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Lime arbeitet mit Segway an neuem Elektro-Roller

Das Startup Lime, das bisher unter LimeBike bekannt war, arbeitet mit dem Unternehmen Segway zusammen, um die nächste Generation der Elektro-Roller zu entwickeln. Die Roller sollen trotz rechtlicher Probleme ab Mitte des Monats in San Francisco eingesetzt werden und die bisherige Flotte erweitern.

Neues Modell mit Segway entwickelt

Das neue Modell Lime-S wurde gemeinsam mit Segway entwickelt und fährt etwa 30 kmh. Außerdem sollen die neuen Tretroller mit E-Antrieb durch das Design und die verbesserte Sicherheit überzeugen. Die Beleuchtung wurde erweitert und eine weitere Bremse hinzugefügt. Außerdem wurde die Reichweite verbessert. Bisher kamen die Scooter etwa 35 Kilometer weit, das neue Modell soll eine Reichweite von mehr als 55 km haben. Das Modell ist auf die Bedürfnisse im Sharing-Bereich angepasst und auch robuster als das bisherige Modell, das eher für Endkunden gedacht war.

Die Anbieter von Scooter Sharing Diensten, wie Lime, Bird oder Spin setzen auf die Roller des chinesischen Unternehmens Ninebot, das mittlerweile von Segway übernommen wurde. Ninebot wurde von Sequoia Capital, Xiaomi und ShunWei finanziert. Die Partnerschaf zwischen Lime und Segway ist nicht exklusiv, also können auch Lime Konkurrenten wie Spin oder Bird die Scooter einsetzen.  

Mehr als drei Mio. Fahrten bereits absolviert

In einem Blog Post hat das Unternehmen auch kommuniziert, dass seit dem Start mehr als drei Millionen Fahrten absolviert wurden. Ein Großteil der Fahrten wird in den USA durchgeführt worden sein. Seit ein paar Monaten ist das Unternehmen auch in Europa unterwegs. In Deutschland wurde der Dienst erst in Frankfurt gestartet, vor ein paar Wochen dann auch in Berlin.

Zusatz Bike verschwindet aus dem Firmennamen

Das Unternehmen streicht den Teil Bike aus dem Firmennamen, da mittlerweile weit mehr Dienste angeboten werden. Neben normalen Fahrrädern hat das Unternehmen E-Fahrräder und kleine E-Scooter im Angebot, die eher an elektrisch angetriebene Tretroller erinnern. Der Fokus liegt auf Smart Mobility und auf multimodalem Transport.

Bild: Lime (alle Rechte vorbehalten)

Scooter Sharing: Europcar übernimmt Scooty

Die Autovermietung Europcar übernimmt den Scooter Sharing Dienst Scooty und möchte damit sein Portfolio an Mobilitätsangeboten stärken. Scooty wird bei Ubeeqo, der Car-Sharing Sparte von Europcar positioniert.

Carsharing und Scooter Sharing auf dem Vormarsch

Für Europcar sind die Bereiche Car-Sharing und Scooter-Sharing attraktiv, da sie nach eigener Aussage stark wachsen. Durch Übernahmen möchte sich Europcar als globaler Anbieter von neuen Mobilitätsdiensten positionieren, dabei sollen die Bedürfnisse und Erwartungen der Kunden im Mittelpunkt stehen.

Scooter Sharing nach dem free-floating Prinzip

Scooty ist ein Sharing Dienst für Elektroroller, der nach dem free-floating Prinzip funktioniert. Gegründet wurde der Dienst im Jahr 2016. Das Startup ist in Belgien aktiv und betreibt eine überschaubare Flotte an 176 Elektro-Rollern in Antwerpen und Brüssel. Die komplette Buchung der Roller wird über eine eigene Smartphone App abgewickelt. Wie diese eher kleine Übernahme in die globalen Ambitionen passt, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.

Im Vorfeld der Übernahme hat Scooty mit Ubeeqo, der Carsharing Marke von Europcar zusammengearbeitet. Diese Kooperation scheint erfolgreich verlaufen zu sein. Auch nach der Übernahme soll die Marke Scooty erhalten bleiben und weitergeführt werden. Ob Ubeeqo und Scooty über eine App buchbar sein werden, ist bisher nicht bekannt.

Aus Carsharing car2go mit Daimler ausgestiegen

Europcar ist früh in das Car-Sharing eingestiegen. Zusammen mit Daimler wurde car2go hochgezogen und in mehreren Städten ausgerollt. Erst vor ein paar Monaten hat sich Europcar aus dem Joint-Venture raus kaufen lassen und so die Fusion zwischen car2go und DriveNow geebnet. Ein Teil des Erlöses soll in andere Mobility Startups gesteckt werden.

Konkurrenz durch Coup und Emmy

Auch in Berlin ist Scooter Sharing mit Elektrorollern angesagt. Die Bosch Tochter Coup hat eine Flotte mit etwa 1000 Gogoro Elektrorollern im Einsatz. Mitbewerber Emmy komme auf eine mittlere dreistellige Zahl an Rollern unterschiedlicher Hersteller, die im Stadtgebiet verteilt sind.

Bild: Scooty (alle Rechte vorbehalten)

Scooter Sharing: Emmy erhält Geld aus dem mFund

Das Berliner Startup Emmy, das einen Scooter Sharing Dienst in mehreren Städten anbietet, wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastrukturen über das Förderprogramm mFund gefördert. Das Projektvolumen beläuft sich auf 484.638 Euro, davon werden 70% durch das BMVI gefördert. Das Projekt ist bereits im Sommer letzten Jahres gestartet und soll noch bis Ende 2019 laufen.

Relokalisierung der Roller und den Akkutausch-Prozess zu optimieren

Ziel des Projekts ist es, die Relokalisierung der Roller und den Akkutausch-Prozess zu optimieren. Eine Relokalisierung ist notwendig, um die Verfügbarkeit der Roller im Geschäftsgebiet zu gewährleisten. Ohne diesen Schritt würden sich die E-Scooter an beliebten Orten sammeln und nicht mehr in der Stadt verteilt sein. Das würde dazu führen, dass das ganze System aus Nutzersicht wenig interessant ist. Emmy will das Problem lösen, indem Nutzer durch eine dynamische Preisgestaltung dazu animiert werden, die Roller an geeigneten Orten im Betriebsgebiet abzustellen. Günstigere Preise sollen dafür sorgen, dass die Nutzer den Roller schon ein paar Straßenzüge vorher abstellen oder ein weiteres Verkehrsmittel nutzen, um zum Ziel zu kommen. Gleichzeitig ist geplant, den Akkutausch-Prozess datengetrieben zu optimieren. Erstaunlich, dass Emmy einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren dafür benötigt und das fast 500.000 Euro dafür benötigt werden.

Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage

Mit der Herausforderung der Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage hat nicht nur das stationsunabhängige Scooter Sharing Konzept von Emmy zu kämpfen, sondern auch Car-Sharing Anbieter wie DriveNow oder car2go. Neben einer dynamischen Preisgestaltung basierend auf dem Abstellort, werden noch folgende Prinzipien getestet, um für eine Balance zwischen Nachfrage und Angebot zu sorgen. Alternativ zu einem dynamischen Pricing basierend auf dem Abstellort, kann auch eine dynamische Preisgestaltung abhängig von Abholort und Zeit eingeführt werden. Nutzer zahlen dabei weniger, wenn sie ein Fahrzeug an einem bestimmten Ort mit wenig Nachfrage abholen. In den USA wird auch ein Konzept mit Liefergebühren getestet, um das Problem in den Griff zu bekommen. In der Schweiz positionieren Stunden die Fahrzeuge neu und erhalten dafür Guthaben oder Rabatte für die Nutzung.

Bild: GetMobiltiy.de (alle Rechte vorbehalten)

Scooter Sharing: Cityscoot sammelt 40 Mio. Euro ein

In Deutschland sind Unternehmen wie Emmy oder Coup von Bosch im Scooter Sharing Markt aktiv. Das französische Scooter Sharing Pendant heißt Cityscoot und das Unternehmen hat jetzt eine Finanzierung in Höhe von 40 Mio. Euro abgeschlossen. Bisher betreibt das Startup seinen Dienst in Paris, mit dem frischen Geld soll in andere französische und europäische Städte expandiert werden. Bisher sind 15 Mio. Euro in das Unternehmen geflossen.

Scooter Sharing mit 1600 Rollern

Das Modell funktioniert wie bei Coup und Co. Über die App kann einer der 1600 Roller lokalisiert und gebucht werden. Bei Cityscoot funktioniert die Identifikation am Roller per Code und nicht wie bei Coup mittels wenig zuverlässiger Bluetooth-Verbindung. Nach der Fahrt kann der Roller einfach geparkt werden und die Fahrt wird mittel App beendet. Das Unternehmen setzt auf Elektroroller, die mit einem Helm ausgestattet sind.

Operative Kosen müssen gedeckt werden

Die Finanzierung wird für die Fahrzeugbeschaffung und den operativen Betrieb benötigt. Auch wenn die E-Scooter geleast werden, dürften sich die Leasing Raten zu einer ordentlichen Summe pro Monat addieren. Die operativen Kosten, für den Tausch der Batterien und die Re-Positionierung der Roller sind auch nicht zu unterschätzen. Bis Ende 2018 soll die Flotte auf 5000 Roller anwachsen und in den Städten im Großraum Paris, Nizza und in Städten in Italien und der Schweiz ausgerollt werden. Beim operativen Betriebt setzt das Unternehmen auf Unterstützung vom strategischen Partner und Shareholder LeasePlan.

Bisher wurden 1,7 Mio. Fahrten durchgeführt und die Nutzerzahl liegt bei 70.000 registrierten Usern. Pro Tag werden zwischen 7.000 und 9.000 Fahrgen gebucht, die durchschnittliche Dauer liegt bei 15 Minuten. In Paris schafft man es in der Zeit, etwa 4 km zurückzulegen. Anders als bei Coup zahlen die Kunden pro Minute und zwar 20 Cent. Damit erzielt Cityscoot einen Umsatz von 13 – 17 Euro pro Tag und Scooter. Die Roller werden übrigens von Govecs produziert – das Unternehmen liefert auch einen Teil der Roller an den Mitbewerber Emmy aus Berlin.

Bild: CityScoot (alle Rechte vorbehalten)