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Selbstfahrende Autos: Intel arbeitet mit Waymo

Der Chip-Hersteller Intel hat angekündigt, enger mit der Alphabet Tochter Waymo zusammenzuarbeiten. Intel wird die Rechenpower zur Verfügung stellen, die für die vollautomatisierten Fahrzeuge auf Level 4 und 5 benötigt werden. Selbstfahrende Autos entwickeln sich zu einem wichtigen Zukunftsthema für Intel.

Intel Chips in den Waymo Fahrzeugen

Die Google Tochter Waymo nutzt schon für die aktuellen Testfahrzeuge Hardware von Intel. Die autonomen Chrysler Pacifica Minivans sind mit Intel-Prozessoren ausgestattet, die die Sensordaten verarbeiten. Durch die tiefere Zusammenarbeit erhofften sich beide Kooperationspartner Vorteile.

Bisher hat Waymo die Hardware in-house entwickelt und Intel bereits in der Design-Phase der Systeme mit eingebunden. Die Kerntechnologien, wie Sensoren und Rechner waren in der gewünschten Form nicht auf dem Markt verfügbar, deswegen hat Google sich dazu entschieden, die Technologien intern zu entwickeln.

In der jetzigen Phase hat sich Waymo dazu entschieden, mit Intel enger zusammen zu arbeiten, um die Intel Prozessoren tiefer in die eigene Plattform zu integrieren. Intel will mit Waymo zusammenarbeiten, um die benötigte Rechenpower für autonomes Fahren auf Level 4 und 5 zur Verfügung zu stellen.

Intel positioniert sich als Experte für selbstfahrende Autos

Intel macht damit weiter, sich als Partner und Zulieferer für autonomes Fahren zu positionieren. Waymo gilt als Player mit den fortschrittlichsten und besten Systemen für vollautomatisiertes Fahren.

Intel hat im März 15.3 Milliarden US Dollar für das Unternehmen Mobileye auf den Tisch gelegt und arbeitet mit mehreren Unternehmen an der Entwicklung von selbstfahrenden Autos. Unter anderem kooperiert Intel mit BMW und Fiat Chrysler. Ende des Jahres soll eine Testflotte in den USA, Israel und Europa starten, die im kommenden Jahr auf 100 Fahrzeuge anwachsen soll.

Waymo hat kürzlich eine Partnerschaft mit dem Ride-Sharing Dienst Lyft geschlossen, um die vollautomatisierten Autos auf der Plattform testen zu können. Im Juni hat das Google spin-off einen Deal mit der Autovermietung Avis vereinbart, Avis kümmert sich um die Wartung der Autos.

Bild: Waymo (alle Rechte vorbehalten)

BMW will weitere Partner für autonome Autos

Der Automobilhersteller BMW baut Druck auf, um weitere Automobilhersteller dazu zu bewegen, sich der der Partnerschaft zwischen BMW, Intel, Mobileye anzuschließen, um gemeinsam eine Plattform für vollautomatisierte Fahrzeuge zu entwickeln. Nur bis Ende des Jahres will BMW weitere Hersteller als Entwicklungspartner mit aufnehmen, ab 2018 können interessierte Hersteller dann nur noch die Systeme als Kunden beziehen. Bisher ist schon der Automobilkonzern Fiat Chrysler Automobiles dem Konsortium beigetreten und stellt eigene Ressourcen, um die Systeme zur Serienreife zu entwickeln. BMW geht davon aus, dass weitere Hersteller beitreten werden, um sich die Kosten für die Entwicklung zu teilen.

Autonome Autos auf Level 5 bis 2021

Zusammen mit Intel und Mobileye soll ein System auf Stufe 5 entwickelt werden, als ein System für vollautomatisiertes Fahren, das keinen Fahrer mehr benötigt. BMW will das autonome System auf Level 5 in den iNEXT Modellen verbauen, die im vergangenen Jahr angeteasert wurden und bis 2021 serienreif sein sollen. Das Komplettestem soll modular aufgebaut sein, so dass die Konfiguration und Komplexität an die jeweiligen Anforderungen und rechtlichen Vorgaben angepasst werden können.

Kooperationen und Kosten zu teilen

Automobilhersteller müssen in den kommenden Monaten und Jahren entscheiden, welchen Weg sie bei der Entwicklung von autonomen Autos gehen wollen. Viele Hersteller werden sich auf Grund der immensen Kosten keine Eigenentwicklung leisten können und sich deshalb an ein bestehendes Konsortium anschließen. In den letzten Monaten haben sich Kooperationen zwischen Herstellern und Zulieferern, Technologiekonzernen und Zulieferern untereinander gebildet. In den kommenden Monaten wird sich herausstellen, wer die Nase vorn haben wird.

In den vergangen neun Monaten hat BMW viel Ressourcen investiert, um das Management Team aufbauen und um die Strategie und das technische Konzept zu definieren. Auch Partner wurden aktiv angesprochen um ein starkes Konsortium mit passender geografischer Abdeckung aufzubauen. Neben den bisher schon genanten Partnern sind auch die Zulieferer Delphi und Continental Teil der Kooperation.

Ab 2018 voller Fokus auf der Entwicklung 

Um die Komplexität im Griff behalten zu können, kann sich BMW noch einen weiteren Tier 1 Partner als Entwicklungspartner vorstellen. Um die Serienreife bis 2021 zu schaffen, müssen bis Ende des Jahres alle Entwicklungspakete an die teilnehmenden Partner verteilt sein. Weiter Automobilindustrie, die sich für die Systeme für autonomes Fahren interessieren, können ab 2018 eine Kundenbeziehung aufbauen aber nicht mehr als Entwicklungspartner in Erscheinung treten.

Bild: GetMobility.de (alle Rechte vorbehalten)

Zenuity: Volvo und Autoliv kooperieren beim Thema autonomes Fahren

Ein weiterer Automobilhersteller schließt sich mit einem Zulieferer zusammen, um gemeinsam Technologien für autonome Autos zu entwickeln. Volvo und der schwedische Automobilzulieferer Autoliv schließen sich zusammen, um gemeinsam Komponenten zu entwickeln, die für selbstfahrende Autos benötigt werden. Das Joint Venture läuft unter dem Namen Zenuity.

Joint Venture Zenuity

Das neu gegründete Joint Venture Zenuity befasst sich vorwiegend mit der Entwicklung von Software, die für die Assistenzsysteme benötigt werden. Diese Fahrerassistenzsysteme und Fahrsysteme sollen über die nächsten Jahre so weiterentwickelt werden, dass der Fahrer komplett ersetzt werden kann.

Barmittel und geistiges Eigentum von Volvo

Autoliv bringt Barmittel im dreistelligen Millionenbereich in das Joint Venture mit ein, Volvo beschränkt sich auf geistiges Eigentum und Personal. Das Gemeinschaftsunternehmen Zenuity wird Standorte in München, Göteborg und Detroit unterhalten. Die Systeme sollen weltweit vertrieben werden und auch anderen Herstellern zugänglich gemacht werden. Autoliv fungiert als Zulieferer und Vertriebskanal aller Produkte des neuen Unternehmens an Dritte; es wird keinerlei Exklusivität gegenüber einem Kunden oder Eigentümer geben. Auch Volvo bezieht die Systeme direkt aus dem Joint Venture.

Hersteller und Zulieferer kooperieren 

Volvo ist dabei nicht der einzige Hersteller, der auf die Kooperation mit Zulieferern oder Startups setzt. Die PSA Group, zu der Marken wie Opel, Peugeot oder Citroen gehören, arbeitet mit NuTonomy zusammen. Der BMW Konzern setzt auf die Hilfe von Mobileye und Intel. Daimler will mit Bosch beim Thema autonomes Fahren zusammenarbeiten. Durch die Kooperationen versprechen sich die Hersteller eine Beschleunigung bei der Entwicklung von autonomen Fahrzeugen.

Konkurrenz durch Startups und Technologiekonzerne

Konkurrenz bekommen die etablierten Automobilhersteller von Startups und Technologiekonzernen. Der Google Tochter Waymo werden zur Zeit die besten Chancen bei der erfolgreiche Platzierung als Zulieferer von Systemen für autonomes Fahren eingeräumt. Unternehmen wie Uber und Apple investieren ebenfalls erheblich in die Entwicklung von benötigten Systemen und können bereits erste Erfolge vorweisen.

Bild: Zenuity (alle Rechte vorbehalten)

Autonome Shuttle werden in Berlin, Leipzig und Las Vegas getestet

In unterschiedlichen Projekten werden autonome Shuttle Busse im Stadtverkehr eingesetzt. Sowohl in Berlin auch als in Las Vegas werden die Fahrzeuge der Zukunft getestet. Kleine Shuttle ohne Fahrer, die sich dynamisch der Nachfrage anpassen, werden von Städten als attraktive Ergänzung zum bestehenden öffentlichen Nahverkehr gesehen. Autonome Fahrzeuge werden den Mobilitätsmarkt stark verändern. Kunden können damit das öffentliche Verkehrsangebot genau auf ihre Bedürfnisse anpassen und genau dann nutzen, wenn sie das Angebot brauchen.

Test jezt – Start im Sommer

In Las Vegas kommen Fahrzeuge des französischen Anbieters Navya zum Einsatz. Der Test ist für einen Zeitraum von zwei Wochen geplant. Die Stadt Las Vegas geht aber davon aus, dass die Shuttle ab Sommer dauerhaft eingesetzt werden können. Ermöglicht wurde der Test durch eine enge Kooperation der Stadtverwaltung von Las Vegas, dem französischen Konzern Keolis und dem Startup Navya. Ziel ist es, de Service für die Kunden dauerhaft kostenlos anzubieten. Die Kosten sollen über Werbeeinnahmen finanziert werden. Der Service der Firma Navya soll der Stadtverwaltung angeblich 10.000 US$ pro Monat kosten.

Autonome Shuttle für bis zu 12 Personen

Die Fahrzeuge sind für bis zu 12 Personen ausgewählt und können sich mit bis zu 45 km/h in der Stadt fortbewegen. Während der Testphase, die für die Nutzer kostenlos ist, fahren die Autos maximal mit einer Geschwindigkeit von etwa 20 km/h durch die Straßen. Das Testgebiet ist sehr klein und beschränkt sich auf einen kurzen Straßenabschnitt in der Innenstadt von Las Vegas.

Deutsche Bahn testet in Berlin

In Berlin wir ein autonomer Buslinienbetrieb auf dem EUREF-Campus in Schöneberg getestet. Hinter dem Test stehen die Deutsche Bahn und das InnoZ. Das InnoZ ist ein Innovationszentrum zu dessen Gesellschafterkreis neben der Deutschen Bahn auch unter anderem Siemens und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt gehören. Das Pilotprojekt ist für sechs Monate angesetzt. Zum Einsatz kommen in Berlin Fahrzeuge des Startups Local Motors aus den USA. Seit einigen Wochen läuft ein ähnlicher Test in Leipzig auf dem Gelände von DB Schenker mit einem Fahrzeug der Firma EasyMile. Die Olli Fahrzeuge des Startups Local Motors werden rein elektrisch angetrieben und lassen sich über eine App steuern.

Im Gegensatz zu Las Vegas werden die autonome Shuttle in Berlin nicht auf öffentlichen Straßen getestet, sondern auf dem abgeschlossenen Betriebs- bzw. Campusgelände. Bei Schenker in Leipzig können die Mitarbeiter den autonomen Shuttle nutzen. Auf dem EUREF-Campus steht der Shuttle den Mitarbeiter und Besuchern zur Verfügung. Durch die Tests sollen Fahrzeugtechnik und Betrieb unter möglichst realen Bedingungen getestet sowie Kundenfeedback eingeholt werden. Für die Deutsche bahn ist autonomes Fahren Teil der Digitalisierungstrategie, die in drei Feldern unterteilt wird: An der Kundenschnittstelle, bei allen unterstützenden internen Prozessen sowie mit der Entwicklung neuer datenbasierter Geschäftsmodelle. Dafür investiert das Unternehmen bis 2018 rund eine Milliarde Euro und hält zusätzlich 50 Millionen Euro zur Startup-Förderung bereit.

Mit einer ähnlichen Teststrategie versucht es übrigens auch das Startup nuTonomy aus den USA. Die autonomen Taxi-Fahrzeuge werden ebenfalls in Gebieten mit weniger Verkehr getestet, um erste Daten über die Fahrzeugtechnik und das Fahrverhalten zu generieren. In Boston testet nuTonomy zum Beispiel auf den Straßen eines Industriegebiets.

Bild: Local Motors (alle Rechte vorbehalten)

NuTonomy testet in Boston autonome Fahrzeuge

Das amerikanische Startup nuTonomy, das selbstfahrende Autos entwickelt, weitet sein Testprogramm aus. Bisher wurden die autonomen Taxis in Singapur getestet, jetzt kommt Boston hinzu. nuTonomy hat die Genehmigung erhalten, die Prototypen der autonomen Fahrzeuge in Boston zu testen.

Renault Zoe mit mehr Technik

Die Fahrzeuge von dem Startup, das eine Ausgründung der Elite-Universität MIT ist, sind modifizierte Renault Zoe Modelle. Die Fahrzeuge wurden mit Sensoren und Kameras ausgestattet, um autonom agieren zu können.

Wie auch in Singapur ist das Testgebiet eingeschränkt. In Boston werden die Fahrzeuge in einem Industriegebiet in South Boston getestet. Dort ist der Verkehr eingeschränkt und die Zahl der Fußgänger ist auch überschaubar. Auch in Singapur werden die Fahrzeuge nur in einem kleinen Gebiet getestet, das wenige Quadratkilometer groß ist.

Boston: Unterstützung von lokalen Behörden

Auch in Boston wird der Test von den Behörden unterstützt. Auf der einen Seite zeigt dies, dass Startups und Konzerne, die selbstfahrende Autos testen wollen, einen engen Kontakt zu den politischen Entscheidungsträgern haben müssen. Auf der anderen Seite sehen die lokalen Entscheidungsträger auch, dass autonome Fahrzeuge die Zukunft sein werden und dass es sinnvoll ist, sich frühzeitig zu positionieren, um den Trend nicht zu verschlafen. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass so eine hohe Anzahl and Arbeitsplätze geschaffen werden, wenn sich die neue Industrie positiv entwickelt.

nuTonomy wurde 2013 gegründet und ist in Boston angesiedelt. Bis Ende des Jahres sollen in Singapur ein Dutzend Autos unterwegs sein. Im kommenden Jahr soll eine Flotte vollautonomer Fahrzeuge etabliert werden. Im Moment sitzt noch ein Fahrer hinterm Steuer, um im Notfall eingreifen zu können. Ein Experte fährt auf der Rückbank mit und überwacht die operativen Systeme permanent.

Fähigkeiten weiterentwickeln

Mit dem Test in Boston sollen vorwiegend die Fähigkeiten der Fahrzeuge weiterentwickelt werden, um Markierung und Straßenschilder erkennen zu können. Die Software soll Außerdem für die Erkennung von Fahrradfahrern, Fußgängern und komplexen Situationen im urbanen Umfeld optimiert werden. Eine Kooperation wie in Singapur ist anscheinend nicht geplant. Dort arbeitet nuTonomy mit der Taxi-App Grab zusammen. Grab Nutzer können sich so ein autonomes Taxi buchen.

Bild: nuTonomy (alle Rechte vorbehalten)

Deutliches Zeichen, dass Apple an autonomen Fahrzeug arbeitet

Bisher wurde viel darüber spekuliert, ob Apple an der Technologie für ein selbstfahrendes Auto arbeitet oder nicht. Erst kürzlich gab es Berichte, dass der Technologiekonzern kein komplettes Auto entwickelt, sondern seinen Fokus auf die Entwicklung von Systemen gelegt hat, die für autonome Fahrzeuge benötigt werden.

In einem Brief an die amerikanische Transportbehörde National Highway Traffic Safety Administration hat der Technologiekonzern bestätigt, dass viel Geld in Machine Learning und Automation investiert wird. Apple zeigt sich dabei begeistert von den Möglichkeiten von autonomen System und nennt auch explizit den Mobilitäts- und Transportbereich. Der Brief ist eine offizielle Äußerung des Unternehmens zu den im September veröffentlichten Regeln der Behörde für automatisches Fahren.

Apple arbeitet seit einige Jahren am dem Project Titan aber hat das nie offiziell bestätigt. Für das Titan Projekt wurden Experten von Automobilkonzernen und anderen Technologieunternehmen abgeworben. Zu einem schnellen Projektverlauf schient das aber nicht beigetragen zu haben. Mehrmals wurde darüber berichtet, dass Apple die Ambitionen im Entwicklungsprojekt für ein autonomes iCar zurückgeschraubt hat. Nach einer letzten Neuausrichtung soll sich Apple jetzt auf die Entwicklung für Software und Hardwarekomponenten für selbstfahrende Autos konzentrieren. Ein komplettes Auto von Apple steht nicht mehr auf der Agenda. Die Komponenten und Software sollen an Automobilkonzerne verkauft werden.

Apple ist nicht der einzige Player, der Feedback zu den vorgeschlagenen Regeln gibt. Auch Google, Volvo, Lyft, Ford und andere haben bereits ihr Feedback gegeben. Die genanten Unternehmen werden von eine Lobbyisten-Gruppe vertreten und haben in erster Linie Probleme mit dem Vorschlag, dass die gesammelten Daten und die Sicherheitsspezifikationen geteilt werden sollen. Apple hat damit laut dem bekanntgewordenen Brief keine Probleme. Der amerikanische Konzern ist dafür, dass vor allem Daten von Unfällen und brenzligen Situationen anonymisiert geteilt werden, um die schneller die Sicherheit zu verbessern.

Selbstfahrende Autos in Verbindung mit Fahrdiensten werden von Experten als nächste Stufe der Automobilindustrie bezeichnet. Konzerne wie General Motors, Audi und Daimler beschäftigen sich intensiv mit der Entwicklung von selbstfahrenden Autos. Startups und Neueinsteiger, wie Lyft, Tesla oder Uber entwicklen ebenfalls mit Hochdruck Technologien für autonomes Fahren.

Bild: Franco Folini (bestimmte Rechte vorbehalten)

BMW will selbstfahrende Autos in München testen

Der Autobauer BMW will im kommenden Jahr selbstfahrende Autos in München testen. Die Münchner wollen damit zeigen, dass sie im Rennen um die Vorherrschaft bei selbstfahrenden Autos durchaus mitspielen wollen. Bisher haben sich vor allem Ridesharing Dienste, wie Uber und Startups wie nuTonomy öffentlichkeitswirksam präsentiert.

40 autonome Fahrzeuge in München

Am Anfang will BMW 40  selbstfahrende Autos in München platzieren, mit der Zeit soll die Flotte ausgebaut werden und das Pilotprojekt auf weitere Städte ausgeweitet werden. Ähnlich wie bei den Tests von Uber und nuTonomy wird ein geschulter Testfahrer immer mit an Board sein, um im Notfall eingreifen zu können.

Fahrdienste entwicklen selbstfahrende Autos

Die Entwicklungen und das schnelle Wachstum von on-demand Fahrdiensten, wie Uber oder Lyft haben den bayerischen Autokonzern dazu bewegt, auch im Bereich der selbstfahrenden Autos aktiv zu werden. Neueinsteiger haben die herkömmliche Automobilindustrie wachgerüttelt. In Zukunft wird der Trend immer mehr in Richtung Nutzung von Ridesharing und Fahrdiensten sein. Der Autoverkauf an Privatpersonen wird rückläufig sein und somit ist das Geschäftsmodell der etablierten Automobilkonzerne, wie BMW oder Daimler in Gefahr.

BMW bisher bei Carsharing aktiv

Bisher ist BMW vor allem im Carsharing Bereich aktiv. In Europa betreibt das Unternehmen mit Sixt das Carsharing Angebot DriveNow. In den den USA wird ein Carsharing unter dem Namen ReachNow angeboten. ReachNow hat angekündigt, demnächst auch Ridesharing Dienste anzubieten. BMW hat nicht verraten, unter welcher Marke die autonomen Fahrzeuge agieren sollen und ob sie für normale Nutzer zugänglich sein werden. Der Automobilkonzern sieht in einem Fahrdienst mit autonomen Fahrzeugen eine enormes Geschäftspotential. Ein BMW Manager sieht darin die Lizenz zum Gelddrucken.

Volkswagen startet Marke für Mobilitätsdienstleistugen

BMW ist nicht der einzige Hersteller, der aktiv wird. Der Volkswagenkonzern hat den Start der 13. Konzernmarke Moia angekündigt. Unter der neuen Marke sollen innovative Mobilitätsdienstleistungen angeboten werden. Daimler treibt mit myTaxi, Hailo und car2go seine eigene Strategie voran. Der amerikanische Konzern General Motors ist bei Lyft eingestiegen und hat das Unternehmen Sidecar übernommen.

Bild: Kevin Cabral (bestimmte Rechte vorbehalten)

Autonome Fahrzeuge: BMW und Baidu beenden Zusammenarbeit

Die beiden Konzerne BMW und Baidu haben sich zusammengetan, um gemeinsam an der Entwicklung von selbstfahrenden Autos zu arbeiten. Damit ist jetzt Schluss. Beide Kooperationspartner haben bekanntgegeben, dass die Zusammenarbeit beendet wird. Der chinesische Technologiekonzern Baidu sucht neue Entwicklungspartner.

BMW 3er als Testträger für Baidu

In den USA testet das chinesische Unternehmen seine Technology nun mit Lincoln Fahrzeugen. Die Marke Lincoln gehört zum Ford-Konzern. Bisher wurden dafür 3er BMWs genutzt. Nach Aussagen von Baidu ist das Unternehmen für verschiedene Partner offen und spricht mit einigen Automobilkonzernen über die Zusammenarbeit. In China arbeitet das Unternehmen mit dem lokalen Herstellern Chery und BAIC zusammen. Auf einer Konferenz in China wurden erste Prototypen der selbstfahrenden Chery Autos präsentiert und konnten auf einem abgesperrten Gelände getestet werden.

Unterschiedlich Ansichten bei Ausrichtung

BMW und Baidu haben die Zusammenarbeit auf Grund von Meinungsverschiedenheiten beendet. Eigentlich wollen  beide Unternehmen zusammen die Technologien für die Fahrzeuge der Zukunft entwickeln und in den USA und China testen. Die Kooperationspartner waren über die Ausrichtung der Forschungsschwerpunkte und die Geschwindigkeit uneinig. Bei der Entwicklung von hochauflösendem Kartenmaterial wollen beide Unternehmen weiterhin zusammenarbeiten. BMW will auch weiterhin in die Entwicklung von autonome Fahrzeugen in China investieren.

Serienreife bis 2021

Baidu und BMW erachten es für realistisch, dass vollautonome Fahrzeuge bis 2021 serienreif sind. Auch andere Konzerne planen einen ähnlichen Zeitraum für die Einführung. Weitere Technologie- und Autokonzerne und auch einige Startups sind davon überzeugt, dass in selbstfahrenden Autos die Zukunft liegt. Autonome Fahrzeuge werden die bisherige Automobilindustrie und das Mobilitätsverhalten der Menschen revolutionieren. Etablierte Konzerne, wie Google, Daimler, General Motors investieren hohe Summen in Forschung und Entwicklung von autonomen Fahrzeugen, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Baidu hat sich auch an Zulieferern beteiligt, die sich mit der Entwicklung von Technologien und Komponenten für autonome Fahrzeuge befassen.

Bild: RoadOver (bestimmte Rechte vorbehalten)