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ZipJet übernimmt Wettbewerber mit starkem B2B Fokus

Das von Rocket Internet unterstützte Wäschereinigungs-Startup ZipJet hat den Wettbewerber Asteria Cleaners aus London übernommen. Bisher hat sich der mobile Wäschedienst ZipJet vor allem auf Privatkunden fokussiert, nach der Übernahme eines Mitbewerbers in London soll das Angebot auf Geschäftskunden (B2B) erweitert werden.

Ähnliches Geschäftsmodell

Wie auch bei ZipJet holt bei Asteria Cleaners ein Fahrer die zu waschende Wäsche ab, nach der Reinigung wird diese wieder zurückgeliefert. Von Asteria werden einige Geschäftskunden bedient, darunter dir Großbank UBS.

ZipJet kann durch die Übernahme schneller wachsen und auch auf Kostenseite ergeben sich Vorteile. Da ein Fahrer meist mehrere Bestellungen an der gleichen Adresse abholt oder abliefert, reduzieren sich die Logistikkosten pro Auftrag enorm.

Ausweitung von B2B geplant

Das Angebot für Geschäftskunden soll in London weiter ausgebaut werden. Neben Großbanken und Konzernen könnte das Angebot auch für Co-Working Spaces und Startups interessant sein. Unternehmen können den Service als eine Art Bonusprogramm für ihre Mitarbeiter anbieten. Für Co-Working Spaces ergibt sich die Möglichkeit, den Service in das Rundum-Paket mit integrieren. Im kommenden Jahr ist eine Ausweitung des B2B und B2B2C Services nach Berlin und Paris geplant.

ZipJet wurde Ende 2014 von Rocket Internet in London gestartet und hat ein halbes Jahr später das Angebot auch in Berlin an den Start gebracht. Seit Mai diesen Jahres ist ZipJet auch in Paris aktiv. Vorbild für ZipJet war das amerikanische Startup Washio, das im Sommer den Betrieb eigestellt hat. Washio ist wahrscheinlich zu schnell in zu viele Städte expandiert, ohne die Kosten im Griff zu haben. ZipJet verfolgt einen datenbasierten und technologieorientierten Weg. So werden Auslastung optimiert und Routen effizient und automatisch geplant.

In Zukunft könnte Wachstum auch durch weitere Zukäufe erfolgen. Zukäufe könnten auch bei einer weiteren Expansion eine Rolle spielen, um in einer weiteren Stadt nicht komplett von Null beginnen zu müssen.

Bild: ZipJet (alle Rechte vorbehalten)

Lieferdienst Take Eat Easy ist insolvent

Der Essen-Lieferdienst Take Eat Easy ist pleite und stellt sofort den Betrieb ein. Das im Jahr 2013 gegründete Unternehmen hat es nicht geschafft, eine neue Finanzierungsrunde einzusammeln. Jetzt wurde Insolvenz angemeldet und es wird nach einem Käufer gesucht. In der letzten Woche wurde noch ein Meilenstein verkündet, die millionste Lieferung wurde ausgeliefert.

Das Unternehmen aus Brüssel hat somit im Wettbewerb mit Foodora und Deliverooo verloren. Die im letzten Jahr eingesammelten 16 Mio. US$ haben nicht gereicht, um im Wettbewerb mit Foodora und Deliveroo erfolgreich zu ein. Foodora verfügt über hohe finanzielle Mittel aus dem Rocket Umfeld und Deliveroo hat ebenfalls eine stattliche Finanzierung eingesammelt. Hinzu kommt, dass UberEATS in Europa gestartet ist und Amazon ebenfalls in den Markt für Restaurant Lieferservices einsteigen möchte.

Seit Oktober 2015 wurde versucht, die Series C einzusammeln. Laut Blog Post von Take Eat Easy Gründer Adrien Rosen hat das Unternehmen in der Zeit Ablehnungen von 114 VCs erhalten. Ein Deal über das Investment von  30 Mio. US$  durch ein staatseigenes französisches Logistikunternehmen ist gescheitert. Nach einer dreimonatigen Due Diligence  hat der Aufsichtsrat den Deal abgelehnt und das Investmentangebot wurde zurückgezogen. Die Verhandlungen unter einer Exklusivitätsvereinbarung, somit gab es keinen Plan B.

Starke Wettbewerber für Take Eat Easy 

Für die geplante Finanzierungsrunde war es nicht hilfreich, dass Deliveroo über 200 Mio. US$ eingesammelt hat. Fraglich ist auch die Rolle, die Rocket Internet in dem Zusammenhang gespielt hat.  Die Tatsache, dass Rocket Internet in Take Eat Easy investiert hat und die Anteile dann an Delivery Hero weiterverkauft hat, dürfte nich unterstützend gewesen sein. Zu Delivery Hero gehört auch Foodora (vormals Volo), in das vom Unternehme sehr viel Geld gesteckt wird, um mit Deliveroo mithalten zu können. Delivery Heros Interesse, einen zweiten starken Player aufzubauen, dürfte gering gewesen sein. Ebenso das Interesse an einer Fusion von Foodora und Take Eat Easy, die teuere geworden wäre. Investoren wird es abgeschreckt haben, dass ein starker Wettbewerber direkten Zugriff auf alle Planungen und Kennzahlen von Take Eat Easy hat.

Wer kommt als Käufer in Frage? 

Die hohen Fixkosten und die geringe Marge sind dem Unternehmen letztendlich auf die Füße gefallen. Fraglich ist, wer das Unternehmen in einem nächsten Schritt kaufen könnte. Die meisten der zuletzt 160 Mitarbeiter werden schnell das Unternehmen verlassen wollen, wenn sie nich schon weg sind. Somit würde es kein Team mehr geben, um das Geschäft am Leben zu halten. Die Kundenbasis dürfte sich mit der von Foodora und Deliveroo stark überschneiden, somit dürften diese beiden Unternehmen auch nicht als Käufer in Frage kommen. Unternehmen wie Amazon und Uber scheinen lieber auf eine eigenen Technologie und ein eigenes Sales Team zu setzten. Wer bleibt da noch?

Nach der Insolvenz von Food Express, der Entlassungswelle bei Moovinga und dem Aus von Take Eat Easy und Valk Fleet stellt sich die Frage, ob es der richtige Weg ist, ein Unternehmen schnell aufzublasen, ohne ein profitables Geschäftsmodell zu haben. Angemessenere wäre es, zuerst zu beweisen, dass das Geschäft auf einem kleinen Level profitabel funktioniert, bevor es dann hochskaliert wird.

Über Take Eat Easy konnten die Nutzer fertig zubereitete Gerichte von beliebten Restaurants bestellen. Es wurde entweder über die Smartphone App oder die Website bestellt. Wie Foodora, UberEats und Deliveroo verfügte auch Take Eat Easy über eine Flotte an Lieferfahren, die die Gerichte mit Fahrrädern oder Motorrollern ausgeliefert haben. Von den Restaurants wurde eine Gebühr von 30% einbehalten, die Nutzer mussten zusätzlich 2.50 Euro Liefergebühr bezahlen. Nach dem Start in Brüssel ist das Unternehmen in 20 europäische Städte expandiert. Take Eat Easy hatte am Ende 3.200 Restaurants auf der Plattform und 350.000 Kunden.

Bild: Screenshot Take Eat Easy Website (alle Rechte vorbehalten)

Foodora erreicht 150 Mio. Euro Umsatz pro Jahr

Der Essenlieferservice Foodora befindet sich weiter auf Wachstumskurs. Erst vor drei Monaten wurde der Service in weiteren 10 Städten gestartet. In den nächsten 60 Tagen sollen weitere neue Städte in Deutschland, Schweden, Niederlanden und Frankreich hinzukommen. Auch der Umsatz ist stark gestiegen. Seit Mai 2015 ist der Außenumsatz von Foodora um das 100-fache gewachsen.

Im letzten Jahr hat das Startup viel dazu gelernt, vor allem, was Kunden, Partnern und Investoren wichtig ist. Dies hat unter anderem dazu geführt, dass das Unternehmen dieses schnelle Wachstum hinlegen konnte und nun eine Runrate auf Jahresbasis von 150 Mio. Euro aufweisen kann. In den letzten 12 Monaten wurden über 4 Millionen Gerichte ausgeliefert. Dabei arbeitet Foodora vor allem mit Restaurants zusammen, die vorher keinen eigenen Lieferservice angeboten haben.

Verdoppelung alle zwei Monate

Laut der Pressemitteilung werden die meisten Bestellungen in weniger als 35 Minuten zugestellt. Diese Leistung ist dank einer effizienten und produktiven Logistik möglich. Während der letzten 12 Monate wurde das Bestellvolumen alle zwei Monate verdoppelt. Dieses Wachstum wurde durch ein Expansion in 30 Städte in Europa, Kanada und Australien erreicht. In Deutschland konkurriert Foodora mit Deliveroo, bezeichnet sich aber als Marktführer auf dem Deutschen Markt. Einige Rückschläger gab es auch in den letzten Monaten. Aus London hat sich Foodora zurückgezogen, da Deliveroo zu stark ist. Auch in Hong-Kong wurde das Angebot wieder eingestellt.

Foodora ist stolz auf seinen pinkfarbenen Marktauftritt, den Kundenservice und die Auswahl an Restaurants. Eine Kombination aus den drei Kriterien führt zu loyalen Kunden, die immer wieder bestellen. Bis vor kurzem konnte man sich auch beliebig viele Konten bei Foodora erstellen um immer wieder Neukundengutscheine nutzen zu können. Diese Lücke wurde mittlerweile erschwert, da jede Handynummer nur noch einmal registriert werden kann.

Von Rocket Internet finanziert

Foodora wurde 2014 gestartet und von Rocket Internet unterstützt. Im letzten Jahr fand der Zusammenschluss mit Delivery Hero statt. Das Unternehmen betreibt eine Logistikplattfom für die “Letzte Meile”, die für Lieferungen von in Restaurants fertig zubereiteten Gerichten perfektioniert ist. Die Nutzer können über eine Smartphone-App oder über die Website bei gelisteten Restaurants in der Umgebung bestellen. Delivery Hero betreibt in Deutschland unter anderem die Plattformen Lieferheld und pizza.de. Ursprünglich hat Delivery Hero auch Food Express unterstützt. Dort dann aber die Reisleine gezogen, um sich auf Foodora konzentrieren zu können. Food Express musst daraufhin Insolvenz anmelden und wurde letztendlich von Lieferando geschluckt.

Bild: Guilhem Vellut (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: Rocket gibt Foodora weiter, Shypp.it startet Lieferservice

Kurznachrichten: Lieferdienst Foodora wird an Delivery Hero weitergereicht. Tesla Update bringt Autopiloten. Limousinenservice Blacklane versucht weitere Finanzierung einzusammeln. Mitfahrgelegenheit für Pakete Shypp.it gestartet.

Rocket Internet reicht Foodora an Delivery Hero weiter

Das von Rocket Internet gekaufte Startup Foodora wird nach kurzer Zeit an Delivery Hero weitergereicht. Foodora aggregiert meist gehobenere Restaurants auf einer Seite, die keinen eigenen Lieferservice anbieten. Das Netzwerk an Foodora-Fahreren holt die bestellten Gerichte bei den Restaurants ab und liefert sie an die Kunden aus. Delivery Hero hat mit Urban Taste ein ähnliches Konzept gestartet. Urban Taste soll nun in Foodora integriert werden. Das ebenfalls von Rocket Internet finanziert Unternehmen mit gleichem Geschäftsmodell Take Eat Easy zieht sich nach kurzer Zeit aus Deutschland wieder zurück. Als weiterer Anbieter ist der britische Startup Deliveroo am Start. (via Gründerszene)

Tesla Software Update bringt Autopilot

Vor einiger Zeit hat Tesla angekündigt, dass die Tesla S Fahrzeuge mit Sensoren für autonomes Fahren ausgestattet werden und dass die Funktion des selbstfahrenden Fahrzeugs über ein Softwareupdate  nutzbar wird. Nun wurde die Tesla Software Version 7.0 veröffentlicht, die ein Fahren ohne Eingreifen des Fahrers unter bestimmten Umständen erlaubt. Mittels Daten, die durch die verbaute Kamera, Ultraschallsensoren, GPS Modul und Radarsensoren gesammelt werden, kann das Fahrzeug selbständig die Spur wechseln und selbständig auf den Verkehr reagieren. Nach dem Update kann das Elektrofahrzeug von Tesla auch selbstständig einparken. (via Tesla Blog)

Blacklane will weitere Finanzierung einsammeln

Der Anbieter von Limousinenservices Blacklane will weitere Millionen aufnehmen, um weiteres Personal einstellen und expandieren zu können. Bisher sind ca. 25 Mio. Euro in das Unternehmen geflossen. Unter anderem von Daimler und Carsten Maschmeyer. Die Bewertung bei der letzten Finanzierung lag im niedrigen dreistelligen Millionenbereich. Blacklane setzt auf vermeintliche professionelle Chauffeure, die über die nötigen Lizenzen verfügen. Die Fahrten werden nicht on-demand sondern im Voraus gebucht. Damit werden hauptsächlich (Geschäfts)-reisende angesprochen. Als Taxialternative für spontane Kurzfahrten ist der Service von Blacklane nicht in Betracht zu ziehen. Blacklane kooperiert in China mit Qunar und mit dem amerikanischen Reisekonzern Expedia. (via Bloomberg)

Shypp.it – Mitfahrgelegenheit für Pakete gestartet

Mit Shypp.it ist eine Mitfahrgelegenheit für Pakete gestartet. Shypp.it versteht sich als Vermittlungsplattform für Fahrer mit leerem Kofferraum und Personen, die eine Lieferung versenden möchten. Mit einem ähnlichen Konzept ist das österreichische Unternehmen Checkrobin auf dem Markt. Innerhalb eines Jahres wurden bei Checkrobin ca. 50.000 Fahrten in Österreich eingestellt.  Das Potential in Deutschland dürfte weitaus größer als in Österreich sein.

Damit shypp.it auch profitabel arbeiten kann, müssen pro Jahr mehrere Hunderttausend Fahrten abgeschlossen werden. Für den Transport von Gütern können meist nur niedrige Preise aufgerufen werden. Bei einem provisionsbasiertem Geschäftsmodell entfällt der Anteil somit ebenfalls entsprechend gering aus. Checkrobin plant eine Provision in Höhe von drei Euro einzuführen, damit würde sich bei 50.000 Fahrten pro Jahr ein maximaler Umsatz von 150.000 € ergeben. Viel zu wenig, um ein Unternehmen profitabel betreiben zu können.

Eine weitere Herausforderung für das Unternehmen ist die letzte Meile. Kaum ein Fahrer dürfte bereit sein, einen Umweg in Kauf zu nehmen, um eine Lieferung abzuholen oder abzuliefern.

Bild: Delivery Service | Street Life | Hat Yai Street 2014 von John Ragai (bestimmte Rechte vorbehalten)

Rocket Internet investiert in Take Eat Easy

Vor ein paar Tagen hatten wir berichtet, dass sich Rocket Internet für den Bereich Lieferservice für Essen als Logistik-Lösung mit eigener Flotte interessiert.

Das Gerücht bestätigt sich nun, dass sich Rocket Internet neben dem Marktplatz für Gerichte Lieferungen auch für das Logistik-Geschäft mit eigener Flotte interessiert.

Nicht Volo sondern Take Eat Easy

 


Update, 16.4.15: Wie heute von TechCrunch und Gründerszene berichtet wurde, übernimmt Rocket Internet Volo komplett. Mit unserem ersten Bericht lagen wir also doch nicht falsch.


Nicht wie vermutet in Volo investiert Rocket Internet, sondern in den Lieferservice Take Eat Easy. Das berichtet Techcrunch. Via Take Eat Easy können Nutzer Essen online bei Restaurants bestellen, die bisher keinen Lieferservice angeboten haben. Einen ähnlichen Service bietet Deliveroo an, die vor einem Start in Deutschland stehen. Mittels intelligenten Technologie werden die Lieferaufträge über eine Smartphone App an unabhängige Fahrrad Kuriere vermittelt. Der Besteller sieht in seiner App, wie lange es dauert, bis die BestelluUpng geliefert wird, teilweise kann auch der Fahrer getackt werden.

Finanzierung für Expansion nutzen

In das Startup aus Brüssel, das bisher in Belgien und Frankreich aktiv ist, investieren Rocket Internet, DN Capital und Piton Capital 6 Mio. €. Mit der Finanzierung sollen die bestehenden Märkte ausgerollt werden, weitere sollen gestartet werden, darunter Deutschland, Großbritannien und Spanien.

Rocket Internet an Delivery Hero beteiligt

Interessant ist die Beteiligung, da Rocket an Delivery Hero beteiligt ist und selbst mehrere Marktplätze für Essen Lieferservices aufgebaut hat und betreibt. Delivery Hero hat sich vor kurzem erst an MyLorry beteiligt. MyLorry bietet mit Food Express ebenfalls einen Lieferservice mit eigenen Fahrern, den Restaurants nutzen können, die bisher keine Gerichte geliefert haben.

Bild: Dinner is served. von Boudewijn Berends (bestimmte Rechte vorbehalten)