Schlagwort-Archive: UberEATS

Lieferdienst für Essen: UberEats wird für Uber immer wichtiger

Der Lieferdienst für Essen UberEats scheint sich auf Order-Seite erfolgreich zu entwickeln. Auf der DLD in München hat der Uber CEO Dara Khosrwshahi das Ziel ausgeben, dass UberEats in diesem Jahr der weltweit größte Lieferdienst für Essen wird. Hierzulande haben fast zeitgleich Fusionsgerüchte über Lieferheld und Lieferando für Aufmerksamkeit gesorgt, was mittlerweile von beiden Unternehmen dementiert wurde.

UberEats Geschäft wächst rasant

Dara Khosrowshahi hat auf der DLD Konferenz in München betont, dass das UberEats Geschäft explodiert und dass die Unternehmenssparte in diesem Jahr der größte Lieferdienst für Essen weltweit wird, noch vor Delivery Hero oder Deliveroo. Genaue Zahlen, um sein Statement zu untermauern, hat Khosrowshahi nicht geliefert. Sein Unternehmen befindet sich auch im Food Delivery Bereich in einem harten Wettbewerb mit gut finanzierten Wettbewerbern. Die angekündigte Marktführerschaft wird mit hohen Verlusten erkauft worden sein. Kunden werden durch Rabatt-Aktionen zum Bestellen motiviert und Fahrer erhalten hohe Bonuszahlungen, wenn sie Aufträge annehmen.

Unklar ist, ob UberEats auch in Deutschland starten wird oder ob der Markt hier den Anbietern Foodora, Lieferando und der Foodora Mutter Delivery Hero überlassen wird.

Übernahme von Ando 

Um seinen Lieferdienst zu stärken, hat Uber die Restaurant-Kette Ando übernommen. Ando hat sich auf Lieferdienste fokussiert und bietet seine angesagten Gerichte hauptsächlich über diese an. Bisher war die Uber-Plattform Vermittler zwischen Restaurants und den Kunden und hat sich um den Transport gekümmert. Jetzt geht das Unternehmen einen Schritt weiter und wird auf Restaurant-Seite aktiv. Es ist nicht bekannt, ob UberEats jetzt selbst in die Produktion der Gerichte einsteigt oder ob der Fokus auf der Technologie von Ando liegt. Durch diesen Schritt kann sich die Plattform einen Wettbewerbsvorteil erarbeiten und höherer Margen erzielen. Konkurrent Deliveroo hat angekündigt, sogenannten Deliveroo Kitchens zu eröffnen, in denen ausschließlich Gerichte für den Lieferdienst gekocht werden. Das soll auch dafür sorgen, dass die Gerichte schneller beim Kunden sind und mehr Kunden erreicht werden.

Bild: UberEats (alle Rechte vorbehalten)

Square wolle Caviar an Uber oder GrubHub verkaufen

Das Payment-Unternehmen wollte Caviar, seinen Lieferdienst für Essen verkaufen, hat aber keinen Käufer gefunden, der einen angemessenen Preis zahlen wollte. Als mögliche Käufer sollen Uber, GrubHub und Yelp kontaktiert worden sein. Die Gespräche wurden gestartet, nachdem Square eine Anfragen von einem potentiellen Käufer erhalten hatte. Square hat einen Kaufpreis von 100 Mio. US$ aufgerufen, was keinen Käufer überzeuge konnte. Uber soll ein Angebot abgegeben haben, das als zu niedrig eingestuft wurde.

Square ist mit einem Mobile Point of Sale System bekannt geworden. Das mittlerweile börsennotierte Unternehmen hat als erstes Kartenleser auf den Markt gebracht, die mit dem Smartphone verbunden werden können, um Kartenzahlungen ohne teure Zusatzgeräte anbieten zu können. Zielgruppe sind kleine Cafés, Restaurants, Geschäfte oder auch Taxi-Fahrer.

Caviar arbeitet nicht profitabel

Die Verkaufsgespräche sollen schon 2015 gestartet sein und sich über das erste Quartal 2016 erstreckt haben. Wie andere Essenlieferservices auch, arbeitet Caviar noch nicht profitabel. Die Verluste werden aber nicht in den Quartalszahlen von Square veröffentlicht. In letzter Zeit wurde es für on-demand Lieferstartups schwieriger, Finanzierungen einzusammeln. Postmates hat länger benötigt, um die Finanzierung einzusammeln. DoorDash musste eine Finanzierung bei gleichbleibender Bewertung aufnehmen. Das belgische Startup Take Eat Easy gab auf, genau wie Pronto aus London oder TokTokTok aus Frankreich. Der Wettbewerb ist immens. Uber rollt sein Modell UberEATS in immer mehr Städten aus, Foodora und Deliveroo sind ebenfalls gut finanziert. Zuletzt ist Amazon mit einem Lieferdienst für Essen nach London expandiert.Von Amazon ist bekannt, dass das Unternehmen einen langen Atem hat.

Caviar 2014 erst übernommen

Square hat Caviar im August 2014 für 90 Mio. US$ in Aktien übernommen. Dadurch wollte Square den Markt für die Bezahlsysteme ankurbeln. Auf der anderen Seite wollt es auch seinen Restaurant-Kunden ermöglichen, den Umsatz durch den Lieferservice zu erhöhen. Das operative Geschäft von Caviar wurde in den letzten Monaten gekürzt, um Kosten zu sparen.

Bild:

UberEats auch in Deutschland? – Konkurrenz für Deliveroo und Foodora

Uber scheint auch in Deutschland in den Markt der Essenlieferdienste einzusteigen. Bisher liefern sich die beiden Unternehmen Foodora und Deliveroo einen Kampf um Marktanteile. Beide Unternehmen verteilen jede Menge Gutscheine, um Kunden zu gewinnen. Aktuelle Stellenausschreibungen von Uber legen nahe, dass das gut finanzierte Unternehmen den Lieferservice UberEats in München und Berlin starten will.

Eigene App für UberEats

UberEats wird bisher in etwa zehn amerikanischen Städten und in London angeboten. Mit UberEats können sich Kunden Essen von einer Reihe beteiligter Restaurants aussuchen und gegen Zahlung einer Gebühr nach Hause liefern lassen. In einigen Stadtgebieten gibt es auch die Option der Sofortlieferung, die eine Lieferung innerhalb von rund zehn Minuten garantiert. UberEats ist das erste Angebot von Uber, das in eine separate App ausgegliedert wurde.

Christian Freese, General Manager für Deutschland, hatte schon mit einem früheren Start geliebäugelt. Ein Start Ende 2015 wurde sogar mal in Aussicht gestellt. Zu den aktuellen Stellenausschreibungen will sich Uber nicht äußern. Auch ein Starttermin wird nicht kommuniziert. Die offizielle Äußerung lautet, dass man sich die Stadt Berlin ansehe.

Mit Fahrdienst ausgebremst

Bisher ist Uber mit dem Fahrdienst UberX in München und Berlin aktiv, hinzu kommt noch der Service UberTaxi. In den letzten Monaten musst Uber einige Rückschläge einstecken. Der Mitfahrservice UberPOP wurde verboten, UberX kann nur unter Auflagen angeboten, die ein schnelles Wachstum verhindern. Mit den Fahrdiensten ist Uber nur noch in Berlin und München aktiv, aus Hamburg, Frankfurt und Düsseldorf hat sich das Unternehmen zurückgezogen.

Bild: Shima Aji Sushi at Troquet by Beautiful Cuisine von Dale Cruse (bestimmte Rechte vorbehalten)

UberEATS als separate App, Valk Fleet eingestellt

Zwei Kurznachrichten aus dem Bereich der Lieferservices für fertig zubereitete Gerichte von Restaurants: Delivery Hero stellt den eigenen Logistikservice Valk Fleet ein. Uber launcht mit UberEATS die erste separate App.

Delivery Hero stellt Valk Fleet ein

Das Berliner Unternehmen Delivery Hero, den meisten besser bekannt als Lieferheld, stellt den Betrieb von Valk Fleet wieder ein. Valk Fleet wurde erst im letzten Jahr gestartet und bietet Logistik- und Lieferdienste für Restaurants an. Valk Fleet hat dabei die Fahrer und die entsprechende IT-Infrastruktur gestellt. Im Fokus standen also Restaurants, die keine eigenen Fahrer angestellt haben oder kurzfristig zusätzliche Kapazitäten benötigen. Diese Restaurants konnten das Angebot von Valk Fleet für Orders aus allen Kanälen nutzen. Es war keine Voraussetzung, dass die Orders über das Delivery Hero Netzwerk kamen.

Delivery Hero will sich bei dem Geschäft mit eigenen Fahren ganz auf Foodora konzentrieren. Ein Großteil des Valk Fleet Teams wird zu Foodora wechseln. Foodora wurde im letzten Jahr von Rocket Internet an Delivery Hero übergeben. Vor allem in Großbritannien scheint sich Valk Fleet schwer getan zu haben. Einerseits sind die Margen sehr gering und auf der anderen Seite sind Konkurrenten wie Deliveroo, Quiqup oder Stuart überpräsent. Delivery Hero beendet somit in kurzer Zeit den zweiten Versuch als  Logistikdienstleister aufzutreten. Im letzten Jahr wurde die Beteiligung an Food Express fallengelassen. (via TechCrunch)

UberEATS startet als separate App in den USA

Uber bringt mit UberEATS eine separate Smartphone-App für den Restaurant-Lieferservice an den Start. Bisher hat Uber alle Angebote in der ursprünglichen Uber App angeboten, die Nutzer mussten UberEATS als eine der vielen Optionen auswählen. Uber hat mittlerweile realisiert, dass es wenig Sinn macht, alle Services in einer App anzubieten. Bisher ist die UberEATS App in Chicago, Houston, San Francisco und Los Angeles verfügbar. Weitere Städte sollen bald folgen. Unbekannt ist, ob UberEATS auch in den europäischen Städten ausgerollt wird, in denen das Geschäft mit dem Personentransport einen Dämpfer erlitten hat. Uber wird seine ursprüngliche App nutzen, um die Uber Nutzer auf UberEATS aufmerksam zu machen. Die Nutzer können ein Gericht von dem extra zusammengestellten Sofort-Menü wählen, diese Gerichte werden besonders schnell geliefert. Es ist aber auch möglich, bei einem der mehreren hundert gelisteten Restaurants zu bestellen. (via TechCrunch)

Bild: Shima Aji Sushi at Troquet by Beautiful Cuisine von Dale Cruse (bestimmte Rechte vorbehalten)