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Ride-Hailing Apps haben im letzten Jahr 65% mehr Fahrten absolviert als Taxen

In New York City sind über Ride-Hailing Apps gebuchte Fahrten schon seit längere Zeit mehr, als Taxifahrten. Schon Anfang 2017 haben die Ride-Hailing Dienste mehr Fahrten absolviert, als die Taxifahrer der amerikanischen Großstadt. Anbieter wie Uber, Lyft oder Via haben in den letzten vier bis fünf Jahren eine unheimliche Erfolgsgeschichte hingelegt. Das  absolvierte Fahrtvolumen stieg von Null auf 15 Mio. Fahrten pro Monat. Die Taxifahrer haben im gleichen Zeitraum etwa 5 Mio. Fahrten verloren.

Mehr Ride-Hailing als Taxi Fahrten seit Februar 2017

Im Februar 2017 haben die Ride-Hailing Apps mehr als 10 Mio. Fahrten im Monat vermittelt und damit erstmals die Taxen übertroffen. Bis Jahresende ist die Zahl der Fahrten auf 15 Mio. Fahrten pro Monat angestiegen. Die Daten kommen aus einer Analyse, die ein amerikanischer Blogger auf Basis der Daten der Taxi und Limousinen Kommission erstellt hat. Mit den 15 Mio. Fahrten der Uber, Lyft, Gett, Via und Juno Fahrer, liegt das Kontingent 65% über dem Niveau der Taxifahrten.

Uber weit vor der Konkurrenz

In New York City ist Uber trotz der Skandale immer noch der größte Anbieter und das mit Abstand. Im Dezember 2017 hat Uber mehr als 10 Mio. Fahrten in New York absolviert. Lyft kommt gerade mal auf ein Viertel der Fahrten im selben Monat. Lyft konnte zwar durch die #deleteUber Kampagne profitieren, aber bei weitem nicht einholen. In einigen Stadtteilen konnte Lyft den Anteil von etwa 15% Marktanteil auf 30% verdoppeln. Ride-Sharing Anbieter Via hat im Dezember 2017 etwa 1 Mio. Fahrten in New York absolviert.

Auch in den Randbezirken erfolgreich

Die Daten zeigen auch, dass Apps wie Uber und Lyft in den Randbezirken erfolgreich sein können. Dort absolvieren die Ride-Hailing Anbieter teilweise ein um ein Vielfaches größeres Fahrtvolumen als die Taxiunternehmen. In Manhattan und an den Flughäfen hat die Nachfrage nach Taxen nachgelassen, in Manhattan haben die Ride-Hailing Dienste die Zahl der Taxifahrten wahrscheinlich schon übertroffen.

In New York sind die Taxiunternehmen und Ride-Sharing Anbieter dazu verpflichtet, die Fahrtdaten an die TLC, die örtliche Behörde, weiterzugeben. Blogger, Beratungen und andere Einrichtungen nutzen die Daten für ihre Analysen und Studien.

Bild: Taxis von Juan Luis (bestimmte Rechte vorbehalten)

Ford expandiert den Shuttle Service Chariot nach New York City

Im vergangenen Jahr hat der Automobilkonzern Ford den Shuttle Dienst Chariot übernommen, jetzt folgt die Expansion nach New York City, der vermeintlich größte Markt in den USA. Der Shuttle Dienst passt sich bei den Routen der Nachfrage der Kunden an.  Zuerst ist das Angebot in San Francisco gestartet, später wurde das Angebot auch in Austin, Texas ausgerollt. In New York City will das Startup ab August aktiv sein und Fahrten zwischen Lower East Side und Midtown in Manhattan anbieten. Eine zweite Strecke soll  von Greenpoint nach Dumbo in Brooklyn führen.

Chariot will Ergänzung zu öffentlichem Nahverkehr sein

Wie so viele andere Shuttle Dienst auch, will Chariot eine Ergänzung zum bestehenden öffentlichen Nahverkehr bieten. Adressiert werden sollen vor allem zeitliche Lücken der öffentlichen Verkehrsmittel, wie zum Beispiel abends oder nachts. Gleichzeitig soll ein Angebot in Gebieten mit wenig öffentlichen Verkehrsmitteln geschaffen werden. Für die erste und letzte Meile, also für den Weg zum Bahnhof und wieder zurück, will sich das Unternehmen positionieren. Fahrgäste können über die Chariot App die Routen überprüfen und auch ihre eigenen Routen vorschlagen. Die Vorschläge werden dann von dem Unternehmen genutzt, um die beste Route festzulegen.

Genehmigung durch TLC

Die geplanten Linien wurden zusammen mit dem Analytics Team von Ford definiert. In einem mehrstufigen Prozess, bei dem unterschiedliche Kriterien mit eigeflossen sind, wurden die Start- und Endpunkte festlegt. Die New Yorker Taxi und Limousinen Commission (TLC) wurde auch mit eingebunden, um für den Service die nötigen Lizenzen zu erhalten.

Bis zu 60 Fahrzeuge in NYC 

Bis zum Herbst sollen 60 Fahrzeuge auf den Straßen in New York City unterwegs sein. In San Francisco hat Chariot 200 Fahrzeuge auf der Straße, in Austin etwa 50. Erstaunlich ist, dass das Unternehmen weniger als 100 Festangestellte (ohne Fahrer) hat, obwohl ein stark operatives Geschäftsmodell betrieben wird. Das Geschäftsmodell ist vielversprechend und soll laut mehrerer Studien eine positive Entwicklung auf das Verkehrsaufkommen haben.

Bild: Chariot (alle Rechte vorbehalten)

Ridesharing Dienst Juno mit 50 Mio. US$ Finanzierung

Der Fahrdienst Juno hat eine Finanzierung in Höhe von 50 Mio. US$ eingesammelt. Das Unternehmen möchte ein Alleinstellungsmerkmal generieren, indem erfahrene Fahrer mit hohen Kundenbewertungen von Lyft und Uber abgeworben werden. Den Fahrern werden außerdem Unternehmensanteile angeboten, um sie an die Firma zu binden.

Finanzierung durch Rakuten

Bisher hat Juno insgesamt eine Summe von 30 Mio. US$ eingesammelt, unter anderem von dem japanischen Unternehmen Rakuten und von Business Angels. Juno hat die Finanzierung noch nicht bestätigt, bekräftigt aber, in weitere Städte expandieren zu wollen. Bisher ist das Unternehmen nur in New York City aktiv.

Fahrer werden an Juno beteiligt

Das Alleinstellungsmerkmal von Juno ist, dass die Fahrer minimale Anteile am Unternehmen erhalten, die über einen unbekannten Zeitraum vesten. Die Fahrer profitieren aber nur von den Anteilen, wenn das Unternehmen erfolgreich verkauft wird oder an die Börse geht. Es ist fraglich, wie viele Fahrer an dieser langfristigen Strategie wirklich interessiert sind und diese verstehen. Die meisten werden aufs schnelle Geld aus sein, um über die Runden zu kommen. Für Fahrer wird es auch schwer zu verstehen sein, wie viel die Shares später wert sein können und welches Risiko damit verbunden ist.

Fahrer mit Erfahrung

Juno nimmt nur Fahrer auf die Plattform, die Erfahrung auf anderen Plattformen gesammelt haben. Hinzukommt, dass sie hohe Kundenbewertungen gesammelt haben müssen. Die Fahrpreise für den Kunden liegen etwa auf dem gleichen Niveau, wie bei den Wettbewerbern. Die Fahrer müssen aber nur 10% des Fahrpreises abgeben, das ist weniger als bei Uber und Lyft. Laut Juno geht dieses Geschäft auf, weil weniger für Fahrerrecruiting ausgegeben wird. Bleibt abzuwarten, wie lang diese Strategie Bestand hat. Bisher wurden 16.000 Fahrer seit dem Start vor vier Monaten zur Plattform hinzugefügt.

Hohe Investitionen in den Mobilitätssektor

In den letzten Jahren wurden über 28 Milliarden in den Fahrdienst-Sektor investiert. Den Größten Teil davon haben Unternehmen wie Uber, Didi Chuxing, Gett, Lyft und Grab eingesammelt. Im Vergleich zu der Milliardenfinanzierung der amerikanischen Wettbewerber ist die Finanzierung für Juno sehr bescheiden. Es wird interessant sein, die weitere Entwicklung zu verfolgen.

Bild: Jason Lawrence (flickr) (bestimmte Rechte vorbehalten)