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Less: Neues Ride-Sharing Startup in Frankreich

In Frankreich entsteht mit Less ein neues Ride-Sharing Startup, da es vor allem auf Fahrten von Berufspendlern abgesehen hat. Mit einem ähnlichen Konzept ist schon BlaBlaCar mit BlaBlaLines unterwegs und auch Google mischt mit.

Das Unternehmen fokussiert sich auf die Kurzstrecke und mit der App will Less vor allem Berufspendler ansprechen, die regelmäßig von A nach B fahren müssen. Registrierte Fahrer werden mit Mitfahrern gematcht, die in die selbe Richtung unterwegs sind. Wenn der Fahrer einen Fahrgast mitnimmt, wird er dafür finanziell entlohnt.

Um schneller eine Nutzerbasis aufzubauen, bietet Less neben dem Ride-Sharing Produkt auch eine Navigations-Lösung an. Um aktuelle Daten für die Navigation zu sammeln und um die Zahl der aktiven Nutzer zu erhöhen, werden die Nutzer finanziell belohnt, wenn sie in Gebiete fahren, von denen keine aktuellen Navigations-Daten existieren. Zwischen 10 und 15 Cent pro Kilometer erhalten die Nutzer. Bisher ist das Startup nur im Großraum Paris aktiv, eine Ausweitung wird bestimmt bald folgen.

Finanziert wird Less von Index Ventures und Daphni. Insgesamt wurden 16 Mio € zur Verfügung gestellt.  Index Ventures gehört zu den Top-VCs und hat sich in Europa schon an mehreren Transportation-Startups beteiligt. Unter anderem gehören BlaBlaCar, Drivy und CityMapper zu den Beteiligungen.

Für BlaBlaCar scheint sich das Angebot für Pendler gut zu entwickeln. Nach anfänglichen Tests wurde das Ride-Sharing Angebot in mehreren Städten ausgerollt. In den USA bietet die Navigations-App Waze, die der Google Mutter Alphabet gehört, einen Mitfahrservice, der auf Pendler ausgerichtet ist.

Bild: Less (alle Rechte vorbehalten)

Ride-Sharing: Lyft expandiert nach Kanada

Bisher war der Ride-Sharing Dienst Lyft nur in den USA aktiv, ab Dezember wird das Geschichte sein. Die Fahrdienst-Plattform startet in Toronto, der größten kanadischen Stadt. Werden weitere Länder folgen?

Die Nutzer in Toronto und angrenzenden Bezirken werden am Dezember die Möglichkeit haben, unterschiedliche Lyft Dienste zu ordern. Lyft wird die Dienste Lyft Plus, Lyft Lux, Lyft Lux SUV, Lyft Premiere und den Standard Lyft Service nach Toronto bringen.

Fahrer können sich schon jetzt für den Ride-Sharing Dienst anmelden 

Um eine Flotte zu haben, die groß genug ist, um die Nachfrage abdecken zu können, startet das Ride-Sharing Unternehmen schon jetzt damit, Fahrer zu suchen. Wie viel Lyft den Fahrern zahlen wird, ist nicht bekannt. Auch die Fahrpreise für die Kunden wurden noch nicht kommuniziert. Nach dem letzten Milliarden-Investment durch die Google-Mutter Alphabet wird das Ride-Sharing Unternehmen aber aggressiv in den Markt starten und hohe Bonus-Zahlungen für Fahrer und Discounts für Nutzer gewähren.

In Toronto trifft Lyft auf den größten Wettbewerber Uber, der schon seit fünf Jahren in der kanadischen Stadt aktiv ist. Das von myTaxi übernommene Hailo war ebenfalls in Toronto aktiv, hat sich aber komplett aus Nordamerika zurückgezogen.

Folgt die Expansion nach Europa? 

Lyft könnte mit dem Start in Kanada die Segel in Richtung globale Expansion setzen. In den USA wird der Service schon flächendeckend angeboten. Etwa 94% der US Bürger sind in der Lage, den Dienst zu nutzen. Die hohe Flächendeckung wurde durch eine aggressive nationale Expansion in den letzten Monaten erreicht. Die Ride-Sharing Plattform wird wie Uber schnell wachsen wollen. In den USA wird das Unternehmen an Grenzen stoßen, deswegen wird die globale Expansion ein geeigneter Schritt für Lyft sein, um das Wachstum hoch zu halten. In der Vergangenheit hat es schon mehrmals Gerüchte gegeben, dass das Unternehmen auch nach Europa kommen will. Städte wie Paris oder London wären hier am attraktivsten.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Mobilitätsgarantie mit Ride- und Carsharing: Free2Move und Uber kooperieren in Berlin und München

Mit einer Kooperation von Uber und dem Carsharing Aggregator Free2Move wachsen Ride-Sharing und Carsharing weiter zusammen. Die beiden Unternehmen haben eine Zusammenarbeit vereinbart, die in Berlin und München getestet wird. Bei Erfolg sollen weitere Städte in Europa und den USA hinzukommen.

Uber als Alternative in Stoßzeiten

Auch wenn Carsharing in Deutschland stetig wächst, gibt es gerad zu Stoßzeiten in den Innenstädten noch Versorgungslücken. Wer kennt das Szenario nicht: Um zu einer Verabredung zu kommen, möchte man ein Auto oder einen E-Scooter eines Sharing-Anbieters nutzen. Kurz bevor es losgehen soll, wird die App auf dem Smartphone geöffnet und mit Entsetzen stellt man fest, dass kein passendes Fahrzeug im näheren Umkreis verfügbar ist. Genervt greift man auf den ÖPNV oder das Taxi zurück.

Link zu Uber wird in Free2Move App integriert

Für das beschriebene Szenario will jetzt das von der PSA Group übernommene Free2Move eine Lösung anbieten. Durch den Zugriff auf mehrere Anbieter ist das Risiko bei Free2Move zwar deutlich geringer, aber ganz ausgeschlossen ist es nicht, dass kein Fahrzeug verfügbar ist. Nun geht das Unternehmen den konsequenten nächsten Schritt und addiert einen weiteren wichtigen Baustein zu seinem Werkzeugkasten: Ride-Sharing in Kooperation mit dem Vermittlungsdienst Uber. Immer wenn der User kein passendes Carsharing Fahrzeug in seiner Umgebung finden kann, bekommt er einen Button auf der Oberfläche angezeigt, mit dem er ein von Uber vermitteltes Fahrzeug rufen kann. Das bringt ihn in gewohnter Uber-Qualität an seinen Zielort.

Carsharing und Ride-Sharing werden verschmelzen

Die Kooperation der beiden innovativen Mobilitätsanbieter ist für die Nutzer eine gute Nachricht. So steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man auch ohne eigenes Auto stressfrei, günstig und sicher ans Ziel kommt. In den kommenden Jahren werden die Carsharing und Ride-Sharing Dienste zu einem Angebot verschmelzen. Die Serienreife von autonomen Autos wird dazu führen, dass Carsharing in Ridesharing-Angeboten aufgehen werden.

Bild: PSA Group (alle Rechte vorbehalten)

Citymapper und Gett starten Taxi Sharing Dienst in London

Die App Citymapper, die den öffentlichen Nahverkehr in einer App abbildet, geht den nächsten Schritt und startet mit dem Fahrdienst Gett ein Ride-Sharing Angebot, bei dem sich mehrere Fahrgäste ein Taxi auf festgelegten Routen teilen können. Die Partnerschaft mit Gett kommt nur ein paar Monate nach dem Start einer eigenen Buslinie von Citymapper in London.

Citymapper als App für ÖPNV gestartet

Die ursprüngliche App vom Citymapper ist mit Moovit oder Ally vergleichbar. Es werden die unterschiedlichen Verkehrsmittel zusammengefast und nutzerfreundlich dargestellt. Citymapper gibt einen nicht nur die passenden Verbindungen an, sondern zeigt auch Infos über den besten Wagen an und gibt dem Nutzer die Möglichkeit, die Fahrt und Ankunftszeit zu teilen. Citymapper wurde schon 2011 gestartet und hat ingesamt etwa 50 Mio. US$ an Finanzierung eingesammelt. Der Dienst funktioniert in Städten wie London, Berlin, New York oder San Francisco.

Gett in USA, Russland und Europa aktiv

Gett ist eine on-demand Fahrdienst App, die in Europa, Russland und den USA aktiv ist. In London werden über die Gett App die traditionellen schwarzen Taxen vermittelt. Im letzten Dezember hat das Unternehmen einen Pooling-Service unter dem Namen Gett Together gestartet. Die Gett Together Fahrzeuge bewegen sich zu den Stoßzeiten auf festen Routen und die Fahrgäste können beliebig zu und wieder aussteigen. Da in London die Taxen die Busspuren nutzen dürfen, hat Gett gegenüber Uber einen Vorteil.

Nachgefragte Routen in London

Zusammen mit Citymapper will Gett jetzt weitere festgelegte Routen starten. Dabei sollen die von Citymapper gesammelten Daten zur Anwendung kommen, um Lücken im bestehenden Mobilitätsangebot zu schließen. Citymapper hat dank der mehreren Millionen Kunden jede Menge an Daten gesammelt und weiß ziemlich genau, wann und wo die Nutzer unterwegs sind. Aus den Daten lässt sich auch ablesen, welche Strecken eine hohe Nachfrage haben, aber schlecht bedient werden.

Black Bus für Berufspendler

Der angesprochene Citymapper SmartBus ist ausschließlich nachts unterwegs und zielt vor allem auf Nachtschwärmer ab, die schnell und günstig nach hause kommen wollen. Die Partnerschaft mit Gett hat Berufspendler als Zielgruppe. Die Pooling-Routen sollen zwischen 7 Uhr und 10 Uhr und zwischen 17 Uhr und 20 Uhr betrieben werden. Die Black Bus genannten Linien verfügen über keine festen Haltestellen, die Fahrgäste können nach on-demand Buchung über die App beliebig zu- und aussteigen. Die Fahrten werden zu einem Fixpreis von 3 britischen Pfund angeboten, was etwa 3.40 Euro entspricht. Die neue Black Bus Routen sind auch in die Suche der Citymapper App mit eingebunden. Sucht ein Nutzer nach einer Verbindung in der Citymapper App und eine Black Bus Route befindet sich im Suchgebiet, dann wird diese mit den anderen Verkehrsmitteln verknüpft und angezeigt.

Die Kooperation von Citymapper und Gett zeigt, wie die gesammelten Daten genutzt werden können, um die Infrastruktur des ÖPNV flexibel und fortlaufend zu verbessern. Es wäre auch wünschenswert, wenn durch neue Angebote wie den Black Bus die Anzahl der Fahrzeuge in den Städten zurück gehen würden, um das dauerhafte Stauproblem zu entschärfen.

Bild: Citymapper (alle Rechte vorbehalten)

mytaxi match: Ride Sharing fürs Taxi

Die Taxi-App mytaxi testet in Warschau ein neues Angebot. Mit mytaxi match wir ein neues Pooling-Produkt auf den Markt gebracht, bei dem sich mehrere Fahrgäste ein Taxi teilen können. Der neue Dienst wird zuerst in Warschau verfügbar sein, dort steht den Nutzern eine Flotte von etwa 1000 Taxifahrern zur Verfügung. Später soll mytaxi match in weitere europäische Städte ausgerollt werden.

Neue Routentechnologie für effizientes Teilen

Für mytaxi match hat das Unternehmen in den letzten Monaten eine neue Routentechnologie entwickelt und umfangreich in unterschiedlichen europäischen Städten getestet. Wenn sich mehrere Fahrgäste ein Taxi teilen, ist es aus Sicht der Fahrgäste wichtig, dass die Anfahrtszeit nicht wesentlich länger ist und dass sich auch die Umwege in Grenzen halten. Auch bei dem neuen Ride Sharing Produkt setzt mytaxi auf lizensierte Taxifahrer, die auf der Platform registriert sind.

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Verknüpfung von Fahrgästen, die in dieselbe Richtung reisen

Die mytaxi App wurde so konzipiert, dass sie für den Benutzer so einfach wie möglich zu bedienen ist. Mit nur wenigen Klicks findet und verknüpft mytaxi mach zwei Fahrgäste, die in dieselbe Richtung reisen und ermöglicht es ihnen so die anfallenden Fahrtkosten entsprechend der gefahrenen Strecke aufzuteilen. Bis zu 40% Ersparnis verspricht mytaxi, wenn die Fahrt geteilt wird. Sollte sich kein passender Match finden, erhält der Kunde einen kleinen Rabatt. Umweltbewusste Fahrgäste können sicher in dem Wissen reisen, dass Fahrgemeinschaften in den Städten zur Verringerung von Umweltbelastungen und hohen Verkehrsaufkommen beitragen.

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Sondergenehmigung für Deutschland nötig

Für einen Start von mytaxi match in Deutschland wären Sondergenehmigungen von den jeweiligen Behörden erforderlich, da das Personenbeförderungsgesetz ein Pooling vom mehreren Fahrgästen im selben Auto untersagt. Startups, wie CleverShuttle, haben gezeigt, dass es möglich ist, diese Genehmigungen zu erhalten.

Nicht nur mytaxi bietet ein Pooling-Produkt für Taxifahrer an. Auch das amerikanische Startup via, das vor kurzem ein Investment von Daimler/Mercedes-Benz erhalten hat, hat in New York City die Yellow Cabs an die Pooling-Plattform angeschlossen.

Mit den jüngsten Übernahmen von Clever Taxi, Rumäniens führender Taxi-App sowie Taxibeat in Griechenland setzt mytaxi den eingeschlagenen Wachstumskurs weiter fort, festigt seine Präsenz im internationalen Mobilitäsdienstleistungsmarkt und stärkt gleichzeitig seine Position als Europas führendes Taxiunternehmen für den digital vernetzten Personenbeförderungsverkehr.

Bild: mytaxi (alle Rechte vorbehalten)

Interessanter Vorschlag des InnoZ: Privat-Taxidienst mit Elektrofahrzeugen erlauben

Der Berliner Mobilitätsforscher Andreas Knie, der das Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) leitet, hat einen interessanten Vorschlag unterbreitet. Sein Vorschlag lautet, dass Berliner, die ihr Auto mit Verbrennungsmotor abschaffen und ein Elektroauto kaufen, gegen Geld Fahrgäste befördern dürfen.

Höherer Anreiz für Wechsel zu Elektromobilität 

Mit diesem Vorschlag sollen zwei Ziele erreicht werden. Auf der einen Seite sollen die Anreize für den Wechsel zu Elektroautos geschaffen werden. Bisher werden nur 1700 der  1.2 Millionen Pkw in Berlin mit Strom betrieben. Die bisherigen Anreize, wie Umweltprämie reichen nicht aus, um die Besitzer von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor zum Wechsel zu bewegen.

Das zweite Ziel ist die Reduzierung des Verkehrs insgesamt. Durch die Möglichkeit eines bezahlbaren Ride-Sharing Dienstes würde sich der Individualverkehr verringern, da sich mehrere Personen ein Fahrzeug teilen würden.

InnoZ Geschäftsführer: Plattform soll Fahrten vermitteln

Die Vermittlung zwischen Fahrer und Fahrgast soll über eine Plattform laufen, wie wir es schon von Uber oder myTaxi kennen. Darüber soll auch die Bezahlung laufen, wobei der Fahrer 80-90% des Fahrpreises behalten darf und der Rest an den Plattformbetreiber fließt. Dem Fahrer soll es auch ermöglicht werden, den Service kommerziell anbieten zu können. Das heißt, dass der Fahrpreis pro Kilometer über der Betriebskostengrenze liegen soll.

Die Plattform könnten von einem Startup, wie CleverShuttle oder Door2Door betrieben werden oder auch von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG). Die BVG wäre ein interessanter Partner, das sie bereits angekündigt hat, dass ein smarter Shuttle Dienst gestartet werden soll, der auch ins BVG Netz integriert werden soll.

Ausnahmegenehmigung oder Gesetzesänderung notwendig

Um dieses Vorhaben umsetzen zu können, muss das Personenbeförderungsgesetz angepasst werden oder es muss zuerst eine Sondergenehmigung erlassen werden. Das letzteres möglich ist, zeigt das Beispiel CleverShuttle. Das Startup betreibt einen cleveren on-damend Shuttle Dienst und hat dafür eine Sondergenehmigung der Stadt erhalten. Das PBfG gilt als überholt und zu protektionistisch, aus mehreren Richtungen kommen Forderungen zur Modernisierung des Gesetzes.

Privatfahrzeuge und Individualverkehr kann verringert werden

Ein privater Fahrservice mit Elektroautos würde dazu führen, dass die Zahl der Privatautos verringert wird und dass die Schadstoffbelastungen reduziert werden. Die freiwerdende Fläche kann für andere Zwecke genutzt werden. Das Angebot wäre eine attraktive Alternative zum Privatauto und eine Ergänzung zum bestehenden Nahverkehr.

Gut für Schadstoffbelastung

In Großstädten ist die Schadstoffbelastung, die durch Autos mit Verbrennungsmotor hervorgerufen wird ein Problem. Jedes Jahr sterben mehrere tausend Menschen an den Folgen der Luftverschmutzung. In jüngster Zeit haben bereits Länder wie Frankreich oder Großbritannien angekündigt, dass ab 2040 keine Autos mit Verbrennungsmotoren erlaubt sein werden. Auch in Stuttgart droht ab kommendem Jahr ein Fahrverbot für Diesel-Fahrezuge.

Bild: InnoZ (alle Rechte vorbehalten)

Shuttle Dienst: Daimler steigt bei CleverShuttle ein

Die Daimler Tochter EvoBus steigt bei dem Startup CleverShuttle ein. EvoBus kommt als strategischer Investor an Bord, zusammen sollen innovative Lösungen für on-demand Dienste entwickelt werden. Daimler ist der zweite Konzern, der bei dem Unternehmen einsteigt. Mit der Deutschen Bahn ist schon ein mächtiger Partner bei CleverShuttle eingestiegen.

Wie hoch das Investment ist, ist nicht bekannt. Die Daimler Tochter beteiligt sich im Rahmen einer Minderheitsbeteiligung und hat strategische Absichten.

Mehr als 170.000 Fahrgäste bei CleverShuttle

CleverShuttle bietet bisher in mehreren Deutschen Städten einen Shuttle Dienst mit Elektroautos an. Der On-Demand Ride-Sharing Fahrdienst ist in München, Berlin und Leipzig aktiv. In den Städten agiert das Unternehmen mit einer Sondergenehmigung der Behörden, um den Service trotz geltenden Gesetzten kommerziell betreiben kann. Durch einen intelligenten Optimierungsalgorithmus bündelt CleverShuttle Fahrgäste mit ähnlichen Routen gemeinsam in einem Fahrzeug und bringt sie effizient und preisgünstig von Tür zu Tür. Seit dem Start 2016 wurden 170.000 Fahrgäste befördert und mehr als 500.000 Kilometer zurückgelegt. Es werden Elektrofahrzeuge eingesetzt, um die Fahrgäste von A nach B zu transportieren.

Expansion und Lösung für Verkehrsverbände

In diesem Jahr sollen noch weitere vier Städte in Deutschland hinzukommen. Gleichzeitig soll mit EvoBus as B2B Geschäft ausgebaut werden. Beide Unternehmen planen gemeinsam eine IT-Lösung, die von Verkehrsverbänden und -unternehmen eingesetzt werden kann. Die geplante Software soll den Verkehrsunternehmen ermöglichen, die Routen besser auf die Bedürfnisse der Fahrgäste abzustimmen. Als Grundlage für die geplante IT-Lösung dient die Technologie von CleverShuttle. Eine Integration in den bestehenden Linienverkehr soll ermöglicht werden.

CleverShuttle als Partner für BVG?

Mehrere Verkehrsverbände haben bereits angekündigt, dass ein on-demand Shuttle Dienst gestartet werden soll. Bei dem geplanten BVG Angebot in Berlin soll Daimler als Favorit gelten. Bisher fehlt dem Konzern aber noch die entsprechende Software für ein solches Angebot. Durch das jetzige Investment schließt sich aber das Puzzle und es macht Sinn, warum Daimler als Favorit gehandelt wird.

Im Wettbewerb zu CleverShuttle positioniert sich das Unternehmen Door2Door aus Berlin. Auch Door2Door entwickelt eine IT-Lösung mit der die Städte und Verkehrsverbände einen bedarfsorientierten Shuttle Dienst anbieten können. Als erstes wird die Lösung in der Bayerischen Stadt Freyung getestet, auch ein Einsatz in Duisburg ist geplant.

Bild: CleverShuttle (alle Rechte vorbehalten)

Nissan-Renault plant einen Ridesharing Dienst mit autonomen Fahrzeugen

In den kommenden zehn Jahren will Nissan-Renault einen eigenen Ride Sharing Dienst aufbauen. Damit schließt sich der Automobilhersteller einer Reihe anderer Hersteller an, die sich durch Startups und Mobilitätsdienstleister bedroht fühlen. Ziel ist es, unabhängiger von der Fahrzeugproduktion zu werden.

Autonome Elektroautos als vielversprechende Zukunft

Elektromobilität in Verbindung mit autonomen Systemen und großen Ride Sharing Plattformen gelten als Zukunft der Mobilität. Der Automobilhersteller Nissan-Renault will dabei einen Fahrdienst mit autonomen Autos aufbauen. Innerhalb der kommenden zehn Jahre soll es soweit sein, der Konzern braucht also noch etwas Zeit, um die elektrischen autonomen Fahrzeuge zu entwickeln. Die Zeit werden bestehende Netzwerke nutzen, um weiter zu wachsen. Bleibt fraglich, ob neue Marktteilnehmer in zehn Jahren noch eine Chance haben, ein Ride Hailing Netzwerk mit großer Reichweite aufzubauen.

Können Automobilhersteller Mobility Services aufbauen?

Ähnlich wie Ford auch, geht der Konzern davon aus, aus eigener Kraft einen Service aufbauen zu können, der mit Uber und Co. Mithalten kann. Da die Erfahrung beim Aufbau von Reichweite starken Mobilitätsdiensten fehlt, muss beobachtet werden, ob das wirklich gelingt.

Andere Hersteller positionieren sich als Flottenbetreiber

Andere Hersteller wie Daimler oder General Motors verfolgen eine andere Strategie. Anstatt eine eigene Ride Hailing Plattform aufzubauen, positionieren sich die Hersteller als Flottenbetreiber für Ridesharing Plattformen. Daimler hat zum Beispiel mit Uber eine Kooperation vereinbart, um die vollautomatisierten Autos auf dem Uber Netzwerk einzusetzen. General Motors hat sich an Lyft beteiligt und plant den Einsatz von Fahrzeugen auf der Plattform.

Nissan-Renault unter Druck

Wie andere Hersteller auch, ist Nissan-Renault unter Druck, um im Wettbewerb um die selbstfahrenden Autos nicht den Anschluss zu verlieren. Der Automobilhersteller hat eine Forschungskooperation zum Thema vollautomatisiertes Fahren gegründet, die sich aber noch ziemlich am Anfang befinden dürfte. BMW zum Beispiel erweitert stetig sein Netzwerk an Partnern, um schneller Systeme für autonomes Fahren zur Serienreife zu bringen. Startups wie nuTonomy oder Uber und Technologieunternehmen wie Waymo oder Apple fordern die Automobilindustrie heraus.

Bild: Nissan-Renault (alle Rechte vorbehalten)

Allygator Shuttle zieht es nach Bayern: Freyung Shuttle als Ergänzung zum ÖPNV

Bisher hat das Unternehmen door2door in Berlin unter dem Namen Allygator Shuttle einen on-demand Shuttle Dienst angeboten. Mit diesem operativen Show Case wurde jetzt die Bayerische Stadt Freyung überzeugt. Die Kreisstadt unterzeichnet mit dem Berliner Unternehmen door2door eine Vereinbarung zur bundesweit ersten On-Demand-ÖPNV Lösung im ländlichen Raum.

Kleine Shuttle als ÖPNV Lösung im ländlichen Raum

Mitte September soll es mit dem Angebot losgehen. Die Einwohner der Kreisstadt können per App den Shuttle Service flexibel buchen. Über die angepasste White-Label App werden Start und Ziel eingegeben. Die Nutzer erhalten vorab die Information, wie viel die Fahrt kostet, die maximale Fahrzeit und wie lange es braucht bis der Shuttle sie abholen kommt. Danach kann man in der App verfolgen, wie sich das Fahrzeug zum Abholort nähert. Der Algorithmus berechnet im Hintergrund die optimalen Routen und verbindet die Fahrgäste, die in der gleichen Richtung unterwegs sind. Bei etwa 7.300 Einwohnern dürften die Überschneidungen eher gering sein. Ein Fahrplan wird für den Dienst nicht benötigt, da die Fahrten nach Nachfrage stattfinden.

Komfortables Angebot in Freyung zu geringeren Kosten

Die Stadt Freyug will mit dem neuen Service den öffentlichen Nahverkehr verbessern. „Wie an vielen Orten im ländlichen Raum kann der ÖPNV in Freyung die Bedürfnisse der Bürger aktuell nicht optimal bedienen“, betont Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich. Bisher ist vor allem eine flächendeckende Abdeckung mit den herkömmlichen Bussen nicht möglich. „Gemeinsam mit door2door schaffen wir jetzt ein digitales Angebot, mit dem die Menschen ganz einfach und sehr komfortabel von A nach B gelangen. Wir sind davon überzeugt, dass wir dadurch die Qualität der Mobilität enorm verbessern und gleichzeitig die Kosten für den öffentlichen Nahverkehr reduzieren können.“

Immer mehr Städte starten Überlegungen, einen eigenen on-demand Dienst aufzubauen oder mit bestehenden Anbietern zu kooperieren. Die BVG plant einen intelligenten Shuttle Dienst in Berlin. In den USA und Kanada kooperieren mehrere Städten mit Uber oder Lyft, um so das Mobilitätsangebot der Städte ohne große Investitionen zu verbessern.

door2door Plattform als Grundlage

Grundlage für den neuen Service ist die Mobilitätsplattform von door2door. Damit können Unternehmen und Kommunen eigenständig neue intelligente Mobilitätsangebobte aufbauen und betreiben. Die neuen Dienste lassen sich in die bestehende Verkehrsinfrastruktur integrieren und durch laufende Datenanalyse  können sie laufend optimiert werden. Langfristig sollen vollautomatisierte Fahrzeuge als Shuttles zum Einsatz kommen.

Bild: door2door (alle Rechte vorbehalten)

Carpooling Dienst MatchRiderGo startet wieder

Im letzten Jahr hat das Unternehmen Match Rider bereits einen Mitfahrdienst in einer Pilotphase angeboten, der letztendlich aber pausiert wurde, um eine verbesserte Version zu entwickeln. Diese Pause ist jetzt vorbei, der Service MatchRiderGo geht an den Start.

Mitfahrgelegenheiten für Pendler

MatchRiderGo vermittelt Mitfahrgelegenheiten für Pendler auf Routen zwischen Stuttgart und Tübingen. Das Unternehmen setzt dabei auf festgelegte Punkte entlang der Strecke, an denen Fahrgäste ein- und aussteigen können. Fahrer und Mitfahrer finden sich über die MatchRiderGo App. Die Haltestellen wurden nach strategischen Gesichtspunkten ausgewählt, um für möglichst viele Menschen auf beliebten Pendlerstrecken gut erreichbar zu sein. Folglich entfallen oftmals lästige Absprachen über mögliche Treffpunkte. Außerdem werden die Fahrten im 10-Minuten-Takt angeboten, sodass Match Rider die für Pendler wichtige Zuverlässigkeit garantieren kann. Die GPS-Tracking-Funktion der App sorgt dafür, dass Mitfahrer sehen können, wo sich der Fahrer gerade befindet, wodurch mögliche Wartezeiten rechtzeitig erkannt und von nun an sinnvoll genutzt werden können.

Vermittlung und Bezahlung über die MatchRiderGO App

Mithilfe der App MatchRiderGO, die sowohl im Google Play Store für Android- als auch im AppStore für iOS-Geräte bereits erhältlich ist, können sich Mitfahrer eine Route und einen Match Point aussuchen, die Fahrt buchen und auch bezahlen. Der Kunde trägt einfach einmalig seine Bankverbindung ein. Der Rest wird automatisch abgewickelt – und zwar immer erst nachdem die Fahrt tatsächlich angetreten wurde. Im Anschluss können Mitfahrer mithilfe eines Rankingsystems die Fahrer bewerten. Stornieren ist ebenfalls problemlos möglich. Der Fahrgast erhält sein Geld zurück und für den Fahrer gibt es keinen Grund zur Ärgernis. Er erhält sein Geld nämlich unabhängig von der Anzahl der Mitfahrer.

Privatfahrer führen die Fahrten durch

Die Fahrer sind keine Angestellten von Match Rider, sondern Privatpersonen, die ohnehin täglich die angebotene Strecke fahren und sich die Fahrtkosten teilen wollen – ganz ohne Umwege. Somit sollen nicht nur fast leere Autos gefüllt, sondern auch Staus, Stress und die Umweltbelastung in Deutschlands Ballungszentren reduziert werden. Wer sich bislang im leeren Auto geärgert hat, kann jetzt als Match Rider Fahrer ohne nennenswerte Umwege seine übliche Pendelstrecke zu Geld machen.

Gefördert von Axel Springer Plug and Play Accelerator

MatchRiderGo wurde von dem Axel Springer Plug and Play Accelerator unterstützt und von InnoEnergy. Schon 2015 wurde der ShareBW-Preis gewonnen, der mit 36.000 Euro dotiert war. Zu den weiteren Förderern gehören das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und die Heidelberger Kultur- und Kreativwirtschaft.

Wunder und Waze mit ähnlichem Konzept

Zu den Wettbewerbern in Deutschland gehört die Carpooling Plattform flinc. In den USA und Asien sind weitere Unternehmen mit einem ähnlichen Konzept aktiv. Zu den bekanntesten gehören der Carpooling Service der Google Tochter Waze. Das Hamburger Unternehmen Wunder hat schon mehr als eine Millionen Fahrten in Asien absolviert.

Bild: Match Rider (alle Rechte vorbehalten)