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Uber nimmt sich Beispiel an asiatischen Wettbewerbern und testet Bike-Sharing

Die Wettbewerber von Uber in Asien haben es vorgemacht. Didi hat Bluegogo übernommen und integriert das Bike-Sharing Angebot in die Didi App. Grab kooperiert mit dem Bike-Sharing Anbieter oBike und Ola aus Indien bietet seinen eigenen Bike-Sharing Dienst. Jetzt zieht Uber in San Francisco nach.

Bike-Sharing von JUMP in der Uber App

In San Francisco startet Uber eine Partnerschaft mit dem Startup JUMP. Bisher verfügt JUMP über die einzige Genehmigung, free-floating Bike-Sharing in San Francisco anzubieten. Das Startup hat eine Genehmigung von der Stadt San Francisco für 250 Elektrofahrräder erhalten, später könnte die Flotte um weitere 250 Fahrräder erweitert werden.

Die Partnerschaft integriert das Bike-Sharing Angebot von JUMP in die Uber App. Nutzer der Uber App können die JUMP Fahrräder direkt in der App buchen und abrechnen. Um den Dienst nutzen zu können, muss man sich in eine Warteliste eintragen und von Uber für das Pilotprojekt freigeschalten werden.

JUMP will durch Partnerschaft schneller wachsen

JUMP will durch die Kooperation eine größere Zielgruppe erreichen. Das Ziel des Startup ist es, das Fahrrad zur Verfügung zu stellen, das jeder haben möchte: Ein Fahrrad, das man nicht besitzt und nicht warten muss, aber immer nutzen kann. Ein Rad, mit dem man weitere Strecken schneller und mit Spaß zurücklegen kann. So sollen mehr Leute auf Fahrräder wechseln – um grünere und weniger verschmutze Städte zu bekommen.

Konkurrenten in Asien machen es vor

Uber ist von den Vorstößen der Konkurrenten getrieben. Sollte das Pilotprojekt für Uber erfolgreich sein, wird ein Bike-Sharing Dienst in weiteren Städten ausgerollt. Vor allem in Städten mit massiven Verkehrsproblemen macht das zusätzliche Angebot Sinn. In vielen Metropolen sind Fahrräder immer noch das Verkehrsmittel, mit denen man am schnellste von A nach B kommt.

JUMP ist seit einigen Wochen in San Francisco und Washington DC unterwegs und hat kürzlich eine Series A Finanzierung in Höhe von 10 Mio. US Dollar eingesammelt. Das Unternehmen hinter JUMP existiert schon mehrere Jahre – unter dem Namen Social Bikes als Dachunternehmen wurden seit 2015 lokale Bike-Sharing Netzwerke mit eigenen Markenauftritt aufgebaut. Von den anderen Bike-Sharing Anbietern unterscheidet sich das Startup hauptsächlich bei den Fahrrädern. Anstatt auf günstige Räder ohne Schaltung und andere Komfortausstattung besteht die Flotte aus hochwertigen Elektro-Fahrrädern, mit denen die Kunden auch längere Strecken bei einer angenehmen Geschwindigkeit zurück legen können.

Bild: JUMP (alle Rechte vorbehalten)

Superrechner und autonomes Fahren: Großer Aufschlag auf der CES von Nvidia

Der Elektronikkonzern Nvidia hat auf der CES viele neue Partnerschaften im Bereich KI und autonomes Fahren verkündet. Insgesamt arbeitet der Konzern, der sich früher auf die Entwicklung von Grafikkarten spezialisiert hat, mit 320 Unternehmen an dem Thema autonomes Fahren. Hauptsächlich geht es dabei um die Entwicklung und den Einsatz der Drive PX und Drive Xavier Plattformen. Drive Xavier ist der neue Supercomputer von Nvidia, der ne einem geringen Energieverbrauch enorm leistungsfähig sein soll.

Uber arbeitet mit Nvidia

Die Ride-Sharing Plattform Uber hat Nvidia als einen entscheidenden Technologiepartner für die eigene Flotte an autonomen Fahrzeugen ausgewählt. Von Nvidia soll die KI-Rechenpower für die Software zur Verfügung gestellt werden.

Uber und Nvidia arbeiten schon länger zusammen. Die autonomen Volvo XC90, die in unterschiedlichen Städten unterwegs sind und die modifizierten Ford Fahrzeuge, sind mit der GPU von Nvidia ausgestattet. Auch in den autonomen LKWs, die Uber seit der Übernahme von Otto entwickelt, sind die GPUs verbaut.

Bisher hat Uber 50.000 Fahrgäste in vollautomatisierten Autos befördert. Insgesamt wurden mehr als drei Mio. Kilometer im autonomen Modus zurückgelegt, die Hälfte davon in den letzten 100 Tagen. Auch wenn Uber nicht viele Informationen über den Projekt-Fortschritt teilt, scheint sich das Projekt positiv zu entwickeln.

Aurora setzt auf Technologie von Nvidia

Erst vor ein paar Tagen wurden weitere Details über den Newcomer Aurora bekannt. Aurora ist erst seit einem Jahr aktiv, wurde aber von führenden Experten gegründet, die vorher bei Uber, Google oder Tesla Führungspositionen bei der Entwicklung von Technologien für selbstfahrende Autos hatten. Die Konzerne Volkswagen und Hyundai setzen bei dem Thema vollautomatisiertes Fahren auf die Fähigkeiten von Aurora. Auch Aurora setzt auf die Recheneinheit von Nvidia – der Technologiekonzern liefert die Grundlagen für die Rechner-Plattform.

Nvidia, Baidu und ZF arbeiten an Plattform für China

Die drei Unternehmen Nvidia, Baidu und ZF haben auf der CES bekanntgegeben, dass sie eine serienreife Plattform für künstliche Intelligenz (KI) und autonomes Fahren für den chinesischen Markt entwickeln, den größten Automobilmarkt weltweit. ZF und Nvidia docken sich an die offene Plattform Apollo Pilot von Baidu an. Von ZF sollen die Entwicklungen rund um den ProAI Fahrzeugcomputer eingebracht werden, Nvidia setzt auf Drive Xavier Plattform. Die beiden Unternehmen erhalten durch die Kooperation mit Baidu einen Zugang zu den wachsenden chinesischen Automobilherstellern.

Künstliche Intelligenz für den nächsten Volkswagen Bully I.D. Buzz

Nvidia arbeitet mit Volkswagen an einem Co-Piloten, der auf Künstlicher Intelligenz basiert und damit die Sensordaten für die Komfort- und Assistenzsysteme verarbeitet. Diese Systeme können über den gesamten Lebenszyklus des Fahrzeugs hinweg durch Softwareaktualisierungen optimiert werden und sich im Zuge weiterer Entwicklungen beim autonomen Fahren neue Fähigkeiten aneignen. Dank ‚Deep Learning‘ kann das Auto der Zukunft lernen, sowohl Situationen präzise einzuschätzen als auch das Verhalten von anderen Verkehrsteilnehmern zu analysieren, und wird so in der Lage sein, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Auf der Grundlage der ‚NVIDIA DRIVETM IX Intelligent Experience Plattform‘ können KI-Funktionen wie Gesichtserkennung zum Entriegeln des Fahrzeugs von außen, ein Warnsignal für Fahrräder, Gestenerkennung für Bedienelemente, natürliche Spracherkennung für eine einwandfreie Sprachsteuerung und Blickverfolgung für Warnungen bei Ablenkung des Fahrers möglich sein.

“Künstliche Intelligenz revolutioniert das Auto“, sagt Diess. „Autonomes Fahren, emissionsfreie und digital vernetzte Mobilität sind ohne Fortschritte bei künstlicher Intelligenz und ‚Deep Learning‘ nicht möglich. Gemeinsam mit NVIDIA kann Volkswagen einen großen Schritt in die Zukunft machen.”

Bild: Volkswagen (Alle Rechte vorbehalten)

EuGH entscheidet: Uber ist ein Taxi-Unternehmen

Der amerikanische Fahrdienst Uber hat lange Zeit auf die Europäische Union gehofft, um ein grünes Licht für den Dienst mit Privatfahrern zu bekommen. Der Europäische Gerichtshof macht die Ambitionen von Uber zunichte und stuft die Ride-Sharing Plattform wie ein Taxi-Unternehmen ein. In den USA und in anderen Teilen der Welt ist der Dienst mit Privatfahrern sehr erfolgreich und schafft auch jede Menge neue Möglichkeiten, um Einnahmen zu erzielen.

Uber wird als Taxi-Unternehmen eingestuft

Der EuGH kam zu der Entscheidung, dass der Uber Dienst eine Verkehrsdienstleistung ist und deswegen entsprechend reguliert werden muss. Für die Uber-Fahrer gelten damit die gleichen Regeln wie für Taxi- oder Mietwagen-Fahrer. Die Regeln sind pro Land unterschiedlich, meistens wird aber eine Lizenz zur kommerziellen Beförderung benötigt und ein konzessioniertes und speziell versichertes Fahrzeug.

UberPop war Stein des Anstoßes

Uber hat vor etwa drei Jahren damit begonnen, unter dem Namen UberPop einen Dienst in Europa aufzubauen, der auf Privatfahrer mit Privatfahrzeug aufbaut. Recht schnell hat dieser Ansatz die Behörden und Taxi-Verbände auf den Plan gerufen. In unterschiedlichen Gerichtsverfahren, z.B. in Deutschland oder Frankreich wurde der Dienst daraufhin verboten. Auf der einen Seite hat Uber eine Beschwerde bei der EU eingereicht und gleichzeitig sein Geschäft den lokalen Regeln angepasst. Die jetzige Entscheidung geht auf die Klage eines spanischen Taxi-Verbandes zurück.

Kompliziertes Setup für UberX in Deutschland

In Deutschland hat das dazu geführt, dass Städte wie Hamburg, Frankfurt oder Düsseldorf wieder geschlossen wurden. In den Märkten Berlin und München wurde zunächst mit einem Taxi-Dienst a la myTaxi weitergemacht. Einige Zeit später kam ein angepasstes UberX Angebot mit lizensierten Fahrern und festen Rückkehr-Stützpunkten hinzu.

Uber hatte vor den EuGH damit argumentiert, dass die Vermittlung von Fahrtaufträgen zwischen Nutzer und Fahrer keine Verkehrsdienstleistung ist und der Service so unter die Regeln für den allgemeinen Dienstleistungsverkehr fällt. Der EuGH entschied jetzt aber, dass die Vermittlung untrennbar mit der Verkehrsdienstleistung verbunden ist und deshalb die für Taxis geltenden Regulierungen anzuwenden sind.

Entscheidung wurde erwartet

Es wurde mit einer Entscheidung in diese Richtung gerechnet, da sich der zuständige Generalanwalt kürzlich mit einer solchen Position zu Wort gemeldet hat. Uber wird sich darüber ärgern, dass der EuGH einen Riegel vorgeschoben hat, da UperPop sehr gut von den Nutzern und Fahrern angenommen wurde. Letztendlich hat sich das Unternehmen in den letzten Jahren an die Gesetze angepasst, so dass  das Geschäft wie gewohnt weiter gehen wird.

Die Fahrer und Kunden sind im Grunde die Leittragenden, da die Option nach günstiger Mobilität und leichtem Arbeitseinstieg verbaut wurde.

Bild: Rock Cohen (bestimmte Rechte vorbehalten)

Fahrdienst: SoftBank will 30% Discount bei Uber Einstieg – Verluste steigen

Der Japanische Investor SoftBank will bei dem Fahrdienst Uber einsteigen, das ist seit längerem im Gespräch. Die Japaner wollen aber nicht zur letzten Bewertung von 68.5 Milliarden US$ investieren, sondern haben angeboten, bei einer Bewertung von 48 Milliarden US$ einzusteigen. Das ist ein Nachlass von 30%. Vor allem die Skandale in den letzten Monaten dürften dafür gesorgt haben, dass SoftBank einen so hohen Discount fordert.

Mehr Kontrolle und Unabhängigkeit für Verwaltungsrat

Durch den Einstieg würden auch die Strukturen im Verwaltungsrat von Uber ändern. Die Sitze würden von 11 auf 17 anwachsen und der Einfluss von Gründer und ex-CEO Travis Kalanick würde eingeschränkt werden. SoftBank will zwei der zusätzlichen Posten im Verwaltungsrat besetzten, die anderen vier sollen durch unabhängige Mitglieder besetzt werden.

Anteile von frühen Investoren und Mitarbeitern sollen übernommen werden

Insgesamt will das von SoftBank angeführte Investoren-Konsortium einen Anteil von 14% an dem Fahrdienst übernehmen. Der Großteil der Anteile soll von bestehenden Investoren und frühen Mitarbeitern erworben werden. Anteilseigner, die an einem Verkauf interessiert sind, haben etwa einen Monat Zeit, sich zu melden. Frühe Investoren, wie Benchmark Capital oder Menlo Ventures, haben bestätigt, dass sie Anteile verkaufen werden. Es ist davon auszugehen, dass auch einige frühe Mitarbeiter ihre Anteile zu Geld machen werden. Der Deal kann immer noch platzen und Softbank könnte sich an Lyft beteiligen.

Eine Milliarde als frisches Kapital für den Fahrdienst

Zusätzlich zu der Auszahlung bestehender Anteilseigner, soll eine Milliarde an frischem Kapital von SoftBank, Didi und Dragoneer in Uber investiert werden. Die Bewertung für das zusätzliche Kapital soll bei den vorherigen 68.5 Milliarden US$ liegen.

Verluste steigen stark

Fast gleichzeitig wurde bekannt, dass die Verluste von Uber wieder ansteigen. Im dritten Quartal sollen die Ride-Sharing Plattform einen Verlust in Höhe von 1.46 Milliarden US$ eingefahren haben. Im Vergleich dazu, der Verlust im zweiten Quartal lag bei 1.06 Milliarden US$. Der Verlust soll vor allem durch die zusätzlichen Aufwendungen in die Höhe geschnellt sein, die auf Grund der rechtlichen und regulatorischen Probleme nötigt sind, um Uber weiter am Leben zu halten. Das Buchungsvolumen soll bei 9.7 Milliarden US$ gelegen haben, 2 Milliarden sind davon bei Uber geblieben.

Bild: Uber (alle Rechte vorbehalten)

Uber kauft 24.000 selbstfahrende Autos von Volvo

Die Ride-Sharing Plattform Uber hat sich mit dem Automobilhersteller Volvo darauf geeinigt, dass 24.000 selbstfahrende Autos vom Typ XC90 SUVs gekauft werden. Der Deal zeigt, dass Uber auch unter dem neuen CEO Dara Khosrowshahi auf autonome Fahrzeuge setzt, auch wenn die Entwicklung erstmal teuer ist. Die Autos sollen zwischen 2019 und 2021 ausgeliefert werden.

Listenpreis von fast 100 Mio. Euro

Geht man nach dem Listenpreis für einen XC90 in den USA, dann hat der Deal einen Wert in Höhe von fast 100 Mio. Euro. Es ist davon auszugehen, dass Uber einen hohen Nachlass auf die Fahrzeuge erhalten wird. Für Volvo dürfte die Kooperation auch ein Leuchtturm-Projekt sein, mit dem sich der Automobilhersteller als Zulieferer für Ride-Sharing Plattformen positionieren möchte.

Volvo liefert Fahrzeuge, Uber verbaut Software und Sensoren

Volvo liefert die Fahrzeuge an Uber, die dann von der Fahrdienst-Plattform mit Sensoren und Software ausgestattet werden, damit die SUVs autonom unterwegs sein können. Ein ähnliches Vorgehen wurde auch für den Test in Pittsburgh vereinbart, wo Uber seit dem letzten Jahr eine kleine Flotte an 100 Fahrzeugen in Einsatz hat. Auch da kamen die Fahrzeuge von Volvo und Sensoren und Software von Uber.

Kooperation mit mehreren Automobilherstellern

Uber will mit mehreren Herstellern zusammenarbeiten. Neben Volvo wurde auch mit dem Daimler-Konzern eine Vereinbarung unterzeichnet. Daimler will eine Flotte an selbstfahrenden Autos zu einem späteren Zeitpunkt auf der Mobility Plattform einsetzen.

Autonome Autos werden in Zukunft eine wichtige Rolle für Ride-Sharing Plattformen einnehmen. Da die Fahrzeuge ohne Fahrer auskommen werden, lassen sich enorme Kosten einsparen. Die Fahrer sind im Moment der größte Kostenfaktor für die on-demand Taxi Dienste. Im Vergleich zu den 2 Mio. Fahrern, die heute auf der Plattform registriert sind, ist die Zahl an 24.000 autonomen Autos ein kleiner Bruchteil. Daran ist auch zusehen, dass es noch viele Jahre dauern wird, bis die menschlichen Fahrer weitestgehend ersetzt werden.

Lyft, die zweite große Plattform in den USA, setzt bei dem Thema selbstfahrende Autos mehr auf Kooperationen, obwohl ein internes Team auch an dem Themen-Komplex arbeitet. Unter anderm sollen autonome Fahrzeuge von NoTonomy, Jaguar oder Waymo zum Einsatz kommen. Auch Lyft Anteilseigner General Motors stand mal im Raum, selbstfahrende Autos für Lyft zu liefern. Das Verhältnis zwischen dem Automobilhersteller und der Ride-Sharing Plattform scheint aber zerrüttet zu sein.

Bild: Volvo (alle Rechte vorbehalten)

Mobilitätsgarantie mit Ride- und Carsharing: Free2Move und Uber kooperieren in Berlin und München

Mit einer Kooperation von Uber und dem Carsharing Aggregator Free2Move wachsen Ride-Sharing und Carsharing weiter zusammen. Die beiden Unternehmen haben eine Zusammenarbeit vereinbart, die in Berlin und München getestet wird. Bei Erfolg sollen weitere Städte in Europa und den USA hinzukommen.

Uber als Alternative in Stoßzeiten

Auch wenn Carsharing in Deutschland stetig wächst, gibt es gerad zu Stoßzeiten in den Innenstädten noch Versorgungslücken. Wer kennt das Szenario nicht: Um zu einer Verabredung zu kommen, möchte man ein Auto oder einen E-Scooter eines Sharing-Anbieters nutzen. Kurz bevor es losgehen soll, wird die App auf dem Smartphone geöffnet und mit Entsetzen stellt man fest, dass kein passendes Fahrzeug im näheren Umkreis verfügbar ist. Genervt greift man auf den ÖPNV oder das Taxi zurück.

Link zu Uber wird in Free2Move App integriert

Für das beschriebene Szenario will jetzt das von der PSA Group übernommene Free2Move eine Lösung anbieten. Durch den Zugriff auf mehrere Anbieter ist das Risiko bei Free2Move zwar deutlich geringer, aber ganz ausgeschlossen ist es nicht, dass kein Fahrzeug verfügbar ist. Nun geht das Unternehmen den konsequenten nächsten Schritt und addiert einen weiteren wichtigen Baustein zu seinem Werkzeugkasten: Ride-Sharing in Kooperation mit dem Vermittlungsdienst Uber. Immer wenn der User kein passendes Carsharing Fahrzeug in seiner Umgebung finden kann, bekommt er einen Button auf der Oberfläche angezeigt, mit dem er ein von Uber vermitteltes Fahrzeug rufen kann. Das bringt ihn in gewohnter Uber-Qualität an seinen Zielort.

Carsharing und Ride-Sharing werden verschmelzen

Die Kooperation der beiden innovativen Mobilitätsanbieter ist für die Nutzer eine gute Nachricht. So steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man auch ohne eigenes Auto stressfrei, günstig und sicher ans Ziel kommt. In den kommenden Jahren werden die Carsharing und Ride-Sharing Dienste zu einem Angebot verschmelzen. Die Serienreife von autonomen Autos wird dazu führen, dass Carsharing in Ridesharing-Angeboten aufgehen werden.

Bild: PSA Group (alle Rechte vorbehalten)

SoftBank Milliarden könnten auch an Lyft gehen

Der Japanische VC SoftBank hat durch den Vision Fond eine Investmentsumme von 100 Milliarden US Dollar zur Verfügung. Einen Teil davon möchte SoftBank gerne in den Fahrdienst Uber stecken. Die Verhandlungen zwischen Uber und SoftBank sind ins Stocken geraten, um jetzt den Druck zu erhöhen, erwägt SoftBank eine Beteiligung an dem Uber Konkurrenten Lyft.

Konditionen für Investment entscheidend

SoftBank hat auf einer Pressekonferenz angedeutet, dass die Milliarden US Dollar auch in den Konkurrenten Lyft fließen können. Die Entscheidung hängt letztendlich vom Preis und den Konditionen ab. SoftBank würde nur in Uber investieren, wenn es zu einer niedrigeren Bewertung investieren kann, als die 70 Milliarden US Dollar, die im Moment im Raum stehen. Außerdem will der VC genügend Sitze im Verwaltungsrat erhalten, um Entscheidungen beeinflussen zu können. Dagegen wehrt sich der Uber Gründer und ehemalige CEO Travis Kalanick.

Uber rechnet mit Investment durch SoftBank

Bei Uber geht man davon aus, dass das Investment von SoftBank kommen wird. In einem ersten öffentlichen Interview verbreitete der neue Uber CEO Dara Khosrowshahi Optimismus, dass es zu einem erfolgreichen Investment kommen wird. Die Verhandlungen über Preis, Sitze im Verwaltungsrat und Stimmen dauern nur länger als geplant.

Lyft will die Schwäche von Uber nutzten

Der Konkurrent Lyft würde zu den SoftBank Milliarden nicht nein sagen. Das Unternehmen liefert sich in den USA einen Preiskampf mit Uber, was dazu führt, dass beide Anbieter in den USA nicht profitabel arbeiten können. Die zweitgrößte Ridesharing Plattform hat erst kürzlich ein Milliardeninvestment von der Google Mutter Alphabet erhalten. Insgesamt wurde eine Milliarde US Dollar investiert, dabei lag die Bewertung bei 10 Milliarden US Dollar.

Lyft will die aktuellen Skandale von Uber für sich nutzen, um schneller wachsen zu können. Durch die unterschiedlichen Skandale bei dem Konkurrenten konnte Lyft einen Zuwachs an Fahrten von mehr als 30% im ersten Quartal verzeichnen.

Bild: Yumi Kimura (bestimmte Rechte vorbehalten)

Uber wohl vor nächster Mega-Finanzierung

Die Skandale bei Uber in den vergangenen Monaten scheinen die Investoren nicht verschreckt zu haben. Die Fahrdienstplattform ist in Gesprächen mit SoftBank, Didi Chuxing und Dragoneer über ein Investment in Milliardenhöhe. Die Gruppe von Investoren geht davon aus, dass sie Anteile von Altinvestoren und Mitarbeitern zu einer niedrigeren Unternehmensbewertung übernehmen können.

Bis zu 12 Milliarden US Dollar für Uber

Die drei Investoren könnten bis zu 12 Milliarden US Dollar in Uber investieren. Unterschiedliche Quellen berichten auch von Summen zwischen 8 und 10 Milliarden US Dollar. Das wäre bisher das größte Investment in die Ride-Hailing Plattform, die in den letzten Jahren schon mehrere Finanzierungsrunden in Milliardenhöhe abgeschlossen hat. Das Trio würde direkt Geld in Uber investieren und auch Anteile von Mitarbeitern und Investoren übernehmen, die ihre Anteile zu Geld machen wollen. Es steht im Raum, dass eine Summe von 1 bis 1.5 Milliarden US Dollar bei einer stabilen Bewertung von etwa 70 Milliarden US Dollar in Uber investiert werden soll. Mit bis zu 10 Milliarden US Dollar sollen die Anteile von Altinvestoren und Mitarbeitern übernommen werden.

Stabile Bewertung trotz Skandale

Die kommende Runde ist aus mehreren Gesichtspunkten bemerkenswert. Die voraussichtliche Höhe der Runde ist gigantisch und auch die Bewertung. Viele Beobachter sind davon ausgegangen, dass sich die Skandale der letzten Monate negativ auf die Bewertung in Milliardenhöhe auswirken. Das scheint aber nicht der Fall zu sein.  Der Mega-Deal wird von der Klage zwischen Benchmark Capital und dem Gründer und ehemaligen CEO Travis Kalanick ausgebremst. Sobald der Disput aus der Welt geräumt ist, sollte dem Investment nichts mehr im Wege stehen.

SoftBank muss 100 Milliarden unterbringen

SoftBank zählt zur Zeit zu den aktivsten Investoren, wenn es um Investments in angesagt Tech-Unternehmen geht. Die Japaner haben dafür einen Fond in Höhe von 100 Milliarden Dollar aufgelegt. Unter anderem flossen hohe Summen in WeWork oder Slack. Didi Chuxing hat sich in den letzten Jahren auch zu einem starken Player entwickelt. Das chinesische Unternehmen hat das Geschäft von Uber in China aufgekauft und sich als strategischer Partner an unterschiedlichen Taxi- und Fahrdienst-Apps weltweit beteiligt. In Europa hat sich Didi an dem Unternehmen Taxify beteiligt. Es ist davon auszugehen, dass Taxify einen Gang höher schalten wird und zum ernstzunehmenden Konkurrenten für mytaxi werden wird.

Bild: Uber (alle Rechte vorbehalten)

Krieg der Sterne: Uber bekommt in London Konkurrenz durch Via und Taxify

Bisher war Uber mehr oder weniger der einzige große on-demand Fahrdienst in London. Die traditionellen schwarzen Cabbies sind durch den Erfolg von Uber stark unter Druck geraten.  Die amerikanische Ridesharing Plattform bekommt jetzt Konkurrenz von zwei Anbietern. Die App Taxify wird in London starten und das von Mercedes-Benz Vans finanzierte Unternehmen Via ebenso.

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Taxify startet mit Problemen

Die Taxi App Taxify aus Estland wurde als erstes aktiv. Bereits letzte Woche wurde der Service gestartet, musste wegen Lizenzproblemen nach drei Tagen pausiert werden. Es wird nicht lange dauern, bis Taxify wieder los legt. Seit ein paar Jahren ist der Fahrdienst in Osteuropa und in Afrika aktiv. Das Setup ist mit Uber vergleichbar und unterscheidet sich in wenigen Punkten. Unter anderem können die Fahrgäste auch mit Bargeld bezahlen und nicht nur über die registrierten Kreditkarten. Der Fahrpreis für die Nutzer soll geringer sein und auch die Fahrer müssen weniger an die Plattform abdrücken. Bei Uber zahlen die Fahrer bis zu 30% Vermittlungsgebühr, bei Taxify lediglich 15% des Fahrpreises. Das ist eine attraktive Alternative für die Fahrer, die sie in Betracht ziehen werden, wenn die Nachfrage da ist.

Mercedes Benz bring Via nach London

Via wird in London demnächst mit einem dynamischen Shuttle Dienst unterwegs sein, nachdem die Genehmigungen eingeholt sind. Ähnlich wie bei Uber Pool werden sich mehrere Fahrgäste ein Fahrzeug teilen, sofern sie in die gleiche Richtung unterwegs sind. Via gibt an, dass der entwickelte Algorithmus effizienter arbeitet, als der der Konkurrenten Uber und Lyft. Das führt dazu, dass die Auslastung der Fahrzeuge höher ist und die Nutzer weniger warten müssen und ohne größere Umwege von A nach B kommen. Transportiert werden die Fahrgäste in Minivans aus dem Hause Mercedes-Benz.

Mehr Konkurrenz um Fahrer

Die neuen Konkurrenten werden gut für die Fahrgäste sein, da sie so mehr Auswahl haben. Die Anbieter werden sich mit Rabatten und Angeboten überbieten, um die Fahrgastzahlen wachsen zu lassen. Auf der anderen Seite wird der Wettbewerb um Fahrer höher – schon jetzt zahlt Uber teilweise hohe Summen, um die Fahrer auf die Straße zu bringen. Darauf werden sich sich die Neueinsteiger auch einstellen müssen. Uber hat eine starke Marktposition und auch schon viel in London investiert. Die beiden Neueinsteiger müssen aggressiv auftreten, um ausreichend Nutzer zu finden. Taxify hat zuletzt viel Geld von Didi Chuxing aus China erhalten. Didi hat Uber aus China verdrängt und gibt hoffentlich nicht nur Geld, sondern auch die Erfahrungen weiter.

Bild: Taxify (alle Rechte vorbehalten)

Uber News: Neuer CEO und weiter Verluste

In der letzten Woche sind neue Zahlen von Uber durchgesickert und am Wochenende wurde bekannt, dass das Ridesharing Unternehmen nach langer Suche einen neuen CEO gefunden hat. Trotzt der Skandale in den letzten Monaten, die auch dazu geführt haben, dass Gründer und CEO Travis Kalanick gehen musste, ist das Fahrtvolumen weiter gewachsen. Verluste macht das Unternehmen aber weiterhin, was vor allem am Marketing und den teuren Projekten für die Entwicklung von vollautomatisierten Fahrzeugen und hochauflösenden Karten liegen dürfte.

Uber Zahlen im Überblick

Hier sind die Uber Zahlen des zweiten Quartals 2017 im Überblick:

  • Aussenumsatz: Die Einnahmen durch die vermittelten Fahrten stiegen im zweiten Quartal 2017 im Vergleich zu Q1 um 17%. Insgesamt wurden 8.7 Milliarden US$ umgesetzt, was 7.4 Milliarden Euro entspricht.
  • Umsatz: Von den 8.7 Milliarden US$ hat Uber die Summe von 1,75 Milliarden US$ einbehalten. Der Rest wurde an Partner und Fahrer ausgezahlt. Im ersten Quartal belief sich die Summe noch auf 1.5 Milliarden US$, im Jahr zuvor waren es 800 Mio. US$.
  • Verlust: Der Verlust im zweiten Quartal belief sich auf 645 Mio. US$, was etwa 550 Mio. Euro entspricht. Der Verlust verbesserten sich zum vorherigen Quartal um 9%. Das ist immer noch eine erhebliche Summe Geld, die Uber jedes Jahr verbrennt. So wie es aussieht, wird Uber im Jahr 2017 mehr als zwei Milliarden US$ Verlust einfahren. Auch im letzten Jahr lag der Verlust bei mehr als zwei Milliarden Dollar.
  • Gebuchte Fahrten: Das Fahrtvolumen hat sich im Vergleich zum Q2 2016 um 150% verbessert. Die entwickelten Länder, zu denen Märkte wie USA und Großbritannien gehören dürften, haben ein Wachstum von 90% erzielt. In den Ländern, die sich noch in der Entwicklungsphase befinden, lag das Wachstum bei 250%.
  • Geldreserven: Die Ridesharing Plattform verfügt immer noch über finanzielle Mittel in Milliardenhöhe. Insgesamt hat Uber noch 6.6 Milliarden US$, also mehr als 5.5 Milliarden Euro auf der Bank. Ende Q1 2017 lag die Summe noch bei 7.2 Milliarden US$.
  • Trinkgeld für Fahrer: Seit dem Start des Features in der App, über das die Fahrgäste den Fahrern ein Trinkgeld zahlen können, haben die Fahrer in den USA etwa 50 Mio. US$ Trinkgeld verdient. Das geben von Trinkgeld über die Uber App ist erst seit dem 20. Juni 2017 in ausgewählten Städten in den USA aktiv.

Neuer CEO: Dara Khosrowshahi von Expedia

Nach langer Suche hat Uber einen Ersatz für Gründer Travis Kalanick gefunden. Der Expedia Chef Dara Khosrowshahi soll den Job übernehmen. Zuvor waren die beiden Manager Jeff Immelt (General Electric) und Meg Whiteman (HP) als Kandidaten im Gespräch, haben sich dann aber selber via Twitter aus dem Rennen genommen. Khosrowshahi hat die Expedia Plattform seit 2005 erfolgreich geleitet und soll über die nötige operative Erfahrung verfügen, um Uber wieder auf Kurs zu bringen.

Bild: Uber Technologies (alle Rechte vorbehalten)