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Bike-Sharing: Ofo startet in Berlin

Nach längerer Vorbereitung startet ein weiterer Bike-Sharing Dienst in Berlin. Der chinesische Anbieter ofo startet sein Angebot demnächst in den Bereichen Prenzlauer Berg und Friedrichshain. Mitarbeiter für Berlin wurden schon seit Ende letzten Jahres gesucht, jetzt geht es endlich los.

Kleine Flotte am Anfang

ofo scheint von den Mitbewerbern gelernt zu haben. Anders als oBike in München, startet der Neueinsteiger mit einer kleinen Flotte in Berlin. Am Anfang sollen etwa 100 Fahrräder ausgerollt werden, in den kommenden zwei bis drei Monaten soll die Zahl auf 2000 Räder erhöht werden. Heute soll der Dienst mit den ersten Fahrrädern starten. Die Fahrräder sind von der Größe her auf den Deutschen Markt angepasst, außerdem sind sie mit einer 3-Gang Schaltung ausgestattet. Die Beschreibung erinnert an die Fahrräder von Byke, die sich gut fahren lassen.

Wachstum durch Partnerschaften

Um für Aufmerksamkeit zu sorgen, plant das Unternehmen, mit Geschäften im Bediengebiet zu kooperieren. Geplant sind gemeinsame Events und eventuell auch Co-Brandings. Ein Kooperation mit anderen Mobility Anbietern oder die Integration in ÖPNV Angebote ist bisher nicht geplant. Laut General Managerin Alex Cappy ist das Thema Teil einer weltweiten Strategie sein, die im Moment erst ausgearbeitet wird.
Die ersten Nutzer sollen eng begleitet und befragt werden, um Feedback über die Fahrräder, die Bedienung der App und das Konzept an sich zu sammeln. Das Feedback soll in die weitere Entwicklung des Dienstes mit einfließen.

Preisgestaltung orientiert sich an Mitbewerbern

Preislich wird sich Ofo bei 80 Cent für jede 20 Minuten bewegen. Die Mitbewerber Mobike oder LimeBike verlangen zwischen 0,50€ und 1,00 € pro 20 bzw. 30 Minuten. Der Anbieter Byke verlangt 50 Cent pro 30 Minuten. Ofo überlegt außerdem, unterschiedliche Abo-Modelle einzuführen, um die Nutzer länger an den Dienst zu binden.
ofo ist vor ein paar Jahren in China gestartet und wird mittlerweile mit einem Milliardenbetrag bewertet. Zuletzt wurden mehr als 850 Mio. Dollar von Alibaba und co. investiert. Die Fahrdienstplattform Didi Chuxing hat ebenfalls in ofo investiert und das Bike-Sharing Angebot in die Mobility Plattform integriert.
Bild: ofo (alle Rechte vorbehalten)

Bike-Sharing App Ofo sammelt Finanzierung von Alibaba ein

Das chinesische Startup Ofo, das mittlerweile auch in Europa aktiv ist, sammelt 866 Mio. Dollar ein. Die Runde wird von dem E-Commerce Konzern Alibaba angeführt, mit der Beteiligung von weiteren Investoren. Mit dem neuen finanziellen Polster will das Bike-Sharing Startup unter anderem im Konkurrenzkampf mit Mobike bestehen. Mobike ist finanziell ebenfalls gut ausgestattet und wird von dem Technologiekonzern Tencent finanziert, beide Unternehmen liefern sich einen teuren Kampf um Marktanteile in China.

Wettkampf zwischen Ofo und Mobike

Der Wettkampf zwischen den beiden Unternehmen erinnert an die Anfänge des Ride-Hailings in China. Vor der Fusion zu Didi Chuxing haben sich die beiden Unternehmen Didi Dache und Kuaidi Dache bekriegt und laufend versucht, sich gegenseitig zu überbieten. So auch Ofo und Mobike.

Der Cash Burn muss enorm sein, da erst im letzen Sommer 700 Mio. Dollar eingesammelt wurden, die innerhalb der letzten paar Monate verbrannt wurden. Ein Statement von Ofo CEO Dai Wei lässt darauf schließen, dass sein Unternehmen einen Gang runter schalten möchte bei der weiteren Expansion. Der Fokus soll in Zukunft auf der Qualität des Services liegen und auf einem effizienten operativen Setup. Gerade der operative Betrieb wird hohe Kosten verursachen, Effizienzsteigerungen werden zu enormen Einsparungen führen.

Hohe Kosten durch Operations und Vandalismus

In den letzten Monaten haben beide Unternehmen mit finanziellen Problemen gekämpft, verursacht durch den harten Wettbewerb der beiden Unternehmen. Zusätzlicher Druck ist durch den Einstieg von Didi Chuxing in den Bike-Sharing Markt entstanden. Unter anderem hat Didi den Anbieter Bluegogo teilweise übernommen und integriert, nachdem dem Unternehmen das Geld ausgegangen ist. Didi bietet seit längerem in seiner App mehrere Bike-Sharing Dienste an, unter anderm auch Ofo in einigen Städten. Eine Lösung, um den kostenintensiven Wettbewerb zu beenden, wäre eine Fusion. Dagegen sind aber die beiden großen Investoren Alibaba und Tencent, die beide den chinesischen Bike-Sharing Markt kontrollieren wollen.

Mehr als 90% Marktanteil

Mobike und Ofo sind die größten Anbieter von Bike-Sharing Dienste in China, zusammen kommen beide Unternehmen auf einen Marktanteil von mehr als 90% und werden mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet. Ofo wurde 2014 gegründet und nach eigenen Angaben nutzen 200 Mio. Nutzer die Plattform, pro Tag werden 32 Mio. Transaktionen durchgeführt.

Bild: Ofo (alle Rechte vorbehalten)