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E-Scooter Sharing Dienst Bird sammelt 100 Mio. Dollar ein

In den USA erfreut sich e-Scooter Sharing steigender Beliebtheit. Das Startup Bird sammelt nur einem Monat nach der Series A runde ein Series B in Höhe von 100 Mio. Dollar ein. In der Series A sind 15 Mio. Dollar in das Unternehmen geflossen. Die Finanzierung kommt von Valor Equity Partners und Index Ventures, mit Beteiligung von Craft Venture, Goldcrest, Tusk Ventures und Upfront Ventures.

Kleine Elektro-Kickboards im Einsatz

Bein den Elektro-Rollern handelt es sich nicht um e-Scooter wie bei Coup oder Emmy, sondern um kleine Roller, die eher an ein Kickboard erinnern. Die Nutzer stellen sich auf ein Trittbrett, einen Sitz gibt es nicht. Die Roller fahren etwa 25 kmh und können von einer Person genutzt werden. Zu beginn scheint es zu gefährlichen Situationen in Los Angeles gekommen zu sein. Als Antwort hat Bird eine Sicherheitskampagne gestartet, um die Nutzer aufzuklären. Gebucht werden die e-Scooter über eine Smartphone App, das Entsperren geschieht wie bei den Bike-Sharing Diensten per QR Code. Der Tarif für die Nutzung setzt sich aus einer Grundgebühr in Höhe von 1 Dollar und einem Minutenpreis von 15 Cent pro Minute zusammen.

 

Team hat voter bei Lyft und Uber gearbeitet

Mit den Fahrzeugen soll ein günstiger Service für die erste und letzte Meile aufgebaut werden. Gegründet wurde das Startup von dem ehemaligen Lyft und Uber Manager Travis VanderZanden. Bisher ist das Unternehmen in Los Angeles und San Diego aktiv, bis Ende des Jahres sollen die elektrischen Scooter in 50 Märkten ausgerollt sein. Die Rolle eines Head of EMEA ist auch schon besetzt, es ist davon auszugehen, dass wir die Roller demnächst auch in Europa sehen werden. In Santa Monica gab es Ende letzten Jahres Probleme mit den Behörden, der Disput wurde gegen eine Zahlung von 300.000 Dollar beigelegt.

Bike-Sharing Startups bringen e-Scooter in die Flotte

Neben Bird setzten auch andere Startups mittlerweile auf die Alternative zum Fahrrad. Die Bike-Sharing Unternehmen LimeBike und Spin haben in einigen amerikanischen Städten ebenfalls die kleinen elektrischen Roller im Angebot. LimeBike ist auch in Frankfurt aktiv und in Berlin soll demnächst eine Flotte an Rädern ausgerollt werden. In Berlin sollen wohl Elektrofahrräder aufgestellt werden, auf dem Mobile World Congress wurden für Europa auch die kleinen eScooter angekündigt.

Bild: Bird (alle Rechte vorbehalten)

eScooter Sharing Dienst Coup startet in Paris

Im vergangenen Sommer ist der Roller Sharing Dienst Coup in Berlin gestartet und bereits kurz darauf wurde angekündigt, dass eine weitere Stadt dazu kommen soll.  Demnächst ist es soweit, die Elektroroller werden auch in Paris verfügbar sein.

Roller in Paris sehr beliebt

Da in Paris der Autoverkehr noch viel dichter ist, als in Berlin, greifen jede Menge Stadtbewohner schon auf Roller zurück. Paris ist eine der verkehrsreichsten Städte Europas und gleichzeitig eine der Hauptstädte für Zweiräder, insbesondere Roller. Mit den Scootern schlängelt man sich schneller durch den Verkehr und kommt schneller ans Ziel, als mit Auto oder ÖPNV. Die stylischen Elektroroller aus Taiwan werden sich in Paris bestimmt einer hohen Beliebtheit erfreuen. Die 600 Roller von Coup bringen weitere Flexibilität in die Stadt.

Coup Scooter fahren mit Ökostrom

Die mit Ökostrom betriebenen Roller fahren mit einer Geschwindigkeit von bis zu 45 km/h. Sie werden in ausgewählten, zentrumsnahen Pariser Bezirken zu finden sein und können in Park-Zonen für Zweiräder innerhalb des Geschäftsgebiets von COUP abgestellt werden. Um das Laden der Batterien muss sich der Nutzer nicht kümmern.

Jeder, der im Besitz eines Führerscheins der Klasse B oder einer internationalen Fahrgenehmigung und über 21 Jahre alt ist, kann den Service nutzen. Mit der dazugehörigen App können COUP Kunden problemlos den nächstgelegenen eScooter finden, reservieren und direkt losfahren – ein Schlüssel ist nicht erforderlich.

Fahrten teurer als in Berlin

Paris ist damit die zweite europäische Großstadt, in welcher der eScooter-Sharingdienst als Alternative zu bestehenden Verkehrsmitteln genutzt werden kann. Die App wird im Juli in französischer Sprache für iOS und Android verfügbar sein. Das Preismodell in Paris ist wie in Berlin einfach und für die Nutzer gut kalkulierbar – abgerechnet wird in 30-Minuten-Schritten, sogenannten Rides. Für einen Ride berechnet COUP in Paris vier Euro, danach fällt für jede angefangene zehn Minuten-Einheit ein Euro an.

Gestartet ist die Bosch Tochter mit ca. 250 Gogoro Scootern in Berlin. In diesem Jahr wurden die Roller auf 1000 Fahrzeuge aufgestockt, gleichzeitig wurde das Betriebsgebiet aber auch erweitert. In Berlin gehört das Startup Emmy zu den Konkurrenten von Coup. In Paris ist Cityscoot mit 150 Rollern am Start.

Bild: Coup (alle Rechte vorbehalten)

Neuer eScooter-Sharingdienst Coup startet in Berlin

Der Roller-Sharingdienst eMio erhält demnächst Konkurrenz aus dem Hause Bosch. Bosch startet mit Coup eine Lifestyle-Marke, die zuerst eine Sharing-Plattform für Elektroroller anbieten will. Dabei setzt das Unternehmen auf die von Gogoro entwickelten smarten eScooter, die schon in Taiwan im Einsatz sind.

Insgesamt 200 Coup Roller für Berlin

Insgesamt sollen 200 Roller im Berliner Stadtgebiet verteilt werden, vorerst in Mitte, Prenzlauer Berg und Friedrichshain/Kreuzberg. Die Scooter sind rund um die Uhr buchbar und die Kosten für die ersten 30 Minuten belaufen sich auf 3 €. Danach wird in 10 Minuten Schritten abgerechnet, pro 10 Minuten wird 1 € fällig. Wer also eine Stunde mit dem Roller in der Stadt unterwegs ist, zahlt 6€. Gebucht werden können die Roller über die Coup App.

Bei Coup handelt es sich um ein Tochterunternehmen der Robert Bosch GmbH. Die Umsetzung erfolgte mit der Unterstützung von BCG Digital Ventures. BCG Digital Ventures ist für einen beschleunigten Start des Services verantwortlich und kümmert sich auch um das Marketing, das Produkt, die technische Plattform und das Service Design. Bosch bringt die finanzielle Ausstattung für das Projekt mit und kümmert sich langfristig gesehen um den Flottenbetrieb und die Wartung der Roller.

Roller von Gogoro werden eingesetzt

Die eingesetzten Roller wurden von Gogoro entwickelt. Über die smarten eScooter von Gogoro haben wir schon vor längerer Zeit berichtet. Die Roller aus Taiwan gelten als “Tesla der Elektroroller” und sind bisher nur in Taipeh im Einsatz. Die Roller sind dank Sensoren besonders smart, außerdem lassen sie sich einfach mit dem Smartphone vernetzen und individualisieren. Die Höchstgeschwindigkeit der Roller ist bei 45km/h gedrosselt, möglich wären bis zu 90 km/h. Ausgestattet sind sie mit 2 Batterien, die eine Reichweite von 100 Kilometern ermöglichen. In Taiwan können an den Ladestationen können die Batterien gegen aufgeladene Batterien getauscht werden. Hier in Berlin übernimmt Coup den Tausch der Batterien. Die Roller wurden extra für den Einsatz in Sharing-Netzwerken entwickelt und unterscheiden sich somit deutlich von den Elektrorollern, die bei eMio eingesetzt werden.

Fahrspaß ab 21

Der Nutzer muss mindestens 21 Jahre alt sein und im Besitz eines gültigen Führerscheins sein. Die Identität wird wie auch bei eMio über ein Videotelefonat verifiziert. Ein lästiger Besuch bei einer Geschäftsstelle entfällt, nach digitaler Verifizierung ist der Nutzer sofort startklar. Ein Helm im antibakteriellem Futter befindet sich im Helmfach. Die Plattform ist nach dem free-floating System aufgebaut, sprich die Roller sind nicht stationsgebunden und können im Geschäftsgebiet abgestellt werden.

Am Anfang steht nur eine iOS App zur Verfügung, über die der Roller gebucht werden kann. Für die ersten Wochen ist das Angebot nur für einen beschränkten Kreis an Nutzern zugänglich. Ich hatte die Möglichkeit, den Roller-Service zu testen. Das Konzept ist durchdacht und es macht sehr viel Spaß, mit den Rollern durch Berlin zu heizen. Ein Testbericht wird folgen.