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BCG setzt auf Alternativen zum Dienstwagen – mit Unterstützung von Sixt

Bisher vergeben viele Unternehmen einen Dienstwagen an Mitarbeiter – inspiriert von Mobility Services wie Car Sharing und Fahrdiensten hat die Autovermietung Sixt eine Alternative dazu entwickelt. Als erster Kunde nutzt die Boston Consulting Group das Angebot. Die Kombination aus Carsharing, Fahrdienst und Mietwagen erfreut sich dort hoher Beliebtheit und ist bereits gleichauf mit dem Klassiker.

Mobility as a Service von Sixt

Konkret hat Sixt unter dem Namen Maas (Mobility as a Service) ein Alternativangebot zum Dienstwagen gestartet. Berater der Boston Consulting Group (BCG) können mit einem Mobilitätsbudget das DriveNow Carsharing Angebot, Mietwagen und den myDriver Fahrdienst nutzen. Bisher ist das Angebot in Deutschland und Österreich verfügbar und nur für berechtigte BCG Berater. In Zukunft soll das Konzept, das drei Dienste vereint auch anderen Unternehmen angeboten werden.

Gute Resonanz von Nutzern

Laut Sixt-Strategievorstand Alexander Sixt stößt das Mobility as a Service Angebot auf sehr gute Resonanz. Das Unternehmen leitet daraus ab, dass es einen Bedarf nach einer modernen und flexiblen Mobilität auf Mitarbeiter und Unternehmensseite gibt. Bei dem Angebot von Sixt können über eine Zentrale Plattform Mobilitätsbudgets per Mitarbeiter vergeben werden, die dann über die Apps von DriveNow und myDriver sowie über das klassische Mietwagengeschäft von Sixt ausgegeben werden können.

Vor allem jüngere Mitarbeiter nutzen den MaaS Service

Bei der Boston Consulting Group kommt das Angebot anscheinend sehr gut an. Vor allem jüngere Mitarbeiter auf Associate- oder Consultant-Ebene nutzen das neue Mobilitätsangebot. Etwa 40% der Berater bei BCG nutzen einen Dienstwagen, nun sind weitere 40% hinzugekommen, die die MaaS-Dienstleistung nutzen.

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Es ist davon auszugehen, dass weitere Unternehmen Mobiltiy as a Service für Mitarbeiter als Alternative oder Ersatz zum Dienstwagen anbieten werden. Auf der einen Seite schwindet die Bereitschaft auf Mitarbeiterseite, ein Auto zu besitzen. Ergänzt wird dieser Trend durch das Vorhandensein von alternativen Mobilitätsangeboten, wie Carsharing, Ride Sharing oder Mietwagen. Auch Uber bietet seinen Fahrdienst erfolgreich für Unternehmen an, der teilweise als Alternative zum Dienstwagen und Taxi genutzt wird.

Bild: Sixt (alle Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: Sixt investiert in Wudercar, Amazon mit eigener Transport App, Angestellte vs. Freelancer

Interessante Nachrichten aus der Welt der Mobilitäts- und Transport-Dienstleister. Sixt investiert in die Taxi Alternative Wundercar. Gericht in Kalifornien schätzt Fahrer der Ridesharing-Plattformen als Angestellte und nicht als unabhängige Vertragspartner ein. Der e-Commerce Anbieter Amazon will Privatleute als Kuriere einsetzen.

Sixt investiert in Wundercar

Vor einiger Zeit haben wir berichtet, dass die Taxialternative Wundercar nach weiterem Geld sucht und der Automobilkonzern BMW in dem Zuge einsteigen könnte. Wie jetzt vom Unternemen bestätigt wurde, ist unter anderem Sixt bei dem Hamburger Unternehmen eingestiegen. Ob BMW tatsächlich auch Teil der Finanzierungsrunde ist, wurde nicht kommuniziert. Getätigt wurde das Investment von Konstantin Sixt, über das den Investment-Fond Sixt e-Ventures.  Sixt e-Ventures ist an dem Carsharing Joint Venture DriveNow mit BMW beteiligt. Angeführt wurde die Runde von Blumberg Capital. Die genaue Summe ist nicht bekannt, dürfte sich aber im siebenstelligen Bereich bewegen.

Ähnlich wie Uber vermittelt die Wundercar App Fahrten innerhalb von Großstädten an Privatfahrer. In Deutschland wurde die App im vergangenen Jahr kurz nach dem Start verboten, da die Taxi-Lobby Druck ausgeübt hat. Mittlerweile fokussiert sich das Startup auf Osteuropa , das monatliche Wachstum liegt bei 40%. Sixt ist außerdem Hauptgesellschafter des Limousinen Fahrdienst-Vermittlers myDriver. Bleibt abzuwarten, ob es zwischen den beiden Beteiligungen eine Zusammenarbeit geben wird. (via Manager Magazin)

Amazon will auf Privatleute für Paketauslieferungen setzten

Der amerikanische Online-Händler Amazon scheint einen App-basierten Lieferservice zu entwickeln, der auf dem Einsatz von Privatpersonen als Fahrern beruht.

Dadurch sollen Lieferzeiten verkürzt und Lieferkosten gesenkt werden. Amazon hätte mehr Kontrolle über die Lieferkosten, die im letzten Jahr um 31% gestiegen sind. Lokale Einzelhändler sollen als Lagerfläche dienen, die dann von den Kurieren angefahren werden, um die Ware abzuholen und zwischenzulagern. Es ist unklar, ob sich die lokalen Händler auf eine Kooperation mit dem großen Rivalen einlassen.

Fraglich ist auch, ob die Kosten wirklich geringer sind, als die Zustellung per UPS. UPS kostet es im Schnitt 8$, um ein Paket innerhalb der USA zuzustellen. Im Schnitt stellt Amazon 3.5 Mio. Pakete am Tag zu. Für die Anzahl an Paketen ist ein großer Pool an Fahrer nötig. Mit einem ähnlichen Konzept sind schon Unternehmen, wie Uber, Deliv, Instacart, Google, Postmates und eBay am Markt. Im letzten Jahr hat Amazon schon die Zustellung mit Uber und Taxis getestet. (via Wall Street Journal)

Uber Fahrer wird als Angestellter eingestuft, nicht als unabhängiger Partner

Eine Arbeitskommission in Kalifornien hat eine klagende Uber-Fahrerin als Angestellte und nicht als unabhängige Vertragspartnerin eingestuft. Wir hatten vor ein paar Wochen bereits über die Auseinandersetzung berichtet. Für Uber bedeutet die Entscheidung einen Rückschritt. Als Folge der Entscheidung könnten bald alle Fahrer in Kalifornien und eventuell auch in anderen Staaten als Angestellte eingestuft werden.

Das würde die Kosten für Uber in die Höhe treiben. Uber müsste die Kosten für die Versicherungen der Fahrer übernehmen und Tankkosten erstatten. Uber wird gegen das Urteil Berufung einlegen. Das Ridesharing Unternehmen bekräftigte, dass ausschließlich Fahrten per App vermittelt werden und alle Fahrer unabhängige Partner seien. Hauptgrund, warum sich Fahrer bei Uber engagieren, ist die Flexibilität und Unabhängigkeit.

Das Urteil könnte auch Auswirkungen auf das Geschäftsmodell anderer Sharing Economy Unternehmen wie z.B. AirBnB, Postmates,  Instacart, TaskRabbit usw. haben. (via Wall Street Journal)

Bild: Au volant / At the wheel von  Sarah Joy (bestimmte Rechte vorbehalten)

FlightCar, Anbieter für Peer-to-Peer Carsharing & kostenloses Parken an Flughäfen sammelt 13.5 Mio. US$ ein

Das amerikanische Mobilitäts-Startup FlightCar hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 13.5 Mio. US$ (ca. 10 Mio. €) eingesammelt. Über FlightCar können Autobesitzer ihre Fahrzeuge an Flughäfen vermieten, solange sie unterwegs sind. Dadurch sparen sie sich die Parkgebühren und verdienen sogar noch dabei, wenn sie verreist sind. Die Finanzierung kommt von GGV Capital.

Die Fahrzeuge können auf den Parkplätzen von FlightCar, die sich in der Nähe von Flughäfen befinden, umsonst abgestellt werden. Die Fahrzeuge können dann von Besuchern gemietet werden, dabei ist der Mietpreis für die Fahrzeuge wesentlich geringer, als für einen Mietwagen, der bei den traditionellen Autovermietern, wie Sixt oder Europcar angemietet wird.

Die Fahrzeuge werden vor und nach der Vermietung gereinigt und die Autobesitzer und Fahrzeugmieter werden zwischen den Flughäfen und den Parkplätzen ohne Mehrkosten hin und her gefahren.

Bisher haben sich in den letzten 18 Monaten seit Start 30.000 Nutzer angemeldet und 10.000 Fahrzeuge befinden sich auf der Plattform. Bisher ist FlightCar in San Francisco International Airport, Boston Logan Airport, Los Angeles International Airport verfügbar und bald wird der Service am Seattle-Tacoma International Airport gestartet.

Die Preiste starten bei 25 US$ (ca. 19 €), wenn der Wagen für einen Tag gemietet wird und reduziert sich auf 19 US$ (ca. 14 €) pro Tag, wenn das Fahrzeug für fünf oder mehr Tage gemietet wird. Inklusive sind 100 Meilen am Tag, jede weitere Meile kostet 0.45 US$ (ca. 0.34 €).

Der Fahrzeugbesitzer erhält je nach Fahrzeug und Alter des Fahrzeugs einen Betrag von 0.05 bis 0.20 US$ (ca. 0.04 bis 0.15 €) pro Meile bis 75 Meilen und 40 ct. pro Meile, für jede Meile darüber. Außerdem wird sein Fahrzeug gereinigt und er wird kostenlos zwischen Flughafen und Parkplatz hin und her gefahren. Mit den meisten Fahrzeugen werden weniger als 40 Meilen pro Tag gefahren. Die Fahrzeuge und Fahrten sind mit einer Versicherungssumme von 1 Mio. US$ (ca. 760.000 €) abgedeckt.

GGV hat bereits in GrabTaxi investiert und verfügt über Erfahrung mit Logistikunternehmen, FlighCar hofft, dass das Unternehmen bei der weiteren Expansion davon profitiert. Bisher hat FlighCar 6.5 Mio. US$ (ca. 4.9 Mio. €) eingesammelt, unter anderem von General Catalyst, SoftBank Capital oder First Round Capital. Neben GGV und den genannten VCs sind auch Comcast Ventures und Eduardo Severin, Co-Founder von Facebook, Ashton Kutcher und Brian Chesky mit an Board. FlightCar wurde von Kevin Petrovic und Rujul Zaparde gegründet, Petrovic ist 20 Jahre alt, Zaparde erst 19.

Einen ähnlichen Service in Deutschland bietet Tamyca, das französische Startup Drivy ist ebenfalls mit einem ähnlichen Konzept vor kurzem in Deutschland gestartet. In den USA ist außerdem noch RelayRides aktiv, das Startup hat vor kurzem eine Finanzierung in Höhe von 10 Mio. US$ abgeschlossen.