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Car-Sharing: Drivy geht Partnerschaft mit RideLink ein, das sich aus dem Markt zurückzieht

Der peer-to-peer Car-Sharing Markt konsolidiert sich weiter. Das von Rocket Internet finanzierte Startup RideLink gibt auf und geht eine exklusive Partnerschaft mit dem Anbieter Drivy ein. Die Autobesitzer und Nutzer von RideLink werden aufgefordert, sich bei Konkurrent Drivy anzumelden. Die RideLink Nutzer erhalten vergünstigte Konditionen bei einem Wechsel zu Drivy, um Vermietern und Mietern einen einfachen und unkomplizierten Übergang zu ermöglichen. Drivy ist erst kürzlich in Großbritannien gestartet und freut sich über neue Nutzer.

RideLink: Car-Sharing von Rocket 2015 gestartet

Das Rocket Startup war 2015 in London gestartet und kurze Zeit später erfolgte die Expansion nach Spanien und Deutschland. Jetzt scheint dem Startup die Luft ausgegangen zu sein. Auf der Website werden die Nutzer darüber informiert, dass keine Buchungen mehr akzeptiert werden. Außerdem wird dank der geschlossenen Partnerschaft eine Empfehlung für den Mitbewerber Drivy ausgesprochen. Die Partnerschaft ermöglicht Drivy, seinen Marktanteil in diesen drei Ländern zu vergrößern. Es ist verwunderlich, dass keine tiefere Integration zwischen RideLink und Drivy stattfindet, bei der sich die RideLink Nutzer bei Drivy einloggen können. Viele RideLink Nutzer werden nur durch die Empfehlung nicht den Weg zu Drivy finden.

Wachstum hätte jedoch größere Investionen erfordert

Alexander Stevenson, Gründer und CEO von RideLink, kommentiert die Partnerschaft:

„Wir sind sehr stolz auf das, was wir in den letzten drei Jahren erreicht haben. Mithilfe unserer fantastischen Community aus Vermietern und Mietern haben wir uns zu Großbritanniens größtem Peer-To-Peer-Car-Sharingservice mit der besten Auswahl an Autos entwickelt. Ein weiteres Wachstum hätte jedoch größere Investionen erfordert, die wir allein nicht hätten leisten können. Deshalb haben wir uns für die Partnerschaft mit Drivy entschieden. Wir sind zuversichtlich, dass Drivy mit seiner europaweiten Präsenz das perfekte Match ist, um unserer Community weiterhin die komfortabelsten Form der Autovermietung zu bieten. Wir fühlen uns verpflichtet, unseren Nutzern den einfachen Wechsel von RideLink zu Drivy zu ermöglichen.“

RideLink hat eine loyale Nutzerschaft aufgebaut

Drivys CEO und Gründer, Paulin Dementhon, ergänzt:

„Bei Drivy fokussieren wir uns weiterhin auf eine wachsende Community, unter anderem durch strategische Partnerschaften, die unsere Möglichkeiten in unseren Hauptmärkten verbessern. Wir freuen uns, dass wir eine Vereinbarung mit RideLink getroffen haben, indem sie ihren Nutzern die Zusammenarbeit mit Drivy empfehlen, um ihnen einen nahtlosen Übergang zu ermöglichen. In nur drei Jahren hat RideLink eine loyale Nutzerschaft aufgebaut. Wir freuen uns, ihnen bei Drivy ein neues Zuhause zu bieten.“

Konsolidierung setzt sich fort

In den letzten Jahren hat sich der Peer-to-peer Car-Sharing Markt in Europa stark konsolidiert. In Deutschland haben sich zuerst Autonetzer und Nachbarschaftsauto zusammengetan. Später wurde das Gemeinschaftsunternehmen von dem französischen Startup Drivy übernommen. Das von Daimler gestartete Croove ging an den US-Anbieter Turo. Die Plattform Tamyca, die auch mal mit Opel ein Pilotprojekt durchgeführt hat, wurde von SnappCar übernommen.

Peer-to-peer Carsharing setzt darauf, dass Fahrzeug-Besitzer ihre Fahrzeuge an Privatpersonen vermieten und dafür Geld erhalten. In der Theorie hört sich das Konzept spannend an, konnte sich aber in Deutschland und anderen europäischen Ländern bisher nicht durchsetzen. Das dürfte daran liegen, dass gerade in Deutschland das Auto einen hohen Stellenwert hat und die Besitzer Angst vor Beschädigungen haben. Hinzu kommt, dass der Übergabeprozess meist analog abläuft und zeitaufwändig ist.

Um mehr Nutzer zu überzeugen, hat Drivy erst kürzlich gewerbliche Partner auf der Plattform zugelassen.

Bild: Drivy (alle Rechte vorbehalten)

Ridelink von Rocket, Lyft und Didi legen los

Kurznachrichten: Die beiden Taxi- und Fahrdienst-Apps Lyft und Didi starten ihre Kooperation. Rocket startet Carsharing Plattform Ridelink demnächst in Deutschland. Uber unterstützt neue Fahrer mit bis zu 1000 Euro.

Lyft und Didi Kuaidi starten ihre Partnerschaft für chinesische Reisende

Lyft und Didi haben sich zusammengeschlossen, um dem Fahrdienst Uber die Stirn zu bieten. Beide Unternehmen verfügen teilweise über die selben Investoren. Chinesische Reisende, die sich in den USA aufhalten, können ab sofort über die Didi Kuaidi App einen Fahrservice buchen. Diese Fahrten werden dann von den Lyft-Fahrern durchgeführt.

Diese grenzübergreifende Kooperation wird bald auf Indien und Süd-Ost Asien ausgeweitet. In Indien haben sich Didi und Lyft mit Ola zusammengeschlossen, in Süd-Ost Asien mit Grab.

Lyft und Didi arbeiten auch daran, dass Lyft Nutzer über die Lyft-App den Ridesharing Dienst in China buchen können. Diese Kooperationen wurden bereits im letzten Dezember angekündigt. Lyft hat sich dazu entschieden, auf Kooperationen zu setzten und nicht selbst vor Ort den Service aufzubauen. Konkurrent Uber baut hingegen in jeder Stadt eine eigene Flotte an Fahrern auf. (via Forbes)

Rocket verzögert den Start von Ridelink

Rocket verzögert den Start der Ridesharing Plattform Ridelink. Die Plattform soll in den kommenden Wochen starten. Ridelink basiert auf dem selben Geschäftsmodell, wie Drivy, Carunity und Tamyca. Autobesitzer können über die Plattform ihre Privatfahrzeuge vermieten, wenn sie diese nicht selber benötigen. Die potentiellen Mieter finden im Vergleich zu den großen Autovermietungen meist günstigere Angebote und im Idealfall steht das Auto auch gleich um die Ecke. Der Autobesitzer kann durch die Vermietung seines Fahrzeugs Geld verdienen. Für die Verzögerung in Deutschland soll die schwierige Suche nach einer Versicherung verantwortlich sein. Ridelink wurde unter dem Namen Drivejoy in Großbritannien gegründet. Zusätzlich ist das Unternehmen auch in Spanien aktiv. Das Team in London wurde in den letzten Monaten aufgelöst, das Unternehmen wird jetzt aus Barcelona und Berlin gesteuert.  (via Gründerszene)

Uber stattet Fahrer nach Bedarf mit Bargeld aus

In Kalifornien und Michigan hat Uber ein neues Pilotprogramm gestartet. Ab sofort können Fahrer bis zu 1000 US$ erhalten, ohne dafür Zinsen zahlen zu müssen. Der Fahrdienst hat sich mit einem Anbieter für Finanzdienstleistungen zusammengetan. Mit dem Angebot sollen Fahrer angesprochen werden, die kurzfristig Ausgaben decken müssen. Bisher können nur neue Fahrer dieses Angebot in Anspruch nehmen. Ein Teil der Summe wir bei Registrierung ausgezahlt, der Rest, nach dem die erste Fahrt durchgeführt wurde. Die Fahrer haben 15 Wochen Zeit, um den Betrag zurückzuzahlen. Alternativ werden die Raten einfach von dem wöchentlichen Gehalt der Uber-Fahrer abgezogen. Uber will so weitere Fahrer gewinnen und hat mit ähnlichen Programmen bereits positive Erfahrungen gesammelt. Der Kampf um Fahrer in den USA wird immer schwieriger. Deshalb entwickeln die Konkurrenten Uber und Lyft laufend spannende Angebote für ihre Fahrer. Lyft arbeitet mit Hertz, Shell und GM zusammen, um attraktive Pakete für die Fahrer anbieten zu können. (via Venturebeat)

Bild: NASA Goddard Space Flight Center (bestimmte Rechte vorbehalten)