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Lyft plant Lieferservice

Lyft entwickelt anscheinen einen Lieferservice. Bisher bietet das amerikanische Unternehmen nur einen Fahrdienst an, ein Kurierdienst gehört bisher noch nicht zum Angebot. Intern hat das Unternehmen deswegen mit Spannungen zu kämpfen.

Weiteres Standbein vs. weniger Fokus

Der Unternehmenschef John Zimmer sieht darin die Möglichkeiten, um das Unternehmen weiter  zu diversifizieren und unabhängiger vom Ridesharing-Angebot zu machen. Einige seiner Manager wollen den Plan aber nicht unterstützen, da es vom eigentlichen Ziel ablenkt. Das Ziel von Lyft ist es, einen wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Fahrdienst abzubauen. Die Führungspersonen von Lyft befürchten, dass Gelder und Fokus von dem Ridesharing-Service abgezogen werden und in das neue Angebot gesteckt werden.

Start noch unklar

Bisher ist noch nicht klar, wann Lyft den Service starten möchte. Auch mit einem Kurierdienst würde sich Lyft in einem umkämpften Markt befinden. Anderes Startups, wie Postmates und UberRush sind bereits in dem Bereich aktiv. Außerdem besteht Konkurrenz durch etablierte Kurierdienste und Lieferservices. Uber, der größte Konkurrent von Lyft, bietet schon einen Lieferservice an. Um UberRush ist es eher ruhig, UberEATS hingegen wird aggressive vorangetrieben.

Kooperation mit Restaurant-Plattformen

Lyft könnte zum Start mit den Essenlieferdiensten GrubHub und Eat24 zusammenarbeiten, um einen Fuß in die Tür zu bekommen. GrubHub und Eat24 arbeiten mit Restaurants zusammen, die über eigene Fahrer verfügen. Der neue Lieferdienst von Lyft kann hier eine Ergänzung sein, um die Nachfrage in Stoßzeiten abzudecken. Alternativ können die Restaurants ihre Flotte abschaffen und auf den Lyft Service setzen.

Lieferservice: umkämpfter Markt

Der Markt der Lieferdienste ist umkämpft. Einige Anbieter fokussieren sich dabei ebenfalls auf Lieferservices für Essen und Restaurants. Für Postmates ist es laut eigener Aussage extrem schwer gewesen, die letzte Finanzierungsrunde einzusammeln. Auch der Essenlieferdienst Deliveroo scheint Schwierigkeiten gehabt zu haben, genügend Geld einzusammeln.

Lyft ist nur in den USA aktiv und wird von namenhaften Investoren unterstützt. Neben General Motors ist auch die chinesische Plattform Didi Chuxing an der Ridesharing-Plattform beteiligt.

Bild: Kārlis Dambrāns (bestimmte Rechte vorbehalten)

Lieferdienst Tok Tok Tok aus Frankreich an Just Eat verkauft

Tok Tok Tok aus Frankreich verkauft seine Technologie und somit konsolidiert sich der Markt der on-demand Lieferservices weiter. Bisher mussten Pronto und Take Eat Easy im Restaurant-Bereich aufgeben. Auch der on-demand Textilreinigungsservice Washio hat seinen Betrieb eingestellt und die Kundenbasis an den Konkurrenten Rinse verkauft.

Tok Tok Tok mit Postmates vergleichbar

Jetzt trifft es auch das französische Lieferstartup Tok Tok Tok, das in mehreren europäischen Städten einen on-demand Lieferservice angeboten hat. Tok Tok Tok ist mit Postmates vergleichbar. Der Fokus liegt auf der Auslieferung von Gerichten, die innerhalb einer Stunde nach Auftragseingang ausgeliefert werden. Das Unternehmen stellt seinen Betriebt ein und verkauft seine Technologie an einen führenden Anbieter. Es ist zwar nicht offiziell verkündet worden, wer der Käufer ist, laut TechCrunch handelt es sich dabei aber um Just Eat.

Tok Tok Tok wurde bereits 2013 gegründet und hatte bisher nur eine Seed-Finanzierung in Höhe von 2 Mio. US$ eingesammelt.

Konkurrenz durch Deliveroo und UberEats

Just Eat konzentriert sich bisher vorwiegend auf die Vermittlung von Aufträgen an Restaurants mit eigenen Lieferfahrern. Durch das Wachstum von Deliveroo und UberEats, die beide auf eigene Lieferflotten setzten, steigt auch der Druck auf Just Eat, in diesem Bereich tätig zu werden, um weitere Kundengruppen zu erreichen. Entweder nutzt Just Eats die Technologie, um einen Service mit eigenen Fahrern weiter auszubauen, oder um das Angebot für Restaurants mit Fahrern zu verbessern. Die technische Lösung von Tok Tok Tok soll ausgreift und anspruchsvoll sein.

Auch Mitbewerber experimentieren

Auch der Wettbewerber TakeAway experimentiert mit der Technologie für einen Lieferservice mit eigenen Fahrern. Über die deutsche Tochter Lieferando wurden die Überbleibsel inklusive Technologie von Food Express übernommen. Food Express wurde von Delivery Hero finanziell unterstützt, aber dann abrupt fallengelassen. Danach musst das Unternehmen in die Insolvenz gehen und war auf der Suche nach einem Käufer.

Bild: TokTokTok (alle Rechte vorbehalten)

Uber öffnet UberRUSH API für jeden Entwickler

Uber öffnet den UberRUSH Lieferservice per API für jeden Entwickler. Über die API kann der on-demand Lieferservice in jeden beliebigen Service integriert werden, der  auf eine Transportkomponente angewiesen ist.

Der same-day Lieferservice wird von Uber schon seit einiger Zeit entwickelt und das Unternehmen hat erheblich Zeit und Geld in die Entwicklung investiert. UberRUSH wurde zuerst in NewYork getestet und dann im Oktober 2015 offiziell gestartet. UberRUSH bietet einen same-day Lieferservice, die Lieferung erfolgt entweder über einen normalen Uber-Fahrer oder durch einen Fahrradkurier. Am Anfang war es ein normaler Kurierdienst, im Januar 2016 wurde dann eine API veröffentlicht, mittels derer ausgewählte Händler den Service in die App und Website integrieren konnten. Die API wurde jetzt für jeden Entwickler geöffnet, so dass der Transportservice in jede beliebige App integriert werden kann. Die Unternehmen, die den Service integrieren können auf einen verlässlichen Zustelldienst für die letzte Meile vertrauen und müssen sich nicht selber um den Transport mittels eigener Fahrer kümmern.

Uber kombiniert mit den selben Fahrern den Personentransport und die Auslieferung der Waren. Ein Uber Fahrer kann zum Beispiel ein Paket abholen und danach einen Passagier aufnehmen. Der Passagier wird dann zuerst an sein Ziel gebracht, danach wird das Paket zugestellt. Für die Uber-Fahrer erhöht sich so die Auslastung und auch der Umsatz.

UberRUSH konkurriert unter anderem mit dem Liefer-Startup Postmates. Das Unternehmen, das von einem Deutschen in San Francisco mitgegründet wurde, bietet auch eine technische Lösung, die direkt in die Apps und Webshops von Händlern integriert werden kann. Postmates hat sich am Anfang auf die Lieferungen von Restaurants konzentriert. Mittlerweile gehören auch einige Non-Food Unternehmen zu den Kunden von Postmates.

Erst in der letzten Woche wurde bekannt, dass Uber 3.5 Milliarden US$ an Finanzierung vom Staatsfond aus Saudi-Arabien erhalten hat. Damit hat das amerikanische Unternehmen genügend finanzielle Mitte, um UberRUSH entsprechend weiterzuentwickeln.

Bild: Uber.com (alle Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: Postmates startet Abo

On-Demand News: Postmates mit mehr als 1 Mio. Lieferungen pro Monat. Shyp reduziert Belegschaft auf dem Weg zur Profitabilität. Instacart versucht sich als profitabel zu verkaufen.

Postmates startet Abo und knackt 1 Mio. Orders pro Monat

Das amerilkanische on-demand Lieferstartup Postmates hat erstmals mehr als 1 Mio. Bestellungen pro Monat ausgeliefert. Außerdem hat das Unternehmen das Abo Plus Unlimited gestartet. Nutzer können 9.90 US$ im Monat zahlen und erhalten damit alle „Plus“ Bestellungen über 30 US$ ohne weitere Liefergebühr zugestellt. Voraussetzung ist, dass der Händler teil des Händlerprogramms von Postmates ist. Postmates fokussiert sich auf Lieferungen von lokalen Händlern, in den letzten 15 Monaten wurden Waren in Wert von 350 Mio. US$ von Postmates Fahrern ausgeliefert.

Für das Unternehmen ist das Unlimited Plus Angebot Teil der Strategie, um den Service für Jedermann zugänglich zu machen. Nutzern soll ermöglicht werden, den Same-day Delivery Service zu günstigen Konditionen regelmäßig in Anspruch nehmen zu können. Um mit dem Angebot auch Geld zu verdienen, ist Unlimited Plus auf Bestellungen mit einem Warenwert von mehr als 30 US$ beschränkt. Postmates erhält von den Händlern im Schnitt 20% Provision. (via Techcrunch)

Shyp feuert 8% der Mitarbeiter

Das on-demand Startup Shyp feuert 8% seiner Mitarbeiter, damit das Unternehmen dieses Jahr profitabel werden kann. Es müssen Angestellte aus mehreren Bereichen gehen, darunter auch Fahrer und Kuriere. Shyp liefert Pakete und Waren on-demand. Dabei übernimmt Shyp auch das Verpacken der Lieferungen. Die Ware wird beim Kunden oder im Geschäft abgeholt, verpackt und dann zugestellt. (via Venturebeat)

Instacart ist profitabel, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen

Instacart versucht die Skepsis zu zerstreuen, die in den letzten Monaten im Zusammenhang mit Geschäftsmodell von Instacart aufgekommen ist. Instacart Manager Jeremy Stanley versucht zu erklären, dass Instacart unter bestimmte Bedienungen profitabel ist.

Instacart ist in einigen Städten auf Orderlevel profitabel. In 10 von 19 Städten wird mit der durchschnittlichen Bestellung Geld verdient. In den anderen 9 Städten wird eine schwarze Null geschrieben oder es fallen noch Verluste pro Order an. Betrachtet man nur den Umsatz und die Ausgaben für Operations, dann ist Instacart profitabel. Diese Kennzahl beinhaltet aber nicht die Kosten für die IT-Entwicklung und Marketing. Der Umsatz hat sich seit Januar 2015 anscheinend versechsfacht. Damals wurde Instacart nachgesagt, auf einen Umsatz von 100 Mio. US$ zu kommen. (via Businessinsider)

Bild: Matthew Scott (bestimmte Rechte vorbehalten)

On-Demand Startups und Scheinselbstständigkeit

Viele der Liefer- und on-demand Startups müssen die Entscheidung treffen, ob die Fahrer und Kuriere mit Arbeitsverträgen fest eingestellt werden oder ob sie als Selbstständige engagiert werden. In Deutschland arbeitet unter anderem das Lieferstartup Deliveroo mit selbständigen Fahrern, der Konkurrent Foodora setzt hingegen vorwiegend auf angestellte Fahrer. Beruht ein Geschäftsmodell auf dem Einsatz von selbstständigen Fahrern, dann besteht die Gefahr der Scheinselbstständigkeit.

Es existiert ein Kriterienkatalog, den jedes on-demand und Lieferstartup durchgehen sollte, um eine Entscheidung treffen zu können, ob das Risiko vertretbar ist, selbstständige Fahrer einzustellen. Folgende drei Kriterien dürften bei on-demand und Lieferstartups eine besonders wichtige Stellung bei einer Überprüfung durch die Rentenversicherungskasse haben.

Freie Auftragsgestaltung

Das Risiko lässt sich reduzieren, wenn die selbstständigen Auftragnehmer frei darüber entscheiden können, ob sie einen einzelnen Auftrag annehmen oder ablehnen. Auftragnehmer müssen in der Lage sein, einen bereits angenommenen Auftrag wieder abgeben zu können. Engmaschige Kontrollen und Vertragsstrafen bei Auftragsablehnung sind ebenso kritisch anzusehen.

Weisungsgebundenheit

Kritisch ist das Vorhandensein von detaillierten Qualitätsrichtlinien, bzw. Handbüchern. Sollte den frei angestellten Fahrern detaillierte Vorgaben zur Auftragsdurchführung, Ort und Zeit gemacht werden, spricht viel für eine bestehende Eingliederung in die Arbeitsorganisation und somit für sozialversicherungspflichtige Angestellte. Es sollten auch keine Anweisungen bezüglich des Erscheinungsbildes gegeben werden. Das könnte dazu führen, dass selbstständige Auftragnehmer als sozialversicherungspflichtig eingestuft werden.

Arbeiten für mehrere Auftraggeber

Entscheidend ist, dass selbstständige Fahrer für mehrere Auftraggeber tätig sind. Die Faustregel sagt, dass ein Auftragnehmer min 20% des Umsatzes mit einem anderen Auftraggeber erwirtschaften muss. Letztendlich liegt das in der Hand des Auftragnehmers, dafür zu sorgen. Als Startup kann man dieses Risiko reduzieren, in dem man selbstständigen Auftragnehmern nur so viele Aufträge gibt, das davon auszugehen ist, dass sie noch andere Auftraggeber haben, um genügend Umsatz für den Lebensunterhalt zu erwirtschaften.

Welches Risiko ist gegeben?

Das Risiko ist gegeben, dass die Rentenversicherungskasse bei einer Prüfung erstmal entscheidet, dass es sich bei den selbstständigen Fahrern um sozialversicherungspflichtige Angestellte handelt. Die Folge ist, dass innerhalb kurzer Zeit der nachberechnete Beitrag für die Sozialversicherung usw. gezahlt werden muss. In einem meist jahrelang dauernden Rechtsstreit kann der Betrag wieder zurückgewonnen werden. Sollte ein Startup Unternehmen den Einsatz von selbstständigen Fahrer in Betracht ziehen, ist es Anzuraten, dass gleichzeitig Rücklagen gebildet werden, um im Falle einer nicht Bestandenen Prüfung durch die Rentenversicherungskasse die Mittel zur Verfügung zu haben, um die Nachforderung begleichen zu können. In manchen Fällen könnten auch die Geschäftsführer strafrechtlich belangt werden, wenn ein Unternehmen wegen Scheinselbstständigkeit belangt wird.

Bild: Bild: Sidecar (alle Rechte vorbehalten)

Lieferdienst Nachrichten: UPS investiert, Amazon liefert frische Lebensmittel

Kurznachrichten aus dem Lieferbereich: Der Logistikriese UPS investiert in das same-day Delivery startup Deliv. Die amerikanische Supermarktkette Whole Foods beteiligt sich an dem Lieferdienst für Lebensmitte Instacart. Amazon liefert das erste mal in Europa frische Lebensmittel aus.

UPS investiert in same-day Delivery Startup

Der Logistikriese UPS hat sich an dem same-day Delivery Startup Deliv beteiligt. Es ist nicht bekannt, wie viel UPS dafür bezahlt hat. UPS hat die letzte Finanzierungsrund von Deliv angeführt, in der 28 Mio. US$ eingesammelt wurden. Das Startup Deliv kooperiert hauptsächlich mit großen Ketten, Best Buy, Walgreens, Sony und Macy’s bieten den Same-Day Delivery Service in Kooperation mit Deliv in 17 amerikanischen Städten an. UPS erhält durch den Deal einen Einblick, wie das Same-Day Delivery Geschäft funktioniert, ohne selber operativ tätig zu werden. UPS spart sich so Geld und eine langwierige interne Entwicklung eines Same-Day Delivery Services. UPS gerät auch unter Druck, da E-Commerce Giganten, wie Amazon eine eigene Logistikkette aufbauen. Grundsätzlich scheinen same-Day Delivery Services vor allem in den USA auf dem Vormarsch zu sein. In einer Umfrage von Deloitte haben 24 % der Befragten angegeben, dass sie für einen Same-Day Service zahlen würden. Der europäische UPS Konkurrent DPD hat sich bereits vor längerer Zeit an dem Münchner Same-Day Delivery Startup Tiramizoo beteiligt, Hermes ist bei Lievery eingestiegen. (via Business Insider)

Whole Foods investiert in Instacart

Die amerikanische Supermarktkette Whole Foods investiert in das Lieferstartup Instacart. Die beiden Unternehmen haben außerdem eine Vereinbarung getroffen, die Instacart für die nächsten fünf Jahre als exklusiven Partner für das Liefergeschäft von Whole Foods vorsehen. Instacart ist bisher nur in den USA verfügbar, deswegen beschränkt sich die Exklusivität nur auf Amerika. In England arbeitet Whole Foods mit dem Startup Shutl zusammen. Instacart bietet einen Lieferservice für Lebensmittel an und kooperiert dabei mit unterschiedlichen Supermarktketten. Bleibt abzuwarten, ob die anderen Kooperationspartner begeistert von dem Deal zwischen Whole Foods und Instacart sind. Unternehmen wie Target und Costco werden sicher nicht begeistert sein, dass Whole Foods Einsicht in deren Geschäfte mit Instacart hat. (via Recode)

Amazon liefert erstmals in Europa frische Lebensmittel

Amazon startet in Großbritannien einen Lieferdienst für frische Lebensmittel du Tiefkühlkost. Bisher bietet das Unternehmen diesen Service nur in den USA an. Ob Amazon Fresh auch demnächst in Deutschland starten wird, ist unbekannt. Amazon ergänzt mit dem Service sein Lieferangebot für Lebensmittel und Haushaltsprodukte. Bisher wurden nur haltbare Lebensmittel, Waschmittel, Haushaltswaren oder Pflegeprodukte über den Amazon Pantry Service verkauft. (via Reuters)

Bild: getmobility.de (alle Rechte vorbehalten)

Aktuelles: Uber weitet Same-Day Delivery Service aus, Postbus mit Rabattkarte

Kurznachrichten: Postbus führt Rabattkarte ein. Uber erweitert den UberRUSH Same-Day Delivery Service. Scoot fügt vierrädrige Kleinfahrzeuge zur Roller-Flotte hinzu.

Scoot erweitert Fuhrpark mit vierrädrigen Fahrzeugen

Das Startup Scoot aus San Francisco hat bisher ausschließlich auf Roller-Sharing gesetzt und dabei auch Roller eingesetzt, die in Deutschland entwickelt wurden. Jetzt wird die Flotte erweitert und es werden auch vierrädrige Elektrofahrzeuge von Nissan mit zwei Sitzplätzen vermietet. Die Fahrzeuge sind baugleich mit dem in Deutschland von Renault vertriebenen Twizy Elektrofahrzeug. Am Anfang stehen 10 Fahrzeuge zur Verfügung, die angemietet werden können. Laut Scoot haben die Kunden den Wunsch nach einem Fahrzeug mit zwei Sitzen geäußert. Die Fahrzeuge können in San Francisco auf den für Roller vorgesehenen Parkplätzen abgestellt werden. In einer Stadt mit teurem und knappen Parkraum ist das ein großer Vorteil. Auch in Deutschland sind in den letzten Monaten einige Roller-Sharing Anbieter an den Start gegangen, darunter eMio aus Berlin oder Scoo.me aus München. (via TechCrunch)

Postbus führt Rabattkarte a la BahnCard ein

Der Fernbusanbieter Postbus hat angekündigt, eine Rabattkarte einzuführen, mit der die Fahrgäste 25 % Nachlass auf die Fahrpreise bekommen. Die Rabattkarte ist an die BahnCard angelegt und soll Kunden langfristig an das Fernbusangebot binden. Die Rabattkarte kostet 25 Euro und der Rabatt gilt auch für Fahrkarten mit Aktions- und Sonderpreisen. Bei internationalen Fahrten, die in Kooperation mit anderen Fernbus-Anbietern durchgeführt werden, kann der Rabatt nicht angewendet werden. Die Einführung der Rabattkarte kann auch als Versuch gewertet werden, Marktanteile von Marktführer MeinFernbus Flixbus zu gewinnen. (via Frankfurter Allgemeine)

Uber weitet Same-Day Delivery Service UberRUSH aus

Im April wurde der UberRUSH Same-Day Delivery Service in New York getestet, nur wird ein Pilotprojekt in San Francisco, New York und Chicago getestet. Bei UberRUSH werden mittels normaler Uber Fahrer und Fahrradkurieren Lieferungen zugestellt. Mittels UberRUSH können Geschäfte ihren Kunden alles innerhalb kürzester Zeit nach hause liefern. Mit einem ähnlichen Geschäftsmodell ist das Startup Postmates aktiv, das unter anderem mit Apple zusammenarbeitet. Bei UberRUSH wird die Same-Day Delivery Option direkt in den Bestellprozess integriert. Der Kunde geht auf die Website des Geschäfts und wählt beim Bezahlen die Lieferoption aus. Uber Fahrer können auch Pakete transportieren, aber nicht gleichzeitig mit Passagieren. Die Lieferkosten liegen bei 5 bis 7 US $. (via The Verge)

Bild: ADAC Postbus 19-12-2013 von Hans-Jörg von Schroeter (bestimmte Rechte vorbehalten)

Same-Day Delivery Kurznachrichten: Hermes steigt bei Liefery ein, Delivery Hero liefert gehobene Küche

Kurznachrichten: Hermes, die Versandtochter der Otto Group investiert in das Same-Day Delivery Startup Liefery. Delivery Hero startet eine Bestellplattform für gehobene Küche. Die Rocket Internet Beteiligung Shopwings wird in Deutschland eingestellt.

Hermes steigt in den Same-Day Delivery Markt ein

Der Hamburger Logistik Konzern  beteiligt sich an dem Same-Day Delivery Startup Liefery aus Frankfurt. Liefery wurde erst vor kurzem von dem Managementteam aus der Lufthansa-Tochter times:matters heraus gekauft.  Die Hermes Logistik Gruppe übernimmt 28.5 % der Anteile. Liefery kooperiert mit 2.500 Kurieren in über 50 deutschen Städten. Mit dem Same-Day Delivery Angebot sollen vor allem Händler angesprochen werden. Gewerbliche Kunden können den taggleichen Zustellservice als weitere Lieferoption nutzen. Laut Hermes steigt die Nachfrage für taggleiche Lieferungen, vor allem in den Bereichen Technik, Sport oder Frischeartikel. Bisher wurden über Liefery mehr als 100.000 Sendungen zugestellt. Das Unternehmen kooperiert unter anderem mit SportScheck oder myMüsli. Der Hermes Wettbewerber DPD stieg im letzten Jahr bei dem Münchner Same-Day Delivery Startup Tiramizoo ein.

Delivery Hero startet separate Plattform für gehobene Küche

Der Berliner Lieferdienst Delivery Hero startet einen separaten Lieferdienst für gehobene Küche. Die neue Plattform wird unter der Marke Urban Taste firmieren. Bisher hat Delivery Hero die Gerichte gehobener Restaurants auf der Delivery Hero bzw. Lieferheld Plattform angeboten. Bleibt abzuwarten, ob das weiterhin der Fall sein wird, oder ob die gehobenen Restaurants alle auf die neue Plattform Urban Taste wandern. Da die gehobenen Restaurants keine eigene Zustell-Flotte betrieben, erfolgt die Auslieferung der Gerichte über den Dienst Food Express. Food Express betreibt ein Netzwerk mit eigenen Fahrern. Bei Food Express ist Delivery Hero Anfang diesen Jahres eingestiegen.

Delivery Hero ist mit dem neuen Service nicht der einzige Anbieter auf dem Markt. Das britische Startup Deliveroo ist mit einem identischen Service in einigen deutschen Städten am Start. Aus dem Hause Rocket Internet ist das Unternehmen Foodora mit einem gleichen Geschäftsmodell unterwegs. Wir hatten damals als erstes berichtet, dass Rocket Internet bei Foodora einsteigt. Rocket Internet gehören auch 30 % von Delivery Hero. Auch das  Startup Take Eat Easy gehört zu dem Rocket Portfolio.

Lieferdienst Shopwings zieht sich aus Deutschland zurück

Rocket Internet zieht bei dem Lieferdienst für Lebensmittel Shopwings die Reißleine. Der Service wird in Deutschland eingestellt. Shopwings wird aber nicht ganz begraben, der Fokus soll in Zukunft auf Südostasien und Australien liegen.

Die Idee von Shopwings ist folgende: Die Kunden wählen im Internet die Artikel bei einem nahegelegenen Supermarkt aus, ein persönlicher Einkäufer übernimmt den Einkauf und liefert die Ware innerhalb von 2 Stunden nach hause. Für den Service zahlt der Kunde eine Liefergebühr von bis zu 6.90 €.

Die Plattform wurde vor 10 Monaten  in München gegründet, erst in den letzten Wochen ist das Team von München nach Berlin umgezogen. Neben Rocket Internet haben auch Tengelmann und Holtzbrinck-Ventures in das Projekt investiert. Gescheitert ist Shopwings wahrscheinlich an der nicht vorhandenen Kooperationsbereitschaft der großen Einzelhandelsketten. Die Einzelhandelsketten sind nicht bereit, eine Marktplatzgebühr zu zahlen, um gelistet zu werden. Mit den Liefergebühren und kleinen Aufschlägen auf den Artikeln lässt sich kein tragfähiges Geschäftsmodell aufbauen. Auch die geltende Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) ist eine Hürde, die für Shopwings zu hohe Kosten verursacht. Die LMIV schreibt vor, dass auch in Onlineshops Informationen wie Herkunft, Nährwerte und Zutaten angegeben werden müssen. Über diese Informationen verfügen die Einzelhändler. Da aber eine Zusammenarbeit mit Shopwings verweigert wird, wird kein Datenaustausch möglich sein. Vorbild für Shopwings ist das amerikanische Startup Instacart (via Capital)

Bild: Tissue Delivery von Kamyar Adl (bestimmte Rechte vorbehalten)

 

 

Kurznachrichten: Sixt investiert in Wudercar, Amazon mit eigener Transport App, Angestellte vs. Freelancer

Interessante Nachrichten aus der Welt der Mobilitäts- und Transport-Dienstleister. Sixt investiert in die Taxi Alternative Wundercar. Gericht in Kalifornien schätzt Fahrer der Ridesharing-Plattformen als Angestellte und nicht als unabhängige Vertragspartner ein. Der e-Commerce Anbieter Amazon will Privatleute als Kuriere einsetzen.

Sixt investiert in Wundercar

Vor einiger Zeit haben wir berichtet, dass die Taxialternative Wundercar nach weiterem Geld sucht und der Automobilkonzern BMW in dem Zuge einsteigen könnte. Wie jetzt vom Unternemen bestätigt wurde, ist unter anderem Sixt bei dem Hamburger Unternehmen eingestiegen. Ob BMW tatsächlich auch Teil der Finanzierungsrunde ist, wurde nicht kommuniziert. Getätigt wurde das Investment von Konstantin Sixt, über das den Investment-Fond Sixt e-Ventures.  Sixt e-Ventures ist an dem Carsharing Joint Venture DriveNow mit BMW beteiligt. Angeführt wurde die Runde von Blumberg Capital. Die genaue Summe ist nicht bekannt, dürfte sich aber im siebenstelligen Bereich bewegen.

Ähnlich wie Uber vermittelt die Wundercar App Fahrten innerhalb von Großstädten an Privatfahrer. In Deutschland wurde die App im vergangenen Jahr kurz nach dem Start verboten, da die Taxi-Lobby Druck ausgeübt hat. Mittlerweile fokussiert sich das Startup auf Osteuropa , das monatliche Wachstum liegt bei 40%. Sixt ist außerdem Hauptgesellschafter des Limousinen Fahrdienst-Vermittlers myDriver. Bleibt abzuwarten, ob es zwischen den beiden Beteiligungen eine Zusammenarbeit geben wird. (via Manager Magazin)

Amazon will auf Privatleute für Paketauslieferungen setzten

Der amerikanische Online-Händler Amazon scheint einen App-basierten Lieferservice zu entwickeln, der auf dem Einsatz von Privatpersonen als Fahrern beruht.

Dadurch sollen Lieferzeiten verkürzt und Lieferkosten gesenkt werden. Amazon hätte mehr Kontrolle über die Lieferkosten, die im letzten Jahr um 31% gestiegen sind. Lokale Einzelhändler sollen als Lagerfläche dienen, die dann von den Kurieren angefahren werden, um die Ware abzuholen und zwischenzulagern. Es ist unklar, ob sich die lokalen Händler auf eine Kooperation mit dem großen Rivalen einlassen.

Fraglich ist auch, ob die Kosten wirklich geringer sind, als die Zustellung per UPS. UPS kostet es im Schnitt 8$, um ein Paket innerhalb der USA zuzustellen. Im Schnitt stellt Amazon 3.5 Mio. Pakete am Tag zu. Für die Anzahl an Paketen ist ein großer Pool an Fahrer nötig. Mit einem ähnlichen Konzept sind schon Unternehmen, wie Uber, Deliv, Instacart, Google, Postmates und eBay am Markt. Im letzten Jahr hat Amazon schon die Zustellung mit Uber und Taxis getestet. (via Wall Street Journal)

Uber Fahrer wird als Angestellter eingestuft, nicht als unabhängiger Partner

Eine Arbeitskommission in Kalifornien hat eine klagende Uber-Fahrerin als Angestellte und nicht als unabhängige Vertragspartnerin eingestuft. Wir hatten vor ein paar Wochen bereits über die Auseinandersetzung berichtet. Für Uber bedeutet die Entscheidung einen Rückschritt. Als Folge der Entscheidung könnten bald alle Fahrer in Kalifornien und eventuell auch in anderen Staaten als Angestellte eingestuft werden.

Das würde die Kosten für Uber in die Höhe treiben. Uber müsste die Kosten für die Versicherungen der Fahrer übernehmen und Tankkosten erstatten. Uber wird gegen das Urteil Berufung einlegen. Das Ridesharing Unternehmen bekräftigte, dass ausschließlich Fahrten per App vermittelt werden und alle Fahrer unabhängige Partner seien. Hauptgrund, warum sich Fahrer bei Uber engagieren, ist die Flexibilität und Unabhängigkeit.

Das Urteil könnte auch Auswirkungen auf das Geschäftsmodell anderer Sharing Economy Unternehmen wie z.B. AirBnB, Postmates,  Instacart, TaskRabbit usw. haben. (via Wall Street Journal)

Bild: Au volant / At the wheel von  Sarah Joy (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: Volo wird zu Foodora, Apple und Postmates

Kurznachrichten: Der Lieferdienst für Restaurants ohne eigene Flotte benennt sich von Volo in foodora um. Der amerikanische Same-Day Delivery Anbieter Postmates geht eine Kooperation mit Apple ein. Der Mitfahrservice Uber ist mit Verboten in Italien und Südkorea konfrontiert. Die riesige chinesische Plattform für Taxi-Dienstleistungen Didi Kuaidi sammelt weitere Millionen Finanzierung ein.

Volo will als foodora durchstarten

Anfang April hatten wir zuerst berichtet, dass Volo von Rocket Internet übernommen wird. Nach der Übernahme ändert Volo seinen Namen und weitet sein Angebot auf neue Städte aus. Ab sofort heißt der Dienst foodora. Durch die Expansion kommen Köln, Düsseldorf und Hamburg zum Netzwerk hinzu. Ursprünglich wurde damit gerechnet, dass sich der dienst in Volocity umbenennt. Über Foodora können Malzeiten bei Restaurants bestellt werden, die keine eigene Lieferflotte unterhalten. Aktuell sind deutschlandweit 260 Restaurants teil der Plattform. Mit einem ähnlichen Konzept ist auch Deliveroo am Start, Delivery Hero betreibt ebenfalls mehrere Projekte mit eigener Flotte. Seit der Übernahme ist das Team um das Dreifache gewachsen, aktuell werden 50 Mitarbeiter beschäftigt. (via Gründerszene)

Apple kooperiert mit Postmates

Der Elektronikkonzern Apple ist eine Partnerschaft mit Postmates eingegangen, um einen Same-Day Delivery Service für einige Artikel aus dem Apple Store anbieten zu können. Der Same-Day Delivery Service wird dabei direkt in die Apple Store App integriert. Voraussetzung ist, dass die Lieferadresse in einem Bereich liegt, in dem Postmates aktiv ist. Anscheinend soll Postmates auch eine weitere Finanzierung in Höhe von 50 Mio. US$ abgeschlossen haben. (via Techcrunch)

Uber mit Problemen in Italien und Südkorea

Vor ein paar Tagen hat Uber ein Verbot in Italien hinnehmen müssen, jetzt folgt ein Verbot in Südkorea. In beiden Fällen geht es um die Fahrservices mit privaten Fahrern, die nicht über die nötigen Lizenzen verfügen. In Südkorea darf Uber ab Ende des Jahres den Service Uber X nicht mehr anbieten. Der Uber X Service wurde bereits im März diesen Jahres zurückgefahren, nach heftigem Gegenwind von Gewerkschaften und Behörden. Der Fokus in Südkorea ist auf UberTaxi und UberBlack. In Italien muss Uber innerhalb von 14 Tagen den Mitfahrservice UberPOP einstellen, ansonsten werden 20.000 € Strafe pro Tag fällig. Uber will sich daran halten und nur noch den Service UberBlack in Rom und Mailand anbieten. UberBerlin hat heute angekündigt, dass UberPOP in Berlin eingestellt wird. Wann und ob UberX mit lizensierten Fahrern in der Hauptstadt startet, ist noch unklar. (via derStandard und Wall Street Journal)

Didi Kuaidi nimmt weitere Millionen auf

Der Chinesische Internetkonzern Weibo investiert 142 Mio. US$ in die größte chinesische Taxi-Plattform Didi Kuaidi. Didi Kuaidi ist aus der Fusion von Didi Dache und Kuaidi Dache hervorgegangen. Die Summe soll für die Kundengewinnung genutzt werden und um den Abstand zu anderen Markteilnehmern zu vergrößern. Didi Kuaidi wird in der Finanzierungsrunde mit 6 Milliarden US$ bewertet. Das Unternehmen ist in 360 Städten in China aktiv und hat 1.35 Millionen registrierte Fahrer. Ein Premium Fahrservice mit 400.000 Fahrern ist in 61 Städten verfügbar. Pro Tag werden 4 Millionen Taxifahrten über das Netzwerk bestellt. (via Reuters)

Bild: Pizza Delivery, Chinese Style von David Baron (bestimmte Rechte vorbehalten)