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Google integriert Uber in Google Maps

Google hat heute ein Update für die Google Maps App (für iOS/Android) veröffentlicht, das Uber direkt in die Möglichkeiten der Routenwahl mit einbindet.

Wenn man eine Route plant und dabei Fußwege oder öffentliche Verkehrsmittel auswählt und Uber auf seinem Smartphone installiert hat, dann wird einem die errechnete Zeit angezeigt, die ein Uber Fahrzeug für die gewählte Strecke benötigt.  Mit einem Klick kann die Uber App aus Google Maps geöffnet werden, mit der Nadel auf dem bei Google eingegebenen Abholort. Bisher ist die Integration nur für einige Städte freigeschalten, in Berlin funktioniert die Anzeige noch nicht, in New York City zum Beispiel aber schon.

Uber ist seit letztem August ein Startup im Google Ventures Portfolio, von dem her war es nur eine Frage der Zeit, bis Uber in die Maps App integriert wird. Interessant ist aber, dass Google Ventures bisher all seine Investitionen getrennt von Google betrachtet hat und es gab wenig Integrationen von Startups, die durch Google Ventures finanziert wurde, in andere Google Produkte gan. Es wird interessant zu sehen sein, ob Uber noch weiter integriert wird und ob anderen Transportation Startups, wie Hailo und Lyft die gleichen Möglichkeiten geboten werden und diese ebenfalls in Google Maps integriert werden.

Reaktionen der Taxilobby auf die neuen Wettbewerbssituation im Taximarkt

In den letzten Tagen wurde viel über die neuen Mobilitätsanbieter geschrieben, die den Taximarkt aufmischen. Einerseits haben die Medien das Thema aufgefasst auf der anderen Seite haben auch die Taxiverbände und -vereinigungen ihre Meinung ins Netz gestellt.

Herr Leipold von der Berliner Taxivereinigung, der die einstweilige Verfügung erreicht und durch die Nicht-Vollstreckung die beste PR für Uber gemacht hat, meldete sich schon vor ein paar Wochen mit einem offenen Brief zur Uber-Dabatte zu Wort:

Die einstweilige Verfügung gegen UBER in Berlin hat gestern zu einem riesigen Echo in den Medien und in den sozialen Netzwerken geführt. 

„Gerade in den sozialen Netzwerken ist bei vielen der Eindruck entstanden, hier versuche ein Taxikartell sein Monopol mit überhöhten Preisen zu sichern und zu diesem Zweck via Gerichtsbeschluss Wettbewerb und innovative Startups vom Markt zu drängen.“

„Wir und das Berliner Taxigewerbe arbeiten dabei seit Jahren mit innovativen Start-up Unternehmungen („mytaxi“ ist nur ein Beispiel) erfolgreich und gut zusammen und stehen Innovation keineswegs negativ gegenüber.“

Das hat am Anfang anders ausgesehen, mittlerweile scheint man sich mit myTaxi verbündet zu haben

„Wir kämpfen insbesondere für bezahlbare Taxipreise. Damit haben wir uns nicht nur Freunde gemacht. Wir sind jedoch der Auffassung, dass möglichst niedrige Preise zu einer höheren Auslastung und somit zu mehr Gewinn führen. Jeder sollte sich Taxifahren leisten können, denn wir sind ein Teil des öffentlichen Nahverkehrs.“ 

Das ist auch das Ziel von Uber und co., die Auslastung lässt sich hier bestimmt besser steuern, da mehr Daten erhoben werden und recht genau gesagt werden kann, wann viel Bedarf ist.

„Kurz: Wir freuen uns über Wettbewerb. Aber: Wettbewerb funktioniert nur, wenn Rechte und Pflichten für alle gelten.“  Die Rechte wurden wahrscheinlich von der Taxilobby damals mitgestaltet, da ist es nicht fair, darauf hinzuweisen.

„Das bedeutet auch: gut ausgebildete Fahrer. Wir entwickeln z.B. in Zusammenarbeit mit der IHK Berlin zusätzlichen zum obligatorischen Personenbeförderungsschein Qualitätsschulungen für unsere Fahrer.“ Jeder Fahrer bei Blacklane, Uber und den anderen Anbietern bekommt wahrscheinlich mehr Schulung und laufende Verbesserungsvorschläge, als durch die Qualitätsschulung der IHK.

„Aller PR, Marketing und Werbung zum Trotz: Uber ist kein kleines inovatives Start-up Unternehmen, das von der BTV niedergekämpft wird, sondern ein 3,5 Milliarden schwerer Konzern.“ Sie haben wohl noch nicht begriffen, dass sie gerade die beste PR für Uber machen. Uber ist kein Konzern, sondern ein Startup in der Wachstumsphase.


Eine teilweise wenige sachlich geschriebene Meldung wurde auch von den Droschken-Kutschern in Hamburg veröffentlicht. Unter dem Titel „Kampf den Hobby-Taxis vom Wundercar, Uber & Co.“, was bestimm „von Wundercar, Uber & Co“  heißen sollte, wird Stellung genommen zu den Aktivitäten der innovativen Markteinsteiger.

„Wir werden es nicht zulassen, dass gegen alle einschlägigen Gesetze und zu Lasten der Fahrkunden durch die Dienste von Wundercar, Uber & Co. Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung begünstig werden. Wenn jemand den Taxis Konkurrenz machen möchte, soll er das gerne tun, aber bitte im Rahmen der geltenden Gesetze.“ Wie schon bei der Stellungnahme der Berliner Taxivereinigung wird hier auf Gesetze Bezug genommen, die von der Taxilobby mit formuliert wurden. Die Aktivitäten als Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung zu deklarieren, ohne Beweise zu liefern, ist auch nicht sehr einleuchtend.

„So müssen Taxifahrer regelmäßig zu umfangreichen Gesundheitschecks, ihre Wagen sind gemäß § 29 StVO jährlich zur Hauptuntersuchung (sog. „TÜV“) vorzuführen. Taxifahrer müssen in Hamburg monatelang büffeln für die sog. Ortskundeprüfung, die mittlerweile so anspruchsvoll geworden ist, dass regelmäßig drei Viertel der Prüflinge durchfallen.“ Wieso ist heute noch eine Ortskundeprüfung notwendig, wenn ein neue Technologien wie Navi genutzt werden können, um zum Ziel zu finden? Bei meinen letzten Taxi-Fahrten wurde auch von jedem Taxifahrer das Navi genutzt oder ich wurde laufend nach dem Weg gefragt.

„Bis Ende 2014 werden – auf freiwilliger Basis! – zwei Drittel aller Hamburger Taxis mit solchen Fiskaltaxametern ausgerüstet sein, durch welche systematische Steuerhinterziehungen unmöglich gemacht werden.“ Bei innovativen Anbietern im Transportgewerbe wird jede Fahrt festgehalten, die Gutschriften und Rechnungen automatisch ausgestellt und die Beträge per Kreditkarte bezahlt und der Anteil an die Partner überwiesen. Die Geldflüsse sind also dokumentiert und es gibt keine Möglichkeit, Geld am Finanzamt vorbei zu führen.

„Wir stellen uns gerne jedem Wettbewerb, vorausgesetzt, es ist ein fairer Wettbewerb. Gegen illegale Wettbewerber werden wir uns mit allen gebotenen Mitteln zur Wehr setzen.“ Warum dann nicht einfach das Personenbeförderungsgesetz für alle ändern, damit jeder Teilnehmer die gleichen Chancen und Risiken hat?

„Zu der Illegalität von unkonzessionierten Hobby-Taxis zählt der fehlende Versicherungs­schutz für die Fahrgäste. Die üblichen KFZ-Versicherungen lehnen eine Haftung für Schäden ab, wenn mit privaten PKWs und ihren üblichen KFZ-Versicherungen gewerbliche Personenbeförderung durchgeführt werden (Wundercar-Slogan: “Einfach wie ein Taxi, zum halben Preis”). Das sollten Fahrgäste wissen, bevor sie bei einer Tour von Wundercar, Uber & Co. zu Schaden kommen.“ Hier werden die Anbieter bestimmt bald nachziehen und eine Versicherung für die Fahrten und sogar die Zeit zwischen den Fahrten abschließen.

Jetzt wird es richtig ausfällig:

„Das Taxigewerbe ist keinesfalls bereit hinzunehmen, dass einige App-Anbieter ihr merkwürdiges Verhältnis zu geltendem Recht hier in die Tat umsetzen wollen. So äußerte Uber-Manager Dimitry Gore-Coty, zuständig für Nord- und Westeuropa, jüngst entlarvend: „Die deutsche Gesetzgebung ist zu einer Zeit geschrieben worden, als das Internet noch nicht erfunden war (…)”. Daraus abzuleiten, man könne sich mit neuen Internetdiensten wie die von Wundercar, Uber & Co. einfach über bestehende Gesetze hinwegsetzen, ist schlicht erbärmlich. Demnächst fordern die Brüder wohl noch, dass man mit einer neuen App Steuerhinterziehung und Drogenhandel zulassen müsse, denn auch da ist die deutsche Gesetzgebung zu einer Zeit geschrieben worden, als das Internet noch nicht erfunden war. “Legal, illegal, scheißegal” werden wir den Herren und ihren teils milliardenschweren Investoren (Google, Goldman & Sachs, Daimler, diverse Investmentfonds usw.) nicht durchgehen lassen – die hätten sich eben vor ihren Investitionen mit der Rechtslage auseinandersetzen müssen. Es ist grotesk, sich hinterher über die bestehende Gesetze zu beschweren, welche letztendlich dem Schutz von Verbrauchern dienen. Wer ohne Praxisbezug, Realitätssinn sowie vertieften Kenntnissen des Personenbeförderungsrechts millionenschwere Schnapsideen umsetzt, der muss dafür auch zahlen. Wir empfehlen: Nächstes Mal vorher informieren, erst dann programmieren und investieren.“

„Wir werden Hobby-Taxifahrer, die trotz der geltenden glasklaren Rechtslage Touren von Wundercar, Uber & Co. mit ihren privaten PKWs gegen Geld und zur Aufbesserung der eigenen Finanzen Personen gegen Geld befördern, durch Anzeigen bei der zuständigen “Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation” und mittels Unterlassungserklärungen am weiteren rechtswidrigen Tun hindern.“ Mal sehen, wie schnell die Hamburger einknicken und aus Angst vor Schadensersatz mit Unterlassungen und Anzeigen aufhören. 


Auch der einstige Feind der Taxiindustrie in manchen deutschen Städten, nimmt Stellung und schlägt sich eher auf die Seite der Taxiindustrie.  Hier sind einige Auszüge aus der „Stellungnahme von mytaxi zur aktuellen Wettbewerbssituation im Taximarkt“:

„Darum begrüßen wir von mytaxi Wettbewerb. Er führt zu besseren Services von denen am Ende der Kunde profitiert. Disruptive Firmen wie Uber oder WunderCar sorgen – genau wie mytaxi –  dafür, dass Märkte neu definiert und durch innovative und zeitgemäße Lösungen verbessert werden. Gleichzeitig ist klar, dass sich Firmen, die in Deutschland aktiv sind, an deutsche Gesetze halten müssen – so wie sich mytaxi in fremden Ländern natürlich auch an die dort jeweils geltenden Rechte hält.“ Mytaxi versucht, sich mit Uber und Wundercar auf eine Stufe zu stellen, ich glaube ihre Innovationskraft haben sie schon seit längerem verloren. Das Startups,  die aus Deutschland kommen, nicht versuchen, bestehende Gesetzte zu ändern und Einfluss zu nehmen, hat man schon öfters gesehen. Ausländische Firmen, wie z.B. AirBnB, Lyft oder Uber, versuchen mit den lokalen Behörden zu sprechen, um eine Änderung zu erreichen.

„Fakt ist, dass es in Deutschland Regeln und Gesetze gibt, die festlegen, dass nicht jeder mit einem Führerschein und einem Auto entgeltlich Personen befördern kann. Dies dient in erster Linie der Sicherheit der Fahrgäste. Das Personenbeförderungsgesetz (PBefG) besagt, dass ein Fahrer in Besitz eines Personenbeförderungsscheins (P-Schein) sein muss. Dieser P-Schein ist sozusagen der Beleg dafür, dass die Fahrer der besonderen Verantwortung bei der Beförderung von Fahrgästen gerecht werden, Ortskunde besitzen sowie gesundheitlich geeignet sind.“

Ein Fahrer kann auch sicher sein, ohne dass er einen Personenbeförderungsschein besitzt. Bei den innovativen on-demand Anbietern werden die Fahrer durch Background-Checks, polizeiliches Führungszeugnis und der gleichen auch laufend überprüft. Gleichzeitig kann der Fahrer viel schneller identifiziert werden, falls etwas passieren sollte und schneller aus dem Verkehr gezogen werden, da der Kunde die Möglichkeit hat, eine Bewertung abzugeben. Man benötigt also nicht umbedingt Gesetzte, um die Sicherheit zu gewährleisten, Transparenz und regelmäßige Kontrollen sollten ausreichen.

„Wir von mytaxi sind bekannt dafür, dass auch wir gerne Regeln brechen und Dinge hinterfragen. Wir sind große Befürworter davon, dass viele Strukturen im Markt verändert werden müssen. Dennoch sind wir davon überzeugt, dass das Personenbeförderungsgesetz für einen hohen Sicherheits- und Qualitätsstandard sorgt. Der Schutz und die Sicherheit der Fahrgäste stehen auch bei mytaxi immer an erster Stelle.“ Welche Regeln hat mytaxi gebrochen? Bis auf man bestellt per App fällt mir keine ein.

„Als mytaxi im Jahr 2009 durchstartete, stießen wir auf großen Widerstand seitens der Taxizentralen. Daher kennt mytaxi die Situation, in der sich Uber und WunderCar aktuell befinden aus eigener Erfahrung. Wir finden es prima, dass innovative Startups nun weiteren frischen Wind in den Markt bringen. Wettbewerbern steht mytaxi offen und fair gegenüber, da uns diese anspornen, ständig besser zu werden und das eigene Produkt regelmäßig zu hinterfragen. Erst kürzlich führte mytaxi daher ein neues Vermittlungssystem ein und sorgte erneut für viel Aufruhr im Markt. Dennoch sind wir aus den oben genannten Gründen der Überzeugung, dass die geltenden Gesetze und Regelungen ihren Sinn und ihre Berechtigung haben.“ So schnell kann es gehen, innerhalb von wenigen Jahren wurden die Seiten gewechselt, das liegt wohl auch an der fehlenden Innovationskraft von mytaxi.

„Bei der Beförderung von Personen geht es an erster Stelle um die Sicherheit der Fahrgäste. Die bestehenden Gesetze stellen sicher, dass es Qualitätsstandards gibt was die Fahrzeugsicherheit und die Kenntnisse des Fahrzeugführers anbelangt. Ein Fahrgast sollte sich keine Gedanken darüber machen müssen, ob das Fahrzeug überhaupt sicher ist, ob der Fahrer vertrauenswürdig ist, und ob er den kürzesten Weg nimmt. Die Gesetze und Regeln, die es dazu in Deutschland gibt, stellen dies sicher.“ Hier wird versucht, innovative Anbieter in die Schmuddel-Ecke zu drängen, ohne konkrete Beispiele zu nennen.

Es bleibt spannend, wer sich als nächstes äußert. 😉 Wer weiter über die Taxifahrer und Lobby schmunzeln möchte, sollte sich auch das Taxiforum von Herrn Napp ansehen, der über Mietwägen und Raubtaxen schreibt.

Uber Konkurrent Lyft startet Premium-Service mit SUVs

Laut Techcrunch bereitet sich Lyft darauf vor, einen hochwertigen Service mit SUVs anzubieten, um gegen die SUV Option von Uber anzukämpfen. Fahrgäste sollen in der Lage sein, Ford Explorer SUVs zu buchen, die eine Lederausstattung haben und Platz für 6 Personen bieten. Hierzulande wird dieses Modell gar nicht zum Verkauf angeboten, ist aber etwa so groß, wie ein VW Tuareg oder BMW X5. Der Service könnte Lyft VIP oder VIP Lyft genannt werden.

Bis jetzt hat Lyft nur ein Produkt mit verschiedenen Fahrzeugen angeboten, der sich auf dem preislichen Niveau von uberX bewegt. UberX ist die günstige Variante meistens mit Privatfahrzeugen, die in Berlin unter dem Namen UberPOP gestartet wurde und viel Wirbel ausgelöst hat.  Ein Premiumservice könnte die Kundebasis von Lyft erweitern und die Marke hochwertiger erscheinen lassen.

Techcrunch berichtet, dass die ersten Fahrer diese Woche in San Francisco ongeboarded werden, San Francisco wird die erste Testumgebung für den neuen Service sein. Die Fahrer müssen über einen weissen Ford Explorer verfügen, der gegebenen Falls noch mal aufpoliert wird. Gerüchen zufolge werden die Fahrer mit  750 US$ pro Monat subventioniert und erhalten zusätzlich ihre Umsätze von den Fahren.

UberSUV kostet  in San Francisco 25 US $ Grundgebühr plus 0.90 US $ pro Minute und 3.75 US$ pro gefahrene Meile, mit einer Mindestgebühr von 25 US$.  Es gibt noch keine Preisinformationen über den Service von Lyft, aber es kann davon ausgegangen werden, dass sie den Service etwas günstiger anbieten werden, um einen Wettbewerbsvorteil zu haben. Mal sehen, wie lange es dauert, bis Uber nachzieht, falls es wirklich der Fall sein sollte.

Interessant ist auch, dass es sich beim Ford Explorer um einen Siebensitzer handelt, der in der letzten Reihe aber eher Notsitze als normale Sitze hat. Das heißt, dass der Fußraum viel geringer ausfällt, als in Fahrzeugen wie Chevrolet Tahoe, Lincoln Navigator oder Cadillac Escalades, die bei UberSUV unterwegs sind. Für vier Fahrgäste bietet der Explorer reichlich Platz und wenn du mit einer Gruppe von Freuenden unterwegs sein willst, dann zählt es meistens eh mehr, dass alle Personen in ein Fahrzeug passen. Da zählt die Anzahl der Sitze mit Gurten, der Komfort ist nicht so entscheidend. Interessant ist auch, dass Uber CEO Travis Kalanick der Meinung ist, dass der Ford Explorer ein passendes Fahrzeug ist.  In einem Interview mit einem Fahrer eines Mercedes GL450 antwortet er auf die Frage, welches Auto ein guter Ersatz für den Lincoln Town Car ist mit folgendem Statement: “OK, I’m glad you asked,” Kalanick says. “This is going to blow you away, dude. Are you ready? Have you seen the 2013 Ford Explorer? Spacious, like a Lexus crossover, but way cheaper.“

Ein Service mit SUVs könnte gut für den Umsatz von Lyft sein, da die Nutzer den Service so auch für einen besonderen Anlass nutzen können. Außerdem könnte der Service Personen anlocken, die den hochwertigen Service nutzen, wenn es darauf ankommt und die günstige Alternative, wenn keiner hinsieht. Die Fahrzeuge können auch interessant für den Transport von Waren und größeren Gruppen sein.

Das Marketing könnte sich um die weissen SUVs drehen, als freundlichere Alternative zu den „elitären“ schwarzen Fahrzeugen, die bei Uber unterwegs sind. Das würde zu der Community-fokussierten Marke von Lyft passen, die auf „Your friend with the car“ anstatt auf “ Everyone’s private driver“ basiert, was von Uber genutzt wird. Der SUV Service von Lyft könnte Style und Klasse vermitteln, ohne das Gefühl zu vermitteln, von einem Chauffeur gefahren zu werden. Interessant zu sehen ist auch, ob die SUVs die pinkfarbenen Schnurrbärte tragen oder ob darauf verzichtet wird, um ein hochwertigeres Gefühl zu vermitteln.

Lyft hat letztens 250 Mio. US$ eingesammelt und kommt insgesamt auf eine Finanzierung von über 300 Mio. US$. Der Konkurrent Uber hat 258 Mio. US$ im letzten Jahr eingesammelt. Uber hat bereits in mehrere internationale Städte expandiert, Lyft hingegen ist nur auf dem US Markt aktiv.

 

Uber arbeitet an UberPOP Ridesharing Service in Berlin

Das amerikanische Transport-ptartup Uber arbeitet anscheinend an einem neuen Produkt uberPOP in Berlin, da sich der ursprüngliche Service mit schwarzen Limousinen nur schwer etablieren lässt. Jetzt soll anscheinend mit einem Peer-2-Peer Ridesharing Service versucht werden, mehr Kunden zu gewinnen.

Wie ein Screenshot zeigt, ist der Service UberPOP in Vorbereitung. Der Screenshot wurde gestern auf Twitter gepostet und nach kürzester Zeit wieder gelöscht.

uberPOP in Berlin
Screenshot verrät Vorbereitungen von uberPOP in Berlin. Quelle: Twitter

Das Uber versucht, mit einem neuen Produkt auf den Markt zu gehen, ist nicht verwunderlich, da anscheinend Uber Black (Luxus Limousinen, wie S-Klasse, 7er BMW, usw.) in Berlin nicht richtig gut funktioniert und nicht mit anderen Städten, wie New York mithalten kann.

UberPOP gibt es bereits in Städten wie Paris, Barcelona oder Brüssel und ist eine Version des uberX Services. Fahrgäste werden bei UberPop in den genannten Städten nicht von einem professionellen Fahrer mit Personenbeförderungsschein und Konzession abgeholt, sondern von jedermann. Jeder, der ein Auto und einen normalen Führerschein besitzt, kann sich registrieren und nach dem die Background Checks (Einreichen des polizeilichen Führungszeugnisses, Überprüfung der Versicherung, etc.) erfolgreich absolviert wurden, in der Stadt bereithalten und Fahrten annehmen. Taxi mit Privatwägen und Fahrern ohne Ortskundeprüfung also.

In Deutschland ist vor ein paar Wochen Wundercar gestartet und flinc ist seit einiger Zeit mit einem ähnlichen Modell unterwegs. Der Unterschied bei flinc ist, dass die Fahrer die Strecke sowieso fahren würden (z.B. die tägliche Fahrt zur Arbeit) und bei Wundercar die Fahrer aktiv dazu aufgefordert werden, dass sie sich in der Stadt bereit halten, um Fahrgäste auf deren Wunsch von A nach B zu fahren.

Vorteile sind, dass die Kosten gering sind und wahrscheinlich weit unter Taxipreisen liegen werden. Außerdem lernt man in der Community nette Leute kennen.

Rechtlich befindet sich das Model in eine Grauzone. Bei Wundercar basiert die Bezahlung auf einem Trinkgeld-Modell, damit das Personenbeförderungsgesetz umgangen werden kann. Uber hat mit seinem Peer-to-Peer Model bisher nie auf ein Trinkgeld oder Spendenmodell gesetzt, mal sehen, was sie sich in Berlin einfallen lassen, um nicht weiter mit dem Personenbeförderungsgesetz in Konflikt zu geraten.

Uber hat vermutlich die Wochen seit dem Launch von Wundercar genau beobachtet und gesehen, dass bisher nicht gegen das Modell von offizieller Seite vorgegangen wird. Daher verwundert es nicht, dass sie einen ähnlichen Service planen, um den Berliner   Markt anzukurbeln. Ähnlich ist Uber auch schon in den USA vorgegangen. Nach dem Start von Ridesharing-Service Lyft in einigen Städten hat Uber ein paar Wochen abgewartet und sofern keine Proteste von offizieller Seite kamen, sind sie selber aggressiv mit ihrem uberX Produkt in den Markt eingestiegen.

Ein Service, der günstiger als Taxi ist, wird von dem berliner Startup Blacklane angeboten. Blacklane testet einen Chauffeur-Service mit professionellen Fahrern und Smarts, die Preise liegen ca. 10 % unter Taxipreis, bei längeren Fahrten, z.B. vom Potsdamer Platz zum Flughafen Schönefeld spart der Fahrgast ca. 20% im Vergleich zum Taxi, wenn Gebühren für bargeldlose Bezahlung mit eingerechnet werden, sogar noch mehr. Für ein Taxi zahlt man laut Fahrpreisrechner von myTaxi um die 37 €, bei Blacklane ist die gleiche Fahrt für um die 29 € zu haben.

UPDATE (14.04.2014): Wie Uber gegenüber Gründerszene bestätigt hat, startet der UberPOP Service in Berlin am Dienstag den 15. April.