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Here kauft Advanced Telematic Systems (ATS) für sichere Updates

Der Kartenanbieter Here kauft in Berlin zu. Das Berliner Unternehmen Advanced Telematic Systems, das sich darauf spezialisiert hat, eine Lösung für sichere Updates over-the-air (OTA) anzubieten, wandert unter das Dach von Here. Die OTA Technologie ist dafür verantwortlich, dass drahtlose Geräte, wie Fahrzeuge oder Smartphones die notwendigen Software Updates erhalten. Gleichzeitig wird die over-the-air Technologie genutzt, um Feedback von den Geräten zu senden. Elektro-Pioneer Tesla ist Vorreiter auf dem Gebiet im Automotive-Sektor, andere Player müssen jetzt nachziehen.

Geringere Kosten und hohe Sicherheit

Auf der einen Seite sind die Software Updates für Autos ein wichtiger Punkt, die mit der OTA Lösung  für sichere Updates von ATS gemeistert werden können. Das Rückspiegeln von Fahrzeugdaten in eine zentrale Dateninfrastruktur gewinnt immer mehr an Bedeutung.

Gerade bei Fahrzeugen wird es immer wichtiger, dass Bilder und weitere Sensordaten sicher und schnell an ein zentrales System gesendet werden können. Die Daten werden benötigt, um das Kartenmaterial aktuell zu halten und um eine Basis für selbstfahrende Autos zu schaffen. Bisherige Dienste und Apps nutzen Satelliten-Daten als Grundlage für die Navigation und weitere Services. In Zukunft werden diese Daten aber zu ungenau sein, da sie nicht in Echtzeit erhoben werden und da der Genauigkeitsgrad zu gering ist.

Kaufpreis nicht bekannt

Wieviel Here für ATS bezahlt hat, ist nicht bekannt. Das Startup wurde 2014 gegründet und hat bisher mehr als 12 Mio. US$ von Investoren aus Japan, den USA und Taiwan eingesammelt. Die Technologien von ATS sollen genutzt werden, um die bestehenden Dienste und Produkte von Here zu verbessern und um neue Geschäftsfelder aufzubauen.

Here investiert in die Zukunft

Die Dienste von Here kommen hauptsächlich in Fahrzeugen zum Einsatz. Etwa 100 Mio. Fahrzeuge weltweit nutzen die Kartendaten der ehemaligen Nokia Tochter. Seit dem Here von Nokia für einen Milliardenbetrag an ein Konsortium an Automobilkonzernen (BMW, Audi, Daimler) verkauft wurde, wird gefühlt viel investiert, um sich als starker Partner für autonomes Fahren und für Lieferdienst zu etablieren. Der Kartendienst muss sich auch für die Zukunft ausrichten, damit die bestehenden Kunden nicht zu Konkurrenten, wie Google abwandern.

Bild: Advanced Telematic Systems (alle Rechte vorbehalten)