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Zipcar mit mehr als 1 Millionen Nutzern

Das Carsharing-Unternehmen, das mittlerweile zur Avis Budget Gruppe gehört, hat nach 16 Jahren auf dem Markt die Marke von einer Millionen Kunden überschritten. Laut Zipcar Rechnung hat es dazu geführt, dass 400.000 Fahrzeuge weniger unterwegs sind. Diese Aussage sollte zwar vorsichtig betrachtet werden, aber der Erfolg von ZipCar wird dafür gesorgt haben, das einige Nutzer ihr eigenen Fahrzeug verkaufen oder erst gar kein Auto anschaffen.

400.000 Fahrzeuge von der Straße genommen

Das Unternehmen  wurde von 16 Jahren gegründet und ist ein Pionier der Sharing Economy. Mittlerweile gibt es das Angebot in mehr als 500 Städten in acht Ländern. Es wurde eine Umfrage durchgeführt, bei denen ein Drittel der Nutzer angegeben haben, dass sie ein eigenes Fahrzeug erworben hätten, wenn das Zipcar Angebot nicht existieren würde. Weitere 10% der Nutzer, die an der Umfrage teilgenommen haben, haben angegeben, dass sie ihr Auto verkauft haben, nach dem sie zum Zipcar-Nutzer geworden sind. Beide annahmen zusammen veranlassen das Unternehmen dazu, die Behauptung aufzustellen, dass 400.000 Fahrzeuge von der Straße genommen wurden.

Zipcar Übernahme durch Avis Budget

Im Jahr 2013 wurde ZipCar von dem Mietwagenanbieter Avis Budget übernommen. Das Unternehmen hat damals für einen Preis von 500 Mio. US$ den Besitzer gewechselt. Damals hatte ZipCar 760.000 Nutzer, im Moment wächst die Nutzerzahl  um 10% pro Jahr. Weitere Mietagenkonzerne setzen auch auf Carsharing-Angebote. Sixt und Europcar zählen zu den bekanntesten Beispielen in Deutschland. Europcar beitreibt car2go in einem Joint Venture mit Daimler. Sixt betreibt zusammen mit BMW das Carsharing Angebot DriveNow.

Zipcar betreibt in mehreren Städten ein stationsgebundenes Carsharing-Angebot. In einigen US-Städten werden auch flexiblerer Angebote getestet. In Deutschland ist die Deutsch Bahn Tochter Flinkster mit einem ähnlichen Angebot auf dem Markt. Denn größten Zulauf können aber die free-floating Anbieter DriveNow und car2go verzeichnen. Grund dafür ist die Flexibilität bei der Anmietung und auch die freie Verteilung in den Geschäftsgebieten. DriveNow hat im Juni alleine in Deutschland 1.26 Mio. registrierte Nutzer.

Bild: GetMobility.de (bestimmte Rechte vorbehalten)

Lyft: Nutzer Profile & Kooperation mit Verizon

Seit dem letzten Artikel über die Taxi-Alternative und Ridesharing Plattform Lyft ist einige Zeit vergangen. In den letzten Tagen hat es wieder interessante Neuigkeiten gegeben, über die wir berichten möchten.

Profile für Fahrer und Beifahrer

Im letzten Jahr gab es einige Sicherheitsbedenken im Bezug auf die Fahrer der neuen Ridesharing und Taxi Services, wie Uber und Lyft. Lyft ermöglicht es nun den Fahrern und Nutzern, ein ausführliches Profil zu erstellen, um das gegenseitige Vertrauen zu erhöhen.

Bewertungen, Anzahl an Fahrten und mehr

Bei den Fahrern wird die durchschnittliche Bewertung angezeigt und die Anzahl der absolvierten Fahrten. Fahrer und Nutzer können Informationen über ihrem Wohnort, ihren Musikgeschmack und weitere Informationen eintragen, die als Gesprächsgrundlage dienen können. Eine optionale Facebook Integration spürt gemeinsame Facebook Freunde auf. Wenn Fahrer und Beifahrer einen gemeinsamen Bekannten haben, er halte beide eine Benachrichtigung darüber.

Mehr Vertrauen, bessere Gespräche

Fahrer und Beifahrer sollen sich durch die neuen Features besser über gemeinsame Vorlieben austauschen können. Gerade bei Lyft Line, einem Service bei dem sich mehrere unbekannte Fahrgäste das Fahrzeug teilen, sollen die Profilinformationen das Eis brechen. Zusätzlich soll das Vertrauen der Nutzer durch die Profile gestärkt werden.

Verizon kooperiert mit Lyft

Im letzten Jahr hat Lyft-Konkurrent Uber eine Partnerschaft mit dem größten amerikanischen Mobilfunkanbieter AT&T verkündet. Auf den AT&T Smartphones wird die Uber App vorinstalliert, Uber setzt im Gegenzug auf AT&T bei den Fahrern. Lyft und Verizon ziehen nun mit einer ähnlichen Kooperation nach.

Rabatte für Lyft Fahrer

Verizon bietet den Lyft Fahrern einen monatlichen Rabatt an, wenn sie einen neuen Mobilfunkvertrag abschließen oder wenn sie bereits Kunde bei Verzion sind. Dieses Angebot wird in der Accelerate Premier Driver Rewards Programm von Lyft aufgenommen. Durch dieses Programm erhalten die Fahrer besondere Angebote, je nach dem, wie viele Fahrten sie absolvieren. Darunter sind unter anderem kostenlose Mitgliedschaften in Fitness Studios, Vergünstigungen bei der Wartung der Fahrzeuge oder bei der Pannenhilfe.

Lyft App auf Verizon Smartphones

Verizon wird auch die Lyft app auf einigen Android Smartphones vorinstallieren. Lyft erhofft sich dadurch ein Wachstum an neuen Nutzern, die den Lyft Fahrservice regelmäßig nutzen.

Bild: Lyft.com (alle Rechte vorbehalten)

1 Mio. car2go Nutzer, Abgang bei MyTaxi, Baidu will bei Uber rein

Eine Übersicht an Kurznachrichten der letzten Woche: Das Carsharing Unternehmen car2go heißt seinen millionsten Kunden willkommen, der Chinesische Such-Riese Baidu will in Uber investieren. Sven Külpers nimmt bei MyTaxi seinen Hut und Sidecar führt Sicherheitsgebühr ein.

Car2Go mit 1 Mio. Nutzern

Das Carsharing Unternehmen car2go aus dem Daimler Konzern hat am Mittwoch den millionsten Nutzer begrüßt.  Insgesamt sind um die 12.500 Smarts weltweit an 30 Standorten unterwegs. Seit beginn wurden etwa 32 Millionen Mietvorgänge absolviert, aktuell sind es 400.000 Mietvorgänge die Woche. Auch wenn die Zahlen nichg ganz realistisch erscheinen, ist das eine ordentliche Leistung. Car2go will auch im kommenden Jahr stark wachsen, um sein Marktführerschaft auszubauen. (Via Mittelstand Nachrichten)

Sven Külpers geht bei MyTaxi

Der MyTaxi Mitgründer Sven Külpers verlässt das Unternehmen nach der Übernahme durch Daimler. Sven Külpers hat zusammen mit Nicolaus Mewes MyTaxi gegründet, Mewes gilt als starker Mann im Hintergrund, Külpers hat das Unternehmen nach außen vertreten. Ob die Idee mit dem Preiskampf mit Uber in Hamburg noch unter seiner Verantwortung entstanden ist oder schon durch Daimler bzw. Moovel initiiert wurde und ob sein Abgang damit etwas zu tun hat, ist unklar. Insider sagen, dass private Gründe für den Abgang verantwortlich sind. Külpers soll das Unternehmen weiterhin beraten. (via Manager Magazin)

Baidu will 600 Mio. US$ in Uber investieren

Der Chinesische Internetriese Baidu will einen hohen Betrag in Uber investieren, im Raum stehen 600 Mio. US$. Bereits in der Ankündigung zur letzten Finanzierung wurde von Uber bekräftigt, dass die Runde von den kommunizierten 1.2 Milliarden US$ auf 1.8 Milliarden US$ anwachsen könnte. Nun scheint klar zu sein, von dem die zusätzlichen 600 Mio. US$ kommen sollen. Das Geld soll für den Ausbau in China verwendet werden. Die Allianz wäre für beide Unternehmen mit Vorteilen verbunden. Uber hätte einen starken Partner im Land. Baidu könnte Uber helfen, den lokalen Markt besser zu verstehen, damit sich das Unternehmen schneller ausbreiten kann. Baidu würde im Vergleich mit Alibaba und Tencent an Boden gewinnen. Beide Unternehmen haben in letzten Zeit hohe Summen in Mobilitäts-Startups investiert. Die Tencent Gruppe ist unter anderem an Lyft beteiligt, Alibaba an Kuaidi Dache. Interessanterweise hat Qunar, eine Reise-Suchmaschine aus dem Baidu Konzern, vor wenigen Tagen eine Kooperation mit der Buchungsplattform für Limousinenfahrten Blacklane bekannt gegeben. Bleibt abzuwarten, ob Baidu auch bei Blacklane einsteigt, oder ob diese Kooperation nach dem Einstieg bei Uber vorzeitig beendet wird. Die Seite für Fahrzeugbuchungen auf Qunar sieht bereits heute dem Design der Uber-Seite ähnlich. (via Bloomberg)

Sidecar verlangt 1 US$ pro Fahrt für Sicherheit

Das amerikanische Ridesharing-Startup Sidecar zieht nach und verlangt eine Sicherheits-Gebühr von 1 US$ pro Fahrt. Die Konkurrenten Uber und Lyft verlangen schon seit einer geraumen Zeit eine “Safe Ride” oder “Trust and safety” Gebühr, um die Kosten für die Versicherung und die Überprüfung der Fahrer und Fahrzeuge zu decken. Sidecar zieht jetzt mit der “RideSafe” Gebühr nach. Laut Sidecar sollen damit die Versicherungspolice (1 Mio. US$ Deckungsbeitrag pro Vorfall), die Überprüfung der Fahrer (Background checks) und die Überprüfung der Fahrzeuge finanziert werden. Sidecar unterscheidet sich von Uber und Lyft dahingehend, dass der Fahrer den Fahrpreis festsetzt. Der Fahrgast kann dann den Fahrer nach unterschiedlichen Kriterien auswählen, z.B. dem günstigsten Fahrpreis, dem Fahrzeug oder der Ankunftszeit. (via Techcrunch)

Bild: Car2Go Austin 2011 von Denis Bocquet (bestimmte Rechte vorbehalten)