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Uber Konkurrent Lyft startet Premium-Service mit SUVs

Laut Techcrunch bereitet sich Lyft darauf vor, einen hochwertigen Service mit SUVs anzubieten, um gegen die SUV Option von Uber anzukämpfen. Fahrgäste sollen in der Lage sein, Ford Explorer SUVs zu buchen, die eine Lederausstattung haben und Platz für 6 Personen bieten. Hierzulande wird dieses Modell gar nicht zum Verkauf angeboten, ist aber etwa so groß, wie ein VW Tuareg oder BMW X5. Der Service könnte Lyft VIP oder VIP Lyft genannt werden.

Bis jetzt hat Lyft nur ein Produkt mit verschiedenen Fahrzeugen angeboten, der sich auf dem preislichen Niveau von uberX bewegt. UberX ist die günstige Variante meistens mit Privatfahrzeugen, die in Berlin unter dem Namen UberPOP gestartet wurde und viel Wirbel ausgelöst hat.  Ein Premiumservice könnte die Kundebasis von Lyft erweitern und die Marke hochwertiger erscheinen lassen.

Techcrunch berichtet, dass die ersten Fahrer diese Woche in San Francisco ongeboarded werden, San Francisco wird die erste Testumgebung für den neuen Service sein. Die Fahrer müssen über einen weissen Ford Explorer verfügen, der gegebenen Falls noch mal aufpoliert wird. Gerüchen zufolge werden die Fahrer mit  750 US$ pro Monat subventioniert und erhalten zusätzlich ihre Umsätze von den Fahren.

UberSUV kostet  in San Francisco 25 US $ Grundgebühr plus 0.90 US $ pro Minute und 3.75 US$ pro gefahrene Meile, mit einer Mindestgebühr von 25 US$.  Es gibt noch keine Preisinformationen über den Service von Lyft, aber es kann davon ausgegangen werden, dass sie den Service etwas günstiger anbieten werden, um einen Wettbewerbsvorteil zu haben. Mal sehen, wie lange es dauert, bis Uber nachzieht, falls es wirklich der Fall sein sollte.

Interessant ist auch, dass es sich beim Ford Explorer um einen Siebensitzer handelt, der in der letzten Reihe aber eher Notsitze als normale Sitze hat. Das heißt, dass der Fußraum viel geringer ausfällt, als in Fahrzeugen wie Chevrolet Tahoe, Lincoln Navigator oder Cadillac Escalades, die bei UberSUV unterwegs sind. Für vier Fahrgäste bietet der Explorer reichlich Platz und wenn du mit einer Gruppe von Freuenden unterwegs sein willst, dann zählt es meistens eh mehr, dass alle Personen in ein Fahrzeug passen. Da zählt die Anzahl der Sitze mit Gurten, der Komfort ist nicht so entscheidend. Interessant ist auch, dass Uber CEO Travis Kalanick der Meinung ist, dass der Ford Explorer ein passendes Fahrzeug ist.  In einem Interview mit einem Fahrer eines Mercedes GL450 antwortet er auf die Frage, welches Auto ein guter Ersatz für den Lincoln Town Car ist mit folgendem Statement: “OK, I’m glad you asked,” Kalanick says. “This is going to blow you away, dude. Are you ready? Have you seen the 2013 Ford Explorer? Spacious, like a Lexus crossover, but way cheaper.”

Ein Service mit SUVs könnte gut für den Umsatz von Lyft sein, da die Nutzer den Service so auch für einen besonderen Anlass nutzen können. Außerdem könnte der Service Personen anlocken, die den hochwertigen Service nutzen, wenn es darauf ankommt und die günstige Alternative, wenn keiner hinsieht. Die Fahrzeuge können auch interessant für den Transport von Waren und größeren Gruppen sein.

Das Marketing könnte sich um die weissen SUVs drehen, als freundlichere Alternative zu den “elitären” schwarzen Fahrzeugen, die bei Uber unterwegs sind. Das würde zu der Community-fokussierten Marke von Lyft passen, die auf “Your friend with the car” anstatt auf ” Everyone’s private driver” basiert, was von Uber genutzt wird. Der SUV Service von Lyft könnte Style und Klasse vermitteln, ohne das Gefühl zu vermitteln, von einem Chauffeur gefahren zu werden. Interessant zu sehen ist auch, ob die SUVs die pinkfarbenen Schnurrbärte tragen oder ob darauf verzichtet wird, um ein hochwertigeres Gefühl zu vermitteln.

Lyft hat letztens 250 Mio. US$ eingesammelt und kommt insgesamt auf eine Finanzierung von über 300 Mio. US$. Der Konkurrent Uber hat 258 Mio. US$ im letzten Jahr eingesammelt. Uber hat bereits in mehrere internationale Städte expandiert, Lyft hingegen ist nur auf dem US Markt aktiv.

 

Uber arbeitet an UberPOP Ridesharing Service in Berlin

Das amerikanische Transport-ptartup Uber arbeitet anscheinend an einem neuen Produkt uberPOP in Berlin, da sich der ursprüngliche Service mit schwarzen Limousinen nur schwer etablieren lässt. Jetzt soll anscheinend mit einem Peer-2-Peer Ridesharing Service versucht werden, mehr Kunden zu gewinnen.

Wie ein Screenshot zeigt, ist der Service UberPOP in Vorbereitung. Der Screenshot wurde gestern auf Twitter gepostet und nach kürzester Zeit wieder gelöscht.

uberPOP in Berlin
Screenshot verrät Vorbereitungen von uberPOP in Berlin. Quelle: Twitter

Das Uber versucht, mit einem neuen Produkt auf den Markt zu gehen, ist nicht verwunderlich, da anscheinend Uber Black (Luxus Limousinen, wie S-Klasse, 7er BMW, usw.) in Berlin nicht richtig gut funktioniert und nicht mit anderen Städten, wie New York mithalten kann.

UberPOP gibt es bereits in Städten wie Paris, Barcelona oder Brüssel und ist eine Version des uberX Services. Fahrgäste werden bei UberPop in den genannten Städten nicht von einem professionellen Fahrer mit Personenbeförderungsschein und Konzession abgeholt, sondern von jedermann. Jeder, der ein Auto und einen normalen Führerschein besitzt, kann sich registrieren und nach dem die Background Checks (Einreichen des polizeilichen Führungszeugnisses, Überprüfung der Versicherung, etc.) erfolgreich absolviert wurden, in der Stadt bereithalten und Fahrten annehmen. Taxi mit Privatwägen und Fahrern ohne Ortskundeprüfung also.

In Deutschland ist vor ein paar Wochen Wundercar gestartet und flinc ist seit einiger Zeit mit einem ähnlichen Modell unterwegs. Der Unterschied bei flinc ist, dass die Fahrer die Strecke sowieso fahren würden (z.B. die tägliche Fahrt zur Arbeit) und bei Wundercar die Fahrer aktiv dazu aufgefordert werden, dass sie sich in der Stadt bereit halten, um Fahrgäste auf deren Wunsch von A nach B zu fahren.

Vorteile sind, dass die Kosten gering sind und wahrscheinlich weit unter Taxipreisen liegen werden. Außerdem lernt man in der Community nette Leute kennen.

Rechtlich befindet sich das Model in eine Grauzone. Bei Wundercar basiert die Bezahlung auf einem Trinkgeld-Modell, damit das Personenbeförderungsgesetz umgangen werden kann. Uber hat mit seinem Peer-to-Peer Model bisher nie auf ein Trinkgeld oder Spendenmodell gesetzt, mal sehen, was sie sich in Berlin einfallen lassen, um nicht weiter mit dem Personenbeförderungsgesetz in Konflikt zu geraten.

Uber hat vermutlich die Wochen seit dem Launch von Wundercar genau beobachtet und gesehen, dass bisher nicht gegen das Modell von offizieller Seite vorgegangen wird. Daher verwundert es nicht, dass sie einen ähnlichen Service planen, um den Berliner   Markt anzukurbeln. Ähnlich ist Uber auch schon in den USA vorgegangen. Nach dem Start von Ridesharing-Service Lyft in einigen Städten hat Uber ein paar Wochen abgewartet und sofern keine Proteste von offizieller Seite kamen, sind sie selber aggressiv mit ihrem uberX Produkt in den Markt eingestiegen.

Ein Service, der günstiger als Taxi ist, wird von dem berliner Startup Blacklane angeboten. Blacklane testet einen Chauffeur-Service mit professionellen Fahrern und Smarts, die Preise liegen ca. 10 % unter Taxipreis, bei längeren Fahrten, z.B. vom Potsdamer Platz zum Flughafen Schönefeld spart der Fahrgast ca. 20% im Vergleich zum Taxi, wenn Gebühren für bargeldlose Bezahlung mit eingerechnet werden, sogar noch mehr. Für ein Taxi zahlt man laut Fahrpreisrechner von myTaxi um die 37 €, bei Blacklane ist die gleiche Fahrt für um die 29 € zu haben.

UPDATE (14.04.2014): Wie Uber gegenüber Gründerszene bestätigt hat, startet der UberPOP Service in Berlin am Dienstag den 15. April.

Ridesharing Dienste wie Lyft und Uber bekommen Gegenwind in Seattle

In der bisher größte  Schlacht, um die Freigabe von Ridesharing Diensten in den USA, stimmte der Rat der Stadt Seattle dafür, die Anzahl der Fahrer bei Diensten wie Uber, Lyft und anderen on-demand Transportdiensleister zu limitieren.

Lat dem live Blog von GeekWire hat der Stadtrat in einer Sitzung beschlossen, dass er sich auf die Seite der Taxi-Industrie stellt und nicht auf die Seite der innovativen Anbieter.

Durch die Anforderung, dass Unternehmen wie Lyft und Uber  nicht mehr als 150 Fahrer auf jeder Plattform haben dürfen,  würgt die Abstimmung im Wesentlichen die Konkurrenz zu der in der Stadt bestehenden Taxi-Lobby ab. Das hat zur Folge, dass Dienstleistungen, wie Uber und Lyft relativ nutzlos werden, indem sichergestellt wird, dass sie nicht in der Lage sind, mit der Nachfrage Schritt zu halten.

In Orten wie San Francisco und Seattle, haben diese neuen Transportdienstleistungen eine Alternative zu Taxis geschaffen, die durch die Anzahl der Lizenzen in jeder Stadt beschränkt werden. Das bedeutet, dass in Zeiten hoher Nachfrage oder spät in der Nacht, die Passagiere in der Regel nicht in der Lage waren, ein freies Fahrzeug zu bekommen.

Das hat sich in den letzten Jahren geändert, dank der Einführung von Uber, Lyft und ähnlicher Dienste. Durch das Vernetzen der Fahrer mit Passagieren über mobile Apps, waren die Ride-Sharing-Dienste in der Lage, diese Nachfrage zu befriedigen.

Aber die neuen Dienste nicht zu den gleichen Vorschriften wie bestehende Taxi oder schwarzen Auto-Dienste, die eine Pushback von Regulierungsbehörden in verschiedenen Märkten verursacht hat, haften.

Viele Fragen zu den neuen Transportdiensten drehen sich um die Frage der öffentlichen Sicherheit. Die Startups haben versucht, mit Überprüfung der Fahrer und Zusatzversicherungen das Problem zu adressieren. Jeder Fahrer muss eine polizeiliche Überprüfung überstehen und jeder Fahrer ist bis zu 1.000.000 $ Versichert, wenn er eine Fahrt durchführt.

Uber hat vor kurzem eine Versicherung hinzugefügt , die Unfälle versichert, die zwischen zwei Fahrten passieren, wenn der Fahrer online ist. Lyft hat Pläne angekündigt, das gleiche zu tun.

In Kalifornien zum Beispiel, waren Uber, Lyft, und andere in der Lage, mit der staatlichen Public Utilities Commission zu kooperieren, um einen neuen Rahmen zu schaffen, um die über Smartphone buchbaren on demand Transport-Dienstleistungen  zu erlaube.

Die Hoffnung ist, dass diese Unternehmen in der Lage sind, von den Aufsichtsbehörden in anderen Märkten ähnliche Bestimmungen erreichen zu können.

Überraschenderweise ist die Abstimmung in Seattle passiert trotz die Stadt als einer der ersten Märkte, die Lyft, Uber, Start-ups und andere erweitert nach der Eroberung in ihrem Heimatmarkt von San Francisco. Und es scheint, weniger um den Schutz der öffentlichen Sicherheit, zu gehen als es um den Schutz des etablierten Taxigewerbes.

Lyft und Uber bieten jetzt auch Versicherungsschutz für die Zeit zwischen den Fahrten

Wie TechCrunch berichtet, bieten sowohl Uber als auch Lyft einen Versicherungsschutz für die Zeit zwischen den Fahrten an.

Uber und Lyft bieten mehr Sicherheit und Unterstützung für die registrierten Fahrer , aber auch für die Kunden der App-basierten on demand Lösungen: Eine Versicherung für die Zeit in der die Fahrer online sind, aber keine Fahrgäste an Board ihrer Autos haben.

Das Ziel, so das Unternehmen, ist es, jede ” Versicherungslücke “, die entstehen könnten zu decken. Dieses Problem wurde zu einem Problem für alle Ridesharing -Dienste, nach dem bei einem Unfall in San Francisco Anfang des Jahres, an denen ein Uber Fahrer, der keine Fahrgäste an Board hatte, ein Mädchen tot gefahren hatte. 

Der Schritt kommt nach dem Lyft auch gestern Abend angekündigte, einen ähnlichen Schritt zu gehen – um dem Erzfeind zuvor zu kommen. Die Meldung von Lyft war nicht sehr ausführlich, geht aber von der Art der Details, in die gleiche Richtung, die Uber heute zur Verfügung gestellt hat.

Die Versicherung von Uber greift seit dem 14.3.2013 und ist nur in den USA gültig.

Wenn die persönliche Versicherung des Fahrers nicht ausreicht, um einen Unfall in diesem Zeitraum abzudecken , greift die neue Versicherung. Die Deckung geht bis zu $ 50.000 für Zwischenfall mit einzelnen Personenschäden , $ 100.000 für Zwischenfälle mit mehreren involvierten Personen und $ 25.000 für Zwischenfälle mit Sachschäden, wie Andrew Noyes in einem Uber Blog-Post.