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Uber wollte mit Tesla kooperieren – Tesla hat kein Interesse

Die beiden Unternehmen Uber und Tesla arbeiten an selbstfahrenden Autos, die zu großen Veränderungen in der Mobilitätslandschaft in den nächsten Jahren führen werden. Im letzten Jahr soll Uber CEO Travis Kalanick den Tesla CEO Elon Musk kontaktiert haben, um eine Kooperation für die Entwicklung von autonomen Fahrzeugen vorzuschlagen.

Diskussion zwischen Uber und Tesla nach einstieg von Apple bei Didi 

Die Diskussion wurde nach dem Einstieg von Apple bei dem chinesischen Uber Konkurrenten Didi Chuxing gestartet. Kalanick wollte Musk davon überzeugen, dass sich beide Unternemen zusammen schließen sollen, um gegen Apple zu bestehen. Apple soll auch an Technologien für vollautomatisierte Fahrzeuge arbeiten, die später in Fahrzeugen für die Didi Chuxing Plattform zum Einsatz kommen könnten.

Kein Interesse an Kooperation mit Uber 

Letztendlich hatte der Elektroautobauer  kein Interesse an einer Zusammenarbeit mit Uber. Musk soll Kalanick geraten haben, sich auf einen Bereich zu fokussieren. Das kann als Zeichen gewertet werden, dass sich Tesla langfristig als Konkurrent zu Uber sieht und einen eigenen Ride Hailing Dienst aufbauen möchte. In dem Masterplan 2.0, der letztes Jahr von Elon Musk präsentiert wurden, wird auch ein Carsharing bzw. Ridesharing Dienst mit autonomen Tesla Fahrzeugen geplant.

Autonome Fahrzeuge mit hoher Priorität bei Tesla und Uber

Tesla bietet seit längerem seine Fahrzeuge mit semi-autonomen Eigenschaften an und arbeitet intensiv an dem Thema. Dafür hat das Unternehmen auch schon viel Kritik einstecken müssen, da die Technologie noch nicht ganz ausgereift ist. Der Fahrzeugbauer räumt den Technologien rund um fahrerlose Autos eine hohe Priorität, da sie die in der Zukunft eine wichtige Rolle spielen werden.

Uber betreibt in mehreren Städten eigene Forschungsgruppen, um Entwicklungen rund um autonomes Fahren nach vorne zu bringen. Außerdem arbeitet das Unternehmen mit Volvo und Daimler zusammen. Mit Volvo testest Uber die erste Version der autonomen Autos und Volvo investiert mehrere Millionen in das Entwicklungsprogramm von Uber. Daimler hat angekündigt, dass eine Kooperation mit Uber geschlossen

Bild: Tesla (alle Rechte vorbehalten)

Tencent steigt groß bei Tesla ein

Der Elektroautobauer Tesla hat einen weiteren Großinvestor an Board genommen, um das Projekt Model 3 stemmen zu können. Der Chinesische Konzern Tencent übernimmt 5% der Tesla Anteile und zahlt dafür 1.8 Milliarden US$. Das passt gut, denn Tesla hat Anfang des Monats angekündigt, dass weitere 1.15 Milliarden US$ benötigt werden, um das neue Fahrzeugmodell zu finanzieren.

Weiteres Geld für die Produktion des Model 3 

Tesla bekommt somit weiteres Geld, um die Entwicklung und den Produktionsanlauf des neuen Models Model 3 stemmen zu können. Des Weiteren kann Tencent ein wichtiger Partner für Tesla sein, um die Marktanteile in China zu erhöhen. China ist der größte Markt für Elektromobilität und deshalb auch für Tesla sehr interessant. Tesla geht davon aus, dass China langfristig der größte Markt für das Unternehmen sein wird. Schon heute werden 15% des Jahresumsatzes in China erwirtschaftet.

Tencent im Mobilitätsbereich aktiv 

Für Tencent ist es nicht das erste Investment im Mobiltiätsbereich. Der Konzern aus China hat die Finanzierungsrunde von Nio angeführt. Nio, vormals NextEV, entwickelt ebenfalls ein Elektroauto. Tencent ist auch ein Investor von Didi Chuxing. Didi ist die führende Ride-Hailing Plattform in China und hat im vergangenen Jahr das Geschäft von Uber China übernommen. Außerdem ist Tencent bei dem Kartendienst Here mit eingestiegen. Mit dem Zulieferer Foxconn sollen außerdem eigene Elektrofahrzeuge entwickelt werden, die ab 2020 in Serie produziert werden sollen.

Partnerschaft von Didi und Tesla könnte interessant werden

Aus einer möglichen Partnerschaft von Didi und Tesla können interessante Synergien entstehen. Tesla könnte zum Beispiel selbstfahrende Autos für die Didi Plattform produzieren und betreiben. Tesla hat im Masterplan 2.0 angekündigt, dass ein Fahrdienst-Netzwerk mit autonomen Autos auf der Agenda steht. Fraglich ist aber, ob Tesla neben der Produktion der Fahrzeuge auch den Aufbau einer Nutzerbasis schaffen kann. Didi hingegen erreicht bereits über die Apps mehrere Millionen Nutzer in China, verfügt aber nicht über die Fähigkeiten, die für eine Automobilproduktion benötig werden.

Bild: Tesla Motors (Alle Rechte vorbehalten)

Tesla testet autonome Autos und Waymo fährt davon

Der Elektroautobauer Tesla, der in diesem Jahr den Start der Produktion für das Massenmodel Model 3 plant, hat damit angefangen, autonome Autos auf den Straßen im amerikanischen Bundesstaat Kalifornien zu testen. Tesla kommt damit seinem Ziel näher, bis Ende 2017 eine autonome Fahrt von Los Angeles nach New York durchzuführen.

Daten über autonome Autos an Behörden

Die Daten über Tests durch autonome Autos müssen in Kalifornien aufgezeichnet und an die Behörden übermittelt werden. Deswegen kann transparent nachverfolgt werden, welcher Hersteller selbstfahrende Autos testet und in welchem Umfang. Tesla kam im Oktober und November auf insgesamt 890 Testkilometer. Dabei wurden 182 Zwischenfälle aufgezeichnet, bei denen der menschliche Fahrer eingreifen musste. Bei den Test muss immer ein Fahrer mit an Board sein, um bei technischen Problemen oder in gefährlichen Situationen das Steuer übernehmen zu können. Im Schnitt gab es also 0.2 Vorfälle pro gefahrenen Kilometer.

Tests in unterschiedlichen Verkehrssituationen

Die Rate von Vorfällen pro Kilometer hängt stark davon ab, in welcher Umgebung die autonomen Fahrzeuge getestet werden. Fahrten auf Autobahnen werden schon recht gut beherrscht und deshalb ist das Verhältnis bei diesen Fahrten geringer. Hingegen sind Testfahrten im Stadtgebiet komplexer und es wird noch länger dauern, bis diese Situationen von autonomen Autos beherrscht werden. Das spiegelt sich auch in der Zahl der manuellen Eingriffe wieder. Mercedes-Benz hat zum Beispiel 336 Eingriffe bei 1080 Testkilometern dokumentiert, sagt aber dass nur im Stadtgebiet und nicht auf Autobahnen getestet wurde. Ford kam hingegen auf eine Quote von 0.003 Eingriffen pro Kilometer. Wahrscheinlich aus dem Grund, dass nur auf Autobahnen getestet wurde.

Waymo von Google fährt allen davon

Die Google Tochter Waymo konnte die selbst entwickelte Technologie stark verbessern und kam im Vergangenen Jahr auf eine Quote von 0.13 Eingriffen pro Kilometer, im Jahr davor waren es noch 0.5 Eingriffe pro gefahrenen Kilometer, bei dem der Fahrer das Steuer übernommen hat. Waymo ist auch Spitzenreiter bei den gefahrenen Testkilometern, insgesamt wurden mehr als eine Millionen Testkilometer im vergangenen Jahr abgespult, alle anderen Hersteller zusammen kamen auf eine Strecke von ca. 35.000 Kilometern. Das ist ein gewaltiger Unterschied, der auch zeigt, wie viele Tests nötig sind, um die Fähigkeiten der autonomen Fahrzeuge zu verbessern.

Tests von autonomen Autos nicht nur in Kalifornien

In Kalifornien Testen bisher 11 Unternehmen autonome Fahrzeuge, darunter auch BMW, Mercedes Benz und Waymo. Die meisten Autohersteller und Technologiekonzerne testen ihre Technologien für die Autos der Zukunft auch in anderen Bundesstaaten, Ländern oder auf den eigenen Teststrecken. Deswegen stellt der Bericht aus Kalifornien kein vollständiges Bild über alle Tests der Hersteller dar. Teslas Vorteil ist, dass die meisten Serienfahrzeuge schon mit Sensoren und weitere Hardware für autonomes Fahren ausgestattet sind. Damit sammelt Tesla fleißig Daten aus realen Situationen, die in die Weiterentwicklung mit einfließen.

Bild: Tesla (alle Rechte vorbehalten)

Autopilot 2.0: Teslas neues System für selbstfahrende Autos

Tesla hat angekündigt, dass alle zukünftigen Fahrzeuge mit Hardwarekomponenten ausgestattet sind, die vollautonomes Fahren ermöglichen. Auch alle Fahrzeuge der Model S und Model X Reihe, die sich bereits in der Produktion befinden, werden mit der neuen Autopilot Hardware ausgestattet, das zukünftige günstigere Model 3 auch.

Die Änderungen wurden auf einem Tesla Event am letzten Mittwoch vorgestellt. Tesla Chef Elon Musk ist der Meinung, dass dadurch die Grundlage für vollautonome Teslas gelegt ist, die doppelt so sicher sein werden, wie von Menschen gefahrene Fahrzeuge.

Bis die Teslas autonom fahren können, wird es aber noch etwas dauern. Die nächsten Monate sollen genutzt werden, um Daten zu sammeln. Die Funktionen werden erst nach und nach freigeschalten, wenn die Sicherheit bewiesen ist. Es scheint, als hätte Tesla aus der Vergangenheit gelernt.

Was genau hat sich geändert?

Das neue Angebot von Tesla wird zwei unterschiedliche Modi beinhalten. Kunden können später zwischen einem erweiterten Autopiloten oder einem vollautonomen System wählen. Der verbesserte Autopilot fügt weitere Eigenschaften zu dem besehenen Autopiloten hinzu. Mit der neuen Version können die Fahrzeuge automatisch die Autobahn verlassen, die Geschwindigkeit an die Verkehrsbedingungen anpassen und die Fahrspuren ohne Eingreifen wechseln.

Das vollautonome System soll der Stufe 5 entsprechen. Das heißt, dass kein menschlicher Fahrer mehr eingreifen muss, sobald die Software fertig entwickelt ist und das System von den Behörden abgesegnet ist.

Was sind die Unterschiede der beiden Varianten?

Alle Tesla Fahrzeuge, die ab jetzt produziert werden, werden mit der Hardware ausgestattet sein, die vollautonomes Fahren ermöglicht. Dieses Set beinhaltet acht Kameras, 12 Ultraschall-Sensoren, ein vorwärtsgerichtetes Radar-System und einen onboard Computer, der 40 mal so schnell ist, wie der Computer, der bei der ersten Generation verbaut wurde. Die Sensoren und Kameras ermöglichen es, dass eine Distanz von 250 Metern überwacht und analysiert werden kann. Nach hinten kann nur eine Distanz von 100 Metern überwacht werden, was auf deutschen Autobahnen zu wenig sein dürfte. Schließlich muss das System in der Lage sein, ein Fahrzeug zu erkennen, das mit einer Geschwindigkeiten von bis zu 300 Km/h überholt. Die Geschwindigkeitsunterschiede zwischen den unterschiedlichen Fahrspuren können in Deutschland verhältnismäßig hoch sein.

Die Kunden können entscheiden, ob sie nur den Preis für den verbesserten  Autopiloten bezahlen oder ob sie für die vollautonomen Eigenschaften tiefer in die Tasche greifen. Je nach bezahlten Paket werden dann die unterschiedlichen Eigenschaften freigeschalten.

Für den Fahrgast hört sich die Nutzung des Autopiloten mit vollautonomen Eigenschaften einfach an. Entweder gibt man bei Fahrtantritt das Ziel ein oder das Fahrzeug fragt den Kalender des Nutzers ab und navigiert zur hinterlegen Adresse des nächsten Termins. Nach dem Aussteigen park der Tesla mit vollautonomen System selbstständig und lässt sich per Knopfdruck wieder vorfahren.

Was kostet der neue Autopilot? 

Tesla hat bereits bekanntgegeben, was das neue System kostet. Findet die Aktivierung beim Kauf statt, kostet der erweiterte Autopilot 5000 US$ und das System für vollautonomes Fahren 8000 US$. Beide Systeme können auch zu einem späteren Zeitpunkt aktiviert werden, aber zu erhöhten Kosten. Bei einer nachträglichen Aktivierung werden 6000 US$ bzw. 10000 US$ fällig.

Auch wenn die Hardware schon in jedem neuen Tesla verbaut wird, können die neuen Funktionen noch nicht sofort genutzt werden. Es wird erwartet, dass die Funktionen des erweiterten Autopiloten im Dezember verfügbar sind. Die Käufer des Pakets für vollautonomes Fahren müssen sich zuerst auch mit den Features des verbesserten Autopiloten zufriedengeben. Bisher ist noch völlig unklar, wann das System für vollautonomes Fahren freigeschalten wird. Zuerst müssen noch Hürden in der Entwicklung und Zulassung überwunden werden. Es ist davon auszugehen, dass es noch mehrere Jahre dauern wird, bis das vollautonome System genutzt wird.

Teslas Carsharing Plattform

Zu einem späteren Zeitpunkt werden die Käufer des vollautonomen Systems ihre Fahrzeuge auch anderen Fahrgästen mittels geplantem Carsharing-Service von Tesla zur Verfügung stellen können.

Tesla wird eine Fahrdienst-Plattform starten, wenn die selbstfahrenden Autos auf der Straße unterwegs sind. Tesla Käufer können dann mit ihren Fahrzeugen auf dieser Plattform Geld verdienen, wenn sie ihr Fahrzeug nicht benötigen.

Mit der Ankündigung am Mittwoch hat Tesla verkündet, dass die selbstfahrenden Fahrzeuge nur auf der eigenen Plattform Tesla-Network vermittelt werden können. Vermittlungen von Fahrten auf externen Ridesharing-Plattformen, wie Uber und Lyft sollen nicht möglich sein. Tesla wird im kommenden Jahr weitere Informationen über den eigenen Carsharing-Dienst veröffentlichen.

Anders als Volvo will Tesla keine Haftung dafür übernehmen, wenn ein vollautonomes Fahrzeug in einen Unfall verwickelt ist. Dafür ist die individuelle Versicherung eines jeden Fahrzeugbesitzers zuständig.

Bild: Tesla Motors (alle Rechte vorbehalten)

Bosch zeigt selbstfahrendes Auto

Bosch hat in Australien einen Prototypen eines selbstfahrenden Autos gezeigt. Der Prototyp kann einen Ausblick auf die von Tesla geplante zweite Version des Autopiloten geben.

Der Zulieferer für die Automobilindustrie hat das selbstfahrende Auto auf dem ITS World Congress in Melbourne vorgestellt. Damit ist auch zum ersten mal ein selbstfahrendes Auto auf dem australischen Markt unterwegs. Der deutsche Zulieferer hat an den Systemen für autonomes Fahren in den letzten 5 Jahren gearbeitet. Die Komponenten können in jedem beliebigen Fahrzeugmodell verbaut werden.

Tesla als Systemträger für Bosch

Für die Demonstration auf der Messe hat Bosch einen Tesla verwendet. Die im Tesla serienmäßig verbaute Hardware wurde durch Komponenten von Bosch ersetzt. Die beiden Unternehmen arbeiten schon länger zusammen. Bosch liefert die Radar-Sensoren für das teilautonome System, das in den aktuellen Tesla Modellen verbaut ist.

Tesla hat auch mit Mobileye zusammengearbeitet, von diesem Unternehmen wurde die Software und Hardware-Chips bezogen. Nach dem tödlichen Unfall mit einem Tesla, der im Autopilot-Modus unterwegs war, wurde die Kooperation beendet.

Das Bosch System kann in Fahrzeugmodellen unterschiedlicher Hersteller verbaut werden. Das Tesla S wurde ausgewählt, das es den Mobilitätsgedanken von Bosch am besten verdeutlicht: automatisiert, elektrisch, vernetzt.

Autopilot 2.0 mit gleichen Eigenschaften

Insidern zufolge verfügt der Autopilot 2.0 über die gleichen autonomen Fähigkeiten, wie der von Bosch vorgestellte Prototyp. Der Autopilot 2.0 soll sich auch durch verbesserte Hardware auszeichnen. Dem Setup sollen weitere Radar-Sensoren hinzugefügt werden, außerdem eine weitere Kamera. Bosch wollte nicht kommentieren, ob das Fahrzeug etwas mit dem Autopiloten 2.0 von Tesla zu tun hat.

Das selbstfahrende Auto ist mit sechs Radarsensoren, sechs Lidar Sensoren, einer stereo Video Camera und einem extrem genauen GPS-Sensor ausgestattet. Laut dem Unternehmen verfügt das Fahrzeug über autonome Eigenschaften der Kategorie 4. Das bedeutet, dass das Fahrzeug ohne Fahrer fahren kann und keine Übernahme der Kontrolle durch den Fahrer notwendig ist. Der aktuelle Autopilot ist in der Kategorie 2 anzusiedeln. Das heißt, dass dass Fahrzeug über autonome Eigenschaften verfügt, der Fahrer aber weiterhin die Kontrolle über das Auto hat. Insgesamt wurden 5 Kategorien im Bezug auf autonomes Fahren definiert.

Tesla hat für den 17. Oktober eine neues Produkt angekündigt, vielleicht handelt es sich dabei ja schon um den Autopiloten 2.0.

Bild: Bosch (alle Rechte vorbehalten)

Mercedes-Benz will Tesla in 10 Jahren schlagen

Mercedes-Benz sieht im Moment Tesla als Markführer im Bereich von premium Elektrofahrzeugen. Das soll sich innerhalb der kommenden zehn Jahre ändern. Mercedes Benz will bis dahin Tesla als führenden Anbieter ablösen.

Neue Marke von Mercedes-Benz

In der vergangenen Woche hat Mercedes seine neue Marke für Elektroautos und passenden Angebote mit dem Namen EQ vorgestellt. In dem Rahmen wurde auch die Studie Generation EQ vorgestellt, die in den nächsten Jahren zur Serienreife entwickelt werden soll. Bei dem Konzeptfahrzeug Generation EQ handelt sich sich um einen SUV der über eine Reichweite von 500 Kilometern verfügen soll. Das Auto soll als Konkurrenzmodell zum Tesla Model X platziert werden und im Jahr 2019 auf den Markt kommen. Tesla hat seinen elektrischen SUV mit vergleichbarer Reichweite seit dem vergangenen Jahr im Angebpt.

Marktführerschaft im Premiumsegment

In einem Interview für Bloomberg hat Daimler Chef Zetsche eingeräumt, dass Tesla Marktführer und wichtigster Konkurrent im Markt der Elektrofahrzeuge in der gehobenen Klasse ist. In den nächsten zehn Jahren will Mercedes diese Position übernehmen. Vor fünf Jahren hat sich Mercedes-Benz das Ziel gesetzt, bis 2020 führender Anbieter im Premiumsegment zu sein. Diese Position wird wahrscheinlich schon drei Jahre eher erreicht und damit wir Mercedes den Rivalen BMW von der Spitze verdrängen. Diese frühe Zielerreichung ermöglicht es dem Konzern, ein neues ambitioniertes Ziel zu setzten, das in den kommenden zehn Jahren erreicht werden soll. Zetsche sieht sich in zehn Jahren weiterhin vor etablierten Automobilkonzernen im Premiumbereich und auch vor den Neueinsteigern, wie Tesla.

Konkurrenz durch Startups und Autokonzerne

Neben Tesla wird  Mercedes-Benz auch etablierte Konzerne als Wettbewerber auf dem Weg zum führenden Anbieter für Elektrofahrzeuge haben. Die Hersteller Audi, Porsche, BMW, Volvo und weitere planen in Elektromobilität weiter zu investieren und bis zum Jahr 2020 Elektrofahrzeuge mit hoher Reichweite auf den Markt zu bringen. Im Jahr 2025 sollen 15% bis 25% aller Mercedes Neuwagen mit Elektroantrieb ausgestattet sein.

Tesla Carsharing Service

Elon Musk hat Details über den geplanten Tesla Carsharing Service kommuniziert. Fahrzeugbesitzer werden ein Set an Kriterien zur Verfügung haben, um den Nutzerkreis für ihr Auto zu kontrollieren. Unter anderem wird es in Bewertungssystem gegen, über das die Tesla-Besitzer die Nutzer bewerten können.

Nutzer für Tesla Carsharing definieren

Das Prinzip funktioniert folgendermaßen: Wenn man als Tesla-Besitzer sein Fahrzeug nicht benötigt, kann man es über einen Klick in einer App für andere Nutzer auf der Tesla Carsharing Plattform zur Verfügung stellen. Davor kann einstellt werden, wer das Fahrzeug anmieten kann. Zum Beispiel kann definiert werden, dass nur Nutzer mit fünf Sternen den eigenen Tesla anmieten kann. Der Nutzerkreis kann aber auch ausschließlich auf bestimmte Nutzergruppen, wie die Familie eingegrenzt werden. Wird das Fahrzeug wieder benötigt, reicht ein Klick in der App und das Fahrzeug wird wieder zur Verfügung stellt.

Autonome Fahrt zu Besitzer

Geplant ist natürlich, dass das Fahrzeug autonom zum Besitzer zurück fährt. Es wird also noch ein paar Jahre dauern, bis wir das neue Angebot tatsächlich testen und nutzen können. Ein ähnliches Angebot plant die BMW Marke Mini. Die Käufer von Mini Fahrzeuge sollen auch entscheiden können, ob sie ihre Autos auf der DriveNow oder ReachNow Plattform fremden Nutzern zur Verfügung stellen. Bleibt immer noch die Frage, was passiert, wenn das Auto benötig wird, aber durch einen anderen Nutzern blockiert ist. Erhält der Besitzer dann die Möglichkeit, ein anderes Fahrzeug umsonst zu nutzen, oder muss er sich eins kostenpflichtig anmieten?

Das Tesla Carsharing-Programm ist Teil des neuen Master Plans, der von Musk vor ein paar Wochen vorgestellt wurde. Tesla wird es starten, wenn die Fahrzeuge voll autonom fahren können. Fahrzeuge werden die meiste Zeit nicht bewegt und stehen ungenutzt herum. Durch das Teilen der Flotte, soll die Auslastung der Fahrzeuge erhöht werden und die Anzahl der Fahrzeuge reduziert werden.

Bild:Jack Snell / flickr (bestimmte Rechte vorbehalten)

Mobileye und Tesla gehen getrennte Wege

Die beiden Unternehmen Tesla und Mobileye werden ihre Kooperation beenden. Die Trennung beider Unternehmen folgt nach dem tödlichen Unfall eines Teslas, der mit der Autopilot Funktion unterwegs war. Mobileye stattet fast alle teil-autonomen Fahrzeuge unterschiedlicher Hersteller mit Sensoren und entsprechender Hardware aus. Unter anderem werden auch die Tesla S und Tesla X Modelle mit den Systemen von Mobileye ausgestattet, so dass diese Autos über teil-autonome Eigenschaften verfügen.

Kooperation endet im Herbst

Im Januar hat der CTO noch über Einzelheiten der Zusammenarbeit und die technischen Funktion der Mobileye Komponenten im Tesla referiert. Bei der Präsentation der letzten Quartalsergebnisse hat Shashua dann verkündet, dass die Kooperation beendet wird. Das System EyeQ3 wird weiterhin in den jetzigen Modellen verbaut und das Unternehmen wird weiterhin die Software-Verbesserungen für das bestehende System liefern. Die zukünftigen Systeme werden nicht in den nächsten Tesla Modellen verbaut werden. Chips, Sensoren, Kameras und Software muss sich Tesla demnächst bei einem anderem Lieferanten besorgen oder selbst entwicklen.

Partnerschaft mit BMW und Intel

Mobileye hat erst vor kurzem eine Partnerschaft mit BMW und Intel geschlossen, um Systeme für vollautonomer Fahrzeuge zu entwickeln. Diese sollen in fünf Jahren auf den Markt kommen. Ziel ist es, dass Systeme entwickelt werden, die ein hohes Level an Sicherheit und Zuverlässigkeit bieten. In der Kooperation mit BMW und Intel ist Mobileye mit in die Entwicklung mit eingebunden und ist nicht nur ein Zulieferer.

Der Crash des Teslas hat auch negatives Licht auf das israelische Unternehmen geworfen. Es ist zu vermuten, dass sich Mobileye um seine Reputation Sorgen gemacht hat und deswegen die Partnerschaft beendet wurde. Dem Unternehmen ist die Strategie von Tesla zu risikofreudig. Der Aktienkurs des Unternehmens ist nach dem Bekanntwerden der Beendigung der Partnerschaft um 9% eingebrochen, Tesla verlor nur 0.9%. Es wird vermutet, dass Tesla eigene Sensoren und Systeme für vollautonome Fahrzeuge entwickelt oder auf einen anderen Zulieferer setzt.

Autopilot 2.0 von Tesla soll noch dieses Jahr kommen

Mehrerer Quellen berichten, dass Tesla bald die Version 2.0 des Autopiloten mit teilautonomen Fahreigenschaften vorstellen wird. Die neue Version der Soft- und Hardware für autonomes Fahren wird über neue Features verfügen. Es wird vermutet, dass Autopilot 2.0 Teil der neuen Tesla Software 8.0 sein wird.

Verbesserter Autopilot 2.0

Laut TechnoBuffalo sollen neue duale Kameras verbaut werden, die es unter anderem ermöglichen werden, dass ein Tesla automatisch an Stoppschildern und Ampeln anhält und wieder losfährt. Bisher bleibt ein Tesla nur stehen, wenn sich ein Auto oder ein anderes Objekt in Fahrtrichtung befindet. Bisher konnte ein Tesla S vor allem auf Autobahnen zwischen Auf- und Abfahrt selbstständig fahren. Die neue Version des Autopiloten soll auch das Auf- und Abfahren ohne Eingriff des Fahrers ermöglichen. Der Blog Elektrek geht davon aus, dass ein neues Set an Sensoren verbaut wird, das die neuen Eigenschaften ermöglichen wird. Die neuen Kameras und erweiterte Sensoren lassen darauf schließen, dass die meisten der neuen Eigenschaften nicht für bereits produzierte Fahrzeuge in Frage kommen werden. Eine Rückwertskompatibilität ist also nicht zu erwarten.

Mehr Aufmerksamkeit nach Unfällen

Nach den Unfällen mit der ersten Version des Autopiloten wird die neue Version mehr Aufmerksamkeit bekommen. Die Behörden werden den Autopiloten 2.0 kritisch begutachten und die Öffentlichkeit wird ach eine andere Wahrnehmung haben. In den letzten Wochen wurden zwei Unfälle bekannt, die sich ereignet haben, als die Tesla-Fahrzeuge mit Autopiloten unterwegs waren. Ein Unfall endete tödlich, über einen weiteren Unfall mit einem Tesla Model X ist noch wenig bekannt.

Die Verbesserungen sind auch ein weiterer Schritt in der Entwicklung von voll selbstfahrenden Autos. Tesla hat sich dafür entschieden, mit einem teilautonomen Fahrzeug zu starten und dann über Zeit weitere autonome Fahreigenschaften hinzuzufügen. Andere Unternehmen, wie z.B. Google, BMW oder Ford verfolgen eine andere Strategie. Sie wollen Fahrzeuge auf den Markt bringen, die von Anfang an vollautonom fahren.  Wahrscheinlich ist, dass diese Modelle im Jahr 2021 auf den Markt kommen werden.

Bild: Tesla (alle Rechte vorbehalten)

Das ist das neue Tesla Model 3

Gestern hat Tesla das Elektroauto mit dem Namen Model 3 vorgesellt. Das Model 3 soll umgerechnet 31.000 € kosten und somit für die Massen erschwinglich sein. Über die Spezifikationen des Model 3 gab es jahrelang Spekulationen, seit gestern gibt es etwas mehr Klarheit.

  • Das Model 3 wird ab Ende 2017 ausgeliefert. Zuerst an der amerikanischen Westküste. Von dort aus werden sich die Auslieferungen nach Westen bewegen. Es dürfte also bis 2018 dauern, bis das Model 3 auch in Deutschland ausgeliefert wird.
  • Das Basismodel wird in unter 6 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen. Es wird Versionen geben, die weitaus schneller beschleunigen. Diese werden später angekündigt.
  • Die Reichweite wird ca. 340 km betragen. Tesla geht Davon aus, dass diese Werte sogar übertroffen werden.
  • Das Basismodell wird über einen Heckantrieb verfügen, eine Allradversion ist für später geplant
  • Alle Model 3 werden über die Hardware für selbstfahrende Funktionen verfügen – ein Upgrade wird nicht nötig sein
  • Das Dach besteht komplett aus Glas
  • Das Auto verfügt über einen Kofferraum vorne und hinten
  • Das Model 3 kann an den Supercharger Stationen aufgeladen werden
  • Über einen 15 Zoll Monitor wird das Model 3 kontrolliert, im Gegensatz zum Model S und X ist der Monitor horizontal angeordnet
  • Die Meisten Instrumente werden auf dem zentralen Display angezeigt

Bis Ende 2017 soll auch die Anzahl der Supercharger Stationen verdoppelt werden, sodass sich die Besitzer der Tesla Elektrofahrzeuge noch weniger Gedanken darüber machen müssen, ob sie mit der Batterieladung auch an ihr Ziel kommen. Auch das Händlernetz soll sich verdoppeln, so dass der Weg zum nächsten Tesla-Händler nicht so weit ist.

Model 3 mit 180.000 Vorbestellungen

Die Nachfrage für das neue Model von Tesla scheint hoch zu sein. In den ersten 24 Stunden sind über 180.000 Vorbestellungen eingegangen. Bei einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 37.000 Euro entspricht das einem Umsatz von 6.8 Milliarden Euro. Die Zahl ist auch beeindruckend, da Tesla bisher etwa 50.000 Fahrzeuge im Jahr ausgeliefert hat.

Bild: Tesla Motors (alle Rechte vorbehalten)