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Daimler stellt Konzept für autonomen smart vor: smart vision EQ fortwo

Die Daimler Tochter smart hat ein neues Konzeptfahrzeug vorgestellt, das autonome unterwegs sein soll und für den Einsatz auf Carsharing Plattformen optimiert ist. Der smart vision EQ fortwo gibt eine Ausblick auf die Zukunft der urbanen Mobilität und einen flexiblen, effizienten aber doch individuellen öffentlichen Nahverkehr. Das Show Car ist das erste Fahrzeug von Daimler, das über kein Lenkrad und keine Pedale verfügt.

Teil der CASE Strategie

Der smart vision EQ fortwo ist ein Teil der Daimler CASE Strategie. CASE wurde im vergangenen Jahr präsentiert und beinhaltet die vier Säulen Connected Car, autonomes Fahren, Shared Services & Service und elektrifizierte Antriebe.

Das Konzeptfahrzeug wird rein elektrisch angetrieben und ist Teil der neuen EQ Marke des Konzerns. Der verbaute Akku verfügt über eine Kapazität von 30 kWh. Das Auto fährt selbständig zur nächsten Ladestation, wenn es nit in Benutzung ist. Auf der IAA, die Mitte September in Frankfurt stattfinden wird, wird Daimler den smart vision EQ und andere Konzeptfahrzeuge unter der Marke EQ vorstellen.

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Radikale Vision für den zukünftigen urbanen Verkehr

smart CEO Annette Winkler bezeichnet den Portotypen also radikale Vision für den zukünftigen Stadtverkehr. Das Auto ist auf Sharing ausgelegt, steuer vollautomatisiert und wird elektrisch angetrieben. Gleichzeitig ist das Erscheinungsbild freundlich und kann über die verbauten System individualisiert werden.

Bisher werden die herkömmlichen Smarts für das car2go Carsharing eingesetzt. Das Angebot wird von 2.6 Mio. Kunden weltweit genutzt und alle 1.4 Sekunden wird ein Fahrzeug aus der car2go Flotte gebucht. Mit dem vorgestellten Konzept wird die nächste Phase eigeläutet. Carsharing und Ride-sharing werden verschmolzen, die Carsharing Nutzer von heute werden in Zukunft in geteilten autonomen Fahrzeugen unterwegs sein, die ebenfalls über eine Plattform geordert werden.

Effizientes System mit automatisierten und geteilten Autos

Vorteil von dem Setup mit autonomen Fahrzeugen ist, dass die Nutzer nicht mehr das Fahrzeug suchen müssen, sondern dass die Fahrzeuge zum Nutzer kommen. Die Fahrzeuge werden untereinander und mit der Plattform vernetzt sein, so dass der Fahrgast volle Transparenz über die Ankunftszeit hat und dass sichergestellt wird, dass die Autos optimal durch den Verkehr geleitet und ausgelastet werden. Durch die höhere Auslastung wird sich die Anzahl der Autos reduzieren, was zu weniger Verkehr und mehr freiere Fläche führen wird.

Personalisierung der smart vision EQ fortwo

Damit der Fahrgast das ihm zugewiesene Fahrzeug identifizieren kann, wir es über Displays am Fahrzeug personalisiert. Am auffälligsten dabei ist das schwarze Panel, das den Kühlergrill ersetzt. Ist das Fahrzeug bei einem Fahrgast angekommen, wird dieser über das Panel begrüßt. Sollte das Auto mal ohne Auftrag unterwegs sein, können Infos über Wetter oder Events angezeigt werden. Auch das Interieur ist so gestaltet, dass nützliche Informationen für die Fahrgäste an Board angezeigt werden.

Das Fahrzeug ist bisher nur eine Konzeptstudie, die aber aufzeigen dürfte, in welche Richtung die Reise geht. Daimler möchte in den kommenden 4-5 Jahren mindestens 10 Elektroautos auf den Markt bringen, ab 2022 sollen auch autonome Autos serienreif sein.

Bilder: Daimler AG (alle Rechte vorbehalten)

Smart wird zum Paketfach

Die Automarke smart aus dem Daimler-Konzern startet eine innovative Dienstleistung mit dem Namen “smart ready to drop”. In Zusammenarbeit mit DHL Paket wird die Zustellung von Paketen im Kofferraum ermöglicht. Entwickelt wurde der Service vom smart lab, einem Think Tank von smart für innovative Zusatz- und Mobilitätsdienstleistungen.

Beta-Test ab Herbst

Im Herbst soll der Beta-Test in Stuttgart gestartet werden, danach ist auch der Start von ready to drop in Köln, Bonn und Berlin geplant. Insgesamt soll der Service in sieben Städten getestet werden. Um an der Pilotphase teilzunehmen, müssen die smart-Fahrzeuge mit einer Connectivity Box nachgerüstet werden. Für die Kunden, die an dem Beta-Test teilnehmen, übernimmt smart die Nachrüstung. Ein Sondermodell, das ab Herbst im Angebot ist, hat die notwendige Ausrüstung serienmäßig an Board.

Öffnung über Connectivity Box

Die Connectivity Box ermögliche eine schlüssellose Öffnung des Kofferraums der damit ausgerüsteten Fahrzeuge. Über eine Smartphone App erhält der DHL Paketbote eine Zugangsberechtigung für das entsprechende Fahrzeug. Nach Öffnung des Kofferraums kann das Paket ganz einfach abgelegt werden, danach wird das Fahrzeug durch den Boten wieder verschlossen.

Der smart Kunde generiert mittels einer weiteren Smartphone-App einen TAN, der bei der Bestellung im Adressfeld mit angegeben werden musst. Das Fahrzeug muss in der Nähe der angegebenen Lieferadresse abgestellt werden, damit der entsprechende DHL Fahrer auch in der Lage ist, das Fahrzeug zu finden.

Der DHL-Bote wird über seine App über den gewünschten Lieferort informiert und kann den smart in einem bestimmten Zeitraum mit dem vorher definierten TAN öffnen. Nachdem das Paket abgelegt wurde, muss der DHL Fahrer das Auto wieder verschließen. Nach Beendigung des Vorgangs wird der Kunde über die Zustellung informiert. Anscheinend ist eine Zustellung im smart nur in den Zeiten zwischen 21 Uhr und 6 Uhr möglich.

Nachrüstung für smarts möglich

Ab Herbst kann die Connectivity Box ab Werk bestellt werden. Bereits ausgelieferten smart Modelle der neusten Generation können mit der smarte Box nachgerüstet werden. Ob die Box für weitere Funktionen und Dienstleistungen genutzt werden kann, ist nicht bekannt.

Grundlage für weiteren Dienstleistungen

Interessant wäre zum Beispiel eine Eingliederung der privaten smart Fahrzeuge in die Carsharing Flotte von car2go. Ein ähnliches Konzept planen BMW, Mini für DriveNow und Tesla. Mit entsprechender Ausrüstung können Nutzer entscheiden, ob sie ihr Fahrzeuge für einen ausgewählten Nutzerkreis zugänglich machen wollen. Die definierte Verfügbarkeit wird dann auf den entsprechenden Plattformen angezeigt und kann über die jeweiligen Apps gebucht werden. Die Fahrzeugbesitzer werden am Umsatz der Fremdfahrten mit ihren Fahrzeugen beteiligt.

Bild: Daimler AG (alle Rechte vorbehalten)

Jahresrückblick, was 2014 im Mobilitätsbereich geschah

In den letzten 12 Monaten ist einiges im Mobilitätsbereich geschehen. MyTaxi wurde von Daimler übernommen, das neue Taxikonzept Ridesharing wurde in den meisten Städten verboten und der Fernbusmarkt hat ein starkes Wachstum erfahren. Klicken Sie durch die Präsentation, um weiteres zu erfahren.

Taxifahrer ärgern sich über Smart Class von Blacklane

Blacklane hat vor ein paar Wochen deinen Service mit Smarts und Chauffeuren in Berlin gestartet. Langsam regt sich der Widerstand der Taxifahrer dagegen, wie unterschiedliche Medien berichten.

Wie das Magazin Wirtschaftswoche berichtet, plant der Taxiverband Berlin-Brandenburg, gegen das Angebot von Blacklane vorzugehen.

Dabei beruft sich der Verband auf eine veraltete Verordnung, die 1982 in Kraft trat, als es noch keine Smarts gab. Die Verordnung schreibt vor, dass ein Fahrzeug, das für Taxi und Mietwagenverkehr mit Chauffeur zwei Türen auf der rechten Längsseite haben muss, damit die Fahrgäste im Fond des Fahrzeugs in einem Notfall schnell das Fahrzeug verlassen können. Diese Regelung ist bei einem Smart, der bauartbedingt nur 2 Sitze hat, obsolet.

Der Berliner Kurier spricht sogar von einem Taxi-Krieg, da die Taxifahrer angst haben, dass ihnen die Aufträge weggenommen werden.

 

Blacklane Smart im Vergleich zum Taxi
Blacklane Smart im Vergleich zum Taxi (Quelle: Blacklane)

Tatsächlich ist die Smart Class von Blacklane günstiger als ein Taxi, sofern die gefahrene Strecke über 5km liegt. Bei einer Strecke von 21 km (z.B. vom Flughafen Schönefeld zum Alexanderplatz), zahlt der Kunde bei Blacklane ca. 3,50 € weniger, möchte der Kunde bargeldlos im Taxi bezahlen, ist der Smart von Blacklane um die 5,00 € günstiger. Für den Preisverlgleich sollte der Tarifrechner des Taxiverbands herangezogen werden, dort ist die Tarifstruktur leider noch nicht angepasst und die Nutzer werden mit der Tarifordnung von 2009 in die Irre geführt.

Interessant ist auch, wie viel Zeit manche Taxifahrer haben. Ein Taxifahrer aus Hamburg betreibt ein Taxi-Forum, in dem er sich am meisten selbst zu antworten scheint, des weiteren scheint er genügend Zeit zu finden, um Demonstrationen in Hamburg zu veranstalten und sich laufend bei den Behörden zu beschweren, vor allem über neue Angebote im Transportbereich, wie eben Blacklane, Wundercar und co.

Disclaimer: Ich arbeite für Blacklane, die dargelegten Informationen und Berichte geben ausschließlich meine persönliche Meinung wider.