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Fahrdienst mit Motorrädern in Afrika: Taxify und Uber starten Services

In Afrika treten die beiden Mobility Plattformen Taxify und Uber gegeneinander an, jetzt haben beide Unternehmen zeitgleich einen Fahrdienst mit Motorrädern gestartet. Der Dienst kann wie gewohnt über die jeweilige App gebucht werden. Uber hat schon in Asien mit einem ähnlichen Dienst experimentiert und ganz am Anfang auch in Paris. Für Taxify ist es der erste Service dieser Art.

Bevorzugtes Transportmittel in Afrika


Bei Taxify heißt der neue Dienst mit Motorrädern schlicht Boda. In Ostafrika werden Motorradtaxis Boda Boda genannt, sie sind häufig das Mittel der Wahl, um von A nach B zu kommen. Das Unternehmen will mit dem Schritt etwas mehr Ordnung in ein chaotisches System bringen und dafür sorgen, dass die Motorradtaxis leichter zugänglich sind. Die durchschnittliche Anfahrtszeit soll in Nairobi bei unter vier Minuten liegen. Der Fahrpreis für den Ride-Sharing Dienst mit Motorrädern ist mehr als 50 Prozent günstiger als ein vergleichbarer Dienst mit Autos.

Sicherheit im Fokus

Taxify legt großen Wert auf Sicherheit. Es werden nur Fahrer aufgenommen, die von den lokalen Transport- und Sicherheitsbehörden lizenziert wurden und über drei Jahre Erfahrung haben. Die Motorräder dürfen nicht älter als drei bis vier Jahre sein, um für den Dienst zugelassen zu werden. Die Fahrer werden mit zwei Helmen ausgestattet und einem Headset für die Navigation per Sprachbefehle.

Uber startet in Uganda

Mitbewerber Uber startet seinen Motorraddienst in Uganda. Das Unternehmen hat sich die Hauptstadt Kampala ausgesucht, wo Fahrdienste mit Zweirädern äußerst beliebt sind. Ähnlich wie bei Taxify werden die Fahrer zum Thema Sicherheit geschult und müssen über die nötigen Lizenzen verfügen. Auch von Uber werden die Fahrer mit Helmen und Warnwesten ausgestattet. Zu Beginn startet der Fahrdienst in Kampala mit etwa 100 Fahrern, die Zahl dürfte schnell wachsen. In der Hauptstadt Ugandas waren pro Woche schätzungsweise fast 2 Millionen Fahrten durchgeführt.

Lokale Mitbewerber seit längerem aktiv

Einige lokale Mitbewerber sind mit einem Motorrad-Dienst schon in Afrika aktiv. In Ruanda ist das Startup SafeMotors seit 2015 unterwegs. Ein weiterer lokaler Wettbewerber ist die Smartphone-App SafeBoda, die bereits seit 2014 in Kampala, Uganda aktiv ist. Wie der Name beider Unternehmen schon sagt, wird viel Wert auf Sicherheit gelegt. Die Fahrer müssen erst unterschiedliche Trainings durchlaufen, bevor sie Fahrgäste transportieren dürfen. Außerdem erhalten sie Helme und Warmwesten. Die Smartphones der Fahrer werden genutzt, um Daten über die Bremsvorgänge zu sammeln. Diese werden wiederum genutzt, um die sichere Fahrweise der Fahrer zu fördern.

Bild: Taxify (alle Rechte vorbehalten)

Fahrdienst: Taxify expandiert weiter und sucht neue Finanzierung

Die ersten Jahre seit der Gründung lief der Fahrdienst Taxify eher unter dem Radar. Das Unternehmen aus Estland hat sich auf Afrika und ein paar Osteuropäische Länder fokussiert. Das änderte sich rapide, nachdem die Chinesische Mobilitätsplattform Didi einen mehrstelligen Millionenbetrag in das Unternehmen investiert hat. Taxify ist seitdem in mehreren europäischen Ländern gestartet und sogar nach Australien expandiert.

Fahrdienst plant weitere Expansion in 2018

In 2018 soll die Expansion weitergehen – Ingesamt soll der Dienst in weiteren 20 Ländern gestartet werden. Fokus liegt dabei auf den Großstädten, in denen Konkurrenten wie Uber schon aktiv sind. Taxify hat gute Erfahrungen damit gemacht, in Märkte zu gehen, die schon von anderen Anbietern bespielt werden. Nutzern und Fahrern ist in diesen Märkten das Konzept bekannt, was Taxify sich zum Vorteil macht. Kunden lassen sich günstiger einkaufen und die Fahrerbasis wächst schneller. Für beide Seiten ist Taxify attraktive, da die Fahrpreise niedriger sind und die Fahrer einen höheren Anteil der Umsätze erhalten.

Taxify will von Uber profitieren

Die negativen Schlagzeilen um die weltweit aktivste Plattform Uber werden bei Taxify die Expansionspläne befeuern. Die Taxi-App will die Probleme nutzen, um schneller zu wachsen. Als neue Stadt ist in den vergangen Tagen Lissabon hinzugekommen, zuvor ging es schon in Wien, Paris und Sydney los.

In London musst Taxify nach ein paar Tagen den Betrieb wieder einstellen, da die TfL das Vorgehen nicht genehmigt hat. Taxify hatte einen lizensierten Taxi-Betrieb übernommen und gehofft, so den langwierigen Prozess der TfL zu umgehen. Die TfL hat das anders gesehen und Taxify wartet seitdem auf die Freigabe. Nicht nur Taxify, auch Via und Chariot warten auf eine Genehmigung für die Britische Hauptstadt.

Übernahme durch Didi?

Um das weitere Wachstum zu finanzieren, will Taxify eine weitere Investmentrunde abschließen. Laut Bloomberg sollen dabei weitere 50 Mio. US Dollar in das Unternehmen fließen. Gut möglich, dass Didi sich auch in der nächsten Runde an dem Unternehmen aus Estland beteiligt oder komplett übernimmt. Mit einem ähnlichen Schritt hat Didi in Brasilien für Aufmerksamkeit gesorgt. Dort wurde etwa ein Jahr nach der ersten Beteiligung der Anbieter 99Taxis übernommen.

Bild: Taxify (alle Rechte vorbehalten)

Krieg der Sterne: Uber bekommt in London Konkurrenz durch Via und Taxify

Bisher war Uber mehr oder weniger der einzige große on-demand Fahrdienst in London. Die traditionellen schwarzen Cabbies sind durch den Erfolg von Uber stark unter Druck geraten.  Die amerikanische Ridesharing Plattform bekommt jetzt Konkurrenz von zwei Anbietern. Die App Taxify wird in London starten und das von Mercedes-Benz Vans finanzierte Unternehmen Via ebenso.

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Taxify startet mit Problemen

Die Taxi App Taxify aus Estland wurde als erstes aktiv. Bereits letzte Woche wurde der Service gestartet, musste wegen Lizenzproblemen nach drei Tagen pausiert werden. Es wird nicht lange dauern, bis Taxify wieder los legt. Seit ein paar Jahren ist der Fahrdienst in Osteuropa und in Afrika aktiv. Das Setup ist mit Uber vergleichbar und unterscheidet sich in wenigen Punkten. Unter anderem können die Fahrgäste auch mit Bargeld bezahlen und nicht nur über die registrierten Kreditkarten. Der Fahrpreis für die Nutzer soll geringer sein und auch die Fahrer müssen weniger an die Plattform abdrücken. Bei Uber zahlen die Fahrer bis zu 30% Vermittlungsgebühr, bei Taxify lediglich 15% des Fahrpreises. Das ist eine attraktive Alternative für die Fahrer, die sie in Betracht ziehen werden, wenn die Nachfrage da ist.

Mercedes Benz bring Via nach London

Via wird in London demnächst mit einem dynamischen Shuttle Dienst unterwegs sein, nachdem die Genehmigungen eingeholt sind. Ähnlich wie bei Uber Pool werden sich mehrere Fahrgäste ein Fahrzeug teilen, sofern sie in die gleiche Richtung unterwegs sind. Via gibt an, dass der entwickelte Algorithmus effizienter arbeitet, als der der Konkurrenten Uber und Lyft. Das führt dazu, dass die Auslastung der Fahrzeuge höher ist und die Nutzer weniger warten müssen und ohne größere Umwege von A nach B kommen. Transportiert werden die Fahrgäste in Minivans aus dem Hause Mercedes-Benz.

Mehr Konkurrenz um Fahrer

Die neuen Konkurrenten werden gut für die Fahrgäste sein, da sie so mehr Auswahl haben. Die Anbieter werden sich mit Rabatten und Angeboten überbieten, um die Fahrgastzahlen wachsen zu lassen. Auf der anderen Seite wird der Wettbewerb um Fahrer höher – schon jetzt zahlt Uber teilweise hohe Summen, um die Fahrer auf die Straße zu bringen. Darauf werden sich sich die Neueinsteiger auch einstellen müssen. Uber hat eine starke Marktposition und auch schon viel in London investiert. Die beiden Neueinsteiger müssen aggressiv auftreten, um ausreichend Nutzer zu finden. Taxify hat zuletzt viel Geld von Didi Chuxing aus China erhalten. Didi hat Uber aus China verdrängt und gibt hoffentlich nicht nur Geld, sondern auch die Erfahrungen weiter.

Bild: Taxify (alle Rechte vorbehalten)

Didi Chuxing investiert in europäischen Anbieter Taxify

Die chinesische Ride-Hailing Plattform Didi Chuxing beteiligt sich an einem weiteren Unternehmen, um das globale Netzwerk zu erweitern. Mit dem Investment in den Anbieter Taxify streckt das Unternehmen seine Fühler auch nach Europa aus. Taxify ist vor allem in Europa und Afrika aktiv, in Kürze soll der Service auch in London angeboten werden. Das unternehmen bietet eine App basierten Taxi-Service, der mit Uber oder myTaxi zu vergleichen ist. Es ist nicht bekannt, wie viel Didi in das Unternehmen investiert hat, es soll sich aber um eine Summe im zweistelligen Millionenbereich handeln.

Taxify ist in 18 Ländern aktiv

Taxify wurde von vier Jahren gegründet und der Unternehmenssitz ist in Estland. Die Gründer waren davon bei Skype aktiv und haben mittlerweile einen Taxidienst aufgebaut, der in 18 Ländern aktiv ist. Dazu standen überschaubare finanzielle Mittel in höhe von 2 Mio. Euro zur Verfügung.  Zu den Märkten gehören Städte in Ungarn, Rumänien, Südafrika oder Nigeria.

Trotz Fokus auf Städte in schwachen Regionen und Schwellenländern, soll noch dieses Jahr die Expansion nach London stattfinden. In London ist der Markt der Fahrdienstanbieter bereits stark umkämpft. Die Ridesharing App Uber kämpft mit Anbietern wie myTaxi/Hailo oder Gett um Marktanteile. Um dort erfolgreich wachsen und bestehen zu können, benötigt Taxify ein finanzielles Polster, um mit den Mitbewerbern mithalten zu können. Taxify gibt an, dass 2.5 Mio. Nutzer die unterschiedlichen Serviceklassen nutzen. Das Unternehmen bietet einen Fahrdienst mit lizensierten Taxis an, eine Serviceklasse mit Privatfahrern ist aber auch im Angebot.

Ernstzunehmender Konkurrent für myTaxi

Mit dem Investment von Didi Chuxing wird Taxify zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten für myTaxi. Die Daimler Tochter myTaxi hat es sich zum Ziel gesetzt, Marktführer unter den Taxiapps in Europa zu werden. Dazu wird auf der einen Seite das bestehenden myTaxi-Geschäft nach vorne gepusht, hinzu kommen Akquisitionen von Mitbewerbern in bestimmten Ländern. So wurde der Anbieter Hailo übernommen, der in Großbritannien eine starke Position hatte. Hinzu kommen die Akquisitionen von TaxiBeat aus Griechenland und Clever Taxi in Rumänien. Mit dem Investment und dem starken Partner im Rücken wird Taxify einen Gang höher schalten, um seine Präsenz und die Produkte auszubauen.

Didi Chuxing beteiligt sich an Plattformen in mehreren Ländern

Die chinesische Plattform Didi Chuxing erweitert sein globales Netzwerk durch Investitionen in Mitbewerber. Unter anderem ist das Unternehmen an den Plattformen Lyft aus den USA, Ola aus Indien oder Grab aus Südostasien investiert. In den Mitbewerber 99 aus Brasilien hat Didi ebenfalls investiert. In China hat Didi für Aufsehen gesorgt, in dem es das lokale Geschäft von Uber für mehrere Milliarden übernommen hat, um den Markt zu konsolidieren.

Bild: Taxify (alle Rechte vorbehalten)