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UberX Berlin: Ein Erfahrungsbericht

Das amerikanische Unternehmen Uber hat vor ein paar Wochen den Fahrservice UberX in Berlin gestartet. In den letzten Wochen war es sehr schwer ein UberX Fahrzeug zu erwischen, nach etlichen Versuchen hat es am vergangenen Mittwoch geklappt. In einem kurzen Beitrag möchte ich meine Erfahrung schildern.


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Die bisherige Geschichte von Uber

Uber hat in den letzten Jahren mehrere Rückschläge in Deutschland einstecken müssen. Zuerst wurde im Jahr 2013 der Service UberBlack gestartet, der im Vergleich zu anderen Städten langsam gewachsen ist. Nachdem Wundercar mit einem Mitfahrservice mit privaten Fahrern gestartet ist, ist Uber mit einem vergleichbaren Angebot unter dem Namen UberPOP gestartet. Wir haben damals als erstes darüber berichtet. Im Zuge einer deutschlandweiten Klage konnten UberPOP nicht mehr zu ursprünglichen Konditionen angeboten werden.

Nach kurzer Zeit wurde der UberPOP Service wieder eingestellt, da ein Fahrpreis von 35 ct. pro Kilometer nicht wirtschaftlich ist. In Berlin musste der UberBlack Service ebenfalls eingestellt werden, da ein Gericht festgestellt hat, dass der Service gegen die Rückkehrpflicht verstoßen hat. Um weiterhin in Berlin aktiv sein zu können, wurde der UberTaxi gestartet. Wie der Name schon sagt, sind bei UberTaxi normale Taxis unterwegs. Laut Uber wurde seit dem Verbot von UberBlack einiges unternommen, um mit UberX nicht gegen das Personenbeförderungsgesetz zu verstoßen.

Subunternehmer

Um UberX anbieten zu können, hat sich Uber mit dem Unternehmen MyChauffeur zusammengetan. MyChauffeur ist ein bekannter Player im Berliner Taximarkt. Der Eigentümer von MyChauffeur betreibt unter anderen Namen eine Taxi-Schule, einen eigenen Taxi-Betriebt und mehr. Uber vermittelt alle Fahrten an MyChauffeur, um somit als reiner Vermittler auftreten zu können. MyChauffeur ist dafür verantwortlich, dass die Aufträge Gesetzes-konform ausgeführt werden.

Sub-Subunternehmer

Mein UberX-Fahrer war nicht direkt bei MyChauffeur angestellt sondern ein selbstständiger Unternehmer. Er erhält von MyChauffeur die Aufträge und führt sie durch. Laut seiner Aussage hat er mit Uber direkt keinen Kontakt. Geld verdienen kann man mit UberX laut seiner Aussage nicht. Er Fährt am Ende des Tages für Uber, um seinen Umsatz, den er hauptsächlich mit MyDriver macht, aufzubessern. MyChauffeur hat anscheinend 150 neue E-Klassen angeschafft, setzt diese aber im Moment lieber bei Blacklane und MyDriver ein, da bei diesen Plattformen der Umsatz höher ist. Der Betriebssitz von MyChauffeur befindet sich in der Chausseestrasse, alle Fahrzeuge, die von dort starten, dürften dem Unternehmen direkt zugeordnet werden.

Ablauf der UberX Fahrtvergabe

Um die Vermittlung der Fahrten Gesetzes-konform abzubilden, erhält der Unternehmen eine Email an den Betriebssitz geschickt. Der Fahrauftrag muss laut Gesetz schriftlich im Betriebssitz eingehen. In der Email befindet sich ein Link, über den der Unternehmer die Fahrt annehmen muss. Erst dann ist die Fahrt in der App angenommen und dem Fahrgast wird angezeigt, dass der Fahrer die Fahrt angenommen hat und auf dem Weg ist.  Der Kunde bekommt das zu spüren, in dem es länger dauert, bis die Fahrt in der Kunden-App als angenommen erscheint.

In meinem Fall hat der Sohn des Fahrers im Büro gearbeitet, die Fahrt via Email angenommen und dem Fahrer per SMS die Daten übermittelt. Danach hat sich der Fahrer auf den Weg zu mir gemacht und mich abgeholt. Nachdem der Fahrer mich abgesetzt hatte, hat er sich aus der Fahrer-App abgemeldet, mit der Begründung dass er erst wieder zu seinem Betriebssitz fahren muss. Er meinte aber auch, dass ich ein paar Minuten warten müsse, dann könnte ich ihn wieder buchen.

Mir ist nicht ganz klar, wie vermieden werden soll, dass ein Fahrer im Auto auf den Bestätigungs-Link in der Email klickt um danach den Fahrgast zu transportieren. Das würde das Personenbeförderungsgesetz umgehen, das sagt, dass ein Auftrag schriftlich im Betriebssitz eingehen muss.

Fazit

MyChauffeur leitet Aufträge auch an Subunternehmen weiter. Für Uber könnte es in diesem Setup schwierig sein, die Qualität zu halten, da ein Durchgreifen über mehrere Ebenen schwierig ist. Für MyChauffeur und die angeschlossenen Unternehmer wird es bei den Preisen schwierig sein, ein profitables Geschäft aufzubauen, da immer wieder zum Betriebssitz gefahren werden muss. Die Verfügbarkeit muss besser und die Anfahrtswege müssen kürzer werden, um eine attraktive Alternative zum Taxi aufzubauen.

Der Fahrer war sehr freundlich und aufgeschlossen, das Fahrzeug eine saubere E-Klasse älteren Baujahres (W211). Wenn Uber meinen Account wieder freigibt und die Verfügbarkeit besser wird, werde ich UberX auf jeden Fall häufiger nutzen.

Bild: nakhon100 / flickr (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: myTaxi Vermittlungsgebühr, UberX Deutschland Start

Zwei Kurznachrichten über MyTaxi und UberX Deutschland Start. MyTaxi verändert die Vermittlungsgebühr, Uber führt Mitfahrservice UberX in Deutschland ein.

MyTaxi verändert Auftragsvergabe – Auktion wird abgeschafft

Anfang letzen Jahres hat myTaxi seine Vermittlung von Fahrten an Taxifahrer geändert. Die Fahrer sollten nicht mehr 80 ct. pro Fahrt zahlen, sondern eine Gebühr von 3 – 30% des Fahrpreises. Die Obergrenze wurde nach Protesten der Taxifahrer auf 15 % reduziert. Zu einem späteren Zeitpunkt sollte die vom Fahrer eingestellte Preisstufe einen Einfluss auf die Vergabe der Fahrten haben. Fahrer, de einen hohen Prozentsatz eingestellt haben, erhalten mehr Fahrten. Über diesen Vergabemechanismus hat sich myTaxi höhere Umsätze erhofft. Soweit kam es wohl nie. Zum 1. Juli wird die Vermittlungsgebühr pauschal auf 7% festgesetzt, eine Einstellung auf Fahrerseite ist dann nicht mehr möglich. Die durchschnittliche Taxifahrt dürfte bei einem Fahrpreis von 15 bis 20 € liegen, was einer Provision von 1.00 – 1.40 € entsprechen dürfte. (via iphone-ticker.de)

uberX Deutschlandstart – legaler Rahmen soll eingehalten werden

Uber startet nach den gerichtlichen Auseinandersetzungen und dem Verbot von UberPOP einen neuen Fahrservice unter dem Namen uberX. Dabei will sich das Unternehmen an das deutsche Personenbeförderungsgesetz halten. Die Fahrer sollen über einen Personenbeförderungsschein verfügen. Die Fahrzeuge sind laut Uber als Mietwagen zugelassen, konzessioniert und gewerblich versichert. Gestartet wird der Service in München, Hamburg, Düsseldorf und Frankfurt. In Berlin soll der Service in ein paar Wochen starten. Diese Ankündigung ist als fraglich einzuschätzen, da in Berlin auch der Service UberBlack mit professionellen Chauffeuren und schwarzen Limousinen verboten ist. uberX entspricht in den meisten Punkten den Anforderungen im Personenbeförderungsgesetz. Gegen die Rückkehrpflicht der Mietwagen verstößt das neue Angebot aber trotzdem. Der Verstoß gegen die Rückkehrpflicht ist ein Grund, warum UberBlack in Berlin verboten ist. Eigentlich wollte Uber mit dem Service UberPOP groß durchstarten. Bei UberPOP wurden Privatfahrer ohne Genehmigung für gewerbliche Personenbeförderung vermittelt. Der Service wurde vom Landgericht Frankfurt nach etwa einem Jahr deutschlandweit verboten. (via Uber Blog)

Bild: getmobility.de (bestimmte Rechte vorbehalten)