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Autobauer Hyundai beteiligt sich an Mobilitätsplattform Grab

In der vergangenen Woche hat der Automobilhersteller Hyundai aus Südkorea bekanntgegeben, dass sich der Konzern an der asiatischen Mobilitätsplattform Grab beteiligt hat. Grab bietet unterschiedliche Mobilitäts- uns Lieferdienste in asiatischen Ländern an – Fokus liegt dabei auf Südostasien. Für Hyundai ist die Beteiligung auch ein strategischer Schritt. Nach den jüngsten diplomatischen Auseinandersetzungen zwischen Südkorea und China will Hyundai in Südostasien stärker werden.

Erstes Ride-Sharing Investment für Hyundai

Für Hyundai ist es das erste direkte Investment in einen Anbieter von Ride-Sharing Diensten. Südostasien ist nach China und den USA der drittgrößte Markt für Ride-Sharing Angebote – Hyundai möchte einen Fuß in die Tür bekommen.

Grab, das in Singapur gestartet und beheimatet ist, ist der größte Anbieter von Ride-Sharing und Taxidiensten in der Region. Das Unternehmen ist in acht Ländern in Südostasien aktiv. Die Beteiligung kann Hyundai dabei helfen, in der Region bekannter zu werden. Bisher sind hauptsächlich japanische Automobilhersteller in der Region aktiv. Hyundai hat sich auf Südkorea, China und die USA fokussiert.

Gleichzeitig kann der Automobilkonzern wichtige Learnings über die Mobilitätsplattform erhalten, die in Zukunft immer wichtiger werden. Hyundai war bisher verhalten, wenn es um Future Mobility Themen ging. Bis auf Carsharing-Angeboten in Europa und den USA kann der Konzern nichts vorweisen. Hyundai und Grab wollen gemeinsam Dienste entwicklen und anbieten, dabei sollen auch die umweltfreundlichen IONIQ Electric Fahrzeuge zum Einsatz kommen.

Autonome Fahrzeuge werden mit Aurora entwickelt

Auf der CES hat Hyundai eine Partnerschaft mit Aurora angekündigt – gemeinsam sollen vollautomatisierte Fahrzeuge entwickelt werden, die auch für Ride-Sharing Angebote höchst interessant sind. Gut möglich, dass selbstfahrende Hyundai-Modelle auf der Plattform von Grab eingesetzt werden.

Beide Unternehmen haben nicht bekanntgegeben, wie hoch das Investment ist. Laut Grab Pressesprecher ist die Beteiligung Bestandteil der letzten Finanzierungsrunde, in der 2.5 Milliarden Dollar von Didi Chuxing, Softbank und Toyota eingesammelt wurden.

Bild: Grab (alle Rechte vorbehalten)

Mobility Plattform: Didi Chuxing übernimmt 99 aus Brasilien

Das ging schnell, nur ein Jahr nach der Beteiligung an 99 greift Didi Chuxing komplett zu und übernimmt die Mobility Plattform aus Brasilien komplett.

Bewertung bei einer Milliarde Dollar

Anscheinend wurde der Wert von 99 mit einer Milliarde Dollar bewertet. Eine Summe von 600 Mio. Dollar wurde von Didi aufgebracht, um die bestehenden Investoren auszuzahlen. Weitere 300 Mio. Dollar werden zur weiteren Expansion zur Verfügung gestellt. Zusammen mit dem Investment von 100 Mio. US Dollar vor einem Jahr kommt die Bewertung von 1 Milliarde Dollar zustande.

Die Ride-Sharing Plattform 99 ist bisher in Brasilien stark vertreten. Didi erhält durch die Übernahme eine starke Präsenz in dem südamerikanischen Land. Brasilien zeichnet sich durch eine extrem schnell wachsend Mobile Internetpräsenz aus. Es ist davon auszugehen, dass das operative Geschäft in weiteren Ländern in Südamerika gestartet wird, um eine einfach zu nutzende und moderne Transportmöglichkeit weiteren Menschen zur Verfügung zustellen.

Übernimmt Didi Chuxing auch Taxify?

In Europa hat sich Didi Chuxing im vergangen Jahr an Taxify beteiligt. Das Startup aus Estland gibt seitdem mächtig Gas bei der internationalen Expansion. Der Hunger von Didi nach einem globalen Footprint ist hoch, es könnte also durchaus sein, dass Taxify demnächst auch komplett geschluckt wird. Das Ziel des Chinesischen Unternehmens ist die Transformation der globalen Transport- und Automobilindustrie. Durch die Übernahmen, Beteiligungen und Kooperationen ist Didi sozusagen in 1000 Städten weltweit vertreten und erreicht potentiell 60% der Weltbevölkerung. Insgesamt verfügt die Didi-App über 450 Mio. Nutzer.

Mehr als Ride-Sharing und Taxi

Didi bedfast sich nicht nur mit Ride-Sharing, sondern baut ein ganzes Portfolio rund um die Mobility Services auf. Erst kürzlich wurde ein Carsharing Dienst gestartet. Außerdem ist die Mobility Plattform an dem Bike-Sharing Dienst ofo und einer Plattform für den Handel mit Gebrauchtfahrzeugen beteiligt.

Bild: Didi Chuxing (alle Rechte vorbehalten)

Fahrdienst: SoftBank will 30% Discount bei Uber Einstieg – Verluste steigen

Der Japanische Investor SoftBank will bei dem Fahrdienst Uber einsteigen, das ist seit längerem im Gespräch. Die Japaner wollen aber nicht zur letzten Bewertung von 68.5 Milliarden US$ investieren, sondern haben angeboten, bei einer Bewertung von 48 Milliarden US$ einzusteigen. Das ist ein Nachlass von 30%. Vor allem die Skandale in den letzten Monaten dürften dafür gesorgt haben, dass SoftBank einen so hohen Discount fordert.

Mehr Kontrolle und Unabhängigkeit für Verwaltungsrat

Durch den Einstieg würden auch die Strukturen im Verwaltungsrat von Uber ändern. Die Sitze würden von 11 auf 17 anwachsen und der Einfluss von Gründer und ex-CEO Travis Kalanick würde eingeschränkt werden. SoftBank will zwei der zusätzlichen Posten im Verwaltungsrat besetzten, die anderen vier sollen durch unabhängige Mitglieder besetzt werden.

Anteile von frühen Investoren und Mitarbeitern sollen übernommen werden

Insgesamt will das von SoftBank angeführte Investoren-Konsortium einen Anteil von 14% an dem Fahrdienst übernehmen. Der Großteil der Anteile soll von bestehenden Investoren und frühen Mitarbeitern erworben werden. Anteilseigner, die an einem Verkauf interessiert sind, haben etwa einen Monat Zeit, sich zu melden. Frühe Investoren, wie Benchmark Capital oder Menlo Ventures, haben bestätigt, dass sie Anteile verkaufen werden. Es ist davon auszugehen, dass auch einige frühe Mitarbeiter ihre Anteile zu Geld machen werden. Der Deal kann immer noch platzen und Softbank könnte sich an Lyft beteiligen.

Eine Milliarde als frisches Kapital für den Fahrdienst

Zusätzlich zu der Auszahlung bestehender Anteilseigner, soll eine Milliarde an frischem Kapital von SoftBank, Didi und Dragoneer in Uber investiert werden. Die Bewertung für das zusätzliche Kapital soll bei den vorherigen 68.5 Milliarden US$ liegen.

Verluste steigen stark

Fast gleichzeitig wurde bekannt, dass die Verluste von Uber wieder ansteigen. Im dritten Quartal sollen die Ride-Sharing Plattform einen Verlust in Höhe von 1.46 Milliarden US$ eingefahren haben. Im Vergleich dazu, der Verlust im zweiten Quartal lag bei 1.06 Milliarden US$. Der Verlust soll vor allem durch die zusätzlichen Aufwendungen in die Höhe geschnellt sein, die auf Grund der rechtlichen und regulatorischen Probleme nötigt sind, um Uber weiter am Leben zu halten. Das Buchungsvolumen soll bei 9.7 Milliarden US$ gelegen haben, 2 Milliarden sind davon bei Uber geblieben.

Bild: Uber (alle Rechte vorbehalten)

Ford will mit Shuttle Dienst Chariot nach Europa

London scheint sich zu einem heißen Pflaster für neue Mobilitätsangebote in Europa zu entwickeln. Neben Uber, Via und Taxify will jetzt auch die Ford Tochter Chariot die Lizenz für einen Shuttle Dienst erwerben.

Sechs Routen in London als Ergänzung zum ÖPNV

Chariot hat sich bei der Behörde Transport for London (TfL) für den Betrieb von sechs Routen beworben. London wäre für das Shuttle Startup der erste Markt außerhalb der USA. Die Routen sollen vor allem Gebiete im Süden und Westen der Stadt bedienen, in denen das ÖPNV-Angebot verhältnismäßig schwach ausgebaut ist. Auch wenn die Routen bestehende Bushaltestellen bedienen sollen, bleibt ausreichend Flexibilität im System. Die Busfahrer können alternative Routen nehmen, wenn bestimmte Strecken durch Stau verstopft sind oder keine Fahrgäste mitfahren wollen.

Lizenzierung von Shuttle Dienst in London dauert lange

Der Shuttle Dienst Anbieter geht davon aus, dass es einige Zeit dauern wird, bis sich die TfL entschieden hat – ein Start vor 2019 wird als unrealistisch eingeschätzt. Auch Taxify und Via warten seit längerem auf eine Entscheidung der TfL. Uber hat die TfL Lizenz kürzlich verloren und versucht nun, Vertrauen aufzubauen, um weiter aktiv sein zu können.

Chariot als zentrale Komponente der Mobility Service Strategie

Chariot wurde von Ford im vergangenen Jahr übernommen und ist mittlerweile eine zentrale Komponenten der Mobility Strategie von Ford. Die Shuttles verkehren auf festgelegten Routen, die von Zeit zu Zeit auf die Nachfrage der Fahrgäste angepasst werden. Die Nutzer können per Smartphone App einen Sitzplatz in den Shuttle Fahrzeugen buchen. Chariot betreibt die Fahrzeuge in Eigenregie und liefert auch die Technologie für Routing und Buchung der Fahrzeuge. Neben London, steht auch Seattle auf dem Expansionsplan von Chariot. Im ersten Quartal 2018 soll es los gehen. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen auch Shuttles mit Elektroantrieb eingesetzt werden.

Mit dem on-demand Shuttle Dienst wird Ford auf das Interesse der Städte und Behörden treffen. Vor allem die Strategie, auf Kooperation und nicht auf Konfrontation zu setzten, wird vorteilhaft für das Unternehmen sein. Die Vorteile für die Städte sind, dass durch den Einsatz der Fahrzeuge die Verkehrsbelastung reduziert werden kann und dass das ÖPNV-Angebot in Randgebieten verbessert werden kann.

Bild. Chariot (alle Rechte vorbehalten)

Mytaxi bringt Taxi Sharing nach Hamburg

Im Spätsommer wurde das Konzept von mytaxi in Warschau getestet: Mehrere Fahrgäste, die in die selbe Richtung unterwegs sind, teilen sich ein Taxi und fahren zu einem günstigeren Fahrpreis. Jetzt kommt der Dienst auch nach Hamburg. Am Wochenende war der lokale Taxi Dienst Hansa Taxi der Daimler Tochter zuvorgekommen. Hansa hat einfach einen Tag früher einen Taxi Sharing Dienst in Hamburg gestartet.

Vergünstigter Fahrpreis und kurze Umwege

Die Nutzer entscheiden bei der Buchung, ob sie ein Taxi teilen willen oder nicht. Die Algorithmen von mytaximatch verknüpfen dann zwei Fahrgäste, die in die ähnliche Richtung unterwegs sind. Kleine Umwege müssen dafür in Kauf genommen werden, gleichzeitig können die Fahrgäste 30 bis 50 Prozent sparen. MyTaxi geht auch davon aus, dass der neue Dienst einen positiven Einfluss auf die Ökobilanz hat und das Verkehrsaufkommen verringert. In den kommenden Monaten wird sich zeigen, ob Nutzer und Fahrer offen für den neuen Dienst sind.

Ausnahmegenehmigung für Taxi Sharing in Hamburg

Rund um den Launch Termin sollen etwa 2000 Fahrer für das neue Angebot geschult werden. Die Taxi-App setzt dabei auf persönliche Termine und Schulungsvideos, um die Fahrer für den neuen Dienst vorzubereiten. Auf Grund der deutschen Rechtslage ist eine Ausnahmegenehmigung für Hamburg erforderlich. Das Personenbeförderugsgesetz schreibt vor, dass sich nich mehrere Fahrgäste ein Taxi teilen dürfen. Mytaxi arbeitet eng mit der lokalen Behörde BWVI Hamburg zusammen.

Hamburg entwickelt sich als führende Stadt, wenn es um Innovationen im urbanen Verkehr geht. Im kommenden Jahr soll mit Moia auch ein Ride-Pooling Dienst starten. Außerdem wird die Infrastruktur für Elektrofahrzeuge massiv ausgebaut. Mytaximatch soll in den kommenden Monaten in anderen Städten starten. Dabei ist der Taxi-Dienst auf die Kooperationsbereitschaft der jeweiligen Behörden angewiesen.

Viele Player wollen den Markt erobern

Für Daimler ist es nicht das einzige Experiment, wenn es um Ride-Sharing geht. Der Konzern ist auch an dem Startup CleverShuttle beteiligt, das einen vergleichbaren Dienst wie mytaxiimatch bietet. Das von Daimler unterstütze Startup Via setzt auf ein Ride-Pooling Konzept mit größeren Fahrzeugen, das bereits in New York City erfolgreich aufgebaut wird-

Geteilte Fahrten haben sich zu einem Hot-Topic entwickelt. Startups und Konzerne versuchen, ihre Dienste zu etablieren. Die Volkswagen Tochter Moia hat weitere Details zu den Plänen für einen Ride-Pooling Dienst in Hamburg vorgestellt. Die Startups Door2Door und Wunder positionieren sich als Software Operating System für geteilte Fahrten.

Bild: mytaxi (alle Rechte Vorbehalten)

Wunder will sich mit Smart-Shuttle Dienst in Europa positionieren

Das Startup Wunder, vormals WunderCar, hat eine spannende Geschichte in Europa hinter sich. Am Ende der Geschichte stand der operative Rückzug aus Europa und die Fokussierung auf Mega Cities in Süd-Ost Asien. Nachdem dort einige Erfolge verbucht werden konnten, möchte das Hamburger Unternehmen mit einem neuen Smart-Shuttle Produkt im kommenden Jahr in Europa wieder Fuß fassen.

Carpooling bisher im Fokus

Bisher setzt Wunder auf Carpooling und Ride-Sharing mit Privatfahrzeugen. Da das Carpooling mit Privatfahrzeugen in Europa schwer umzusetzen ist, soll im kommenden Jahr ein abgewandeltes Produkt ausgerollt werden. In europäischen Städten soll ein Smart-Shuttle gelauncht werden, der auf größere Fahrzeuge und professionelle Fahrer zurückgreift. Die Software für den Smart Shuttle basiert auf dem bekannten Carpooling Produkt und wurde an die geänderten Bedürfnisse angepasst.

Betriebssystem für Smart-Shuttle

Wunder will die Shuttles nicht selbst betreiben, sondern vorwiegend die Software zur Verfügung stellen und mit kleinen Teams beim Launch der Dienste helfen. Als Partner für den Mobility Service kommen Automobilkonzerne, Verkehrsverbände und andere Behörden in Frage. Im kommenden Jahr soll es mit zwei Partnerschaften los gehen, eine davon in einer Deutschen Stadt und eine im europäischen Ausland. Die Kooperationspartner sind noch geheim und werden Anfang 2018 publik gemacht.

Um gut vorbereitet zu sein, testet Wunder den Shuttle Dienst bereits in Hamburg. Der Praxistest ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, sondern kann nur von Wunder Mitarbeitern gebucht werden. Insgesamt sind fünf Fahrzeuge im Einsatz.

Wettbewerb durch Doo2Door oder Via

Mit dem neuen Angebot begibt sich das Hamburger Unternehmen in einen vielversprechenden Markt, der schon von ein paar Mitbewerbern bearbeitet wird. Das Berliner Unternehmen Door2Door bietet ein ähnliches Produkt, das in Duisburg und Freyung bereits im Einsatz ist. Das von Daimler finanzierte Unternehmen Via ist außerhalb Europas schon erfolgreich und will demnächst in London und anderen europäischen Städten starten.

In den Mega Cities der asiatischen Schwellenländer scheint der Carpooling Dienst mit Privatfahrern gut zu funktionieren. Insgesamt konnten mehr als zwei Millionen Fahrgäste transportiert werden. Zielgruppe für den Dienst sind Berufspendler, die effizient von A nach B wollen.

Wunder geht davon aus, dass Carpooling auch in Europa erfolgreich sein kann. Smart Shuttles sind eine weitere Option, um den urbanen Verkehr zu optimieren. Die Software schafft eine Grundlage für beide Varianten. Wunder sieht die Technologieplattform für Smart Shuttles als Ergänzung zur Carpooling Plattform – das Startup ist durchaus zuversichtlich, auch mit dem Carpooling zukünftig eine Mobilitätslösung in europäischen Städten bieten zu können, z. B. gemeinsam mit Partnern.

Bild: Wunder (alle Rechte vorbehalten)

Mobility Roaming statt eigene Expansion: Lösung für Ride-Sharing Plattformen von Splyt

Lokal führende Ride-Sharing Plattformen suchen meistens ab einem bestimmten Zeitpunkt eine Möglichkeit, um in andere Länder und Märkte zu expandieren. So kann den Kunden eine bessere und globale User Experience gegeben werden und neue Wachstumsmärkte können erschlossen werden. Neben der Expansion auf eigene Faust, können Ride-Sharing Plattformen auch durch Mobility Roaming Partnerschaften expandieren. Das Startup Splyt entwickelt dafür eine technische Lösung.

Was ist Mobility Roaming?

Die meisten Leser werden Roaming im Zusammenhang mit Mobilfunk kennen. Laut Wikipedia “bezeichnet der Begriff Roaming (englisch für „herumwandern“, „streunen“ oder „herumstreifen“) die Fähigkeit eines Mobilfunknetz-Teilnehmers, in einem anderen Netzwerk als seinem Heimnetzwerk selbsttätig Anrufe zu empfangen oder zu tätigen, Daten zu schicken und zu empfangen oder Zugriff auf andere Mobilfunknetzdienste zu haben. Die Bezeichnung ist synonym mit der Handynutzung im Ausland, wo das eigene Heimnetzwerk nicht zur Verfügung steht.”

Ähnliches bietet Splyt für Mobility Service Provider. Die technische Lösung des Startups befähigt Nutzer einer Ride-Sharing Plattform, mit der bekannten App in einem anderen Ridesharing Netzwerk als seinem Heimnetzwerk Fahrten zu buchen und zu bezahlen.

Vorteile für die Partner Unternehmen

Splyt bietet eine technische Lösung, an die mehrere Ride-Sharing Plattformen und Mobility Anbieter angedockt sind. Der Vorteil für die teilnehmenden Plattformen ist, dass nur eine Partnerschaft mit Splyt gepflegt werden muss, um global präsent zu sein und nicht mit jeder einzelnen anderen Plattform. Das spart allen Beteiligten Zeit und Aufwand, vor allem bei der technischen Entwicklung und bei dem operativen Prozessen.

Durch das Mobility Roaming können die Nutzer einer lokalen Ride-Sharing App global einen Fahrservice buchen, ohne die bekannte App zu verlassen. So verringert sich das Risiko, dass ein Nutzer zu einem Wettbewerber wechselt.

Vorteile für die Nutzer 

Die Nutzer können durch die Roaming Lösung in einer fremden Stadt den aus der Heimat bekannten e-Hailing Dienst nutzen. Das ist vor allem komfortable, wenn man in eine Stadt mit Sprachbarrieren und komplexen Verkehrssystem reist. Es kann einfach die App genutzt werden, die man schon gewöhnt ist. Der Download von Apps und die Registrierung bei lokalen Anbietern entfällt. Die Splyt API ermöglicht auch, dass vor der Buchung der geschätzte Fahrpreis in der Währung aus dem Heimatland angezeigt wird.

Splyt baut im Moment ein Netzwerk aus e-Hailing Partnern auf. Die langfristige Vision geht dahin, dass auch andere Mobility Anbieter, wie Bike- oder Car Sharing Plattformen und Reiseanbieter mit eingebunden werden.

An dem Konzept interessiert ist auch die Ride-Sharing Plattformen. Didi Chuxing aus China. Didi ist zwar kein Kunde von Splyt, will aber den eigenen Nutzern die Buchung von Fahrten in Japan ermöglichen. Mit der Didi App können Fahrer des lokalen Anbieters Daiichi Koutsu gebucht und bezahlt werden. Seit Anfang des Jahres arbeiten auch Careem, Taxi Verts oder Wappa mit der Lösung von Splyt.

Update, 30.11.2017: Artikel wurde dahingehend berichtigt, dass die aktuellen Partnerschaften angegeben wurden.

Bild: Splyt (alle Rechte vorbehalten)

Less: Neues Ride-Sharing Startup in Frankreich

In Frankreich entsteht mit Less ein neues Ride-Sharing Startup, da es vor allem auf Fahrten von Berufspendlern abgesehen hat. Mit einem ähnlichen Konzept ist schon BlaBlaCar mit BlaBlaLines unterwegs und auch Google mischt mit.

Das Unternehmen fokussiert sich auf die Kurzstrecke und mit der App will Less vor allem Berufspendler ansprechen, die regelmäßig von A nach B fahren müssen. Registrierte Fahrer werden mit Mitfahrern gematcht, die in die selbe Richtung unterwegs sind. Wenn der Fahrer einen Fahrgast mitnimmt, wird er dafür finanziell entlohnt.

Um schneller eine Nutzerbasis aufzubauen, bietet Less neben dem Ride-Sharing Produkt auch eine Navigations-Lösung an. Um aktuelle Daten für die Navigation zu sammeln und um die Zahl der aktiven Nutzer zu erhöhen, werden die Nutzer finanziell belohnt, wenn sie in Gebiete fahren, von denen keine aktuellen Navigations-Daten existieren. Zwischen 10 und 15 Cent pro Kilometer erhalten die Nutzer. Bisher ist das Startup nur im Großraum Paris aktiv, eine Ausweitung wird bestimmt bald folgen.

Finanziert wird Less von Index Ventures und Daphni. Insgesamt wurden 16 Mio € zur Verfügung gestellt.  Index Ventures gehört zu den Top-VCs und hat sich in Europa schon an mehreren Transportation-Startups beteiligt. Unter anderem gehören BlaBlaCar, Drivy und CityMapper zu den Beteiligungen.

Für BlaBlaCar scheint sich das Angebot für Pendler gut zu entwickeln. Nach anfänglichen Tests wurde das Ride-Sharing Angebot in mehreren Städten ausgerollt. In den USA bietet die Navigations-App Waze, die der Google Mutter Alphabet gehört, einen Mitfahrservice, der auf Pendler ausgerichtet ist.

Bild: Less (alle Rechte vorbehalten)

Ride-Sharing: Lyft expandiert nach Kanada

Bisher war der Ride-Sharing Dienst Lyft nur in den USA aktiv, ab Dezember wird das Geschichte sein. Die Fahrdienst-Plattform startet in Toronto, der größten kanadischen Stadt. Werden weitere Länder folgen?

Die Nutzer in Toronto und angrenzenden Bezirken werden am Dezember die Möglichkeit haben, unterschiedliche Lyft Dienste zu ordern. Lyft wird die Dienste Lyft Plus, Lyft Lux, Lyft Lux SUV, Lyft Premiere und den Standard Lyft Service nach Toronto bringen.

Fahrer können sich schon jetzt für den Ride-Sharing Dienst anmelden 

Um eine Flotte zu haben, die groß genug ist, um die Nachfrage abdecken zu können, startet das Ride-Sharing Unternehmen schon jetzt damit, Fahrer zu suchen. Wie viel Lyft den Fahrern zahlen wird, ist nicht bekannt. Auch die Fahrpreise für die Kunden wurden noch nicht kommuniziert. Nach dem letzten Milliarden-Investment durch die Google-Mutter Alphabet wird das Ride-Sharing Unternehmen aber aggressiv in den Markt starten und hohe Bonus-Zahlungen für Fahrer und Discounts für Nutzer gewähren.

In Toronto trifft Lyft auf den größten Wettbewerber Uber, der schon seit fünf Jahren in der kanadischen Stadt aktiv ist. Das von myTaxi übernommene Hailo war ebenfalls in Toronto aktiv, hat sich aber komplett aus Nordamerika zurückgezogen.

Folgt die Expansion nach Europa? 

Lyft könnte mit dem Start in Kanada die Segel in Richtung globale Expansion setzen. In den USA wird der Service schon flächendeckend angeboten. Etwa 94% der US Bürger sind in der Lage, den Dienst zu nutzen. Die hohe Flächendeckung wurde durch eine aggressive nationale Expansion in den letzten Monaten erreicht. Die Ride-Sharing Plattform wird wie Uber schnell wachsen wollen. In den USA wird das Unternehmen an Grenzen stoßen, deswegen wird die globale Expansion ein geeigneter Schritt für Lyft sein, um das Wachstum hoch zu halten. In der Vergangenheit hat es schon mehrmals Gerüchte gegeben, dass das Unternehmen auch nach Europa kommen will. Städte wie Paris oder London wären hier am attraktivsten.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Mobilitätsgarantie mit Ride- und Carsharing: Free2Move und Uber kooperieren in Berlin und München

Mit einer Kooperation von Uber und dem Carsharing Aggregator Free2Move wachsen Ride-Sharing und Carsharing weiter zusammen. Die beiden Unternehmen haben eine Zusammenarbeit vereinbart, die in Berlin und München getestet wird. Bei Erfolg sollen weitere Städte in Europa und den USA hinzukommen.

Uber als Alternative in Stoßzeiten

Auch wenn Carsharing in Deutschland stetig wächst, gibt es gerad zu Stoßzeiten in den Innenstädten noch Versorgungslücken. Wer kennt das Szenario nicht: Um zu einer Verabredung zu kommen, möchte man ein Auto oder einen E-Scooter eines Sharing-Anbieters nutzen. Kurz bevor es losgehen soll, wird die App auf dem Smartphone geöffnet und mit Entsetzen stellt man fest, dass kein passendes Fahrzeug im näheren Umkreis verfügbar ist. Genervt greift man auf den ÖPNV oder das Taxi zurück.

Link zu Uber wird in Free2Move App integriert

Für das beschriebene Szenario will jetzt das von der PSA Group übernommene Free2Move eine Lösung anbieten. Durch den Zugriff auf mehrere Anbieter ist das Risiko bei Free2Move zwar deutlich geringer, aber ganz ausgeschlossen ist es nicht, dass kein Fahrzeug verfügbar ist. Nun geht das Unternehmen den konsequenten nächsten Schritt und addiert einen weiteren wichtigen Baustein zu seinem Werkzeugkasten: Ride-Sharing in Kooperation mit dem Vermittlungsdienst Uber. Immer wenn der User kein passendes Carsharing Fahrzeug in seiner Umgebung finden kann, bekommt er einen Button auf der Oberfläche angezeigt, mit dem er ein von Uber vermitteltes Fahrzeug rufen kann. Das bringt ihn in gewohnter Uber-Qualität an seinen Zielort.

Carsharing und Ride-Sharing werden verschmelzen

Die Kooperation der beiden innovativen Mobilitätsanbieter ist für die Nutzer eine gute Nachricht. So steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man auch ohne eigenes Auto stressfrei, günstig und sicher ans Ziel kommt. In den kommenden Jahren werden die Carsharing und Ride-Sharing Dienste zu einem Angebot verschmelzen. Die Serienreife von autonomen Autos wird dazu führen, dass Carsharing in Ridesharing-Angeboten aufgehen werden.

Bild: PSA Group (alle Rechte vorbehalten)