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Mercedes Benz Vans beteiligt sich an Shuttle Dienst Via

Die Daimler Tochter Mercedes Benz Vans wandelt sich vom reinen Fahrzeughersteller zum Anbieter für Moblitätslösungen. Damit treibt Daimler die Digitalisierung und die CASE Strategie weiter voran. Mercedes Benz Vans baut die Kooperation mit dem Shuttle Dienst Via weiter aus. Zusätzlich beteiligt sich das Unternehmen mit einem signifikanten strategischem Investment an Via. Seit dem vergangenen Jahr arbeiten Mercedes Benz und Via zusammen.

Weitere Details von Mercedes Benz im September

Viel ist über das Investment und die Vertiefung der Partnerschaft nicht bekannt. Während einer Presseveranstaltung Anfang September sollen weitere Details bekannt gegeben werden. Mercedes-Benz Vans arbeitet künftig verstärkt mit Via an der Weiterentwicklung dieses intelligenten Mobilitätskonzepts. Ziel ist eine effiziente, bedarfsgerechte und ökologisch nachhaltige Personenbeförderung.

Via in den USA erfolgreich

Via ist vor allem in den USA aktiv und dirt sehr erfolgreich. Das Unternehmen bietet einen smarten on demand Shuttle Dienst an, bei dem sich mehrere Fahrgäste, die in die gleiche Richtung unterwegs sind, ein Fahrzeuge teilen. Mit seinem  On-Demand Rideshare-Pooling-Service gestaltet Via den Personentransport neu – von einem stark regulierten System mit starren Strecken und festen Fahrplänen hin zu einem dynamischen Netzwerk. Der smarte Algorithmus versucht die Fahrgäste so zu matchen, dass nur minimale Verzögerungen entstehen.

Erste Kooperation in Frankreich mit LeCab

Via hat angekündigt, in mehrere Städte in Kooperation mit anderen Unternehmen oder Behörden expandieren zu wollen. In einem ersten Projekt hat die Taxi App LeCab aus Frankreich das Via Angebot in Paris integriert. Das Unternehmen kann sich vorstellen, mit Betreibern von öffentlichen Nahverkehrs-Angeboten, Taxinetzwerken und anderen Mobilitätsplattformen zu kooperieren. Auch in Deutschland will Via durchstarten und arbeitet mit einem kleinem Team von Berlin aus.

In Deutschland sind mit Door2Door und CleverShuttle weitere Anbieter aktiv, die ein ähnliches Ziel verfolgen. Beide Unternehmen wollen sich ebenfalls als Software Provider für Unternehmen und Behörden positionieren. Door2Door hat bereits Projekte mit Freyung und Duisburg gestartet.

Bild: Mercedes Benz (alle Rechte vorbehalten)

Ford expandiert den Shuttle Service Chariot nach New York City

Im vergangenen Jahr hat der Automobilkonzern Ford den Shuttle Dienst Chariot übernommen, jetzt folgt die Expansion nach New York City, der vermeintlich größte Markt in den USA. Der Shuttle Dienst passt sich bei den Routen der Nachfrage der Kunden an.  Zuerst ist das Angebot in San Francisco gestartet, später wurde das Angebot auch in Austin, Texas ausgerollt. In New York City will das Startup ab August aktiv sein und Fahrten zwischen Lower East Side und Midtown in Manhattan anbieten. Eine zweite Strecke soll  von Greenpoint nach Dumbo in Brooklyn führen.

Chariot will Ergänzung zu öffentlichem Nahverkehr sein

Wie so viele andere Shuttle Dienst auch, will Chariot eine Ergänzung zum bestehenden öffentlichen Nahverkehr bieten. Adressiert werden sollen vor allem zeitliche Lücken der öffentlichen Verkehrsmittel, wie zum Beispiel abends oder nachts. Gleichzeitig soll ein Angebot in Gebieten mit wenig öffentlichen Verkehrsmitteln geschaffen werden. Für die erste und letzte Meile, also für den Weg zum Bahnhof und wieder zurück, will sich das Unternehmen positionieren. Fahrgäste können über die Chariot App die Routen überprüfen und auch ihre eigenen Routen vorschlagen. Die Vorschläge werden dann von dem Unternehmen genutzt, um die beste Route festzulegen.

Genehmigung durch TLC

Die geplanten Linien wurden zusammen mit dem Analytics Team von Ford definiert. In einem mehrstufigen Prozess, bei dem unterschiedliche Kriterien mit eigeflossen sind, wurden die Start- und Endpunkte festlegt. Die New Yorker Taxi und Limousinen Commission (TLC) wurde auch mit eingebunden, um für den Service die nötigen Lizenzen zu erhalten.

Bis zu 60 Fahrzeuge in NYC 

Bis zum Herbst sollen 60 Fahrzeuge auf den Straßen in New York City unterwegs sein. In San Francisco hat Chariot 200 Fahrzeuge auf der Straße, in Austin etwa 50. Erstaunlich ist, dass das Unternehmen weniger als 100 Festangestellte (ohne Fahrer) hat, obwohl ein stark operatives Geschäftsmodell betrieben wird. Das Geschäftsmodell ist vielversprechend und soll laut mehrerer Studien eine positive Entwicklung auf das Verkehrsaufkommen haben.

Bild: Chariot (alle Rechte vorbehalten)

Interessanter Vorschlag des InnoZ: Privat-Taxidienst mit Elektrofahrzeugen erlauben

Der Berliner Mobilitätsforscher Andreas Knie, der das Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) leitet, hat einen interessanten Vorschlag unterbreitet. Sein Vorschlag lautet, dass Berliner, die ihr Auto mit Verbrennungsmotor abschaffen und ein Elektroauto kaufen, gegen Geld Fahrgäste befördern dürfen.

Höherer Anreiz für Wechsel zu Elektromobilität 

Mit diesem Vorschlag sollen zwei Ziele erreicht werden. Auf der einen Seite sollen die Anreize für den Wechsel zu Elektroautos geschaffen werden. Bisher werden nur 1700 der  1.2 Millionen Pkw in Berlin mit Strom betrieben. Die bisherigen Anreize, wie Umweltprämie reichen nicht aus, um die Besitzer von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor zum Wechsel zu bewegen.

Das zweite Ziel ist die Reduzierung des Verkehrs insgesamt. Durch die Möglichkeit eines bezahlbaren Ride-Sharing Dienstes würde sich der Individualverkehr verringern, da sich mehrere Personen ein Fahrzeug teilen würden.

InnoZ Geschäftsführer: Plattform soll Fahrten vermitteln

Die Vermittlung zwischen Fahrer und Fahrgast soll über eine Plattform laufen, wie wir es schon von Uber oder myTaxi kennen. Darüber soll auch die Bezahlung laufen, wobei der Fahrer 80-90% des Fahrpreises behalten darf und der Rest an den Plattformbetreiber fließt. Dem Fahrer soll es auch ermöglicht werden, den Service kommerziell anbieten zu können. Das heißt, dass der Fahrpreis pro Kilometer über der Betriebskostengrenze liegen soll.

Die Plattform könnten von einem Startup, wie CleverShuttle oder Door2Door betrieben werden oder auch von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG). Die BVG wäre ein interessanter Partner, das sie bereits angekündigt hat, dass ein smarter Shuttle Dienst gestartet werden soll, der auch ins BVG Netz integriert werden soll.

Ausnahmegenehmigung oder Gesetzesänderung notwendig

Um dieses Vorhaben umsetzen zu können, muss das Personenbeförderungsgesetz angepasst werden oder es muss zuerst eine Sondergenehmigung erlassen werden. Das letzteres möglich ist, zeigt das Beispiel CleverShuttle. Das Startup betreibt einen cleveren on-damend Shuttle Dienst und hat dafür eine Sondergenehmigung der Stadt erhalten. Das PBfG gilt als überholt und zu protektionistisch, aus mehreren Richtungen kommen Forderungen zur Modernisierung des Gesetzes.

Privatfahrzeuge und Individualverkehr kann verringert werden

Ein privater Fahrservice mit Elektroautos würde dazu führen, dass die Zahl der Privatautos verringert wird und dass die Schadstoffbelastungen reduziert werden. Die freiwerdende Fläche kann für andere Zwecke genutzt werden. Das Angebot wäre eine attraktive Alternative zum Privatauto und eine Ergänzung zum bestehenden Nahverkehr.

Gut für Schadstoffbelastung

In Großstädten ist die Schadstoffbelastung, die durch Autos mit Verbrennungsmotor hervorgerufen wird ein Problem. Jedes Jahr sterben mehrere tausend Menschen an den Folgen der Luftverschmutzung. In jüngster Zeit haben bereits Länder wie Frankreich oder Großbritannien angekündigt, dass ab 2040 keine Autos mit Verbrennungsmotoren erlaubt sein werden. Auch in Stuttgart droht ab kommendem Jahr ein Fahrverbot für Diesel-Fahrezuge.

Bild: InnoZ (alle Rechte vorbehalten)

Exoten: Careem beteiligt sich an Ridesharing Plattform Swvl aus Ägypten

Die Ridesharing Plattform Careem, die vor kurzem einen hohen Millionenbetrag an Funding eingesammelt hat, beteiligt sich an dem Startup Swvl aus Ägypten. Das Shuttle Startup verbindet über die App Fahrgäste mit privaten Bussen.

Swvl erst im April gegründet

Die investierte Summe ist überschaubar, Careem investiert 500.000 US$ in das Unternehmen und erhält im Gegenzug eine Minderheitsbeteiligung. Swvl wurde west im April diesen Jahres gegründet und zwar von einem ehemaligen Careem Manager.

Vermittlung von Sitzplätzen in Bussen

Über die App des Unternehmens können interessierte Fahrgäste einen Sitzplatz in Shuttle Bussen reservieren und auch über die App den Fahrpreis bezahlen. Die Busse fahren dabei entlang festgelegter Routen und Abfahrtszeiten. Mittlerweile nutzen 50.000 Kunden die App und 200 Busse sind registriert. Bis Ende des Jahres sollen 300.000 Fahrten pro Monat über die App gebucht werden.

Das Investment soll dazu genutzt werden, die App weiter zu entwickeln. Außerdem soll dass Team vergrößert werden. Bisher ist das Angebot nur in Kairo verfügbar, aber eine Expansion scheint schon in Planung zu sein. Zuerst sollen weitere ägyptische Städte, wie Alexandria hinzukommen. Später soll eine Expansion in weitere Städte im mittleren Osten und in Asien erfolgen.

Daimler bei Careem investiert

Careem ist vor allem im Mittleren Osten aktiv und konkurriert dort mit dem Fahrdienst-Unternehmen Uber. Erst kürzlich wurde eine Finanzierungsrunde abgeschlossen, bei der 500 Mio. US$ in das Unternehmen geflossen sind. Unter anderem hat sich der deutsche Automobilhersteller Daimler in der letzten Runde an Careem beteiligt. Die Ridesharing Plattform ist in 12 Ländern aktiv.

Bild: Swvl (alle Rechte vorbehalten)

Volkswagen will bis 2025 Profite mit Mobilitätsdiensten erwirtschaften

Bisher ist der Volkswagen Konzern eher zögerlich im Bereich der Mobilitätsdienste aktiv. Trotzdem soll der Bereich stark wachsen und bereits im Jahr 2025 signifikant zum Konzernergebnis beitragen. Der weltgrößte Autobauer ist bisher an Gett beteiligt und befasst sich mit dem Thema Carsharing.

VW sieht großes Potential bei Ride Hailing mit autonomen Fahrzeugen 

Volkswagen möchte dabei auf die neuen Geschäftsmodelle setzen, die sich durch autonome Fahrzeuge, Ride-Hailing Dienste und andere Entwicklungen ergeben. Der Konzern geht davon aus, dass diese Entwicklungen dazu beitragen werden, weitere Umsatzströme erschließen zu können. Wie hoch die Gewinne durch neue Mobility Services ausfallen sollen, beziffert Volkswagen nicht.

Trend weg von eigenem Fahrzeug

Nicht nur Volkswagen sieht einen Trend der weg von privatem Fahrzeugbesitz und hin zu Mobilitätsdiensten geht. Auch andere Hersteller stellen sich darauf ein, dass sich die Automobilindustrie in den kommenden Jahren stark verändern wird. BMW und Daimler bieten schon heute einen Free Floating Carsharing Dienst an. Fast alle großen Automobilhersteller befassen sich mit der Entwicklung von autonomen Fahrzeugen. Dort bekommen sie auch vermehrt Konkurrenz von Startups und Technologiekonzernen, wie Apple oder Google.

Volkswagen setzt auf Gett und MOIA 

Volkswagen ist bisher durch das Investment in Gett aufgefallen. Im letzten Jahr wurden 300 Mio. US$ in die Fahrdienstplattform investiert. Hinzu kam der Start der weiteren Konzernmarke MOIA, die sich mit der Entwicklung von Mobilitätsdiensten befassen soll. Seit dem Start von MOIA wurde nicht mehr viel über die Pläne und den Fortschritt kommuniziert. Es kursieren immer wieder Ideen, dass MOIA noch in diesem Jahr einen Shuttle Dienst mit elektrischen Fahrzeugen starten möchte.

Langer Weg bis zur Profitabilität 

In den nächsten Jahren wird sich herausstellen, ob Unternehmen mit Mobility Services gutes Geld verdienen können. Bisher tun sich die Player noch schwer. Größen wie Uber oder Luft befinden sich noch in der Wachstumsphase und fahren Jahr für Jahr hohe Verluste ein. Es ist auch fraglich, ob Automobilhersteller Dienste mit einer hohen Markenbindung aufbauen können. Alternativ können sie sich auch als Fahrzeuglieferant und Flottenbetreiber für reichweitenstarke Ride-Hailing Netzwerke positionieren.

Bild: Volkswagen Aktiengesellschaft (alle Rechte vorbehalten)

Der Shuttle Dienst Via expandiert via Kooperation nach Paris

Bisher war das Unternehmen Via ausschließlich in den USA aktiv. Dort wird ein dynamischer Shuttle Dienst angeboten, der von mehreren Millionen Fahrgästen jedes Jahr genutzt wird. In einem nächsten Schritt expandiert das Unternehmen jetzt nach Europa.

Seit Ende Januar ist der Shuttle Service PLUS by Via in Paris aktiv. Das neue Angebot in der französischen Hauptstadt wir in Kooperation mit der Fahrdienst-App LeCab und dem Keolis Konzern. Die Keolis S.A. mit Sitz in Paris ist eine international im Personenverkehr tätige Tochtergesellschaft der SNCF. Die deutsche Tochter der Keolis ist in Düsseldorf ansässig und besitzt den Status eines Eisenbahnverkehrsunternehmens.

Partnerschaft zwischen Via und LeCab

Der PLUS by Via Service kann über die LeCab App gebucht werden. Die Fahrgäste, die sich in die gleiche Richtung bewegen, werden in intelligenter Reihenfolge abgeholt und teilen sich somit ein Shuttle Fahrzeug. Die Technologie für das Routing und das Matching der Fahrgäste kommt dabei von Via. LeCab kümmert sich um die operativen Aspekte des neuen Shuttle Dienstes und die Integration der Technologie in die eigene App. LeCab hat sich bisher eher im Segment der Fahrservices mit Premium-Limousinen bewegt, sieht aber in dem Markt von dynamischen Shuttle Diensten erhebliches Potential.

Weitere Partnerschaften sollen folgen

Interessanter Aspekt ist, dass sich unterschiedliche Anbieter auf Technologischem Level  zusammentun, um das Portfolio der angebotenen Dienste zu erweitern, ohne in die eigene Entwicklung investieren zu müssen.

Via hat angekündigt, dass in den nächsten Monaten weitere Partnerschaften mit anderen Anbietern eingegangen werden. Das Unternehmen will nichts weniger, als den öffentlichen Nahverkehr weltweit zu revolutionieren. Via’s Vision ist die Entwicklung eines dynamischen Transportsystems für die Massen, das unabhängig von festgelegten Routen und Fahrplänen ist. Durch globale Partnerschaften soll das Ziel schneller erreicht werden. Das Unternehmen kann sich vorstellen, mit Betreibern von öffentlichen Nahverkehrs-Angeboten, Taxinetzwerken und anderen Mobilitätsplattformen zu kooperieren.

Bisher in den USA aktiv

Bisher ist der Shuttle Dienst in den amerikanischen Städten New York City, Chicago und Washington D.C. aktiv. Zu den Investoren des Unternehmens gehört auch der Keolis Konzern, der sich in der letzten Finanzierungsrunde an dem Unternehmen beteiligt hat. Bei der letzten Finanzierungsrunde wurden 100 Mio. US$ eingesammelt. Der intelligente Algorithmus des Ridesharing Unternehmens ermöglicht es, dass mehrere Fahrgäste in einem fortlaufenden Prozess an unterschiedlichen Orten abgeholt und abgeliefert werden. Das ermöglicht den Transport von einer großen Anzahl an Fahrgästen mit einer minimalen Anzahl an Fahrzeugen.

Bild: Javier Vieras (bestimmte Rechte vorbehalten)