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Clever Taxi: MyTaxi schluckt Mitbewerber aus Rumänien

Die Daimler Tochter MyTaxi kauft wieder zu, diesmal in Rumänien. Der lokale Anbieter Clever Taxi wird übernommen, um die Präsenz in Europa zu erhöhen. Mit der Übernahme in Rumänien, sei MyTaxi jetzt in 11 europäischen Ländern aktiv. Die Taxi-App ist einst als eigenständiges Startup gestartet und wurde letztendlich komplett von Daimler übernommen.

Kaufpreis für Clever Taxi unbekannt

Wie viel die Übernahme gekostet hat, wurde von der Daimler-Tochter nicht kommuniziert. Erwartungsgemäß dürfte dieser nicht besonders hoch ausgefallen sein. Der Markt in Rumänien dürfte auf Grund der schwachen Wirtschaft wenig attraktiv für Daimler sein. Gleichzeitig ist die Zahl der registrierten Nutzer überschaubar. Die Clever Taxi App kann in den größten 20 Städten in Rumänien genutzt werden. Die Plattform verfügt über 600.000 registrierte Nutzer und 17.000 angemeldete Taxifahrer.

Dritte Übernahme in den letzten Monaten

Schon in der Vergangenheit hat MyTaxi hinzugekauft, um die Plattform zu stärken. Die Größte Übernahme war der Kauf der Taxi App Hailo aus Großbritannien. Mittlerweile wurde die Hailo App durch die MyTaxi App ersetzt und der Markenname Hailo soll mit der Zeit verschwinden. Anfang des Jahres erfolgte die Übernahme von Taxibeat aus Griechenland. Taxibeat war der lokale griechische Marktführer.

MyTaxi als führende Taxi-App in Europa

Daimler will mit MyTaxi eine in Europa führende Taxi-App aufbauen. Ingesamt sollen sieben Millionen Nutzer registriert sein. Europaweit kommt das Netzwerk auf 120.000 registrierte Fahrer. Langfristig wird sich auch das Unternehmen darauf einstellen müssen, dass autonome Fahrzeuge die Taxis samt Fahrer ersetzten werden. Bisher gibt es keine Aussagen von MyTaxi, ob es an den zukunftsweisenden Themen gearbeitet wird.

Markt wird sich weiter konsolidieren

Es ist anzunehmen, dass sich der Markt der Taxi-Apps in den kommenden Monaten und Jahren weiter konsolidieren wird. Das Geschäftsmodell von MyTaxi und co. wirft nur geringe Margen ab und die Konkurrenz durch Ride-Hailing Angebote wie Uber oder Gett wächst. In Zukunft kommen noch Ridesharing Plattformen, wie CleverShuttle oder Via hinzu. Die kleinen lokalen Anbieter, wie Clever Taxi oder TaxiBeat  werden aus eigener Kraft nicht überlegen können.

Bild: Clever Taxi (alle Rechte vorbehalten)

myTaxi, Blacklane und myDriver: Abgehängt beim Thema autonomes Fahren

Das Thema autonomes Fahren wird zur Zeit viel diskutiert und als nächster großer Trend angesehen, der die Automobilindustrie grundlegend verändern wird. Mit autonomen Fahrzeugen  lässt sich ein günstiger und flexibler Fahrservice realisieren, so dass vor allem in Städten auf individuellen Fahrzeugbesitz verzichtet werden kann.

In der Zukunft wird der private Autobesitz zurückgehen und die Menschen werden vermehrt auf Fahrdienste zurückgreifen, um von A nach B transportiert zu werden. Bis autonome Fahrzeuge serienreif sind, werden die Fahrdienste noch auf Autos mit Fahrer angewiesen sein. Vor allem in den USA beschäftigen sich die Fahrdienstplattformen mit der Entwicklung von Software und Hardware für autonome Autos. Hinzu kommen die eigenen Anstrengungen bei der Entwicklung von hochauflösenden Karten, die für den Einsatz von fahrerlosen Autos erforderlich sind.

Wie weit beschäftigen sich die deutschen Plattformen myTaxi, Blacklane und MyDriver mit dem Thema? Festzustellen ist, dass das Thema autonomes Fahren bei keinem der drei großen deutschen Plattformen auf der Agenda steht.

Die Fahrdienst-Plattform Blacklane geht davon aus, dass auch mit dem Einsatz von autonomen Fahrzeugen weiterhin ein Fahrer an Board sein wird, der sich dann um andere Dinge kümmert. Vorstellbar ist eine Art on-board Service, wie man es vom Flugzeug her kennt. Da der Trend zu günstigeren Fahrpreisen geht und ein Service auf kurzen Strecken nicht relevant sein wird, hört sich diese Version nicht glaubwürdig an. Zu den Investoren von Blacklane gehört der Automobilkonzern Daimler. Das sich Daimler bevorzugt mit Uber verbindet, kann auch als Indiz gewertet werden, dass Blacklane noch keine Strategie zu dem Thema hat.

Ähnlich wird es bei myTaxi sein, das ebenfalls finanziell von Daimler unterstützt wird. Sie dem  Jahr 2014 gehört myTaxi vollständig zu Daimler. Bisher hat sich myTaxi noch nicht zu dem Einsatz von autonomen Fahrzeugen geäußert. Da Daimler und myTaxi nicht die Taxifahrer verunsichern möchte, kann es natürlich sein, dass intern an dem Thema gearbeitet wird aber erst  zu einem späteren Zeitpunkt damit an die Öffentlichkeit gegangen wird.

Das Unternehmen myDriver dürfte sich bisher am wenigsten mit dem Thema beschäftigt haben. Anders als bei Blacklane und myTaxi steht hinter myDriver keine Automobilkonzern. myDriver gehört zu dem Mietwagenunternehmen Sixt, das enge Verbindungen zu BMW unterhält. Langfristig könnte es sein, dass myDriver mit dem Carsharing Angebot DriveNow von Sixt und BMW zusammenwächst und autonome Fahrzeuge von BMW zum Einsatz kommen werden.

Alle drei Anbieter scheinen sich nicht mit der Entwicklung von Hardware und Software für autonome Fahrzeuge zu befassen. Auch das Erfassen von hochauflösenden Kartendaten scheint im Moment nicht auf der Agenda zu stehen. Die Anbieter sollten bestrebt sei, das zu ändern, um nicht vollständig den Anschluss zu verlieren.

In den USA und Asien beschäftigen sich Ride-Hailing Plattformen mit dem Thema der fahrerlosen Autos. Diese Ride-Hailing Plattformen eignen sich hervorragend, um autonome Fahrzeuge einzusetzen. Grab testet in Singapur einen Service mit Roboter Taxis, Lyft entwickelt mit General Motors autonome Fahrzeuge, die auf der Ridesharing Plattform eingesetzt werden sollen. Am aktivsten ist das Unternehmen Uber, das sich gleich auf mehreren Fronten mit autonomen Fahrzeugen beschäftigt. Auf der einen Seite wurde das Unternehmen Otto übernommen, das fahrerlose LKWs entwickelt. Auf der anderen Seite werden bereits autonome Volvos in einigen Städten getestet. Die Technologie und Software für die umgerüsteten Volvos wurde von Uber selbst entwickelt. In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass der Daimler Konzern mit Uber eine Absichtserklärung für eine Kooperation unterzeichnet hat. Daimler möchte autonome Fahrzeuge auf der Uber Plattform betreiben.

Bild: Blacklane (alle Rechte vorbehalten)

Daimler soll vor Übernahme von Taxibeat stehen

Der Autokonzern Daimler soll kurz vor der Übernahme von Taxibeat sein, einer Taxi-App aus Griechenland. Das Unternehmen hinter der Ride-Hailing App ist profitabel und soll für rund 40 Mio. Euro übernommen werden. Daimler würde durch die Übernahme im Bereich der Fahrdienstplattformen stärken.

Über die mögliche Übernahme hat zuerst das die Griechische Seite Naftenporiki berichtet. Bei Daimler würde Taxibeat ein Teil von Daimler Mobility Services werden. Unter dem Geschäftsbereich bündelt Daimler auch schon die Taxi-Apps Hailo und MyTaxi, sowie das Carsharing Angebot car2go und die App für multimodale Mobilität moovel. Vor kurzem wurde außerdem die peer-to-peer Carsharing Plattform Croove gestartet.

Taxibeat wurde im Jahr 2011 gegründet und hat bisher weniger als 7 Mio. Euro Finanzierung eingesammelt, unter anderem von Openfund und Hummingbird Ventures. In den letzten Jahren konnte das Unternehmen trotz Krise in Griechenland ein starkes Wachstum verzeichnen. Taxibeat konnte zuletzt eine Wachstumsrate von 180% über den Zeitraum von einem Jahr vorweisen. Bei dem griechischen Anbieter kann der Fahrgast den Fahrer direkt aussuchen, wenn er möchte.

Taxibeat gehört zu den kleineren Anbietern und ist nur in Griechenland und Peru aktiv. Durch den Fokus auf die zwei Märkte konnte das Unternehmen die Profitabilität erreichen, da keine hohen Kosten für einen Anlauf in neuen Städten anfallen. In Griechenland sind auf der Plattform 7000 Taxifahrer registriert und 850.000 Nutzer sind registriert. In Peru kommt Taxibeat auf 15.000 registrierte Fahrer und 800.000 Nutzer, die die App heruntergeladen haben.

In den letzten Monaten und Jahren hat sich einiges auf dem Markt der Mobilitätsdienstleister getan. Grundsätzlich wird sich das Mobilitätsverhalten vor allem Städten stark verändern. In der Zukunft wird der private Autobesitz zurückgehen und die Nachfrage nach alternativen Moblitätsdiensten wird steigen. Zuerst werden Carsharing und Ridesharing Dienste diese Lücke ausfüllen, später werden autonome Ride-Hailing Dienste wichtiger werden.

Startups wie Uber, Didi und Lyft investieren Summen in Milliardenhöhe, um globale Fahrdienstplattformen aufzubauen. Kleinere Anbieter, wie eben Taxibeat, werden aufgekauft oder geben auf. Etablierte Automobilkonzerne beteiligen sich an Anbietern von Mobility Services oder übernehmen diese komplett. Der Volkswagenkonzern hat sich mit 300 Mio. Euro an Gett beteiligt, General Motors ist Investor bei Lyft. Renault hat die Fahrdienst Plattform Karhoo aus der Insolvenz übergenommen, Ford hat den Shuttle Dienst Chariot übernommen.

Daimler hat schon recht früh die Relevanz von Mobility as a Service Angebote erkannt. Bereits 2012 hat sich Daimler an myTaxi beteiligt und im Jahr 2014 komplett übernommen. Im gleichen Atemzug wurde die Übernahme von RideScout veröffentlicht Im letzten Jahr kam die Mehrheitsbeteiligung an der Taxi-App Hailo hinzu. Um in Zukunft unabhängiger vom Verkauf von Mercedes Fahrzeugen zu sein, hat der Konzern die Strategie CASE beschlossen. Mobilitätsdienstleistungen, wie Carsharing und Ride-Hailing sind elementarer Bestandteil von CASE.

Bild: Taxibeat (alle Rechte vorbehalten)

Hailo und mytaxi schließen sich zusammen

Die beiden Taxi-Apps Hailo und mytaxi schließen sich zusammen. Zusammen werden laut eigenen Angaben mehr als 3 Millionen Nutzer erreicht und in den mehr als 50 Städten in neun EU Ländern sind mehr als 100.000 Taxi-Fahrer registriert. Durch den Zusammenschluss entsteht Europas größte Taxi-Plattform mit 70 Millionen Fahrgästen. Nicht klar ist, welche Annahmen hintern der Anzahl an Fahrgästen steht um mit 3 Millionen Nutzer auf 70 Millionen Fahrgäste zu kommen.

Marke Hailo verschwindet

Der Deal muss noch durch die Kartellbehörden genehmigt werden. Erstmal wird die Marke Hailo weiterbestehen, im Jahr 2017 soll der Markenname dann verschwinden. Bis Mitte 2017 soll auch die Integration der beiden Technologieplattformen abgeschlossen sein. Unternehmenssitz ist nach dem Zusammenschluss in Hamburg, wahrscheinlich auch, weil die Kosten und Gehälter in Hamburg günstiger sind, als in London. Neuer CEO des Unternehmens wird  Andrew Pinnington, der besser CEO von Hailo war. Niclaus Mewes, Gründer und bisheriger CEO von mytaxi zieht in den Beirat ein und wird Geschäftsführer der Daimler Mobility Services GmbH. Die Daimler Mobility Service GmbH ist unter anderem für das Carsharing Angebot Car2go und für die Plattform für multimodale Mobilität verantwortlich.

Daimler übernimmt ohne Cash in die Hand zu nehmen

Hailo wurde 2011 gegründet und hat bisher etwa 100 Mio. US$ an Finanzierung unter anderem von Richard Branson, Accel, Union Square Ventures oder Wellington Partners eingesammelt. Richard Branson hat sich auch an dem Fahrdienst SideCar beteiligt, das Unternehmen musste Anfang des Jahres die Segeln streichen. Dementsprechend scheint er nicht sehr erfolgreich mit seinen Investments im Mobilitätsbereich zu sein.

Bei dem Zusammenschluss von Hailo und der Daimler Tochter mytaxi soll kein Geld fließen. Die Transaktion soll über einen Aktientausch abgewickelt werden. Danach soll Daimler 60% an der neuen Gesellschaft halten und die Hailo Investoren 40%. Die genaue Bewertung wurde nicht kommuniziert. Über einen Zusammenschluss beider Plattformen wurde schon 2013/2014 spekuliert. Jetzt war die Übernahme für Daimler anscheinend günstig. MyTaxi wurde von Daimler im Jahre 2014 übernommen.

Hailo hat auch versucht, in den USA durchzustarten. Auf Grund der starken Konkurrenz von Uber und Lyft hat das Unternehmen das Geschäft in New York aufgegeben, um sich auf Europa zu konzentrieren. Geld verdient das Unternehmen bisher noch nicht, im Jahr 2014 ist ein Verslust ca. 25 Mio. Euro angefallen.

Immer mehr etablierte Unternehmen und Automobilkonzerne interessieren sich für App-basierte Fahrdienstvermittler. Sie investieren, um den Trend nicht zu verpassen und um Zugang zu den Technologieplattformen zu gelangen. Volkswagen investierte vor kurzem 300 Mio. US$ in Gett, GM hat sich mit 500 Mio. US$ an Lyft beteiligt.

Bild: Jon Russell (bestimmte Rechte vorbehalten)

Google integriert MyTaxi in Google Maps

 

Google hat heute sein Google Maps Smartphone App geupdated. Ab sofort werden die voraussichtlichen Fahrpreise für 5 weitere Taxi- und Mitfahrdienste angezeigt. Für Deutschland und Spanien wird mytaxi integriert, Ola Cabs für Indien, Hailo und Gett für Großbritannien und 99Taxis für Brasilien. Zuerst werden die neuen Fahrpreise in der Android App zu sehen sein, später dann in der iOS Version.

Im May 2014 hat Google damit begonnen, dass die Uber Fahrpreise und Fahrtdauer für die gesuchte Strecke in der Google Maps App angezeigt wurden. Von Google Maps Nutzern scheint das Angebot gut angenommen worden zu sein, ansonsten würde Google das Angebot jetzt nicht erweitern.

Google wird die neuen Angebote in einem separaten “Taxi” Tab aggregieren, das neben den bestehenden Möglichkeiten für Navigation mit dem Auto, mit dem Fahrrad, mit öffentlichen Nahverkehr oder zu Fuß angezeigt wird. Voraussetzung ist, dass eine der weiter oben genannten Apps installiert ist. Sobald man auf das neue Tab drückt, werden einem der Fahrpreis und die errechnete Ankunftszeit angezeigt. Sobald man sich für einen Service entscheidet, wird die entsprechende App geöffnet und der Fahrservice kann gebucht werden. Die Fahrdienste werden in der neuen App auch tiefer integriert, so dass auch die unterschiedlichen Fahrzeugklassen angezeigt werden.

Google geht davon aus, dass die Nutzer so länger in der Google Maps App bleiben und nicht mehrere Apps öffnen, um nach der besten Möglichkeit zu suchen, wie sie von A nach B kommen. Im Moment sieht es nicht so aus, als müssten die Fahrtdienstvermittler dafür bezahlen, dass sie bei Google gelistet werden. Es ist davon auszugehen, dass sich das in Zukunft ändern wird.

Bild: Critical Mass von Alper Çuğun (bestimmte Rechte vorbehalten)

Google startet Ridesharing Service, MyTaxi provoziert, UberPOP Stop in Frankreich

Kurznachrichten: Google startet über Waze einen eigenen Mitfahrservice und wildert im Uber-Terrain. MyTaxi bietet wieder 50% Rabatt und ruft die Taxifahrer auf den Plan. Uber stellt UberPOP Ridesharing Dienst in Paris ein.

Google startet Ridesharing Service

Die Google Tochter Waze startet in Israel einen Mitfahrservice mit dem Namen RideWith. Der Fokus ist auf täglichen Kurzstreckenfahrten, es sollen Fahrer und Beifahrer zusammengebracht werden, die in die selbe Richtung unterwegs sind. Waze will dazu die Daten nutzen, die in den letzten Jahren gesammelt wurden. Beifahrer zahlen dem Fahrer eine kleine Gebühr für die Fahrt, der Betrag dürfte sich an den Betriebskosten des Fahrzeugs orientieren. Fahrer dürfen pro Tag nur zwei Fahrten absolvieren. Dieses Setup zielt darauf ab, dass die Fahrer keine gewerbliche Personenbeförderung anbieten. Fahrer können kein Geschäft mit RideWith aufbauen. Regulatorische Probleme wie bei Uber dürften so auch nicht auftreten. Zu Beginn wird die App in Tel Aviv und Umgebung verfügbar sein. Google hat nicht nur Waze übernommen, das Unternehmen ist auch in Ridesharing Dienst Uber investiert. In Deutschland betreibt das Startup flinc einen ähnlichen Mitfahrservice für die Kurzstrecken. Schon vor ein paar Monaten war das Gerücht aufgekommen, dass Google direkt in den Ridesharing Markt einsteigen könnte. (via Tech.eu)

Uber stellt UberPOP in Frankreich ein

Nach den gewaltsamen Protesten der Taxifahrer und den Verhaftungen von zwei Uber Managern, hat sich das amerikanische Unternehmen dazu entschlossen, den Fahrservice mit Privatpersonen UberPOP vorläufig einzustellen. UberPOP war in den letzten Wochen der Hauptgrund für die Auseinandersetzungen zwischen der Taxiindustrie und dem Ridesharing-Startup Uber. Bei UberPOP können Fahrer ohne Lizenzen für die gewerbliche Personenbeförderung  aktiv sein und Fahrgäste gegen Geld von A nach B befördern. Viele Taxifahrer sahen die neue Dienstleistung als unfairen Wettbewerb an. Der Mitfahrservice ist sogar in Frankreich verboten, das Verbot wurde bisher nicht eingehalten. Wenn Fahrer mit Geldstrafen belegt wurden, hat Uber die Strafen übernommen. Die Services Uber, Uber und UberVAN mit professionelle Fahrern werden unverändert weitergeführt. (via TechCrunch)

MyTaxi erneut mit 50% Rabattaktion

Taxi-App MyTaxi bietet seinen Kunden wieder einen Rabatt in Höhe von 50%, wenn die Fahrt bargeldlos mit der MyTaxi App bezahlt wird. Der Fahrer erhält dabei den vollen Fahrpreis, die 50% Reduzierung werden von MyTaxi übernommen. Schon bei der letzten Werbeaktion im Mai habe es einen Antrag auf einstweilige Verfügung, der von Vertretern der Taxilobby gestellt wurde. In Stuttgart wurde daraufhin in einem Gerichtsverfahren die Werbeaktion in erster Instanz als rechtswidrig bewertet. Deshalb ist die Region Stuttgart von der Rabattaktion ausgeschlossen. Auch jetzt geht der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband BZP gegen die Aktion vor und hat eine Antrag auf einstweilige Verfügung eingereicht. Nach Auffassung des BZPs verstößt die Rabattaktion gegen das deutsche Personenbeförderungsgesetz. Der Taxi- und Mietwagenverband BZP ist deutschlandweit aktiv, deswegen ist davon auszugehen, dass die einstweilige Verfügung im Erfolgsfall deutschlandweit  gelten wird. Die Taxifahrer werden sich über die Rabattaktion freuen, da die Nachfrage steigen wird. Der Druck gegen die Aktion geht von den Taxi-Zentralen aus, die den Wettbewerb fürchten. (via FAZ)

Bild: Taxi! von Stefan Tärnell (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: myTaxi Vermittlungsgebühr, UberX Deutschland Start

Zwei Kurznachrichten über MyTaxi und UberX Deutschland Start. MyTaxi verändert die Vermittlungsgebühr, Uber führt Mitfahrservice UberX in Deutschland ein.

MyTaxi verändert Auftragsvergabe – Auktion wird abgeschafft

Anfang letzen Jahres hat myTaxi seine Vermittlung von Fahrten an Taxifahrer geändert. Die Fahrer sollten nicht mehr 80 ct. pro Fahrt zahlen, sondern eine Gebühr von 3 – 30% des Fahrpreises. Die Obergrenze wurde nach Protesten der Taxifahrer auf 15 % reduziert. Zu einem späteren Zeitpunkt sollte die vom Fahrer eingestellte Preisstufe einen Einfluss auf die Vergabe der Fahrten haben. Fahrer, de einen hohen Prozentsatz eingestellt haben, erhalten mehr Fahrten. Über diesen Vergabemechanismus hat sich myTaxi höhere Umsätze erhofft. Soweit kam es wohl nie. Zum 1. Juli wird die Vermittlungsgebühr pauschal auf 7% festgesetzt, eine Einstellung auf Fahrerseite ist dann nicht mehr möglich. Die durchschnittliche Taxifahrt dürfte bei einem Fahrpreis von 15 bis 20 € liegen, was einer Provision von 1.00 – 1.40 € entsprechen dürfte. (via iphone-ticker.de)

uberX Deutschlandstart – legaler Rahmen soll eingehalten werden

Uber startet nach den gerichtlichen Auseinandersetzungen und dem Verbot von UberPOP einen neuen Fahrservice unter dem Namen uberX. Dabei will sich das Unternehmen an das deutsche Personenbeförderungsgesetz halten. Die Fahrer sollen über einen Personenbeförderungsschein verfügen. Die Fahrzeuge sind laut Uber als Mietwagen zugelassen, konzessioniert und gewerblich versichert. Gestartet wird der Service in München, Hamburg, Düsseldorf und Frankfurt. In Berlin soll der Service in ein paar Wochen starten. Diese Ankündigung ist als fraglich einzuschätzen, da in Berlin auch der Service UberBlack mit professionellen Chauffeuren und schwarzen Limousinen verboten ist. uberX entspricht in den meisten Punkten den Anforderungen im Personenbeförderungsgesetz. Gegen die Rückkehrpflicht der Mietwagen verstößt das neue Angebot aber trotzdem. Der Verstoß gegen die Rückkehrpflicht ist ein Grund, warum UberBlack in Berlin verboten ist. Eigentlich wollte Uber mit dem Service UberPOP groß durchstarten. Bei UberPOP wurden Privatfahrer ohne Genehmigung für gewerbliche Personenbeförderung vermittelt. Der Service wurde vom Landgericht Frankfurt nach etwa einem Jahr deutschlandweit verboten. (via Uber Blog)

Bild: getmobility.de (bestimmte Rechte vorbehalten)

Das war die Woche: Ärger für myTaxi – WunWun Aus – Marihuana – SherpaShare

Das war die Woche: Aus für WunWun Same Day Delivery. Ärger für myTaxi in Stuttgart. SherpaShare will Fahrern zu mehr Umsatz verhelfen. Das Ridesharing-Unternehmen Sidecar liefert medizinisches Marihuana in San Francisco.

Alfred übernimmt WunWun Same Day Delivery Service

Drei Jahre nach dem Start in New York City werden Teile des on-demand Delivery Startups WunWun von dem Startup Alfred übernommen. Einerseits wird die von WunWun entwickelte Technologie übernommen, andererseits wechselt ein Teil des Teams zu Alfred. Wir hatten schon mal über WunWun berichtet, das Startup hatte eine Kooperation mit dem Limousinen- & Fahrservice Gett abgeschlossen. Alfred ist ein Concierge-Service, bei dem die Nutzer per SMS und Web-App eine Vielzahl von Services rund um den Haushalt bestellen können. Unbekannt ist, welche Summe für die Übernahme von WunWun geflossen ist. Da es sich um einen Fire-Sale handelt, dürfte die Summe überschaubar gewesen sein. (via Techcrunch)

Taxi-Zentrale geht gegen Rabattaktion von myTaxi vor

Mit einer einstweiligen Verfügung hat sich die Taxi-Zentrale in Stuttgart gegen die aktuelle Rabattaktion von myTaxi gewehrt. Die Taxi-App myTaxi wollte den Kunden bis zum heutigen Sonntag einen Rabatt von 50 % auf Taxifahrten gewähren, wenn die Fahrt bargeldlos per App bezahlt wird. Als Reaktion hat myTaxi die Gebietet Stuttgart, Leinfelden-Echterdingen und Filderstadt von der Aktion ausgeschlossen. Die Taxi-Zentrale führt als Begründung das Personenbeförderungsgesetz an. Laut dem Gesetzt darf der festgelegte Taxitarif weder über noch unterschritten werden. Die Taxi-Zentralen haben Angst, durch Apps wie myTaxi an Bedeutung zu verlieren. Deswegen gehen vermehrt Taxi-Zentralen gegen die Aktionen von Taxi- und Fahrservice-Apps vor. (via FAZ)

Sidecar liefert medizinisches Marihuana in San Francisco

Die Ridesharing App Sidecar rollt einen neuen Service in San Francisco aus. Nach einem erfolgreichen Testprojekt werden nun Kunden in San Francisco mit medizinischem Marihuana beliefert. Die Lieferung soll innerhalb von einer Stunde zugestellt werden. Die Menge ist auf ca. 30 Gramm pro Kunde begrenzt, ein Fahrer darf maximal vier Bestellungen mitnehmen. Die Bestellungen werden während des Transports in einer speziellen Sicherheitsbox transportiert. Die Fahrer behalten 80% von der Liefergebühr. Das Ridesharing Unternehmen arbeitet mit Meadow Care zusammen, um den Service unter legalen Voraussetzungen anbieten zu können. Sidecar hat vor ein paar Monate einen on-demand Delivery Service gestartet. Die Fahrer, die auch Fahrgäste befördern, nehmen die Lieferungen zusätzlich mit. (via CNET)

SherpaShare will Lyft und Uber Fahrern zu mehr Umsatz verhelfen

SherpaShare will die Daten der on-demand Delivery und Ridesharing-Anbietern analysieren und so den Fahrern von Plattformen, wie Lyft, Uber und co. zu mehr Umsatz verhelfen. In der letzten Woche hat das Unternehmen eine Finanzierung in Höhe von 700.000 US$ angekündigt und eine App für iOS veröffentlicht. Das Startup bietet Analyseergebnisse für die Fahrern von Diensten wie Uber, Lyft, Sidecar, Postmates, Instacart, Sprig und SpoonRocket an. Das Ziel ist, dass die Fahrer wissen, wie viel sie aktuell pro Stunde verdienen und wie sie ihren Verdienst steigern können. Mit der veröffentlichten App können die Fahrer ihre gefahrene Strecke und die Zeit hinterm Steuer aufzeichnen. Die Daten werden dann für die Erstellung des Dashboards im Nutzer-Profil auf der Website genutzt. Basierend auf dem Dashboard kann jeder Fahrer individuell seine Arbeitszeiten und sein Verhalten anpassen, um seinen Verdienst zu erhöhen. (via VentureBeat)

Bild: Saturn: Same-Day-Delivery von Media-Saturn-Holding GmbH (bestimmte Rechte vorbehalten)

Profiteure des Bahnstreiks: myTaxi, Fernbus und Co.

Seit gestern wird die Deutsche Bahn im Fernverkehr und Nahverkehr bestreikt. Die Lokführer haben angekündigt, bis Sonntag zu streiken. Von dem Streik profitieren einige Startups und Neueinsteiger im Mobilitätssektor.

MyTaxi mit 50% Rabatt

Die Hamburger Taxi-App dürfte diese Woche schon allein wegen des Streiks mehr Anfragen verzeichnen. Das Unternehmen, das mittlerweile zu Daimler gehört, bietet zusätzlich noch 50% Rabatt auf alle Fahren, die per App bezahlt werden. Das wird MyTaxi zusätzlich in die Karten spielen und die Fahrtanfragen nach oben schnellen lassen. Nicht nur MyTaxi, auch die anderen Taxi- und Fahrservice Apps werden von dem Bahnstreiks profitieren.

Fernbus mit Fahrtzuwachs

Auch die Fernbusanbieter, wie Postbus, Meinferbus Flixbus und Co. profitieren von dem Streik bei der Bahn. Viele Kunden, die im Fernverkehr unterwegs sind, steigen auf die Alternative Bus um. Laut einem Spiegel Artikel hat sich die Besucherzahl auf der Webseite von  MeinFernbus Flixbus verfünffacht, die Buchungen sind um 150 % gestiegen. Bei Postbus wurden sogar 3-4 mal so viele Tickers verkauft. Die Anbieter haben schnell reagiert und weitere Busse bei den gelegenPartnerunternehmen gemietet, um die gestiegene Nachfrage bedienen zu können. Unter der Woche scheint es noch keinen Engpass zu geben. Am Wochenende könnten die Fernbusse auf den beliebten Rennstrecken ausgebucht sein.

Mitfahrgelegenheiten bringen sich ins Spiel

Auf der einen Seite versuchen Mitfahr-Netzwerke für Kurzstrecken, wie flinc, Vom Bahnstreik zu profitieren. Es Werden gezielt Berufstätige  angesprochen, die Dank flinc trotz Bahnstreiks pünktlich zur Arbeit kommen, wenn sie flinc nutzen. Für längere Strecken bieten sich Services, wie Mitfahrgelegenheit.de, BlaBlaCar, Fahrgemeinschaft.de und Co. an.

Es existieren also einige Alternativen, um trotz Bahnstreiks von A nach B zu kommen. Die Profiteure des Streiks werden hoffen, dass nach dem Streik einige der neugewonnenen Kunden und Nutzer hängen bleiben und nicht zurück zur Bahn wechseln.

Bild: Stillstand von Chris R. (bestimmte Rechte vorbehalten)

Die beliebtesten deutschen Mobilitäts- bzw. Travel Unternehmen

Seit einigen Jahren etablieren sich neue Mobilitätsanbieter, die den deutschen Markt aufmischen. Die folgende Liste stell einen Überblick der in Deutschland beliebtesten bzw. bekanntesten Vertreter mit lokalen Wurzeln dar.

Taxi/Limousine 

1. MyTaxi

Hinter MyTaxi steht das Hamburger Unternehmen Intelligent Apps GmbH, das mittlerweile zu Moovel (Daimler) gehört. Mit der MyTaxi App können Smartphone Nutzer über die entsprechende App ein normales Taxi bestellten. Das Unternehmen wurde bereits 2009 gegründet und ist in etwa 40 Städten verfügbar. Eine marktbeherrschende Stellung konnte leider nicht erreicht werden, was letztendlich auch zu der Übernahme durch Moovel geführt haben dürfte. Weitere Details zu MyTaxi.

2. Blacklane

Blacklane ist ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Berlin. Das Geschäftsmodell basiert auf der Vermittlung von hochwertigen Fahrzeugen inkl. Chauffeur in unterschiedlichen Klassen. Der Limousinendienst-Vermittler ist in mehr als 150 Städten und mehr als 45 Ländern weltweit unterwegs. Recht früh wurde Blacklane von Carsten Maschmeyer unterstützt, der als Seed-Investor in Blacklane investiert hat. Blacklane wird häufig mit Uber verglichen. Dieser Vergleich ist nicht ganz richtig, da Blacklane Limousinenfahrten mit Vorbestellung an Kunden vermittelt. Uber setzt ausschließlich auf einen on-demand Service. Vor kurzem wurde das Unternehmen mit etwa 140 Mio. Euro bewertet. Mehr Details zu Blacklane.

3. MyDriver

MyDriver ist ein Unternehmen im Sixt Konzern, das Geschäftsmodell von MyDriver ist mit dem von Blacklane vergleichbar.  Kunden bestellten über die Webseite oder die Smartphone App eine hochwertige Limousine mit Chauffeur, die dann automatisch an einen Fahrer vermittelt wird. Die Buchung findet bei MyDriver im Schnitt mehrere Tage im Voraus statt und wird mit Vorlauf vermittelt. Zum Einsatz kommen konzessionierte Fahrzeuge und professionelle Chauffeur mit Personenbeförderungsschein. Das Konzept ist also konform mit PBefG. Im Unterschied zu Blacklane setzt MyDriver auch eigene Fahrzeuge ein und beschäftigt Fahrer im Angestelltenverhältnis. Dank der Beziehungen von Sixt zu BMW wird MyDriver die Fahrzeuge zu besonders guten Konditionen beziehen können.


Carsharing/Ridesharing

1. Car2go

Car2Go ist ein Carsharing Angebot, das von Daimler und Europcar vorangetrieben wird. Bei Car2Go werden hauptsächlich smarts als Fahrzeuge eingesetzt. Eine Ausnahme ist Car2Go Black, hier kommen schwarze Mercedes B-Klassen Fahrzeuge zum Einsatz. Das normale Car2Go Carsharing funktioniert nach dem Free-Floating Modell. Free Floating bedeutet, dass die Fahrzeuge überall in der Stadt auf ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden können, die Fahrzeuge müssen nicht, wie bei stationsgebundenem Carsharing zu einer Station zurück gebracht werden. Mittlerweile ist car2go in mehr als 25 Städten aktiv, weitere sollen folgen. In einigen Städten werden vorwiegend Elektro-Smarts eingesetzt, so in Stuttgart oder Amsterdam.

2. Flinc

flinc ist ein Ridesharing Unternehmen mit Fokus auf Pendler im Kurz- und Mittelstreckenbereich. Gegenüber anderen Mitfahrzentralen, wie Mitfahrgelegenheit.de grenzt sich flinc durch die spontane und dynamische Vermittlung von Fahrten ab, sowie durch den Fokus auf regionale Strecken. Im Vergleich zu Lyft und UberPOP halten sich die Fahrer nicht bereit und warten auf einen Fahrauftrag. Die Fahrer bei flinc würden auch ohne Fahrgast die Strecke fahren, durch flinc können sie einen Teil der Betriebskosten sparen. Flinc bezeichnet sich als echtes Ridesharing im Vergleich zu Uber und Lyft. Bei flinc können auch Fahrer aktiv werden und potentielle Mitfahrer anfragen. Mehr Details zu flinc.


Fernverkehr

1. MeinFernbus

MeinFernbus.de ist ein deutsches Fernbusunternehmen. Das Unternehmen wurde 2011 gegründet und hat den Sitz in Berlin. Seit Mitte 2012 bietet das Unternehmen unterschiedliche Busverbindungen zwischen Europäischen Metropolen an. Weitere Details zu MeinFernbus.

Bild: Travel von Sean MacEntee (bestimmte Rechte vorbehalten)