Tag Archives: Taxi App

Daimler soll vor Übernahme von Taxibeat stehen

Der Autokonzern Daimler soll kurz vor der Übernahme von Taxibeat sein, einer Taxi-App aus Griechenland. Das Unternehmen hinter der Ride-Hailing App ist profitabel und soll für rund 40 Mio. Euro übernommen werden. Daimler würde durch die Übernahme im Bereich der Fahrdienstplattformen stärken.

Über die mögliche Übernahme hat zuerst das die Griechische Seite Naftenporiki berichtet. Bei Daimler würde Taxibeat ein Teil von Daimler Mobility Services werden. Unter dem Geschäftsbereich bündelt Daimler auch schon die Taxi-Apps Hailo und MyTaxi, sowie das Carsharing Angebot car2go und die App für multimodale Mobilität moovel. Vor kurzem wurde außerdem die peer-to-peer Carsharing Plattform Croove gestartet.

Taxibeat wurde im Jahr 2011 gegründet und hat bisher weniger als 7 Mio. Euro Finanzierung eingesammelt, unter anderem von Openfund und Hummingbird Ventures. In den letzten Jahren konnte das Unternehmen trotz Krise in Griechenland ein starkes Wachstum verzeichnen. Taxibeat konnte zuletzt eine Wachstumsrate von 180% über den Zeitraum von einem Jahr vorweisen. Bei dem griechischen Anbieter kann der Fahrgast den Fahrer direkt aussuchen, wenn er möchte.

Taxibeat gehört zu den kleineren Anbietern und ist nur in Griechenland und Peru aktiv. Durch den Fokus auf die zwei Märkte konnte das Unternehmen die Profitabilität erreichen, da keine hohen Kosten für einen Anlauf in neuen Städten anfallen. In Griechenland sind auf der Plattform 7000 Taxifahrer registriert und 850.000 Nutzer sind registriert. In Peru kommt Taxibeat auf 15.000 registrierte Fahrer und 800.000 Nutzer, die die App heruntergeladen haben.

In den letzten Monaten und Jahren hat sich einiges auf dem Markt der Mobilitätsdienstleister getan. Grundsätzlich wird sich das Mobilitätsverhalten vor allem Städten stark verändern. In der Zukunft wird der private Autobesitz zurückgehen und die Nachfrage nach alternativen Moblitätsdiensten wird steigen. Zuerst werden Carsharing und Ridesharing Dienste diese Lücke ausfüllen, später werden autonome Ride-Hailing Dienste wichtiger werden.

Startups wie Uber, Didi und Lyft investieren Summen in Milliardenhöhe, um globale Fahrdienstplattformen aufzubauen. Kleinere Anbieter, wie eben Taxibeat, werden aufgekauft oder geben auf. Etablierte Automobilkonzerne beteiligen sich an Anbietern von Mobility Services oder übernehmen diese komplett. Der Volkswagenkonzern hat sich mit 300 Mio. Euro an Gett beteiligt, General Motors ist Investor bei Lyft. Renault hat die Fahrdienst Plattform Karhoo aus der Insolvenz übergenommen, Ford hat den Shuttle Dienst Chariot übernommen.

Daimler hat schon recht früh die Relevanz von Mobility as a Service Angebote erkannt. Bereits 2012 hat sich Daimler an myTaxi beteiligt und im Jahr 2014 komplett übernommen. Im gleichen Atemzug wurde die Übernahme von RideScout veröffentlicht Im letzten Jahr kam die Mehrheitsbeteiligung an der Taxi-App Hailo hinzu. Um in Zukunft unabhängiger vom Verkauf von Mercedes Fahrzeugen zu sein, hat der Konzern die Strategie CASE beschlossen. Mobilitätsdienstleistungen, wie Carsharing und Ride-Hailing sind elementarer Bestandteil von CASE.

Bild: Taxibeat (alle Rechte vorbehalten)

Carzapp insolvent, TaxiOS von Flywheel, Shuttl mit Minibussen für Indien

Kurznachrichten: CarZapp ist insolvent. Fahrservice mit Minibussen Shuttl sammelt 20 Mio. US$ ein. Flywheel erweitert TaxiOS. Facebook integriert Uber in den Messenger.

Carzapp ist insolvent

Das Berliner Startup Carzapp hat in der vergangenen Woche den Antrag auf ein Insolvenzverfahren gestellt. Das Unternehmen wurde 2012 gegründet. Ziel war es, ein intelligentes Schließsystem zu entwickeln, das nachträglich in Autos eingebaut werden kann, um  Carsharing zwischen Privatpersonen ohne Schlüsselübergabe zu ermöglichen. Später wurde das Produkt erweitert und für unterschiedliche Zielgruppen angeboten. Zwischenzeitlich wurde auch eine Carsharing Plattform für Peer-to-Peer Carsharing betrieben. Carzapp hat über Seedmatch 250.000 Euro von der Crowd eingesammelt. (via Gründerszene)

Das indische Startup Shuttl sammelt 20 Mio. US$ ein

Das indische Startup Shuttl hat nur acht Monate nach dem Start eine Finanzierung in Höhe von 20 Mio. US$ eingesammelt. Investiert haben Lichtspeed, Sequoia und Times Internet. Shuttl bietet einen Fahrservice mit klimatisierten Minibussen an. Die Nutzer können über die Smartphone App eine Route finden und ein Ticket kaufen. Bisher betreibt das Startup in Delhi 50 Routen mit 500 Bussen. Pro Tag werden 15.000 Fahrgäste befördert. Die Routen werden anhand der Nachfrage der Kunden ausgerichtet. Das Unternehmen will seine Technologie weiterentwickeln, um die Routen zu optimieren und die Auslastung zu erhöhen. Der öffentliche Nahverkehr in Indien ist bisher ineffizient, da hat Shuttl gute Chancen, erfolgreich zu sein. Shuttl möchte seinen Service schnell in andere Städte bringen. Konkurrent ist das mit Milliarden finanzierte Startup Ola. (via Techcrunch)

Flywheel weitet sein TaxiOS aus

Im Oktober hat Flywheel seine TaxiOS Plattform in San Francisco testweise gestartet. Jetzt wird die Plattform auf ganz Kalifornien erweitert. Mit TaxiOS können herkömmliche Taxi-Fahrer den Fahrpreis via GPS-Daten berechnen. Außerdem werden mittels TaxiOS die Fahrten elektronisch übermittelt,  Zahlungen abgerechnet und der Fahrer kann das System zur Navigation nutzen. In den letzten Monaten wurde das System dank des Feedbacks der Fahrer weiterentwickelt. Wettbewerber von Flywheel sind Arro und Way2Ride. Alle Unternehmen setzen auf die Vermittlung von herkömmlichen Taxis. Dadurch wollen sie sich von Uber und Lyft abgrenzen. (via TechCrunch)

Uber lässt sich über Facebook Messenger bestellen

Facebook hat damit begonnen, die Funktionen des Messenger zu erweitern. Ausgewählte Nutzer können über den Facebook Messenger ein Uber bestellen.  Der Nutzer muss den Messenger nicht mehr verlassen, um ein Uber zu buchen. Die Fahrt kann direkt im Messenger geordert werden. Ebenso kann das Ziel eingegeben werden und der Fahrer verfolgt werden. Uber kann auch den Messenger nutzen, um direkt mit dem Kunden zu kommunizieren. (via Venturebeat)

Bild: Shuttl.com (alle Rechte vorbehalten)

 

Lyft will 500 Mio. Dollar einsammeln und Umsatz-Milliarde knacken

Das amerikanische Ridesharing-Startup Lyft, das in den USA mit Uber konkurriert, will in einer aktuellen Finanzierungsrunde eine Summe von 500 Mio. US$ aufnehmen. Außerdem ist das Unternehmen auf dem Weg, die Umsatzmilliarde auf Jahresbasis zu knacken.

Lyft will die Summe von 500 Mio. US$ bei einer Bewertung von etwa 4 Milliarden US$ einsammeln. Bei der letzten Finanzierungsrunde wurde das Startup mit 2.5 Milliarden US$ bewertet.

Lyft bisher nur in den USA aktiv

Lyft wurde im Jahr 2012 gegründet und ist bisher nur in den USA aktiv. Vor kurzem wurde eine Kooperation mit der chinesischen Taxi-App Didi bekanntgegeben. So können die Nutzer der beiden Dienste den jeweils anderen Dienst nutzen, ohne sich nochmal registrieren zu müssen. In den USA ist die Taxi-Alternative in 190 Städten aktiv. Lyft bietet auch einen Car-Pooling Service an. Bei Lyft Line teilen sich mehrere Fahrgäste ein Fahrzeug und zahlen dafür einen geringeren Fahrpreis.

Im Oktober wurden auf der Lyft Plattform 7 Millionen Fahrten abgewickelt, das sind etwa 230.000 Fahrten pro Tag. Im kommenden Jahr soll die Umsatzmilliarde geknackt werden. Von dem Betrag wird der Großteil an die Fahrer ausbezahlt.

Umsatz mit Rabattaktionen erkauft

Laut Unternehmensgründer Zimmer hat Lyft in der San Francisco Bay Area einen Marktanteil von 40 %. In New York wurde der Marktanteil in den letzten vier Monaten verdreifacht. Die Marktanteile werden mit Rabattaktionen erkauft. In Los Angeles werden die Fahrten zum halben Preis angeboten, in New York werden Car-Pooling Fahrten für 5 US$ angeboten.

Flywheel kündigt TaxiOS Betriebssystem für Taxis an

Bisher war Flywheel als Taxi-App bekannt, über die von Nutzern per App Taxis gebucht werden können. Ähnlich wie Flywheel funktioniert der deutsche Anbieter MyTaxi. Nun hat das amerikanische Startup ein TaxiOS Betriebssystem vorgestellt, dass die Funktionen der bestehenden Taxameter übernehmen soll und gleichzeitig als Navigationssystem genutzt werden kann. Auch das Bezahlen soll über TaxiOS möglich sein. Flywheel möchte mit TaxiOS also dem teilweise überholten Gerätewirrwarr in den Taxis Einhalt gebieten.

Test in San Francisco mit virtuellem Taxameter

Bisher testen 50 Taxis in San Francisco das neue Betriebssystem von Flywheel, der Pilottest wird von der lokalen Transportbehörde Municipal Transportation Agency überwacht. Demnächst soll das neue System auch in New York eingesetzt werden. In New York wäre es das erste genehmigte Taxameter System, das Smartphone basiert ist. Die New Yorker Transportbehörde hat einem Test von Smartphone-basierten Wegstreckenzählern und Bezahlsystemen zugestimmt.

Bisher erhalten die Taxameter den Wegimpuls vom Fahrzeug und berechnen darauf basierend die zurückgelegt Strecke. Bei TaxiOS wird die Strecke basierend auf den vom Smartphone übermittelten GPS Daten berechnet. Bisher wurde diese Methode von den Behörden abgelehnt, auch in Deutschland.

Noch viermal mehr Taxi als Uber-Fahrten

Flywheel erhofft sich durch das umfassende System einen erheblichen Anteil im klassischen Taximarkt zu sichern. Der traditionelle Taximarkt wird derzeit von neuen Mietwagenservices wie Uber und Lyft angegriffen. In den meisten Städten werden immer noch mehr Taxifahrten als Fahrten mit den innovativen Ridesharingservices durchgeführt. Die neuen Fahrdienste wachsen aber schnell und holen auf. Die Anzahl der durch Uber in New York vermittelten Fahrten hat sich innerhalb eines Jahres auf 100.000 Fahrten pro Tag vervierfacht. Taxis in New York führen täglich mehr als 400.000 Fahrten durch, was einem Einbruch von 11% im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Erstes System für alle Taxifunktionen

Das System von Flywheel ist das erste, das Fahrpreisberechnung, Fahrtzuweisung, Bezahlung und Navigation in einem System vereinigt. Bisher war Flywheel nur als App bekannt, über die ein reguläres Taxi per Knopfdruck bestellt werden kann. Jetzt können die Fahrer das System auch dazu nutzen, den Fahrpreis zu berechnen und abzurechnen.

Bild: Taxi Meter – $4.90 von pixonomy (bestimmte Rechte vorbehalten)

Porsche mit Elektroauto, 500 Mio. für Taxi App, CEO für Google Car

Kurznachrichten: Google stellt CEO für Google Car Projekt ein. Die indische Taxi-App Ola will mehr als 500 Mio. US$ einsammeln. Der Sportwagenbauer Porsche stellt auf der IAA eine Studie eines Elektroautos vor, das gegen den Tesla S antreten soll.

Google stellt erfahrenen CEO für Fahrzeugprojekt ein

Google stellt für das Projekt, das selbstfahrende Autos entwickelt, einen neuen CEO ein. Der erfahrene Automanager John Krafcik wird die Leitung übernehmen. John Krafcik war in seiner bisherigen Karriere Manager unter anderem bei den Automobilherstellern Ford und Hyundai. Das ein CEO für das Google Car Projekt eingestellt wird, deutet darauf hin, dass sich das bisherige Experiment weiter in Richtung wirtschaftliches Unterfangen entwickelt. Bisher war das Projekt ein Teil der Forschungsabteilung Google X. Google hat im letzten Jahr angekündigt, dass einige hundert selbstfahrende Auto gebaut werden sollen. Die Fahrzeuge werden zu Testzwecken eingesetzt. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen die selbstfahrenden Fahrzeuge mit einem Partner kommerziell produziert und verkauft werden.  (via New York Times)

Indische Taxi-App Ola holt sich bis zu 500 Mio. US$

Es sieht so aus, als wird in den Transport-App Markt in Asien weiteres Geld investiert. Die indische Taxi-App Ola will mehr als 500 Mio. US$ bei einer Bewertung von um die 5 Milliarden US$. Bisher fließen sicher weitere 225 Mio. US$ in das Unternehmen, in den nächsten Wochen soll die Summe auf über 500 Mio. US$ steigen. Erst im April diesen Jahres wurden 400 Mio. US$ eingesammelt.
In der letzten Woche haben wir darüber berichtet, dass mehrere Milliarden US$ in Transport-Apps geflossen sind, die in China aktiv sind. Ola experimentiert in Indien mit unterschiedlichen Transport. und Logistik-Dienstleistungen. Unter anderem wird ein Same-Day Delivery Service und ein Lieferdienst für Essen angeboten. Heute wurde bekannt, dass OLA ein Leasing Programm für Fahrer gestartet hat. Ola ist das größte app basierte Transportnetzwerk in Indien. In den insgesamt über 100 Städten kann Ola mehr als 250.000 registrierte Fahrer vorweisen. (via Techcrunch)

Porsche will Tesla mit eigenem Elektroauto angreifen

Auf der IAA hat der Sportwagenbauer Porsche eine Elektroauto-Studie mit dem Namen Mission-E vorgestellt. Die Serienversion des viersitzigen Fahrzeugs soll im Jahr 2018 auf den Markt kommen. Das Elektroauto von Porsche soll in 3,5 Sekunden von null auf 100 Kilometer pro Stunde beschleunigen. Die Leistung der vier Elektromotoren wird mit 440 Kilowattstunden angegeben. Der Akku soll für 500 Kilometer Reichweite reichen. Die Daten weisen darauf hin, dass das Model Tesla S mit dem neuen Fahrzeug attackiert werden soll. Das Bedien-Konzept ist Tesla angelegt. Anstatt mit Schaltern und Drehreglern werden die Funktionen des Fahrzeugs per Touch-Display bedient. Damit der Akku innerhalb von 15 Minuten auf 80% der Kapazität geladen werden kann,  will Porsche eine 800-Volt Technik einsetzen. Ist die Frage, ob es dafür eine ausreichende Infrastruktur geben wird. (via Business Insider)

Bild: Ambassador taxi von shankar s. (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten über selbstfahrende Autos, Amazon testet Lieferservice für Essen

Kurznachrichten: Amazon testet Lieferservice für Restaurants in Seattle. Der Ridesharing Dienst Uber steckt weiter Geld in die Forschung von selbstfahrenden Autos. Ola bietet seine Bezahlfunktion auch für andere Apps an. Apple schnappt sich weiteren Experten für selbstfahrende Fahrzeuge von Tesla.

Uber weitete seine Forschung über selbstfahrende Autos aus

Das amerikanische Ridesharing Startup Uber weitet seine Forschungsbemühungen mit selbstfahrenden Fahrzeugen aus. Uber hat angekündigt, mit der University of Arizona zu kooperieren, um dem Ziel von fahrerlosen Autos näher zu kommen. Laut Brian McClendon geht es um Weiterentwicklung der Kameratechnologien, die verwendet wird, um detailgetreue Karten und Sicherheits-Features zu erstellen. Uber unterstützt auch schon Forscher an der Carnegie-Mellon University in Pittsburgh, die sich mit selbstfahrenden Autos beschäftigen. In Arizona wird Uber vom Gouverneur unterstützt, die Gesetze wurden abgeändert, damit Uber-Fahrer keine gewerblichen Lizenzen benötigen. Das Ziel von Uber ist es, selbstfahrende Autos einzusetzen, um sich die Kosten für die Fahrer zu sparen.  (via abc News)

Tesla Ingenieur für selbstfahrende Autos wechselt zu Apple

Die Anzeichen verdichten sich weiter, dass Apple an einem selbstfahrendem Auto arbeitet. Nun ist ein erfahrener Manager vom Elektroauto-Hersteller Tesla zu Apple gewechselt. Das LinkedIn Profil von Jamie Carlson gibt an, dass er Tesla verlassen hat und zu Apple gewechselt ist. Apple baut seit geraumer Zeit ein Team mit Experten für die Entwicklung von selbstfahrenden Autos auf. Im letzten Monat kamen auch Berichte auf, dass Apple an der Technologie des BMW i3 Interessiert ist, um diese als Plattform für ein eigenes Auto zu nutzen. (via Reuters)

Amazon testet Lieferservice für Restaurants

In Seattle testet der amerikanische E-Commerce Konzern Amazon einen Lieferservice für von Restaurants zubereiteten Essen. Der Test kann als Zeichen gedeutet werden, dass Amazon bald in den Markt der Lieferdienste für zubereitete Mahlzeiten einsteigt. Der neue Service wird über den Same-Day Delivery Service Prime Now abgebildet. Die Prime Now Fahrer holen die Mahlzeiten bei den Restaurants ab und liefern sie zur gewünschten Adresse. Amazon wurde in einen umkämpften Markt einsteigen. Wettbewerber in den USA sind unteranderem GrubHub, Caviar, Peachd usw. In Deutschland sind Unternehmen wie Foodora, Food Express oder Deliveroo in dem Metier unterwegs. (via GeekWire)

Taxi App Ola bietet Bezahlfunktion in anderen Apps an

Die indische Taxi-App Ola bietet seinen Bezahlservice auch für andere Apps und Unternehmen an. Mit Ola Money können auch Einkäufe und Rechnungen bei Anbietern wie Lenzkart, der Hotelkette OYO Rooms oder dem Streamingdienst Saavn bezahlt werden. Seit letztem Jahr müssen die über eine App bestellten Taxifahrten per digitalem Geldbeutel bezahlt werden, eine Kreditkartenzahlung ist nicht mehr möglich. Es muss also ein Geldbetrag auf ein digitales Konto geladen werden, von dem aufgeladenen Guthaben wird der Betrag bei jeder Bezahlung abgezogen. Ola kooperiert mit Zipcash, um diese Voraussetzung zu erfüllen. Ola Money Nutzer sollen mit Rabatten von teilnehmenden Partnern belohnt werden, wenn sie den Service nutzen. (via TechCrunch)

Bild: Getmobility.de (bestimmte Rechte vorbehalten)

GrabTaxi sammelt 350 Mio. US$ ein

Die Taxi-App GrabTaxi, die in Südost-Asien populär ist, erhält einen Finanzierungsrunde in Höhe von 350 Mio. US$. Interessanterweise investiert auch das Unternehmen hinter der größten chinesischen Taxi-App Didi Kuaidi in die Taxi-App aus Südost-Asien. Neben Didi Kuaidi haben auch die China Investment Cooperation (CIC) und Altinvestoren in das Startup investiert. GrabTaxi hat somit mehr als 650 Mio. US$ seit der Gründung eingesammelt.

Weitere Konsolidierung unter den Taxi-Apps?

Interessant ist, dass Didi Kuaidi aus der Fusion der beiden größten Taxi-Apps in China hervorgegangen ist. Bestehen Pläne, GrabTaxi zu übernehmen, um die Reichweite in Südostasien auszubauen? Dieses Szenario wird bisher von GrabTaxi dementiert.

Es ist davon auszugehen, dass wir auf dem umkämpften Markt der Taxi- und Fahrdienst-Apps eine weitere Konsolidierung sehen werden. GrabTaxi und Didi Kuaidi teilen sich mit CIC und SoftBank bereits zwei Investoren und Didi Kuaidi ist direkt an GrabTaxi beteiligt. Diese Konstellation ist interessant und dürfte auf einen Zusammenschluss hinauslaufen.

Beide Unternehmen verfolgen das gleiche Ziel und wollen die Marktführerschaft in der jeweiligen Region ausbauen. Auch das amerikanische Unternehmen Uber zählt zum ausgesprochenen Feind beider Unternehmen.

GrabTaxi mit 1 Mio. Fahrten am Tag

GrabTaxi wurde 2012 in Malaysia gegründet und ist mit unterschiedlichen Mobilitätsdienstleistungen in 26 Städten aktiv. Am Anfang wurden Fahrten mittels App an lizensierte Taxifahrer vermittelt. Später kam die Vermittlung von Ridesharing-Fahrten hinzu. Die Finanzierung soll für die weitere Expansion und den Aufbau von neuen Dienstleistungen verwendet werden.

Das Unternehmen gibt an, dass 110.000 Fahrer auf der Plattform aktiv sind und dass jede Sekunde 11 Buchungen durchgeführt werden. Pro Tag werden also fast 1 Mio. Fahrten vermittelt. Die App wurde mehr als 6 Mio. Mal heruntergeladen.

Weitere Finanzierung für Uber

Auch Uber hat eine weitere Finanzierung in Millionenhöhe erhalten. Der Tata Opportunities Fund investiert in das Ridesharing-Unternehmen, um einen schnelleren Ausbau von Uber in Indien zu ermöglichen. Wie viel Tata in Uber investiert hat, ist nicht bekannt. Uber hat schon mit Baidu einen strategischen Investor für die Expansion in China an Board geholt. Tata soll al strategischer Investor die Expansion in Indien beflügeln.

Größter Uber-Konkurrent in Indien ist Ola Cabs. Ola Cabs wurde auch von SoftBank finanziert. Wie bereits angemerkt, ist SoftBank in GrabTaxi und Didi Kuaidi investiert und könnten an einen Konsolidierung seiner Investments interessiert sein. Bleibt abzuwarten, ob die Verbindung zwischen Ola, Didi Kuaidi und GrabTaxi ausgebaut wird.

Bild: GrabTaxi von Jon Russel (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: Nokia will Here verkaufen, EU will Taxi-Markt prüfen, Ola mit Finanzierung

Kurznachrichten: Nokia will den Kartendienst Here verkaufen, deutsche Automobilhersteller und Uber werden als Interessenten genannt. Die EU will den deutschen Taxi-Markt nach einer Beschwerde von Uber prüfen. Die indische Taxi-App Ola sammelt 310 Mio. US$ ein. Der Münchner Autohersteller BMW startet mit der BMW Startup Garage einen Startup Accelerator.

Nokia will HERE Kartenservice verkaufen

Der finnische Nokia Konzern möchte den Kartenservice Here loswerden, um sich in Zukunft auf die Netzwerktechnik fokussieren zu können. Nokia hat potentielle Interessenten kontaktiert, darunter befindet sich auch der Ridesharing Anbieter Uber. Eine Gruppe an deutschen Autoherstellern soll auch Interesse an Here bekundet haben. Uber hatte bereits vor kurzem den Kartenanbieter deCarta übernommen, um unabhängiger von Google Maps zu werden. Nokia möchte für Here laut Medienberichten mehr als 4 Milliarden US$ haben, der Service wird aber nur auf ca. 2 Milliarden US$ geschätzt. (via Bloomberg)

Ola Cabs Taxi-App mit neuer Finanzierung

Über Ola Cabs, die führende Taxi App aus Indien haben wir schon mehrmals berichtet. Nun schließt Ola eine große Finanzierungsrunde im dreistelligen Millionenbereich ab. Von DST Global, Tiger Global und weiteren Investoren fließen 314 Mio. US$ in das Unternehmen. Die Finanzierungsrunde ist der nächste Schritt im Konkurrenzkampf zwischen den Taxi Apps Uber und Ola. Vor kurzem hatte Ola den kleineren Wettbewerber TaxiForSure für 200 Mio. US$ übernommen und einen Lieferdienst für Essen gestartet. Ola wurde in der Runde mit etwa 2.4 Milliarden US$ bewertet. Erst letzten Oktober flossen mehr als 200 Mio. US$ in einer Finanzierungsrunde, die von SoftBank angeführt wurde. (via Financial Times)

BMW startet BMW Startup Garage

BMW startet mit der Startup Garage einen eigenen Accelerator für innovative Startups aus dem automotive Bereich. Vor allem die Prozesse der Zusammenarbeit, vor denen in der Vergangenheit viele Startups zurückgeschreckt sind, sollen durch die BMW Startup Garage vereinfacht und beschleunigt werden. Bisher war es für junge Unternehmen mit innovativen Ideen schwierig, an den Großkonzern heranzutreten. Die aufgenommenen Startups durchlaufen ein mehrmonatiges Förderprogramm. Für Startups wichtige Informationen, z.B. wie viel Anteile abgegeben werden müssen und ob auch finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden, wurde nicht kommuniziert.BMW ist schon mit der VC Gesellschaft BMW i Ventures an einigen Startups aus dem Mobilitätsbereich beteiligt, vor kurzem kamen Gerüchte über einen Einstieg von BMW beim Ridesharing Dienst und Taxi-Alternative WunderCar auf. (via BMW Group)

EU -Kommission prüft Beschwerde von Uber

Nach dem Verbot durch das Landgericht Frankfurt hat sich Uber bei der EU-Kommission beschwert. Nun hat die EU-Kommission auf Anfrage mitgeteilt, dass die Klage geprüft wird. Ob ein Verfahren eröffnet wird, das in einer Anklage wegen Verstoß von Ländern wie Deutschland oder Frankreich gegen den EU Vertrag enden kann, wurde nicht bekannt. Die Kommission betont zwar, dass neue Anbieter die lokalen Regeln nicht umgehen dürfen. Diese müssen allerdings den europäischen Vorgaben für Verhältnismäßigkeit, Gleichbehandlung und Niederlassungsfreiheit entsprechen. Uber bietet in Deutschland unter anderem den Fahrdienst UberPOP mit Privatpersonen an, der im März verboten wurde, nachdem die Taxi-Vereinigung geklagt hatte. Auch die zuständige Kommissarin hat sich für eine einheitliche europaweite Regulierung von Ridesharing Diensten und Taxi-Alternativen ausgesprochen. (via heise online)

 Bild: Taxi, Nachtfahrt von blue-news.org (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: Lyft Finanzierung, Carsharing, Ridesahring Fahrer Angestellte oder Freiberufler?

Kurzübersicht der aktuellen Meldungen aus den Bereichen Carsharing und Ridesharing. Das Ridesharing Unternehmen Lyft sammelt mehr als 500 Mio. US$ ein, Jury muss entscheiden, ob die Fahrer der Ridesharing Netzwerke als Angestellte oder selbstständige Unternehmer zu sehen sind. Der Carsharing Anbieter car2go spendiert den Fahrzeugen ein Technik-Update, so dass die Fahrzeuge per App zu öffnen sind.

Lyft sammelt mehr als 500 Mio. US$ ein

In letzter Zeit haben wir schon mehrmals darüber berichtet, nun ist es soweit. Das amerikanische Ridesharing Startup Lyft sammelt in einer weiteren Finanzierungsrunde einen Betrag von 530 Mio. US$ ein und wird dabei mit mehr als 2.5 Milliarden US$ bewertet. Die Finanzierungsrunde wurde von dem japanischen E-Commerce Unternehmen Rakuten angeführt. Das zusätzliche Investment soll Lyft im Wettbewerb gegen Uber mehr Luft verschaffen. Laut Lyft Mitgründer und Präsident John Zimmer soll das Kapital genutzt werden, um Uber Marktanteile in den USA abzugewinnen. Ende des Jahres soll eine Internationalisierung stattfinden, Lyft will dabei von Uber lernen und profitieren. (via Wall Street Journal)

Car2Go zieht nach – Auto öffnen per App

Nachdem im letzten Jahr DriveNow die Funktion eingeführt hat, dass die Carsharing Fahrzeuge per Smartphone-App zu öffnen und zu schließen sind, zieht Carsharing-Anbieter Car2Go nun nach. Kleine Unterschiede gibt es aber weiterhin. Bei Anbieter DriveNow lassen sich alle Fahrzeuge mit Smartphone oder Kundenkarte öffnen, bei car2go gibt es Einschränkungen. Die älteren Fahrzeuge können anscheinend nicht mit einem Software-Update auf den neusten Stand gebracht werden und die neuen Fahrzeuge scheinen nicht mit der Kundenkarte kommunizieren zu können. Entweder lassen sich die Fahrzeuge ausschließlich mit dem Smartphone öffnen oder ausschließlich mit der Kundenkarte. Zu erkennen sind die neuen Fahrzeuge mittels blauem „Smartphone only“ Aufkleber. Zuerst sollen Fahrzeuge in Wien und Hamburg ausgetauscht werden, die anderen Städte folgen später. (via car2go)

Jury entscheidet darüber, ob Uber und Lyft Fahrer als Angestellte zu sehen sind

Gegen Uber und Lyft laufen in Kalifornien zwei Gerichtsverfahren, die klären sollen, ob die Fahrer der beiden Netzwerke als Angestellte oder unabhängige Partner anzusehen sind. In beiden Fällen muss nun eine Jury die Entscheidung treffen. Sollte die Jury zu dem Ergebnis kommen, dass die Fahrer als Angestellte zu sehen sind, hätte das gravierende Folgen für das Business Model der beiden Unternehmen. Uber und Lyft müssten für Zusatzleistungen, Verdienstausfälle und Versicherungen der Fahrer bezahlen. Die Fahrer-Seite argumentiert, dass sie sich an bestimmte Regeln halten müssen, den Preis nicht selber festsetzten können und auch gefeuert werden können. Die Gegenargumente von Uber und Lyft beziehen sich auf die frei wählbaren Arbeitsstunden und deren Häufigkeit. Die Fahrer der Ridesharing Plattformen sind auch nicht an eine Plattform gebunden. Die Richter sind sich bisher noch uneinig, ob es sich bei den Fahrern um Angestellte oder selbstständige Unternehmer handelt. Die Entscheidung könnte auch Auswirkungen auf weitere Sharing Economy und on-demand Unternehmen haben, die auf unabhängige Partner setzen. (via Forbes)

Uber scheint weiter wenig Nutzer in Berlin zu finden

Der Taxi-Dienst Uber bietet in diesen Tagen den UberTaxi Service in Berlin für Neu- und Bestandskunden kostenlos an. Nutzer in Berlin können über die App bis zu fünf Taxi-Fahrten kostenlos buchen. Der Schritt kann als Zeichen gewertet werden, dass Uber auch zwei Jahre nach Marktstart über zu wenig Nutzer verfügt. Normalerweise werden Fahrten bei Markteintritt verschenkt, um schnell neue Nutzer zu finden. Warum Uber in den meisten deutschen Städten wenig Nutzer finden dürfte, liegt an dem guten öffentlichen Nahverkehr, der hohen Verfügbarkeit von Taxen und an bürokratischen Herausforderungen. (via Firmenpresse)

Bild: Car2Go Austin 2011 von Denis Bocquet (bestimmte Rechte vorbehalten)

Taxi-Apps Didi Dache und Kuaidi Dache schließen sich zusammen

Laut Reuters schließen sich die beiden chinesischen Taxi-Apps Didi Dache und Kuaidi Dache in einer Fusion zusammen. Durch die Fusion der beiden führenden Taxi-Apps entsteht der weltweit größte Smartphone basierte Transportservice.

Wie das Unternehmen nach der Fusion heißen wird, ist noch unklar. Die Marken der beide Unternehmen könnten erstmal erhalten bleiben. Nach dem Zusammenschluss wird das Unternehmen mit 6 Milliarden US$ (entspricht 5.3 Milliarden €) bewertet. Weitere Informationen sollen nach dem Chinesischen Neujahrsfest publiziert werden.

Interessant an dem Zusammenschluss ist, dass die beiden chinesischen Internet-Giganten Tencent und Alibaba der Fusion zugestimmt haben. Tencent ist bei Didi Dache als Investor an Board, Kuaidi Dache wird von Alibaba finanziert. Tencent und Alibaba galten bisher als Erzfeinde, so dass eine Zusammenarbeit undenkbar war.

Die beiden Unternehmen verfügen über einen Marktanteil in China von mehr als 90%. In den letzten Jahren seit Start im Jahr 2012 haben sich die beiden Unternehmen einen erbitterten Preiskampf geleistet, um neue Kunden zu gewinnen. Mehr also 150 Mio. Chinesen nutzen ihr Smartphone, um über eines der beiden Netzwerke ein Taxi zu bestellen.

Gemeinsam haben die beiden Unternehmen mehr als 1 Milliarde US$ von Privat-Investoren eingesammelt. Didi hat im letzten Dezember 700 Mio. US$ von Tencent und DST eingesammelt. Kuaidi hat mehr als 600 Mio. US$ von Softbank, Tiger Global und Alibaba eingesammelt.

Die Fusion soll auch im Kampf gegen Uber helfen. Uber ist seit 2013 in China aktiv und vermittelt lizensierte Chauffeure anstatt Taxifahrer. Ende letzten Jahres hat der chinesische Suchmaschinen-Konzern Baidu etwa 600 Mio. US$ in das amerikanische Unternehmen investiert und angekündigt, das Unternehmen bei einem schnelleren Marktausbau zu unterstützen. Bleibt abzuwarten, ob sich das fusionierte Unternehmen an eine Internationalisierung wagt, oder ob weiterhin ausschließlich auf den chinesischen Markt gesetzt wird.

Kuaidi Investor Softbank hat auch bei weiteren internationalen Taxi-Apps hohen Summen investiert, darunter GrabTaxi aus Süd-Ost-Asien und Ola aus Indien. Weitere Fusionen im asiatischen Raum könnten also bevorstehen.

Bild: favorite taxi von Ernie (bestimmte Rechte vorbehalten)