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ArrivaClick kommt nach Liverpool

Der nationale Betreiber Arriva hat sich für Liverpool entschieden. Der On-Demand-Service für Busse wird in der Stadt im Nordwesten Englands zum ersten Mal auf die Straßen gebracht und kalkuliert die Routen abhängig davon, wohin die Fahrgäste gebracht werden möchten.

Die Services der App ”ArrivaClick”

Ähnlich wie zum Taxiservice von Uber, wird der neue On-Demand-Service Fahrgästen ermöglichen, einen Bus über eine App zu buchen. Das innovative System kombiniert Besonderheiten von einem Taxifahrdienst und dem Busverkehr. Passagiere können via ArrivaClick einen Bus bestellen und seine Route verfolgen. Den Nutzern wird der Name des Fahrers mitgeteilt und stellt ihnen zusätzlich die Option bereit, eine individuelle Haltestelle anzugeben sowie einen Sitzplatz im Bus zu reservieren.   

Durch die hochentwickelte Technologie von Via, ein weltweit tätiges Unternehmen für Mitfahrdienste, berechnen Algorithmen den bestmöglichen Fahrweg für die kombinierten Routen der Passagiere. Das Ergebnis gibt die kürzeste und die schnellste Route an. ArrivaClick garantiert einen festen Fahrpreis und Echt-Zeit-Informationen in Bezug auf Abfahrt und Ankunft. Die App kombiniert also die Kosteneffizienz von Bussen und die Bequemlichkeit einer Taxifahrt.

Es gibt keine festen Routen. Die Fahrten bedingen sich durch die Zielwünsche der Fahrgäste. Der Service vollstreckt sich in einem Gebiet vom Stadtzentrum bis zum Liverpool John Lennon Flughafen und verbindet die Einwohner, die sich zur Arbeit, zum Shopping oder aus sonstigen Transportgründen bewegen.  

Was ArrivaClick noch leistet

Mit der Einführung des innovativen Minibus-Services wird die Verbesserung der Luftqualität in Angriff genommen. Auch die Reduzierung von Autofahrten in den Städten wird damit bezweckt. ArrivaClick bietet freies Wi-Fi, Aufladestationen und Ledersitze an. Insgesamt komplettiert der Service von ArrivaClick das bestehende Busnetzwerk und ist bis dato der größter Service seiner Art in UK.

ArrivaClick hat das Potential tausende von Fahrten zu transformieren. Bereits während der Testphase in Kent nutzen 50% der Kunden den Service anstelle einer privaten Fahrt. 43% verwendeten ArrivaClick sogar für die tägliche Fahrten zwischen Arbeit und ihrem Zuhause.

Bis zum Sommer 2019 will Arriva den Service von sechs auf 25 Fahrzeuge ausweiten.

Bild: liverpoolecho.co.uk (Alle Rechte vorbehalten)

Wittlich Shuttle: ioki startet deutschlandweit ersten digitalen Rufbus

Im rheinland-pfälzischen Wittlich hat das neue „Wittlich Shuttle“ seinen Betrieb aufgenommen. Der digitale Rufbus soll die vorhandene Verkehrsinfrastruktur in dem ländlichen Raum sinnvoll ergänzen und seinen Kunden mehr Unabhängigkeit von Fahrplänen und Taktfrequenzen gewähren. In Wittlich, einer Kreisstadt mit rund 20.000 Einwohnern, wird das neue Mobilitätsangebot von DB Regio Bus betrieben. Die On-Demand-Plattform wurde von ioki entwickelt, dem Geschäftszweig der Deutschen Bahn für intelligente On-Demand-Mobilität.

Wittlich wird mobiler

Bereits im vergangenen Dezember startete ioki einen Testbetrieb in Wittlich, um so Erfahrungen von Testkunden bei der alltäglichen Nutzung des Rufbusses sowie den tatsächlichen Bedarf zu erfassen und das Produkt basierend auf dem Kundenfeedback zu verbessern. Das Corporate Startup der Deutschen Bahn setzte sich gemeinsam mit der Stadt Wittlich das Ziel, den Rufbus reibungslos in die Mobilität der Zukunft zu steuern. Mit dem Betriebsbeginn des neuen „Wittlich Shuttles“ am 24. Mai 2018 wurde On-Demand-Mobilität bundesweit erstmals in den bestehenden öffentlichen Personennahverkehr integriert. Der digital buchbare Rufbus ist auf flexiblen Routen unterwegs und ergänzt so die vorhandene Verkehrsinfrastruktur in und um Wittlich.

Start des ersten digitalen Rufbusses in Wittlich
Start des ersten digitalen Rufbusses in Wittlich – das neue Wittlich Shuttle

Bestellen per App oder Telefon

Das „Wittlich Shuttle“ verkehrt mit einer Flotte von zunächst zwei Fahrzeugen sowie mit verlängerten Servicezeiten (Montag bis Freitag von 5 bis 20 Uhr) und verbindet alle Ortsbezirke durch über 70 Haltestellen miteinander. Dabei befördert der On-Demand-Service seine Kunden auf flexiblen und je nach Fahrtziel unterschiedlichen Routen innerhalb eines dichten Netzes. Ganz nach dem Ridesharing-Prinzip sammelt das fahrerbasierte Shuttle unterwegs weitere Fahrgäste mit ähnlichen Routen ein. Buchbar ist der neue digitale Service per ioki Wittlich App, die für iOS und Android verfügbar ist, oder der Bus kann wie gewohnt telefonisch über eine Rufbuszentrale angefordert werden. Auf diese Weise möchte man eine breite Zielgruppe von Jung bis Alt ansprechen. Neu ist, dass das „Wittlich Shuttle“ nun neben der Sofortbestellung auch zu einem bestimmten Termin gebucht werden kann. Der Fahrpreis soll dabei nie bei mehr als 3€ liegen. 

Die erste und letzte Meile

Michael Barillère-Scholz, Geschäftsführer von ioki, äußert sich wie folgt zu dem Projekt: „Unser Ziel ist es, mit Hilfe von intelligenten Lösungen wie dem digital buchbaren Rufbus das Problem der ersten und letzten Meile zu reduzieren und Kunden schneller an ihr Ziel zu bringen. Auch im ländlichen Raum sollen Menschen ohne eigenes Auto einfach und schnell mobil sein“. Auch Joachim Rodenkirch, Bürgermeister der Stadt Wittlich, blickt positiv auf den Mobilitätsmehrwert, der seinen Bürgern ab sofort geboten werden soll: „Ich bin mir sicher, dass wir den ioki-Rufbus und damit das öffentliche Personennahverkehrsangebot in Wittlich deutlich verbessern werden“. Das Modell solle künftig auch in anderen Teilen Deutschlands an den Start gehen.

Bilder: ioki (alle Rechte vorbehalten)

ioki: Deutsche Bahn startet eigene Marke für on-demand Mobilität

Die Deutsche Bahn hat vor ein paar Tagen die neue Konzernmarke ioki präsentiert. Unter der neuen Sparte sollen innovative on-demand Mobility Services gestartet werden, den Anfang macht ein Dienst in Niederbayern. Ziel der Bahn ist es, autonomes Fahren und on-demand Mobilität in den öffentlichen Nahverkehr zu integrieren. Noch ist das Zukunftsmusik. Aber die Deutsche Bahn (DB) arbeitet daran, dass diese Zukunft in greifbare Nähe rückt.

Langfristig soll ioki ein autonomes und dynamisches Shuttle sein, das den öffentlichen Nahverkehr erweitert oder sogar ersetzt. In einem ersten Projekt kommt ein autonomes Shuttle Fahrzeug in Bad Birnbach zum Einsatz, noch im Oktober soll es losgehen. Im kommenden Jahr ist ein Shuttle in Hamburg geplant. Dort will auch die Volkswagentochter Moia mit einem dynamischen Shuttle im nächsten Jahr starten. In Birnbach wird ein autonomes Shuttle zum Einsatz kommen, das aber immer einen Fahrer für Notfälle an Bord haben wird. Das Fahrzeug wird eine überschaubare Strecke von 600 Metern zurücklegen. In Hamburg wird ein fahrerbasierter Service gestartet, der an den ÖPNV angebunden wird. Dieser folgt dem Ridesharing-Prinzip, das heißt mehrere Fahrgäste teilen sich ein Fahrzeug, das digital per Smartphone-App buchbar ist. Zudem bekommt Hamburg auch ein Testfeld mit Bahnhofsanschluss für autonom verkehrende Elektrobusse.

Die Bahn will unter der Marke ioki eigene Services starten, sieht sich aber auch als Technologieanbieter für Städte und Gemeinden, die ihren eigenen on-demand Dienst starten wollen. Der ländliche Raum soll dabei auch nicht vernachlässigt werden. Gerade in ländlichen Gebieten mit geringer Bevölkerungsdichte besteht großes Potential mit On-Demand-Lösungen den Öffentlichen Verkehr nachhaltiger und effizienter zu gestalten und individuelle Mobilität ohne eigenes Auto zu ermöglichen.

Das Projekt baut auf den Erfahrungen auf, die die Deutsche Bahn mit den autonomen Shuttles in Berlin und Leipzig gesammelt hat. Interessant ist, dass die DB einen eigenen dynamischen Shuttle entwickelt, obwohl der Konzern an dem Startup CleverShuttle beteiligt ist. CleverShuttle bietet in Städten wie Berlin, Leipzig oder Hamburg einen Ride-Pooling Dienst mit Elektro- oder Wasserstoff-Fahrzeugen an und ist auf Expansionskurs.

Bild: Deutsche Bahn (alle Rechte vorbehalten)

Mercedes Benz Vans beteiligt sich an Shuttle Dienst Via

Die Daimler Tochter Mercedes Benz Vans wandelt sich vom reinen Fahrzeughersteller zum Anbieter für Moblitätslösungen. Damit treibt Daimler die Digitalisierung und die CASE Strategie weiter voran. Mercedes Benz Vans baut die Kooperation mit dem Shuttle Dienst Via weiter aus. Zusätzlich beteiligt sich das Unternehmen mit einem signifikanten strategischem Investment an Via. Seit dem vergangenen Jahr arbeiten Mercedes Benz und Via zusammen.

Weitere Details von Mercedes Benz im September

Viel ist über das Investment und die Vertiefung der Partnerschaft nicht bekannt. Während einer Presseveranstaltung Anfang September sollen weitere Details bekannt gegeben werden. Mercedes-Benz Vans arbeitet künftig verstärkt mit Via an der Weiterentwicklung dieses intelligenten Mobilitätskonzepts. Ziel ist eine effiziente, bedarfsgerechte und ökologisch nachhaltige Personenbeförderung.

Via in den USA erfolgreich

Via ist vor allem in den USA aktiv und dirt sehr erfolgreich. Das Unternehmen bietet einen smarten on demand Shuttle Dienst an, bei dem sich mehrere Fahrgäste, die in die gleiche Richtung unterwegs sind, ein Fahrzeuge teilen. Mit seinem  On-Demand Rideshare-Pooling-Service gestaltet Via den Personentransport neu – von einem stark regulierten System mit starren Strecken und festen Fahrplänen hin zu einem dynamischen Netzwerk. Der smarte Algorithmus versucht die Fahrgäste so zu matchen, dass nur minimale Verzögerungen entstehen.

Erste Kooperation in Frankreich mit LeCab

Via hat angekündigt, in mehrere Städte in Kooperation mit anderen Unternehmen oder Behörden expandieren zu wollen. In einem ersten Projekt hat die Taxi App LeCab aus Frankreich das Via Angebot in Paris integriert. Das Unternehmen kann sich vorstellen, mit Betreibern von öffentlichen Nahverkehrs-Angeboten, Taxinetzwerken und anderen Mobilitätsplattformen zu kooperieren. Auch in Deutschland will Via durchstarten und arbeitet mit einem kleinem Team von Berlin aus.

In Deutschland sind mit Door2Door und CleverShuttle weitere Anbieter aktiv, die ein ähnliches Ziel verfolgen. Beide Unternehmen wollen sich ebenfalls als Software Provider für Unternehmen und Behörden positionieren. Door2Door hat bereits Projekte mit Freyung und Duisburg gestartet.

Bild: Mercedes Benz (alle Rechte vorbehalten)

On-demand Lieferstartup Jinn zieh sich aus den meisten Märkten zurück

Die App Jinn, die vor allem in Großbritannien einen on demand Lieferservice anbietet, zieht sich aus fast allen Märkten zurück. Nach der Umstrukturierung wird nur noch London als Markt für Jinn übrig bleiben. Das Angebot in Glasgow, Edinburgh, Manchester, Birmingham und Leeds wird eingestellt. Das Startup war auch in Spanien aktiv, das dortige Team muss auch gehen.

Kosten einsparen und Profitabilität bis Ende des Jahres

Dieser Schritt zeigt, dass das Unternehmen zu viel Geld verbrannt hat. Um den Verslust zu reduzieren, ist der Fokus jetzt allein auf London, wo das Startup mehr als 90% der Bestellungen durchführt. Die teuren lokalen Operations Teams werden heruntergefahren, um Kosten zu sparen. Bis Ende des Jahres soll die Profitabilität erreicht werden, um wahrscheinlich überhaupt die Chance zu haben, weitere Finanzierung einzusammeln. Erst im Mai hat das Startup die letzte Finanzierungsrunde mit 10 Mio. US$ an Funding abgeschlossen.

Jinn setzt Fokus auf Partnerschaften und B2B Kunden

Eine weitere Änderung in der Strategie ist der Fokus auf B2B Kunden und Partnerschaften und nicht mehr so stark auf B2C Beziehungen. Jinn sieht darin die Möglichkeit für weiteres Wachstum. Eine steigende Anzahl an Händlern sucht nach neuen Liefermöglichkeiten, um ein attraktives Gegenangebot zu den großen E-Commerce Händler darstellen zu können.

Starker Wettbewerb durch Quiqup 

In Großbritannien und vor allem London hat es Jinn im Wettbewerb mit Quiqup nicht leicht. Das Lieferstartup Quiqup verfügt nach der 20 Mio. US$ Runde über mehr finanzielle Mittel. Außerdem scheint sich das Unternehmen mehr Gedanken über die Technologie und die Unit Economics gemacht zu haben. Partnerschaften mit großen Playern, wie Tesco, runden die Stärke von Quiqup ab.

Jinn hat bisher mehr als eine Millionen Lieferungen durchgeführt und verfügt über mehr als 100.000 Kunden. Im Schnitt dauert es 30 Minuten, bis eine Lieferung zugestellt wird. In London sollen positive Deckungsbeiträge erwirtschaftet werden.

Bild: Jinn (alle Rechte vorbehalten)

Volkswagen Marke MOIA kauft zu: Split als Grundlage für Shuttle Service

Im vergangenem Jahr hat Volkswagen angekündigt, dass mit MOIA eine Marke für Mobility Services, wie Ride Hailing oder Smart Shuttles aufgebaut werden soll. Seitdem hat man wenig von MOIA gehört, nur dass demnächst ein on-demand Shuttle gestartet werden soll. Diesem Ziel kommt MOIA jetzt näher, indem das Tech-Unternehmen Split aus Finland übernommen wurde.

Entwicklung von Algorithmen für die Steuerung

Die Firma wird weiterhin in Finnland angesiedelt sein und der Name wird von Split Finland Oy in MOIA Finland Oy umbenannt. Die Gesellschaft gehört damit vollständig zu MOIA. Das Team von Split hat zur Hauptaufgabe, die Algorithmen für die Steuerung der MOIA Shuttle Flotte zu entwickeln. Das Unternehmen profitiert von Erfahrungen, Daten und bestehender Technologie von Kutsuplus in Helsinki und Split US in Washington D.C. MOIA erhofft sich durch die Akquisition eine Verkürzung der Entwicklungszeit.

Finland als Experten-Hub und Entwicklungsstandort

Der Standort in Finnland soll laut MOIA CEO Ole Harms ein Experten-Hub und Entwicklungsstandort für die Software hinter dem neuen Shuttle Dienst werden. Langfristig soll mit der Technologe von Split auch die Grundlage für das Management der autonomen Fahrzeuge geschaffen werden, die die herkömmlichen Shuttle in Zukunft ersetzten werden.

Bereits die zweite Übernahme für das Unternehmen

Split Finland war 2011 als Ajelo Finland gestartet. Das finnische Start-up entwickelte bis 2015 die Software hinter dem Ride-Pooling-Konzept ‚Kutsuplus‘, das von der Helsinki Regional Transport Authority in der finnischen Hauptstadt betrieben wurde. 2014 übernahm das US-amerikanische Unternehmen Split das finnische Ajelo, um mit der Software in Washington D.C. ein Ride-Pooling-Konzept aufzubauen. Der Service im Washington wurde im letzten Oktober eingestellt.

Die Technologie von Ajelo war die weltweit erste vollautomatische Pooling-Lösung. Sie ermöglicht es, Fahrtanfragen von Nutzern, die in eine ähnliche Richtung unterwegs sind, vollautomatisch und dynamisch durch ein Fahrzeug zu bedienen. Mit einer App teilen Fahrgäste dem System Standort und Ziel mit. Ein Algorithmus errechnet dann eine möglichst effiziente Route für den Shuttle. Erst so wird eine höchst effiziente und nachhaltige geteilte Echtzeitmobilität möglich.

MOIA hat noch paar Aufgaben zu lösen – lädt sich dabei Zeit

Durch die Übernahme löst die Volkswagen-Tochter eine Herausforderung auf dem Weg zu einem on-demand Shuttle Dienst. Die Fahrzeuge für die erstes Integration dürften einfach aus dem Volkswagen Netzwerk zu besorgen sein. Bleibe noch die Herausforderungen auf Fahrer Seite und bei der Regulierung. Hinzukommen die Herausforderungen beim Aufbau eines Kundenstamms, der groß genug ist, um einen Shuttle Dienst effizient betreiben zu können. Split hat es alleine nicht geschafft, eventuell hilft Moia die Beteiligung an Gett. Es ist schon erstaunlich, dass sich MOIA beim Start eines ersten Services so viel Zeit lässt. Schließlich ist die Konkurrenz nicht zu unterschätzen und es arbeiten bereits mehr als 50 Mitarbeiter an diesem Projekt.

Bild: MOIA Finland Oy (alle Rechte vorbehalten)

Here stellt Mobility on-demand Toolkit vor

Der Kartendienst Here hat ein Toolkit vorgestellt, mit dem Entwickler von On-Demand-Diensten ortsbezogene Daten in ihre Apps schnell integrieren können und neue Features entwickeln und anbieten können. Für eine zufrieden stellende Erfüllung der Kundenerwartungen und gleichzeitig wirtschaftliche Lösung, ist ein leistungsfähiges und genaues System notwendig.

Lösung für Lieferdienst und Ride-Hailing Plattformen

Der Kartenanbieter  will mit seiner Lösung Anbieter aus unterschiedlichen Industrien ansprechen. Das Toolkit kann in die Apps von Lieferdiensten für Essen mit eingebaut werden. Für Kurierdienst und Ride-Hailing Plattformen soll das Angebot auch interessant sein. Über eine API erhalten die on-demand Unternehmen Zugriff auf die Kartendaten, APIs und SDKs. Insgesamt soll es mit dem Paket leichter sein, die Herausforderungen der on-demand Dienste zu lösen. Dabei gilt es, die Balance zwischen Auslastung, Zufriedenheit von Kurieren/Fahrern und Zufriedenheit der Kunden zu finden.

Schnellstart mit Here Toolkit

Laut Here können etablierter Unternehmen ihre Marktposition mit dem Toolkit ausbauen, Startups und Neueinsteiger können mit einer technisch ausgereiften Lösung schnell starten. Das on-demand Toolkit wird bereits von unterschiedlichen Unternehmen genutzt. Der größte Ride-Hailing Anbieter in Südostasien greift auf das Paket zurück, ebenso die türkische Ridesharing App Volt und die australische App Localift, die ebenfalls einen Mitfahrdienst anbietet.

Entweder können die Nutzer des Toolkits eine eigene Navigationslösung bauen, oder auf die Here Navigations-App verlinken. Letzteres ist schneller zu realisieren, wahrscheinlich aber auch weniger individualisiert. Der Kartendienst will Here als end-to-end Lösung vermarkten, die auch bei komplexen Herausforderungen funktioniert. Apps, die mit dem Toolkit entwickelt werden, bieten eine einheitliche Darstellung der Karten über verschiedene Gerätekategorien hinweg. Außerdem können Abhol- oder Abgabeorte präzise lokalisiert werden, hinzu kommt die Unterstützen standortbezogener Benachrichtigungen. Darüber hinaus ermöglicht das Toolkit eine verkehrsbezogene Navigation, Fußgängerführung und stets aktuelle Informationen zur geschätzten Ankunftszeit.

Von BMW und Daimler übernommen – Intel investiert

Here entwickelt auch hochgenaue Kartendaten, die für autonome Fahrzeuge benötigt werden. Gleichzeitig sind die Kartendaten Grundlage für die Navigationsgeräte von Daimler, BMW und anderen Automobilherstellern. Im Jahr 2015 wurde das Unternehmen von BMW, Daimler und Audi gekauft, Anfang diesen Jahres hat Intel 15% an Here übernommen.

Bild: Here (alle Rechte vorbehalten)

Allygator Shuttle vor Start in Berlin

Neben Ally nun auch Allygator Shuttle? Bisher ist die Door2Door GmbH durch die angebotene App Ally bekannt. Ally ist eine Nahverkehrs-App, die verschiedene Transportmöglichkeiten in einer App vereint. Es werden Zeiten und Preise von Carsharing, Bikesharing, öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxi und mehr verglichen.


Update, 1. August 2016: Heute wurde verkündet, dass Allygator am Freitag in Berlin startet. Am Anfang wird der Service am Wochenende verfügbar sein und nur 10 ct. pro Kilometer kosten. Damit benötigt das Unternehmen keine Konzession für die Fahrten. Gleichzeitig muss das Geschäft aber enorm bezuschusst werden.


Allygator Shuttle startet in Berlin

In Kürze soll ein weiterer Service gestartet werden. Unter dem Namen Allygator Shuttle soll wohl ein on-demand Shuttle-Service in Berlin an den Start gehen. Der Text auf der Facebook-Seite sagt, der neue Dienst ist so günstig wie ein Bus aber so flexibel wie ein Taxi. Weitere Details sind bisher nicht über das neue Angebot bekannt. Auf der Karriereseite sind zwei entsprechende Stellenanzeigen veröffentlicht. Es werden Teilzeitfahrer gesucht, die über einen Personenbeförderungsschein verfügen. Die Fahrzeuge für den Fahrdienst werden wohl von Door2Door gestellt. Für die Betreuung des Projects wird ein Operations Manager gesucht, der sich um Fahrzeuge und Fahrer kümmert und den Dienst weiter voranbringt. Wahrscheinlich ist, dass der Service zu den Peak-Zeiten angeboten werden soll. Die Daten wann die Shuttles fahren sollen und von wo nach wo, sollte das Unternehmen besitzen. Über die Ally-App werden die Daten über Verkehrsströme seit mehreren Jahren erhoben.

Clevershuttle mit ähnlichem Konzept

Einen ähnlichen Dienst bietet Clevershuttle bisher in München und Leipzig an, der Start in Berlin soll im August erfolgen. Clevershuttle setzt auf Elektroautos und Plug-in-Hybride. Kooperationspartner sind Audi und die Deutsche Bahn. In den USA bietet unter anderem Ford einen on-demand Shuttle Service mit Bussen.

Mit Waymate gestartet

Ursprünglich ist Door2Door mit dem Reiseportal Waymate gestartet. Nach ausbleibendem Erfolg wurde die Waymate Smartphone-App zu Ally. Nach und nach wurden Mobility-as-a-Service Produkte angeboten. Im Rahmen des Lufthansa Innovation Labs wurde die App Time2Gate getestet.  Geld verdient das Unternehmen bisher auf zwei Wegen. Auf der einen Seite werden Verkehrsdaten aggregiert und ausgewertet. Diese Daten werden dann an Städteverwaltungen und Regierungsorganisationen verkauft. Das White-Labeling der Ally-App ist ein weiterer Umsatzkanal. Auch Door2Door listet die Deutsche Bahn als Kooperationspartner. Zu den weiteren Partnern gehören Uber, Volkswagen und Here.

Bild: Door2Door GmbH (alle Rechte vorbehalten)

Wirbel bei Valk Fleet: Management bedroht, Gehälter nicht gezahlt

Vor ein paar Wochen hat Delivery Hero angekündigt, dass das Tochterunternehmen Valk Fleet aufgegeben wird. Valk Fleet hatte eine Lieferflotte für Restaurants angeboten, die über keine eigenen Fahrer verfügen oder die Lieferungen auslagern wollen.

Wie TechCrunch berichtet, scheint die Abwicklung von Valk Fleet nicht ganz reibungslos zu verlaufen. Ehemalige Fahrer und Angestellte beschweren sich, dass ihnen das Unternehmen noch ausstehendes Gehalt schuldet. Außerdem haben Angestellte und Manager des Unternehmens Todesdrohungen von Fahrern erhalten, da sie nicht bezahlt wurden. Begründung von Delivery Hero ist, dass das Unternehmen unter Aufsicht gestellt wurde. Alle Zahlungen wurden von dem zuständigen Verwalter eingefroren. Fahrer und Angestellte müssen nun ihre Ansprüche gerichtlich geltend machen. Es ist nicht bekannt, wie viele Fahrer und Angestellte betroffen sind.

Die hohe Burn Rate in den letzten Monaten soll dem Unternehmen das Genick gebrochen haben. Der Fokus lag ausschließlich auf Wachstum, was zu einem monatlichen Burn von etwa 700.000 britischen Pfund (ca. 870.00 Euro) geführt habe soll. Zu Hochzeiten wurden etwa 100.000 Bestellungen pro Monat ausgeliefert, was sich durchaus sehen lassen kann. Laut Delivery Hero war es nicht möglich, mit einer Bestellung genügend Umsatz zu generieren, um die Kosten der Lieferung zu decken. Die Restaurants haben zwischen 3.50 und 4.50 Pfund für eine Lieferung bezahlt, die Kosten auf Valk Fleet Seite lagen aber bei 8 Pfund pro Bestellung. Neben den hohen Kosten hatte das Geschäftsmodell von Valk Fleet einige Schwächen. So wurde der Service für eine fixe Gebühr angeboten, am Umsatz war Valk Fleet nicht beteiligt.  Valk Fleet hat mit Schnellrestaurants, wie Burger King zusammengearbeitete. Der durchschnittliche Warenkorb bei Schnellrestaurants dürfte gering sein, im Vergleich zu den hochwertigen Restaurants, mit denen Deliveroo und Foodora  zusammenarbeiten.

Delivery Hero hat im letzten Jahr die Beteiligung an Food Express fallengelassen, um Valk Fleet aufzuziehen. Food Express musste damals Insolvenz anmelden und wurde letztendlich von  Lieferando übernommen. Die meisten Fahrer dürften bereits bei anderen Lieferstartups untergekommen sein. Delivery Hero konzentriert sich nun voll auf Foodora.

Bild: McDonald’s Delivery Fleet von lamoix (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: Postmates startet Abo

On-Demand News: Postmates mit mehr als 1 Mio. Lieferungen pro Monat. Shyp reduziert Belegschaft auf dem Weg zur Profitabilität. Instacart versucht sich als profitabel zu verkaufen.

Postmates startet Abo und knackt 1 Mio. Orders pro Monat

Das amerilkanische on-demand Lieferstartup Postmates hat erstmals mehr als 1 Mio. Bestellungen pro Monat ausgeliefert. Außerdem hat das Unternehmen das Abo Plus Unlimited gestartet. Nutzer können 9.90 US$ im Monat zahlen und erhalten damit alle „Plus“ Bestellungen über 30 US$ ohne weitere Liefergebühr zugestellt. Voraussetzung ist, dass der Händler teil des Händlerprogramms von Postmates ist. Postmates fokussiert sich auf Lieferungen von lokalen Händlern, in den letzten 15 Monaten wurden Waren in Wert von 350 Mio. US$ von Postmates Fahrern ausgeliefert.

Für das Unternehmen ist das Unlimited Plus Angebot Teil der Strategie, um den Service für Jedermann zugänglich zu machen. Nutzern soll ermöglicht werden, den Same-day Delivery Service zu günstigen Konditionen regelmäßig in Anspruch nehmen zu können. Um mit dem Angebot auch Geld zu verdienen, ist Unlimited Plus auf Bestellungen mit einem Warenwert von mehr als 30 US$ beschränkt. Postmates erhält von den Händlern im Schnitt 20% Provision. (via Techcrunch)

Shyp feuert 8% der Mitarbeiter

Das on-demand Startup Shyp feuert 8% seiner Mitarbeiter, damit das Unternehmen dieses Jahr profitabel werden kann. Es müssen Angestellte aus mehreren Bereichen gehen, darunter auch Fahrer und Kuriere. Shyp liefert Pakete und Waren on-demand. Dabei übernimmt Shyp auch das Verpacken der Lieferungen. Die Ware wird beim Kunden oder im Geschäft abgeholt, verpackt und dann zugestellt. (via Venturebeat)

Instacart ist profitabel, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen

Instacart versucht die Skepsis zu zerstreuen, die in den letzten Monaten im Zusammenhang mit Geschäftsmodell von Instacart aufgekommen ist. Instacart Manager Jeremy Stanley versucht zu erklären, dass Instacart unter bestimmte Bedienungen profitabel ist.

Instacart ist in einigen Städten auf Orderlevel profitabel. In 10 von 19 Städten wird mit der durchschnittlichen Bestellung Geld verdient. In den anderen 9 Städten wird eine schwarze Null geschrieben oder es fallen noch Verluste pro Order an. Betrachtet man nur den Umsatz und die Ausgaben für Operations, dann ist Instacart profitabel. Diese Kennzahl beinhaltet aber nicht die Kosten für die IT-Entwicklung und Marketing. Der Umsatz hat sich seit Januar 2015 anscheinend versechsfacht. Damals wurde Instacart nachgesagt, auf einen Umsatz von 100 Mio. US$ zu kommen. (via Businessinsider)

Bild: Matthew Scott (bestimmte Rechte vorbehalten)