelt sein und der Name wird von Split Finland Oy in MOIA Finland Oy umbenannt. Die Gesellschaft gehört damit vollständig zu MOIA. Das Team von Split hat zur Hauptaufgabe, die Algorithmen für die Steuerung der MOIA Shuttle Flotte zu entwickeln. Das Unternehmen profitiert von Erfahrungen, Daten und bestehender Technologie von Kutsuplus in Helsinki und Split US in Washington D.C. MOIA erhofft sich durch die Akquisition eine Verkürzung der Entwicklungszeit.

Finland als Experten-Hub und Entwicklungsstandort

Der Standort in Finnland soll laut MOIA CEO Ole Harms ein Experten-Hub und Entwicklungsstandort für die Software hinter dem neuen Shuttle Dienst werden. Langfristig soll mit der Technologe von Split auch die Grundlage für das Management der autonomen Fahrzeuge geschaffen werden, die die herkömmlichen Shuttle in Zukunft ersetzten werden.

Bereits die zweite Übernahme für das Unternehmen

Split Finland war 2011 als Ajelo Finland gestartet. Das finnische Start-up entwickelte bis 2015 die Software hinter dem Ride-Pooling-Konzept ‚Kutsuplus‘, das von der Helsinki Regional Transport Authority in der finnischen Hauptstadt betrieben wurde. 2014 übernahm das US-amerikanische Unternehmen Split das finnische Ajelo, um mit der Software in Washington D.C. ein Ride-Pooling-Konzept aufzubauen. Der Service im Washington wurde im letzten Oktober eingestellt.

Die Technologie von Ajelo war die weltweit erste vollautomatische Pooling-Lösung. Sie ermöglicht es, Fahrtanfragen von Nutzern, die in eine ähnliche Richtung unterwegs sind, vollautomatisch und dynamisch durch ein Fahrzeug zu bedienen. Mit einer App teilen Fahrgäste dem System Standort und Ziel mit. Ein Algorithmus errechnet dann eine möglichst effiziente Route für den Shuttle. Erst so wird eine höchst effiziente und nachhaltige geteilte Echtzeitmobilität möglich.

MOIA hat noch paar Aufgaben zu lösen – lädt sich dabei Zeit

Durch die Übernahme löst die Volkswagen-Tochter eine Herausforderung auf dem Weg zu einem on-demand Shuttle Dienst. Die Fahrzeuge für die erstes Integration dürften einfach aus dem Volkswagen Netzwerk zu besorgen sein. Bleibe noch die Herausforderungen auf Fahrer Seite und bei der Regulierung. Hinzukommen die Herausforderungen beim Aufbau eines Kundenstamms, der groß genug ist, um einen Shuttle Dienst effizient betreiben zu können. Split hat es alleine nicht geschafft, eventuell hilft Moia die Beteiligung an Gett. Es ist schon erstaunlich, dass sich MOIA beim Start eines ersten Services so viel Zeit lässt. Schließlich ist die Konkurrenz nicht zu unterschätzen und es arbeiten bereits mehr als 50 Mitarbeiter an diesem Projekt.

Bild: MOIA Finland Oy (alle Rechte vorbehalten)

Volkswagen startet Moia – die Marke für Mobilitätsdienstleistungen

Volkswagen hat auf dem Event TechCrunch Disrupt in London die weitere Konzernmarke Moia vorgestellt. Moia wird unter dem VW-Dach angesiedelt und soll alle Mobilitätsdienstleistungen des Konzerns bündeln. Die Unternehmensorganisation rund im die neue Marke soll als Startup mit der Finanzkraft und dem Knowhow des führenden Automobilkonzerns aufgebaut werden. Konkrete Projekte wurden noch nicht vorgestellt. Es ist aber davon auszugehen, dass unter dem Namen Moia Ridesharing Services, Shuttle Dienste und innovative Lösungen rund um autonomes Fahren angesiedelt werden.

Standort in Berlin und Hamburg

Moia soll sich darauf fokussieren, Verkehrsprobleme mittels neuartiger Transportdienstleistungen in den Städten zu lösen. Geleitet wird die neue Marke von Ole Harms. Außerdem ist Robert Henrich mit an Board, der von Daimler kommt und dort car2go und Moovel in leitender Position mit aufgebaut hat. Harms war zuvor beim Volkswagen Konzern direkt angestellt und hat sich dabei um die Bereiche New Business und Mobility Services gekümmert. Er bezeichnet die Mobilität als entscheidend, um die Städte am Leben zu erhalten. Um dazu beizutragen, wird Moia on-demand Shuttle Services anbieten. Dafür sollen elektrische Mini-Busse eingesetzt werden, die später an die Bedürfnisse der Fahrgäste angepasst werden sollen.

Mobiliätsdienstleistugen für effizienteren Verkehr in Städten

Die neue VW Marke will die neuen Dienstleistungen wahrscheinliche an Partner auslagern. Unternehmen wie Gett oder andere Startups können dafür in Frage kommen, die neuen Mobilitätsdienstleistungen operative umzusetzen. Bei Gett ist Volkswagen vor ein paar Monaten mit einer Summe von 300 Mio. Euro eingestiegen. Gett hat während der TC Disrupt angekündigt, dass ein Carpooling Service mit dem Namen Gett Together gestartet wird, bei dem sich mehrere Fahrgäste ein Taxi oder Minibus teilen können. Das Konzept ist bereits von Uber und Lyft bekannt. Ziel von Moia ist auch die Zusammenarbeit mit Stadtverwaltungen und Verkehrsbetrieben. Gemeinsam soll eine kostengünstige und effiziente Alternative zum öffentlichen Nahverkehr etabliert werden.

Moia: Genaue Ausrichtung unklar

Zusammengefasst hat Volkswagen seine neue Marke präsentiert, ohne wirklich konkret zu werden, wie der genaue Plan aussieht. Es ist nicht klar, welche Mobilitäts-Konzepte die neue Marke umsetzten soll und wie die Differenzierung zu bestehenden Akteuren auf dem Markt sein soll. Wird sich der Konzern an weiteren Startups beteiligen oder Kooperation eingehen. Wie viel Geld steht der 13. Konzernmarke für den Aufbau zur Verfügung?

Volkswagen startet spät in das Rennen um die Führungsposition bei innovativen Mobilitätsdienstleistungen. Das Unternehmen aus Wolfsburg nutzt die Gelegenheit auch, um von den Problemen rund um den Dieselskandal abzulenken. Andere Automobilkonzerne sind schon weiter. General Motors ist Seit Anfang des Jahres bei Lyft mit an Board und BMW treibt in den USA mit ReachNow eine eigene Mobilitätsplattform voran. Alle Hersteller haben gemeinsame, dass sie den Vorsprung von Uber und andere Startups aufholen müssen.

Bild: Volkswagen (alle Rechte vorbehalten)