Schlagwort-Archive: Ridesharing

Testbericht ioki – Ride-Sharing in Frankfurt

Die Bahn hat erkannt, dass neue Formen der Mobilität die Zukunft im ÖPNV definieren werden. Deswegen wurde das Projekt ioki gestartet, das in den kommenden Monaten zu einer eigenständigen Gesellschaft ausgegründet werden soll. Unter der Marke ioki sollen unabhängig von der Bahn innovative Mobility Service Angeboten werden, idealerweise in den ÖPNV eingebunden. In Frankfurt betreibt das Unternehmen ein Ride-Sharing Pilotprojekt und wir hatten die Möglichkeit, das Angebot zu testen.

Das Konzept hinter der Ride-Sharing App

Der Nutzer bucht über eine App seine Fahrt von A nach B im Innenstadtbereich. Ist ein weiterer Nutzer in die gleiche Richtung unterwegs, werden beide auf das selbe Fahrzeuge gepoolt. Der Fahrer holt die Fahrgäste in der sinnvollsten Reihenfolge ab oder bringt sie zum Zielort. Kleine Umwege müssen dadurch in Kauf genommen werden, dafür sind die Fahrzeuge besser ausgelastet und die Fahrtkosten geringer.

Die Fahrzeuge und Fahrer

Die Flotte in Frankfurt besteht aus einer Misch-Flotte an Elektro- und Verbrenner-Fahrzeugen. Mini-Vans wie Ford Tourneo und VW Sharan ergänzen eine umweltfreundliche Elektroflotte, bestehend aus elektrischen TukTuks und C-Zero Fahrzeuge. Perspektivisch wird der Fokus auf Elektrofahrzeugen liegen, im Moment sind aber passender Fahrzeuge schwer auf dem Markt zu bekommen. Je nach Fahrzeuggröße können bis zu fünf Fahrgäste gepoolt werden, in die kleineren Fahrzeugen passen maximal drei Passagiere. Wir waren in einem VW Sharan und einem Ford Transit unterwegs, beide Fahrten waren sehr komfortabel. Die Fahrer machen einen freundlichen und professionellen Eindruck und sind davon begeistert, Teil eines innovativen Projekts zu sein.

Die ioki App ist modern und übersichtlich

Die iOS-App von ioki macht einen modernen und freundlichen Eindruck. Nach einer einfachen Registrierung kann der Nutzer den Fahrtwunsch abgeben, dabei muss Start und Ziel der Fahrt eingegeben werden, damit eine Route berechnet werden kann. Basierend auf der zu fahrenden Strecke und der Verteilung der Fahrer und Anfragen im Geschäftsgebiet, wird der Fahrtwunsch dem Fahrer zugeordnet, der die Fahrt am effizientesten durchführen kann. Wir konnten den Service mehrmals testen, bei jeder Anfrage war der Fahrer innerhalb von drei bis vier Minuten da. Das System arbeitet mit virtuellen Haltestellen, um die Umwege so kurz wie möglich zu halten. Das heißt, dass man als Fahrgast ein paar Meter zur nächsten Haltestelle laufen musst. Die App zeigt einem den Weg zur festgelegten Haltestelle an. Die Bezahlung per App konnte noch nicht getestet werden. Die Nutzung im Rahmen des Pilotprojekts in Frankfurt ist im Moment noch kostenlos, später soll eine Bezahlung über die App ermöglicht werden.

Smart Shuttles – Die Zukunft

In der Kombination von Smart Shuttle Diensten in Verbindung mit dem öffentlichen Nahverkehr besteht viel Potential. In ländlichen Regionen können so bedarfsgerechte Mobilitätslösungen geschaffen werden, um die Bewohner mit den Hubs wie Bahnhöfen oder Einkaufszentren zu verbinden. In Städten können Shuttle Dienste dazu führen, dass das Verkehrsaufkommen reduziert wird. Das Team hinter ioki will dabei eine Lösung aufbauen, die in den ÖPNV integriert werden kann und nicht als Parallellösung existiert. So können attraktive Angebote für die erste Meile und letzte Meile entstehen und die Attraktivität des bestehende ÖPNV Angebots durch wenige Aufwand stark steigern. Weitere Maßnahmen können dabei helfen, dass die Fahrzeugbesitzer schneller ihr Fahrzeug stehen lassen oder abschaffen. Das Angebot in Frankfurt funktioniert gut und die Deutsche Bahn ist mit ioki auf einem guten Weg, ein starker Player in dem Bereich zu werden. Die finanzielle Stärke der Bahn und das gute Netzwerk zu Behörden und Verkehrsbetrieben werden dabei helfen.

Bild: ioki (alle Rechte vorbehalten)

Mobility Services: Volkswagen wird in Ruanda aktiv

Der Volkswagen-Konzern hat sich das afrikanische Land Ruanda als Testfeld für Mobility Services ausgesucht. In Deutschland und anderen Ländern sucht man Car-Sharing und Ride-Sharing Dienste von Volkswagen vergeblich. In Ruanda werden von Volkswagen 16 Mio. Euro investiert, ein Teil davon in die oben genannten Mobility Services.

Carsharing Flotte für Kigali

In einem ersten Schritt werden in den kommenden Monaten 150 Car-Sharing Fahrzeuge in der Hauptstadt Kigali ausgerollt, später sollen weitere Fahrzeuge hinzukommen, die für einen Ride-Sharing Dienst genutzt werden sollen. Die Learnings aus den Angeboten in Ruanda sollen Volkswagen dabei unterstützen, Mobility Services in anderen Ländern auszurollen.

Lokale Produktion soll aufgebaut werden

Die Fahrzeuge sollen aus mittelfristig lokaler Produktion kommen. Bis Mitte 2018 sollen einige hundert Fahrzeuge in Ruanda montiert werden, später soll die Produktion auf 5000 Fahrzeuge pro Jahr wachsen. Ein ähnliches Modell fährt Volkswagen schon in Nigeria und Kenia – dort werden Fahrzeuge für den lokalen Markt produziert und auch nach Südafrika exportiert.

Bevölkerung Ruandas technikfreunlich und jung

Volkswagen sieht in Ruanda einen attraktiven Markt für neue Mobility Services. Die Bevölkerung ist im Schnitt sehr jung (Durchschnittsalter unter 20 Jahren), modern und technikfreundlich. Viele können sich kein eigenes Auto leisten, deswegen ist es für Mobilitätsdienste bestens geeignet. Nach dem Bürgerkrieg hat sich das Land zu einem Boom-Land in Afrika entwickelt. Etwa 13 Mio. Menschen wohnen in dem Land, 1.2 Mio. davon in der Hauptstadt Kigali.

Bei der für das Car- und Ride-Sharing Angebot benötigte IT-Setup soll von lokalen Startups entwickelt werden. Dabei geht es vorwiegend um die Apps für Nutzer und Fahrer und das benötigte Flottenmanagement. In anderen Ländern arbeitet Volkswagen mit Anbietern wie RideCell oder Vulog zusammen.

Anbieter wie Uber oder Taxify betreiben schon einen Ride-Sharinge Dienst in einigen afrikanischen Ländern, Ruanda gehört bisher aber nicht dazu. Taxify ist in Ländern wie Kenia, Uganda oder Tansania aktiv. Uber in Ghana, Kenia oder Südafrika.

Bild: Volkswagen AG (alle Rechte vorbehalten)

Didi Chuxing baut in China eigene Ladeinfrastruktur auf

Die Ride-Sharing und Mobility Plattform Didi Chuxing aus China hat angekündigt, dass das Unternehmen eine eigene Ladeinfrastruktur für Elektroautos aufbauen wird. In einem Joint Venture soll ein Netz entstehen, das von den Didi Fahrern genug werden kann aber auch öffentlich zugänglich sein wird. Um die Luftverschmutzung zu bekämpfen, setzt China in den kommenden Jahren stark auf Elektromobilität, dafür ist eine flächendeckende Ladeinfrastruktur notwendig.

UN und GEIDCO als Partner für Ladeinfrastruktur

Partner für den Aufbau des Netzwerks wird die Organisation Global Energy Interconnection Development and Cooperation Organization (GEIDCO) sein. Die GEIDCO arbeitet eng mit der UN zusammen, um die vereinbarten Klimaziele zu erreichen.

Eine Millionen Elektrofahrzeuge bis 2020

Didi bezeichnet sich als weltweit größte online Mobility-Plattform, mit mehr als 450 Mio. Nutzern und 21 Mio. Fahrern. Eine Gruppe von mehr als 260.000 Fahrern ist bereits mit Elektrofahrzeugen unterwegs. Damit hat die Plattform schon heute das größte Netzwerk an Elektrofahrzeugen. Auf der Didi Plattform sind unterschiedliche Fahrzeugtypen unterwegs, Elektrobusse, Limousinen mit Elektroantrieb oder Minibusse mit E-Antrieb befördern die Fahrgäste. Bis 2020 will Didi dafür sorgen, dass die Zahl der Elektrofahrzeuge auf der Plattform auf mehr als eine Millionen Fahrzeuge ansteigt.

China führend bei Anzahl der Elektrofahrzeuge

Insgesamt sind heute auf den Straßen in China etwa zwei Millionen Elektrofahrzeuge unterwegs, Tendenz stark wachsend. Der Internationalen Energy Agency (IEA) zufolge, wurden im letzten Jahr 750.000 Elektroautos weltweit verkauft, das ist ein Anstieg von etwa 35% im Vergleich zum Jahr 2015. Im Jahr 2015 wurden weltweit 547.220 Elektrofahrzeuge verkauft. China hat die USA bei der Zahl der Elektroautos überholt. Insgesamt gingen 40% der weltweit verkaufen Elektrofahrzeuge gingen nach China, die USA kommt auf etwa 20%.

Bei Didi geht man zurecht davon aus, dass Fahrzeug mit alternativen Antrieben die Zukunft von Mobilität und Transport sind. Ridesharing wird ein Schlüsselfaktor sein, um Fahrzeugen mit E-Antrieb den Durchbruch auf der Straße zu ermöglichen.

Bild: Didi Chuxing (alle Rechte vorbehalten)

SoftBank Milliarden könnten auch an Lyft gehen

Der Japanische VC SoftBank hat durch den Vision Fond eine Investmentsumme von 100 Milliarden US Dollar zur Verfügung. Einen Teil davon möchte SoftBank gerne in den Fahrdienst Uber stecken. Die Verhandlungen zwischen Uber und SoftBank sind ins Stocken geraten, um jetzt den Druck zu erhöhen, erwägt SoftBank eine Beteiligung an dem Uber Konkurrenten Lyft.

Konditionen für Investment entscheidend

SoftBank hat auf einer Pressekonferenz angedeutet, dass die Milliarden US Dollar auch in den Konkurrenten Lyft fließen können. Die Entscheidung hängt letztendlich vom Preis und den Konditionen ab. SoftBank würde nur in Uber investieren, wenn es zu einer niedrigeren Bewertung investieren kann, als die 70 Milliarden US Dollar, die im Moment im Raum stehen. Außerdem will der VC genügend Sitze im Verwaltungsrat erhalten, um Entscheidungen beeinflussen zu können. Dagegen wehrt sich der Uber Gründer und ehemalige CEO Travis Kalanick.

Uber rechnet mit Investment durch SoftBank

Bei Uber geht man davon aus, dass das Investment von SoftBank kommen wird. In einem ersten öffentlichen Interview verbreitete der neue Uber CEO Dara Khosrowshahi Optimismus, dass es zu einem erfolgreichen Investment kommen wird. Die Verhandlungen über Preis, Sitze im Verwaltungsrat und Stimmen dauern nur länger als geplant.

Lyft will die Schwäche von Uber nutzten

Der Konkurrent Lyft würde zu den SoftBank Milliarden nicht nein sagen. Das Unternehmen liefert sich in den USA einen Preiskampf mit Uber, was dazu führt, dass beide Anbieter in den USA nicht profitabel arbeiten können. Die zweitgrößte Ridesharing Plattform hat erst kürzlich ein Milliardeninvestment von der Google Mutter Alphabet erhalten. Insgesamt wurde eine Milliarde US Dollar investiert, dabei lag die Bewertung bei 10 Milliarden US Dollar.

Lyft will die aktuellen Skandale von Uber für sich nutzen, um schneller wachsen zu können. Durch die unterschiedlichen Skandale bei dem Konkurrenten konnte Lyft einen Zuwachs an Fahrten von mehr als 30% im ersten Quartal verzeichnen.

Bild: Yumi Kimura (bestimmte Rechte vorbehalten)

Testphase erfolgreich beendet: myBUS steht ab sofort für alle Fahrgäste zur Verfügung

Seit Freitag, 27. Oktober, geht die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) mit ihrem innovativen Mobilitätsprojekt myBUS offiziell in die dreijährige Pilotphase. Jeder Fahrgast kann die nachfrageorientierten Kleinbusse dann über die myBUS-App buchen. Zuvor hatte es eine kostenlose vierwöchige Testphase für einen begrenzten Nutzerkreis gegeben: Mehr als 1.000 Fahrgäste konnten sich in dieser Zeit von dem neuen Angebot überzeugen. 

„Die Resonanz der myBUS-Fahrgäste ist durchweg positiv“, sagt Birgit Adler, Projektleiterin myBUS und Bereichsleiterin Betrieb und Markt bei der DVG. „Die von door2door bereitgestellte Software funktioniert sehr gut und wir freuen uns, den On-Demand-Service nun allen Fahrgästen zur Verfügung stellen zu können.“ Das Berliner Startup door2door hat die Mobilitäts-Plattform als technische Grundlage für myBUS entwickelt.
 
Da nicht nur die Buchung, sondern auch der Bezahlvorgang vollständig über die myBUS-App erfolgt, müssen sich Fahrgäste einmalig bei Handyticket Deutschland registrieren. Wer dort bereits Kunde ist, kann sich sofort in der myBUS-App anmelden. Die entsprechenden Schritte für die einmalige Registrierung werden innerhalb der App erklärt. Die myBUS-Fahrzeuge sind freitags und samstags von 19 bis 4 Uhr und sonntags von 10 bis 19 Uhr im Bereich der Innenstadt, in Duissern, Neudorf und am Innenhafen unterwegs. Der Fahrpreis richtet sich nach den Tarifbestimmungen des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR). Demnach beträgt der Ticketpreis 3,20 Euro, Zeitkarteninhaber wie zum Beispiel Abokunden der DVG und Kinder fahren ermäßigt für 2,50 Euro.
 

Wie funktioniert myBUS?

Die Buchung der myBUS-Fahrzeuge erfolgt über die myBUS-App, die für die gängigen iOS- und Android-Betriebssysteme in den jeweiligen Stores kostenlos zum Download bereit steht. Per Smartphone können Kunden ihre Fahrtwünsche unter Angabe des Start- und Zielpunktes angeben. Die Routen für die Busse werden von einem Algorithmus in Echtzeit entsprechend der jeweiligen Nachfrage berechnet. So teilen sich Fahrgäste mit myBUS gemeinsame Fahrten und werden von ihren individuellen Standorten zum gewünschten Ziel gebracht. Bereits die Anfahrt des Busses lässt sich in Echtzeit verfolgen, die Fahrzeuge sind durch den myBUS-Schriftzug und durch die auffälligen, roten Diagonalflächen gut erkennbar. Sowohl die Buchung des Busses als auch die Bezahlung des Tickets erfolgt ausschließlich per App.

Bild: DVG Duisburg 

Text: Pressemitteilung Door2door 

Daimler schlägt wieder zu: flinc wird übernommen

Daimler ist im Moment nicht zu stoppen, was das Investment in Mobilitätsdienste angeht. Der Automobilhersteller übernimmt flinc, den Pionier bei der Vermittlung von Mitfahrgelegenheiten in Echtzeit. Damit hat sich Daimler in diesem Jahr an fast 10 Mobilitätsdienstleistern (unter anderem Via, Careem, TaxiBeat, Clever Taxi, Volocopter, Turo) beteiligt oder diese ganz übernommen.

500.000 Kunden bei flinc registriert

flinc bietet eine Plattform für on-demand Mitfahrgelegenheiten auf der Kurzstrecke an und spricht damit vor allem Berufspendler an. Das Startup wurde bereits 2010 gegründet, hat es aber leider nicht geschafft, auf eine kritische Größe zu wachsen. Etwa 500.000 Nutzer haben sich in den letzten sechs Jahren bei dem Startup registriert, das ist zu wenig, um eingeständig agieren zu können oder um Investoren überzeugen zu können. Durch international agierende Unternehmen, wie Uber, Lyft oder Via hat das Startup starke Konkurrenz bekommen.

Auch Corporate Ridesharing im Angebot

flinc hat auf zwei unterschiedliche Strategien gesetzt. Auf der einen Seite wird ein Mitfahrdienst unter dem Namen flinc angeboten, der öffentlich zugänglich ist. Der Dienst wurde sogar in die Carsharing Flotte von DriveNow integriert und in Apps für öffentlichen Nahverkehr integriert. Auf der anderen Seite hat flinc eine Corporate Ridesharing Lösung angeboten, die von namenhaften Unternehmen wie BASF und anderen eingesetzt wird.

flott als Lösung für on-demand Shuttles

Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen versucht, mit flott eine Plattform für den on-demand Verkehr in Städten zu starten. Nach dem ursprünglichen Ankündigung wurde es leider ruhig um das Produkt. In einer Studie kam flott zu dem Ergebnis, dass sich mit einem intelligenten Shuttle System die Zahl der Fahrzeuge in Hamburg drastische reduzieren lässt.

Das Unternemen hat seinen Sitz in Darmstadt und nicht in den Startups Städten Berlin oder München. Da wird es das Unternehmen auch nicht leicht gehabt haben, Top-Talente anzuwerben. Auf Investorenseite konnte flinc dafür General Motors und die Deutsche Bahn überzeugen.

Unternehmen bleibt erstmal eingeständig

Es wurde nicht bekannt, was Daimler für die Übernahme auf den Tisch gelegt hat – es ist aber davon auszugehen, dass es sich eher um einen Fire-Sale handelt. Das Unternehmen flinc GmbH wird weiterhin eigenständig bleiben und die Gründer Dr. Klaus Dibbern, Michael Hübl und Benjamin Kirschner bleiben im Führungsteam. Das Wissen von flinc über dynamische Ridesharing Dienste soll bei Daimler eingebracht werden, um die Entwicklung von internen Ridesharing Angeboten zu beschleunigen.

Bild: Daimler AG (alle Rechte vorbehalten)

SaaS Anbieter Vulog sammelt 20 Mio. US$ ein

Vulog, ein Anbieter einer SaaS Lösung für Mobilitätsdienstleistungen hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 20 Mio. US$ eingesammelt. Das Investment kommt von den Investoren Frog Captial, Innen Capital, Bpifrance und ETF. Das neue Investment soll dazu genutzt werden, das Produkt technologisch weiter auszubauen. Gleichzeitig sollen Marketing und Sales weiter gestärkt werden, um schnelle wachsen zu können.

[affilinet_performance_ad size=468×60]

Flexible SaaS Lösung für Carsharing und co.

Das französische Unternehmen bietet eine SaaS Lösung and, die auf die Bedürfnisse der Kunden angepasst werden kann. Zu den Kunden gehören Autovermietungen, Autokonzerne und Startups, die einen Carsharing bzw. RideSharing Dienst betreiben oder betreiben wollen. Die Lösung unterstützt unterschiedliche Setups, wie zum Beispiel ein free-floating System oder auch ein stationsgebundenes Carsharing Setup.

Die Lösung von Vulog verbindet entweder die vom Hersteller verbaute Lösung oder eine von Vulog nachgerüstete in-car Technologie mit einer Mobilitätsplattform, entsprechenden Analytics Tools und einem Backend-System, das für das operative Management der Services notwendig ist. Im Moment werden über die Technologie von Vulog 10 Millionen Fahrten pro Jahr abgewickelt.

Vulog ist international aktiv

Das Unternehmen gehört fast schon zu den alten Eisen unter den Anbietern im Mobility Bereich. Das Unternehmen wurde bereits 2006 gegründete und entwickelt seitdem Technologien für Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen. Demnächst soll ein Büro in San Francisco eröffnet werden, bisher arbeiten Teams in Paris, Nizza, Vancouver und Toronto. Zu den Kunden von Vulog gehören Carsharing Anbieter, wie Eva Car Share aus Vancouver, emov in Madrid oder GreenMobility in Kopenhagen.

RideCell mit ähnlichem Ansatz

In den letzten Jahren konnte das Unternehmen stark wachsen und die technische Lösung weiterentwickeln. Wie die Eröffnung des Außenpostens in San Francisco nahelegt, soll der Fokus in Zukunft verstärkt auf dem Nordamerikanischen Markt. Gleichzeitig soll der Service nach Asien expandiert werden. Mehrere Projekte, unter anderem ein Scooter Sharing Dienst sind bereits in der Planung.

Mit dem Angebot positioniert sich Vulog als Mitbewerber zu RideCell aus den USA. Das von BMW finanzierte Unternehmen wird unter anderem für den ReachNow Carsharing und Ridesharing Dienst in den USA genutzt oder von Skoda in Polen.

Bild: Vulog (alle Rechte vorbehalten)

GM will mit Maven Ridesharing Dienst starten

Bisher ist der Automobilhersteller General Motors als Dienstleister und Investoren für Ride Sharing Dienst in Erscheinung getreten. Unter anderem ist GM an dem Fahrdienst Lyft beteiligt und bietet über das Maven Carsharing Programm Autos zur Kurzzeitmiete an, Lyft und Uber Fahrer profitieren dabei von gesonderten Konditionen. Jetzt könnte der Automobilhersteller den nächsten Schritt gehen und einen eigenen on-demand Fahrdienst starten.

Mit Maven soll ein Ridesharing Dienst gestartet werden

Der Konkurrent zu Lyft und Uber könnte von der GM Sparte Maven gestartet werden. Maven wurde vor einiger Zeit gegründet, um die Mobilitätsdienstleistungen wie Carsharing zu bündeln und um Expertise für neue Dienste aufzubauen. Durch die eigenen Aktivitäten und das Wissen, das durch die Beteiligung an Lyft gewonnen wurde, sieht sich General Motors jetzt in der Lage, einen on demand Fahrdienst aufzubauen. Die Frage ist, ob Platz für einen weiteren Dienst ist. Außerdem müsste General Motors viel Geld in die Hand nehmen, um einen Dienst mit hoher Reichweite aufzubauen.

Seit Anfang 2016 mit Carsharing aktiv

Maven ist als Carsharing Dienst Anfang 2016 gestartet, hat sich dann aber stetig weiterentwickelt. Neben dem Service für Uber und Lyft Fahrer ist Maven mehrere Partnerschaften mit Lieferdiensten wie Instacart und GrubHub eingegangen. In den letzten 18 Monaten wurden über Maven etwa 10.000 Fahrzeuge in Umlauf gebracht. Mit dieser Flotte wurden etwa 270 Mio. Kilometer zurückgelegt und 17.5 Mio. Fahrgäste bei Lyft und Uber transportiert.

GM und Lyft als Konkurrenten?

In der Vergangenheit wurde darüber berichtet, dass GM das Unternehmen Lyft komplett übernehmen möchte. Da daraus anscheinend nichts geworden ist, plant der Automobilhersteller seinen eigenen Service. Aus der ferne betrachtet scheint es so, als würden die Partnerschaft zwischen General Motors und Lyft Risse erhalten. Am Anfang wurde bekräftigt, dass beide Seiten eng zusammenarbeiten möchten, jetzt entwickeln sich Konkurrenten. Ähnliches konnte zwischen Uber und Google beobachtet werden. Google ist groß bei Uber eingestiegen und am Anfang haben beide Unternehmen eng zusammengearbeitet. Mittlerweile bekämpfen sich beide Unternehmen vor Gericht. Mit Waymo und dem Ride-Sharing Angebot bei Waze hat sich Google zum Konkurrenten entwickelt.

Bild: General Motors (alle Rechte vorbehalten)

Kakao Mobility aus Korea sammelt Millionensumme für Ride Hailing App ein 

In Korea ist die Chat App Kakao mit 50 Millionen monatlichen Nutzern eine der meistgenutzten Massanger Apps in dem asiatischen Land. Über die Zeit hat das Unternehmen unterschiedliche Services zusätzlich zu dem Nachrichtenaustausch gestartet, um Umsatzströme zu erzielen. So auch ein Mobilitätsangebot Kakao Mobility, das jetzt ein Investment in Millionenhöhe verbuchen kann.

Ausgründung der Kakao Mobility Angebote

Es wurde verkündet, dass das Mobility Angebot in eine eingeständiges Unternehmen mit den Namen Kakao Mobility ausgegründet wurde. Gleichzeitig hat sich der Investment Fond TPG mit einer Summe von etwa 385 Mio. Euro an dem Unternehmen beteiligt. Zu dem Portfolio von TPG gehören unter anderem auch Airbnb, Spotify und mit Uber auch der größte Konkurrent von Kakao Mobility in Korea.

Kakao Taxi mit 1.5 Mio. täglichen Fahrten

Unter Kakao Mobility werden die Dienste Kakao Taxi, Kakao Driver und Kakao Navi zusammengefasst. Das bekannteste Angebot von Kakao Mobility ist der Kakao Taxi Service, der vor etwa zwei Jahren gestartet. Damit sollte ein Weg gefunden werden, um die große Nutzergruppe des Messanger Dienstes zu monetarisieren. Die Nachrichten-App ist auf 95% der Smartphones in Südkorea installiert. Zur Zeit werden 1.5 Millionen Fahrtanfragen täglich vermittelt und ist auch in Japan verfügbar. Mit dem Dienst Kakao Driver lässt sich ein Fahrer für das eigene Fahrzeug ordern. Der Service kommt auf 2.7 Millionen monatliche Nutzer. Die Navi App Kakao Navi konnte 10 Mio. Registrierungen seit dem Start im Februar 2016 verbuchen.

Weitere Dienste in der Pipeline

Weitere Mobility Dienste sollen in der zweiten Hälfte gestartet werden, unter anderem ein Service für die Parkplatzsuche und eine Taxi App für Geschäftsreisende und Unternehmen. Die Ausgründung der Mobility Sparte war eine strategische Entscheidung und durch den Schritt soll ein schnelleres Wachstum und eine schnelle Expansion ermöglicht werden. Kakao will sich die Transformation der Automotive und Mobility Industrien zunutze machen und neue Geschäftsbereiche aufbauen.

Bild: KakaoTaxi (alle Rechte vorbehalten)

Zusammenschluss in Russland: Uber und Yandex verschmelzen die Fahrdienste

Die Ridesharing Plattform Uber und die Fahrdienst Tochter des russischen Yandex Konzerns schließen sich in einem neuen Unternehmen zusammen. In das Gemeinschaftsunternehmen sollen die Angebote in Russland, Kasachstan, Armenien, Weißrussland, Georgien und Aserbaidschan kombiniert werden. Uber wird auch seinen UberEATS Service mit einbringen.

Yandex mit größerem Anteil nach Fusion

Die Bewertung liegt nach der Fusion bei 3.725 Milliarden US$. Yandex hält 59.3% am neuen Unternehmen mit dem Decknamen NewCo, Uber 36.6% und die restlichen 4.1 % sind in den Händen der Mitarbeiter. Uber investiert zugleich 225 Mio. US$ in das Gemeinschaftsunternehmen, der russische Taxidienst steuert nochmal 100 Mio. US$ hinzu. Diese Ungleichgewicht gibt preis, dass Yandex der größere Anbieter in Russland ist und Uber es nicht geschafft hat, den lokalen Konkurrenten zu überholen. Aus den von Yandex veröffentlichten Zahlen wird klar, dass das Unternehmen mehr als doppelt so viele Fahrten im Jahr 2017 plant, als der amerikanische Ex-Konkurrent.

Gemeinschaftsplattform mit 35 Mio. Fahrten pro Jahr

Das kombinierte Unternehmen soll mehr als 35 Mio. Fahrten pro Monat durchführen. Das Geschäftsgebiet des neuen Unternehmens umfasst 127 Städte in sechs Ländern. Die Unternehmensführung nach dem Zusammenschluss übernimmt der Yandex Taxi CEO Tigran Khudaverdyan. Nach dem Abschluss der Transaktion können die Nutzer über beide Apps ein Fahrzeug bestellen. Die Fahrer werden aber auf einer Plattform zusammengefasst und nutzen auch nur eine App.

Nach China die zweite Abgabe für Uber

Uber gibt mit der Transaktion den zweiten Markt an einen Konkurrenten ab. Im letzten Jahr hat sich Uber operativ aus China verabschiedet, indem das Geschäft an den lokalen Anbiete Didi Chuxing für einen hohen Milliardenvertrag verkauft. Uber möchte mit dem Zusammenschluss die eigene Bilanz aufbessern. Das Unternehmen scheint auch die Strategie zu verfolgen, Märkte abzugeben, bei dem eine Alleinherrschaft oder Marktführerschaft als unwahrscheinlich sein wird.

Gestartet als Suchmaschine

Yandex ist besser bekannt als das russische Google, seit Jahren betreibt das Unternehmen aber auch eine Taxi-App. Vor kurzem wurden auch Informationen über die Pläne des Unternehmens mit selbstfahrenden Autos bekannt. Yandex betreibt ein eigenen Forschungsprogramm, um die Technologien für vollautomatisierte Fahrzeug zu entwickeln. Uber ist seit ein paar Jahren in Russland aktiv und musste sich im letzten Jahr gegen ein drohendes Verbot wehren. Letztendlich wurde Uber dazu verpflichtet, nur noch lizenzierte Taxi- und Limousinenfahrer einzusetzen.

Bild: Yandex (alle Rechte vorbehalten)