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Uber goes green

Uber plant in den nächsten drei Jahren zehn Millionen US-Dollar in den Ausbau nachhaltiger Verkehrssysteme zu stecken. Als Teil des Fonds spendet Uber 250.000 US-Dollar an SharedStreets, eine gemeinnützige Organisation, die sich auf die Erstellung von Standards für öffentliche Straßen und den Austausch von Daten konzentriert.

Das Unternehmen investiert unter anderem eine Millionen US-Dollar in eine Kampagne für Straßennutzungsgebühren in New York City, um Druck auf die hiesige Politik auszuüben, “die uns in eine nachhaltigere Zukunft führt“, sagte Uber Head of Transportation Policy Andrew Salzberg gegenüber TechCrunch.

Eines  der größten Shared Mobility Prinzipien von Uber konzentriert sich auf die produktivere Nutzung von Bordsteinkanten. Das Ziel ist, diese so zu verwenden, dass eine flexiblere Fahrzeug- und Parkplatznutzung möglich ist.

Für dieses Projekt arbeitet Uber mit dem Verkehrsberater Fehr & Peers zusammen. Das Unternehmen entwickelte einen „Bordsteinproduktivitätsindex”, der die Anzahl der Passanten berechnet, die einen Bordstein pro Stunde und pro 20 Fuß (etwa 6m) betreten (entspricht etwa der Größe eines Parkplatzes).

Die Unternehmungen von Uber ebnen auch den Weg für ein effizienteres Ridehailing. Durch die Einführung von Straßennutzungsgebühren werden die Straßen geleert, so dass sich die Fahrzeuge von Uber freier und effizienter bewegen können.

Weitere Prinzipien zur Gestaltung eines nachhaltigen Verkehrs, wie der Ausbau von Fahrradwegen und der Infrastruktur von E-Bike-Ladestationen, kommen dem Unternehmen ebenfalls, insbesondere Jump, zu Gute. Gleichzeitig besteht das Potenzial durch die Umsetzung der Maßnahmen, den Städten und den Menschen, die in ihnen leben, einen breiten Nutzen zu stiften.

Bild: uber.com (alle Rechte vorbehalten)

Autonomes Fahren – Toyota investiert in Uber

Mit einem 500 Millionen Dollar Investment will der japanische Autohersteller Toyota das amerikanische Dienstleistungsunternehmen Uber dabei unterstützen, die Entwicklung eines autonomen Fahrzeugs voranzutreiben. Ziel dabei sei es, die selbstfahrenden Autos als Rufservice auf den Markt zu bringen.

Bisher galten die beiden Unternehmen als große Konkurrenten in der Entwicklung autonomer Autos. Mit der Partnerschaft verdeutlicht Uber seine Strategie, durch Kooperationen den Ausbau und die Verfeinerung der Technologie umzusetzen.

Die Zusammenarbeit beinhalte eine Zusammenführung des autonomen Fahrsystems von Uber mit dem Guardian-System von Toyota. Bei letzterem handelt es sich um ein automatisiertes System, das zwar einige Sicherheitsmerkmale bietet, aber es einem Fahrzeug bislang nicht erlaubt, völlig autonom zu fahren.

In den letzten zwei Jahren ergaben sich diverse Partnerschaften zwischen Automobilherstellern, Technologieunternehmen und anderen Dienstleistern, um gemeinsam an der komplexen Technologie zu arbeiten und Kosten zu teilen.

 

Uber setzt auf E-Bikes in der Hauptstadt

Uber hat seine Strategie überdacht. Mit einem zusätzlichen Angebot an Elektrofahrrädern möchte der Fahrdienstvermittler zukünftig den Markt für sich gewinnen. Dazu kaufte Uber im April 2018 das Start-Up Jump auf. Die orangefarbenen Elektroräder wurden bereits vor einigen Wochen in den USA lanciert. Im Sommer gehen die Fahrräder nun in Berlin an den Start. Im Zuge der NOAH Conference in Berlin verkündete CEO Dara Khosrowshahi, dass das Konzept auch auf weitere Städte in Europa ausgedehnt werden soll.

Uber forciert europäischen Markt

Der neue Service stößt auf Verwunderung. So hat er doch gar nichts mit dem ursprünglichen Angebot von Uber gemein. Doch mit Blick auf Ubers fehlgeschlagene Versuche, sich als Fahrdienstleister in Europa zu etablieren, verwundert die neue Strategie kaum noch. Uber geriet in den vergangenen Jahren in etliche Konflikte mit europäischen Verkehrsbehörden und störte sich speziell an den strikten Verordnungen für Personentransporte. Umgekehrt wurde Uber von Seiten der europäischen Kooperationspartner Mangel an Zusammenarbeit und Verantwortung vorgeworfen.

Ausweitung des Produktportfolios

Neu ist auch das Angebot an Elektrofahrzeugen, das Uber unter dem Projektnamen UberGreen vorantreibt. UberGreen befindet sich derzeit mit 30 Fahrzeugen in einer Testphase in München und soll bis spätestens Ende des Jahres auch in der Hauptstadt umgesetzt werden. Mit der nachhaltigen und klimafreundlichen Produktpolitik werden Bemühungen ersichtlich, mit denen Uber in Europa, insbesondere Deutschland, wieder Fuß fassen will. CEO Khosrowshahi setzt auf den Ausbau der App, die dem Nutzer in Zukunft unterschiedliche Verkehrsmittel empfiehlt: „Autos werden für uns die gleiche Rolle spielen, wie einst Bücher für Amazon.

Bildquelle: www.gruenderszene.de (alle Rechte vorbehalten)

Fahrdienst mit Motorrädern in Afrika: Taxify und Uber starten Services

In Afrika treten die beiden Mobility Plattformen Taxify und Uber gegeneinander an, jetzt haben beide Unternehmen zeitgleich einen Fahrdienst mit Motorrädern gestartet. Der Dienst kann wie gewohnt über die jeweilige App gebucht werden. Uber hat schon in Asien mit einem ähnlichen Dienst experimentiert und ganz am Anfang auch in Paris. Für Taxify ist es der erste Service dieser Art.

Bevorzugtes Transportmittel in Afrika


Bei Taxify heißt der neue Dienst mit Motorrädern schlicht Boda. In Ostafrika werden Motorradtaxis Boda Boda genannt, sie sind häufig das Mittel der Wahl, um von A nach B zu kommen. Das Unternehmen will mit dem Schritt etwas mehr Ordnung in ein chaotisches System bringen und dafür sorgen, dass die Motorradtaxis leichter zugänglich sind. Die durchschnittliche Anfahrtszeit soll in Nairobi bei unter vier Minuten liegen. Der Fahrpreis für den Ride-Sharing Dienst mit Motorrädern ist mehr als 50 Prozent günstiger als ein vergleichbarer Dienst mit Autos.

Sicherheit im Fokus

Taxify legt großen Wert auf Sicherheit. Es werden nur Fahrer aufgenommen, die von den lokalen Transport- und Sicherheitsbehörden lizenziert wurden und über drei Jahre Erfahrung haben. Die Motorräder dürfen nicht älter als drei bis vier Jahre sein, um für den Dienst zugelassen zu werden. Die Fahrer werden mit zwei Helmen ausgestattet und einem Headset für die Navigation per Sprachbefehle.

Uber startet in Uganda

Mitbewerber Uber startet seinen Motorraddienst in Uganda. Das Unternehmen hat sich die Hauptstadt Kampala ausgesucht, wo Fahrdienste mit Zweirädern äußerst beliebt sind. Ähnlich wie bei Taxify werden die Fahrer zum Thema Sicherheit geschult und müssen über die nötigen Lizenzen verfügen. Auch von Uber werden die Fahrer mit Helmen und Warnwesten ausgestattet. Zu Beginn startet der Fahrdienst in Kampala mit etwa 100 Fahrern, die Zahl dürfte schnell wachsen. In der Hauptstadt Ugandas waren pro Woche schätzungsweise fast 2 Millionen Fahrten durchgeführt.

Lokale Mitbewerber seit längerem aktiv

Einige lokale Mitbewerber sind mit einem Motorrad-Dienst schon in Afrika aktiv. In Ruanda ist das Startup SafeMotors seit 2015 unterwegs. Ein weiterer lokaler Wettbewerber ist die Smartphone-App SafeBoda, die bereits seit 2014 in Kampala, Uganda aktiv ist. Wie der Name beider Unternehmen schon sagt, wird viel Wert auf Sicherheit gelegt. Die Fahrer müssen erst unterschiedliche Trainings durchlaufen, bevor sie Fahrgäste transportieren dürfen. Außerdem erhalten sie Helme und Warmwesten. Die Smartphones der Fahrer werden genutzt, um Daten über die Bremsvorgänge zu sammeln. Diese werden wiederum genutzt, um die sichere Fahrweise der Fahrer zu fördern.

Bild: Taxify (alle Rechte vorbehalten)

Bike-Sharing: Uber übernimmt JUMP

Uber und JUMP arbeiten schon seit ein paar Monaten in San Francisco zusammen. Dort ist das Bike-Sharing Angebot von JUMP in die Uber App integriert. Jetzt folgt der nächste Schritt und JUMP wird komplett von Uber übernommen. Anscheinend soll Uber bis zu 200 Mio. Dollar für das Bike-Sharing Angebot gezahlt haben, ein stolzer Preis für einen kleineren Anbieter der Branche.

Unternehmensvision soll schneller erreicht werden

JUMP wird sich auf Grund der Reichweite von Uber für die Fusion entschieden haben. Uber ist in fast jeder Stadt in den USA vertreten, JUMP nur vereinzelt. Das Unternehmen hofft, die Unternehmensvision so schneller erreichen zu können. Uber ist auf dem Weg zu einer umfassenden urbanen Mobilitätsplattform, die mehr abdeckt als nur Ride-Sharing und -Hailing Dienste. Bike Sharing ist eine Richtung, außerdem möchte das Unternehmen näher an den ÖPNV heranrücken.

Vor dem Bike-Sharing Boom gegründet

Das Unternehmen JUMP hat eine längere Vergangenheit und wurde schon lange vor dem aktuellen Bike-Sharing Boom gegründet. Im Jahr 2010 wurde das Unternehmen unter dem Namen Social Bicycles gestartet und hat an öffentlichen Ausschreibungen für Bike-Sharing Angebote teilgenommen und auch gewonnen. So wurden 12.000 Fahrräder in 40 Städten in 6 Ländern ausgerollt, in enger Partnerschaft mit den Städten und unter fremden Marken. Meist wurden die Fahrräder an die lokalen Partner verkauft.

Enorme Veränderungen in den letzten beiden Jahren

In den letzten zwei Jahren hat sich das Bike-Sharing Segment enorm verändert. Weg von öffentlich finanzierten und ausgeschriebenen Angeboten und hin zu privat finanzierten Unternehmen. Es sind mehrere Milliarden Dollar in die unterschiedlichen Bike-Sharing Unternehmen geflossen, die meisten davon haben ihren Ursprung in Asien. Zu den großen Anbietern gehören die Unternehmen Ofo und Mobike. Diesen System-Wechsel hat auch Social Bicycles zum Anlass genommen und die Ausrichtung geändert.

250 E-Fahrräder in San Francisco

Im letzten Jahr wurde mit JUMP eine eigene Marke gegründet und im Januar wurden 250 E-Fahrräder in San Francisco auf die Straße gebracht. Anstatt Fahrräder und die Systeme dahinter zu verkaufen, ist das Unternehmen zum Betreiber einer eigenen Flotte geworden. Kurz nach dem Start erfolgte die Integration in die Uber App für Nutzer in San Francisco. Die Mobilitätsplattformen wie Ola, Didi Chuxing oder Grab aus Asien hatten bereits Bike-Sharing Angebote integriert, so sah sich Uber unter Zugzwang und hat mit JUMP das Angebot UberBike gestartet. Laut JUMP kommt ein Großteil der Fahrten noch über die eigene App. Die Räder scheinen grundsätzlich gut angenommen zu werden. Zwischen sechs und sieben Fahrten werden pro Tag von den Nutzern durchgeführt, die durchschnittliche Fahrt soll etwa vier Kilometer lang sein. Ein Großteil der Fahrten ist in der Früh (22 Prozent) oder am Abend (20 Prozent), JUMP schlussfolgert daraus, dass viele Berufspendler auf das Angebot zurückgreifen.

Stolzer Preis von 200 Mio. Dollar

Die Mitarbeiter werden zu Uber wechseln, das Unternehmen soll aber unter dem alten Nahmen und als eigene Abteilung weiter bestehen bleiben. Die App soll auch erstmal bestehen bleiben. Fraglich ist die hohe Bewertung des Unternehmens. Die Summe von fast 200 Mio. US Dollar ist ein stolzer Preis für ein Unternehmen, das nur 250 E-Fahrräder betreibt und sich um die Entwicklung der Räder kümmert. Gut möglich, dass Uber von den Kontakten zu Behörden und zur Politik profitieren möchte. Erst im Januar hat JUMP eine Finanzierung in Höhe von 10 Mio. Dollar abgeschlossen, angeführt von Uber Investor Menlo Ventures.

Bild: JUMP (alle Rechte vorbehalten)

Mobilitätsplattform: Uber setzt zusätzlich auf Bike Sharing, Carsharing und ÖPNV

Uber entwickelt sich weiter in Richtung umfassende Mobilitätsplattform. Auf einer Veranstaltung in Washington D.C. hat der Uber Chef Dara Khosrowshahi angekündigt, dass Uber eine Reihe von Mobilitätsdiensten in die App integrieren wird. Außerdem werden erhobene Daten über das Verkehrsverhalten und die Parkraumnutzung mit den Städten geteilt. Ziel ist den privaten PKW Besitzt zu reduzieren, auch wenn dadurch Ride-Sharing Fahren der Plattform kanibalilisiert werden.

Bike Sharing via JUMP

Uber wird mit der Integration von Carsharing Dienste, Bike Sharing und die Verknüpfung mit dem ÖPNV zu einer umfassenden Mobilitätsplattform. Die neuen Angebote werden nicht selbst aufgebaut, sondern entstehen durch Partnerschaften. In den vergangen Tagen wurde bekannt, dass Uber den Bike-Sharing Dienst JUMP für fast 200 Mio. Dollar übernommen hat. JUMP wird die Grundlage der des Bike-Sharing Angebots bei Uber werden. Bisher wurden die Räder nur in San Francisco unter dem Namen Uber Bike in der App angezeigt, jetzt kommt Washington D.C. dazu.

Peer-2-Peer Carsharing auch für Nutzer

Im Bereich Carsharing arbeitet Uber mit der Peer-2-Peer Carsharing Plattform Getaround zusammen. In San Francisco können die Nutzer über die Uber App die Fahrzeuge von Getaround mieten. Der neue Dienst soll Uber Rent genannt werden und bei Erfolg in weiteren Städten in den USA ausgerollt werden. Uber und Getaround arbeiten schon länger zusammen, um interessierte Fahrer mit Fahrzeugen zu versorgen. Jetzt wird das Angebot auch den Nutzern zugänglich gemacht. Mit der Integration von Carsharing folgt Uber den Konkurrenten aus Asien, die bereits mit einem ähnlichen Modell experimentieren. Ob Uber Carsharing auch in anderen Ländern plant, ist noch nicht bekannt.

Tickets für den ÖPNV über die Uber App

Um sich enger mit dem ÖPNV zu verknüpfen, hat sich Uber mit dem Startup Masabi zusammengetan. Masabi entwickelt Lösungen für mobiles Ticketing für die öffentlichen Verkehrsmittel. Die beiden Unternehmen arbeiten noch an den Details der Kooperation und an den Märkten, die zuerst angefangen werden sollen. Prinzipiell ist das Ziel, dass in der Uber-App Tickets für den ÖPNV gekauft werden können. Gut möglich, dass Uber den Ticketpreis mit dem Fahrpreis für die Uber-Fahrt verrechnet, falls die Nutzer Uber und ÖPNV auf einer Strecke nutzen.

Auf einer Goldman Sachs Konferenz hat Uber CEO Khosrowshahi angekündigt, dass sich das Unternehmen mit dem ÖPNV verbinden wird und dass sich die Uber App zu einer Plattform für Mobilitäts- und Transportdienste entwickeln wird. Jetzt fängt das Unternehmen an, erste Ergebnis dieser Strategie zu liefern.

Bild: Uber (alle Rechte vorbehalten)

Autonome Autos: Uber soll Systeme an Toyota verkaufen

Die Fahrdienstplattform Uber wird damit beginnen, die Systeme für autonome Autos an Interessenten wie Automobilhersteller zu verkaufen. Uber ist mit dem japanischen Konzerne Toyota im Gespräch, Toyota möchte die Systeme von Uber einkaufen. Es war abzusehen, dass Uber nicht nur Fahrzeuge für die eigene Plattform mit den Systeme ausstatten wird, sonder auch daran interessiert ist, als Zuliefere aufzutreten.

Toyota will Systeme in Minivans einsetzen

Toyota soll daran interessiert sein, die Systeme von Uber für MiniVans zu nutzen. Die hochrangigen Toyota Manager Shigeki Tomoyama und Gill Pratt sollen sich mit dem Uber CEO Dara Khosrowshahi in Pittsburgh getroffen haben, um den Deal zu besprechen. Fraglich ist, ob Toyota nach dem tödlichen Unfall mit einem selbstfahrenden Uber-SUV an den Plänen festhält.

Autonome Autos werden in Pittsburgh entwickelt

In Pittsburgh betreibt Uber sein Forschungszentrum für die Entwicklung von autonomen Fahrzeugen. Toyota kann sich trotz eigener Forschung und Entwicklung im Bereich autonomes Fahren den Zukauf von passenden Systemen vorstellen. Erst kürzlich wurden Pläne bekannt, dass mehr als zwei Milliarden Dollar in ein Forschungszentrum investiert werden sollen.

Uber rüstet schon jetzt Fahrzeuge auf

Uber hat Erfahrung damit, die eigenen Systeme für autonomes Fahren in Serienfahrzeuge zu verbauen. Die Flotte von Uber besteht aus serienmäßigen Volvo SUVs, die von Uber aufgerüstet werden. Außerdem wurde eine Absichtserklärung mit Volvo unterzeichnet, um mehr als 24.000 XC90 SUVs zu für den Einsatz auf der Uber Plattform aufzurüsten.

Strategie erinnert an Waymo und Fiat Chrysler

Die Strategie von Toyota und Uber erinnert an das Vorgehen von Waymo in den USA. Das Schwesterunternehmen von Google bestückt Minivans des Herstellers Fiat Chrysler mit Sensoren, Rechnern und Software und setzt diese in Arizona und Kalifornien ein. Uber ist auch nicht das einzige Unternehmen, dass sich als Zulieferer für Systeme für autonome Fahrzeuge positionieren wird. Zu den Konkurrenten gehören Waymo, Aptiv und Aurora. Auch das Konsortium rund um BMW und Intel will später die Systeme für selbstfahrende Autos an andere Hersteller verkaufen.

Bild: Uber (alle Rechte vorbehalten)

Mobilitätsplattform: Uber zieht sich aus Südostasien zurück – Verkauf an Grab

Nach dem Einstieg von SoftBank gibt die Mobilitätsplattform Uber eine weitere Region an einen lokalen Wettbewerber ab. Die Märkte in Südostasien werden an Grab verkauft, eine Mobility Plattform, die auch von SoftBank finanziert wird. Der Deal wurde von Grab bestätigt. Der Mobilitätsmarkt in Südostasien wächst schnell, bis 2025 sollen pro Jahr mehr als 20 Milliarden Dollar umgesetzt werden.

Grab ist lokaler Platzhirsch in Südostasien

Uber gibt nicht nur den Fahrdienst in Südostasien ab, sondern auch das Liefergeschäft UberEATS. Beides soll mit des Pendants von Grab verschmelzen. Die Integration soll in den kommenden zwei Wochen für das Ride-Sharing Geschäft abgeschlossen sein, UberEATS soll bis Ende Mai in GrabFood integriert sein.

Im Gegenzug erhält Uber 27.5 Prozent an Unternehmensanteilen an dem fusionierten Unternehmen. Ob zusätzlich noch Geld geflossen ist, ist nicht bekannt. Die Verschmelzung der Mobility Platform Grab mit den Geschäftsbereichen von Uber kann als Sieg für den lokalen Platzhirschen gewertet werden. Grab ist in mehr als 190 Städten in der Region aktiv, die App wurde mehr als 85 Mio. Mal heruntergeladen. Insgesamt wurden vier Milliarden Dollar eingesammelt, die Bewertung liegt bei mehr als sechs Milliarden Dollar. Das Unternehmen kann sich jetzt auf den Wettbewerb mit dem aufstrebenden Mitbewerber Go-Jek konzentrieren, der immer stärker in der Region wird.

SoftBank als Treiber hinter lokaler Mobilitätsplattform

Über den möglichen Rückzug von Uber aus der Region in Asien haben wir schon vor einigen Wochen berichtet. Treiber dahinter wird der Investor SoftBank sein, der sowohl im großen Stil an Uber und auch an Grab beteiligt ist. SoftBank hat kein Interesse daran, dass sich die eigenen Beteiligungen einen teuren Wettkampf um Fahrer und Nutzer liefern. Das niedrige Preisniveau in der Region ist schon eine große Herausforderung, wenn es darum geht, eine profitables Geschäft aufzubauen.

Stehen weitere Konsolidierungen bevor?

Uber hat sich in den letzten Jahren bereits aus zwei Märkten zurückgezogen. In China wurde das Geschäft an Didi Chuxing verkauft, das auch von SoftBank finanziert wird. In Russland hat die Ride-Sharing Plattform das lokale Setup an Yandex veräußert. Gut möglich, dass in den kommenden Monaten weitere Konsolidierungen bevorstehen – SoftBank würde gerne von Uber sehen, dass sich das Unternehmen auf die Nordamerika und Europa fokussiert. In Indien konkurriert Uber mit dem ebenfalls von SoftBank finanzierten Ola, bisher wird Indien aber noch als Schlüsselmarkt bei Uber gesehen.

Bild: Grab (alle Rechte vorbehalten)

Uber steigt ins Geschäft für Krankenfahrten ein

Der amerikanische Fahrdienst Uber hat in den USA einen neuen Dienst für Krankenfahrten mit dem Namen Uber Health gestartet. Uber Health ist eine Plattform für geplante Krankentransporte, der von Kliniken, Arztpraxen oder Reha-Einrichtungen genutzt werden kann, um die Patienten zu befördern. Der Dienst wird über ein zentrales Dashboard gesteuert, die Patienten brauchen nicht mal die Uber App oder ein Smartphone.

Patienten kommen in den USA nicht zum Arzt

Uber sieht in dem Gesundheitsmarkt ein großes Potential. Laut eigener Angaben verpassen pro jähr 3.6 Mio. Amerikaner wichtiger Arzttermine, da sie keine Möglichkeit haben, zuverlässig zum Arzt oder wieder zurück zu kommen- die Zahl ist steigend. Im Gesundheitsbereich hat Uber seit 2014 unterschiedliche Testballone durchgeführt, eher mit Marketing-Charakter. So konnten Grippeimpfungen über die Uber-App bestellt werden oder es wurden vergünstigte Fahrten zu Brustkrebs-Screenings angeboten.

Uber Health soll der erste Dienst im Gesundheitsbereich sein, der dauerhaft angeboten wird und einen größten Impact haben soll. Über das Dashboard können die Krankentransporte einfach für die Patienten gebucht werden.

Krankenfahrten können über Portal gebucht werden

Die Klink muss auf der Website den Namen und die Kontaktdetails der Kunden eingeben, sowie Abhol- und Zielort. Sollten in der Region mehrere Fahrzeugklassen angeboten werden, kann die Klinik die passende Kategorie auswählen. Fahrten können mit einer Vorlaufzeit von bis zu 30 Tagen gebucht werden.

Die Kommunikation mit dem Patienten erfolg über SMS. Sobald die Fahrt gebucht ist, erhält der Kunde eine Nachricht über die Buchung, inklusive einem Link zu den Beförderungs- und Geschäftsbedingungen. Die Ankunftszeit des Fahrers, inklusive Fahrzeug und Nummernschild wird ebenfalls per Textnachricht übermittelt. Sollte der Patient über ein Smartphone verfügen, kann er eine Web-Ansicht aufrufen, auf der der Fahrer in Echtzeit verfolgt werden kann. In einem späteren Schritt sollen die Kunden auch per Sprachanruf über die Fahrtdetails informiert werden können.

Fokus auf Datenschutz

Die Vorschriften in den USA schreiben vor, dass die Kundendaten auf nach bestimmten Regeln zertifizierten Servern gespeichert werden müssen, auf die nur die Kliniken Zugriff haben. Deswegen speichert Uber die Kunden- und Fahrtdaten nicht auf eigenen Servern. Bestimmte Features sollen den Gesundheitseinrichtungen die Abrechnung und das Reporting erleichtern.

Für die Nutzung der Plattform stellt Uber keinen Betrag in Rechnung, nur die Fahrten müssen bezahlt werden. Die Fahrpreise decken sich mit den Fahrten, die über die normale Uber App gebucht werden. Insgesamt 100 Einrichtungen sollen die Plattform bisher in der Beta-Phase nutzen, über eine API soll die Plattform an bestehende Systeme zur Patientenverwaltung angeschlossen werden können.

Bild: Uber (alle Rechte vorbehalten)

Fahrdienst Plattformen: Lyft soll in den USA schneller wachsen als Uber

Im abgelaufenen Jahr scheint sich Lyft, einer der großen Fahrdienst Plattformren für die USA und Kanada gut entwickelt zu haben. Dazu dürften auch die zahlreichen Skandale bei Konkurrent Uber beigetragen haben und die Expansion in neue Märkte in den USA und Kanada. Der Netto-Umsatz bei dem Ride-Sharing Dienst ist auf mehr als eine Milliarde Dollar geklettert und vor allem das vierte Quartal ist stark ausgefallen. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz um 168 Prozent in Q4 2017 gestiegen. Konkurrent Uber hat ein Wachstum von 61 Prozent vorweisen können.

Lyft nur in Nordamerika aktiv

Die beiden Zahlen lassen sich eigentlich schwer vergleichen, da Lyft nur in den USA aktiv ist und Uber seinen Dienst weltweit anbietet. Da von Uber nur die globalen Zahlen bekannt sind, ist schwer zu sagen, wie sich das US Geschäft nach den Rückschlägen im vergangenen Jahr entwickelt hat und was die Wachstumsmärkte für das Unternehmen sind.

Bei den Umsätzen liegt Konkurrent Uber meilenweit voraus, auch auf Grund der internationalen Präsenz. Lyft kommt auf einen Jahresumsatz von einer Milliarde Dollar, Uber hat im letzten Quartal  um die 2.2 Milliarden Dollar an netto Umsätzen eingefahren. Ein Großteil davon dürfte in den internationalen Märkten angefallen sein.

Beide Fahrdienst Plattformen noch nicht profitabel

Profitabel ist Lyft noch nicht in den USA. Das Unternehmen versucht seine Kosten in den Griff zu bekommen, in dem die Stellschrauben für Fahrer-Bonis und Kundengutscheine justiert werden. Die beiden großen Ride-Sharing Dienste geben jede Menge Geld aus, um Fahrer und Nutzer an den Dienst zu binden. Uber hat im letzten Quartal 2017 fast eine Milliarde für Gutscheine und Fahrer-Bonis ausgezahlt. Auch bei Lyft dürften die Ausgaben extrem hoch sein.

Im Jahr 2018 will Lyft weiter expandieren und wachsen. Ziel ist, dass mehr als 10 Millionen Fahrten pro Woche durchgeführt werden, bei sinkenden Kosten für Marketing und Fahrer. Anfang des Jahrs gab es auch Gerüchte, dass Lyft nach Berlin expandieren will, dazu hat sich das Unternehmen bisher noch nicht geäußert.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)